18+ | Spiele mit Verantwortung | Es gelten die AGB | Glücksspiel kann süchtig machen | Wir erhalten Provisionen von den aufgeführten Wettanbietern

Leon

Diese 10 Clubs traf der Afrika Cup am härtesten

Vom 21.12.2025 bis zum 19.1.2026 fand in Marokko der Afrika Cup Of Nations (AFCON) statt. Damit hat man es geschafft, dass ein Teil der Spiele in der Winterpause stattfand, in denen die Teams aus einigen Ligen zumindest mal für eine kurze Zeit durchschnaufen konnten. (Bild: IMAGO / Sebastian Frej)

Dennoch war es für viele europäische Teams eine große Herausforderung aufgrund des Turniers so viele Stars abstellen zu müssen, wie man aktuell nicht nur in der Bundesliga an der Formkrise von Bayer Leverkusen sieht.

Insbesondere die Vereine aus den Ligen, bei denen es faktisch keine Winterpause gab (Serie A und Premier League) traf der Afrika Cup besonders hart. Hier eine Analyse, wie die 10 Vereine, die die meisten Spieler abstellen mussten, sich in der Zeit so geschlagen haben:

Teile den Post
Leon

Großbaustelle Frankfurt: Wo muss die Eintracht im Winter nachlegen?

25 Punkte, 30 Tore und ein Platz 7 in der Bundesliga klingen zunächst erst einmal nach einer Okay-Session. Dagegen stehen allerdings auch 30 Gegentore in 16 Spielen in der Bundesliga (nur Heidenheim hat mehr) wie auch 16 Gegentore in 8 Spielen in der Champions-League (nur Ajax hat mehr).

Hinzu kommen ein 1 : 5 gegen Liverpool, ein 1 : 5 gegen Atletico Madrid, wie auch zuletzt ein 0 : 4 gegen RB Leipzig, drei Spiele, wo die Eintracht nicht nur verlor, sondern schlichtweg vor allem aufgrund einer desolaten Defensive vom Gegner komplett vermöbelt wurde.

(Bild: IMAGO / Kessler-Sportfotografie)

Daher ist es verständlich, dass auch Dino Toppmöller nach der sehr erfolgreichen letzten Saison (Platz 3) nun doch wieder in der Kritik steht.

Wir wollen aber die Gelegenheit nutzen und mal einen genaueren Blick auf den Kader richten. Ist dieser Kader wirklich stark genug, um dauerhaft um Europa und um die Champions League mit zu spielen? Und wo müsste man eventuell nachbessern?

Teile den Post
Leon

Passt Ebnoutalib zu Eintracht Frankfurt?

Die SV Elversberg und ihre Talente: Nach Nick Woltemade, Paul Wanner, Fisnik Asllani und Muhammed Damar ist nun bereits das nächste Top-Talent im Anflug auf die Bundesliga: Der 22jährige Younes Ebnoutalib, vor einem halben Jahr noch in der Regionalliga gespielt, nun offiziell ab der Rückrunde neuer Stürmer beim Champions-Ligisten Eintracht Frankfurt.

Ob hier sogar die deutsche Nationalmannschaft bald ein Thema werden könnte, sollte zum Beispiel sein neuer Teamkollege Johnny Burkardt weiter von Verletzungen geplagt werden und Ebnoutalib für ihn zum ernsthaften Herausforderer werden?

Frankfurt, ein Wintermärchen

Younes Ebnoutalib, in Frankfurt geboren, spielte seit dem 1. Januar 2025 für die SV Elversberg in der zweiten Bundesliga. In der laufenden Saison 2025/26 verbuchte er in 17 Ligaspielen zwölf Tore und ist damit aktuell der Spieler mit den meisten Toren in der gesamten zweiten Bundesliga.

Der 1.91 große Mittelstürmer, der theoretisch sowohl für die DFB-Elf als auch für die marokkanische Nationalmannschaft spielen könnte, absolvierte seine Ausbildung bei mehreren kleinen Vereinen in Frankfurt, darunter der SV 07 Heddernheim und die SG Rot-Weiss Frankfurt. Zudem spielte er in der Jugend des SV Wehen Wiesbaden.

Im Jahr 2022 wechselte er zum italienischen Drittligisten AC Perugia, wo er sowohl für die U19 als auch punktuell in der ersten Mannschaft eingesetzt wurde, alles aber noch längst keine Garantie, dass er schon bald einen solchen Sprung machen, beziehungsweise sich überhaupt im hochbezahlten Profifußball durchsetzen würde.

Denn nach seiner Rückkehr nach Deutschland spielte er zunächst für den FC Gießen, einem Verein, der zum Zeitpunkt seines Abgangs zum SV Elversberg sogar für die Regionalliga Südwest zu schwach war und damit sogar in die noch unterklassigere Hessenliga, sprich in die 5. Liga, absteigen musste. Dennoch freut man sich in Gießen über die Entwicklung von Ebnoutalib:

Doch dann legte Ebnoutalib auf einmal einen ganz anderen Weg ein, den highway to the stars, über Elversberg zu dem Verein, der nicht nur Verein seiner Heimatstadt ist, sondern der vor ein paar Wochen noch gegen Spieler wie Mo Salah, Harry Kane und Lamine Yamal spielte.

