Was macht eigentlich Christian Lell?

So blieb es etwa nur bei Länderspielen im Nachwuchsbereich. Zur Saison 2009/10 hatte der damalige Bayerntrainer Louis van Gaal schließlich keine Verwendung mehr für Christian Lell. Dieser wechselte daraufhin zur Berliner Hertha, für die er zwei Jahre spielte. Auch sein Engagement bei UD Levante dauerte nur zwei Saisons.
Aufgrund des Todes seiner Schwester verzichtete Christian Lell in der Folgezeit auf die Fortführung seiner Profikarriere und spielte nur noch „aus Spaß“ in der bayerischen Kreisklasse für den TSV Weyarn.
Lebenskrisen und Mentalcoach
Schon 2012 gründete Christian Lell ein eigenes Unternehmen. In den Feldern Immobilien und Sportberatung versuchte der damalige Fußballprofi sich ein zweites Standbein aufzubauen, was 2019 in der Lell Holding mündete, die sich hauptsächlich mit der Baubranche befasste.
Aufgrund von wirtschaftlichen Faktoren und Krisen im Immobilienbereich hatte die Lell Holding jedoch mit einigen Schwierigkeiten zu kämpfen. Christian Lell gab später dem Magazin 11 Freunde ein Interview, in dem er bekundete, dass er wegen finanzieller Sorgen sogar einen Suizidversuch unternommen habe.
In der Gegenwart ist Christian Lell nicht mehr als Unternehmer tätig, sondern seit 2025 als Mentalcoach und Autor mit den Themen Selbstreflexion, Vergebung und persönlicher Entwicklung. Unter dem Titel From Ego to Heart, mit denen er auch Vorträge hält.
Wie erfolgreich das ist, bleibt fraglich, denn kürzlich wurde bekannt, dass der mittlerweile 42-Jährige im Herbst 2026 bei Promi Big Brother mitmacht. Doch vielleicht kann er dort etwas über die Stoffwechselstörung Mukoviszidose erzählen. Denn an dieser Krankheit starb 2014 seine Schwester, woraufhin der Ex-Bayernspieler die Christian Lell Stiftung gründete, die Gelder für die Erforschung dieser Krankheit sammelt und die sich darüber hinaus um emotional vernachlässigte Kinder kümmert.
Als Fußballprofi kann Christian Lell auf zwei Deutsche Meisterschaften und zwei Triumphe im DFB-Pokal zurückblicken. Und er hat mit Granden des deutschen Fußballs wie Oliver Kahn, Bastian Schweinsteiger und Philipp Lahm zusammengespielt. Zudem hat er als in München Geborener für den FC Bayern gespielt. Ein Traum, den unzählige Kinder und Jugendliche haben.
Die Schnelllebigkeit im Trainergeschäft

Mehr als zwei Spielzeiten können lediglich der erwähnte Sebastian Hoeneß, Freiburgs Julian Schuster und Bayerns Vincent Kompany vorweisen, der zudem bei den Münchnern erstmals seit zehn Jahren in eine dritte Saison als Coach geht.
Ein gewisser Julian Nagelsmann unterschrieb 2021 beim deutschen Rekordmeister einen Fünfjahresvertrag. Alles Makulatur. Und auch die Bundestrainerzeit ist für Julian Nagelsmann längst Geschichte.
Dessen Assistent bei der Nationalmannschaft war Sandro Wagner, der nach der EURO 2024 als kommender Supertrainer gehandelt wurde. Inzwischen ist der Ex-Augsburg-Trainer unter anderem beim FC Basel in der eher zweitklassigen Schweizer Super League im Gespräch.
Wenige Ausnahmen
Steffen Baumgart galt in der Saison 2021/22 als Kulttrainer beim 1. FC Köln. Doch bei den Rheinländern ist der 54-Jährige schon längst nicht mehr. Wie auch bei Union Berlin, Steffen Baumgarts Station nach dem 1. FC Köln. Der „Effzeh“ wiederum startete letzte Saison mit Lukas Kwasniok. Doch dieser ist in der Domstadt ebenfalls Geschichte.
Auch Borussia Dortmund sucht seit der 7-jährigen Ära von Jürgen Klopp nach einem Trainer, der längerfristig bleibt. Nach Namen wie Peter Stöger, Lucien Favre, Peter Bosz oder Nuri Sahin möchte der BVB nun mit Niko Kovac etwas aufbauen.
Da stellt sich die Frage, wie Bundesligatrainer ihre Haus- und Wohnungssuche gestalten. Ein Hausbau an einem Ort ist da absolut unrealistisch. Dazu gesellt sich das Problem, dass die Kinder der Coaches oft den Wohnort und die Schule wechseln müssen.
Eine große Ausnahme bei dieser Thematik ist der SC Freiburg, wo erst Volker Finke und danach Christian Streich weit mehr als ein Jahrzehnt wirkten. Was unter anderem auch daran liegt, dass Freiburg keine Medienstadt wie München, Köln oder Hamburg ist und Trainer dort einfach ruhiger arbeiten können. So wie seiner Zeit Otto Rehhagel, der 14 Jahre in Bremen mehr oder weniger nur mit Regionalzeitungen zu tun hatte, um dann in München nach nicht einmal einem Jahr entlassen zu werden.
Auch ein Aufstieg ist keine Jobgarantie, denn im Fußball regieren die Ergebnisse und wenn der Druck zu groß wird, bleibt den Klubbossen oft keine Wahl. Den Gang in die Zweitklassigkeit hat aber der 1. FC Heidenheim mit seinem langjährigen Trainer Frank Schmidt angetreten. Die berühmte Ausnahme von der Regel.
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Wer sind eigentlich die Fans im „Telekom-T“ in der Allianz Arena?

