So möchte Marco Rose den BVB zum Erfolg führen

So möchte Marco Rose den BVB zum Erfolg führen

Nun ist er also da. Pünktlich zum 1. Juli nahm Marco Rose, der vorher bei RB Salzburg und Borussia Mönchengladbach tätig war, seine Arbeit bei Borussia Dortmund auf. Mit einer Pressekonferenz, auf der er erläuterte, wie er seinen neuen Klub zum Erfolg und zu möglichen Titeln führen will. (Foto: IMAGO / Poolfoto)

Dabei waren die BVB-Verantwortlichen bei der Vorstellung ihres neuen Trainers voll des Lobes. „Er steht für einen modernen, attackierenden, offensiven Fußball, der sehr gut zu Borussia Dortmund passt“, befand zum Beispiel Sportdirektor Michael Zorc. Der 58-Jährige ergänzte: „Marco ist menschlich und charakterlich ein guter Typ, der sehr zu uns passe, ein Teamplayer“.

Sehnsucht nach der deutschen Meisterschaft

Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke hat aber auch hohe Erwartungen an den neuen BVB-Coach: „Wir müssen einen Fußball spielen, der den Menschen Freude macht. Wir wollen auch mal Titel holen, wir müssen aber einfach das BVB-Gefühl ausstrahlen wie im letzten halben Jahr.“

Tatsächlich gewannen die Dortmunder seit dem Double 2012 keine deutsche Meisterschaft mehr. Lediglich zwei DFB-Pokalsiege und der ein oder andere Supercup, der allerdings wenig prestigeträchtig ist, wurden seitdem errungen. Zahlreiche Übungsleiter hatten in den letzten Jahren versucht, die Übermacht der Bayern zu brechen. Dies soll nun Marco Rose schaffen. Der verspricht „Arbeiterfußball, wie er nach Dortmund passe. Also viel laufen, Bälle gewinnen und das Stadion hinter sich bringen“. Dazu käme aber auch der „Anspruch, guten Fußball zu spielen und den Gegner zu dominieren.

Wird das Terzic-System zur Erfolgsformel?

Edin Terzic hat im erfolgreichen Saisonendspurt auf ein 4-3-3 zurückgegriffen. Dieses System könnte auch Marco Rose spielen lassen, doch es ist bekannt, dass der 44-Jährige ein Fan der Mittelfeldraute ist und auch gerne zwei Stürmer einsetzt. Man darf also gespannt sein, für welches System sich der neue Coach entscheidet, doch klar ist, dass seine Mannschaft in Zukunft mehrere Systeme beherrschen soll, was vor allen Dingen die Abwehrformation mit Dreier- oder Viererkette betrifft.

Feststeht auf jeden Fall, dass Jadon Sancho in der kommenden Saison nicht mehr zum BVB-Kader gehört. Doch auch ohne ihn ist der Kader der Dortmunder hochkarätig besetzt. Das zeigt beispielsweise die Tatsache, dass nicht weniger als sieben BVB-Spieler im EM-Viertelfinale stehen. Dagegen stellt der Konkurrent aus München keinen einzigen Profi unter den besten acht Mannschaften dieser Europameisterschaft. Doch Marco Rose weiß auch um die Bedeutung von Erholungsphasen. Dementsprechend sei es „wichtig, dass die Jungs Urlaub bekommen.

Das erste Saisonspiel steigt in sechs Wochen mit einer Heimpartie gegen Eintracht Frankfurt. In dieser Begegnung soll der Grundstein für eine erfolgreiche Saison gelegt werden, doch die Buchmacher schätzen die Dortmunder Meisterchancen gering ein. So beträgt die Quote für diesen Fall bei Bwin 7,00 (Bayern München 1,17, RB Leipzig 13,00).

Zu Scherzen war Marco Rose bei der Pressekonferenz aber auch aufgelegt. Bekanntlich arbeiteten er und Erling Haaland schon bei RB Salzburg zusammen. Allerdings kam der Norweger in seinem ersten Jahr bei den Österreichern schwer in Tritt, auch wegen einer Verletzung. Doch danach explodierte Erling Halland regelrecht, aber erst „nachdem Trainer Rose dann weg war, und er endlich spielen durfte“, so der neue BVB-Coach schmunzelnd.

Allerdings ist der 44-Jährige auch von seinem Star-Stürmer angetan: „Die Entwicklung in den letzten zwei Jahren, wie kann man die beschreiben? Rakete. Da, wo er jetzt steht“, so Marco Rose, „steht er mehr als zu Recht. Und wir sind natürlich sehr froh, dass wir so einen Spieler hier bei uns im Verein haben."

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