Henrik

Jordy de Wijs - darum will Fortuna Düsseldorf ihn unbedingt halten

Auf diese Nachricht dürften viele Fans lange und sehnsüchtig gewartet haben. Am 21.Juni war es dann soweit und vielen dürften wohl die berühmten Steine vom Herzen gefallen sein. Denn schließlich verpflichtete Fortuna Düsseldorf seine einstige Leihgabe Jordy de Wijs fest. (Foto: IMAGO / Laci Perenyi)

Nach guten und fairen Verhandlungen mit seinem Stammklub, dem englischen Zweitligisten Queens Park Rangers, konnten sich die beiden Klubs über einen Wechsel des Niederländers einig werden.

Doch für die Dienste des Innenverteidigers musste die Fortuna tief in die Tasche greifen. Aber was sind die Gründe, weswegen die Fortunen de Wijs unbedingt halten wollten?

Erstes Engagement per Leihe im Winter 2022

In der Winterpause der Spielzeit 2021/22 der 2. Bundesliga war die sportliche Situation in Düsseldorf sehr ernst und angespannt. Denn schließlich belegte die Fortuna unter dem damaligen Trainer Christian Preußer einen enttäuschenden 16. Tabellenplatz.

Es dürfte allen Verantwortlichen klar gewesen sein, dass man auf der ein oder anderen Position sich verstärken müsse, um den negativen Trend zu stoppen und die Abstiegszone zu verlassen.

Eine dieser Positionen war die Innenverteidigung, wo man auf der Suche nach einem Linksfuß war, um frische Impulse in das Aufbauspiel bringen zu können. Auf dieser Suche wurde die Fortuna in der zweiten englischen Liga fündig und holte per Leihe Jordy de Wijs von den Queens Park Rangers.

Der damalige Trainer Preußer war komplett überzeugt vom Niederländer und sprach sich deutlich für eine Verpflichtung aus. Zu diesem Zeitpunkt werden de Wijs wohl die wenigsten Fans gekannt haben, was sich jedoch in den darauffolgenden Wochen und Monaten noch ändern sollte.

Erspielt sich Stammplatz auf dem Feld und in Herzen der Fans

Es ist im Fußballgeschäft häufig zu sehen, dass Neuzugänge nicht von Tag eins an ihr komplettes Leistungsniveau abrufen können und sich zunächst einmal an das neue Umfeld gewöhnen müssen. Bei Jordy de Wijs war dies jedoch nicht der Fall.

Der 27-Jährige konnte sich direkt an das neue Umfeld gewöhnen und sich zugleich einen Stammplatz erspielen. Ein großer Pluspunkt des einstigen U21-Nationalspielers der Niederlande dürfte wohl seine beeindruckende Physis sein, mit der er besonders in Zweikämpfen oft resolut zur Sache geht. Aber auch durch seinen starken linken Fuß machte sich de Wijs für das Team unersetzlich, indem er dem Aufbauspiel der Fortuna eine Flexibilität verleiht, welche man mit zwei Rechtsfüßen in der Innenverteidigung nicht hat.

Jedoch dürfte die allergrößte Stärke von de Wijs sein unermüdlicher Einsatz sein, mit dem er die Zuschauer im Stadion stets begeistern und mitreißen kann. Denn schließlich geht der Niederländer keinem Zweikampf aus dem Weg und geht zur Not auch dahin, wohin es weh tut.

Aufgrund dieser kämpferischen Einstellung dürfte auch Cheftrainer Daniel Thioune ein großer Fan von de Wijs sein, da er von seinen Spielern genau diese Einstellung auf dem Platz sehen möchte. Es lässt sich also durchaus sagen, dass de Wijs dem Team den sicheren Rückhalt gegeben hat, mit seiner Emotionalität das Team und die Zuschauer enger zusammengeschweißt hat und einen großen Anteil am erreichten Klassenerhalt hatte.

De Wijs scheint sich im Team auch wohlzufühlen

“Elf Freunde müsst ihr sein”. Dieses berühmte Zitat von Sepp Herberger dürfte wohl auch das Verhältnis innerhalb der Fortuna-Mannschaft beschreiben. Denn schließlich erkennt man es im modernen Fußballgeschäft relativ gut, wer ein wirkliches Team ist und wer seine Mitspieler lediglich als Kollegen und nicht als Freunde sieht.

Schließlich konnte man diese Verbundenheit auch bei de Wijs bisher einzigen Tor sehen, als sich seine Mitspieler so enorm über das Tor freuten, als ob sie gerade selbst getroffen oder den Sieg in allerletzter Sekunde geschafft hätten. Bei diesem Tor, was übrigens lediglich das Tor zum zwischenzeitlichen 1:0 war, sah man, wie sehr das Team den Niederländer aufgenommen hat. Der Niederländer, welcher sich besonders gut mit Stürmer Daniel Ginczek versteht, scheint sich im Team der Fortuna sichtlich wohl zu fühlen, was im heutigen Fußball einfach unbezahlbar ist.

Feste Verpflichtung von de Wijs sorgt für Ekstase

Auf diese Meldung musste die Fortuna-Fans ein wenig länger warten. Unter den Social-Media-Beiträgen des Vereins konnte man häufig Fragen nach dem aktuellen Stand der Dinge hinsichtlich de Wijs lesen und man spürte, dass er für die Fans von oberster Priorität ist.

Sie alle sollten am 21. Juni erlöst werden. Die Fortuna verpflichtete den Niederländer fest für eine Ablöse von 900 Tsd. und stattete ihn mit einem langfristigen Vertrag bis 2026 aus. Dieser Tag dürfte wohl für alle Fans ein Tag zum Feiern gewesen sein, da ihr Publikumsliebling nun in Düsseldorf bleibt.

De Wijs kann es kaum Abwarten loszulegen

Noch am selben Tag der Verpflichtung reiste der 27-Jährige ins Trainingslager der Fortuna nach, um gemeinsam mit dem Team in die Vorbereitung starten zu können. Dies zeigt abermals den ehrgeizigen Charakter des Niederländers, der keine Zeit verlieren will, um mit seinem Team wieder arbeiten zu können.

