In die Fußball-Weltmeisterschaft in Frankreich startete das DFB-Team mit dem ältesten Kader seiner Geschichte (30,28) und bestand vorwiegend aus den Weltmeistern von 1990, wie etwa Lothar Matthäus, Jürgen Klinsmann oder Jürgen Kohler und zahlreichen Europameistern von 1996.
Der deutsche Fußball konnte damals einige Erfolge vorweisen. Neben der EURO 1996 holten Borussia Dortmund und Schalke 04 1997 europäische Titel und auch der FC Bayern gehörte damals zu den besten Klub-Mannschaften der Welt. (Bild: IMAGO / Sven Simon)
Trotzdem scheiterte Deutschland wie vier Jahre zuvor bereits im Viertelfinale, was eine große Enttäuschung war. Zurückzuführen war das auch, weil 1994 der Gegner aus Bulgarien seine sogenannte „Goldene Generation“ hatte, mit seinem Superstar Hristo Stoichkov. Und auch die Kroaten waren 1998 mit außergewöhnlichen Spielern bestückt, wie zum Beispiel mit Davor Suker, Robert Prosinecki oder Zvonimir Boban.
Croacia 98 no fue solo una sorpresa, fue una declaración al mundo. 🇭🇷 Un debut como nación independiente que terminó en podio, con talento, carácter y nombres que aún resuenan. De desconocidos a inolvidables en un solo verano. 🌍🔥
— Cancheros (@Cancheros_es) May 4, 2026
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Doch auch der deutsche WM-Kader konnte sich sehen lassen, bei dem allerdings Matthias Sammer verletzungsbedingt und Stefan Effenberg aufgrund seiner „Stinkefinger-Affäre“ fehlten.
Die Vorrunde stellte dabei gegen die USA, Jugoslawien und den Iran keine Probleme dar. Aber schon im Achtelfinale gegen Mexiko wurde es haarig, denn die Mittelamerikaner gingen in Führung. Erst in der 75. Minute gelang Jürgen Klinsmann der Ausgleich. Schließlich besorgte Oliver Bierhoff in der 87. Minute den vielumjubelten 2:1-Siegtreffer, doch spielerisch hatte die deutsche Mannschaft keinesfalls überzeugt. Wie auch schon in den Partien zuvor.
Zudem hing ein langer Schatten über dem DFB-Tross, nachdem deutsche Hooligans vor dem Jugoslawien-Spiel in Lens randalierten und einen französischen Gendarmen behindertenreif geschlagen hatten. Der damalige DFB-Präsident Egidius Braun hatte sogar ernsthaft überlegt, Deutschland aus dem Turnier zurückzuziehen.
Gegen Kroatien wurde dann Christian Wörns zur tragischen Figur, denn der Verteidiger sah in der 40. Minute nach einer Notbremse die Rote Karte. Kurz danach erzielte Davor Suker das 1:0 für die Kroaten, dem die deutsche Mannschaft in der zweiten Halbzeit nichts mehr entgegenzusetzen hatte. Am Ende stand sogar ein 0:3 auf der Anzeigetafel.
Als Schuldigen für diesen K.o. wurde wieder einmal Bundestrainer Berti Vogts ausgemacht. Der Weltmeister von 1974 hatte während seiner ganzen Zeit als Verantwortlicher der Nationalmannschaft keinen leichten Stand. Schon 1994 wurde ihm das WM-Aus angelastet. Das Scheitern 1998 überstand Berti Vogts wiederum nicht. Ein paar Wochen später war für ihn Schluss.
Der deutsche Fußball fiel dagegen um die Jahrtausendwende in ein tiefes Loch, nachdem die letzten Weltmeister von 1990 zurückgetreten waren. Junge Talente kamen kaum nach und so ließen Erfolge bei großen Turnieren auf sich warten, mit der Ausnahme des Finaleinzuges bei der WM 2002, was aber mehr ein positiver Ausrutscher war. Dagegen gab es reihenweise schlechte Auftritte des DFB-Teams.
Aktuell weiß man nicht so recht, was man von der deutschen Nationalmannschaft erwarten kann. Zu unbeständig ist ihre Form. Und so darf man gespannt auf das Abschneiden in den USA sein.
Wird Deutschland Gruppensieger?
Ja
1,30
Wird Deutschland Weltmeister?
Ja
13,00




