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Henrik

VfL Wolfsburg - Das ist Tobias Strobl

Die Saison 2025/26 verlief für den VfL Wolfsburg äußerst enttäuschend. Schließlich mussten sich die Niedersachsen in der Relegation dem SC Paderborn 07 geschlagen geben und den Gang in die 2. Bundesliga antreten. (Bild: IMAGO / Funke Foto Services)

Der Abstieg hatte sich jedoch bereits in den Jahren zuvor angedeutet. Eine sportliche Entwicklung war kaum noch erkennbar, was unter anderem auf die fehlende Konstanz auf der Trainerposition zurückzuführen ist.

Die Niedersachsen haben nun Tobias Strobl als neuen Cheftrainer verpflichtet. Der 38-Jährige kommt vom SC Verl, mit dem er eine starke Saison 2025/26 gespielt hat und in den Fokus höherklassiger Vereine geraten ist.

Doch was zeichnet den Fußballlehrer aus und was können die Fans des VfL Wolfsburg erwarten? Wir stellen euch Tobias Strobl vor.

Offensive und mutige Spielweise

Bei den Spielen des SC Verl war in der vergangenen Saison die offensive Spielphilosophie von Tobias Strobl zu erkennen. Der 38-Jährige fordert von seiner Mannschaft ein aktives und mutiges Auftreten. Zudem legt er großen Wert auf ein sauberes Kombinationsspiel und darauf, dass seine Spieler um die spielerische Lösung bemüht sind. Dies hat zur Folge, dass lange Bälle lediglich in Ausnahmesituationen gespielt werden.

Die offensive Ausrichtung spiegelte sich auch in den Zahlen wider. So stellte der SC Verl mit 82 Treffern in 38 Spielen den besten Angriff der 3. Liga und untermauerte damit die Spielphilosophie von Tobias Strobl.

Der Fußballlehrer bevorzugt ein 4-3-1-2-System, in dem er großen Wert auf Flexibilität legt. Seine Spieler sollen sich dabei nicht starr auf ihre Positionen beschränken, sondern sich variabel in den Räumen bewegen. Zudem fordert Strobl, dass seine Mannschaft im letzten Drittel regelmäßig die Tiefe sucht, um gefährliche Situationen zu kreieren.

Darüber hinaus hat er beim SC Verl eindrucksvoll bewiesen, dass er junge Spieler weiterentwickeln kann. Dieser Aspekt dürfte für den VfL Wolfsburg eine wichtige Rolle gespielt haben, da die Durchlässigkeit in den vergangenen Jahren sehr überschaubar war.

Überzeugt mit authentischer und bodenständiger Art

Grundsätzlich gilt Tobias Strobl als ein sehr akribischer Trainer, der seine Arbeit kritisch reflektiert und kontinuierlich nach Verbesserungen strebt. Im Umgang mit der Öffentlichkeit fällt er durch eine kontrollierte und sachliche Kommunikation auf.

Nach Spielen analysiert er die Geschehnisse nüchtern und verzichtet hierbei in der Regel auf öffentliche Kritik an einzelnen Spielern, sondern stellt das Kollektiv in den Vordergrund. Generell wird ihm ein vertrauensvoller Umgang mit seiner Mannschaft nachgesagt, was sich in einem guten Verhältnis zu seinen Spielern widerspiegelt.

Funktioniert Strobls Ansatz in Wolfsburg?

Grundsätzlich kann man Tobias Strobl durchaus zutrauen, dass er in Wolfsburg den Neuanfang schafft und den Verein zurück in die Bundesliga führt. Dafür benötigt er jedoch die Unterstützung der Verantwortlichen, insbesondere von Sportdirektor Pirmin Schwegler, der einen Kader nach seinen Vorstellungen zusammenstellen muss.

Angesichts des bevorstehenden Umbruchs darf der VfL in der Kaderplanung keine Zeit verlieren. Die Mannschaft benötigt jede Einheit der Vorbereitung, um sich als geschlossene Gruppe zu entwickeln und die Spielidee von Strobl zu verinnerlichen.

Es ist durchaus möglich, dass die neu formierte Mannschaft an den ersten Spieltagen noch nicht ihren besten Fußball zeigen wird. Zunächst wird es darum gehen, dass die Wölfe punktetechnisch stabil in die Saison starten und keine unnötige Unruhe aufkommt.

Für Tobias Strobl wird es entscheidend sein, weiterhin akribisch und reflektiert zu arbeiten und bei Problemen flexibel zu reagieren, anstatt starr an seinem System festzuhalten. Das Beispiel von Alexander Ende bei Preußen Münster zeigt, dass die „Verler Spielphilosophie“ ins Wanken geraten kann, wenn die Mannschaft mit der Umsetzung überfordert ist und ein Plan B fehlt

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Henrik

Oualid Mhamdi - Auf dem Weg in die 2. Bundesliga

Der SC Verl hat erneut eindrucksvoll bewiesen, dass auch mit überschaubaren finanziellen Mitteln eine erfolgreiche Saison möglich ist. Die Verler spielten den offensiv stärksten Fußball in der 3. Liga und werden die Spielzeit 2025/26 schlechtestenfalls auf dem siebten Tabellenplatz beenden. (Bild: IMAGO / Maximilian Koch)

Einen großen Anteil daran hat Oualid Mhamdi. Schließlich hat der Rechtsverteidiger eine überragende Saison gespielt und zählt zweifellos zu den größten Gewinnern der 3. Liga.

