18+ | Spiele mit Verantwortung | Es gelten die AGB | Glücksspiel kann süchtig machen | Wir erhalten Provisionen von den aufgeführten Wettanbietern

Sascha

Review Milan vs Lazio | Trotz Niederlage - Darauf können die Rossoneri aufbauen

Wir sind bis unter die Haarspitzen motiviert, der Trainer hat uns top vorbereitet, wir haben sehr gut im Training gearbeitet und sind bereit für Lazio!“ Donnarummas Worte ließen jedem Milanista vor dem Spitzenspiel gegen Lazio im heimischen San Siro auf drei Punkte hoffen, doch am Ende lief es ähnlich wie gegen die Roma.

Die Rossoneri machten das Spiel, die Römer schießen die Tore. Doch war alles so schlecht, wie die erste Niederlage nach 30 Jahren gegen die „Biancocelesti“ im San Siro vermuten lässt? Nein, keinesfalls. Es gab einige Lichtblicke zu verzeichnen, denen wir uns nun zuwenden wollen.

Bennacer mit neuem Selbstvertrauen

Jedem Tifoso am Fernseher und auch im Stadion wird die vielversprechende Performance von Ismael Bennacer aufgefallen sein. Denn der algerische Nationalspieler zeigte sich nicht nur zweikampfstark, sondern initiierte zahlreiche Angriffe der Pioli-Truppe, zeigte sich passsicher, handlungsschnell und konnte überdies zwei Großchancen einleiten.

Der beste Spieler des Afrika-Cups muss künftig lediglich darauf achten, nicht zu voreilig seine Position vor der Abwehr zu verlassen, da sonst bei einem verlorenen Zweikampf zu schnell irreparable Lücken entstehen, in die der Gegner tödlich reinstoßen kann. Doch abgesehen davon zeigte er endlich auch im Trikot der Mailänder seine exzellenten Balleroberungsskills, auf die es aufzubauen gilt.

Theo Hernandez wie ein TGV

Ein weiterer Mann, der die Mailänder Herzen höher schlagen ließ, war sicherlich einmal mehr Theo Hernandez. Der pfeilschnelle Linksverteidiger machte, wie in den Wochen davor, dermaßen viel Betrieb über die linke Außenbahn, dass man ihn schon fast mit einem TGV verwechseln konnte. Tolle Physis, stark im Dribbling und antrittsstärker als der schnellste Zug Frankreichs überrannte er teilweise drei Gegenspieler auf einmal. Sollte der französische Nationalspieler noch sein finales Passspiel perfektionieren, könnte er ihn Zukunft seine zahlreichen Flankenläufe nachhaltig mit Scorerpunkten veredeln.

Samu Castillejo war eine weitere Personalie, welche verdeutlichte, dass das Angriffsspiel der „Rossoneri“ unberechenbarer ist, wenn man auch mal die Grundlinie ansteuert oder selbstlos den Ball direkt weiterpasst, statt das Spiel zu verlangsamen. Leider musste der junge Spanier bereits in der ersten Hälfte den Platz unter Tränen und Beifall des Anhangs verletzt verlassen. Rebic konnte den Ausfall des ehemaligen Villareal-Akteurs zu keinem Zeitpunkt nur annähernd auffangen.

Schnörkellos in die Spitze

Zudem erspielten sich die Lombarden im Gegensatz zu Giampaolos Amtszeit zahlreiche Chancen im letzten Drittel. Insgesamt zehn Torchancen konnten am Ende für den siebenfachen Champions-League Sieger verbucht werden, da die Norditaliener schnörkellos und vertikal in die Spitze spielten und dabei das Mittelfeld schnell überbrückten. Doch nicht nur nach vorne zeigt sich Piolis Truppe verbessert.

Gerade das gegen die Roma monierte Zweikampfverhalten war gegen Lazio nicht wiederzuerkennen. Die Mailänder taten den Römern in fast allen Duellen mit einer gesunden Portion Aggressivität weh und hinderten die Hauptstädter bereits bei der Ballannahme daran, sich zu entfalten.

