Stadionessen - Der internationale Vergleich
Es gehört zum traditionellen Stadionbesuch einfach dazu. Die Rede ist vom Stadionessen. So gehört der Grillstand für viele Fans genauso zum Spieltag wie die 90 Minuten auf dem Rasen, egal ob im Profifußball oder im Amateurbereich.
Doch das Angebot hat sich in den vergangenen Jahrzehnten verändert. Die Vereine bieten inzwischen mehr an als die klassische Bratwurst oder Currywurst. Gleichzeitig sind auch die Preise gestiegen, wodurch ein Stadionbesuch für eine Familie schnell zu einem kostspieligen Erlebnis werden kann.
Doch was wird heute in Fußballstadien angeboten und was müssen die Fans dafür bezahlen? Und wie sieht das Stadionessen in anderen Ländern aus? Wir machen den Check.
FC Bayern München
Den FC Bayern München verbindet man beim Thema Stadionessen natürlich direkt mit der Bratwurst. Schließlich war Ehrenpräsident Uli Hoeneß ebenfalls für seine Wurstfabrik bekannt, die er 2014 an seinen Sohn übergab.
Der FC Bayern bietet seinen Fans verschiedene Wurstvarianten an. So gibt es unter anderem die weiße Bratwurst, die bereits in der Vergangenheit aus dem ehemaligen Unternehmen von Uli Hoeneß stammte. Diese können sich die Fans in der Semmel für 5,50 Euro oder mit Pommes für 8,50 Euro schmecken lassen. Daneben stehen rote Bratwurst, Käsekrainer und Currywurst auf der Speisekarte. Je nach Variante und Beilage kosten diese zwischen 5,50 Euro und 9,00 Euro.

Neben den bayerischen Klassikern bietet der Rekordmeister seinen Gästen auch internationale Spezialitäten. Im Arena Bistro stehen verschiedene Pinsa-Varianten zur Auswahl. Eine kleine Pinsa kostet 6,90 Euro, eine große Pinsa 12,50 Euro. Darüber hinaus finden sich verschiedene Wrap-Varianten auf der Speisekarte, die für 5,80 Euro erhältlich sind.
Auch für Veganer gibt es vielfältige Optionen. So bietet der FC Bayern unter anderem einen veganen Hot Dog für 6,50 Euro, einen veganen Crispy Burger für 8,90 Euro oder sogar eine vegane Dönerbox für 9,50 Euro an.
Eine persönliche Empfehlung ist die Riesenbrezel für 5,70 Euro. Der Preis mag auf den ersten Blick etwas hoch erscheinen, doch die Brezel ist ihr Geld auf jeden Fall wert.
Manchester City
Ein typisches Nationalgericht Englands ist die Pie. Dabei handelt es sich um eine herzhafte Pastete aus Teig, die mit einer Füllung gebacken wird. Auch im Etihad Stadium von Manchester City wird das traditionelle Gericht angeboten. So stehen den Fans unter anderem eine Pie mit Rindfleischstücken für umgerechnet 6,70 Euro oder eine Variante mit Hühnchen für 6,10 Euro zur Auswahl.
Darüber hinaus stehen zahlreiche weitere Klassiker auf der Speisekarte. Zur Auswahl gehören unter anderem Hot Dogs für 6,90 Euro, verschiedene Burger-Varianten für 7,20 bis 18,10 Euro sowie Fried Chicken mit Pommes für 9,30 Euro.

Der Verein hat sich für diese Saison etwas Neues überlegt und bietet Sparmenüs an. So können sich die Fans unter anderem für eine Pie oder einen Hot Dog inklusive eines 0,5-Liter-Bieres für 12,30 Euro entscheiden.
Die Speisekarte ist jedoch für Veganer äußerst überschaubar. Bei einem Stadionbesuch stehen beispielsweise ein veganer Burger für 7,20 Euro sowie Pommes für 5 Euro oder mit Sauce für 6,20 Euro zur Auswahl. Eine weitere Option könnte der Wrap des Spieltages sein, sofern dieser in einer veganen Variante angeboten wird. Da der Wrap von Spieltag zu Spieltag wechselt, lässt sich hierzu jedoch keine genaue Angabe machen.
New York Red Bulls
Die USA gelten als das Land der unbegrenzten Möglichkeiten. Die amerikanischen Klassiker wie Hot Dogs und Burger sind weltweit bekannt und beliebt.
Im Sports Illustrated Stadium der New York Red Bulls werden diese Klassiker ebenfalls angeboten. Die Fans haben dabei die Wahl zwischen verschiedenen Burger-Varianten, die umgerechnet zwischen 11,60 und 13,80 Euro kosten. Daneben gibt es mehrere Hot-Dog-Varianten für 7,30 bis 13,00 Euro.

Des Weiteren bietet der Verein seinen Fans zahlreiche Sandwich-Varianten an. Eine davon ist das Cheesesteak Sub, das dem weltbekannten Philly Cheesesteak ähnelt. Dabei handelt es sich um hauchdünn geschnittenes Ribeye-Rindfleisch, das in einem weichen, länglichen Sandwichbrötchen mit karamellisierten Zwiebeln, gebratener Paprika und einer Käsesauce serviert wird. Das Sandwich kostet 13,40 Euro und ist definitiv eine Empfehlung wert.
Im Sports Illustrated Stadium werden zudem Pizzastücke im amerikanischen Stil für 12,10 bis 13,00 Euro sowie Riesenbrezeln für 7,80 Euro angeboten.
SK Rapid Wien
Am Ende dieses kulinarischen Checks geht es nach Österreich, genauer gesagt zum SK Rapid Wien. Natürlich verbindet man die österreichische Küche sofort mit dem Schnitzel.
Daher überrascht es wenig, dass auch im Allianz-Stadion des SK Rapid Wien das Schnitzel auf der Speisekarte zu finden ist. Eine Schnitzelsemmel kostet 5,20 Euro.
