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Henrik

Dynamo Dresden - Sorgen die Veränderungen im Winter für den Turnaround?

Die Hinrunde der 2. Bundesliga sollte für Aufsteiger Dynamo Dresden äußerst schwierig verlaufen. Schließlich überwinterten die Sachsen auf dem letzten Tabellenplatz und holten lediglich 13 Punkte. (Bild: IMAGO / Jan Huebner)

Der Rückstand auf den ersten Nichtabstiegsplatz beträgt jedoch nur vier Punkte, wodurch das rettende Ufer noch in Reichweite ist. Des Weiteren gilt es zu erwähnen, dass sich Dynamo oftmals nicht für engagierte Leistungen belohnen konnte.

Den Verantwortlichen sollte jedoch bereits gegen Ende der Hinrunde klar werden, dass es Veränderungen benötigt und so gab man Anfang November die Trennung von Geschäftsführer Sport Thomas Brendel bekannt. In der Winterpause sollten weitere Veränderungen innerhalb der Mannschaft sowie in der Führungsetage folgen.

Wir blicken auf die Hinrunde zurück und analysieren die Veränderungen im Winter.

Hinrunde geprägt von Chancenwucher und Abwehrlücken

Grundsätzlich gilt es festzuhalten, dass man bei Dynamo Dresden eine klare Spielidee erkennt und die Sachsen aktiv Fußball spielen wollen. Diesen Aspekt gilt es daher hervorzuheben, da sich Dynamo in der jüngsten Vergangenheit bereits oftmals im Abstiegskampf befand und keine Spielphilosophie zu erkennen war.

Ein Problem der Sachsen war bislang, dass sie sich in der Offensive oftmals nicht für einen großen Aufwand belohnten und dadurch Lehrgeld zahlen mussten. Schließlich erspielte sich Dynamo reihenweise gute Möglichkeiten, aber ließ hierbei die benötigte Effektivität und schlussendlich auch die Qualität im Torabschluss vermissen.

Eine weitere Schwachstelle offenbart sich im Defensivverhalten. Die Sachsen mussten bislang 34 Gegentore hinnehmen und verfügen damit über die zweitschwächste Abwehr der 2. Bundesliga.

Hierbei zeigte die Mannschaft regelmäßig Konzentrationslücken, um das eigene Tor über die volle Spielzeit konsequent zu verteidigen. Dieser Aspekt lässt sich ebenfalls anhand der Anzahl der Spiele ohne Gegentor erkennen, da Dynamo bislang in jedem Spiel mindestens einen Gegentreffer kassierte.

Doch auch die Torhüter konnten bislang nicht überzeugen und zu einem Faktor werden. Schließlich zeigten sowohl Tim Schreiber als auch Lennart Grill vereinzelt Unsicherheiten, die zu Gegentoren führen sollten.

Sören Gonther als neuer Geschäftsführer Sport

Am 22.12.2025 sollten die Verantwortlichen den Nachfolger von Thomas Brendel bekanntgeben und dieser ist wahrlich kein Unbekannter. Schließlich handelt es sich um Sören Gonther, der einst selbst für Dynamo gespielt hat und nun an seine alte Wirkungsstätte zurückgekehrt ist. Der 39-jährige war zuletzt beim Regionalligisten KSV Hessen Kassel tätig und fungierte zugleich als TV-Experte beim Pay-TV-Sender Sky. Die Tätigkeit als Experte wird Sören Gonther jedoch nicht weiterführen.

Diese Personalie sollte bei den Dynamo-Fans für unterschiedliche Reaktionen sorgen. Schließlich gab es einerseits Fans, die sich über diese Meldung gefreut haben. Andererseits sahen viele Fans diese Verpflichtung eher skeptisch, da Gonther in Kassel lediglich den zehnten und neunten Tabellenplatz erreichen konnte. Doch hierbei gilt es zu erwähnen, dass Sören Gonther vor allem an den Strukturen der Nordhessen gearbeitet hat und der KSV Hessen Kassel somit einen weiteren Schritt in Richtung Professionalisierung gehen konnte.

Auf seiner ersten Pressekonferenz sollte Sören Gonther gleich ein wichtiges Zeichen setzen und sprach Trainer Thomas Stamm sein Vertrauen aus. Diese Tatsache ist deshalb von Bedeutung, da es in sportlichen Krisenzeiten einen Zusammenhalt benötigt und es zudem in Dresden sehr schnell unruhig werden kann. Schließlich hatte Dynamo in den letzten 10 Jahren elf verschiedene Trainer, wodurch dieses Bekenntnis zu Thomas Stamm von großer Bedeutung ist.

Aber Sören Gonther sollte auch in Sachen Transfers aktiv werden und einige Veränderungen in der Mannschaft vornehmen.

Ein Blick auf die Neuzugänge

Die Verantwortlichen sollten besonders im zentralen Mittelfeld einen Handlungsbedarf erkennen und auf dem Transfermarkt aktiv werden. In diesem Zusammenhang gaben die Sachsen bekannt, dass Mittelfeldspieler Robert Wagner bis zum Saisonende vom SC Freiburg ausgeliehen wird. Bei dieser Verpflichtung dürfte wohl auch die Verbindung zu Thomas Stamm eine entscheidende Rolle gespielt haben, da der 22-Jährige bereits beim SC Freiburg II unter der Leitung von Stamm gespielt hat.