Der Innenverteidiger selbst scheint überaus glücklich zu sein, dass er wieder zur Fortuna zurückkehren konnte und zeigte sich durchaus angriffslustig und ambitioniert in den Interviews. Denn schließlich scheint de Wijs nicht wieder gekommen zu sein, um mit der Fortuna einzig und allein um den Klassenerhalt zu spielen. Man merkt bei seinen Aussagen, dass er felsenfest von dem Konzept der Fortuna überzeugt ist und langfristig höhere Ziele anpeilen will.

Passt menschlich einfach zur Fortuna

Dass der Innenverteidiger von seinen Werte auf dem Platz zur Fortuna passt, haben wir ja schon detailliert beschrieben. Jedoch ist de Wijs auch außerhalb des Platzes ein Gewinn für Düsseldorf.

Dies erlebt ich selbst beim Auswärtsspiel der Fortuna in Hannover (0:0). Da ich de Wijs schon vor seiner Zeit in Düsseldorf kannte, versuchte ich an sein Trikot zu gelangen. Aus diesem Grund bastelte ich ein Schild und streckte es bereits vor dem Aufwärmen in die Höhe, sodass der Niederländer es direkt bemerkte und sich sichtlich sehr darüber freute.

Während des Spiels musste de Wijs ordentlich was einstecken in den Zweikämpfen und musste vorzeitig vom Feld. Nach Abpfiff wartete ich noch und de Wijs schien mein Schild nicht vergessen zu haben und schenkte mir sein Trikot. Hierbei dürfte wohl anzumerken sein, dass er sichtlich körperlich angeschlagen war und aufgrund des eher enttäuschenden Remis nicht die allerbeste Laune gehabt haben dürfte.

Jordy de Wijjs Fortuna Duesseldorf

Allein an dieser Aktion kann man schon seine Bodenständigkeit sehen. Denn seien wir mal ehrlich, wie viele Spieler wären in diesem Moment einfach in die Kabine gegangen bzw. hätten gar nicht mehr daran gedacht, dass ein Fan auf sie wartet?

Alles in allem kann man der Fortuna zu dieser starken Verpflichtung nur gratulieren und aus Fortuna-Sicht hoffen, dass der Niederländer genau da weitermacht, wo er in der vergangenen Saison aufgehört hat.

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Henrik

1860 München - die 2. Bundesliga muss das Ziel sein

Am Ende der vergangenen Spielzeit der 3. Liga sollte es der vierte Platz für die Löwen werden, mit dem man sich immerhin noch für die Hauptrunde des DFB-Pokals qualifizieren konnte. Doch das Saisonziel, den Aufstieg in die 2. Bundesliga konnte der TSV 1860 München nicht erreichen. (Foto: IMAGO / Ulrich Wagner)

Die Spielzeit 2021/22 der Löwen war geprägt von massiver Unruhe und fehlender Konstanz, durch die man den Aufstieg am Ende nicht realisieren konnte. Lediglich in der Schlussphase der Saison konnten sich die Löwen gegen die Konkurrenten durchsetzen und den vierten Tabellenplatz sichern.

Nach der Saison war es den Verantwortlichen der Löwen durchaus bewusst, dass es Veränderungen im Kader geben müsse, um den Aufstieg anpeilen zu können. Im aktuellen Sommer haben die Löwen bereits neun Spieler verpflichtet. Doch können die Löwen in der kommenden Saison den Aufstieg in die 2. Bundesliga schaffen?

Zahlreiche Stammspieler verlassen den Verein

Es dürfte wohl jedem klar gewesen sein, dass auch Spieler den Verein verlassen werden. Jedoch dürften die Fans der Münchner ein Stück weit überrascht und enttäuscht zugleich sein, dass sich unter anderem gleich vier Stammspieler verabschiedet haben.

Einer dieser prominenteren Abgänge ist Mittelfeldspieler Richard Neudecker, der sich dem Ligakonkurrenten 1. FC Saarbrücken anschließt. Dies dürfte den Münchnern deshalb weh tun, da Neudecker im zentralen Mittelfeld stets die Strippen gezogen und für reichlich Kreativität im Offensivbereich gesorgt hat. Jedoch brauchte der Mittelfeldspieler laut eigener Aussage einen Tapetenwechsel und wollte den nächsten Schritt in seiner Karriere machen.

Ein weiterer schmerzhafter Abgang für die Löwen dürfte der von Abwehrchef Stephan Salger sein. Der 32-jährige Routinier verlässt den TSV 1860 München aus privaten Gründen und wechselt zur Reserve des 1. FC Köln, um wieder in seiner Heimat zu sein. Dieser Wechsel dürfte neben den sportlichen Aspekten auch von den menschlichen Aspekten ein herber Verlust für 1860 sein, da Salger mit seiner Erfahrung und seiner Bodenständigkeit ein Vorbild für die jüngeren Spielern war und ihnen stets mit seiner Erfahrung helfen und Tipps geben konnte.

Auch die Abgänge der beiden Mittelfeldspieler Dennis Dressel und Merveille Biankadi dürften Lücken hinterlassen. Dressel, der aus der Jugend der Löwen stammt, liebäugelte schon seit längerem mit einem Wechsel in die 2. Bundesliga und schloss sich nun dem FC Hansa Rostock an.

Bei Merveille Biankadi sieht es aktuell nach einem Abschied aus. Die Löwen würden die Zusammenarbeit mit dem flinken Flügelstürmer zwar gerne fortsetzen, jedoch dürfte der Deal aus finanziellen Gründen scheitern. Eine weiteres Leihgeschäft ist aufgrund seiner Vertragslaufzeit in Heidenheim (bis 2023) nicht möglich, wodurch die Löwen eine Ablöse zahlen müssten, welche jedoch nicht stemmbar wäre.