Daneben gibt es zahlreiche Wurstvarianten, die je nach Auswahl zwischen 6 und 7 Euro kosten.

Des Weiteren werden verschiedene Pizza-Varianten angeboten, die zwischen 11,90 und 12,50 Euro kosten. Es stehen auch verschiedene Burger auf der Speisekarte. Diese kosten jeweils 8,50 Euro.
Darüber hinaus bietet der SK Rapid Wien eine vielfältige Auswahl an Snacks an. Dazu gehören unter anderem Laugenbrezeln für 4,30 Euro, Nachos mit Käsesauce oder Salsa für 5,80 Euro, verschiedene Wraps für 5 Euro sowie unterschiedliche Salate für 4,80 Euro.
Der Verein bietet zudem eine Greenie-Tüte für 7 Euro an. Diese bestand in der Vergangenheit zumeist aus einer Wurstsemmel, Popcorn, einem Orangensaft sowie einer Autogrammkarte eines Rapid-Spielers.
Die Fans erwartet im Allianz-Stadion somit ein durchaus vielfältiges Gastronomieangebot.
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1. FC Kaiserslautern - Ein Saisonstart mit Luft nach oben
Mit dem Saisonauftakt wird man beim 1. FC Kaiserslautern nicht gänzlich unzufrieden sein, auch wenn sich die Roten Teufel sicherlich einen Punkt mehr erhofft hätten. Die ersten beiden Ligaspiele endeten jeweils mit einem 0:0, wodurch sich der FCK mit zwei Punkten auf dem 15. Tabellenplatz befindet. Im DFB-Pokal sollte es dagegen für die Lauterer besser laufen, da man sich in einem hitzigen Derby gegen den SV Waldhof Mannheim (1:0) durchsetzen konnte. (Bild: IMAGO / Jan Huebner)
Diesen Schwung wollen die Roten Teufel nun mit in den Ligaalltag nehmen und möglichst schnell den ersten Sieg einfahren. Schließlich möchte der FCK auch in dieser Saison eine gute Rolle spielen und erneut zu den besten Mannschaften in der 2. Bundesliga gehören.
Doch was fiel innerhalb der ersten Pflichtspiele beim 1. FC Kaiserslautern auf? Wir machen den Check.
Defensive wirkt äußerst stabil
Grundsätzlich hat sich die Mannschaft von Torsten Lieberknecht bislang äußerst stabil und diszipliniert gegen den Ball gezeigt. Besonders die Dreierkette mit Jan Elvedi, Maxwell Gyamfi und Jacob Rasmussen konnte dabei überzeugen. Die drei Innenverteidiger haben sich bislang sehr konzentriert gezeigt und zugleich nur sehr wenige Unkonzentriertheiten erlaubt. Vor allem Maxwell Gyamfi ist besonders gut in die Saison gestartet. Der 26-Jährige wirkt in seinem Spiel deutlich reifer und verleiht der Mannschaft die nötige Stabilität.
Doch auch das zentrale Mittelfeld des FCK konnte bislang überzeugen. So wirken Fabian Kunze und Semih Sahin gut aufeinander abgestimmt und harmonieren miteinander. Während Kunze gegen den Ball vor allem in den Zweikämpfen von großer Bedeutung ist, zeigt Sahin seine Stärken im eigenen Ballbesitz und agiert als überlegter Ballverteiler, der dem Spiel die nötige Struktur verleiht.
🔴🚨 Kaiserslautern drew with Wolfsburg. #Bundesliga2 #WOBFCK pic.twitter.com/ryf6UcdX9U
— Bundesliga 2 | English (@Bundesliga2_EN) August 8, 2026
Generell zeigt die Mannschaft bislang genau die Grundprinzipien, die ihre Fans sehen wollen. Die Roten Teufel überzeugen durch leidenschaftlichen Einsatz und sind für ihre Gegner dadurch stets unangenehm zu bespielen. Sollte sich dennoch eine Unkonzentriertheit einschleichen, konnte sich der FCK bislang auf Julian Krahl verlassen. Der Schlussmann war bislang stets zur Stelle und gehört auch in dieser Saison zu den besten Torhütern der 2. Bundesliga.
In der Offensive fehlt es an Tempo und Durchschlagskraft
Torsten Lieberknecht war einst für seinen attraktiven Offensivfußball bekannt. In der laufenden Saison ist davon allerdings noch wenig zu sehen. Ein Blick auf die Torausbeute bestätigt dies, da die Lauterer bislang lediglich einen Treffer erzielen konnten. Bei aller Kritik gilt es allerdings auf die verletzungsbedingten Ausfälle der beiden Unterschiedsspieler Naatan Skyttä und Ivan Prtajin hinzuweisen. Beide fehlen dem FCK im Offensivspiel spürbar und sind nur schwer zu ersetzen.
In den bisherigen Spielen war stets zu erkennen, dass es dem Offensivspiel an Tempo gefehlt hat und die Spieler nur selten das Risiko gewagt haben. Ein Beispiel dafür ist der linke Schienenspieler Mika Haas, der mit seinen Laufwegen und Pässen kaum das Risiko gesucht hat, sondern sich eher für die Sicherheit entschieden hat. So spielte der 21-Jährige oftmals Querpässe oder suchte eine Anspielstation in der Dreierkette.
In Abwesenheit von Ivan Prtajin versucht Mergim Berisha, die Sturmzentrale zu besetzen. Bislang gelingt es dem ehemaligen deutschen Nationalspieler nur bedingt, diese Rolle auszufüllen. Der 28-Jährige arbeitet stets für die Mannschaft und scheut keinen Zweikampf, im Offensivspiel wirkt er allerdings teilweise wie ein Fremdkörper.
Dabei gelingt es der Mannschaft entweder nicht, den Mittelstürmer entsprechend in Szene zu setzen, oder Berisha lässt seine wenigen Torchancen ungenutzt. Der Stürmer konnte den Erwartungen in Kaiserslautern bislang nicht gerecht werden, da er in 13 Ligaeinsätzen für den FCK lediglich zwei Tore erzielte.
