Mit dem Saisonauftakt wird man beim 1. FC Kaiserslautern nicht gänzlich unzufrieden sein, auch wenn sich die Roten Teufel sicherlich einen Punkt mehr erhofft hätten. Die ersten beiden Ligaspiele endeten jeweils mit einem 0:0, wodurch sich der FCK mit zwei Punkten auf dem 14. Tabellenplatz befindet. Im DFB-Pokal sollte es dagegen für die Lauterer besser laufen, da man sich in einem hitzigen Derby gegen den SV Waldhof Mannheim (1:0) durchsetzen konnte. (Bild: IMAGO / Jan Huebner)
Diesen Schwung wollen die Roten Teufel nun mit in den Ligaalltag nehmen und möglichst schnell den ersten Sieg einfahren. Schließlich möchte der FCK auch in dieser Saison eine gute Rolle spielen und erneut zu den besten Mannschaften in der 2. Bundesliga gehören.
Doch was fiel innerhalb der ersten Pflichtspiele beim 1. FC Kaiserslautern auf? Wir machen den Check.
Defensive wirkt äußerst stabil
Grundsätzlich hat sich die Mannschaft von Torsten Lieberknecht bislang äußerst stabil und diszipliniert gegen den Ball gezeigt. Besonders die Dreierkette mit Jan Elvedi, Maxwell Gyamfi und Jacob Rasmussen konnte dabei überzeugen. Die drei Innenverteidiger haben sich bislang sehr konzentriert gezeigt und zugleich nur sehr wenige Unkonzentriertheiten erlaubt. Vor allem Maxwell Gyamfi ist besonders gut in die Saison gestartet. Der 26-Jährige wirkt in seinem Spiel deutlich reifer und verleiht der Mannschaft die nötige Stabilität.
Doch auch das zentrale Mittelfeld des FCK konnte bislang überzeugen. So wirken Fabian Kunze und Semih Sahin gut aufeinander abgestimmt und harmonieren miteinander. Während Kunze gegen den Ball vor allem in den Zweikämpfen von großer Bedeutung ist, zeigt Sahin seine Stärken im eigenen Ballbesitz und agiert als überlegter Ballverteiler, der dem Spiel die nötige Struktur verleiht.
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Generell zeigt die Mannschaft bislang genau die Grundprinzipien, die ihre Fans sehen wollen. Die Roten Teufel überzeugen durch leidenschaftlichen Einsatz und sind für ihre Gegner dadurch stets unangenehm zu bespielen. Sollte sich dennoch eine Unkonzentriertheit einschleichen, konnte sich der FCK bislang auf Julian Krahl verlassen. Der Schlussmann war bislang stets zur Stelle und gehört auch in dieser Saison zu den besten Torhütern der 2. Bundesliga.
In der Offensive fehlt es an Tempo und Durchschlagskraft
Torsten Lieberknecht war einst für seinen attraktiven Offensivfußball bekannt. In der laufenden Saison ist davon allerdings noch wenig zu sehen. Ein Blick auf die Torausbeute bestätigt dies, da die Lauterer bislang lediglich einen Treffer erzielen konnten. Bei aller Kritik gilt es allerdings auf die verletzungsbedingten Ausfälle der beiden Unterschiedsspieler Naatan Skyttä und Ivan Prtajin hinzuweisen. Beide fehlen dem FCK im Offensivspiel spürbar und sind nur schwer zu ersetzen.
In den bisherigen Spielen war stets zu erkennen, dass es dem Offensivspiel an Tempo gefehlt hat und die Spieler nur selten das Risiko gewagt haben. Ein Beispiel dafür ist der linke Schienenspieler Mika Haas, der mit seinen Laufwegen und Pässen kaum das Risiko gesucht hat, sondern sich eher für die Sicherheit entschieden hat. So spielte der 21-Jährige oftmals Querpässe oder suchte eine Anspielstation in der Dreierkette.