Leao zerstört Pressing des Teams

Daraus resultierend zeigte sowohl das Pressing als auch das Gegenpressing wesentlich mehr Effizienz. Das ganze Team rannte beim Spielaufbau der Gäste geschickt die Passwege zu und schaffte es häufig, auch verlorene Bälle umgehend wieder zu erobern.

Erst mit der Einwechslung Rafael Leaos ging dieser Effekt verloren, da der junge Portugiese die Vorgaben seines Trainers nur sehr halbherzig umsetzte. „Leao muss lernen, dass das Spiel weitergeht, auch wenn er nicht den Ball an seinen Füßen hat“, kritisiert der ehemalige Milan-Coach Fabio Capello die Einstellung des Youngsters.

Klare Entwicklung erkennbar

Doch konstatiert man all diese Punkte, scheint Pioli das Spiel seiner Mannen ohne Zweifel sukzessive weiterzuentwickeln. Darüber hinaus scheut sich der 54-jährige Italiener nicht davor, langjährige Stammkräfte wie Franck Kessié oder Suso bei fehlender Leistung kurzerhand auf die Bank zu verbannen. Somit belebt er gerade auf der linken Außenbahn und dem Box-to-Box-Spot im Mittelfeld den seit Jahren eingeschlafenen Konkurrenzkampf endlich wieder neu.

Mit gezielten Verstärkungen in der Winterpause, vor allem zwei bis drei echten Leadertypen, könnte Milan in der Rückrunde nochmals richtig angreifen, sollte der Abstand zu den internationalen Plätzen bis dahin nicht zu groß geworden sein. Doch bis dahin heißt es beißen, kämpfen und nicht aufgeben liebe Rossoneri.

Teile den Post
Sascha

Vorschau | Napoli vs Atalanta – Showdown um Platz 3!

Am morgigen Mittwoch kommt es in der höchsten italienischen Spielklasse zwischen dem SSC Neapel und Atalanta Bergamo zum absoluten Thriller um Platz 3. Denn die Gastgeber befinden sich lediglich drei Punkte hinter den formstarken „Bergamasci“ und sind zum Siegen verdammt. Und das gegen ein Team, welches nach Einführung der 3-Punkte-Regel mit 28 Toren nach nur neun Spielen einen neuen Rekord in der Serie A aufstellen konnte.

SSC Napoli - Königsklasse fordert Tribut

Die Mannen von Trainer Carlo Ancelotti kommen diese Saison nicht richtig ins Rollen. Nur fünf Siege aus den ersten neun Begegnungen untermauern, dass man bei der "Partenopei" den eigenen Erwartungen hinterher hinkt. Aus den letzten drei Ligapartien konnte man lediglich einen 2:0-Sieg gegen Aufsteiger Hellas Verona verbuchen. Gegen das extrem formschwache Torino setzte es gar ein torloses Remis, während man am letzten Spieltag gegen den Vorletzten SPAL Ferrara nur ein trostloses 1:1 erreichen konnte.

Auffällig ist dabei, dass im Vorfeld der Begegnungen, sowohl gegen den "Toro" als auch gegen "SPAL", Partien in der Königsklasse anstanden. Die Doppelbelastung und die große Erwartungshaltung der Fans in der Champions League scheinen dem "Calcio Napoli" in der Liga zuzusetzen.

Malcuit fällt den Rest der Saison aus

Als wäre dies nicht schon genug des Übels, erlitt Rechtsverteidiger Kevin Malcuit eine schwere Knieverletzung und fällt den Rest der Saison aus. Damit gesellt sich der Franzose ins neapolitanische Lazarett, welches bereits Elseid Hysaj, Mario Rui und Kostas Manolas beherbergt. Ancelotti gehen also langsam die Verteidiger aus.

