1. FC Magdeburg - Was wird aus Baris Atik?

1. FC Magdeburg - Was wird aus Baris Atik?

“Simply the Best”. Genauso lässt sich die Saison des Drittliga-Meisters 1. FC Magdeburg beschreiben. Die Magdeburger holten 78 Punkte und beendeten die Spielzeit 2021/22 der dritten Liga mit großem Vorsprung auf dem ersten Platz. (Foto: IMAGO / Jan Huebner)

Ein Spieler stach jedoch aus einer überragenden Mannschaft heraus. Die Rede ist von Baris Atik. Der 27-jährige Mittelfeldspieler steuerte sagenumwobene 40 direkte Torbeteiligungen zum Aufstieg in die 2. Bundesliga bei.

Jedoch bekannte sich Atik noch nicht offiziell zu einem weiterem Verbleib beim FCM, was den Verantwortlichen und besonders den Fans wohl Angst bereiten dürfte. Schließlich dürfte es an Interessenten nicht mangeln, die Atik gerne verpflichten würden.

Doch wie geht es für Baris Atik weiter?

Zahlreiche Angebote nach Spielzeit 2020/21 bereits abgelehnt

Niemand dürfte wohl damit gerechnet haben, wie sich diese Verpflichtungen noch auszahlen werde. Denn schließlich schloss sich Baris Atik in der Winterpause der Saison 2020/21 dem FCM an, um den Klassenerhalt zu schaffen. Doch was ab dieser Verpflichtung folgen sollte, gleicht einem Fußballmärchen.

Schließlich hauchte Trainer Christian Titz der Mannschaft neues Leben ein, installierte einen komplett spielerischen Ansatz und feierte schlussendlich souverän den Klassenerhalt. Besonders großen Anteil daran dürfte wohl Baris Atik gehabt haben, der zusammen mit Sturmpartner Kai Brünker ein Traumduo bildete und in 15 Spielen sieben Treffer erzielen und zudem stolze acht Tore vorbereiten konnte.

Diese Leistungen von Atik sollten jedoch keineswegs unbemerkt bleiben, sodass laut verschiedenen Medienberichten Vereine aus der 2. Bundesliga sowie Bundesligist 1. FC Union Berlin Interesse an Atik gehabt haben sollen.

Jedoch entschloss sich Atik trotz lukrativer Angebote zu einem Verbleib in Magdeburg. Hierbei dürfte auch Cheftrainer Christian Titz eine wichtige Rolle gespielt haben, unter dem Atik regelrecht aufblühte.

Historische Spielzeit 2021/22

Die Erwartungen und Hoffnungen der Fans an die Mannschaft bzgl. der Spielzeit 2021/22 dürften wohl hoch gewesen sein. Schließlich begeisterte die Mannschaft von Trainer Titz in der vorherigen Spielzeit und entfachte eine neue Euphorie in Magdeburg.

Es gelang der Mannschaft problemlos an die Leistungen der vorherigen Saison anzuknüpfen und sie überzeugte über die komplette Spielzeit 2021/22. Hierbei gilt es wieder einmal Baris Atik zu erwähnen, dem 40 (!) Scorerpunkte gelangen und dadurch den Rekord von Dominik Stroh-Engel egalisierte.

Der 27-jährige fungierte als Gehirn einer sehr guten und fokussierten Magdeburger Offensive. Hier gilt es das sehr flexible System von Trainer Titz zu erwähnen, welches Atik die nötige Freiheit gab, um seine ganze Kreativität und seinen Spielwitz ausleben zu können. Der Mittelfeldspieler wusste mit seinem Gesamtpaket über die komplette Spielzeit zu überzeugen, sodass er zum besten Spieler der Spielzeit 2021/22 gewählt wurde.

Vermeidet jedoch nach Aufstieg Bekenntnis zum Verein

Jedoch wer gedacht hat, dass sich die Zukunftsfrage bei Atik nicht stellen würde, sollte sich arg getäuscht haben. Schließlich wollte sich Atik hinsichtlich dieser Thematik bisher noch nicht klar äußern. Natürlich bedeutet das nun nicht den sofortigen Abgang des Torjägers, jedoch klingt dies auch nicht nach einem sicheren Verbleib.