Vielversprechende Neuzugänge

Bei diesen Abgängen dürfte es wohl den ein oder anderen Löwen-Fan gegeben haben, der relativ pessimistisch auf die neue Spielzeit geschaut hat. Doch der Pessimismus dürfte wohl nicht lange angehalten haben. Denn schließlich machte sich Geschäftsführer Sport Günther Gorenzel-Simonitsch zusammen mit seinem Team direkt an die Arbeit und konnte eine Vielzahl an vielversprechenden Neuzugängen verpflichten.

Auch Trainer Michael Köllner zeigt sich sichtlich begeistert von den Neuzugängen der Löwen und dürfte wohl bereits jetzt den Saisonauftakt herbeisehnen

Duo kommt aus Mannheim

Mit diesem Doppelschlag auf dem Transfermarkt dürften die Löwen wohl ein Ausrufezeichen an die Konkurrenz gesendet haben. Schließlich holte man mit Innenverteidiger Jesper Verlaat und dem Flügelspieler Joseph Boyamba zwei Stammspieler vom direkten Konkurrenten SV Waldhof Mannheim.

Mit Verlaat dürften die Löwen ihren neuen Abwehrchef gefunden haben, der zugleich auch die Lücke von Salger schließen wird. Der 26-jährige Niederländer verfügt über reichlich Erfahrung und gehörte in der vergangenen Spielzeit zu den besten Verteidigern der 3. Liga. Besonders durch seine Zweikampfstärke und sein Kopfballstärke dürfte er eine Bereicherung für das Spiel der Münchner werden. Zudem werden auch seine spielerischen Fähigkeiten im Aufbauspiel der Löwen gefragt sein, da mit Stephan Salger ein wichtiger Aufbauspieler den Verein verlassen hat.

Der zweite Neuzugang aus Mannheim dürfte wohl für jede Menge frische Impulse in der Offensive sorgen. Mit Joseph Boyamba holen sich die Löwen einen der gefragtesten Spieler der 3. Liga, dem durchaus auch Angebote aus der 2. Bundesliga vorgelegen haben dürften.

Der 25-jährige Flügelspieler gilt als technisch versierter Spieler, der sich besonders durch seinen Spielwitz auszeichnet und stets den Weg zum Tor sucht. Auch seine Flexibilität dürfte ein Pluspunkt sein, da Boyamba im Offensivbereich auf allen Positionen eingesetzt werden kann. Er dürfte der ohnehin schon flexiblen Offensive der Löwen einen weiteren Schub geben, damit man noch unberechenbarer für die Gegner wird.

Der neue Kreativspieler kommt aus Braunschweig

Bei der Verpflichtung von Martin Kobylanski können sich die Verantwortlichen der Löwen wohl selbst auf die Schultern klopfen. Denn schließlich holte man mit dem 28-jährigen einen offensiven Mittelfeldspieler, der in der Vergangenheit schon des Öfteren sein ganzes Können zeigen und die gegnerischen Abwehrreihen zur Verzweiflung bringen konnte.

Kobylanski zeichnet sich besonders durch seine Technik und Intelligenz am Ball aus, wodurch er oftmals seine Mitspieler perfekt einsetzen kann, um für Torgefahr zu sorgen. Ein weitere Stärke sind seine immens gefährlichen Standards. Schließlich sammelte Kobylanski bereits zahlreiche Scorerpunkte bei Eckbällen und konnte zudem auch schon den ein oder anderen Freistoß direkt verwandeln.

Auch das Trainerteam wird verstärkt

Diese Verpflichtung dürfte wohl den ein oder anderen überrascht haben. Denn schließlich verpflichte 1860 München mit dem ehemaligen Bundesligaprofi Stefan Reisinger kein unbekanntes Gesicht als neuen Co-Trainer.

Der 40-Jährige spielte einst selbst bei den Löwen und wird sich nun sicherlich auch in das neue bzw. alte Umfeld schnell integrieren können. Schließlich ist Reisinger für seine Bodenständigkeit bekannt, welche durch seinen Ehrgeiz verstärkt wird. Die Personalie Reisinger dürfte sehr gut in die Reihen der Löwen passen.

Fazit

Insgesamt lässt sich von der Transferpolitik der Löwen nur der Hut ziehen. Die Verantwortlichen um Sportvorstand Sport Günther Gorenzel-Simonitsch und Trainer Michael Köllner scheinen in den Gesprächen sehr überzeugend gewesen zu sein, sodass man vielversprechende Neuzugänge präsentieren konnte.

Jedoch darf man sich von den Transfers nicht blenden lassen. Die Löwen müssen nun erst einmal die Neuzugänge in die Mannschaft integriert bekommen und als Einheit zusammenwachsen. Es gilt jedoch zu erwähnen, dass der Aufstieg in die 2. Bundesliga das einzige Ziel für die Löwen sein kann. Denn sicherlich gehen die Löwen mit ihrem aktuellen Kader auch finanziell an die absolute Schmerzgrenze. Zudem kann auch sportlich gesehen mit diesem ambitionierten Kader nur der Aufstieg das Ziel sein.

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Henrik

1. FC Kaiserslautern - das neue Torwartgespann auf dem Betze

Roman Weidenfeller, Tim Wiese, Kevin Trapp. Das sind die berühmtesten Torhüter, die allesamt beim 1. FC Kaiserslautern ausgebildet worden und die ersten Schritte im Profigeschäft auf dem Betze gemacht haben. (Foto: IMAGO / Matthias Koch)

Mit Matheo Raab verlässt der Stammkeeper die Roten Teufel im kommenden Sommer. Der 23-Jährige spielte eine sehr souveräne Spielzeit in der 3. Liga und schließt sich ab sofort dem Hamburger SV an.

Doch all zu lang brauchten die Fans des FCK nicht auf eine neue Nummer zu warten. Denn schließlich holten die Roten Teufel mit Julian Krahl und Andreas Luthe bereits zwei neue Torhüter, welche sicherlich sehr engagiert ihre neue Herausforderung auf dem Betze angehen werden.