In Dresden soll er fortan das zentrale Mittelfeld mit Kofi Amoako bilden und dem Spiel die benötigte Stabilität verleihen. Schließlich bringt Wagner vor allem Stärken in der Zweikampfführung mit, welche dem Spiel bislang gefehlt haben. Die Verpflichtung ist deshalb wichtig, da sich in der laufenden Spielzeit noch kein Spieler neben Amoako in den Vordergrund spielen und überzeugen konnte.

Des Weiteren sollte Dynamo auf den langfristigen Ausfall von Lennart Grill reagieren und verpflichtete mit Elias Bethke einen vielversprechenden Torhüter. Der 22-Jährige kommt vom Drittligisten FC Energie Cottbus und galt dort als einer der besten Torhüter der 3.Liga.

Der Schlussmann überzeugt vor allem durch seine starken Reflexe. Allerdings besteht beim Spiel mit dem Ball am Fuß noch deutliches Verbesserungspotenzial.

Zudem gab der Verein die Verpflichtung von Jason Ceka, Thomas Keller und Jonas Sterner bekannt. Alle drei Spieler wurden von ihren Vereinen ausgeliehen und sollen nun zum Ziel Klassenerhalt beitragen.

Andererseits sind die Verantwortlichen auch an einer Rückkehr von Innenverteidiger Andi Hoti interessiert. Die Umsetzung gestaltet sich jedoch recht kompliziert. Zwar hat der Innenverteidiger die Freigabe von den Verantwortlichen des 1. FC Magdeburg erhalten hat, doch ein Angebot aus Dresden wurde abgelehnt. Dies erweckt den Eindruck, dass die Magdeburger entweder auf eine höhere Ablöse spekulieren oder keinen direkten Konkurrenten stärken möchten.

Fazit

Der Klassenerhalt ist für Dynamo Dresden durchaus möglich. Zum einen beträgt der Rückstand auf den ersten Nichtabstiegsplatz nur vier Punkte, zum anderen hat die Mannschaft bereits gezeigt, dass sie in der 2. Bundesliga konkurrenzfähig ist.

Grundsätzlich gilt es für Dresden, an den Details zu arbeiten, um die Spiele in den entscheidenden Momenten für sich zu entscheiden. Hierbei können die neuen Spieler durchaus einen wichtigen Beitrag leisten, da jeder von ihnen eine gewisse Qualität mitbringt und den Kader verstärkt.

Es wird jedoch sehr wichtig sein, dass Dynamo ab dem ersten Spieltag der Rückrunde hellwach und bereit ist. Schließlich warten mit den Spielen gegen die SpVgg Greuther Fürth (H), den 1. FC Magdeburg (A) und Arminia Bielefeld (H) drei richtungsweisende Spiele, in denen Dynamo punkten sollte, um für eine positive Stimmung zu sorgen und wichtige Punkte im Kampf um den Klassenerhalt zu sammeln.

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Henrik

3. Liga - Was wurde aus Hiller, Ganaus und Co?

In der vergangenen Sommerpause hat sich in der 3. Liga sehr viel verändert. Schließlich gab es zahlreiche Vereine, die ihrer Mannschaft frische Impulse verleihen wollten. (Bild: IMAGO / Picture Point)

Grundsätzlich gab es jedoch auch Leistungsträger und Publikumslieblinge, welche die 3. Liga und generell Deutschland verlassen haben, um ein neues Kapitel in ihrer Karriere zu beginnen.

Doch wie haben sich die einstigen Stars der 3. Liga bislang im Ausland geschlagen?

Marco Hiller

Im Sommer sollte beim TSV 1860 München eine Ära zu Ende gehen. Schließlich sollte Marco Hiller die Münchner nach über 17 Jahren verlassen und eine neue Herausforderung suchen. Auf sportlicher Ebene konnten die Löwen den Abgang zwar mit Thomas Dähne kompensieren, jedoch wird man den Menschen Marco Hiller nie ersetzen können.

Den 28-Jährigen sollte es zum belgischen Zweitligisten KAS Eupen ziehen. Hierbei konnte man erkennen, dass der Schlussmann keine Anlaufschwierigkeiten hatte und sich direkt integrieren konnte. Schließlich konnte sich Hiller einen Stammplatz erkämpfen und absolvierte bislang 15 Ligaspiele, in denen er lediglich 15 Gegentore hinnehmen musste und sogar in sechs Begegnungen ohne Gegentor blieb.

Grundsätzlich lässt sich der Wechsel bislang positiv bewerten. Schließlich konnte sich Hiller direkt integrieren und befindet sich mit KAS Eupen im Rennen um die Aufstiegs-Playoffs in der Challenger Pro League.

Sidny Cabral

In der Spielzeit 2024/25 konnte Viktoria Köln erneut für Überraschungen sorgen und belegte schlussendlich den sechsten Tabellenplatz. Einen großen Anteil hierbei hatte Sidny Cabral, der mit seinem Offensivdrang das Spiel der Viktoria beleben sollte.

Schließlich schaltete sich der Außenverteidiger stets ins Offensivspiel der Kölner ein und sorgte für reichlich Torgefahr. Doch nach der Spielzeit 2024/25 wollte der 23-Jährige den nächsten Schritt in seiner Karriere gehen und schloss sich dem portugiesischen Erstligisten CF Estrela Amadora an.