Darüber hinaus weigert sich der routinierte Fußballlehrer zu erklären, warum Faouzi Ghoulam, vor dessen langer Verletzung wohl einer der stärksten Linksverteidiger der Liga, keine Rolle in seinen bisherigen Planungen spielt. Denn trotz des Ausfalls von Hysaj und Rui setzte der ehemalige Bayern-Coach auf den eigentlichen Rechtsverteidiger Giovanni Di Lorenzo statt auf den algerischen Nationalspieler. Entsprechende Berichte über den Bruch beider Parteien beunruhigen daher das Umfeld des Vereins.

Insigne sucht seinen Platz

Überdies sucht Kapitän Lorenzo Insigne weiterhin nach seiner Idealposition in Ancelottis System. Mal auf dem Flügel, mal in vorderster Front. Nur ein Scorerpunkt in den letzten fünf Partien untermauern, dass Napolis Kapitano sich gerade in einer Identitätskrise befindet.

Personell gesehen wird gegen "La Dea" Maksimovic den unsicheren Luperto ersetzen, denn dieser machte beim knappen 3:2-Sieg über Salzburg nicht die beste Figur. Ob Ghoulam den verletzten Malcuit ersetzt und Di Lorenzo wieder auf seiner angestammten Position auf der rechten Außenbahn auflaufen wird, bleibt bis zuletzt abzuwarten.

Auf dem Flügel wird vermutlich der unter der Woche blasse Zielinski eben jenem Insigne weichen. Im Angriff sollte das kongeniale Duo Mertens und Milik auflaufen. Grade der Pole befindet sich mit drei Toren in den letzten beiden Ligapartien in bestechender Form.

Atalanta Bergamo - In der Liga hui, CL pfui

So schlecht es auch in der Königsklasse läuft, so überwältigend "rasiert" die "Göttin" in der Liga. Denn anders kann man den 7:1 Kantersieg gegen Udinese Calcio, das bis dahin defensivstärkste Team der Liga, nicht bezeichnen. Gasperinis Truppe zeigte sich wieder mal wie eine gefrässige Bestie, die nicht aufhört zu attackieren. Und das trotz des Ausfalls von Topstürmer Duvan Zapata!

Das magische Dreieck um Alejandro Gomez (1), Luis Muriel (3) und Josip Ilicic (2) steuerte mit direkter Beteiligung gleich sechs der sieben Treffer bei. Der siebte wurde dann auch noch historisch. Denn der 2002 geborene Ivorer Amad Traore (17) traf bei seinem Serie-A-Debüt direkt ins Schwarze und avancierte zum ersten 2002er Kind, welches im italienischen Oberhaus treffen konnte.

Offenbarung gegen Man City

Doch dass der risikoreiche offensive Powerfußball Gasperinis auch schnell nach hinten losgehen kann, sollte die jüngsten Auftritte in der CL unterstreichen. Gegen die "Citizens" gingen die "Bergamasci" mit 1:5, gegen Zagreb 0:4 und Donetsk 1:2 baden. 1:11 Tore in der Königsklasse demonstrieren, dass "Gasps" System auf ganz hohem Niveau noch nicht ganz ausgereift scheint.

In der Liga hatte "La Dea" bis auf die beiden römischen Vereine und der Fiorentina kaum richtig hochklassige Herausforderungen. Zwar konnte man die Roma auswärts mit 2:0 schlagen, doch gegen Lazio (3:3) und auch gegen die Viola (2:2) setzte es bereits zwei Unentschieden. Mit Neapel kommt ligaintern die größte Herausforderung für die Lombarden.

Form spricht für die Gäste

Doch die Norditaliener kommen mit vier Siegen aus den letzten fünf Ligapartien ins San Paolo und werden dementsprechend mit einer Menge Selbstvertrauen anreisen. Personell gesehen wird Gasperini höchstwahrscheinlich nur an wenigen Stellschrauben drehen und das nur der Regeneration wegen.

Freuler könnte den starken Pasalic wieder ablösen, während Gosens für Hateboer ins Team rückt. Da Gasperini in Topspielen gerne in der zweiten Halbzeit einen offensiven Impuls setzt, ist davon auszugehen, dass Muriel nach seinem Hattrick gegen Udinese erstmal auf der Bank Platz nehmen wird. Stattdessen wird vermutlich der kreative ukrainische Spielmacher Ruslan Malinovskyi, welcher zuletzt auf der Zehn durchaus zu überzeugen wusste, die beiden Spitzen Josip Ilicic und Alejandro Gomez bedienen.