Doch kann die Lücke von Matheo Raab geschlossen werden?

Stammtorhüter Raab geht zum HSV

Dieser Wechsel dürfte wohl viele Fans der Roten Teufel überrascht und zudem schockiert haben. Schließlich verlässt mit Torhüter Matheo Raab einer der Aufstiegshelden den Verein und schließt sich dem Hamburger SV an.

Der 23-jährige wollte offenbar den nächsten Schritt in seiner Karriere machen und wagt nun den Schritt nach Hamburg, wo er den Konkurrenzkampf mit Stammkeeper Daniel Heuer-Fernandes annehmen wird.

Für den FCK ist dieser Abgang jedoch besonders bitter. Schließlich war Raab ein entscheidender Faktor, durch den der lang ersehnte Aufstieg und die Rückkehr in die 2. Bundesliga gelingen konnte. Immerhin kassierte Raab in der abgelaufenen Saison in 34 Ligaspielen gerade einmal 27 Gegentore und hielt in 16 Ligaspielen seine Weste sauber.

Der Torhüter dürfte der Mannschaft nicht nur wegen seiner Reflexe fehlen, sondern auch mit seinen spielerischen Fähigkeiten und seiner Ruhe am Ball, mit denen er stets im Aufbauspiel der Lauterer integriert war und der Mannschaft helfen konnte.

Talentierter Torhüter aus Berlin kommt

Doch es dauerte nicht lang, bis ein neuer Torhüter auf dem Betze präsentiert wurde. Die Verantwortlichen verpflichteten mit Julian Krahl einen neuen Torhüter, der bereits bei Drittliga-Absteiger FC Viktoria 1899 Berlin überzeugen und Eigenwerbung betreiben konnte.

Natürlich kann man jetzt mit dem Finger auf die Statistiken Krahls zeigen und versuchen Kritik an der Personalie zu üben. Jedoch gilt es zu erwähnen, dass Krahl bei der Viktoria deutlich mehr als andere Torhüter auf sein Tor bekommen hat. Schließlich zeichnete sich die Viktoria durch ihren spielerischen Ansatz aus, sodass die Defensive und die Arbeit gegen den Ball des Öfteren ins Hintertreffen geriet.

Jedoch konnte der 22-jährige Krahl mit guten Leistungen auf sich aufmerksam machen und galt über die komplette Spielzeit hinweg als einer der besten und konstantesten Spieler der Berliner. Der FCK verpflichtet mit Krahl einen jungen Keeper, der sich besonders auf der Linie als auch im eins gegen eins auszeichnet.

Jedoch gilt es auch zu erwähnen, dass Krahl von seinen spielerischen Fähigkeiten noch nicht auf einem Level mit Matheo Raab ist. Hierbei dürfte es wohl für Krahl zu arbeiten sein, damit er auch diese vermeintliche Schwäche schnell in den Griff bekommt und sich verbessern kann.

Stammtorhüter aus der Bundesliga kommt

Es dürfte wohl allen klar gewesen sein, dass es nicht nur bei der Verpflichtung von Julian Krahl bleiben dürfte, um die große Lücke von Raab zu schließen. Die Gerüchte um potenzielle Neuzugänge häuften sich in den Medien. Besonders das Gerücht um eine mögliche Rückkehr von Tobias Sippel brachte die Fans der Roten Teufeln zum Träumen. Jedoch sollte die Verstärkung einen anderen Namen haben.

Denn schließlich gelang dem FCK ein wahrer Transfercoup und man holte mit Andreas Luthe den Stammtorhüter vom Bundesligisten 1. FC Union Berlin. Mit diesem Transfer setzten die Verantwortlichen der Lauterer ein richtiges Ausrufezeichen an die Konkurrenz.

Der Routinier dürfte sportlich als auch menschlich eine absolute Verstärkung für die Lauterer sein. Denn schließlich kann er mit seiner enormen Erfahrung eine wichtige Unterstützung für junge Spieler sein und zugleich mit konstanten Leistungen dazu beitragen, dass das Ziel Klassenerhalt realisiert werden kann.

Jedoch ist auch ein Andreas Luthe nicht komplett ohne Schwächen. In seiner Zeit bei Union Berlin hatte er teils grobe Patzer in seinem Spiel, welche prompt zu Gegentoren führten. Diese gilt es für Luthe auf dem Betze abzustellen, sodass sich dieser Transfer für alle Beteiligten lohnen dürfte.

Natürlich gilt es auch das Alter von Andreas Luthe zu erwähnen. Denn mit 35 gehört der Schlussmann schon zur alten Garde, was jedoch nicht vor guten Leistungen schützen soll. Denn immerhin galt er in den vergangenen Jahren als konstanter Bundesliga-Torwart und konnte durchaus überzeugen.

Fazit

In Sachen Transferpolitik kann man die Verantwortlichen des FCK nur loben. Auf den Abgang des Stammtorhüters Raab wurde schnell reagiert und man hat eine sehr spannende Lösung gefunden. Mit der Verpflichtung von Routinier Andreas Luthe gelang den Roten Teufeln ein echter Transfercoup, mit dem man seine Ambitionen nochmals untermauerte.

Jedoch gilt es auch die Verpflichtung von Julian Krahl zu loben. Mit dem 22-Jährigen holten sich die Lauterer einen jungen und talentierten Torhüter, der jedoch längst noch nicht am Ende seiner Entwicklung ist. Natürlich gilt es zu erwähnen, dass Krahl sehr wahrscheinlich lediglich die Nummer zwei hinter Luthe sein wird. Dies könnte für Krahl jedoch trotzdem hilfreich sein, um die tägliche Zusammenarbeit mit Luthe zu nutzen und dadurch an Erfahrung zu gewinnen und sich weiterzuentwickeln. Möglicherweise hat der FCK bereits mit Krahl den künftigen Stammtorhüter verpflichtet, der sich jetzt hinter Luthe entwickeln kann.