Daher überrascht es kaum, dass der 22-Jährige mit einem Wechsel in die 2. Bundesliga in Verbindung gebracht wird. Da sein Vertrag beim SC Verl im kommenden Sommer ausläuft, dürfte der Poker um Mhamdi in den kommenden Wochen an Fahrt aufnehmen.

Doch was zeichnet Oualid Mhamdi aus und wohin könnte es ihn im Sommer ziehen? Wir machen den Check.

Enormer Offensivdrang und Spielintelligenz

Grundsätzlich gilt festzuhalten, dass Oualid Mhamdi ein äußerst offensiv ausgerichteter Rechtsverteidiger ist. Schließlich konnte der 22-Jährige in der aktuellen Spielzeit bereits neun Tore erzielen und acht weitere Treffer vorbereiten. Dabei ist besonders hervorzuheben, dass sich Mhamdi während seiner zwei Spielzeiten in Verl enorm weiterentwickelt hat und sich in der spielerisch geprägten Spielphilosophie der Verler sichtlich wohlfühlt.

Eine seiner größten Stärken liegt im Passspiel. So findet der Rechtsverteidiger im Kombinationsspiel oftmals Lösungen und sucht insbesondere im letzten Drittel konsequent die Tiefe. Dabei beweist er nicht nur ein gutes Auge für seine Mitspieler, was sich in durchschnittlich 10,21 Steilpässen pro Spiel widerspiegelt, sondern sucht auch selbst die Wege in die Tiefe und fordert den Ball.

Darüber hinaus verfügt Mhamdi über große Qualitäten im Torabschluss. Der 22-Jährige sucht regelmäßig den Weg zum Tor und scheut dabei auch Abschlüsse aus größerer Entfernung nicht. In der laufenden Spielzeit erzielte er bereits mehrere sehenswerte Weitschusstore, bei denen er den Torhütern kaum eine Abwehrchance ließ. Besonders zeichnet ihn dabei weniger pure Schusskraft aus, sondern vielmehr seine Präzision sowie der starke Effet in seinen Abschlüssen.

Des Weiteren zeichnet sich der 22-Jährige durch ein gutes Timing sowie eine gewisse Robustheit in Kopfballduellen aus. So konnte er in der laufenden Spielzeit bislang 71,67% seiner Kopfballduelle gewinnen und zählt damit zu den stärksten Spielern der 3. Liga in diesem Bereich.

Dennoch gilt es für Mhamdi, an seinem Zweikampfverhalten zu arbeiten, um sich in der 2. Bundesliga etablieren zu können. Vor allem wird es wichtig sein, ein ausgewogenes Gleichgewicht zwischen Offensive und Defensive zu finden.

1. FC Nürnberg

In den vergangenen Tagen wurde bereits über das Interesse des 1. FC Nürnberg berichtet. Die Nürnberger haben erst kürzlich Innenverteidiger Fynn Otto vom SC Verl verpflichtet und suchen weiterhin nach Verstärkungen für die Defensive. Da Henri Koudossou den Club verlassen und zu seinem Stammverein zurückkehren wird, entsteht auf der Rechtsverteidiger-Position eine Lücke.

Ein Wechsel nach Nürnberg würde durchaus einige Argumente mit sich bringen. Einerseits hätte Mhamdi gute Chancen auf einen Stammplatz und würde sich einer Mannschaft anschließen, die ebenfalls einen spielerischen Ansatz verfolgt. Zudem hat Cheftrainer Miroslav Klose bereits bewiesen, junge Spieler erfolgreich weiterentwickeln zu können, was sicherlich auch für Oualid Mhamdi ein wichtiger Faktor sein dürfte.

Allerdings scheint sich der Club nicht ausschließlich mit Mhamdi zu beschäftigen, sondern prüft weitere Optionen. So wurde bereits über das Interesse an Giannis Masouras von Omonia Nikosia berichtet. Der offensiv ausgerichtete Rechtsverteidiger verfügt über reichlich Erfahrung. In der aktuellen Spielzeit kam der 29-Jährige unter anderem in der Conference League zum Einsatz und könnte einer jungen Nürnberger Mannschaft zusätzliche Stabilität verleihen.

SC Paderborn 07

Der SC Paderborn 07 hat sich in den vergangenen Jahren immer wieder durch kluge und durchdachte Transfers ausgezeichnet. Dabei wurden die Ostwestfalen häufig in der 3. Liga oder sogar in der Regionalliga fündig. Ein Beispiel dafür ist Laurin Curda, den die Paderborner einst von der TSG Balingen verpflichteten.

Mit diesem Transfer bewiesen die Verantwortlichen einmal mehr ihr gutes Scouting, denn Curda gehört in der laufenden Spielzeit zu den absoluten Leistungsträgern des SCP. Seine konstant starken Leistungen haben mittlerweile auch das Interesse einiger Bundesligisten geweckt. Sofern die Paderborner den Aufstieg in die Bundesliga verpassen sollten, könnte ein Abschied von Curda im kommenden Sommer durchaus realistisch sein.

Für diesen Fall könnte Oualid Mhamdi in den Fokus der Paderborner rücken. Der 22-Jährige würde mit seinen Stärken zum Spielstil des SCP passen. Besonders die offensive Ausrichtung der Schienenspieler dürfte dabei ein entscheidender Faktor sein. Schließlich schalten sich sowohl Raphael Obermair als auch Laurin Curda regelmäßig in das Offensivspiel ein, was sicherlich der Spielweise von Mhamdi entgegenkommen würde.