Prognose:

Es ist auf jeden Fall alles für ein Torfestival angerichtet. Doch einen Favoriten für diese Begegnung zu ernennen, scheint schwierig. Neapel ist im heimischen San Paolo eine Festung, die nur schwer einzunehmen ist, muss jedoch Ausfälle in der Defensive kompensieren. Mit Atalanta kommt zu einem denkbar schlechten Zeitpunkt die formstarke Torfabrik der Liga. Daher scheinen die Bergamasci leicht im Vorteil zu sein.

Aufstellungen:

Napoli: Meret; Di Lorenzo, Maksimovic, Koulibaly, Ghoulam; Callejon, Allan, Fabian Ruiz, Insigne; Milik, Mertens

Atalanta: Gollini; Toloi, Kjaer, Djimsiti; Castagne, De Roon, Freuler, Gosens; Malinovskyi; Gomez, Ilicic

Teile den Post
Sascha

Juventus Turin | Christian Eriksen im Fokus?

Juventus Turin soll laut italienischer Medienberichte Scouts zum Topspiel der Premier League zwischen Liverpool und Tottenham am vergangenen Spieltag entsendet haben. Dabei standen gleich vier Akteure beider Clubs im Fokus der „alten Dame“.

Die„Reds“ sicherten sich am Wochenende an der Anfield Road einen entscheidenden 2:1-Sieg und konnten ihren Vorsprung vor Premier-League-Titelrivale Manchester City behaupten. Das Titelrennen wird für die „Kiebitze“ aus dem Piemont jedoch eine eher untergeordnete Rolle bei ihrem Besuch gespielt haben.

Denn entsprechend der Berichte der Turiner Tageszeitung „Tuttosport“ sollen die Scouts der „Bianconeri“ gleich vier Spieler in ihr Visier genommen haben. Zu diesen zählen Mohamed Salah, Heung-Min Son, Toby Alderweireld und Christian Eriksen.

Eriksen das eigentliche Objekt der Begierde?

Angesichts der Bedeutung von Salah und Son für ihre jeweiligen Vereine scheint es unwahrscheinlich, dass Juventus nächstes Jahr in der Lage sein wird, sie von ihren Vereinen loszueisen. Daher bleibt es abzuwarten, ob sich das Interesse des amtierenden italienischen Meisters intensiviert und man dementsprechend bereit ist, ganz tief in die Vereinskasse zu greifen.

Bei Alderweireld und Eriksen sieht die Sache für Paratici und Co. schon wesentlich interessanter aus. Denn bei beiden Akteuren läuft das Arbeitspapier im Sommer aus, was sie zu ablösefreien Spielern macht. Vor allem für die „Spurs“ wäre es ein herber finanzieller wie auch sportlicher Verlust, sollte man die Verträge nicht noch rechtzeitig verlängert bekommen. Ein Abgang scheint daher im Januar nicht ausgeschlossen, da dies die allerletzte Möglichkeit für die Londoner wäre, noch etwas „Kleingeld“ eintreiben zu können.

Sucht Juventus einen weiteren Spielmacher?

Der italienische Rekordmeister beobachtet die Situation natürlich mit Argus-Augen. Denn vor allem der dänische Nationalspieler würde der Sarri-Truppe mit seinem Fähigkeitenprofil sehr gut zu Gesicht stehen. Der ehemalige Chelsea-Coach benötigt in seinem bevorzugten 4-3-1-2-System einen Zehner von Weltklasseformat, eine Position, die Eriksen sicherlich auf allerhöchstem Niveau ausfüllen kann.