Alles in allem scheinen die Lauterer den Abgang von Raab gut kompensiert zu haben. Jedoch dürfte es vielleicht den ein oder anderen enttäuschten Fan geben, der sich eine Rückkehr des einstigen Publikumsliebling und Aufstiegshelden Tobias Sippel gewünscht hat.

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Henrik

SC Paderborn 07 - der bisherige Gewinner des Transfermarktes

Wer zuerst kommt, mahlt zuerst. Diese Redewendung dürfte das Werben um Spieler auf dem Transfermarkt relativ gut beschreiben. Während sich so mancher Verein hinsichtlich Spielertransfers noch zurückgehalten hat, hat der SC Paderborn einen regelrechten Frühstart auf dem Transfermarkt hingelegt. (Foto: IMAGO / Eibner)

Die Paderborner konnten bisher stolze elf Neuverpflichtungen vermelden, wobei lediglich für Innenverteidiger Jasper van der Werff eine Ablöse gezahlt worden ist.

Doch werden sich diese Transfers lohnen und dem SCP helfen eine erfolgreiche Saison zu spielen? Wir machen den Check über die Transferpolitik der Paderborner und stellen vereinzelt Neuzugänge vor.

Dreifache Verstärkung aus Magdeburg

Es dürfte wohl viele überrascht haben, dass das Meisterteam des Zweitliga-Aufsteigers 1. FC Magdeburg bereits so schnell auseinander fällt. Denn schließlich gelang es dem SCP mit Sirlord Conteh, Raphael Obermair und Tobias Müller gleich drei Stammkräfte der Magdeburger zu verpflichten. Hierbei gilt es besonders zu erwähnen, dass die Paderborner für keinen der Spieler eine Ablöse zahlen mussten.

Bei Innenverteidiger Tobias Müller könnte es sich gegebenenfalls schon um den möglichen Nachfolger des SCP-Abwehrchefs Uwe Hünemeier handeln. Der 27-jährige Müller verfügt über ein gutes Zweikampfverhalten und Positionsspiel sowie gute spielerische Fähigkeiten im Spielaufbau, sodass er durchaus eine wahre Verstärkung für den SCP sein kann.

Mit den Personalien Sirlord Conteh und Raphael Obermair wollten die Verantwortlichen wohl für frische Impulse auf den Außenbahnen sorgen. Schließlich zeichnet sich Conteh durch seine Schnelligkeit im Antritt sowie im Dribbling aus. Während sich Obermair durch eine große Flexibilität auszeichnet und auf den beiden Außenverteidiger-Positionen sowie im zentralen Mittelfeld eingesetzt werden kann.

Offensiv-Power aus Heidenheim und Osnabrück

Mit Flügelspieler Robert Leipertz haben sich die Paderborner reichlich an Erfahrung in die eigenen Reihen geholt. Schließlich kann der 29-jährige Flügelspieler bereits 188 Spiele in der 2. Bundesliga aufweisen. In Heidenheim liegen seine Glanzzeiten jedoch schon ein paar Jahre zurück, sodass er in der vergangenen Spielzeit nur noch die Rolle des Jokers innehatte. Aufgrund dieser sportlichen Entwicklung, entschloss sich Leipertz dazu, seinen Vertrag in Heidenheim auslaufen zu lassen und mit einem Tapetenwechsel frische Impulse in seine Karriere zu bringen, um wieder zu alter Stärke zu finden.

Bei der Verpflichtung von Mittelfeldspieler Sebastian Klaas dürften wohl die Gespräche mit Trainer Lukas Kwasniok entscheidend gewesen sein. Schließlich galt der im offensiven Mittelfeld einsetzbare Klaas als sehr begehrt. Der 23-Jährige Kreativspieler gehörte in der vergangenen Spielzeit der 3. Liga zu den besten Mittelfeldspielern und kam insgesamt auf 19 Scorerpunkte. Klaas zeichnet sich durch seine Ballbehandlung und Spielintelligenz aus, mit der er das Spiel jederzeit beruhigen, aber auch den Ball in die Schnittstellen der Verteidigung spielen kann.

Shootingstar aus Dortmund kommt

Er könnte möglicherweise der spannendste Transfer der Paderborner sein. Die Rede ist von Mittelstürmer Richmond Tachie, den der SCP ablösefrei von der Zweitvertretung Borussia Dortmunds verpflichtet hat.

Der 23-jährige Tachie wusste mit der Reserve des BVB in der vergangenen Spielzeit der 3. Liga zu überzeugen und konnte reichlich Eigenwerbung betreiben. Denn schließlich konnte der Mittelstürmer insgesamt sechs Treffer selbst erzielen und bereitete zudem acht weitere Treffer vor.

Jedoch überzeugte Tachie mit viel mehr als nur mit seinen Scorerpunkten. Das Gesamtpaket passt. Tachie zeichnet sich besonders durch seinen starken Antritt aus, wodurch trotzdem nicht die Ballbehandlung leidet. Der 23-jährige verfügt über einen enormen Spielwitz und sucht regelmäßig das eins gegen eins, um seine Stärken im Dribbling ausspielen zu können. Vor dieser Verpflichtung lässt sich nur der berühmte Hut ziehen.

Abgänge zahlreicher Spieler

Auch in Sachen Abgängen scheinen die Verantwortlichen früh Klarheit haben zu wollen. Neben den Leihspielern, welche zu ihren Stammvereinen zurückkehren, verließen den Klub auch Spieler, die die Vergangenheit sehr geprägt haben.

Hierbei gilt es besonders Jamilu Collins (seit 2017 beim SCP) und Kai Pröger (seit 2019 beim SCP) welche den Klub verlassen haben. Es scheint hierbei so, als ob die Verantwortlichen frische Impulse in den Kader bringen wollen und den verdienten Spielern einen Abgang näher gelegt haben.

