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Wo spielt Nico Schlotterbeck nach dem Sommer 2026?

Wo spielt Nico Schlotterbeck nach dem Sommer 2026?

Nico Schlotterbeck gehört aktuell neben dem Bayern-IV-Duo Jonathan Tah und Dayot Upamecano ganz klar zu den Top 3 Innenverteidigern der Bundesliga. Umso mehr stellen sich Dortmund-Fans allmählich die Frage, wie lange der Weg mit so einem herausragenden Spieler noch gehen kann. Bereits 2027 läuft sein Vertrag bei den Schwarzgelben nämlich aus, der nächste Transfersommer wäre also der letzte Sommer, wo man für den Innenverteidiger, dessen Marktwert aktuell auf rund 55 Millionen Euro geschätzt wird, noch eine Ablöse kassieren könnte. (Bild: IMAGO / Jan Huebner)

Aber macht ein Wechsel von Schlotterbeck zu einem größeren Verein diesen Sommer sportlich überhaupt Sinn? Und falls ja, zu welchem Verein?

Das alles erfahrt ihr im ersten Teil unserer neuen Artikel-Reihe „Wo spielt Spieler X nach dem Sommer 2026?“

AKTUELLE LAGE:

„Winner-Mentalität heißt auch mal das Spiel zu killen. Das haben wir nicht hinbekommen. Das ist nicht bitter, das ist richtig schlecht.“

Diese und ähnliche Aussagen platzten aus Nico Schlotterbeck nach dem zuletzt enttäuschenden Unentschieden gegen den norwegischen Erstligisten Bodo/Glimt heraus, einem Spiel, in dem man völlig unnötig zwei Führungen und vor allem zwei wichtige Punkte für den direkten Einzug ins Champions-League-Achtelfinale verspielte.

Auch zählte er indirekt seine in der zweiten Halbzeit eingewechselten Kollegen Karim Adeyemi und Serhou Guirassy an in dem er sagte „die Spieler, die reinkamen verlieren jeden Ball“ – etwas, wonach jeder andere Spieler normalerweise mindestens mal eine Ansage vom Trainer bekommen hätte.

Bei Nico Schlotterbeck passierte dies jedoch nicht, im Gegenteil, Niko Kovac lobte ihn sogar mit den Worten:

„Genau das ist das, was ein Trainer möchte: Verantwortung. Wir wollen ja alle mündige Spieler und Nico Schlotterbeck ist ein Führungsspieler."


Ob Kovac diese Worte in der Pressekonferenz genauso gewählt hätte, hätte z.B. Karim Adeyemi indirekt namentlich seine Mitspieler angezählt? Das darf bei einem Trainer, der normalerweise bei so etwas äußerst streng ist, eher angezweifelt werden.

Da fragt man sich als Fan schon ein bisschen, ob Nico Kovac hier möglicherweise hinter den Kulissen von den Vereinsbossen angewiesen wurde, sich mit Nico Schlotterbeck besser gut zu stellen, um so vielleicht doch noch eine Vertragsverlängerung über den Sommer hinaus möglich zu machen.

Denn klar ist, dass es jetzt schon kaum einen deutschen Spieler gibt über den es aktuell so viele Wechselgerüchte gibt – und das zu Recht.

Doch schauen wir zunächst mal auf den Spieler:

WARUM SCHLOTTERBECK?

Denn ja, es gab Zeiten, wo der damals noch junge Nico Schlotterbeck durchaus polarisierte. Von „zu riskant, zu offensiv und fehlerbehaftet" bis zum Teil sehr unlustigen Wortwitzen a la "Wenn er in der Abwehr steht, schlottern einem als Fan die Knie" gab es insbesondere nach seinen Leistungen im DFB-Dress auf Social Media viel Kritik.

Einige Kritiker gaben ihm sogar Mitschuld am Ausscheiden der DFB-Elf bei der WM 2022 in Katar, war er doch derjenige, der vor dem 1 : 2 gegen Japan dem Angreifer Takuma Asano nur Begleitschutz gewährte, weil er wohl davon ausging, sein Kollege Niklas Süle stände im Abseits.

Von dieser Unsicherheit ist mittlerweile nichts mehr zu spüren. Schon in der Saison 2023/24 war er neben Mats Hummels einer der besten Spieler im BVB-Dress und klar mitverantwortlich für den Einzug ins Champions-League-Finale.