🔴🚨 The Southwest derby ended in a goalless draw.#Bundesliga2 #FCKKSC pic.twitter.com/uUuykOTgp9
— Bundesliga 2 | English (@Bundesliga2_EN) August 15, 2026
Ein weiteres Problem im Offensivspiel ist, dass nur selten die Tiefe gesucht wird. Im Kader der Lauterer gibt es nur wenige Spieler, die regelmäßig die Tiefe suchen. Einer davon ist Neuzugang Ibrahim Kanaté, der bislang nicht über die Rolle des Ergänzungsspielers hinausgekommen ist.
Der 19-Jährige bringt eine gute Geschwindigkeit sowie Stärken im Dribbling mit und konnte bei seinen bisherigen Einsätzen stets für frische Impulse sorgen. So erzielte der Linksaußen beim Auswärtsspiel in Mannheim den viel umjubelten Siegtreffer.
Allerdings ist Kanaté in seinen Aktionen teilweise noch etwas zu unsauber. So kam es vereinzelt zu Situationen, in denen ihm die Ballmitnahme nicht sauber genug gelang und der Ball anschließend versprang. Sollte der 19-Jährige weiterhin hart an sich arbeiten und seine Unkonzentriertheiten reduzieren, könnte er bei den Roten Teufeln durchaus den nächsten Schritt machen und sich langfristig zum Stammspieler entwickeln.
🚨 Official: Mario #Sauer has joined 1. FC Kaiserslautern on loan from Toulouse.
— Bundesliga 2 | English (@Bundesliga2_EN) August 26, 2026
💰 Buy option included.
🗞️ https://t.co/qkMW9QQgyM#Bundesliga2 #Betze pic.twitter.com/Khs8NsPDUb
Die Verantwortlichen sollten sich in den vergangenen Tagen nach Verstärkungen umsehen und gaben mit Mário Sauer und Milos Lukovic zwei Neuverpflichtungen bekannt. Der 22-jährige Sauer kommt per Leihe vom FC Toulouse und gilt als klassischer Box-to-Box-Spieler, der auch seine Qualitäten in der Offensive hat. Für Torsten Lieberknecht ergeben sich dadurch zusätzliche Möglichkeiten, da Sauer sowohl im zentralen als auch im offensiven Mittelfeld eingesetzt werden kann.
Mit der Verpflichtung von Stürmer Milos Lukovic dürfte man zudem auf die anhaltenden Probleme von Mergim Berisha und Erencan Yardimci reagieren. Der 20-Jährige kommt per Leihe von Racing Straßburg und bringt mit seinem Antritt sowie seiner Torgefahr neue Qualitäten für die Offensive mit. Zudem kann er ebenfalls in einer Doppelspitze spielen, wodurch Lieberknecht bei der Wahl seiner Formation zusätzliche Flexibilität erhält.
Vorschau auf den kommenden Spieltag
Am kommenden Spieltag wartet mit dem Auswärtsspiel beim FC St. Pauli eine durchaus schwierige Aufgabe auf den 1. FC Kaiserslautern.
Schließlich sind auch die Kiezkicker mit zwei Remis in die Saison gestartet und dürften nach dem enttäuschenden Pokalaus bei Rot-Weiss Essen besonders auf Wiedergutmachung aus sein.
Generell können die Fanlager beider Vereine wohl keinen fußballerischen Leckerbissen erwarten. Schließlich gilt es für beide, den Fehlstart in der Liga zu verhindern und mit einem Sieg in der Tabelle nach oben zu klettern.
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🏆 BWIN QUOTEN FÜR FC ST. PAULI VS. 1. FC Kaiserslautern
DFB-Pokal - Überwindet St. Pauli die Hürde Rot-Weiss Essen?
Am kommenden Freitag ist es endlich soweit und die erste Runde des DFB-Pokals beginnt. Wie jedes Jahr träumen viele Vereine vom Finale im Berliner Olympiastadion. Der FC Bayern München gilt zwar als klarer Favorit, doch der Pokal schreibt ja bekanntlich seine eigenen Gesetze, wie man bereits in der Vergangenheit des Öfteren gesehen hat. (Bild: IMAGO / Ole Jacobsen)
Der FC St. Pauli muss in der ersten Runde eine durchaus schwere Aufgabe bewältigen. Auf die Kiezkicker wartet ein Auswärtsspiel beim ambitionierten Drittligisten Rot-Weiss Essen an der Hafenstraße.
Doch in welcher Frühform befindet sich der FC St. Pauli? Und können die Kiezkicker die Hürde Rot-Weiss Essen nehmen? Wir machen den Check.
Ein holpriger Saisonstart in der 2. Bundesliga
Nach dem Abstieg aus der Bundesliga hat sich bei den Hamburgern einiges verändert. So präsentierten die Kiezkicker Marcel Rapp als neuen Cheftrainer, der nun für frische Impulse sorgen soll. Des Weiteren kam es zu Veränderungen innerhalb der Mannschaft, da neun Spieler verpflichtet wurden, während zehn Spieler den Verein verlassen haben.
Aufgrund dieser Veränderungen dürfte wohl jedem klar gewesen sein, dass zum Saisonstart noch nicht alles optimal funktionieren würde. Dies war der Mannschaft im Heimspiel gegen die SpVgg Greuther Fürth (1:1) auch anzumerken, da sich die Mannschaft besonders bei der Arbeit gegen den Ball wacklig und nicht vollständig aufeinander abgestimmt präsentierte.
Das Remis gegen die Spielvereinigung hatten die Kiezkicker vor allem Torhüter Ben Voll zu verdanken, der seinem Team mit zahlreichen Paraden den Punkt festhalten konnte. Gleichzeitig erspielten sich die Hamburger in der Offensive reihenweise gute Chancen, scheiterten jedoch an der eigenen Chancenverwertung und am starken Fürther Torhüter. Die mangelnde Effektivität scheint damit auch weiterhin ein Problem der Kiezkicker zu bleiben.
