Der Afrika Cup 2025/26 ist gespielt und trotz eines dramatischen Finales hat sich am Ende mit dem Senegal ein würdiger Afrika-Cup-Sieger durchgesetzt. Doch schauen wir noch einmal auf das gesamte Turnier zurück. Welche Mannschaften haben über das ganze Turnier am meisten begeistert? Welche vermeintlich kleineren Teams haben möglicherweise sogar überrascht? Und welche Teams sollte man im Auge behalten, auch mit Blick auf die kommende WM?
Das Turnier der Leidenschaft
Spieler, die nach einer Schiedsrichterfehlentscheidung das Spielfeld verlassen, Teams, die ihr letztes Trainingslager in einer Orangenplantage abhalten, Nationen, die wenige Wochen vorher noch mit zwei sich gegenseitig bekämpfenden Trainern antreten, so wie auch Balljungen, die dem Torwart das Handtuch zum Abtrocknen wegnehmen: All das sind Geschichten, die natürlich auch zur vergangenen Afrikameisterschaft dazu gehören.
Dennoch: Man würde einen großen Fehler begehen, den Afrika-Cup nur auf diese Geschichten zu reduzieren und als das vermeintliche "Rockn-Roll-Turnier" zu brandmarken in dem statt VAR-Millimeter-Abseits-Entscheidungen aufgrund irgendwelcher Haarspitzen von Spielern die Trainer auf Elefanten angeritten kommen und jeder dann zum Training kommt, wenn grade die Sonne gut steht.
Denn als jemand, der dieses Turnier, umgeben von frenetisch feiernden ägyptischen Fanmassen von Anfang bis Ende verfolgt hat, gibt es für mich keine Diskussion darüber, dass der Fußball bei diesem Turnier um Längen spritziger, proaktiver und begeisternder war als der Fußball, der beispielsweise größtenteils bei der Euro 2024 gespielt wurde.
Kaum eine Mannschaft spielte, so wie die englische Nationalmannschaft unter Gareth Southgate oder auch zu großen Teilen die französische Nationalmannschaft unter Didier Deschamps bei der vergangenen EM, rein ergebnisorientierten Fußball.
Stattdessen gab es, neben über weite Strecken unbändigem Kampfgeist und Einsatzwillen, in vielen Spielen furiose Ballstafetten, beeindruckende Konterangriffe und Traumtore auf einem Level zu sehen, von dem viele andere Turniere nur träumen können.
When acrobatics meet precision. ⚡
— TotalEnergies AFCON 2025 (@CAF_Online) December 21, 2025
Ayoub El Kaabi delivers the Goal of the Day with a bicycle kick. ⚽🇲🇦#TotalEnergiesAFCON2025 | @1xBet_Eng pic.twitter.com/ubvfbMs0LE
Nahezu jedem Spieler merkte man an, dass es für ihn das Größte war, für sein Heimatland aufzulaufen und die eigenen Fans stolz zu machen, egal, ob man für einen der Favoriten wie Senegal, Marokko oder Nigeria auflief oder eben für einen dieser unzähligen Underdogs wie Tansania, Sambia oder Sudan.
Ein Turnier, wo die Fans für die Spieler an allererster Stelle standen, die es ihnen wiederum mit einem Support dankten, der über weite Strecken atemberaubend und einmalig war.
Darüber hinaus zeigten auch die Favoriten aus Afrika, dass mit ihnen bei der kommenden WM auch im Kampf um den Weltmeistertitel zu rechnen ist.
In teils packenden Duellen gab es kaum einen Favoriten, der es nicht mindestens bis ins Viertelfinale schafte und das mit Fußball auf einem spielerisch wie auch taktischen Niveau, welches auch bei der kommenden WM jeder Top-Nation gefährlich werden könnte.
Doch kommen wir nun zu den 10 größten und positivsten Überraschungen dieses Turniers - und weil wir es sind präsentieren wir euch zuzüglich auch noch 10 der aktuell größten Top-Talente Afrikas, Spieler, die als "Player To Watch" des Turniers vielleicht noch nicht jeder von euch auf dem Zettel hat - die man aber, insbesondere auch im Hinblick auf einen großen Top-Transfer in den nächsten Jahren, mal ganz klar auf dem Schirm haben sollte. Los geht's!