Hinzu kommt seine Vielseitigkeit, da Mhamdi auf beiden Außenverteidiger-Positionen eingesetzt werden kann. Dadurch könnte er für den SCP ein äußerst interessanter Spieler sein.

Fortuna Düsseldorf

Hierbei gilt es zunächst festzuhalten, dass ein Transfer nur bei einem Klassenerhalt der Fortuna infrage kommt. Dennoch dürfte bereits klar sein, dass es im kommenden Sommer zu einem größeren Umbruch im Düsseldorfer Kader kommen wird.

Mit der Verpflichtung von Alexander Ende als Cheftrainer zeichnet sich zudem bereits ab, nach welchen Spielertypen die Verantwortlichen künftig Ausschau halten werden. Schließlich stand Ende bislang stets für einen spielerischen Ansatz, den er nun auch in Düsseldorf etablieren möchte.

Ein Wechsel von Mhamdi erscheint daher durchaus sinnvoll. Einerseits kennt der Rechtsverteidiger die Spielidee von Ende bereits aus gemeinsamen Zeiten in Verl, andererseits konnte er sich in der laufenden Saison sichtbar weiterentwickeln.

Des Weiteren würde die aktuelle Konstellation auf der Rechtsverteidiger-Position einen Wechsel befürworten. So konnte Valgeir Lunddal lediglich mit seinem Zweikampfverhalten überzeugen, aber dürfte aufgrund seiner limitierten Fähigkeiten im Kurzpassspiel nicht zur Philosophie von Ende passen.

Hinzu kommt Routinier Matthias Zimmermann, der sich über die Jahre zu einem Publikumsliebling und wichtigen Mentalitätsspieler entwickelt hat. Allerdings wird Zimmermann in diesem Jahr bereits 34 Jahre alt und blieb auch in der Vergangenheit nicht von Verletzungen verschont. Zudem läuft sein Vertrag im kommenden Sommer aus, weshalb derzeit offen ist, ob dieser noch einmal verlängert wird.

Mit einer Verpflichtung von Oualid Mhamdi könnte die Fortuna nicht nur frische Impulse auf der Rechtsverteidiger-Position setzen, sondern sich gleichzeitig auch einen Spieler mit Potenzial nach Düsseldorf holen. Ein mögliches Szenario wäre, dass sich die Wege von Fortuna und Lunddal trennen, der Vertrag von Matthias Zimmermann verlängert wird und Oualid Mhamdi als neuer Konkurrent nach Düsseldorf kommt.

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Henrik

1. FC Saarbrücken - Im Sommer muss der Umbruch her

Der 1. FC Saarbrücken ist mit großen Ambitionen in die Spielzeit 2025/26 der 3. Liga gestartet. Schließlich verpassten die Saarbrücker in der vorherigen Saison den Aufstieg nur knapp, als sie sich in der Relegation Eintracht Braunschweig geschlagen geben mussten. (Bild: IMAGO / Fussball-News Saarland)

Diese Ambitionen schienen auch berechtigt, da der FCS von vielen Experten zu den Aufstiegsfavoriten gezählt wurde. Doch die Saison sollte anders verlaufen und sich zu einer Alptraum-Spielzeit entwickeln. Schließlich steht der 1. FC Saarbrücken aktuell auf dem 16. Tabellenplatz und hat den Klassenerhalt noch nicht endgültig gesichert.

Doch was lief in der aktuellen Spielzeit schief und wie sollte es beim FCS weitergehen, um künftig wieder zur Spitzengruppe der 3. Liga zu gehören? Wir machen den Check.

Bereits seit Jahren erkennt man keine Spielphilosophie

In den vergangenen Spielzeiten befand sich der FCS regelmäßig in der Spitzengruppe der 3. Liga. Diese Erfolge beruhten jedoch häufig eher auf der individuellen Qualität einzelner Spieler sowie der Mentalität der Mannschaft als auf einer klar erkennbaren Spielphilosophie.

Letztmals war eine solche unter Lukas Kwasniok zu erkennen, der den Verein 2021 verlassen hat. Seitdem lässt sich beim FCS kaum eine spielerische Weiterentwicklung feststellen.

Am Ende der Spielzeit 2024/25 gab der Verein die Verpflichtung von Alois Schwartz als neuen Cheftrainer bekannt und setzte dabei gewissermaßen die „Brechstange" an, um den lang ersehnten Aufstieg zu schaffen. Dieses Ziel sollten die Saarbrücker jedoch verpassen und trieben mit der Weiterbeschäftigung von Alois Schwartz eine negative Entwicklung weiter voran.

Schließlich konnte man bereits bei den vorherigen Stationen des 59-Jährigen erkennen, dass er seinen Teams keine klare Spielphilosophie vermitteln konnte. Stattdessen ließ sich häufig ein eher rustikaler „Rumpelfußball" mit wenig spielerischen Lösungen beobachten.

Diese Problematik zeigte sich auch beim 1. FC Saarbrücken in der laufenden Spielzeit. Die ausbleibenden Ergebnisse führten dazu, dass der Verein in die untere Tabellenhälfte abrutschte. Nach dem 15. Spieltag zog der FCS schließlich die Konsequenzen und trennte sich von Schwartz, woraufhin Jürgen Luginger als neuer Trainer vorgestellt wurde.