Nun hätte man durchaus meinen können, dass der Schritt von der 3. Liga in die Liga Portugal zu groß sein könnte. Cabral jedoch bewältigte diesen Schritt problemlos und gehörte relativ schnell zur Stammelf des portugiesischen Erstligisten.

Diesen Stammplatz verteidigte der flexibel einsetzbare Außenverteidiger bislang mit guten Leistungen. Zudem stellte der 23-Jährige seine Torgefahr unter Beweis, indem er in 14 Ligaspielen bereits fünf Tore erzielte und drei weitere Treffer vorbereitete.

Thijmen Goppel

Der SV Wehen Wiesbaden nahm im vergangenen Sommer zahlreiche Veränderungen vor. Eine dieser Veränderungen sollte der Abgang von Thijmen Goppel sein, der die Hessen nach vier Jahren verlassen sollte. Dem 28-Jährigen hätte man durchaus den Sprung in die 2. Bundesliga zutrauen können, jedoch sollte Goppel mit seinem neuen Verein für eine Überraschung sorgen.

Schließlich wechselte Goppel zum indonesischen Erstligisten Bali United FC. Bei seinem neuen Klub konnte sich der 28-Jährige erwartungsgemäß einen Stammplatz erspielen und kam bislang in 13 Ligaspielen zum Einsatz.

Die aktuelle Spielzeit läuft für den Bali United FC jedoch weniger erfolgreich, da man zur Zeit lediglich den elften Tabellenplatz in der Super League belegt und im Tabellenmittelfeld steht.

Noah Ganaus

Die Spielzeit 2024/25 sollte für den SSV Jahn Regensburg mit dem Abstieg in die 3. Liga enden. Diesen Gang sollte Angreifer Noah Ganaus jedoch nicht mitgehen und entschloss sich für einen Wechsel. Schließlich konnte der 24-Jährige seine Stärken in der 2. Bundesliga unter Beweis stellen, sodass es an Interessenten nicht mangeln sollte.

Der Angreifer sollte sich für den Schritt ins Ausland entscheiden und schloss sich dem dänischen Erstligisten Odense BK an. Dieser Wechsel hat sich bislang als richtig erwiesen, da Ganaus keine Anlaufschwierigkeiten hatte und sich direkt in der Startelf festspielen konnte. Schließlich konnte der 24-Jährige in 18 Ligaspielen bereits acht Tore erzielen und bereitete weitere drei Treffer vor.

Besonders erwähnenswert ist zudem, dass Ganaus nicht der einzige Deutsche in den Reihen von Odense BK ist. Mit Fiete Arp und Tom Trybull spielen zwei weitere bekannte Gesichter beim dänischen Erstligisten. Aber auch der Trainer ist in Deutschland bestens bekannt, da es sich hierbei um Alexander Zorniger handelt.

Ba-Muaka Simakala

In der Spielzeit 2022/23 galt er als der große Aufstiegsheld des VfL Osnabrück und avancierte zum besten Offensivspieler der 3. Liga. Jedoch sollte Ba-Muaka Simakala in den darauffolgenden Spielzeiten nicht mehr an diese Glanzleistungen anknüpfen können. Dementsprechend trennten sich im vergangenen Sommer die Wege des VfL Osnabrück und des Offensivspielers.

Der 28-Jährige entschied sich für ein neues Kapitel in seiner Karriere und schloss sich dem aserbaidschanischen Erstligisten Araz-Nakhchivan an. Dieser Wechsel scheint sich bislang als richtig zu erweisen, da der Offensivspieler wieder zu seinen alten Stärken zurückfinden konnte. Dies lässt sich ebenfalls anhand seiner Torbeteiligungen erkennen, da Simakala in 14 Ligaspielen bereits sieben Tore erzielte und zwei Treffer vorbereiten konnte.

Die aktuelle Spielzeit verläuft für Araz-Nakchivan erfolgreich, da man derzeit den sechsten Tabellenplatz in der Premyer Liqa belegt und lediglich vier Punkte Rückstand auf einen Platz für das internationale Geschäft hat.

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Henrik

Fortuna Düsseldorf – Es herrscht Chaos

Vor der aktuellen Spielzeit gehörte Fortuna Düsseldorf zu den Aufstiegsfavoriten in die Bundesliga. Jedoch sieht die Realität nun ganz anders aus. Schließlich belegt die Fortuna aktuell lediglich einen enttäuschenden 13. Tabellenplatz und hat bereits sieben Punkte Rückstand auf den Tabellendritten. (Bild: IMAGO / Norbert Schmidt)

Besonders erschreckend dürfte aktuell wohl der Blick auf die Heimtabelle sein. Dort befindet sich die einst so heimstarke Fortuna auf dem 17. Tabellenplatz, da man aus vier Heimspielen lediglich einen Punkt holen konnte.

Doch woran liegt es, dass die Fortuna den eigenen Ansprüchen nicht gerecht werden kann? Wir machen den Check.

Es fehlte bislang an Mentalität und Spielidee

In der Vergangenheit wurde bei Borussia Dortmund stets die Mentalität infrage gestellt und thematisiert. Jedoch scheint dieser Aspekt bei der Fortuna ebenfalls ein Problem darzustellen. Schließlich gilt es mit Blick auf den Kader klar festzuhalten, dass die Fortuna über reichlich Potenzial verfügt, um zu der Spitzengruppe der 2. Bundesliga zu gehören, sodass sich die Frage nach der Qualität gar nicht stellt.