🔴🚨 St. Pauli failed to beat Fürth at home.#Bundesliga2 #FCSPSGF pic.twitter.com/rOks589DP0
— Bundesliga 2 | English (@Bundesliga2_EN) August 9, 2026
Am zweiten Spieltag stand für den FC St. Pauli das Auswärtsspiel bei der KSV Holstein Kiel auf dem Programm. Die Partie sollte mit einem Remis enden (2:2), wobei für die Kiezkicker durchaus ein Sieg möglich gewesen wäre. Zwischenzeitlich führten die Hamburger sogar mit 2:0, verpassten es jedoch, ihre weiteren Chancen zu nutzen. Hierbei gilt es besonders Stürmer Martijn Kaars zu erwähnen, der in dieser Partie zwei Tore hätte erzielen müssen.
Die mangelnde Chancenverwertung sollte sich rächen, da die Kiezkicker erneut Schwächen in der Defensive zeigten. Zunächst verschätzte sich Ben Voll bei einer Flanke, sodass der Kieler Angreifer Phil Harres den Ball lediglich ins leere Tor köpfen musste. Anschließend verpasste St. Pauli die vorzeitige Entscheidung und musste kurz vor dem Abpfiff den Ausgleichstreffer hinnehmen.
🔴🚨 Kiel staged a comeback against St. Pauli in the second half.#Bundesliga2 #KSVFCSP pic.twitter.com/x8dXFp1zyU
— Bundesliga 2 | English (@Bundesliga2_EN) August 14, 2026
Rot-Weiss Essen ebenfalls mit mühsamen Saisonstart
In der vergangenen Saison verpasste Rot-Weiss Essen den Aufstieg in die 2. Bundesliga nur knapp. Diese starke Saison sollte auch bei höherklassigen Klubs nicht unbemerkt bleiben, sodass sich zahlreiche Spieler von RWE in den Fokus spielten. Dies führte schlussendlich dazu, dass Stammspieler wie Kaito Mizuta oder Torben Müsel den Verein verlassen haben.
Die Verantwortlichen nutzten den Sommer unterdessen, um die Mannschaft gezielt zu verjüngen und mit frischen Impulsen zu versehen. An den Ambitionen von RWE hat sich jedoch nichts geändert, da das einzige Ziel der Aufstieg in die 2. Bundesliga sein kann.
Der Saisonauftakt verlief allerdings alles andere als nach Plan. Beim 1. FC Saarbrücken erlebten die Essener einen ziemlich gebrauchten Tag. Trotz einer zwischenzeitlichen 2:0-Führung gab die Mannschaft das Spiel noch komplett aus der Hand und musste sich am Ende mit 2:5 geschlagen geben. Dieses Ergebnis sollte jedoch vollkommen in Ordnung gehen, da die Saarländer in nahezu allen Belangen deutlich überlegen waren.
𝐖𝐢𝐫 𝐯𝐞𝐫𝐥𝐢𝐞𝐫𝐞𝐧 𝐳𝐮𝐦 𝐀𝐮𝐟𝐭𝐚𝐤𝐭 𝐢𝐧 𝐒𝐚𝐚𝐫𝐛𝐫ü𝐜𝐤𝐞𝐧.#FCSRWE 5:2 | 90‘ pic.twitter.com/gXRlpS6ihD
— Rot-Weiss Essen (@rot_weiss_essen) August 9, 2026
Dementsprechend sollten die Essener am zweiten Spieltag bereits mächtig unter Druck stehen, um den Fehlstart zu vermeiden. Die Mannschaft zeigte gegen den TSV Havelse (1:0) eine äußerst engagierte Leistung und holte sich die ersten drei Punkte.
Beim knappen Erfolg stimmen Einsatz und Einstellung bei RWE. Die Essener erspielten sich mehrere gute Torchancen, aber ließen beim Torabschluss oftmals die nötige Konsequenz vermissen. Dadurch machte sich die Mannschaft das Leben selbst schwer und hielt die Partie unnötig lange offen. In der Defensive präsentierte sich das Team von Uwe Koschinat konzentriert und ließ bis auf wenige Ausnahmen keine nennenswerten Torchancen der Gäste zu.
Erstes Heimspiel der Saison = Erster Heimsieg der Saison! 😍🙌🏻#RWEHAV 1:0 | 90‘ pic.twitter.com/oI0TozTzM9
— Rot-Weiss Essen (@rot_weiss_essen) August 15, 2026
Prognose
Grundsätzlich können sich die Fans beider Vereine auf ein äußerst enges Spiel freuen. Für den FC St. Pauli wird es vor allem auf die richtige Mentalität ankommen, denn die Essener zeichnen sich durch ihre leidenschaftliche Spielweise aus und werden alles auf dem Platz lassen.
Auch den Einfluss der Heimfans gilt es nicht zu unterschätzen, da das Stadion an der Hafenstraße für die Gastmannschaft schnell äußerst unangenehm werden kann.
Eine Schlüsselrolle könnte dabei Branimir Hrgota zukommen. Der Neuzugang soll dem Offensivspiel der Kiezkicker Kreativität verleihen und die Sturmspitzen entscheidend in Szene setzen. Zudem kennt Hrgota die Atmosphäre an der Hafenstraße, da er in der vergangenen Saison mit der SpVgg Greuther Fürth in der Relegation gegen Rot-Weiss Essen spielte.
Auf Seiten von Rot-Weiss Essen wird vor allem Abwehrchef Ben Hüning gefordert sein. Der 21-Jährige zeichnet sich durch seine Zweikampfführung und Mentalität aus, wodurch er als permanenter Antreiber innerhalb der Mannschaft agiert. Mit seiner emotionalen Spielweise verkörpert Hüning die Essener Werte und bringt genau das auf den Platz, was Uwe Koschinat von seinen Spielern sehen möchte.