Zwar zeigte die Mannschaft unter dem 58-Jährigen verbesserte Leistungen, blieb jedoch in acht Spielen sieglos. In der Folge musste auch Luginger seinen Posten räumen. Als neuer Cheftrainer wurde Argirios Giannikis vorgestellt, der das Team zumindest ergebnistechnisch wieder etwas stabilisieren konnte.

Die großen Schwächen

Ein großes Problem der Saarbrücker zieht sich wie ein roter Faden durch die Saison. Dabei handelt es sich nicht um das Erspielen von Torchancen, da der FCS besonders in den Heimspielen stets zahlreiche Torchancen aufweisen konnte.

Allerdings sollten diese Chancen oftmals ungenutzt bleiben, da die Saarbrücker die notwendige Konsequenz vermissen ließen. Diese Abschlussschwäche spiegelt sich in der Anzahl der erzielten Tore wider, da der FCS in 34 Spielen lediglich 42 Tore erzielen konnte und somit über die drittschlechteste Offensive der 3. Liga verfügt.

Der beste Torschütze bei den Saarländern ist Flügelspieler Florian Pick mit 13 Saisontoren. Allerdings ließ auch er im Saisonverlauf zahlreiche hochkarätige Chancen liegen und hätte bei besserer Verwertung bei rund 20 Saisontoren stehen können.

Ein weiteres großes Problem ist die Auswärtsschwäche. Der FCS belegt in der reinen Auswärtstabelle lediglich den 18. Tabellenplatz und konnte in 17 Auswärtsspielen bislang nur einen Sieg holen. Dieser Sieg gelang am fünften Spieltag bei der U21-Mannschaft des VfB Stuttgart.

Hinzu kommen sieben Unentschieden und neun Niederlagen, was die insgesamt schwache Auswärtsbilanz unterstreicht. Besonders ernüchternd ist dabei, dass es der Mannschaft häufig an der nötigen Mentalität fehlte, was bei den mitgereisten Fans für Enttäuschung und Wut sorgte.

Es wird Zeit für eine Neuausrichtung

Der 1. FC Saarbrücken wird aller Voraussicht nach den Klassenerhalt schaffen. Schließlich beträgt der Vorsprung auf den SSV Ulm derzeit sechs Punkte, wobei die Ulmer ein schweres Restprogramm vor sich haben.

Diese Saison sollte für alle Verantwortlichen jedoch ein Warnsignal sein, um viele Entscheidungen kritisch zu hinterfragen. Es zeigt sich deutlich, dass es innerhalb der Mannschaft sowie im gesamten Verein frische Impulse benötigt.

Grundsätzlich wäre der FCS gut beraten, wenn ab dem Sommer eine klare Spielphilosophie entwickelt wird und man sich nicht mehr überwiegend auf die individuelle Qualität der einzelnen Spieler verlässt, wie man es die letzten Jahre getan hat. Auch wenn dies nicht bei allen Anhängern auf Zustimmung stoßen dürfte, zeigt die SV 07 Elversberg eindrucksvoll, wie eine klare Struktur zum Erfolg führen kann.

Zudem könnte es dem Verein helfen, die Erwartungshaltung vorübergehend anzupassen. Statt den sofortigen Aufstieg in die 2. Bundesliga als Saisonziel zu formulieren, sollte zunächst die Entwicklung der Mannschaft und einer klaren Spielphilosophie im Vordergrund stehen. Auch bei einem weiteren Jahr in der 3. Liga könnte dies bei erfolgreicher Umsetzung die Grundlage bilden, um sich künftig nachhaltig als potenzieller Zweitligist zu etablieren.

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Henrik

Regionalliga - Diese Teams haben die 3. Liga im Blick

Die Spielzeit 2025/26 befindet sich auf den Zielgeraden, sodass bald Gewissheit darüber herrscht, welche Vereine den Abstieg hinnehmen müssen und welche Vereine den Aufstieg feiern dürfen. (Bild: IMAGO / Beautiful Sports)

Der Aufstieg in die 3. Liga gilt für viele Vereine als großer Traum, um endgültig den Schritt in den bezahlten Profifußball zu schaffen. Problematisch ist jedoch, dass es insgesamt fünf Regionalligen gibt, aber lediglich vier Vereine in die 3. Liga aufsteigen. Aufgrund dieser Regelung müssen sich jedes Jahr zwei Meister in den Aufstiegs-Playoffs messen, sodass am Ende ein Meister nicht aufsteigt und der Traum von der 3. Liga platzt.

Doch welche Vereine würden aktuell in die 3. Liga aufsteigen und wer müsste in die Aufstiegs-Playoffs? Wir machen den Check.

Regionalliga Nord

In der Regionalliga Nord befindet sich aktuell der SV Meppen auf dem ersten Tabellenplatz und strebt nach drei Jahren die Rückkehr in die 3. Liga an. Ein Blick auf die bisherige Spielzeit zeigt, dass der Aufstieg für die Emsländer verdient wäre.

Schließlich spielt der SV Meppen bislang eine überragende Spielzeit und überzeugt sowohl offensiv als auch defensiv. In 29 Spielen erzielte das Team von Cheftrainer Lucas Beniermann beeindruckende 89 Tore, wobei es vor allem Mittelstürmer Julian Ulbricht zu erwähnen gilt, der bereits 23 Saisontore vorweisen kann.

