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Kickfieber Henrik 3. Liga - Diese Offensivspieler rocken aktuell die Liga
Yasin Zor von TSG Hoffenheim im September 2026

(IMAGO / Beautiful Sports)

3. Liga - Diese Offensivspieler rocken aktuell die Liga

Es sind bereits sieben Spieltage in der Spielzeit 2026/27 der 3. Liga gespielt. Bislang gab es wieder reihenweise spektakuläre Szenen und Begegnungen, die uns gezeigt haben, warum wir diese Liga so lieben und leben. Es gab sowohl positive als auch negative Überraschungen. Wir blicken nun auf die Offensivspieler, die den Abwehrreihen große Probleme bereitet haben.
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Geschrieben von Henrik Först
Veröffentlicht: 25 September 2026, 13:00

Tarsis Bonga

Seine Entwicklung hat mich sehr überrascht. Schließlich war Tarsis Bonga vor Jahren dafür bekannt, dass er sich zwar sehr bemüht zeigte, aber beim Torabschluss eher als Chancentod bekannt war. 

Der 29-Jährige hat eindrucksvoll bewiesen, dass es sich lohnen kann, kurzfristig einen Schritt zurückzugehen, um anschließend zwei Schritte nach vorne zu machen. Schließlich hat er in der Regionalliga bei Rot-Weiß Oberhausen und den Würzburger Kickers sehr viel Selbstvertrauen gewonnen, was sich in der aktuellen Spielzeit bemerkbar macht. 

Der Mittelstürmer konnte bislang vier Tore erzielen und bereitete zwei weitere Treffer vor. Beim Torabschluss erkennt man sein großes Selbstvertrauen. Schließlich wirkt Bonga bei seinen Torchancen sehr abgeklärt und vollstreckt jene, die er früher noch kläglich vergeben hätte.  

Jedoch ist Bonga nicht nur wegen seiner Tore von großer Bedeutung für den Aufsteiger. Im Spiel der Würzburger agiert Bonga als Zielspieler im Sturmzentrum, der die Bälle sehr gut abschirmen und festmachen kann. Jedoch weicht der 29-Jährige auch regelmäßig auf die Außenbahnen aus, um dort für Torgefahr zu sorgen.  

Niklas Castelle und David Otto

Viktoria Köln zeigt es in dieser Saison erneut seinen Kritikern und gehört bislang zu den Topmannschaften. Die Kölner belegten aktuell den zweiten Tabellenplatz, was sich einerseits auf die Kaderzusammenstellung und andererseits auf die hervorragende Arbeit von Trainer Marian Wilhelm zurückführen lässt.  

Es gibt jedoch ein Duo, welches man einfach hervorheben muss. Schließlich stechen die beiden Offensivspieler Niklas Castelle und David Otto besonders hervor. 

Bei Niklas Castelle gilt es zu erwähnen, dass er im letzten Sommer vom SSV Ulm in die Domstadt gewechselt ist. Bei seinen vorherigen Stationen ließ er sein Potenzial zwar vereinzelt erkennen, aber konnte es nicht konstant auf dem Platz zeigen. 

Bei der Viktoria wollte Castelle nun seinen persönlichen Neustart und dieser sollte ihm bislang auch gelingen. Der 24-Jährige spielt im 3-4-2-1-System auf einer der Halbpositionen hinter der Sturmspitze und blüht in dieser Rolle auf. Dies zeigt sich anhand seiner Torbeteiligungen, da der Stürmer bislang vier Tore erzielen und weitere zwei Treffer vorbereiten konnte. 

Bei den Spielen der Viktoria sprüht Castelle vor Spielfreude und schaltet sich regelmäßig in das Kombinationsspiel ein. Zudem bewegt sich der 24-Jährige sehr gut in den Räumen zwischen den Ketten, um stets anspielbar zu sein und gefährliche Chancen zu kreieren. 

Ein anderer Garant für den Kölner Erfolg ist Mittelstürmer und stellvertretende Kapitän David Otto. Der 27-Jährige scheint einen weiteren Schritt in seiner Entwicklung gemacht zu haben und trägt nicht einfach nur die Binde, sondern geht mit seiner Körpersprache und seinen Anweisungen voran. 

