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FC Schalke 04 – die Kandidaten auf den Trainerposten

FC Schalke 04 – die Kandidaten auf den Trainerposten

Am 06.03.2022 war es wieder einmal so weit. Der FC Schalke 04 trennte sich nach einer zuvor erlittenen Heimniederlage gegen Hansa Rostock (3:4) von seinem Cheftrainer Dimitrios Grammozis. Dies bedeutete also zugleich auch, dass einer der heißesten Trainerstühle in Deutschland wieder frei wurde. (Foto: IMAGO / AFLOSPORT)

Nach vielen Gerüchten über potenzielle Nachfolger, entschlossen sich die Königsblauen zu einer internen Lösung und beförderten Co-Trainer Mike Büskens zum Interimstrainer, der die Mannschaft für die restliche Spielzeit begleiten soll.

Jedoch brodelt bereits jetzt schon die Gerüchteküche bzgl. eines neuen Cheftrainers ab dem Sommer. In den Medien werden zahlreiche Namen genannt, sodass man möglicherweise bereits den Überblick verloren haben könnte.

Doch wer übernimmt den Trainerposten ab der kommenden Spielzeit? Wir checken die gehandelten Trainerkandidaten.

Stefan Leitl

Der Name Stefan Leitl wurde bereits des Öfteren in den Medien genannt. Es wurde sogar schon spekuliert, dass es bereits ersten Kontakt zwischen den Beteiligten gegeben haben soll. Leitl, der aktuell noch bis 2023 bei der SpVgg Greuther Fürth unter Vertrag steht, könnte sich laut eigener Aussage ebenfalls einen Vereinswechsel vorstellen.

Pro: Stefan Leitl zeichnet sich besonders durch seine Emotionalität aus, welche perfekt zu den Werten Schalkes passen würde. Der Fußballlehrer gilt als sehr verbissen und fordert unermüdlichen Einsatz von seinen Spielern. Zudem könnte er die Mannschaft ebenfalls spielerisch weiterentwickeln, da sich Leitl über gepflegten Fußball auszeichnet, mit welchem er in der vergangenen Saison mit der Spielvereinigung Fürth den Aufstieg in die Bundesliga erreichen konnte.

Ein weiterer Pluspunkt könnte die Bundesliga-Erfahrung sein, welche Leitl in der aktuellen Saison sammeln konnte. Leitl konnte im Laufe der Saison sehen, was in der Bundesliga gnadenlos bestraft wird und was nicht, woraus er lernen konnte, um künftig nicht dieselben Fehler zu machen.

Kontra: Aufgrund der aktuell eher enttäuschenden Saison mit Fürth, könnten die Verantwortlichen der Gelsenkirchener ihre Zweifel an einer Verpflichtung Leitls haben. Schließlich würde Leitl eventuell wieder mit einem Aufsteiger in der Bundesliga an den Start gehen, was ihm in der aktuellen Saison mit Fürth schon nicht besonders gut gelang und sehr wahrscheinlich mit dem Abstieg in die 2. Bundesliga enden wird.

Fazit: Leitl wäre wahrscheinlich für die Königsblauen im Falle eines Aufstieges in die Bundesliga, als auch bei einem Verbleib in der 2. Bundesliga eine Option.

Daniel Farke

Mit Daniel Farke ist ein bekannter Trainer in der Gerüchteküche gelandet. Der Fußballlehrer ist aktuell vereinslos, nachdem er zu Beginn des russischen Angriffskrieges in der Ukraine, von seiner Tätigkeit beim russischen Erstligisten FK Krasnodar zurückgetreten ist.

Pro: Farke zeichnet sich durch seinen spielerischen Ansatz aus, den er besonders zu seiner Zeit beim englischen Erstligisten Norwich City zeigen konnte. Mit Norwich City schaffte er gleich zweimal den Aufstieg in die englische Premier League. Zudem würde Schalke mit Farke einen Trainer mit reichlich Potenzial verpflichten, welcher einen guten Ruf in der Fußballbranche besitzt und auch bei einigen Topvereinen, wie z.B. Besiktas Istanbul ebenfalls als neuer Trainer gehandelt worden ist.

Kontra: Mit einem Blick auf seine bisherigen Stationen könnte vielleicht der ein oder andere Schalke Anhänger ein Problem haben. Immerhin betreute Farke in der Vergangenheit für zwei Jahre die Reserve von Borussia Dortmund. Dies könnte aber zugleich auch für Farke selbst ein Problem sein, wenn er sich eventuell immer noch mit Borussia Dortmund verbunden fühlen sollte. Ein weiteres Problem könnte es vielleicht sein, dass Farke bereits zweimal mit Norwich City als Aufsteiger in einer großen Liga gescheitert ist, was die Verantwortlichen der Gelsenkirchener ebenfalls bei ihrer Entscheidung beachten müssen.

Fazit: Farke wäre durchaus eine spannende Lösung für Schalke 04, welche dem spielerischen Element der Königsblauen sicherlich gut tun würde. Jedoch wäre Farke sehr wahrscheinlich einzig im Falle des Aufstiegs in die Bundesliga an einem Schalke-Engagement interessiert.