Aber auch die Arbeit gegen den Ball kommt beim SV Meppen nicht zu kurz, da man bislang lediglich 28 Gegentreffer hinnehmen musste und somit auch defensiv seine Qualitäten unter Beweis stellen konnte.

Zudem verfügt der Kader über mehrere Spieler, die bereits in den ersten drei deutschen Profiligen gespielt haben. Dazu gehören Erik Zenga (einst SV Sandhausen), Thorben Deters (einst Preußen Münster) und Simon Engelmann (einst Rot-Weiss Essen).

Auf dem zweiten Tabellenplatz befindet sich die SV Drochtersen/Assel, die zehn Punkte Rückstand auf den SV Meppen hat und zudem ein Spiel weniger absolviert hat.

Regionalliga Nordost

In der Regionalliga Nordost steht aktuell der 1. FC Lok Leipzig an der Tabellenspitze. Dabei gilt es zu erwähnen, dass die Leipziger bereits in der vergangenen Spielzeit die Meisterschaft in der Regionalliga Nordost feiern konnten, letztlich jedoch in den Aufstiegs-Playoffs am TSV Havelse gescheitert sind.

Dieses Scheitern scheint die Leipziger jedoch nicht von ihrem Traum von der 3. Liga abgebracht zu haben. Schließlich spielt das Team von Cheftrainer Jochen Seitz eine starke Spielzeit, in der vor allem die Defensive zu überzeugen weiß. So mussten die Leipziger bislang lediglich 24 Gegentore in 29 Spielen hinnehmen.

In den Reihen der Leipziger befinden sich ebenfalls mehrere ehemalige Profispieler. Schließlich tragen Filip Kusic (einst Energie Cottbus), Ayodele Adetula (einst VfB Oldenburg) und Stefan Maderer (einst SpVgg Greuther Fürth) das Trikot des Traditionsklubs.

Auf dem zweiten Tabellenplatz befindet sich der FC Carl Zeiss Jena, der vier Punkte Rückstand auf die Leipziger hat. Allgemein gilt jedoch festzuhalten, dass der Meister der Regionalliga Nordost auch in diesem Jahr nicht direkt aufsteigt, sondern sich in den Aufstiegs-Playoffs mit dem Meister der Regionalliga Bayern messen muss.

Regionalliga West

Die Regionalliga West wird derzeit von Fortuna Köln angeführt. Die Kölner spielen eine starke Spielzeit und peilen nach sieben Jahren die Rückkehr in die 3. Liga an.

Ein Blick auf die bisherige Spielzeit zeigt, dass vor allem die Defensive hervorzuheben ist. Schließlich hat das Team von Cheftrainer Matthias Mink bislang lediglich 22 Gegentore zugelassen und stellt damit die beste Abwehr der Liga.

Die Mannschaft verfügt zudem über reichlich Erfahrung, unter anderem durch Spieler wie Adrian Stanilewicz (einst SV Darmstadt 98), Rafael Garcia (einst SV Waldhof Mannheim) und Hamadi Al-Ghaddioui (einst VfB Stuttgart).

Jedoch ist der Kampf um die Meisterschaft noch keinesfalls entschieden, da Rot-Weiß Oberhausen aktuell neun Punkte Rückstand hat und zudem noch ein Nachholspiel bestreitet.

Regionalliga Südwest

In der Regionalliga Südwest könnte sich die Meisterschaft erst am letzten Spieltag entscheiden. Zum aktuellen Zeitpunkt führt die SG Sonnenhof Großaspach die Liga mit stolzen 58 Punkten an und könnte mit dem Aufstieg eine kleine Sensation schaffen. Schließlich sind die Aspacher erst vor der laufenden Saison in die Regionalliga Südwest aufgestiegen und könnten damit den direkten Durchmarsch in die 3. Liga perfekt machen.

In dieser Spielzeit zeichnet sich das Team von Cheftrainer Pascal Reinhardt vor allem durch seine offensive Ausrichtung aus. Diese Spielweise spiegelt sich in der Torausbeute wider, da die SG bislang stolze 76 Tore in 28 Spielen erzielen konnte und somit den besten Angriff der Liga stellt. Entsprechend wenig überraschend ist es, dass mit Mittelstürmer Fabian Eisele auch der aktuelle Toptorjäger der Liga aus den eigenen Reihen kommt. Der 31-Jährige erzielte bisher 18 Saisontore und gilt als einer der wichtigsten Erfolgsgaranten.

Zudem verfügt der Kader über einige Spieler mit Erfahrung in höheren Ligen. Dazu zählen unter anderem Maximilian Reule (einst Karlsruher SC) sowie Fabian Eisele (einst FSV Zwickau).

Der SGV Freiberg Fußball ist jedoch der große Konkurrent um die Meisterschaft. Schließlich stehen die Freiberger punktgleich auf dem zweiten Tabellenplatz und wollen den erstmaligen Aufstieg in die 3. Liga schaffen.

In den Reihen der Freiberger befinden sich zahlreiche Spieler, die bereits in höherklassigen Ligen gespielt haben. Dazu zählen unter anderem Florian Ballas (einst SG Dynamo Dresden), Nicklas Shipnoski (einst 1. FC Saarbrücken) und Minos Gouras (einst SSV Jahn Regensburg).