Die Probleme in Bezug auf die Mentalität haben sich dagegen bereits frühzeitig abgezeichnet. Schließlich vermeldete der Klub im vergangenen Sommer die Abgänge von Führungsspielern wie Andre Hoffmann oder Marcel Sobottka, welche innerhalb der Mannschaft einen sehr hohen Stellenwert hatten.

Es dürfte daher bereits vor der aktuellen Spielzeit klar gewesen sein, dass es ein wenig Zeit benötigen wird, bis sich eine neue Hierarchie innerhalb der Mannschaft bildet. Mit Blick auf die bisherigen Spiele lässt sich festhalten, dass es aktuell neben Torhüter Florian Kastenmeier an einem klaren Führungsspieler fehlt, der sportlich mit konstanten Leistungen vorangeht und dazu seine Mitspieler lautstark motiviert und kommandiert.

Grundsätzlich erweckte es bereits in zahlreichen Spielen den Anschein, dass einige Spieler die Grundtugenden noch nicht komplett verinnerlicht haben, mit denen man Spiele in der 2. Bundesliga bestreiten muss und schlussendlich auch gewinnt.

Schließlich ließ die Fortuna bislang oftmals das nötige Maß an Körpersprache vermissen und offenbarte in der Arbeit gegen den Ball sowie in der Zweikampfführung erhebliche Schwächen. Diese Probleme zeigen sich ebenfalls an der Anzahl der Gegentore, da die Düsseldorfer bereits 15 Gegentore hinnehmen mussten.

Ein weiteres großes Problem stellte bislang die kaum zu erkennende Spielphilosophie dar. Hierbei gilt es zwar zu erwähnen, dass Daniel Thioune stets als defensiv orientierter Cheftrainer bekannt ist, jedoch konnte man in der aktuellen Spielzeit mit dem Spiel im eigenen Ballbesitz nicht mehr zufrieden sein. Schließlich waren grundsätzlich nur vereinzelt Kombinationen und einstudierte Laufwege zu sehen, wodurch es in der Offensive oftmals auf die individuelle Klasse der Einzelspieler ankommen sollte.

Diesbezüglich gilt es jedoch ebenfalls zu erwähnen, dass die Fortuna den endgültigen Kader erst nach dem Saisonstart zusammengestellt hat. Diese Tatsache ist daher von Bedeutung, da Spieler wie Florent Muslija oder Cedric Itten die Vorbereitung nicht mitgemacht haben und sich die Mannschaft dadurch nicht besser finden und einspielen konnte.

Daniel Thioune muss gehen

Die Probleme im eigenen Ballbesitz und gegen den Ball sollten jedoch andauern, wodurch die Fortuna ihren eigenen Ambitionen nicht gerecht werden konnte. Die Verantwortlichen sollten daher nach der Heimniederlage gegen den 1. FC Nürnberg (2:3) die Reißleine ziehen und gaben die Trennung von Daniel Thioune bekannt.

Mit dieser Niederlage sollte die insgesamt überaus erfolgreiche Amtszeit von Daniel Thioune enden. Schließlich stand der 51-Jährige stolze 135 Spiele an der Seitenlinie der Düsseldorfer und holte einen Punkteschnitt von 1,72 Punkte pro Spiel. Hierbei gilt es besonders zu erwähnen, dass Thioune die Fortuna einst im Abstiegskampf übernommen und in den darauffolgenden Jahren in der Spitzengruppe der 2. Bundesliga etabliert hat.

Grundsätzlich konnte Daniel Thioune aber nicht nur mit sportlichen Argumenten in Düsseldorf überzeugen, sondern war auch abseits des Platzes sehr beliebt. Schließlich zeichnete sich der 51-Jährige durch eine sehr bodenständige sowie authentische Art und Weise aus, durch welche sich die Fans auch mit ihm identifizieren konnten.

Sorgt Markus Anfang für die Wende?

Als Nachfolger sollten die Düsseldorfer Markus Anfang präsentieren. Hierbei lässt sich auch von einer Rückkehr an die alte Wirkungsstätte sprechen, da Anfang einst als Spieler 84 Begegnungen im Trikot von Fortuna Düsseldorf absolvierte.

Grundsätzlich dürften wohl an seinen fachlichen Fähigkeiten keine Zweifel bestehen. Schließlich hat der 51-Jährigen bei seinen vorherigen Stationen gezeigt, dass er einer Mannschaft einen klaren Stempel aufdrücken kann und für eine aktive Spielphilosophie steht.

Jedoch hat sich bei seinen vorherigen Stationen ebenfalls gezeigt, dass Anfang oftmals nur eine relativ kurze Zeit im Amt war und sich die Wege bereits nach spätestens zwei Jahren getrennt haben.

Des Weiteren gilt es seinen eher schwierigen Charakter zu erwähnen, wodurch Anfang das komplette Gegenteil von Daniel Thioune ist. Daher lässt sich das Engagement von Markus Anfang zum Teil als überraschend beschreiben, da Klaus Allofs in der Vergangenheit stets einen großen Wert auf die menschliche Komponente gelegt hat.