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SV Wehen Wiesbaden - Ist der Aufstieg realistisch?
Der SV Wehen Wiesbaden hat die Saison 2025/26 der 3. Liga auf einem soliden achten Tabellenplatz beendet. Eine noch bessere Platzierung wäre möglich gewesen, wenn die Hessen in der Rückrunde konstantere Leistungen gezeigt hätten. (Bild: IMAGO / HMB-Media)
Die neue Saison steht bereits in den Startlöchern und soll für den SVWW zu einer historischen werden. Schließlich hat Trainer Daniel Scherning den Aufstieg in die 2. Bundesliga als Ziel ausgegeben.
Doch was hat sich beim SV Wehen Wiesbaden im Sommer verändert? Und ist der Aufstieg ein realistisches Ziel? Wir machen den Check.
Die Abgänge
Die Mission “Aufstieg” muss der SV Wehen Wiesbaden jedoch ohne Torjäger Fatih Kaya in Angriff nehmen. Der 26-Jährige hat sich für eine neue sportliche Herausforderung entschieden und ist zum türkischen Erstligisten Samsunspor gewechselt.
Sein Abschied bedeutet einen herben Verlust für den SVWW. In den vergangenen beiden Spielzeiten erzielte Kaya insgesamt 31 Tore und zählte zu den Leistungsträgern. Darüber hinaus überzeugte er mit seiner Mentalität, weshalb er in der vergangenen Spielzeit zum Kapitän ernannt wurde.
Kulübümüz, daha önce FC Ingolstadt 04, VV St. Truiden, SV Wehen Wiesbaden formalarını giyen santrafor Fatih Kaya ile 3+1 yıllık sözleşme imzaladı.
— Samsunspor 🇹🇷 (@Samsunspor) June 12, 2026
Samsunspor ailesine hoş geldin, Fatih! 🟥⬜️#Samsunspor #AtatürklüArma #FatihKaya pic.twitter.com/hgIjltMXHu
Mit Sascha Mockenhaupt hat sich im Sommer eine wahre Vereinsikone verabschiedet. Die Verantwortlichen entschieden sich gegen eine Vertragsverlängerung, sodass Mockenhaupt den Verein nach neun Jahren und insgesamt 353 Pflichtspieleinsätzen verlassen musste.
Aus sportlicher Sicht ist diese Entscheidung durchaus nachvollziehbar, da dem 34-Jährigen die zunehmenden Tempodefizite immer häufiger anzumerken waren und sich der Klub weiterentwickeln möchte. Das ändert jedoch nichts daran, dass Sascha Mockenhaupt als Mensch und Persönlichkeit eine große Lücke hinterlassen wird. Schließlich trat er stets mit großer Leidenschaft und Mentalität auf, motivierte seine Mitspieler und ging auf wie neben dem Platz als Vorbild voran.
Die Neuzugänge
Die Verantwortlichen waren sich bewusst, dass sie auf den Abgang von Fatih Kaya reagieren mussten. Bei der Suche nach Verstärkungen für die Offensive wurden sie beim FC Luzern in der Schweiz fündig. Die Hessen gaben die Verpflichtung von Offensivspieler Sinan Karweina bekannt.
Der 27-Jährige wurde in der Jugend des 1. FC Köln ausgebildet und spielte anschließend für die Sportfreunde Lotte, den MSV Duisburg sowie Türkgücü München. Im Jahr 2022 wechselte er zum SK Austria Klagenfurt, bevor er sich zwei Jahre später dem FC Luzern anschloss.
Karweina soll in Wiesbaden die Rolle im offensiven Mittelfeld übernehmen und dem Offensivspiel seinen Stempel aufdrücken. Genau dort hatte der SV Wehen Wiesbaden in der vergangenen Saison Probleme, da es häufig an Kreativität im eigenen Ballbesitz gefehlt hat.

Die Hessen gaben zudem die Verpflichtung von Max Brandt bekannt. Der 25-Jährige kommt vom SSV Ulm, bei dem er einst eine wichtige Rolle beim Durchmarsch in die 2. Bundesliga spielte.
Der zentrale Mittelfeldspieler überzeugt vor allem durch seine Spielintelligenz und seine Sicherheit am Ball. Zu seinen Stärken zählen zudem das präzise Kurzpassspiel sowie die Fähigkeit, das Spiel gezielt zu verlagern. Brandt soll künftig als Stratege und Taktgeber im Mittelfeld eine zentrale Rolle übernehmen. Aufgrund seiner Qualitäten und seiner Erfahrung könnte sich die Verpflichtung als Königstransfer erweisen.
Zudem sicherten sich die Hessen die Dienste von Philipp Hercher. Der 30-Jährige kommt vom 1. FC Magdeburg und soll künftig die Position des rechten Schienenspielers übernehmen. Mit der Verpflichtung wollen die Verantwortlichen eine Lücke im Kader schließen.
In der vergangenen Saison hatte man auf der rechten Seite häufig Probleme. Dort mussten mit Sascha Mockenhaupt, einem gelernten Innenverteidiger, oder Offensivspieler Ole Wohlers immer wieder Spieler aushelfen, die nicht auf dieser Position zu Hause sind.
Die Testspiele
Die bisherigen Testspiele konnten die Hessen überwiegend erfolgreich gestalten. So feierte man einen souveränen Sieg gegen den TuS Medenbach (20:1) und setzte sich zudem gegen den ambitionierten Regionalligisten FC 08 Homburg (1:0) durch. Eine Niederlage gab es hingegen gegen den österreichischen Zweitligisten FC Liefering (0:2).
Das große Highlight der Vorbereitung war jedoch das Duell mit dem FC Bayern München. Der Anlass hierfür war das 100-jährige Vereinsjubiläum des SV Wehen Wiesbaden, zu dem sich die Hessen mit dem deutschen Rekordmeister messen durften.