Das direkte Duell der beiden Mannschaften am 30. Spieltag dürfte richtungsweisend für den Ausgang der Meisterschaft sein.

Regionalliga Bayern

In der Regionalliga Bayern spitzt sich der Kampf um die Meisterschaft weiter zu. Diese Tatsache kommt dadurch, dass der 1. FC Nürnberg II als aktueller Tabellenführer keine Lizenz für die 3. Liga beantragt hat und somit auf den Aufstieg verzichtet.

Durch den Verzicht würden aktuell die Würzburger Kickers an den Aufstiegs-Playoffs teilnehmen. Die Würzburger überzeugen in der laufenden Spielzeit vor allem durch ihre starke Defensive, da man in 28 Spielen lediglich 20 Gegentore hinnehmen musste.

Des Weiteren unterstreichen die Würzburger mit der Rückkehr ihres ehemaligen Aufstiegstrainers Michael Schiele ihre Ambitionen. Diese Entscheidung scheint sich bislang auszuzahlen, da der 48-Jährige bislang in fünf Ligaspielen vier Siege sowie ein Remis vorweisen kann.

In den Reihen der Würzburger befinden sich zahlreiche Spieler, die bereits in höheren Ligen gespielt haben. Dazu gehören Daniel Hägele (einst SG Sonnenhof Großaspach), Philipp Ochs (einst TSG 1899 Hoffenheim) und Eroll Zejnullahu (einst 1. FC Union Berlin).

Der große Konkurrent der Würzburger Kickers ist jedoch die SpVgg Unterhaching. Der Drittliga-Absteiger steht aktuell auf dem dritten Tabellenplatz und hat lediglich einen Punkt Rückstand auf die Kickers. Das direkte Duell am 33. Spieltag dürfte daher entscheidend im Kampf um die Teilnahme an den Aufstiegs-Playoffs sein.

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Henrik

Wohin zieht es Florian Hellstern?

Der VfB Stuttgart II absolviert bislang eine solide Spielzeit in der 3. Liga. Die Schwaben belegen aktuell den 14. Tabellenplatz und haben 38 Punkte gesammelt, womit sie einen Vorsprung von dreizehn Zählern auf den ersten Abstiegsplatz aufweisen. (Bild: IMAGO / Eibner)

Einen großen Anteil daran hat Florian Hellstern. Der 18-Jährige zählt zu den besten Torhütern der 3. Liga und überzeugt bislang vor allem durch seine Konstanz und Reife. Mit seinen starken Leistungen hat sich der deutsche U19-Nationaltorhüter zudem in den Fokus höherklassiger Vereine gespielt.

Es dürfte bereits feststehen, dass Florian Hellstern in der kommenden Spielzeit nicht mehr in der 3. Liga spielen wird. Doch wohin zieht es den 18-Jährigen? Wir machen den Check.

VfB Stuttgart

Grundsätzlich dürfte es wohl keine Überraschung sein, dass der VfB Stuttgart den Vertrag mit Hellstern verlängern und das Torhüterjuwel langfristig binden will. Die Verhandlungen sind jedoch ins Stocken geraten, was auch an Dennis Seimen liegen dürfte.

Schließlich ist der deutsche U21-Nationaltorhüter der große Konkurrent von Florian Hellstern beim VfB Stuttgart, wenn es um die Nachfolge von Alexander Nübel geht. Des Weiteren gilt es hervorzuheben, dass Seimen in seiner Entwicklung einen Schritt weiter ist und aktuell beim SC Paderborn eine äußerst starke Saison in der 2. Bundesliga absolviert.

Allgemein erscheint es wahrscheinlich, dass Seimen im kommenden Sommer nach Stuttgart zurückkehrt und Alexander Nübel ersetzt. Dieser Umstand lässt es jedoch unwahrscheinlich erscheinen, dass Florian Hellstern seinen bis 2027 laufenden Vertrag erneut verlängert, wenn man ihm keine Perspektive bietet, langfristig die Nummer eins zu sein.

SC Freiburg

Beim SC Freiburg ist Noah Atubolu die unumstrittene Nummer eins im Tor. Dennoch halten sich bereits seit Längerem Gerüchte, dass der Torhüter den nächsten Schritt in seiner Karriere machen möchte. Dabei ist zu beachten, dass der Vertrag des 23-Jährigen nur bis 2027 läuft, weshalb man ihn im kommenden Sommer verkaufen müsste, um eine angemessene Ablöse zu erzielen.

Ein möglicher Nachfolger von Atubolu könnte Florian Hellstern sein. Schließlich haben die Freiburger Noah Atubolu einst ebenfalls aus der 3. Liga hochgezogen und zu einem etablierten Torhüter in der Bundesliga geformt. Der Sport-Club zeichnet sich vor allem durch sein sehr ruhiges und familiäres Umfeld aus, in dem ein junger Torhüter unterstützt wird und auch einmal einen Fehler machen darf.

Beim SC Freiburg könnte sich Florian Hellstern optimal weiterentwickeln und die nächsten Schritte in seiner Karriere gehen. Des Weiteren würde ihm mit Florian Müller ein erfahrener Torhüter zur Seite stehen, der ihm sicherlich den ein oder anderen Tipp geben dürfte.

Grundsätzlich würde der 18-Jährige beim SC Freiburg sehr viele Voraussetzungen vorfinden, die er für die nächsten Schritte in seiner Karriere benötigt.