Bisher setzte Sarri auf der Position hinter den Spitzen hauptsächlich auf Federico Bernardeschi, welcher sich jedoch bisweilen schwer mit seiner neuen Rolle tut. Rodrigo Bentancur zeigte zwar im Gegensatz zum ehemaligen Fiorentina-Akteur vielversprechende Ansätze, doch versprüht auch dieser eben nicht die benötigte Weltklasse, um auch in der Champions League auf allerhöchstem Niveau angreifen zu können.

Für einen Transfer bereits im Januar könnte die aktuelle Platzierung (11.) der Londoner sprechen und die Tatsache, dass man nach gerade mal zehn Spieltagen satte acht Punkte Rückstand auf einen Champions-League-Platz hat. Darüber hinaus könnten die mäßigen Leistungen Eriksens die Tottenham-Verantwortlichen am Ende davon überzeugen, ihn bereits im Winter ziehen zu lassen.

Teile den Post
Sascha

Tauschtransfer | Sensi für Rakitic – Was ist dran?

Der FC Barcelona soll laut den Berichten der „Sport“ daran interessiert sein, Inter Mailands Senkrechtstarter Stefano Sensi mit Routiner Ivan Rakitic zu tauschen. Denn die Lombarden werden schon seit Jahren wiederkehrend mit dem Kroaten in Verbindung gebracht.

Der 24-jährige Italiener kam im Sommer per Leihe mit anschließender Kaufoption von 25 Millionen Euro von US Sassuolo zu den „Nerazzurri“. Unter Antonio Conte hat sich Sensi schnell in die Herzen der Fans gespielt und sich als tief liegender Spielmacher im Mittelfeld von Inter etabliert.

Laut der "Sport" sind die beeindruckenden Leistungen des italienischen Nationalspielers nicht unbemerkt geblieben, da der aktuelle Tabellenzweite aus Spanien bereits zu den Vertretern des Spielers Kontakt aufgenommen haben soll. Laut der Tageszeitung wollen die Katalanen mit dem in die Jahre gekommenen Ivan Rakitic (31) die Verantwortlichen der Lombarden locken.

Shootingstar des Saisonstarts

Sensi konnte in sieben Ligaspielen drei Tore und vier Vorlagen erzielen, obwohl er in den letzten Wochen aufgrund einer Verletzung Inter-Coach Antonio Conte nicht zur Verfügung stand. Daher ist es schwer vorstellbar, dass Inter nur annähernd daran interessiert ist, den Leistungsträger abzugeben.

Denn gerade in den letzten Wochen zeigte sich, wie sehr Sensi dem Mailänder Team mit seinen Spielmacherfähigkeiten und seiner Torgefährlichkeit fehlt. Dass der Tabellenzweite der Serie A jedoch gerne den kroatischen Nationalspieler in den eigenen Reihen zu schätzen wisse, dürfte nach dem „Buhlen“ der letzten Jahre seitens der „Nerazurri“ kein Geheimnis darstellen.

Das Arbeitspapier des ehemaligen Schalkers läuft nur noch zwei Jahre und somit wären die „Blaugrana“ gezwungen, den Edeltechniker spätestens nächsten Sommer zu verkaufen, möchte man noch etwas „Kleingeld“ für den 31-jährigen Kroaten einheimsen.

"Nicht hier, um den Strand zu genießen"

Zudem spielt der zentrale Mittelfeldmann, welcher 2014 vom FC Sevilla geholt wurde, in den Planungen von Trainer Ernesto Valverde nur eine untergeordnete Rolle. Seit der Verpflichtung von Ajax-Juwel Frenkie De Jong (22) kommt Rakitic meist nur von der Bank und konnte daher in der laufenden Spielzeit kaum Akzente setzen.

„Ich bin nicht hier, um den Strand zu genießen“, untermauerte der Vizeweltmeister seine Wechselabsichten Anfang des Monats gegenüber der spanischen Presse. Ein Abgang des Kreativpakets scheint daher durchaus realistisch, ebenso die Richtung (Mailand), jedoch wird Stefano Sensi sicherlich nicht zum Faustpfand avancieren.

