Union kann erneut tief durchatmen

Union kann erneut tief durchatmen

Seit 2018 ist Urs Fischer Trainer von Union Berlin. Diese Zusammenarbeit ist von Erfolg gekrönt, denn der Schweizer schaffte mit den „Eisernen“ den Aufstieg in die Bundesliga, erreichte anschließend relativ problemlos den Klassenerhalt und qualifizierte sich zuletzt zweimal für einen europäischen Wettbewerb. (Foto: IMAGO / Matthias Koch)

Solch ein erfolgreicher Trainer weckt natürlich Begehrlichkeiten, gerade in der hart umkämpften Bundesliga, doch der 56-Jährige geht mit Union auch in die Saison 2022/23. Und auch Oliver Ruhnert, seit 2017 im Verein und ebenfalls ein Erfolgsgarant, geht den Weg mit den Berlinern weiter.

Gerade das Duo Ruhnert/Fischer sorgte in den vergangenen Jahren dafür, dass es in Köpenick viele rauschende Fußballfeste gab. Doch obwohl sich Union Berlin in den letzten beiden Spielzeiten unter den Top7 der Liga platzieren konnte, sind die „Eisernen“ im Vergleich zu vielen Schwergewichten der Liga immer noch ein eher kleinerer Verein, wenn man zum Beispiel auch die Anzahl der Jahre der Bundesligazugehörigkeit betrachtet.

So hielten wohl viele Union-Fans im Sommer 2021 den Atem an, als sich in der Bundesliga das große Trainerkarussell drehte. Doch Urs Fischer unterschrieb weder bei Borussia Mönchengladbach, bei Eintracht Frankfurt oder beim VfL Wolfsburg, obwohl zum damaligen Zeitpunkt ein Wechsel zu einem etablierten Bundesligaverein ein Karrieresprung gewesen wäre.

„Ich hatte nie auf dem Zettel, dass ich nach Thun gehen werde und dann zu Basel oder irgendwann zu Union“. Ich will da, wo ich bin, bestmögliche Arbeit machen und da sind für mich natürlich jetzt die Arbeitsbedingungen ideal.“
Urs Fischer

Auch vor der Saison 2022/23 suchten einige Clubs einen neuen Trainer. Es ist davon auszugehen, dass Urs Fischer beispielsweise den FC Schalke 04 in die Erfolgsspur bringen könnte und auch gut zu den Gelsenkirchenern passen würde, doch der Schweizer, dessen Vertrag in Berlin bis 2023 läuft, wurde nie mit den Königsblauen in Verbindung gebracht.

So dürfen sich die Union-Fans wohl auf eine zumindest sorgenfreie Saison freuen, was die Abstiegsfrage betrifft, denn die jüngste Vergangenheit hat gezeigt, dass Urs Fischer hervorragend in das Konstrukt der Köpenicker passt und erfolgreich arbeiten kann.

Zudem gibt es mindestens sechs Feiertage, bei denen Union Berlin international spielt.

Gerade die menschliche Art des Schweizers kommt in Berlin an und es bewahrheitet sich die Aussage von Sportdirektor Oliver Ruhnert unmittelbar nach der Verpflichtung Urs Fischers, dass sogar Anhänger der gegnerischen und zum Teil verfeindeten Clubs dem 56-Jährigen Respekt zollen.

Nun hat sich Urs Fischer auch in der Bundesliga einen Namen gemacht und aus Sicht von Union Berlin bleibt zu hoffen, dass der Schweizer weiterhin Gefallen an seiner Tätigkeit in der Alten Försterei hat und nicht nach „neuen Herausforderungen“ sucht, wie es der ein oder andere Trainer in den vergangenen beiden Jahren kommuniziert hat.

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