Dabei steht er mittlerweile sinnbildlich für das Profil eines modernen Innenverteidigers. Mit den gleichen Fähigkeiten am Ball gesegnet, wie die Weltklasse-Liberos der Achtziger, vereint er diese aber zusätzlich mit Geschwindigkeit, Technik und herausragender Antizipation.

Grade sein starker linker Fuß sticht hier besonders hervor, mit denen er nicht selten Diagonalbälle spielt, die sofort zu hochgefährlichen Konterangriffen seines Teams führen. Seine hohe Intensität in direkten Duellen, sein extrem gutes Timing im Herausrücken, wie auch sein genereller proaktiver Verteidigungsstil ist hinzu auf einem Level, wie es nur wenige andere Innenverteidiger aktuell haben.


Mit seiner Athletik ist er zu dem ideal für die Ousmane Dembelé’s und Kylian Mbappè’s dieser Welt, da nicht nur seine Endgeschwindigkeit mit 33,4 km/h auf einem guten Level ist, sondern er auch im Antritt auf den ersten Metern sehr schnell ist.

Hinzu ist er von der Position her extrem variabel, kann also sowohl als linker Innenverteidiger in einer Dreierkette, als auch in einer Viererkette spielen. Selbst als Außenverteidiger könnte man ihn theoretisch einsetzen, auch wenn das sicherlich ein Stück weit auf Kosten seiner Fähigkeiten als Spielmacher ginge.

Vor allem aber sticht sein Gefühl für Räume und seine Spielintelligenz hervor – Andrea Pirlo eine Reihe weiter hinten“ könnte es vielleicht ganz gut zusammen fassen - immer am Spielaufbau beteiligt, seine Mitspieler mit einbindend und trotzdem auch mit den Fähigkeiten gesegnet, die er sich grade in den letzten Jahren selbst erlernen musste: Ein Gefühl dafür, was neben wie auch hinter ihm passiert und wo er genau stehen muss, damit es nicht gefährlich wird.

SITUATION IM VEREIN:


Das Problem bei Schlotterbeck beim BVB aktuell ist jedoch, dass seine Stärken erst dann zu 100 Prozent zur Entfaltung kommen, wenn der Trainer mit einer Mannschaft ein Stück weit auch Ballbesitzfußball lebt und zelebriert.

Dies kann man von Niko Kovac, trotz guter Ergebnisse und einer sensationellen Aufholjagd in der letzten Rückrunde, bislang nun wirklich nicht sagen. Natürlich können Fähigkeiten am Ball auch im Spiel gegen den Ball von Vorteil sind (z.B. beim Einleiten eines Konters nach Balleroberung), doch ein genereller proaktiverer Spielstil würde aus Schlotterbeck sicherlich einen noch besseren Innenverteidiger machen.

Und hier wären wir bei den zwei entscheidenden Fragen, was Schlotterbecks Zukunft angeht: Erstens - kann Niko Schlotterbeck seine eigenen persönlichen sportlichen Ziele mit einem so destruktiven Fußball spielenden Trainer wie Niko Kovac erreichen? Und zweitens, so bitter das für so manchen BVB-Fan klingen mag - kann Schlotterbeck seine sportlichen Ziele in puncto Titel mit dem BVB aktuell erreichen? Ist der BVB aktuell überhaupt ein Verein, der ernsthaft um Titel mitspielt?

Hier war das unglückliche Aus im DFB-Pokal gegen Bayer Leverkusen möglicherweise schon die Stunde der Wahrheit, was eine mögliche Schlotterbeck-Verlängerung angeht. Denn auch diesen Pokal hat man das letzte Mal in der Saison 2020/21 sprich vor fünf Jahren gewonnen und alle anderen Titel scheinen währenddessen weiter denn je.

Denn in der Bundesliga gibt es nun mal aktuell diesen einen Verein namens FC Bayern, von dem man scheinbar so weit weg ist, dass Spieler wie Maximilian Beier sogar vom Trainer dafür angezählt werden, wenn sie das Wort Titel in den Mund nehmen und auch in der Champions League ist es wohl eher eine Minderheit, die Borussia Dortmund als einen klaren Favoriten für die nächsten Jahre für den Gewinn des Henkelpotts nennen würden. Selbst einige BVB-Fans kommentieren die Wechselgerüchte um Schlotterbeck daher mittlerweile schon mit Worten wie "Wer will es ihm verübeln?"