Der FC Bayern trat mit nur wenigen erfahrenen Profis an und setzte verstärkt auf Nachwuchsspieler. Dies machte sich im Spielverlauf bemerkbar, sodass sich die Hessen am Ende knapp durchsetzen konnten und einen besonderen Erfolg im Rahmen des Vereinsjubiläums feierten.

Prognose
Die Verantwortlichen haben den Aufstieg in die 2. Bundesliga bereits als klares Saisonziel ausgegeben. Der Aufstieg erscheint jedoch nur realistisch, wenn zahlreiche Faktoren zusammenpassen. Schließlich dürfte der Kampf um die Aufstiegsplätze sehr anspruchsvoll werden, da Teams wie der MSV Duisburg, Fortuna Düsseldorf, Rot-Weiss Essen und Hansa Rostock ebenfalls Ambitionen auf die 2. Bundesliga haben.
Des Weiteren gilt es abzuwarten, ob die Mannschaft von Daniel Scherning den Abgang von Fatih Kaya kompensieren kann oder ob es an Durchschlagskraft in der Offensive fehlen wird. Darüber hinaus gilt es für den SVWW an seiner Konstanz zu arbeiten, denn eine erneute Schwächephase in der Rückrunde könnte die Aufstiegshoffnungen schnell zunichtemachen.
Nach aktuellem Stand sehe ich den SV Wehen Wiesbaden nicht auf den Aufstiegsplätzen, sondern eher im Bereich zwischen den Plätzen fünf und acht am Saisonende.
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VfL Osnabrück - Wird man erneut zur Fahrstuhlmannschaft?
Der VfL Osnabrück hat zum achten Mal den Aufstieg in die 2. Bundesliga perfekt gemacht, nachdem man eine äußerst souveräne Saison 2025/26 in der 3. Liga absolviert hat. Die Niedersachsen sicherten sich die Meisterschaft und beendeten die Spielzeit mit acht Punkten Vorsprung auf den Tabellenzweiten aus Cottbus. Ausschlaggebend für den Erfolg waren vor allem die Defensive, die in 38 Spielen lediglich 34 Gegentore zuließ, sowie die bemerkenswerte Konstanz, die das Team über die gesamte Saison hinweg an den Tag legte. (Bild: IMAGO / HMB-Media)
Entsprechend groß ist die Euphorie rund um den Verein, zumal Trainer Timo Schultz auch menschlich in Osnabrück angekommen ist. Gleichzeitig war den Verantwortlichen in der Sommerpause bewusst, dass der Kader verstärkt werden muss, um realistische Chancen auf den Klassenerhalt zu besitzen und den neunten Abstieg aus der 2. Bundesliga zu verhindern. Allerdings haben bereits wichtige Spieler den Verein verlassen, weshalb nun kreative Lösungen gefragt sind.
Doch wie hat sich der Kader bislang verändert und stehen die Chancen auf den Klassenerhalt? Wir machen den Check.
Die Abgänge
Der Abgang von Lars Kehl stellt sicherlich den größten Verlust dar. Schließlich war der 24-Jährige einer der Erfolgsgaranten für den Aufstieg und maßgeblich für die Kreativität sowie die Standards der Lila-Weißen verantwortlich. Darüber hinaus zeichnete sich Kehl durch seine Spielintelligenz und präzise Steilpässe im Umschaltspiel aus. Seine Torgefahr spiegelt sich auch in den Statistiken wider, da er in 36 Spielen acht Tore erzielte und zwölf weitere Treffer vorbereitet hat.
🚨 Der SV 98 kann vor seinem Trainingsauftakt am Sonntag einen weiteren Neuzugang vermelden. Lars Kehl wechselt mit Vertragsende ablösefrei vom VfL Osnabrück zu den Lilien.#svdnews #sv98 pic.twitter.com/I9Ax0rmMaJ
— SVD News (@SVDNews_) June 26, 2026
Des Weiteren verlieren die Niedersachsen mit Kevin Wiethaup einen weiteren Leistungsträger. Der 20-Jährige überzeugte im zentralen Mittelfeld und spielte sich in den Fokus höherklassiger Klubs. Die Niedersachsen hätten den Vertrag mit dem Eigengewächs gerne verlängert, doch Wiethaup entschied sich für einen Wechsel zum Karlsruher SC.
Die Verantwortlichen mussten zudem den Abgang von Frederik Christensen bekanntgeben. Der 24-Jährige war in der vergangenen Spielzeit als linker Schienenspieler gesetzt und verlieh der Defensive Stabilität. Darüber hinaus überzeugte der Däne mit seinem Offensivdrang, da er drei Tore erzielte und fünf weitere Treffer vorbereitet hat.
Die Niedersachsen hätten Christensen sicherlich gerne in ihren Reihen behalten, allerdings war der 24-Jährige lediglich ausgeliehen. In den Verhandlungen mit seinem Stammklub IF Brommapojkarna konnte keine Einigung über die Ablösesumme erzielt werden. Die Forderungen des schwedischen Erstligisten sollten jedoch für den MSV Duisburg kein Hindernis darstellen, sodass Christensen auch in der kommenden Saison in der 3. Liga spielt.
Welcome Frederik Christensen! 🇩🇰
— MSV Duisburg English (@MSVDuisburgENG) July 1, 2026
The Danish defender officially joins Duisburg having won the 3. Liga with VfL Osnabrück last season 🤝
#MSV | #Duisburg pic.twitter.com/MrA7T7KmLl
Die Neuzugänge
Die Verantwortlichen wollten den Konkurrenzkampf auf der Torhüterposition erhöhen und hielten Ausschau nach potenziellen Verstärkungen. Auf dieser Suche wurde man fündig und gab die Verpflichtung von Jonas Krumrey auf Leihbasis bekannt. Der 22-Jährige kommt von der KSV Holstein Kiel und gilt als vielversprechendes Talent, das Stammtorhüter Lukas Jonsson herausfordern soll. Allerdings gilt es auch zu erwähnen, dass Krumrey in der vergangenen Saison seinen Stammplatz in Kiel verloren hat. Zuvor konnte er einer verunsicherten Mannschaft im Abstiegskampf nicht die nötige Sicherheit geben.