RB Leipzig

Ein weiterer Interessent scheint RB Leipzig zu sein, dessen Scouts Florian Hellstern bereits beobachtet haben sollen. Ein Wechsel erscheint jedoch unwahrscheinlich, da die Sachsen künftig auf Maarten Vandervoordt als neuen Stammtorhüter setzen wollen. Darüber hinaus sammelte der belgische Nationalspieler in der aktuellen Spielzeit bereits jede Menge Spielpraxis und konnte dabei insgesamt überzeugen.

Der langjährige Stammtorhüter Peter Gulacsi soll ab der kommenden Saison die neue Nummer zwei werden und übernimmt wahrscheinlich die Rolle des Pokaltorhüters.

Unter diesen Voraussetzungen erscheint ein Wechsel nach Leipzig nicht wirklich sinnvoll, da Hellstern dort nur die Nummer drei wäre und langfristig möglicherweise keine Perspektive hätte, die Nummer eins zu werden.

VfL Wolfsburg

Des Weiteren wurde bereits über das Interesse des VfL Wolfsburg berichtet, dessen Scouts sich die Spiele von Florian Hellstern angesehen haben sollen. Bei den Wölfen deutet vieles darauf hin, dass im kommenden Sommer ein großer Umbruch bevorsteht.

Allgemein erscheint es wahrscheinlich, dass Stammtorhüter Kamil Grabara den Verein im kommenden Sommer verlassen wird, wodurch im Tor eine Lücke entstehen könnte.

Bei einem möglichen Wechsel nach Wolfsburg würde Florian Hellstern einerseits mit Pascal Formann, einem angesehenen Torwarttrainer, zusammenarbeiten und hätte mit Marius Müller einen erfahrenen Torhüter an seiner Seite.

Allerdings ist der VfL Wolfsburg ein äußerst unruhiger Verein mit einem vergleichsweise instabilen Umfeld. Diese Faktoren haben in der Vergangenheit bereits dazu geführt, dass einige Talente in ihrer Entwicklung stark beeinträchtigt wurden.

Zudem lässt sich beim VfL Wolfsburg kaum vorhersagen, wie die fußballerische Ausrichtung zukünftig aussehen wird, da der Großteil der Funktionäre lediglich über eine überschaubare Zeitspanne in Wolfsburg bleibt.

Ein Wechsel nach Wolfsburg würde Florian Hellstern vermutlich die Chance auf Spielpraxis bieten. Gleichzeitig sollten jedoch die erkennbaren Risiken, die ein Wechsel zu den Wölfen mit sich bringt, nicht unterschätzt werden.

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Henrik

Dynamo Dresden - Sorgen die Veränderungen im Winter für den Turnaround?

Die Hinrunde der 2. Bundesliga sollte für Aufsteiger Dynamo Dresden äußerst schwierig verlaufen. Schließlich überwinterten die Sachsen auf dem letzten Tabellenplatz und holten lediglich 13 Punkte. (Bild: IMAGO / Jan Huebner)

Der Rückstand auf den ersten Nichtabstiegsplatz beträgt jedoch nur vier Punkte, wodurch das rettende Ufer noch in Reichweite ist. Des Weiteren gilt es zu erwähnen, dass sich Dynamo oftmals nicht für engagierte Leistungen belohnen konnte.

Den Verantwortlichen sollte jedoch bereits gegen Ende der Hinrunde klar werden, dass es Veränderungen benötigt und so gab man Anfang November die Trennung von Geschäftsführer Sport Thomas Brendel bekannt. In der Winterpause sollten weitere Veränderungen innerhalb der Mannschaft sowie in der Führungsetage folgen.

Wir blicken auf die Hinrunde zurück und analysieren die Veränderungen im Winter.

Hinrunde geprägt von Chancenwucher und Abwehrlücken

Grundsätzlich gilt es festzuhalten, dass man bei Dynamo Dresden eine klare Spielidee erkennt und die Sachsen aktiv Fußball spielen wollen. Diesen Aspekt gilt es daher hervorzuheben, da sich Dynamo in der jüngsten Vergangenheit bereits oftmals im Abstiegskampf befand und keine Spielphilosophie zu erkennen war.

Ein Problem der Sachsen war bislang, dass sie sich in der Offensive oftmals nicht für einen großen Aufwand belohnten und dadurch Lehrgeld zahlen mussten. Schließlich erspielte sich Dynamo reihenweise gute Möglichkeiten, aber ließ hierbei die benötigte Effektivität und schlussendlich auch die Qualität im Torabschluss vermissen.

Eine weitere Schwachstelle offenbart sich im Defensivverhalten. Die Sachsen mussten bislang 34 Gegentore hinnehmen und verfügen damit über die zweitschwächste Abwehr der 2. Bundesliga.

Hierbei zeigte die Mannschaft regelmäßig Konzentrationslücken, um das eigene Tor über die volle Spielzeit konsequent zu verteidigen. Dieser Aspekt lässt sich ebenfalls anhand der Anzahl der Spiele ohne Gegentor erkennen, da Dynamo bislang in jedem Spiel mindestens einen Gegentreffer kassierte.

Doch auch die Torhüter konnten bislang nicht überzeugen und zu einem Faktor werden. Schließlich zeigten sowohl Tim Schreiber als auch Lennart Grill vereinzelt Unsicherheiten, die zu Gegentoren führen sollten.