War daher mit Blick auf Nico Schlotterbeck das DFB-Pokal-Aus gegen Leverkusen vielleicht bereits der Tag der Entscheidung?

Doch welche anderen Vereine kämen hier überhaupt für ihn in Frage?

FC BARCELONA:

Der FC Barcelona klingt natürlich zunächst einmal wie das Traumziel für einen spielstarken Innenverteidiger: Eine Mannschaft, die schon von ihrer Historie her eigentlich immer den Ball haben möchte, für schönen Fußball steht, wie auch für einen Spielaufbau der im Idealfall bereits im hinteren Drittel beginnen soll. Genau das, was Schlotterbeck am besten kann.

Auch die Konkurrenzsituation wäre hier für Schlotterbeck überschaubar, wenn man bedenkt, dass Barcelonas aktuell bester Innenverteidiger grade mal 18 Jahre alt ist und auf den Namen Pau Cubarsi hört.

Des Weiteren wäre auch der, von so manchem deutschen Nationalspieler gefürchtete, Sprung ins Ausland (Grüße an Florian Wirtz und Niclas Füllkrug) im Fall eines Wechsels zu den Katalanen weitaus entspannter als bei jedem anderen Verein. Schließlich spricht Barcas Trainer Hansi Flick nicht nur perfekt deutsch, sondern war zuzüglich noch der, der Schlotterbeck einst entdeckt und in die deutsche Nationalmannschaft berufen hat.

Den aktuell wieder mal verletzten und sich tedenziell eher auf dem Abstellgleis befindenden Andreas Christensen (29) mal ausgeklammert, wäre Schlotterbeck dort mit 26 Jahren auch sofort der älteste Innenverteidiger im Kader, die Rolle als Abwehrchef würde sich bei konstanter Leistung bei den Blaugranern daher schon fast von selbst verstehen.

Gegen einen Wechsel zu Barca könnte daher nur die sicherlich sehr hohe Ablösesumme sprechen, die wieder einmal für Probleme bei der Lizenzierung seitens der Barca-Verantwortlichen sorgen könnte.

Andererseits – irgendeinen verruchten Techno-Schuppen am Rande Barcelonas, die dem Großonkel der Tante des Vereinspräsidenten gehört und den man mal eben für einen netten Aufpreis in Spotify-Hypeland-Fantastic-Money-Fandome umbenennen kann, findet sich dann ja am Ende doch immer.:)

FC BAYERN:

Für den FC Bayern wäre hingegen vor allem der Typ Nico Schlotterbeck als Mensch interessant. Denn so stark Upamecano und Tah derzeit performen, so ist doch keiner von ihnen ein klassischer Lautsprecher, jemand, der mit Kampfstärke und Mentalität auch seine Mitspieler anheizen kann.

Diese „Effenberg-Attribute“, wie man an der Säbener Straße gerne sagt, hat Nico Schlotterbeck hingegen schon immer im Blut gehabt, was ihn neben seinen fußballerischen Qualitäten für den Rekordmeiste auch neben dem Platz extrem interessant machen könnte.

Hinzu ist man an der Isar nach wie vor immer bestrebt die besten jungen deutschen Nationalspieler zu verpflichten, wie zuletzt auch das (am Ende vergebliche) Buhlen um Florian Wirtz und Nick Woltemade zeigte.

Das einzige Problem ist allerdings, dass Vincent Kompany ganz klar kein Dreierkettentrainer ist, es somit mit Upamecano, Tah und Schlotterbeck immer drei Innenverteidiger für zwei Plätze geben würde, wo die Frage ist, ob Schlotterbeck sich diesem Konkurrenzkampf aussetzen möchte.