Jonas Krumrey hat seinen Vertrag bei unserer KSV um ein Jahr verlängert. Gleichzeitig wird der Keeper für die Saison 2026/27 an den VfL Osnabrück verliehen. ✍🏼
— Holstein Kiel (@Holstein_Kiel) June 16, 2026
Mehr dazu ⏩ https://t.co/aKWEtIIuB5
_#KielAhoi pic.twitter.com/tcnqhkr00y
Auch in der Offensive konnten die Verantwortlichen mehrere Neuzugänge vermelden. Mit Leonhard Münst (vom FC Viktoria Köln), Jonathan Wensing (vom SV Meppen) und Leihgabe Leon Opitz (vom SV Werder Bremen) schließen sich drei Offensivspieler den Lila-Weißen an. Sie sollen die Lücke schließen, die der Abgang von Lars Kehl hinterlassen hat.
Bei Leonhard Münst und Jonathan Wensing gilt es zu erwähnen, dass beide bei ihren vorherigen Vereinen ihre Torgefahr und Spielintelligenz unter Beweis stellen konnten. Dennoch bleibt abzuwarten, wie schnell sich die beiden Neuzugänge in Osnabrück einfinden und ob ihnen der Sprung in die 2. Bundesliga gelingt oder sich als zu groß erweist.
Anders stellt sich die Situation bei Leihgabe Leon Opitz dar. Der 21-Jährige sammelte bereits in der vergangenen Saison beim Karlsruher SC Erfahrungen in der 2. Bundesliga. Allerdings konnte er bei seinen Einsätzen lediglich mit seinen Ansätzen und seinem Engagement überzeugen, da ihm in 13 Spielen lediglich eine Torvorlage gelang und er über die Rolle des Ergänzungsspielers nicht hinauskam.
Leon Opitz wird erneut verliehen
— Werder Updates @ BlueSky (@WerderUpdates) June 26, 2026
Leon #Opitz wird in der Saison 2026/27 für den VfL Osnabrück auflaufen. Der Mittelfeldakteuer wechselt auf Leihbasis vom SV Werder Bremen zum Zweitliga-Aufsteiger.
Zur Meldung 👉 https://t.co/ZdRqUCY4gz#Werder pic.twitter.com/8wrvemoTjW
Fazit
Der VfL Osnabrück hat bislang sinnvolle Transfers getätigt, die zudem im Rahmen der wirtschaftlichen Möglichkeiten liegen. Dennoch dürfte sich der Aufsteiger im Abstiegskampf wiederfinden, sodass der 16. Tabellenplatz als realistisches Ziel erscheint.
Es erscheint unrealistisch, dass die Lila-Weißen erneut ein Abwehrbollwerk stellen und zu den stärksten Defensivreihen der 2. Bundesliga gehören werden. Die Mannschaft von Timo Schultz muss sich schließlich auf eine deutlich höhere Qualität und Intensität einstellen.
Auch die Offensive könnte zum Problem werden. Schließlich hat der VfL mit Lars Kehl seinen Ideengeber verloren und Mittelstürmer Robin Meißner überzeugte zwar in der 3. Liga, konnte sich in der 2. Bundesliga bislang jedoch nicht etablieren und blieb dort weitgehend blass. Hierbei gilt es auf eine Schwäche im Kader der Niedersachsen hinzuweisen, da aktuell ein echter Konkurrent für Meißner fehlt.
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CF Estrela Amadora - Ein gutes Pflaster für Drittligaspieler?
Der portugiesische Erstligist CF Estrela Amadora dürfte bis vor wenigen Jahren nur den wenigsten deutschen Fußballfans ein Begriff gewesen sein. Dies änderte sich 2025, als Sidny Lopes Cabral Viktoria Köln verließ und nach Amadora wechselte. (Bild: IMAGO / Ball Raw Images)
Dieser Transfer war jedoch erst der Anfang. Der Verein richtete seinen Blick zunehmend auf den deutschen Fußball und verpflichtete mit Dudu, Tom Moustier, Max Scholze und Chilohem Onuoha weitere Spieler aus der 3. Liga.
Doch wie erfolgreich verlief für die ehemaligen Drittligaspieler der Schritt nach Portugal? Und welche Zukunftspläne verfolgt Estrela Amadora?
Sidny Lopes Cabral als Paradebeispiel
Mit einer starken Saison 2024/25 spielte sich Sidny Lopes Cabral in den Fokus höherklassiger Vereine. Der Verteidiger hätte durchaus den Schritt in eine höhere deutsche Spielklasse gehen können, entschied sich jedoch für einen Wechsel nach Amadora.
SIDNY! 😁🇨🇻 pic.twitter.com/WOvs5IBn3a
— CF Estrela da Amadora (@estrelamadora) October 10, 2025
Mit diesem Wechsel ging der Verteidiger ein gewisses Risiko ein. Der Sprung in die höchste portugiesische Spielklasse war groß, zudem blieb abzuwarten, ob er seine starken Leistungen auch auf höherem Niveau bestätigen kann.
Cabral sollte sich jedoch ohne größere Anlaufschwierigkeiten zurechtfinden und auf Anhieb überzeugen. In 15 Einsätzen gelangen ihm fünf Tore und drei Vorlagen, wodurch er sich zu einem der Überraschungsspieler der Liga Portugal Betclic entwickelte. Diese starken Leistungen sollten auch Benfica Lissabon und Startrainer José Mourinho auffallen, sodass Cabral in der vergangenen Winterpause für eine Ablösesumme von sechs Millionen Euro nach Lissabon wechselte.