Es dürfte jedoch vor Beginn des Transfer-Sommers klar gewesen sein, dass Trainer Kwasniok den Kader mehr nach seinen Vorstellungen anpassen will und möglicherweise auch eine Verjüngung auf manchen Positionen anstrebt.

Dies würde auch vom Durchschnittsalter der Zugänge und Abgänge bestätigt werden. Während die Abgänge im Durchschnitt ein Alter von 27,1 aufweisen, kommen die Neuzugänge auf 24,3. Die künftige Richtung des SCP scheint klar zu sein, indem man frische Impulse in die Mannschaft mit jungen, hungrigen Spielern versucht zu bringen.

Fazit:

Bisher kann man den Verantwortlichen der Paderborner bezüglich ihrer Transferpolitik nur gratulieren. Besonders der Zeitpunkt dürfte hierbei ein großer Pluspunkt sein. Schließlich sind die Paderborner Kaderplanungen entweder bereits oder ganz kurz vor dem Ende, während andere Vereine noch jede Menge zu tun haben.

Mit den bisherigen Verpflichtungen hat der SCP eine durchaus gute Grundlage geschaffen, mit der man in der kommenden Spielzeit der 2. Bundesliga eine gute Platzierung anstreben kann. Jedoch sollten sich die Verantwortlichen trotzdem überlegen, ob sie nach einer weiteren Verstärkung für den Sturm Ausschau halten. Schließlich konnte der Weggang des einstigen Topstürmers Sven Michel noch nicht kompensiert werden.

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Henrik

1. FC Magdeburg - Was wird aus Baris Atik?

“Simply the Best”. Genauso lässt sich die Saison des Drittliga-Meisters 1. FC Magdeburg beschreiben. Die Magdeburger holten 78 Punkte und beendeten die Spielzeit 2021/22 der dritten Liga mit großem Vorsprung auf dem ersten Platz. (Foto: IMAGO / Jan Huebner)

Ein Spieler stach jedoch aus einer überragenden Mannschaft heraus. Die Rede ist von Baris Atik. Der 27-jährige Mittelfeldspieler steuerte sagenumwobene 40 direkte Torbeteiligungen zum Aufstieg in die 2. Bundesliga bei.

Jedoch bekannte sich Atik noch nicht offiziell zu einem weiterem Verbleib beim FCM, was den Verantwortlichen und besonders den Fans wohl Angst bereiten dürfte. Schließlich dürfte es an Interessenten nicht mangeln, die Atik gerne verpflichten würden.

Doch wie geht es für Baris Atik weiter?

Zahlreiche Angebote nach Spielzeit 2020/21 bereits abgelehnt

Niemand dürfte wohl damit gerechnet haben, wie sich diese Verpflichtungen noch auszahlen werde. Denn schließlich schloss sich Baris Atik in der Winterpause der Saison 2020/21 dem FCM an, um den Klassenerhalt zu schaffen. Doch was ab dieser Verpflichtung folgen sollte, gleicht einem Fußballmärchen.

Schließlich hauchte Trainer Christian Titz der Mannschaft neues Leben ein, installierte einen komplett spielerischen Ansatz und feierte schlussendlich souverän den Klassenerhalt. Besonders großen Anteil daran dürfte wohl Baris Atik gehabt haben, der zusammen mit Sturmpartner Kai Brünker ein Traumduo bildete und in 15 Spielen sieben Treffer erzielen und zudem stolze acht Tore vorbereiten konnte.

Diese Leistungen von Atik sollten jedoch keineswegs unbemerkt bleiben, sodass laut verschiedenen Medienberichten Vereine aus der 2. Bundesliga sowie Bundesligist 1. FC Union Berlin Interesse an Atik gehabt haben sollen.

Jedoch entschloss sich Atik trotz lukrativer Angebote zu einem Verbleib in Magdeburg. Hierbei dürfte auch Cheftrainer Christian Titz eine wichtige Rolle gespielt haben, unter dem Atik regelrecht aufblühte.

Historische Spielzeit 2021/22

Die Erwartungen und Hoffnungen der Fans an die Mannschaft bzgl. der Spielzeit 2021/22 dürften wohl hoch gewesen sein. Schließlich begeisterte die Mannschaft von Trainer Titz in der vorherigen Spielzeit und entfachte eine neue Euphorie in Magdeburg.

Es gelang der Mannschaft problemlos an die Leistungen der vorherigen Saison anzuknüpfen und sie überzeugte über die komplette Spielzeit 2021/22. Hierbei gilt es wieder einmal Baris Atik zu erwähnen, dem 40 (!) Scorerpunkte gelangen und dadurch den Rekord von Dominik Stroh-Engel egalisierte.

Der 27-jährige fungierte als Gehirn einer sehr guten und fokussierten Magdeburger Offensive. Hier gilt es das sehr flexible System von Trainer Titz zu erwähnen, welches Atik die nötige Freiheit gab, um seine ganze Kreativität und seinen Spielwitz ausleben zu können. Der Mittelfeldspieler wusste mit seinem Gesamtpaket über die komplette Spielzeit zu überzeugen, sodass er zum besten Spieler der Spielzeit 2021/22 gewählt wurde.

Vermeidet jedoch nach Aufstieg Bekenntnis zum Verein

Jedoch wer gedacht hat, dass sich die Zukunftsfrage bei Atik nicht stellen würde, sollte sich arg getäuscht haben. Schließlich wollte sich Atik hinsichtlich dieser Thematik bisher noch nicht klar äußern. Natürlich bedeutet das nun nicht den sofortigen Abgang des Torjägers, jedoch klingt dies auch nicht nach einem sicheren Verbleib.

Es erweckt hierbei den Anschein, dass Atik erst einmal abwarten will, ob und wenn ja was für Angebote auf seinem Tisch landen. Schließlich dürften seine überragenden Leistungen ziemlich sicher das Interesse anderer Klubs geweckt haben. Ein weiterer Aspekt könnte vielleicht sein Alter sein. Denn Atik ist bereits schon 27 Jahre alt und will vielleicht den nächsten Schritt in seiner Karriere machen, sofern er noch die Chance bekommt zu einem ambitionierten Verein wechseln zu können.