In der aktuellen Spielzeit konnte Otto bereits sechs Tore erzielen und weitere zwei Treffer vorbereiten. Diese Quote kommt nicht von ungefähr, da sich der Stürmer im Abschluss enorm gesteigert hat und mit Nervenstärke und Coolness glänzt. 

Der 27-Jährige agiert nicht nur als Zielspieler, der die Bälle sehr gut abschirmt und festmacht, sondern schaltet sich auch immer wieder ins Kombinationsspiel ein. Zudem stellt sich Otto in den Dienst der Mannschaft und arbeitet auch gegen den Ball fleißig mit, selbst wenn man ihm hierbei seine Tempodefizite anmerkt.

Sollte David Otto diese Form nur annähernd halten können, dürfte es für ihn in der nächsten Saison in die 2. Bundesliga gehen. Vielleicht ja auch mit seiner Viktoria.  

Tim Heike

Tim Heike erlangte nationale Bekanntheit, als er Energie Cottbus mit 21 Toren in 33 Spielen zum Aufstieg in die 3. Liga schoss. Das Abenteuer 3. Liga sollte er jedoch nicht mit den Lausitzern angehen, was sich im Nachhinein als Fehler herausstellen sollte. 

Der Stürmer wechselte zum FC Ingolstadt, bei dem er jedoch nie so richtig ankommen sollte. Dies führte dazu, dass Heike die Schanzer bereits nach einer Spielzeit wieder verließ und zum MSV Duisburg wechselte. Die Zebras sollten zwar eine sehr gute Spielzeit 2025/26 in der 3. Liga spielen, doch auch in Duisburg fand Tim Heike nie so richtig in die Spur und war kein entscheidender Faktor.

Im vergangenen Sommer sollten sich die Wege trennen und der 26-Jährige schloss sich dem SC Verl an, der für seine offensive Spielphilosophie bekannt ist. Der Mittelstürmer wollte seiner Karriere mit diesem Wechsel neuen Schwung verleihen und bislang scheint sich dieser Schritt bezahlt zu machen. 

Schließlich kann Heike bereits vier Saisontore aufweisen und hat seinen Stammplatz im Sturmzentrum. Bei seinen bisherigen Auftritten konnte man wieder eine gewisse Leichtigkeit erkennen, die er in Ingolstadt und Duisburg nicht hatte. 

Der Mittelstürmer scheint sich mit der Spielphilosophie der Verler sehr gut identifizieren zu können und wird von seinen Teamkollegen immer wieder gesucht. Zudem zeigt sich, dass Heike im Strafraum wieder dort steht, wo ein Torjäger stehen muss. Dies klingt zwar leicht gesagt, doch genau dieses Gespür muss sich jeder Stürmer zunächst erarbeiten.  

Lucas Hermes

Der SSV Jahn Regensburg hat einen enttäuschenden Saisonstart hingelegt und steht aktuell auf dem 18. Tabellenplatz. Die Mannschaft verfügt zwar über sehr viel Qualität in der Offensive, was jedoch nichts daran ändert, dass sie defensiv oftmals gruselig verteidigt. 

Bei den Regensburgern zählt Mittelstürmer Lucas Hermes zu den wenigen Gewinnern. Der 26-Jährige scheint nun den Durchbruch in Regensburg geschafft zu haben und konnte in der laufenden Spielzeit bereits mehrfach seine Qualitäten unter Beweis stellen. Dies lässt sich auch anhand seiner Torbeteiligungen erkennen, da er bereits fünf Tore erzielt und einen weiteren Treffer vorbereitet hat. 

Der Mittelstürmer zeichnet sich durch seine leidenschaftliche Spielweise aus. Schließlich sorgt er nicht nur für Torgefahr, sondern arbeitet auch gegen den Ball fleißig für die Mannschaft und übernimmt eine wichtige Rolle im Pressing. 