Teile den Post
Sascha

Review | Roma vs Milan - Offenbarungseid im Olimpico

Es war wieder einer dieser Tage, an denen Fußballtrainer am Spielfeldrand stehen und fassungslos die Hände über den Kopf zusammenschlagen. Am gestrigen Sonntagabend muss es Milan-Coach Stefano Pioli wohl genau so ergangen sein, als dieser im Spitzenspiel gegen den AS Rom einen individuellen Schnitzer seiner Mannen nach dem anderen bewundern durfte. Aber fangen wir erstmal chronologisch an.


Die Lombarden starteten nach dem unglücklichen 2:2 gegen Lecce zunächst vielversprechend in die Partie, hatten mehr Spielanteile, lösten sich optimal aus dem Pressing der Gastgeber und erspielten sich die eine oder andere nette Möglichkeit, um in Front zu gehen. Vor allem das knappe Abseitstor von Rafael Leao nach wunderschönem Steilpass von Franck Kessié sollte der Höhepunkt einer attraktiven ersten halben Stunde für die Domstädter stellen.

Kessié verliert Dzeko aus den Augen


Doch es kam anders. Mal wieder. Nach circa 30 Minuten fanden die „Giallorossi“ wieder ins Spiel und die Partie gestaltete sich ausgeglichener, sodass sich in der 38. Spielminute eine Ecke für die „Lupi“ ergab. Zack stand es schon wieder 1:0 für den Gegner. Edin Dzeko durfte, nachdem der Ball durch Teamkollege Mancini abgefälscht wurde, freistehend einköpfen. Der ihm zugeteilte Kessié verbrachte seine Zeit wohl in der Pommes Bude des Stadio Olimpicos. So einfach hatte es der Bosnier diese Saison noch nicht.

Doch anstatt aus diesen Fehlern zu lernen, durften die leidgeprüften Fans der Gäste auch bei den folgenden Standards bewundern, wie die Roma immer wieder, sei es durch Mancini oder Smalling, nach Standards total unbedrängt zum Abschluss kam. Das hatte nichts mehr mit Taktik, sondern mit der Konzentrationsfähigkeit des Einzelnen zu tun.

Calabria macht da weiter, wo Conti aufhört


Mit einem 0:1 ging es dann in die Kabine. Piolis Truppe war nach dem überraschenden Rückstand sichtlich verunsichert. Der ehemalige Lazio-Coach reagierte und brachte Anfang der zweiten Halbzeit Davide Calabria für den überforderten Andrea Conti in die Partie. Zunächst zahlte sich die Einwechslung aus. Denn es war der 22-jährige Italiener, welcher mit seiner Flanke perfekt für Theo Hernandez auflegte. Dieser nahm den Ball gekonnt an und zog volley zum zwischenzeitlichen Ausgleich ab.

Doch war es auch eben jener Calabria, welcher nur wenige Minuten später völlig unbedrängt in der eigenen Hälfte einen kapitalen Fehlpass direkt in die Füße von Edin Dzeko spielte, welcher die Pille zu Roma-Youngster Nicolo Zaniolo weiterleitete, der abgezockt zum 2:1 für die Gastgeber verwandelte. Wieder ein Geschenk, obwohl es bis Weihnachten noch zwei Monate sind. Selbst Leistungsträger und Routiniers wie Biglia und Kessié bekamen im eigenen Sechzehner durch ihre Fahrlässigkeit den Ball abgejagt und verursachten fast weitere Gegentore.

Desolate Zweikampfwerte


Weiterer Diskussionspunkt die Zweikampfführung der Mailänder. Im defensiven Mittelfeld gewann Biglia gerade mal 25 Prozent seiner Zweikämpfe, was für einen Sechser definitiv zu wenig ist. Doch genauso zeigten sich das Innenverteidiger-Duo Mussacchio (20 Prozent) und Romagnoli (25 Prozent) gegen die Roma verunsichert. Gerade in der Luft scheint es Milan noch an Dominaz zu fehlen, denn niemand bekam die Kopfballverlängerung Dzekos gebändigt.