"Musste mit den Tränen kämpfen"

Dies und weitere Aussagen fielen seitdem vom Spieler selbst, dessen Vater übrigens Silbermedaillengewinner im Taekwondo war und seither in Frankfurt sein eigenes Taekwondo-Center betreibt.

„Es ist ein unglaubliches Gefühl, das bedeutet mir sehr viel. Für die Eintracht zu spielen, war für mich immer ein Kindheitstraum“,

sagte der Spieler beispielsweise in einem Interview seines neuen Clubs.

Es ging alles sehr schnell. Es fühlt sich an wie ein Traum und freue mich unheimlich. Für seine eigene Stadt zu spielen, ist schon sehr krass. Ich bin einfach nur glücklich.

Und das wohlgemerkt im Jahr 2026, wo die Vom-Tellerwäscher-zum-Millionär-Cinderella-Story eigentlich nur noch wenn überhaupt in TV-Shows wie DSDS verkauft wird und praktisch, insbesondere im Profifußball, quasi nicht mehr existiert.

Maggi-Magie macht's möglich

Wo aber, wenn nicht in in der Maggi-Metropole Elversberg, die auch ohne ihren Trainer und Diamantenschleifer Horst Steffen genau da weiter machen, wo sie letzte Saison aufgehört haben. Mittendrin im Aufstiegskampf, Zweiter in der Tabelle mit nur drei Punkten Rückstand auf Schalke 04 und das schon wieder mit einer völlig neuen Mannschaft.

Wohingegen sich vergangene Saison allerdings die Shooting-Stars Muhammed Damar, Fisnik Asllani und Elias Baum den Ruhm ein Stück weit geteilt hatten, war es diese Saison noch mehr eben dieser eine Spieler, der in dem kleinen saarländischen Dorf plötzlich ein Tor nach dem anderen schoss: Younes Ebnoutalib.

Und nicht nur das, nicht selten war er auch der Spieler, der die entscheidenden Spiele entschied. Das immens wichtige Auswärtsspiel im Berliner Olympiastadion gegen Hertha BSC entschied er zum Beispiel mit zwei Toren im Alleingang, gleiches gilt für das Auswärtsspiel gegen Eintracht Braunschweig und beim 6 : 0 gegen Fürth legte er gleich mal drei Tore in einer Halbzeit, sprich einen lupenreinen Hattrick hin.


Kein Wunder, dass selbst der sonst europaweit so gut vernetzte Sportvorstand Markus Krösche hier mal den Blick in die nähere Umgebung richten musste:

„Younes ist ein sehr torgefährlicher Spieler mit einer sehr guten Physis. Wir sind überzeugt, dass er uns mit seinen Fähigkeiten schnell helfen kann, zumal er alle athletischen Voraussetzungen mitbringt. Klar ist aber auch, dass wir Younes die notwendige Eingewöhnungszeit bei der Eintracht geben. Als gebürtiger Frankfurter wird er aber ohnehin keine Schwierigkeiten haben, sich wieder in seiner Heimatstadt einzuleben.“

(Markus Krösche gegenüber der Hessenschau).


Hinter den 8 Millionen bald eine 0 mehr?


Nun muss man aber auch sagen, dass Markus Krösches Ruf als mit Abstand bester Fußball-Manager Deutschlands zuletzt ein bisschen gelitten hat, nicht zuletzt aufgrund des 26 Millionen Einkaufs von Ellye Wahi, der sich leider als Totalflop herausgestellt hat.

Dass dieser Transfer so schwer ins Gewicht fällt, liegt aber auch daran, dass Krösche bis dahin so gut wie noch nie daneben lag, wenn es um die Verpflichtung von insbesondere jungen Offensivtalenten gilt. Omar Marmoush, Hugo Ekitiké, Randal Kolo Muani - all diese Spieler hatte vor ihrem Wechsel zur Eintracht kaum jemand auf dem Zettel bis sie schließlich für Summen um die 80-100 Millionen zu den besten Clubs der Welt wechselten.

Ob man an die 8 Millionen, die sich Eintracht Frankfurt Younes Ebnoutalib kosten ließ, schon auch bald eine 0 heranhängen kann? Nun, das jetzt schon zu sagen, wäre sicherlich noch etwas zu früh.

Dennoch gibt es nicht wenige Argumente, die dafür sprechen, darunter seine physische Robustheit, seine Spielintelligenz in Sachen Laufwege, wie auch seine ungeheure Mentalität und Kampfstärke, wie sie ein traditionell von großen Emotionen lebender Verein immer gebrauchen kann.

Ein bisschen wird er sicherlich noch an seiner Technik und seinem schwachen linken Fuß arbeiten müssen und sicherlich wird er sich auch zunächst einmal hinter Johnny Burkardt anstellen müssen.

Sollte er hier aber auch noch die nächsten Schritte machen und dabei die nötige Geduld und Leidenschaft aufbringen, sollte einer Traumkarriere in seiner Heimatstadt nichts mehr im Wege stehen.