Die Allianz Arena wurde 2005 eröffnet. Seitdem ist das weiße „T“ bei Heimspielen des FC Bayern zu sehen. Dieses Logo bilden Auszubildende der Telekom. Ein Sprecher des Bonner Unternehmens dazu:
„Für die jungen Leute ist das ein Highlight. Durch die Aktion kommen sie auch mal in den Genuss, ein schönes Bundesliga-Spiel zu sehen.“
Dabei darf jeder Auszubildende in der Regel einmal dabei sein. Und das mittels Freikarten. Bewerben, um bei einem Heimspiel der Münchner als Werbeträger zu fungieren, kann man sich nicht. „Wir bestücken das komplett intern“, heißt es aus der Telekom-Zentrale und natürlich sind diese speziellen Sitzplätze begehrt und werden daher ausgelost..
Alles ist erlaubt
58 Menschen sind notwendig, um das „T“ mithilfe von weißen Caps und Ponchos zu bilden. Doch darf man sich während des Spiels von seinem Platz entfernen? Um sich zum Beispiel eine Stadionwurst zu kaufen? Hierzu nimmt die Telekom Stellung: „Die Leute müssen schauen, dass sie die Plätze während des Spiels nicht verlassen. Aber alles im Rahmen ist erlaubt. Es soll ja Spaß machen“
Ansonsten gibt es keinen Vorgabenkatalog. Selbst der Genuss von Bier ist nicht verboten.
Aber feststeht, dass diese Marketing-Aktion aufgrund der enorm großen Reichweite von Bayern-Heimspielen äußerst gelungen ist. Zumal der FC Bayern jedes Jahr um die Deutsche Meisterschaft mitspielt.
Wie ergeht es Christoph Metzelder?

Ins Rollen kam die Sache, weil sich eine Bekannte des Ex-Fußballers an die Polizei gewandt hatte. In Gesprächen über sexuelle Vorlieben hatte sich Christoph Metzelder der Frau anvertraut, gerne einmal etwas einem Kind auszuprobieren. Kurze Zeit später soll er ihr Fotos von Kindern in eindeutigen sexuellen Handlungen mit Erwachsenen geschickt haben.
Christoph Metzelder wurde daraufhin zu zehn Monaten auf Bewährung verurteilt. Eine viel zu geringe Strafe, wie damals etwa Lukas Podolski oder Mario Götze befanden.
„Eine so milde Strafe bei einem so schwerwiegenden Vergehen ruft bei mir großes Unverständnis hervor. Das kann ich überhaupt nicht nachvollziehen und macht mich wütend. Wenn kleine Kinder und ihre Familien für den Rest ihres Lebens geschädigt werden, müssen so verachtende Taten viel härter bestraft werden.“ Mario Götze
Die Ex-Clubs von Christoph Metzelder, Borussia Dortmund, Real Madrid und Schalke 04, haben sich von ihm distanziert. Und zudem beispielsweise Einzelbilder aus Vereinsmuseen entfernt. Gute Freunde von früher haben sich von ihm abgewandt. Wie der Werber Raphael Brinkert und zahlreiche Menschen aus der Fußball-Branche.
Im Februar 2020 wurde Christoph Metzelder bei einem Drittligaspiel in Uerdingen gesichtet. Jedoch waren alle Plätze um ihn herum leer.
Ein zurückgezogenes Leben
In Marbella hatte ihn einmal ein Journalist entdeckt, doch Christoph Metzelder suchte schnell das Weite. Hin und wieder besucht er seine Tochter in Berlin, aber letztendlich hat sich der Vize-Weltmeister von 2002 aus der Öffentlichkeit zurückgezogen.
„Die Durchsuchung war eine Zäsur, beruflich und privat. Ich lebe seitdem zurückgezogen“, sagte Christoph Metzelder im Gerichtssaal. Das ist bis heute so geblieben. Weiter sagte er damals: „Ich weiß, dass ich eine Wunde hinterlasse, die möglicherweise nicht heilen wird. Damit werde ich den Rest meines Lebens leben müssen.“
Was macht eigentlich Sebastian Deisler?