Allgemein kann man es Markus Anfang definitiv zutrauen, dass er Fortuna Düsseldorf wieder in die Spitzengruppe der 2. Bundesliga führt. Jedoch wird die menschliche Komponente des 51-Jährigen auch weiterhin stets kritisch zu beobachten sein, wodurch es wahrscheinlich früher oder später zu Meinungsverschiedenheiten zwischen dem Trainer und den Verantwortlichen kommen wird.

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Henrik

TSG 1899 Hoffenheim II - Ein Aufsteiger mischt die 3. Liga auf

In der Vergangenheit hat man es in der 3. Liga bereits des Öfteren mitbekommen, dass sich die Aufsteiger besonders gut integrieren und eine sehr erfolgreiche Spielzeit absolvieren konnten. Hierbei gilt es beispielsweise die SV Elversberg, den SC Preußen Münster oder den SSV Ulm zu erwähnen, welche in der Vergangenheit sogar den direkten Durchmarsch in die 2. Bundesliga geschafft haben. (Bild: IMAGO / foto2press)

Nach den bisherigen Spieltagen befinden sich mit dem MSV Duisburg und der TSG 1899 Hoffenheim II erneut zwei Aufsteiger in der Spitzengruppe der 3. Liga. Doch was zeichnet die Zweitvertretung der TSG 1899 Hoffenheim aus? Wir machen den Check.

Trainerwechsel klappt reibungslos

Die Spielzeit 2024/25 sollte überaus erfolgreich verlaufen für die U23-Mannschaft. Schließlich krönte sich die TSG in der Regionalliga Südwest zum Meister und schaffte somit den Aufstieg in 3. Liga. Dieser Aufstieg war schlichtweg verdient, da man schlussendlich elf Punkte Vorsprung auf den Tabellenzweiten hatte und in der stärksten Regionalliga stolze 75 Punkte erspielte.

Doch dieser Erfolg sollte auch vor den anderen Vereinen nicht verborgen bleiben. So sollte es schlussendlich dazukommen, dass Aufstiegstrainer Vincent Wagner die TSG nach drei Jahren verließ und ab sofort die SV Elversberg trainiert.

Als Nachfolger für Vincent Wagner sollten sich die Verantwortlichen auf Stefan Kleineheismann festlegen. Hierbei gilt es zu erwähnen, dass der 37-Jährige ursprünglich die U19-Mannschaft übernehmen sollte. Jedoch änderten sich die Pläne durch den Wechsel von Vincent Wagner und Kleineheismann bekam das Vertrauen für die anspruchsvolle Aufgabe als Trainer der U23-Mannschaft.

Diese Entscheidung war sehr mutig, da der ehemalige Profi zuvor fast ausschließlich als Co-Trainer tätig war. Jedoch dürfte hierbei wohl auch seine Erfahrung in der 3. Liga ein Argument gewesen sein, da er als Spieler 222 Begegnungen in der 3. Liga absolviert hat und diese Erfahrung nun an die jungen Spieler weitergeben kann.

Dieses Vertrauen sollte der 37-Jährige bislang mit stolzen 13 Punkten aus sieben Begegnungen zurückzahlen. Es lässt sich grundsätzlich festhalten, dass die Mannschaft die Spielphilosophie von Kleineheismann ohne große Probleme verinnerlicht hat.

Des Weiteren gilt es besonders die menschliche Komponente des 37-Jährigen zu erwähnen, durch welche er ein gutes Verhältnis zu seiner Mannschaft aufbauen konnte. Schließlich stellt sich der Cheftrainer stets vor seine Mannschaft und findet zudem auch lobende Worte an seine Spieler.

Das Team funktioniert als Einheit

Grundsätzlich zeichnet sich das Team vor allem durch seinen spielerischen Ansatz aus, mit dem es bisher oftmals begeistern konnte. Die TSG hat sich hierbei das Ziel gesetzt, dass man sich vor keinem Verein in der 3. Liga verstecken und stets einen offensiven und aktiven Fußball spielen will.

Diese Einstellung ist jedoch alles andere als selbstverständlich und spricht für ein großes Selbstvertrauen der Spieler, da nur wenige Spieler zuvor bereits in der 3. Liga gespielt haben. Diese Herangehensweise sollte bislang belohnt werden, da die Hoffenheimer bereits 17 Tore erzielen konnten und somit zu den offensivstärksten Teams der 3. Liga gehören.

Aber auch gegen den Ball konnte das Team bislang mit einer überwiegend konzentrierten Arbeit überzeugen. Schließlich kassierten die Sinsheimer bislang lediglich 10 Gegentore.

Grundsätzlich gilt es zu erwähnen, dass sich die Mannschaft auch intern gut versteht und bislang als eine komplette Einheit auf dem Platz agiert, wo jeder für den anderen kämpft.

Der Unterschiedsspieler in der Offensive

Hierbei handelt es sich nicht um den YouTube-Star Nader El-Jindaoui, der sich im Sommer der TSG angeschlossen hat. Schließlich konnte der 28-Jährige bislang auf dem Platz keine wirklichen Akzente setzen und kam über die Rolle des Einwechselspielers nicht hinaus.