Es erweckt hierbei den Anschein, dass Atik erst einmal abwarten will, ob und wenn ja was für Angebote auf seinem Tisch landen. Schließlich dürften seine überragenden Leistungen ziemlich sicher das Interesse anderer Klubs geweckt haben. Ein weiterer Aspekt könnte vielleicht sein Alter sein. Denn Atik ist bereits schon 27 Jahre alt und will vielleicht den nächsten Schritt in seiner Karriere machen, sofern er noch die Chance bekommt zu einem ambitionierten Verein wechseln zu können.

Denn bei aller Liebe zum 1. FC Magdeburg, kommt man gar nicht drumherum zu erwähnen, dass die Magdeburger nächstes Jahr als Aufsteiger, ausschließlich den Klassenerhalt in der 2. Bundesliga anpeilen werden. Hierbei dürfte es stark zu bezweifeln sein, dass Atik nach einer eventuell nur mittelmäßigen Saison mit dem FCM in der 2. Bundesliga, noch gleichwertige Angebote bekommen wird, wie er sie aktuell möglicherweise schon vorliegen hat.

Führt der Weg möglicherweise nach Hamburg?

Das könnte zwar dem ein oder anderen auf den ersten Blick ein wenig überraschend vorkommen, aber unter bestimmten Umständen könnte es tatsächlich der Fall werden. Denn es dürfte wohl klar sein, dass sich Atik, im Falle eines Wechsels für einen Verein entscheidet, den eine aktive und spielerische Philosophie auszeichnet.

Eine durchaus ernsthafte Option könnte hierbei der FC St. Pauli werden. Denn schließlich sind die Kiezkicker unter ihrem Cheftrainer Timo Schultz für ihren offensiven und flexiblen Spielstil bekannt. Ein weiteres Argument für die Kiezkicker wäre, dass demnächst die Schaltzentrale in der Offensive frei werden könnte, wenn Topscorer Daniel Kofi-Kyereh den Verein Richtung Bundesliga verlassen wird.

Das System der Kiezkicker könnte Atik ansprechen, da er dort seine Stärken ausspielen könnte und seine Flexibilität vollständig ausleben würde. Hierbei könnte er entweder als hängende Spitze auflaufen und die Strippen im Mittelfeld ziehen oder sogar als zweite Sturmspitze agieren.

HSV als mögliche Option?

Ein andere Option könnte durchaus der Hamburger SV sein. Schließlich spielt der einstige Bundesliga-Dino zwar in der 2. Bundesliga, jedoch dürfte der HSV in der kommenden Spielzeit wieder zu den großen Favoriten auf den Aufstieg gehören und die Rückkehr in die Bundesliga anpeilen.

Was zudem für den HSV sprechen würde, wäre das Spielsystem. Denn hierbei gibt es durchaus Ähnlichkeiten zu dem System des 1. FC Magdeburgs. Schließlich bevorzugen beide Teams ein 4-3-3 System, wobei beide Trainer eine sehr hohe Flexibilität und ein gepflegtes Passspiel sehen möchten.

Ein technisch versierter Spieler wie Baris Atik dürfte in die Spielphilosophie von Trainer Tim Walter passen. Ein weiterer Pluspunkt wäre die Flexibilität Atiks, da er neben der Rolle als linker Flügelspieler zusätzlich auch als falsche Neun oder als rechter Flügelspieler eingesetzt werden kann. Diese Flexibilität dürfte für den HSV ein Vorteil sein, da man hinsichtlich der offensiven Flügelspieler bzgl. der Breite noch Verbesserungspotenzial hat, da u.a. im Sommer bereits Faride Alidou den Verein verlassen wird.

Fazit:

Die Personalie Baris Atik dürfte wohl noch sehr spannend werden. Es dürfte wohl alles davon abhängen, inwiefern Atik den nächsten Schritt in seiner Karriere machen möchte. Denn schließlich ist er schon 27 und niemand weiß, ob er die zahlreichen Angebote höherklassiger Klubs noch einmal bekommen wird. Immerhin spielte er gerade die mit Abstand beste Saison seiner Karriere.

Der 1. FC Magdeburg kann in dieser Personalie nur warten und darauf hoffen, dass sich Atik auch weiterhin für den Weg des FCM entscheidet. Im Falle eines Abschieds würde der FCM zwar eine Ablöse erhalten, jedoch wäre der sportliche Verlust für die Magdeburger nicht zu verkraften.

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