Stefano Pioli, Paolo Maldini und alle anderen bestehen weiterhin darauf, dass es keine Sonderbehandlung mehr gibt und jeder Spieler seinen Platz in der Mannschaft verdienen müsse. Dennoch ist Suso immer der erste Name auf der Liste, welcher seit Monaten seine Form alter Tage vermissen lässt und doch immer wieder in der Startelf steht. Das eindimensionale Spiel des Spaniers scheint entschlüsselt und macht gerade die rechte Flanke der Mailänder berechenbar. Überraschungsmoment 0,0.

Eine Frage der Mentaliät


Zudem scheint es angesichts der Krise in Mailand immer mehr eine Frage der Mentalität zu werden. Routinierte Führungsspieler, die das fragile mentale Rückgrat des Teams stabilisieren, müssen gesucht werden. Denn an den individuellen Aussetzern des Teams wäre wohl jeder Trainer machtlos. Die fünfte Niederlage Mailands in nur neun Runden macht deutlich, mit welchen Problemen der siebenfache Champions-League-Sieger aktuell zu kämpfen hat. An sich ist ein verlorenes Spiel im Olimpico kein Drama, aber nicht, wenn man zwei Tore an eine vom Verletzungspech geplagte und erschöpfte Roma-Mannschaft verschenkt.

Diese trat lediglich mit der Hälfte ihres Stammpersonals an. Überdies spielte Edin Dzeko aufgrund eines gebrochenen Wangenknochens mit einer Spezial-Maske. Die „Giallorossi“ hatten mit Jordan Veretout nur einen gelernten defensiven Mittelfeldspieler im Team, sodass Trainer Paulo Fonseca nur drei Tage nach dem kräftezehrenden Spiel in der Europa League gegen Borussia Mönchengladbach Innenverteidiger Gianluca Mancini zum Sechser umfunktionieren musste.

Roma macht Lust auf mehr


Was die Roma betrifft, so wird Fonseca von der Performance seiner Truppe begeistert sein. Sie waren organisiert, kompakt und arbeiteten sich die Sohlen ab, obwohl fast die Hälfte des Teams fehlte. Die Tatsache, dass sie inmitten einer unglaublichen Verletzungskrise nur einen Punkt vom Viertplatzierten aus Neapel entfernt sind, ist bemerkenswert und gibt Hoffnung für den weiteren Verlauf der Saison. Denn sollte der portugiesische Übungsleiter wieder aus dem Vollen schöpfen können, sollten die Hauptstädter im Kampf um die begehrten Königsplätze noch ein entscheidendes Wörtchen mitreden können.

Teile den Post
Sascha

Vorschau | Roma vs Milan - Verlieren verboten!

AS Roma – Verletzungsmisere Deluxe


Der Tabellensechste liegt aktuell nur drei Punkte hinter einem Champions-League-Rang und sollte eigentlich frohen Mutes in die Partie gegen den AC Mailand gehen. Jedoch versprühten die letzten beiden Auftritte der Roma nicht gerade Enthusiasmus. Zwar verkauften sich die „Giallorossi“, im Gegensatz zum schwachen 0:0 bei Schlusslicht Sampdoria, gegen den Bundesligaprimus Borussia Mönchengladbach im Rahmen der Europe League trotz einensunglücklichen 1:1 Remis stark verbessert, doch drücken Trainer Paulo Fonseca erhebliche Personalsorgen.

Mit Amadou Diawara, Bryan Cristante, Cengiz Ünder, Davide Zappacosta, Henrikh Mkhitaryan, Lorenzo Pellegrini, Nikola Kalinic und dem rot-gesperrten Justin Kluivert fehlen dem portugiesischen Fußballlehrer gleich über ein halbes dutzend potenzieller Stammkräfte! Gerade im Mittelfeld ist diePersonaldecke dermaßen dünn, dass sich die Vereinsverantwortlichen auf dem Markt nach vereinslosen Spielern umschauen.

Rodwell oder Büchel?