In der Offensive konnte bislang vor allem Ayoube Amaimouni-Echghouyab überzeugen. Den 20-Jährigen könnte man bislang sogar als die Überraschung der Saison bezeichnen. Schließlich konnte der Rechtsaußen bereits stolze fünf Tore erzielen und gehört zu den besten Torjägern der Liga. Hierbei gilt es besonders seinen platzierten und zugleich überlegten Torabschluss zu erwähnen, mit dem er den Torhütern oftmals keine Chance lässt.

Doch neben seinen Qualitäten beim Torabschluss gilt es seine ungemein starken Fähigkeiten im Eins-gegen-Eins zu erwähnen. Schließlich verfügt der 20-Jährige über eine starke Ballbehandlung, die von seinem eher niedrigen Körperschwerpunkt ergänzt wird, wodurch er stets für Torgefahr sorgen kann.

Grundsätzlich lässt sich in Bezug auf Ayoube Amaimouni-Echghouyab festhalten, dass er sehr wahrscheinlich den Weg in die Bundesliga gehen wird, sofern er gesund bleibt und weiterhin hart arbeitet.

Die Vorschau auf den kommenden Spieltag

Am kommenden Spieltag wartet mit dem Heimspiel gegen den SSV Ulm eine vermeintlich machbare Aufgabe auf die TSG 1899 Hoffenheim II.

Schließlich verlief der Saisonstart beim SSV Ulm eher enttäuschend und man trennte sich bereits von Trainer Robert Lechleiter. Jedoch konnte Interimstrainer Moritz Glasbrenner der Mannschaft neue Impulse verleihen und feierte im Kellerduell gegen den SSV Jahn Regensburg einen Sieg.

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Henrik

SV Wehen Wiesbaden - Die bisherigen Stärken und Schwächen

In der ersten Runde des diesjährigen DFB-Pokals konnte der SV Wehen Wiesbaden auf sich aufmerksam machen. Schließlich lieferte der Drittligist dem FC Bayern München einen großen Kampf und musste sich nur knapp geschlagen geben. (Bild: IMAGO / Sven Simon)

Mit Blick auf die Liga kann man ebenfalls von einem erfolgreichen Saisonstart sprechen. Die Hessen stehen nach den bisherigen vier Spieltagen auf dem vierten Tabellenplatz und konnten bislang stolze sieben Punkte erspielen.

Doch womit konnte der SV Wehen Wiesbaden bislang überzeugen und wo besteht noch Luft nach oben? Wir machen den Check.

Der eigene Ballbesitz

In der aktuellen Spielzeit agieren die Hessen in einem 4-4-2-System. Bei den bisherigen Auftritten konnte man erkennen, dass der SVWW einen großen Wert auf das schnelle Umschaltspiel legt und hierüber auch oftmals Torgefahr ausstrahlen konnte.

Des Weiteren zeigte sich bei den bisherigen Auftritten, dass auch der lange Ball ein Element im eigenen Ballbesitz ist, um das Mittelfeld schnell zu überspielen und die Stürmer in das Spiel einzubinden und in Szene setzen zu können. Hierbei gilt es vor allem die beiden Stürmer Fatih Kaya und Moritz Flotho zu erwähnen, welche mit ihrer Physis die Bälle gut festmachen und weiterleiten können.

Grundsätzlich gilt es jedoch auch die beiden Neuzugänge Niklas May und Lukas Schleimer zu erwähnen, die sich schnell in die Mannschaft integrieren konnten. Schließlich agiert Linksverteidiger Niklas May als permanenter Antreiber im eigenen Ballbesitz und zeichnet sich über seinen Offensivdrang aus.

Bei Lukas Schleimer gilt es festzuhalten, dass er sich offenbar sehr wohl in Wiesbaden fühlt und bislang befreit aufspielen konnte. Schließlich konnte der 25-Jährige vor allem mit guten Steckpässen in die Tiefe und mit seiner Übersicht überzeugen.

Eine weitere Stärke der Wiesbadener stellen die Standardsituationen dar. Schließlich konnten die Hessen bereits einige Male ihre Stärke bei den ruhenden Bällen unter Beweis stellen.

Auf der anderen Seite konnte man feststellen, dass sich die Mannschaft bislang bei der Chancenerarbeitung äußerst schwer tat, wenn sie nicht in die Kontersituationen kommen sollte. Doch diese Probleme treten nicht zum ersten Mal auf, da die Hessen auch in der vergangenen Spielzeit Probleme bei der Chancenerarbeitung hatten. Hierbei dürfte nun vor allem Trainer Nils Döring gefragt sein, um die spielerischen Probleme zu lösen und die Mannschaft weiter zu entwickeln.

Schließlich gilt es hierbei festzuhalten, dass der Kader über ausreichend Potenzial verfügt, um auch einen attraktiven Fußball spielen zu können. Ein gutes Beispiel dürfte Neuzugang Donny Bogicevic sein, der ein begnadeter Techniker ist und durchaus ein Unterschiedsspieler sein kann. Jedoch hat der 23-Jährige bislang in den Plänen von Döring noch keine allzu große Rolle gespielt und scheint in dem aktuellen System keine Position zu haben, um seine Stärken ausspielen zu können.

Das Spiel gegen den Ball

In der aktuellen Spielzeit musste Wehen Wiesbaden bislang sieben Gegentore hinnehmen. Doch diese Anzahl hätte auch durchaus höher sein können, wenn man die einzelnen Spiele betrachtet.

