Im vergangenen Sommer verkaufte Paris St. Germain zum großen Erstaunen zahlreicher Experten Gianluigi Donnarumma nach Manchester, um den 24-jährigen Lucas Chevalier zu verpflichten, der fortan die neue Nummer 1 im Pariser Tor sein sollte. (Bild: IMAGO / Starface)
Aber seit Anfang Februar hat Lucas Chevalier seinen Stammplatz an Matvey Safonov verloren, der nicht nur in der Ligue 1 zuletzt spielte, sondern auch in der Champions League gegen Monaco.
Da stellt sich natürlich die Frage, warum PSG einen der weltbesten Torhüter abgegeben hat. Schließlich war Gianluigi Donnarumma schon Welttorwart, mit Italien 2021 Europameister und bei den Parisern immer ein sicherer Rückhalt. Zudem wäre er mit seinen 27 Jahren eine feste Konstante für sehr lange Zeit gewesen, worüber sich jetzt Manchester City freuen kann.
🇮🇹✨ Gigi Donnarumma (27) has made some absolutely crucial saves for Manchester City this season! ✋
— EuroFoot (@eurofootcom) February 26, 2026
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PSG-Trainer Luis Enrique wollte jedoch einen neuen Spielertypen im Pariser Tor, woraufhin die Wahl auf den vermeintlich kommenden französischen Nationaltorhüter Lucas Chevalier fiel. Darüber hinaus hatten die hohen Gehaltsforderungen des Italieners den Unmut der PSG-Verantwortlichen auf sich gezogen und so passte Lucas Chevalier ins neue Pariser Konzept, ohne die ganz großen Weltstars Erfolg zu haben.
Der Ligue-1-Torwart der Saison 2024/25 war derweil mit viel Vorschusslorbeeren in die französische Hauptstadt gewechselt. So bescheinigten ihm nicht wenige Beobachter, dass er aufgrund seiner technischen Fähigkeiten am Ball und wegen seines guten Stellungsspiels vor einer großen Karriere steht.
Wer ist Matfey Safonov?
Lucas Chevalier hat alle Nachwuchsmannschaften der französischen Auswahl durchlaufen und es war durchaus realistisch, dass er bei der WM für die „L’Equipe tricolore“ aufläuft. Doch dieses Ziel dürfte in weite Ferne gerückt sein.
Denn Luis Enrique nahm zu Beginn der Rückrunde einen Torwartwechsel vor. PSG spielt in dieser Saison nicht so überlegen wie sonst. So beträgt der Vorsprung auf den Tabellenzweiten Lens aktuell nur einen Punkt, was zum Teil auch mit einer nicht immer sattelfesten Abwehr zu tun hat.
Schon im Dezember durfte Matvey Safonov für Paris spielen, ehe ihn eine Handverletzung außer Gefecht setzte. Doch seit Anfang Februar hat der Russe jede Begegnung für PSG bestritten, während sich der nicht verletzte Lucas Chevalier mit der Reservistenrolle begnügen muss.
Matvey Safonov wurde im Sommer 2024 als Pariser Nummer 2 von dessen Jugendklub Krasnodar verpflichtet. Für die stolze Ablösesumme von 20 Millionen Euro. Obwohl er 17 Länderspiele für die russische Nationalmannschaft vorweisen kann, kam er in Paris nur sporadisch zum Einsatz, was sich jetzt geändert hat.
PSG sollte sich jedoch fragen, warum man fast ohne Not Gianluigi Donnarumma abgegeben hat, um nun mit Matfey Safonov als neue Nummer 1 dazustehen. Aber vielleicht ist Lucas Chevalier doch noch ein Versprechen für die Zukunft, was dann den Transfer des Italieners rechtfertigen würde.




