Bundesliga ǀ Spannung pur im Abstiegskampf

Bundesliga ǀ Spannung pur im Abstiegskampf

Die Hinrunde in der Fußballbundesliga ist absolviert und während an der Tabellenspitze wieder pure Langeweile droht, ist der Abstiegskampf spannend wie selten zuvor. Zwar liegen die Fürther mit fünf Punkten abgeschlagen auf dem letzten Platz, doch davor muss die halbe Liga um den Klassenerhalt zittern.

Das liegt auch daran, dass Arminia Bielefeld zuletzt zwei Siege feiern konnte. Dadurch haben die Ostwestfalen den Anschluss an die Nichtabstiegsplätze geschafft. So sind es nun zwischen dem 17. Platz, den die Bielefelder einnehmen, und dem Tabellenneunten Leipzig lediglich sechs Punkte Abstand.

Deshalb ist es sehr schwer abzuschätzen, welches Team am Ende den bitteren Gang in die Zweitklassigkeit antreten muss. Selbst Europapokalaspiranten wie der VfL Wolfsburg oder Borussia Mönchengladbach müssen bangen. Gerade diese beiden Beispiele zeigen, dass man durch einen Negativlauf ganz schnell unten reinrutschen kann.

Vermeintliche Abstiegskandidaten punkten

Beim Blick auf die Tabelle fällt auf, dass die Teams in der Abstiegsregion eine erstaunlich hohe Punktzahl haben. Das hat damit zu tun, dass bis auf Fürth alle Mannschaften regelmäßig Siege einfahren oder zumindest unentschieden spielen. Die Augsburger, die gegen die Bayern gewonnen und gegen Leipzig ein Remis geholt haben, sind das beste Beispiel.

Oder Aufsteiger Bochum. Zwar ging der VfL zuletzt zweimal als Verlierer vom Platz, doch immerhin konnte der Revierclub schon 20 Zähler sammeln. Die Kölner, die gut gestartet sind, hatten vor dem 17. Spieltag 22 Punkte auf der Habenseite. In der Vorsaison hätte man da schon 15 Zähler Vorsprung auf einen Nichtabstiegsplatz gehabt. So aber verspricht der Kampf um den Klassenerhalt bis zum Saisonende viel Spannung.

Serien könnten entscheidend sein

Es liegt in der Natur der Sache, dass die Vereine, die in unteren Tabellenregionen festhängen, schnell zu einem Trainerwechsel greifen. Bei der Hertha hat es beispielsweise Pal Dardai erwischt. Sein Nachfolger Tayfun Korkut konnte mit den Hauptstädtern zuletzt zwei Siege feiern und ein Unentschieden holen. Ohne diese Punkte wären die Berliner jetzt Vorletzter.

Daher wird es spannend zu sehen, wie lange so mancher Club an seinem Trainer festhält. Doch die Vergangenheit hat auch gezeigt, dass Kontinuität auf dem Trainerposten ebenfalls zum Erfolg führen kann. So ist es eher wahrscheinlich, dass der VfL Bochum an Thomas Reis und der VfB Stuttgart an Pellegrino Matarazzo festhalten werden.

Dagegen können sich Adi Hütter und Florian Kohfeld ihrer Jobs nicht zu 100 Prozent sicher sein. Der Österreicher erlebte mit den Gladbachern zuletzt eine fast unvergleichliche Talfahrt. Bei den Wolfsburgern sieht es nach sechs Niederlagen am Stück nicht viel besser aus. In der Autostadt läuft Florian Kohfeldt Gefahr, ein Deja-vu zu erleben. Der 39-Jährige konnte in der Vorsaison den Abstieg von Werder Bremen nicht verhindern. Nun droht ein ähnliches Schicksal.

Fußballfans dürfen sich dagegen freuen, wenn in der Rückrunde der Abstiegskampf entschieden wird.

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