In Abwesenheit von Ivan Prtajin versucht Mergim Berisha, die Sturmzentrale zu besetzen. Bislang gelingt es dem ehemaligen deutschen Nationalspieler nur bedingt, diese Rolle auszufüllen. Der 28-Jährige arbeitet stets für die Mannschaft und scheut keinen Zweikampf, im Offensivspiel wirkt er allerdings teilweise wie ein Fremdkörper.
Dabei gelingt es der Mannschaft entweder nicht, den Mittelstürmer entsprechend in Szene zu setzen, oder Berisha lässt seine wenigen Torchancen ungenutzt. Der Stürmer konnte den Erwartungen in Kaiserslautern bislang nicht gerecht werden, da er in 13 Ligaeinsätzen für den FCK lediglich zwei Tore erzielte.
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Ein weiteres Problem im Offensivspiel ist, dass nur selten die Tiefe gesucht wird. Im Kader der Lauterer gibt es nur wenige Spieler, die regelmäßig die Tiefe suchen. Einer davon ist Neuzugang Ibrahim Kanaté, der bislang nicht über die Rolle des Ergänzungsspielers hinausgekommen ist.
Der 19-Jährige bringt eine gute Geschwindigkeit sowie Stärken im Dribbling mit und konnte bei seinen bisherigen Einsätzen stets für frische Impulse sorgen. So erzielte der Linksaußen beim Auswärtsspiel in Mannheim den viel umjubelten Siegtreffer.
Allerdings ist Kanaté in seinen Aktionen teilweise noch etwas zu unsauber. So kam es vereinzelt zu Situationen, in denen ihm die Ballmitnahme nicht sauber genug gelang und der Ball anschließend versprang. Sollte der 19-Jährige weiterhin hart an sich arbeiten und seine Unkonzentriertheiten reduzieren, könnte er bei den Roten Teufeln durchaus den nächsten Schritt machen und sich langfristig zum Stammspieler entwickeln.
🚨 Official: Mario #Sauer has joined 1. FC Kaiserslautern on loan from Toulouse.
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Die Verantwortlichen sollten sich in den vergangenen Tagen nach Verstärkungen umsehen und gaben mit Mário Sauer und Milos Lukovic zwei Neuverpflichtungen bekannt. Der 22-jährige Sauer kommt per Leihe vom FC Toulouse und gilt als klassischer Box-to-Box-Spieler, der auch seine Qualitäten in der Offensive hat. Für Torsten Lieberknecht ergeben sich dadurch zusätzliche Möglichkeiten, da Sauer sowohl im zentralen als auch im offensiven Mittelfeld eingesetzt werden kann.
Mit der Verpflichtung von Stürmer Milos Lukovic dürfte man zudem auf die anhaltenden Probleme von Mergim Berisha und Erencan Yardimci reagieren. Der 20-Jährige kommt per Leihe von Racing Straßburg und bringt mit seinem Antritt sowie seiner Torgefahr neue Qualitäten für die Offensive mit. Zudem kann er ebenfalls in einer Doppelspitze spielen, wodurch Lieberknecht bei der Wahl seiner Formation zusätzliche Flexibilität erhält.
Vorschau auf den kommenden Spieltag
Am kommenden Spieltag wartet mit dem Auswärtsspiel beim FC St. Pauli eine durchaus schwierige Aufgabe auf den 1. FC Kaiserslautern.
Schließlich sind auch die Kiezkicker mit zwei Remis in die Saison gestartet und dürften nach dem enttäuschenden Pokalaus bei Rot-Weiss Essen besonders auf Wiedergutmachung aus sein.
Generell können die Fanlager beider Vereine wohl keinen fußballerischen Leckerbissen erwarten. Schließlich gilt es für beide, den Fehlstart in der Liga zu verhindern und mit einem Sieg in der Tabelle nach oben zu klettern.
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