Es sei denn Upamecano wechselt selbst zu einem anderen Verein und da kämen wir gleich zum nächsten Verein. Und Achtung, jetzt wird es kompliziert:

REAL MADRID:

Denn der berühmte Satz „Real Madrid ruft nur einmal an“ könnte diesen Sommer möglicherweise auf Nico Schlotterbeck zutreffen, möglicherweise allerdings auch auf Bayern-Innenverteidiger Upamecano. Sollte Real Madrid Upamecano verpflichten, wäre der Platz bei den Bayern für Schlotterbeck natürlich frei, falls Upamecano aber verlängert und Real Madrid inzwischen einen anderen Innenverteidiger verpflichtet, wären beide Türen für Schlotterbeck geschlossen. In dem Fall hätte Schlotterbeck sich dann klar verzockt.

Denn auch bei Real Madrid scheint der Umbruch auf der Innenverteidigerposition noch nicht vollendet.

Denn bei Antonio Rüdiger stehen hier die Zeichen eher auf Abschied, bei David Alaba schon lange mehr als nur die Zeichen und junge Spieler wie Raul Asencio oder Dean Huijsen fehlt es bislang noch klar an Konstanz.

Allerdings stehen bei den Madrilenen neben Upamecano aktuell auch Verteidiger wie Ibrahima Konatè, Marc Guehi und Rafa Marin vom FC Villarreal auf dem Zettel, hier wäre also eher die Frage, ob Schlotterbeck sich gegen die Konkurrenz während der Transferphase durchsetzt.

Sollte Upamecano allerdings bei den Bayern verlängern, könnte auch dieser große Schritt für Nico Schlotterbeck nochmal interessant werden.

FC LIVERPOOL:

Und nicht zuletzt wäre da der FC Liverpool, wo Schlotterbeck auf seinen Nationalmannschaftskameraden Florian Wirtz treffen, was zumindest ein kleines Soft-Argument sein könnte.

Denn mit erst 2 Scorern in der Premier League tut sich Florian Wirtz bei den Reds nach wie vor sehr schwer, ein weiterer deutscher Top-Spieler, mit dem sich Wirtz nicht nur privat gut versteht, sondern der ihm auch spielerisch ähnelt, könnte daher auch für die Wirtz-Entwicklung interessant sein.

Die große Frage wird hier allerdings die Zukunft vom zuletzt stark kritisierten Trainer Arne Slot sein. Denn aktuell stehen Liverpool zwar wieder auf Platz 4 der Tabelle, ob das aber ausreicht, dass Liverpool ihn auch noch für die nächste Saison engagiert, darf bei den Transferausgaben, die der Verein zuletzt hatte, stark angezweifelt werden.

Somit ist ein Liverpool-Wechsel derzeit noch schwer zu prognostizieren. Denn klar ist, dass Arne Slots eher pressing-ausgerichteter Spielstil für Schlotterbeck eher weniger ideal wäre, sollte aber ein anderer Trainer übernehmen, der für mehr Ballbesitz steht, könnten hier die Karten nochmal ganz neu gemischt werden.

So oder so wird das daher nicht nur im Fall Nico Schlotterbeck ein hochspannender Sommer werden.

Wir von Kickfieber halten euch hier selbstverständlich auf dem Laufen und freuen uns, wenn ihr unsere Reihe „Wo spielt Spieler X nach dem Sommer 2026“ weiter verfolgt.

Fazit: Wechsel 2026 wahrscheinlich
Leon Buche

Leon Buche

So doof es für die Bundesliga ist, für mich wäre ein Wechsel zum FC Bayern der logischste nächste Schritt für Schlotterbeck, sollte (!) Upamecano die Bayern diesen Sommer verlassen. Auf Platz zwei sehe ich hier klar den FC Barcelona, auch aufgrund der Nähe zu Hansi Flick.

Ein langfristiger Verbleib bei Borussia Dortmund wäre sicherlich vor 5 Jahren noch möglich gewesen (Stichwort: Marco Reus), so schnelllebig wie das Geschäft mittlerweile ist, halte ich das aktuell aber für eher unwahrscheinlich, zumal Schlotterbeck ja auch nicht aus der Dortmund-Jugend kommt.

Um solche Top-Spieler wieder langfristig halten zu können, müsste man zu aller erst aus der Ambitionslosigkeit herauskommen, was Titel angeht, Leute in der Führung austauschen, die den Verein sportlich nicht weiterentwickeln und vor allem endlich mal wieder mutiger auf dem Transfermarkt agieren, sowohl was Talente als auch was Topspieler angeht.

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