Darüber hinaus verfügt Hermes über eine gute Geschwindigkeit und sucht regelmäßig die Tiefe. Seine Mitspieler sind sich seiner Stärken bewusst und versuchen daher immer wieder, ihn mit Steilpässen in Szene zu setzen. Dank seiner Schnelligkeit und seiner unermüdlichen Spielweise ist der 26-Jährige nur schwer zu verteidigen.

Semir Telalovic

Die vergangenen Jahre waren für Semir Telalovic alles andere als einfach. Beim SSV Ulm 1846 erzielte er einst zwölf Tore in der 2. Bundesliga. Diese starke Torquote konnte jedoch nicht verhindern, dass die Ulmer den Gang in die 3. Liga antreten mussten. Anschließend folgten für den Angreifer die Stationen 1. FC Nürnberg und Arminia Bielefeld. Bei beiden Vereinen sollte es jedoch für Telalovic nicht gut laufen. Im vergangenen Sommer einigte sich der 1. FC Nürnberg mit Rot-Weiss Essen auf ein Leihgeschäft, sodass der Angreifer für den Traditionsverein in der 3. Liga auf Torejagd geht.     

Diese Leihe sollte sich bislang als äußerst erfolgreich erweisen. Schließlich hat sich Telalovic zum absoluten Stammspieler entwickelt und konnte bereits fünf Tore erzielen und einen weiteren Treffer vorbereiten. Beim Traditionsverein agiert der 26-Jährige jedoch nicht als alleinige Sturmspitze, sondern als hängende Spitze, eine Rolle, die ihm offenbar sehr liegt. 

In dieser Rolle wirkt Telalovic wesentlich befreiter und zugleich so beweglich und spielfreudig wie nie zuvor. Im Spiel schaltet er sich regelmäßig in das Kombinationsspiel ein und überzeugt dabei mit Spielwitz sowie seiner Übersicht für die besser positionierten Mitspieler.  

Yasin Zor

Man kann vor seinen bisherigen Leistungen einfach nur den Hut ziehen. Schließlich spielt Yasin Zor seine erste Saison in der 3. Liga und gehört zu den besten Offensivspielern. Der 20-Jährige erzielte bislang sechs Tore und bereitete zwei weitere Treffer vor, womit er sein enormes Potenzial eindrucksvoll unter Beweis stellte. 

Vor allem mit seinem Spielwitz und seiner Spielintelligenz wusste Zor bislang zu überzeugen und entwickelte sich dadurch zu einem Aktivposten im Offensivspiel der Hoffenheimer U23. Darüber hinaus zeichnet sich Zor durch seinen ausgeprägten Offensivdrang aus und sorgt mit seiner Spielweise immer wieder für torgefährliche Situationen.

Zu seinen weiteren Stärken zählen seine hervorragende Ballbehandlung und seine Qualitäten im Dribbling, mit denen er seine Gegenspieler immer wieder vor große Herausforderungen stellt. Ebenso erwähnenswert sind seine Qualitäten im Abschluss, wobei Zor insbesondere durch seine überlegten und präzisen Abschlüsse zu überzeugen weiß. 

Seine bisherigen Leistungen lassen jedenfalls die Frage aufkommen, ob für den 20-Jährigen bereits in der Winterpause der nächste Schritt ansteht, möglicherweise sogar in die Bundesliga oder 2. Bundesliga. Voraussetzung dafür wäre, dass er seine starken Leistungen bis dahin konstant bestätigt. 

Henrik
Henrik

Leidenschaftlicher Fußballfan mit Fokus auf die 2.Bundesliga und die 3.Liga

Seine Fußballleidenschaft wurde ihm quasi schon in die Wiege gelegt. Henrik, der seit Kindestagen an selbst Fußball in einem Verein spielt, ist leidenschaftlicher Fan des FC Bayern München. Dies ändert jedoch nichts daran, dass Henrik seit Jahren mit großem Interesse die Geschehnisse der 2. Bundesliga sowie der dritten Liga verfolgt und stets auf dem neuesten Stand der Dinge ist. Wenn Ihr Euch dafür interessiert, seid Ihr bei unserem Experten an der richtigen Adresse.