Nach seiner Debütsaison 1998/99 rissen sich die ganz großen Clubs um ihn. Auch Real Madrid. Sebastian Deisler zog es jedoch zur Berliner Hertha, für die er drei Jahre spielte. Dann folgte der Lockruf des FC Bayern, der mit einem Handgeld von 20 Millionen Euro warb, was die „Bild“ öffentlich machte und dem damals 22-Jährigen enorm zusetzte, weil er großen Anfeindungen ausgesetzt war. Zudem trug er die Last, den damals quasi am Boden liegenden deutschen Fußball „retten“ zu müssen.
Zur Wahrheit gehört aber auch dazu, dass sich Sebastian Deisler immer wieder mit schweren Verletzungen herumplagen musste, die ihn mehrfach zurückwarfen. Darunter waren auch Kreuzbandrisse, die ihn jeweils viele Monate außer Gefecht setzen.
Dazu musste sich der Mittelfeldspieler in der Saison 2003/04 aufgrund von psychischen Problemen in stationäre Behandlung begeben, was natürlich öffentlich wurde.
Schließlich zog Sebastian Deisler 2007 die Reißleine und beendete seine Fußballerlaufbahn. Nach lediglich 135 Bundesligapartien und 36 Länderspielen.
Ein zurückgezogenes Leben weitab vom Fußball
Im Oktober 2009 erschien sein Buch „Sebastian Deisler – Zurück ins Leben“. Seitdem ist es ruhig um ihn geworden.
Der gebürtige Lörracher wohnt im Raum Freiburg und meidet Medienauftritte oder Interviews. Auch zum Fußballgeschehen äußert sich der 46-Jährige nicht.
So lebt Sebastian Deisler ein Leben als Privatmann. Sicherlich finanziell unabhängig, von dem Geld, was er als Profifußballer verdient hat.
Mit seiner ehemaligen brasilianischen Frau hat er einen Sohn, der 2004 geboren wurde.
Interessant ist jedoch ein Blick auf die Gladbacher Saison 1998/99. Es war damals der erste Bundesligaabstieg der „Fohlen“, ausgestattet jedoch mit hoffnungsvollen Talenten wie Robert Enke und Sebastian Deisler, die eigentlich die Borussia in eine goldene Zukunft führen sollten, aber in sehr jungen Jahren den Abstieg des Traditionsclubs miterleben und verkraften mussten. Das Schicksal von Robert Enke ist bekannt und auch die Geschichte von Sebastian Deisler kann man durchaus als tragisch bezeichnen.
Was macht eigentlich Mehmet Scholl?

Von 1992 bis 2007 spielte er für den FC Bayern. Ganze 15 Jahre, in denen Mehmet Scholl achtmal Deutscher Meister wurde und 2001 die Champions League gewann. Nach seiner Karriere blieb die „Nummer 7“ den Münchnern treu. In der Rolle eines Nachwuchstrainers. Aber vor allen Dingen mit seiner Tätigkeit als TV-Experte für die ARD belebte Mehmet Scholl jahrelang die deutsche Fußballlandschaft. Nach einem Zerwürfnis mit der ARD beim Confed Cup 2017 nun längere Zeit nicht mehr. Doch was macht Mehmet Scholl heute?
Nach allgemeinem Kontext hat „Scholli“ seine Rolle als Experte sehr gut ausgefüllt. Mit klaren Analysen und seiner eigenen verschmitzten Art. Gerade die Berichterstattung rund um die WM 2014 war mit ihm äußerst unterhaltsam.
Irgendwann hatte der mittlerweile 55-Jährige jedoch die Lust am Fußball verloren.
„Ich habe mir ja alles anschauen müssen, weil ich wissen musste, über was ich alles reden will. Ich musste mir selbst ein Bild machen und habe immer ein bisschen anders auf die Spiele geschaut. Aber ich war müde, mir das alles reinzuziehen.“
Mehmet Scholl ergänze 2023 in dem Podcast der Kroos-Brüder:
„Ich war es einfach immer mehr leid, den bösen Onkel zu spielen, der im Fernsehen immer wieder die Spieler kritisiert.“
Nach eigenen Aussagen sei aber die Lust am Fußball in der letzten Zeit zurückgekehrt und so sieht man ihn wieder vermehrt bei Bayernspielen in der Allianz Arena. Was natürlich auch damit zu tun hat, dass seine Tochter Josefine mit dem Bayernstar Tom Bischof liiert ist.
Doch aus der Öffentlichkeit hält sich Mehmet Scholl weitgehend heraus und so genießt er das Leben abseits des großen Trubels, was er jahrzehntelang hatte. Es ist aber nicht auszuschließen, dass der 55-Jährige sich hin und wieder zum Fußballgeschehen äußert. So wie bei der EURO 2024 als Kolumnist der „Bild“.
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Christian
Enthusiast, Romantiker und leidenschaftlicher Anhänger des Fußballs
Seine erste Fußballweltmeisterschaft erlebte Christian 1986. Seitdem ist Fußball seine Leidenschaft. Speziell die Fußballbundesliga und die europäischen Klubwettbewerbe haben es ihm angetan. Natürlich sieht er manche aktuelle Entwicklungen im Profifußball kritisch, aber Christian liebt den Fußball und so erträgt er auch eine Klub-WM und eine überladene Weltmeisterschaft mit 48 Teams.