Denn bei aller Liebe zum 1. FC Magdeburg, kommt man gar nicht drumherum zu erwähnen, dass die Magdeburger nächstes Jahr als Aufsteiger, ausschließlich den Klassenerhalt in der 2. Bundesliga anpeilen werden. Hierbei dürfte es stark zu bezweifeln sein, dass Atik nach einer eventuell nur mittelmäßigen Saison mit dem FCM in der 2. Bundesliga, noch gleichwertige Angebote bekommen wird, wie er sie aktuell möglicherweise schon vorliegen hat.

Führt der Weg möglicherweise nach Hamburg?

Das könnte zwar dem ein oder anderen auf den ersten Blick ein wenig überraschend vorkommen, aber unter bestimmten Umständen könnte es tatsächlich der Fall werden. Denn es dürfte wohl klar sein, dass sich Atik, im Falle eines Wechsels für einen Verein entscheidet, den eine aktive und spielerische Philosophie auszeichnet.

Eine durchaus ernsthafte Option könnte hierbei der FC St. Pauli werden. Denn schließlich sind die Kiezkicker unter ihrem Cheftrainer Timo Schultz für ihren offensiven und flexiblen Spielstil bekannt. Ein weiteres Argument für die Kiezkicker wäre, dass demnächst die Schaltzentrale in der Offensive frei werden könnte, wenn Topscorer Daniel Kofi-Kyereh den Verein Richtung Bundesliga verlassen wird.

Das System der Kiezkicker könnte Atik ansprechen, da er dort seine Stärken ausspielen könnte und seine Flexibilität vollständig ausleben würde. Hierbei könnte er entweder als hängende Spitze auflaufen und die Strippen im Mittelfeld ziehen oder sogar als zweite Sturmspitze agieren.

HSV als mögliche Option?

Ein andere Option könnte durchaus der Hamburger SV sein. Schließlich spielt der einstige Bundesliga-Dino zwar in der 2. Bundesliga, jedoch dürfte der HSV in der kommenden Spielzeit wieder zu den großen Favoriten auf den Aufstieg gehören und die Rückkehr in die Bundesliga anpeilen.

Was zudem für den HSV sprechen würde, wäre das Spielsystem. Denn hierbei gibt es durchaus Ähnlichkeiten zu dem System des 1. FC Magdeburgs. Schließlich bevorzugen beide Teams ein 4-3-3 System, wobei beide Trainer eine sehr hohe Flexibilität und ein gepflegtes Passspiel sehen möchten.

Ein technisch versierter Spieler wie Baris Atik dürfte in die Spielphilosophie von Trainer Tim Walter passen. Ein weiterer Pluspunkt wäre die Flexibilität Atiks, da er neben der Rolle als linker Flügelspieler zusätzlich auch als falsche Neun oder als rechter Flügelspieler eingesetzt werden kann. Diese Flexibilität dürfte für den HSV ein Vorteil sein, da man hinsichtlich der offensiven Flügelspieler bzgl. der Breite noch Verbesserungspotenzial hat, da u.a. im Sommer bereits Faride Alidou den Verein verlassen wird.

Fazit:

Die Personalie Baris Atik dürfte wohl noch sehr spannend werden. Es dürfte wohl alles davon abhängen, inwiefern Atik den nächsten Schritt in seiner Karriere machen möchte. Denn schließlich ist er schon 27 und niemand weiß, ob er die zahlreichen Angebote höherklassiger Klubs noch einmal bekommen wird. Immerhin spielte er gerade die mit Abstand beste Saison seiner Karriere.

Der 1. FC Magdeburg kann in dieser Personalie nur warten und darauf hoffen, dass sich Atik auch weiterhin für den Weg des FCM entscheidet. Im Falle eines Abschieds würde der FCM zwar eine Ablöse erhalten, jedoch wäre der sportliche Verlust für die Magdeburger nicht zu verkraften.

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1. FC Kaiserslautern - Gelingt trotz Chaos die Rückkehr in die 2. Bundesliga?

Es hätte alles so schön sein können. Am 34. Spieltag standen die roten Teufel noch auf einem direkten Aufstiegsplatz, spielten voller Selbstvertrauen und hatten den direkten Aufstieg in die 2. Bundesliga fest im Blick. Alles war harmonisch und der einstige Unruheherd 1. FC Kaiserlautern schien endlich zur Ruhe gekommen zu sein. (Foto: IMAGO / Jan Huebner)

Doch ausgerechnet im Saisonendspurt sollte der FCK in eine Ergebniskrise geraten. Es folgte eine sportliche Talfahrt, in der man die letzten drei Ligaspiele allesamt verlor und auf den dritten Tabellenplatz abrutschte. Der sportlichen Talfahrt setzte zusätzlich die Entlassung von Cheftrainer Marco Antwerpen die Krone auf.

Der FCK verpflichtete mit Dirk Schuster als neuen Cheftrainer und geht nun mit dem 54-jährigen Fußballlehrer in die Relegationsspiele am 20.05 und 24.05. gegen Dynamo Dresden. Doch können die roten Teufel unter diesen Umständen den Aufstieg noch schaffen?

Erfolgstrainer Marco Antwerpen plötzlich gekündigt

Diese Nachricht dürfte wohl wirklich jeden überrascht haben. Denn trotz sportlicher Mini-Krise war man davon ausgegangen, dass der FCK, auch in den kommenden Relegationsspielen gegen Dynamo Dresden an Trainer Marco Antwerpen festhält.

Schließlich hatte Antwerpen die roten Teufel nach langer Zeit wieder in die sportliche Erfolgsspur gebracht, sodass man den Fans für ihre Treue und Unterstützung etwas zurückgeben konnte. Antwerpen konnte während seiner Amtszeit einen Punkteschnitt von 1,57 Punkte einfahren. Hierbei gilt es zu erwähnen, dass Antwerpen zu Beginn erst einmal das Chaos um den Verein ordnen musste, bevor er die Ruhe zum Arbeiten bekam.