Sören Gonther als neuer Geschäftsführer Sport

Am 22.12.2025 sollten die Verantwortlichen den Nachfolger von Thomas Brendel bekanntgeben und dieser ist wahrlich kein Unbekannter. Schließlich handelt es sich um Sören Gonther, der einst selbst für Dynamo gespielt hat und nun an seine alte Wirkungsstätte zurückgekehrt ist. Der 39-jährige war zuletzt beim Regionalligisten KSV Hessen Kassel tätig und fungierte zugleich als TV-Experte beim Pay-TV-Sender Sky. Die Tätigkeit als Experte wird Sören Gonther jedoch nicht weiterführen.

Diese Personalie sollte bei den Dynamo-Fans für unterschiedliche Reaktionen sorgen. Schließlich gab es einerseits Fans, die sich über diese Meldung gefreut haben. Andererseits sahen viele Fans diese Verpflichtung eher skeptisch, da Gonther in Kassel lediglich den zehnten und neunten Tabellenplatz erreichen konnte. Doch hierbei gilt es zu erwähnen, dass Sören Gonther vor allem an den Strukturen der Nordhessen gearbeitet hat und der KSV Hessen Kassel somit einen weiteren Schritt in Richtung Professionalisierung gehen konnte.

Auf seiner ersten Pressekonferenz sollte Sören Gonther gleich ein wichtiges Zeichen setzen und sprach Trainer Thomas Stamm sein Vertrauen aus. Diese Tatsache ist deshalb von Bedeutung, da es in sportlichen Krisenzeiten einen Zusammenhalt benötigt und es zudem in Dresden sehr schnell unruhig werden kann. Schließlich hatte Dynamo in den letzten 10 Jahren elf verschiedene Trainer, wodurch dieses Bekenntnis zu Thomas Stamm von großer Bedeutung ist.

Aber Sören Gonther sollte auch in Sachen Transfers aktiv werden und einige Veränderungen in der Mannschaft vornehmen.

Ein Blick auf die Neuzugänge

Die Verantwortlichen sollten besonders im zentralen Mittelfeld einen Handlungsbedarf erkennen und auf dem Transfermarkt aktiv werden. In diesem Zusammenhang gaben die Sachsen bekannt, dass Mittelfeldspieler Robert Wagner bis zum Saisonende vom SC Freiburg ausgeliehen wird. Bei dieser Verpflichtung dürfte wohl auch die Verbindung zu Thomas Stamm eine entscheidende Rolle gespielt haben, da der 22-Jährige bereits beim SC Freiburg II unter der Leitung von Stamm gespielt hat.

In Dresden soll er fortan das zentrale Mittelfeld mit Kofi Amoako bilden und dem Spiel die benötigte Stabilität verleihen. Schließlich bringt Wagner vor allem Stärken in der Zweikampfführung mit, welche dem Spiel bislang gefehlt haben. Die Verpflichtung ist deshalb wichtig, da sich in der laufenden Spielzeit noch kein Spieler neben Amoako in den Vordergrund spielen und überzeugen konnte.

Des Weiteren sollte Dynamo auf den langfristigen Ausfall von Lennart Grill reagieren und verpflichtete mit Elias Bethke einen vielversprechenden Torhüter. Der 22-Jährige kommt vom Drittligisten FC Energie Cottbus und galt dort als einer der besten Torhüter der 3.Liga.

Der Schlussmann überzeugt vor allem durch seine starken Reflexe. Allerdings besteht beim Spiel mit dem Ball am Fuß noch deutliches Verbesserungspotenzial.

Zudem gab der Verein die Verpflichtung von Jason Ceka, Thomas Keller und Jonas Sterner bekannt. Alle drei Spieler wurden von ihren Vereinen ausgeliehen und sollen nun zum Ziel Klassenerhalt beitragen.

Andererseits sind die Verantwortlichen auch an einer Rückkehr von Innenverteidiger Andi Hoti interessiert. Die Umsetzung gestaltet sich jedoch recht kompliziert. Zwar hat der Innenverteidiger die Freigabe von den Verantwortlichen des 1. FC Magdeburg erhalten hat, doch ein Angebot aus Dresden wurde abgelehnt. Dies erweckt den Eindruck, dass die Magdeburger entweder auf eine höhere Ablöse spekulieren oder keinen direkten Konkurrenten stärken möchten.

Fazit

Der Klassenerhalt ist für Dynamo Dresden durchaus möglich. Zum einen beträgt der Rückstand auf den ersten Nichtabstiegsplatz nur vier Punkte, zum anderen hat die Mannschaft bereits gezeigt, dass sie in der 2. Bundesliga konkurrenzfähig ist.

Grundsätzlich gilt es für Dresden, an den Details zu arbeiten, um die Spiele in den entscheidenden Momenten für sich zu entscheiden. Hierbei können die neuen Spieler durchaus einen wichtigen Beitrag leisten, da jeder von ihnen eine gewisse Qualität mitbringt und den Kader verstärkt.

Es wird jedoch sehr wichtig sein, dass Dynamo ab dem ersten Spieltag der Rückrunde hellwach und bereit ist. Schließlich warten mit den Spielen gegen die SpVgg Greuther Fürth (H), den 1. FC Magdeburg (A) und Arminia Bielefeld (H) drei richtungsweisende Spiele, in denen Dynamo punkten sollte, um für eine positive Stimmung zu sorgen und wichtige Punkte im Kampf um den Klassenerhalt zu sammeln.

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