Christian Eichner

Auch der Name des Übungsleiters des Karlsruher SC tauchte in der Gerüchteküche auf. Der 39-Jährige spielt aktuell mit den Badenern eine stabile Saison in der 2. Bundesliga und konnte durch seine Arbeit bereits auf sich aufmerksam machen, weswegen der KCS den Vertrag mit ihm vorzeitig bis 2025 verlängerte.

Pro: Mit Christian Eichner würden die Gelsenkirchener einen sehr fokussierten Trainer verpflichten, der von seinen Spielern stets vollen Einsatz verlangt und dies auch selbst an der Seitenlinie vorlebt. Zudem setzt der Fußballlehrer auf ein hohes Maß an Disziplin und Gier, was zu den Werten Schalkes sicherlich passen würde.

Kontra: Die Vertragslaufzeit dürfte sicherlich ein Problem darstellen, da eine Verpflichtung Eichners nur unter der Bedingung einer Ablösesumme zu realisieren wäre. Zudem lässt sich auch an der Spielphilosophie Eichners zweifeln, ob dies für die Gelsenkirchener der richtige Weg wäre.

Fazit: Eine Verpflichtung Eichners dürfte wohl eher als unwahrscheinlich einzustufen sein.

Mersad Selimbegovic

Der Name Mersad Selimbegovic dürfte für den oder anderen sehr überraschend genannt worden sein. Schließlich ist der Fußballlehrer aktuell beim Zweitligisten SSV Jahn Regensburg unter Vertrag (bis 2023).

Pro: Der 39-Jährige hat beim Jahn schon des Öfteren bewiesen, dass er mit jungen Spielern arbeiten und diese weiterentwickeln kann. Dieser Aspekt wäre auch für die Königsblauen wichtig, da man die eigenen Talente aus der Knappenschmiede künftig wieder mehr integrieren will im Profikader.

Kontra: Während seiner Amtszeit in Regensburg konnte er bisher noch keine wirkliche Konstanz in die Leistungen des Jahn bringen. Die Leistungen der Regensburger gleichen einer Achterbahn, in der man an guten Tagen gegen jeden gewinnen, aber an schlechten Tagen auch gegen jeden verlieren kann. Zudem besitzt Selimbegovic nicht die Unterstützung aller Regensburg Fans und teilt die Fans in Befürworter und Gegner seiner Arbeit.

Fazit: Eine Verpflichtung Selimbegovics dürfte wohl weder für die Bundesliga noch für die 2. Bundesliga eine Option sein.

Sandro Schwarz

Der ehemalige Trainer des FSV Mainz 05 wurde ebenfalls in der Gerüchteküche genannt. Aktuell steht Schwarz beim russischen Erstligisten Dynamo Moskau unter Vertrag (bis 2024) und mischt die russische Liga auf.

Pro: Mit Schwarz würden die Königsblauen einen jungen Trainer holen, welcher die Bundesliga bereits aus seiner Mainzer Zeit kennt und einen klaren Plan mit nach Gelsenkirchen bringen würde.

Kontra: Aufgrund seiner Vertragslaufzeit wäre Schwarz wohl ebenfalls nur unter der Bedingung einer Ablösesumme zu verpflichten. Zudem erscheint es als unwahrscheinlich, dass Schwarz Dynamo verlassen wollen würde, wenn er unter Umständen mit ihnen die Qualifikation zur Champions League erreicht.

Fazit: Eine Verpflichtung von Sandro Schwarz würde im Fall eines Aufstieges in die Bundesliga für Schalke 04 Sinn ergeben. Jedoch erscheint eine Verpflichtung aufgrund seiner Vertragslaufzeit und den sportlichen Ambitionen in Moskau als unwahrscheinlich.

Raul Gonzalez

Bei dem Namen Raul fangen die Herzen der Schalke-Fans direkt schneller an zu schlagen. Der Gentleman aus Madrid, welcher zwischen 2010-2012 das Trikot der Königsblauen trug, genießt immer noch einen ausgezeichneten Ruf im Ruhrpott. Der 44-Jährige ist seit vier Jahren als Trainer bei Real Madrid aktiv und wurde 2020 zum Cheftrainer der Reserve der Königlichen befördert.

Pro: Mit Raul würde der Verein wieder an Ausstrahlung gewinnen, welche in den letzten Jahren zum Teil verloren gegangen ist. Zudem würde man mit einer Verpflichtung des Spaniers einen komplett frischen Wind in die Mannschaft bringen. Ein weiterer Pluspunkt könnte sein, dass der Name Rauls auch Spieler anziehen und von einem Engagement auf Schalke überzeugen könnte. Was zusätzlich für eine Verpflichtung sprechen würde, wäre die aktuelle Vertragslaufzeit (bis 2022) von Raul bei den Königlichen.

Kontra: Mit Raul würden die Gelsenkirchener einen noch relativ unerfahrenen Trainer verpflichten. Ein weiteres Problem könnten die Deutsch-Kenntnisse von Raul sein, welcher sicherlich eine Zeit benötigen dürfte, bis er die deutsche Sprache gelernt hat.

Fazit: Eine Verpflichtung Rauls wäre aus den genannten Punkten sicherlich reizvoll für die Verantwortlichen. Jedoch erscheint diese Verpflichtung nur im Falle eines Aufstiegs in die Bundesliga als möglich, wenn die Verantwortlichen einem noch unerfahrenen Trainer ihr Vertrauen schenken.

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