Nachdem das DFB-Team bei der EM 1984 bereits in der Vorrunde ausschied, übernahm Franz Beckenbauer das Traineramt von Jupp Derwall. Dabei lag die Spielerzeit vom „Kaiser“ noch gar nicht so lange zurück. Doch auch auf Drängen der „Bild-Zeitung“ wurde der Weltmeister von 1974 in diese Position gehievt. Da Franz Beckenbauer über keine Trainerausbildung verfügte, gab man ihm den Titel des Teamchefs.
So strahlend alles bei der WM 1990 in Italien glänzte, war es bei der Weltmeisterschaft 1986 beileibe nicht. Rund um die Mannschaft gab es viele Querelen, was im Torwartstreit zwischen Toni Schumacher und Uli Stein gipfelte. Dieser betitelte Franz Beckenbauer als Suppenkasper, woraufhin die Nummer 2 im deutschen Tor nach Hause geschickt wurde.
Auch sportlich lief es nicht besonders. Im ersten Gruppenspiel gegen Uruguay lag die DFB-Auswahl früh zurück. Erst spät in der zweiten Halbzeit gelang der Ausgleich. Es folgte ein glanzloses 2:1 gegen eher zweitklassige Schotten, um beim anschließenden 0:2 gegen starke Dänen keine Chance zu haben.
Aber durch diese Niederlage kam es im Achtelfinale zum Aufeinandertreffen mit dem Außenseiter Marokko. Auch hier mühte sich die deutsche Mannschaft, bis Lothar Matthäus kurz vor Schluss einen Freistoß zum Tor verwandelte.
Gegen Mexiko, zu jener Zeit alles andere als ein Fußball-Schwergewicht, brauchte es ein Elfmeterschießen, um weiterzukommen.
Doch schlussendlich stand Franz Beckenbauer mit seinem Team im Halbfinale, was vor allen Dingen durch Losglück und einige günstige Umstände zustande kam.
Gegen den amtierenden Europameister Frankreich mit seinem Superstar Michel Platini steigerte sich jedoch das DFB-Team und zog mit einem 2:0 ins Endspiel ein.
Hier wartete Diego Maradona, der Argentinien quasi im Alleingang ins Finale gebracht hatte.
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— SPIEGEL Ticker (@SPIEGEL_alles) May 6, 2020
Dagegen bestand die deutsche Nationalmannschaft bei dieser WM vorwiegend aus Arbeitern, wie Hans-Peter Briegel, Karl-Heinz Förster, Ditmar Jakobs oder Norbert Eder, die alle als Zerstörer im Finalspiel im Aztekenstadion aufliefen. Ergänzt durch den damaligen defensiven Mittelfeldspieler Lothar Matthäus. Doch diese eher destruktive Spielweise brachte nichts, da die Argentinier 2:0 in Führung gingen. Auch weil Toni Schumacher entscheidend patzte.
Nach zwei Ecken gelang aber das 2:2. Nun schien sogar der Titel möglich und so drängte die deutsche Mannschaft auf das 3:2, was sich jedoch als fatal herausstellen sollte, da Argentinien durch einen Konter selbst das 3:2 erzielte, was enttäuschte deutsche Spieler zurückließ.
Trotzdem stand unter dem Strich der Vize-Weltmeistertitel zu Buche, was nicht jede Spielergeneration geschafft hat, wenn man beispielsweise an die Turniere 2018 und 2022 denkt und auch in die WM 2026 geht der vierfache Weltmeister keinesfalls als Top-Favorit.
Wird Deutschland Gruppensieger?
Ja
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Wird Deutschland Weltmeister?
Ja
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