Schließlich konnten sich die Hessen des Öfteren bei einem bärenstarken Florian Stritzel bedanken, der seiner Mannschaft mit zahlreichen Paraden die Punkte festgehalten hat.

    Grundsätzlich gilt es hierbei festzuhalten, dass das Verhalten der Mannschaft gegen den Ball in vielen Phasen relativ wild wirkte und es vor allem an Zuordnung fehlte. Daher kann an dieser Stelle auch nicht komplett ausgeschlossen werden, dass es in naher Zukunft zu einer Rückkehr zu dem 3-4-2-1-System kommen wird, sofern die aktuellen Probleme nicht gelöst werden.

    Ein großes Problem stellt die Besetzung des Rechtsverteidigers dar. In den vergangenen Spielen hat Nils Döring an dieser Stelle entweder auf Sascha Mockenhaupt oder auf Ole Wohlers gesetzt. Doch beide Akteure konnten nicht gänzlich überzeugen und offenbarten ersichtliche Mängel.

    Bei Vereinslegende Sascha Mockenhaupt gilt es auf sein Alter hinzuweisen, wodurch er Probleme bekommt. Grundsätzlich mangelt es dem Routinier keinesfalls an Einsatzbereitschaft und er kann der Mannschaft auch weiterhin mit seiner Erfahrung und Körpersprache helfen. Jedoch verfügt der 33-Jährige über erhebliche Defizite in Sachen Tempo, wodurch er einerseits in der Defensive in den Zweikämpfen Nachteile hat und andererseits auch in der Offensive für kaum Akzente sorgen kann.

    Bei Ole Wohlers gilt es grundsätzlich festzuhalten, dass er ein gelernter Stürmer ist und nun zum Rechtsverteidiger umfunktioniert wurde. Der 25-Jährige zeigte zwar bislang Engagement, jedoch konnte man stets erkennen, dass er nicht auf seiner gelernten Position gespielt hat. Dies konnte man besonders anhand der Zweikämpfe in der Defensive bemerken, bei welchen Wohlers Schwächen offenbarte.

    Vorschau auf den kommenden Spieltag

    Am kommenden Spieltag wartet mit dem Auswärtsspiel beim MSV Duisburg eine äußerst schwere Aufgabe auf den SV Wehen Wiesbaden.

    Schließlich ist der MSV Duisburg zur Zeit das Team der Stunde und konnte bislang alle Spiele für sich entscheiden. Das Team von Trainer Dietmar Hirsch zeichnet sich vor allem durch eine sehr leidenschaftliche Spielweise aus und konnte zudem mit seiner Offensive überzeugen.

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    Henrik

    SpVgg Greuther Fürth - Der Sommer im Zeichen des Umbruchs

    Die Spielzeit 2024/25 sollte für die Spielvereinigung Greuther Fürth äußerst enttäuschend verlaufen. Schließlich befand man sich bis zum letzten Spieltag im Abstiegskampf und konnte die Saison schlussendlich auf dem 13. Tabellenplatz beenden. (Bild: IMAGO / Zink)

    Nach dem geschafften Klassenerhalt sollten die Verantwortlichen zunächst verkünden, dass man auch weiterhin auf Thomas Kleine als Cheftrainer sowie auf Milorad Pekovic als Co-Trainer setzen will. Des Weiteren kündigten die Verantwortlichen einen großen Umbruch innerhalb der Mannschaft an.

    Diesen Worten sollten die Verantwortlichen auch Taten folgen lassen. Schließlich hat das Kleeblatt bislang 15 Neuzugänge präsentiert, während 16 Spieler den Verein verlassen haben.

    Doch auf welche Neuzugänge gilt es besonders zu achten? Wir machen den Check.

    Ziereis und Olesen als große Hoffnungsträger

    In der vergangenen Spielzeit zählten besonders die Innenverteidigung und das zentrale Mittelfeld zu den großen Problemen des Kleeblatts. Es lässt sich hierbei nicht verschweigen, dass es grundsätzlich an Qualität sowie Mentalität gefehlt hat. Schließlich wirkten die jungen Spieler zumeist überfordert mit der Situation und es fehlten die klaren Führungsspieler innerhalb der Mannschaft.

    Diese Probleme sollte auch Sportdirektor Stephan Fürstner erkennen, sodass der Verein auf dem Transfermarkt nach Spielern mit Erfahrung gesucht hat und hierbei fündig werden sollte. Schließlich gaben die Fürther die Verpflichtung von Philipp Ziereis bekannt, der nach drei Jahren in Österreich nun wieder nach Deutschland zurückkehrt. Der 32-Jährige Innenverteidiger dürfte den deutschen Fußballfans noch bestens aus seiner Zeit beim SSV Jahn Regensburg und dem FC St. Pauli bekannt sein.

    Der Innenverteidiger zeichnet sich vor allem durch sein leidenschaftliches und abgeklärtes Zweikampfverhalten sowie durch seine klare Haltung aus. Aufgrund dieser Eigenschaften verfügt Ziereis über genau das richtige Profil, welches die Fürther dringend benötigt haben. Grundsätzlich dürfte der 32-Jährige vor allem durch seine Erfahrung ein wichtiger Ansprechpartner für die jungen Spieler werden.