Bei Benfica verlief es für den 23-Jährigen jedoch weniger erfolgreich. Schließlich war nun der Konkurrenzkampf größer, was sich in den Einsatzzeiten von Cabral widerspiegeln sollte. Ein Highlight dürfte sicherlich die Zwischenrunde der Champions League gewesen sein, in der er in beiden Partien gegen Real Madrid zum Einsatz kam und wertvolle Spielpraxis sammeln konnte. Insgesamt sollte Cabral jedoch nicht über die Rolle des Ergänzungsspielers hinauskommen.
Mit dieser Situation waren letztlich alle Beteiligten unzufrieden, weshalb man nach einer Lösung gesucht hat. Der 23-Jährige wird zur kommenden Saison zu Trabzonspor in die Türkei wechseln. Der Klub konnte sich mit Benfica auf eine Ablösesumme von sieben Millionen Euro einigen.
Yeni transferimiz Sidny Lopes Cabral, sponsorumuz Acıbadem Fulya Hastanesi’nde (@AcibademSaglik) sağlık kontrolünden geçti. pic.twitter.com/MfPWkBm74J
— Trabzonspor (@Trabzonspor) June 5, 2026
Wie läuft es für die anderen ehemaligen Drittligaspieler?
Bei Viktoria Köln zählte Dudu einst zu den absoluten Leistungsträgern und entwickelte sich zu einem der besten Torhüter der 3. Liga. In der vergangenen Winterpause entschied er sich jedoch für eine neue Herausforderung und schloss sich dem CF Estrela Amadora an. Dort wartet er bislang jedoch noch auf seinen Durchbruch. Bisher kam er noch in keinem Pflichtspiel zum Einsatz und nahm die Rolle des Ersatztorhüters ein.
Tom Moustier galt einst als Mittelfeldmotor von Rot-Weiss Essen, bevor er sich im Januar 2026 für einen Wechsel nach Portugal entschied. Der 24-Jährige war in Essen unangefochtener Stammspieler und wollte sich auch bei seinem neuen Klub durchsetzen. Bisher ist Moustier jedoch nicht über die Rolle des Ergänzungsspielers hinausgekommen und hat noch kein Spiel über die volle Distanz bestritten.
Tom Moustier verlässt RWE.
— Rot-Weiss Essen (@rot_weiss_essen) January 20, 2026
Nach anderthalb Jahren an der Hafenstraße wechselt der 23-Jährige zum portugiesischen Erstligisten CF Estrela Amadora.
Danke für alles, Tom! 🥹🫶🏻#immeRWEiter #nurderrwe pic.twitter.com/mxN2CVDNFf
Des Weiteren sicherte sich Amadora im Januar 2026 die Dienste von Max Scholze. Der Rechtsverteidiger wechselte vom SSV Ulm nach Portugal und brauchte zunächst eine kurze Eingewöhnungszeit. In der Rückrunde konnte sich der 21-Jährige jedoch immer besser zurechtfinden und erspielte sich einen Stammplatz.
Chilohem Onuoha gilt als vielversprechendes Sturmtalent und hat seine Fähigkeiten bereits beim SC Verl unter Beweis gestellt. Dieses Potenzial erkannten auch die Verantwortlichen von Amadora, sodass der Stürmer im Januar 2026 fest verpflichtet wurde. Zu Beginn seiner Zeit in Portugal wurde er jedoch durch eine hartnäckige Muskelverletzung ausgebremst und stand in den darauffolgenden Spielen nicht im Kader. Bislang wartet der 21-Jährige noch auf sein Debüt für seinen neuen Klub.
Die Zukunft des Vereins
Der CF Estrela Amadora hat die vergangene Saison auf dem 15. Tabellenplatz beendet. Mit dieser Platzierung gelang zwar der Klassenerhalt, jedoch möchte der Klub in Zukunft größere Ziele erreichen.
Dementsprechend arbeiten die Verantwortlichen an der Weiterentwicklung der Vereinsstrukturen. So wurde bereits berichtet, dass sich der Klub nach potenziellen Investoren umschaut. Im Rahmen dieser Suche befindet er sich offenbar bereits in fortgeschrittenen Gesprächen mit einer Investorengruppe.
Besonders interessant ist, dass diese Investorengruppe offenbar gemeinsam mit Thomas Müller, Mats Hummels und Yann Sommer den Klub übernehmen will. Die beiden Weltmeister und der ehemalige Bayern-Torhüter Sommer sollen vor allem in beratender Funktion tätig sein.
🚨🆕 Thomas Müller, Mats Hummels and Yann Sommer, together with the investment group Apollo Sports Capital, intend to acquire the Portuguese club CF Estrela Amadora.
— Bayern Focus (@FCBayernFocus) June 3, 2026
(🗞️ @BILD & @tzmuenchen) pic.twitter.com/nniMBBygPY
Eine endgültige Einigung steht bislang jedoch noch aus. Sollte die Übernahme zustande kommen, bleibt abzuwarten, welchen Einfluss die drei Akteure auf die Entwicklung des Klubs haben werden. Damit wäre es durchaus realistisch, dass künftig weitere Spieler aus Deutschland nach Amadora wechseln.
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Henrik
Leidenschaftlicher Fußballfan mit Fokus auf die 2.Bundesliga und die 3.Liga
Seine Fußballleidenschaft wurde ihm quasi schon in die Wiege gelegt. Henrik, der seit Kindestagen an selbst Fußball in einem Verein spielt, ist leidenschaftlicher Fan des FC Bayern München. Dies ändert jedoch nichts daran, dass Henrik seit Jahren mit großem Interesse die Geschehnisse der 2. Bundesliga sowie der dritten Liga verfolgt und stets auf dem neuesten Stand der Dinge ist. Wenn Ihr Euch dafür interessiert, seid Ihr bei unserem Experten an der richtigen Adresse.






