RB Leipzig steht fast schon mit dem Rücken zur Wand

RB Leipzig steht fast schon mit dem Rücken zur Wand

Vier Bundesligaspieltage sind bisher absolviert, in denen man eine gewisse Tendenz erkennen kann. Die Ausbeute der Leipziger kann man dabei als mager bezeichnen. Lediglich drei Punkte stehen auf der Habenseite. Der Rückstand zur Tabellenspitze beträgt bereits neun Zähler. Zu den Bayern sind es sieben Punkte Abstand. Daher sind die „Roten Bullen“ in den nächsten Wochen zum Siegen verdammt, soll der Blick auf die vorderen Plätze nicht ganz verlorengehen.

Denn es ist davon auszugehen, dass die Konkurrenz fleißig weiterpunktet. Allen voran die Münchner und der BVB. Der deutsche Rekordmeister scheint schon jetzt gefestigt und wird wohl auch die nächsten Spiele erfolgreich gestalten, während die Dortmunder über ein unheimlich großes Potential verfügen und auch ihre Siege einfahren werden.

Daher gilt es für die Leipziger, nicht noch weiter an Boden zu verlieren. Die nächsten Gegner in der Bundesliga heißen Köln, Hertha und Bochum, bevor die nächste Länderspielpause ansteht. Das sind alles machbare Aufgaben, bei denen es darum geht, zumindest sieben Punkte zu holen.

Dazu kommt es in der Champions League zu den Aufeinandertreffen mit Manchester City und dem FC Brügge. Starten die Leipziger auch hier schlecht, könnte darunter die Stimmung in der sächsischen Stadt leiden.

Bisher noch keine Rückschläge bei RB

Leipzig war 2016 in die Bundesliga aufgestiegen und erreichte gleich einen 2. Platz. Die „Roten Bullen“ waren kein gewöhnlicher Aufsteiger, das konnte man schnell sehen. Und so setzten sich die Sachsen schnell auf den vorderen Plätzen der Bundesliga fest. So erreichten die Leipziger bisher in jedem Jahr ihrer Bundesligazugehörigkeit die Teilnahme am internationalen Geschäft und dabei bis auf eine Ausnahme immer die Champions League. Dazu konnte der Brauseclub zweimal das Finale des DFB-Pokals erreichen und kam 2020 bis ins Halbfinale der Champions League.

Überhaupt haben es die Leipziger in ihrer fünfjährigen Bundesligazugehörigkeit geschafft, keinen Trainerwechsel während der laufenden Saison vornehmen zu müssen. Ralph Hasenhüttl, Ralf Rangnick und Julian Nagelsmann beendeten ihre Arbeitsverhältnisse bei den Sachsen jeweils immer zum Saisonende.

So gab es bei RB bisher keine wirklichen Rückschläge. Die Philosophie des Clubs war es zudem, junge Spieler zu verpflichten und sie weiterzuentwickeln. Etwaige Niederlagen waren eingeplant und man hatte bei den Leipzigern immer das Gefühl, dass Erfolge immer eine Zugabe waren, als immer noch relativ neues Bundesligamitglied, welches man war und eigentlich noch ist. Doch eine Saison jenseits der Europapokalplätze wäre dann wirklich eine Enttäuschung.

Wurde Leipzig kaputtgekauft?

Beim Bundesligazweiten der Vorsaison war der Aderlass in diesem Sommer sehr groß. Neben Erfolgstrainer Julian Nagelsmann verließ mit Dayot Upamecano und Ibrahima Konaté die komplette Innenverteidigung den Club. Dazu gingen in den Jahren zuvor schon mit Naby Keita und Timo Werner wichtige Eckpfeiler des Erfolgs weg.

Damit teilt RB jedoch das Schicksal vieler anderer Clubs. Aus der Bundesliga können eigentlich nur die Bayern regelmäßig ihre besten Spieler halten. Auch für die Zukunft ist davon auszugehen, dass weitere Stars Leipzig den Rücken zukehren werden. Dazu sind die europäischen Spitzenclubs einfach zu mächtig und zu finanzstark, doch das Beispiel von Marcel Sabitzer hat auch gezeigt, dass es unter Umständen noch einmal eine andere Bedeutung hat, wenn man bei einem wirklichen Schwergewicht unter Vertrag steht. Und so haben die Leipziger vielleicht in den letzten zwei Jahren unter Julian Nagelsmann die große Gelegenheit verpasst, den deutschen Meistertitel zu erringen.

Doch vielleicht sieht die Situation in ein paar Wochen wieder rosiger für die Leipziger aus. Doch dazu sollte auch bei Manchester City bestanden werden. Bwin sieht jedoch wenig Chancen für RB, etwas Zählbares von der Insel mitzunehmen. So beträgt Leipzigs Siegquote in diesem Spiel 8,50. Ein Erfolg des Guardiola-Teams wird mit einer Quote von 1,30 taxiert.

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