Daher wurden diese Woche Jack Rodwell und Marcel Büchel in der Hauptstadt zu medizinischen Untersuchungen vorstellig. Während Letzterer seine ganze Karriere in Italien bei Vereinen wie Empoli, Hellas Verona, Bologna oder Juventus Turin verbracht hat, würde mit Rodwell jemand kommen, welcher zuletzt nach Stationen wie Manchester City und dem AFC Sunderland nur noch in der zweiten englischen Liga für die Blackburn Rovers kickte. Laut italienischer Medienberichte soll der Bessere der beiden verpflichtet werden. Dass beide Akteure ein Arbeitspapier erhalten, wird dabei ebenfalls nicht ausgeschlossen.

Am Donnerstag musste mit Mancini gar ein gelernter Innenverteidiger im defensiven Mittelfeld neben Veretout ran. Obwohl dieser seine Sache gegen die starken „Fohlen nicht schlecht machte, erwartet die „Gazzetadello Sport“ an dessen Stelle Javier Pastore auf dem Sechser-Spot. Auch Rechtsverteidiger Santon kehrt nach seiner Verletzung wieder zurück und könnte neben dem Argentinier eine weitere Option für die Sechs darstellen. Da Kluivert aufgrund seiner roten Karte gegen Sampdoria Genua nicht spielberechtigt ist, wird Florenzi diesen wohl auf dem Flügel vertreten.

AC Mailand – Eine richtungsweisende Partie

Bei seinem Debüt für die „Rossoneri“musste Coach Stefano Pioli trotz einer ansprechenden Leistung mit Aufsteiger US Lecce die Punkte teilen. Zwar erzielten seine Mannen zwei ansehnliche Tore, jedoch musste man sich aufgrund eines unglücklichen Handspiels Andrea Contis und einem Sonntagschuss aus 25 Metern von Marco Calderoni am Ende mit einem 2:2 Remis begnügen. Doch die Partie machte Lust auf mehr. Die Lombarden zeigten sich im Gegensatz zu Giampaolos Amtszeit gerade offensiv stark verbessert.

Die Pioli-Truppe erspielte sich zahlreiche Torchancen, ließ gegen den Ball nicht viel anbrennen. Einzig die Effektivität ließ zu wünschen übrig. Vor allem Youngster Rafael Leao ließ zwei äußerst aussichtsreiche Torchancen liegen, während sein Sturmkontrahent Krzysztof Piatek nach seiner Einwechslung sofort treffen konnte. Doch trotz seines Tores scheint Milans Übungsleiter auch gegen die Roma auf den jungen Portugiesen zu setzen.

Suso, Kessié und Conti raus?

Im Laufe der Woche spekulierten die Medien darüber, ob zum einen Ex-Frankfurter Ante Rebic den spanischen Linksaußen Suso ersetzen wird, zum anderen der Algerier Ismael Bennacer für Franck Kessié auf der Sechs startet. Doch einen Tag vor dem Showdown in Italiens Hauptstadt scheinen sich die Gazetten einig, dass Pioli fast auf dasselbe Team setzen wird.

Einzig Rechtsverteidiger Andrea Conti könnte nach seiner unglücklichen Partie gegen die Apulier Davide Calabria weichen. Denn der ehemalige Bergamo-Akteur zeigte bei seinen bisherigen Auftritten deutliche Fitnessprobleme, welche gerade nach der 60. Spielminute wiederholt spielentscheidend wurden.

Prognose:

Es wird ein Duell auf Augenhöhe geben, in welchem die Roma zwar den Heimvorteil genießt, aber gegen eine ausgeruhte, enthusiastische Milantruppe ran muss. Die Verletzungssorgen und die Doppelbelastung der Gastgeber unter der Woche spielen den Mailändern natürlich in die Karten, machen sie daher in dieser Begegnung zum leichten Favoriten.

Aufstellungen:

Roma: Pau Lopez; Spinazzola, Mancini, Smalling, Kolarov; Veretout, Pastore; Florenzi, Zaniolo, Perotti; Dzeko

Milan: Donnarumma; Calabria, Musacchio, Romagnoli, Hernandez; Paqueta, Biglia, Kessie; Suso, Leao, Calhanoglu

Teile den Post