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WM 2018: Warum es nicht geklappt hat

WM 2018: Warum es nicht geklappt hat

In die Fußball-Weltmeisterschaft in Russland ging die deutsche Nationalmannschaft als Titelverteidiger, nachdem Manuel Neuer & Co. vier Jahre zuvor in Brasilien triumphieren konnten.

Der Optimismus vor dem Turnier war groß. Auch weil man 2017 den Confed-Cup gewann und 2016 bei der EURO ins Halbfinale kam.

Aber bei der WM 2018 erlebte das DFB-Team etwas Historisches, denn erstmals in der Geschichte der Weltmeisterschaften schied man bereits nach der Vorrunde aus. Doch was waren die Gründe? (Bild: IMAGO / ActionPictures)

Schon die Vorbereitung war alles andere als optimal, da ein einziges Foto mit einem kurzen Statement tagelang für Wirbel sorgte. Mesut Özil und Ilkay Gündogan ließen sich mit dem türkischen Präsidenten Recep Erdogan ablichten, in den sozialen Netzwerken mit dem Spruch versehen „Für meinen Präsidenten“. Zwar versuchte der DFB die Wogen zu glätten, aber die Öffentlichkeit war kaum zu beruhigen.

Auch die Wahl des WM-Quartiers war eher ungünstig und darauf ausgelegt, im WM-Turnier weit zu kommen. Weitgehend abgeschirmt und von Langeweile geplagt gingen viele deutsche Nationalspieler ihrer Zockerleidenschaft nach. Zum Teil bis spät in die Nacht, dass sogar die DFB-Verantwortlichen zeitweise das WLAN abschalten mussten.

Eine Grüppchenbildung soll es ebenfalls gegeben haben. Zum Beispiel die der vermeintlich „coolen“ PSG-Legionäre um Kevin Trapp und Julian Draxler, zu der auch Mesut Özil gehörte, die unter anderem über den aus ihrer Sicht „oberlehrerhaften“ Mats Hummels Witze machten. Die WM-Geschichte hat jedoch gezeigt, dass nur mit einem starken Teamgedanken Erfolge möglich sind.

Ein leerer und selbstherrlicher Joachim Löw

Die Vorrundengruppe mit Mexiko, Schweden und Südkorea war zwar nicht die Leichteste, aber durchaus machbar. Allerdings trafen die deutschen Spieler gleich im ersten Spiel auf hochmotivierte Mexikaner, die den amtierenden Weltmeister mehrmals düpierten. So stand es am Ende 0:1 aus Sicht der DFB-Mannschaft, die in der Offensive mehr oder weniger harmlos blieb und häufig keine taktische Grundordnung hatte. Auch weil Rechtsverteidiger Joshua Kimmich immer wieder seine Position verließ, was zum Beispiel im Gegentor in der 35. Minute mündete.

Es folgte ein Arbeitssieg über Schweden, bei dem Toni Kroos den Siegtreffer buchstäblich in der letzten Sekunde mit einem sehenswerten Freistoß besorgte, was eigentlich eine Aufbruchstimmung hätte erzeugen können.

Von dieser war im letzten Gruppenspiel gegen Südkorea jedoch kaum etwas zu sehen. Sichtlich nervöse DFB-Spieler überzeugten erneut nicht in der Offensive und so gab es gegen wendige und schnelle Südkoreaner eine verdiente 0:2-Niederlage.

Bundestrainer Jochim Löw versuchte mit häufigen Personalwechseln alles. Eine klare Linie fehlte jedoch. So wurde etwa Mesut Özil im zweiten Gruppenspiel durch Sebastian Rudy ersetzt, um in der dritten Vorrundenpartie gegen Südkorea in die Startformation zurückzukehren.

Jochim Löw gab viel später ein Interview, in dem er zugab, dass er nach dem WM-Titel regelrecht leer im Kopf und erschöpft war. Alles andere als beste Voraussetzungen, um mit einer Fußballmannschaft Erfolg zu haben. Ein Bild aus diesen Tagen im Jahr 2018 bleibt jedoch auch in Erinnerung. Ein lässiger Joachim Löw posierte mit Sonnenbrille am Strand von Sotschi, was beispielsweise der frühere DFB-Mediendirektor Harald Stenger kritisierte („Die Zeit von Jogi Cool ist vorbei“).

Doch die WM-Geschichte hat auch gezeigt, dass es amtierende Weltmeister bei folgenden Turnieren schwer haben. So schied etwa Spanien, Weltmeister von 2010, in Brasilien ebenfalls in der Vorrunde aus. Auch Italien erlitt 2010 das gleiche Schicksal. Überhaupt konnte erst ein Team seinen Weltmeistertitel verteidigen. 1962 Brasilien. Auch ein Zitat von Hollands Fußball-Legende Johan Cruyff passt dazu: „Hast du einen großen Titel gewonnen, bist du nicht mehr bei 100 Prozent“. Joachim Löw baute hingegen in Russland vor allen Dingen auf die Rio-Weltmeister, obwohl junge hungrige Spieler beim Confed-Cup ein Jahr zuvor überzeugten. Fakt ist aber auch, dass die nachfolgende Generation bei der EM 2021, bei der WM 2022 und bei der EURO 2024 ebenfalls jeweils nicht das Halbfinale geschafft hat, was es in der DFB-Historie so auch noch nicht so gab. Insofern darf man auf die Weltmeisterschaft 2026 gespannt sein.

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