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Andreas Müller – der Mittelfeldstratege des 1. FC Magdeburg

Andreas Müller – der Mittelfeldstratege des 1. FC Magdeburg

Er gehört zu den spannendsten Spielern in der diesjährigen 2. Bundesliga. Er ist trotz seines jungen Alters bereits unangefochtener Stammspieler beim 1. FC Magdeburg. Die Rede ist von Andreas Müller. (Foto: IMAGO / Christian Schroedter)

Der 22-jährige zentrale Mittelfeldspieler ist aus der Mannschaft der Magdeburger kaum noch weg zu denken und hatte großen Anteil daran, dass der FCM den Aufstieg in die 2. Bundesliga realisieren konnte.

Doch was genau zeichnet den Mittelfeldspieler aus? Wir stellen euch den Youngster des 1. FC Magdeburg vor und geben zugleich eine Prognose über seine weitere Karriere ab.

Wechselt 2020 nach Magdeburg

Der gebürtige Sinsheimer durchlief zunächst die Jugendmannschaften des Bundesligisten TSG 1899 Hoffenheim. Jedoch entschied sich Müller im Alter von 17 Jahren dazu, die TSG zu verlassen und schloss sich der U19-Mannschaft des FC-Astoria Walldorf an. Der Mittelfeldspieler konnte sich innerhalb von zwei Jahren in die Reservemannschaft des Regionalligisten spielen. Im Jahr 2020 sollte Müller den nächsten Schritt in seiner Karriere gehen und so kam es dazu, dass er zum 1. FC Magdeburg wechselte.

Wer jetzt jedoch dachte, dass der damals 20-Jährige erst einmal Eingewöhnungszeit im neuen Umfeld und zudem Anpassungsschwierigkeiten in der neuen Liga haben sollte, sollte sich getäuscht haben. Der damalige Trainer Thomas Hoßmang erkannte das große Potenzials des Mittelfeldspielers, sodass Müller von Anfang an einen Stammplatz in der Mittelfeld-Zentrale besaß und neben Routinier Jürgen Gjasula die Strippen im Mittelfeld zog.

Auch als Christian Titz das Ruder beim FCM übernahm, sollte sich die Situation für Müller nicht ändern. Schließlich sollte er auch ab dem ersten Spiel unter Trainer Titz unangefochtener Stammspieler sein, sodass er großen Anteil daran hatte, dass die Magdeburger in der Saison 2020/21 souverän den Klassenerhalt in der 3. Liga geschafft haben.

Wichtige Stütze in Aufstiegssaison 2021/22

Auch in der darauffolgenden Spielzeit sollte Müller eine wichtige Rolle beim FCM übernehmen. Schließlich agierte er als Schaltzentrale im Mittelfeld der Magdeburger und bildete zusammen mit Amara Conde und Connor Krempicki ein kongeniales Trio.

Was der Mannschaft besonders half, war die Art und Weise, wie Müller auf dem Platz agiert und zugleich kommuniziert. Der zentrale Mittelfeldspieler ist für seine bodenständige und realistische Sichtweise bekannt, sodass er die Probleme offen anspricht und dabei auch kein Blatt vor den Mund nimmt.

Die Stärken von Andreas Müller

Hierbei gilt es besonders sein Spielverständnis herauszuheben. Denn schließlich passt der 22-Jährige mit seiner Spielintelligenz geradezu perfekt in das Ballbesitz orientierte und sehr flexible Spiel des FCM und dürfte deshalb ab dem ersten Tag unter Trainer Titz unangefochtener Stammspieler sein.

Ein weiterer Punkt dürfte seine Ballbehandlung und seine Übersicht sein. Müller agiert als quirliger Antreiber, der sich stets die Bälle von der Innenverteidigung abholt, um das Aufbauspiel der Magdeburger zu beleben. Durch sein gutes Passspiel spielt er oftmals die Bälle in die Schnittstellen und kreiert gefährliche Torchancen.

Aber auch hohe Diagonalbälle zählen zu den Stärken des 22-Jährigen. Mit einer beachtlichen Ruhe und Präzision verlagert Müller das Spiel der Magdeburger des Öfteren mit einem langen Ball auf die andere Seite des Spielfeldes.

Sehr engagiert gegen den Ball

Bei vielen zentralen Mittelfeldspieler wird immer mal wieder kritisiert, dass sie gegen den Ball ihre Schwächen haben und sich für diese Arbeit zu fein sind. Dieser Kritik kann sich jedoch Andreas Müller entziehen.

Der 22-Jährige agiert stets energisch gegen den Ball und gönnt dem gegnerischen Team offenbar keinen einzigen Pass in den eigenen Reihen. Der Mittelfeldspieler verfügt über ein gutes Zweikampfverhalten und eine gute Antizipation, wodurch er stets viele Ballgewinne verbuchen kann und den ein oder anderen Gegner schon zur Verzweiflung brachte.

Anlagen für höhere Aufgaben

Natürlich lässt es sich schwer sagen, was ein junges Talent in seiner Karriere noch erreichen kann bzw. erreichen wird. Jedoch kann man bei Andreas Müller sicher davon ausgehen, dass er früher oder später den Weg in die Bundesliga finden wird.

Beim zentralen Mittelfeldspieler stimmt das Gesamtpaket aus Offensive und Defensive. Müller bringt am und gegen den Ball alles mit, was man für höhere Aufgaben benötigt. Wenn die Entwicklung des 22-Jährigen so voranschreitet und er verletzungsfrei bleibt, kann man sicher davon ausgehen, dass Müller innerhalb der nächsten zwei Jahren den nächsten Schritt in seiner Karriere gehen wird.

Eine mögliche nächste Station könnte hierbei durchaus der 1. FC Union Berlin sein. Die Hauptstädter entwickeln sich unter Trainer Urs Fischer stets weiter und setzen vor allem auf junge und hungrige Spieler, die sich weiterentwickeln möchten. Müller würde hier aufgrund seiner spielerischen Stärke und seiner Arbeit gegen den Ball gut in das System passen und könnte seine ersten Schritte in der Bundesliga gehen.

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