    Des Weiteren vermeldeten die Fürther die Verpflichtung von Mathias Olesen. Der 24-Jährige kommt vom 1. FC Köln und soll die Probleme im zentralen Mittelfeld lösen. Der Nationalspieler Luxemburgs zeichnet sich vor allem durch sein enormes Laufpensum aus.

    Zusätzlich gilt es auf seine Zweikampfstärke hinzuweisen, mit welcher er dem Mittelfeld des Kleeblatts eine gewisse Robustheit verleihen soll. Des Weiteren erhoffen sich die Verantwortlichen, dass Olesen dem Aufbauspiel eine klare Linie verleihen wird.

    Kreative und mutige Besetzung der Torhüterposition

    In der vergangenen Spielzeit hütete die Leihgabe Nahuel Noll das Tor der Fürther und konnte insgesamt überzeugen. Dementsprechend dürfte es wenig verwunderlich gewesen sein, dass die Fürther an einem erneuten Leihgeschäft interessiert waren.

    In der Öffentlichkeit galt ein erneutes Leihgeschäft so gut wie sicher, bevor das Kleeblatt für eine Überraschung sorgen sollte. Schließlich vermeldete der Verein zwar die Verpflichtung eines neuen Torhüters, jedoch sollte es sich hierbei um Timo Schlieck handeln. Der 19-Jährige kommt zunächst auf Leihbasis von RB Leipzig und darüber hinaus haben sich die Fürther zugleich eine Kaufoption gesichert.

    Dieser Transfer stellt eine überaus spannende und zugleich mutige Lösung dar. Schließlich gilt es beim Schlussmann anzumerken, dass er bislang lediglich Erfahrung in der zweiten belgischen Liga sammeln konnte. Doch hierbei gilt es ebenfalls auf das gute Gespür der Fürther hinsichtlich junger und hoch veranlagter Torhüter hinzuweisen, da man in der jüngeren Vergangenheit bereits auf Jonas Urbig und Nahuel Noll gesetzt hat, welche dieses Vertrauen mit starken Leistungen zurückzahlen konnten.

    Das restliche Torhüter-Trio des Kleeblatts wird komplettiert von Neuzugang Pelle Boevink und Nils Körber.

    Keller und Higl als neue Hoffnungsträger in der Offensive?

    In der vergangenen Spielzeit offenbarten die Fürther in der Offensive gravierende Mängel. Schließlich fehlte es häufig an einer klaren Spielidee und zudem ruhten alle Hoffnungen auf Branimir Hrgota und Noel Futkeu, welche die Offensive tragen mussten.

    Die Verantwortlichen sollten diese Probleme ebenfalls zur Kenntnis nehmen und gaben bereits zahlreiche Verpflichtungen von Offensivspielern bekannt, welche nun für frische Impulse sorgen sollen. Einer der Neuzugänge ist Mittelfeldspieler Aaron Keller, dessen Dienste man sich eine Ablösesumme von 700.000 Euro hat kosten lassen.

    Der Schweizer stand in der vergangenen Spielzeit beim späteren Zweitliga-Absteiger SSV Ulm unter Vertrag, bei dem er jedoch durchaus überzeugen konnte. Der 21-Jährige zeichnet sich besonders durch seine Fähigkeiten im Dribbling aus, mit welchen er dem Flügelspiel der Fürther sicherlich guttun dürfte. Andererseits konnte Keller vor allem durch sein Laufpensum und seine Flexibilität überzeugen, durch welche er in Ulm oftmals die Rolle des linken Schienenspielers übernahm.

    Des Weiteren gab das Kleeblatt die Verpflichtung von Felix Higl bekannt. Der Mittelstürmer kommt ebenfalls vom SSV Ulm, für den er in der vergangenen Spielzeit fünf Saisontore erzielte. Diese recht magere Torausbeute gilt es jedoch dem sehr defensiven Spielstil der Ulmer zuzuschreiben, wodurch es prinzipiell jeder Offensivspieler schwer hatte.

    Jedoch zeichnet sich der 28-Jährige besonders über seine Physis aus, da er als regelrechter Zielspieler im Sturmzentrum agiert, welcher die Bälle gut festmachen und weiterleiten kann. Zudem gilt es besonders seine Arbeit gegen den Ball zu erwähnen, durch welche Higl für jede Mannschaft sehr wertvoll ist.

    Kann Thomas Kleine auch entwickeln?

    In der vergangenen Spielzeit hat Thomas Kleine eindrucksvoll bewiesen, dass er eine Mannschaft erreichen und ihr zugleich neues Leben einhauchen kann. Schließlich war es alles andere als selbstverständlich, dass er den Verein zum Klassenerhalt geführt hat. Dementsprechend erscheint es als nachvollziehbar, dass die Verantwortlichen auch weiterhin auf die Dienste des 47-Jährigen setzen.

    Grundsätzlich gilt es jedoch anzumerken, dass bereits in der Vergangenheit des Öfteren ein Trainer zwar als Retter einen überragenden und zielführenden Job gemacht hat, aber darüber hinaus eine Mannschaft nicht weiterentwickeln konnte und darauffolgend die Probleme erneut aufgetreten sind.

    Es dürfte daher spannend zu beobachten sein, ob der positive Aufwärtstrend unter Thomas Kleine auch in der anstehenden Spielzeit weitergeht oder ob das Kleeblatt einen Rückfall in alte Krisenzeiten erleben wird.

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