Dirk Schuster übernimmt

Es dürfte wohl den ein oder anderen überrascht haben, als der FCK den Nachfolger Antwerpens präsentierte. Denn schließlich holte man sich mit Dirk Schuster einen sehr bekannten Trainer, der zunächst nicht in der Gerüchteküche gehandelt worden war. In dieser hielt sich zu Beginn der Name Miroslav Klose fest, den man nur allzu gerne wieder in die Pfalz geholt hätte.

Man entschied sich hierbei jedoch für Dirk Schuster und stattete diesen mit einem Vertrag bis 2024 aus, der sowohl für die 2. Bundesliga als auch für die 3. Liga gültig ist.

Doch was spricht für Schuster?

Erfahrung, Kampfgeist, Wille, Überzeugung. Das dürfte wohl den Cheftrainer Dirk Schuster am besten beschreiben. Schließlich ist der Fußballlehrer und ehemalige Profi schon lange genug in der Fußball-Szene tätig und hat schon sehr viel erlebt.

Den Verantwortlichen der Roten Teufel dürfte wohl grundsätzlich wichtig gewesen sein, dass der neue Trainer frische Impulse und zugleich auch Ruhe in die Mannschaft bringt. Denn schließlich weiß Dirk Schuster ganz genau, wie man in einer Relegation spielen muss, um erfolgreich sein zu können.

Neben dem spielerischen zählt es jedoch auch im Kopf frei zu sein, was Schuster in seiner allerersten Pressekonferenz direkt betonte. Man kann wohl jetzt schon sagen, dass man in den Relegationsspielen höchst engagierte und wacker kämpfende Lauterer sehen wird, die den Dresdnern besonders in den Zweikämpfen den Schneid abkaufen wollen werden.

Und was spricht gegen Schuster?

Es gilt jedoch zu erwähnen, dass die Personalie Dirk Schuster auch mögliche negative Aspekte mit sich bringt. Natürlich kann er nun mit den Pfälzern den Aufstieg schaffen. Jedoch auf lange Sicht gesehen, ist der Trainer Schuster ein Fragezeichen.

Schließlich ist es fraglich, ob sich die Lauterer unter Schuster auch spielerisch weiterentwickeln können. Denn wenn man auf seine bisherigen Stationen schaut, fällt auf, dass die Teams unter Schuster hauptsächlich durch ihre Arbeit gegen den Ball auffielen und im eigenen Ballbesitz lediglich über schnelle Konter bzw. Standards gefährlich wurden.

Investorengruppe ohne Fachwissen

Dass sich der Klub mit dem Zeitpunkt der Entlassung von Marco Antwerpen besonders hinsichtlich seines Images keinen Gefallen getan hat, dürfte wohl jedem klar sein. Jedoch gilt es hierbei auch die Investorengruppe hinter dem 1. FC Kaiserslautern zu erwähnen, die wahrlich nicht mit Fachwissen geglänzt hat.

Die Rede ist von der Gruppe “Saar-Pfalz-Invest”. Die Investorengruppe soll laut Medienberichten versucht haben, den einstigen Pfälzer Miroslav Klose als Nachfolger für Marco Antwerpen zu installieren. Dies scheiterte jedoch und lässt grundsätzlich an der Professionalität der Investorengruppe zweifeln.

Dieser Versuch erweckt den Anschein, dass man einfach nur einen großen Namen auf der Trainerbank haben möchte, damit es auch medial gesehen für Aufsehen sorgt. Denn schließlich dürfte es jedem klar gewesen sein, dass Miroslav Klose nicht als Feuerwehrmann einspringen würde. Der Weltmeister von 2014 ist zwar aktuell vereinslos, möchte jedoch bei seiner ersten Station als Cheftrainer im Profifußball, in einem ruhigen Umfeld arbeiten, was generell und besonders aktuell der 1. FC Kaiserslautern nicht bieten kann.

Es scheint so, als ob die Investorengruppe, welche sicherlich auf ihrem Gebiet absolute Experten sind, hinsichtlich des Fußballs nicht in der Realität sind, sondern nur nach absoluten Wunschdenken handeln wollen. Dies bestätigen würde zudem, dass die Investorengruppe laut Medienberichten bereits im April Kontakt zu Klose gesucht haben soll, um Marco Antwerpen bereits früher entlassen zu können.

Vereinslegende legt Amt nieder

Die Entlassung von Marco Antwerpen sollte auch intern Konsequenzen für den Verein haben. Schließlich legte Vereinslegende Fritz Fuchs sein Amt im Aufsichtsrat mit sofortiger Wirkung nieder. Die Art und Weise, wie Antwerpen gekündigt worden ist, soll hierbei der ausschlaggebende Punkt gewesen sein für Fuchs.

Der FCK verliert damit eine weitere wichtige Person in der Führungsetage des Klubs und muss sich in diesen chaotischen Tagen nun auch mit der Thematik beschäftigen, ob und wenn ja wer die Lücke im Aufsichtsrat füllen wird.

Vorschau auf die Aufstiegsrelegation

Für diese Spiele liebt man den Fußball. Schließlich spielen in der diesjährigen Relegation zwei große Traditionsvereine gegeneinander. Die Spiele dürften wohl schon seit der Terminierung ausverkauft sein und jeder kann sich auf epische Atmosphären beider Fanlager freuen.

Doch spielerisch dürfte das Aufeinandertreffen des 1. FC Kaiserlautern und Dynamo Dresdens, wohl kein Leckerbissen werden. Schließlich sind es für die Pfälzer die ersten Spiele unter Dirk Schuster und bei Dynamo dürfte schlichtweg das Selbstvertrauen fehlen. Die Dresdner warten nun seit 17 Pflichtspielen auf einen Sieg und mussten sich sogar neulich dem Absteiger Erzgebirge Aue (0:1) geschlagen geben.

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