Und wer weiß - vielleicht sehen wir ihn ja wirklich nochmal eines Tages in der deutschen Nationalmannschaft.

Teile den Post
Leon

Zweifel an Alonso: Kam Real Madrid doch zu früh?

Eigentlich sollte es das perfekte Match des Jahres 2025 werden: Leverkusens Invincible-Trainer und Double-Gewinner Xabi Alonso plus der Verein, wo er bereits als Spieler eine absolute Legende war: Real Madrid.

Dennoch verdichteten sich gerade in den letzten Monaten die Zeichen, dass es doch noch an der ein oder anderen Stelle hakt, so sehr, dass spanische Medien sogar schon über ein vorzeitiges Ende Alonsos spekulierten.

Doch wo liegen derzeit die wirklichen Probleme bei den Königlichen? Ist es die Kaderplanung, die zu sehr auf Stars und zu wenig auf Teamgefüge ausgerichtet ist? Oder kam dieser nächste große Schritt des Welt- und Europameisters Alonso zu Real Madrid vielleicht doch zu früh?

(Bild: IMAGO / NurPhoto)

Sportliche Lage:


Zuallererst darf man nicht vergessen, dass die spanische Medienlandschaft, ganz vorne die Marca, dazu neigt, Dinge ein wenig überhitzt darzustellen, wenn es um den für die meisten Fußballfans sicherlich nach wie vor größten Club der Welt geht.

Denn schaut man auf das rein Sportliche ist Real Madrid immer noch absolut im Soll. Mit 4 Punkten Rückstand hinter dem FC Barcelona steht man vor der Winterpause auf Platz zwei in der LaLiga-Tabelle und hat damit immer noch alle Chancen auf den Meistertitel.

Auch im spanischen Pokal, der Copa del Rey, ist man trotz eines zuletzt grade defensiv sehr dürftigen 3 : 2 Sieges gegen den Drittligisten CF Talavera weiterhin im Wettbewerb.

Niederlagen in der Liga gab es bislang nur gegen Atletico Madrid (2 : 5) wie auch gegen Celta Vigo (0 : 2), ansonsten sorgten nur zahlreiche Remis' für Punktverlust und Fanfrust.

Auch in der Champions League steht man derzeit auf einem soliden Platz 7 und wäre damit, trotz zwei Niederlagen gegen den FC Liverpool (0 : 1) und Manchester City (1 : 2), aktuell direkt für das Achtelfinale qualifiziert.

Zwischenmenschliche Probleme:

Deutlich mehr Probleme gibt es allerdings im Zwischenmenschlichen, neudeutsch Peoples Management. Genau das, was Xabi Alonso in Leverkusen immer ausgezeichnet hat, fällt ihm als Trainer des weißen Balletts nämlich auf einmal auf die Füße: Sein extrem klares taktisches Konzept, seine fast schon Guardiola-artige Akribie, wenn es um die Umsetzung seiner taktischen Vorgaben geht, wie auch seine immer noch vorhandenen Fähigkeiten als Spieler bestimmte Abläufe auch direkt auf dem Spielfeld vormachen zu können: All dies funktionierte bei den größtenteils jungen hungrigen Leverkusen-Spielern perfekt, funktioniert bei den Real-Madrid-Superstars allerdings nur beginnt.

Alonsos größtes Kryptonit ist hierbei vor allem sein Vorgänger Carlo Ancelotti. Dessen Trainingsstil beinhaltete nämlich vor allem, den Stars zu vertrauen, ihnen maximale Freiheit zu lassen und für eine gute Grundstimmung in der Kabine zu sorgen.

Würden wir hier von einer Schulklasse reden, könnte man also von dem strengen neuen Lehrer Alonso reden, der auf den netten großmütigen Vertrauenslehrer Ancelotti folgt.

Die Folge: Viele der unter Ancelotti vielleicht etwas "verzogenen" Stars wie Vinicius Junior, Federico Valverde oder Jude Bellingham werden auf einmal mit neuen Aufgaben konfrontiert und einer Situation, die sie unter Ancelotti und auch unter Zinedine Zidane so nicht kannten. Es ist daher nicht auszuschließen, dass sich der ein oder andere zunächst dachte:

"Was ist denn hier los? Wieso steht hier auf einmal ein Coach, der mir genau sagen will, wo ich wann wem hinpassen soll? Und der mir sogar direkt vormacht, wie ich zu spielen habe?"

Viele Leser erinnern sich hier sicherlich noch an das Scheitern von Carlo Ancelotti beim FC Bayern, was ebenfalls größtenteils seinem Vorgänger Pep Guardiola geschuldet war. Während Guardiola den Bayern-Spielern nämlich in höchster Akribie Strukturen und Positionen vorgab, war es dann Ancelotti der (inklusive rauchendem Co-Trainer) die Zügel plötzlich locker ließ und den Spielern maximale Freiheit auf dem Platz einräumte.

Die Folge war, dass das Team mit diesem plötzlichen Stilbruch komplett überfordert war, was schließlich für den Rauswurf von Carlo Ancelotti nach nur einem Jahr sorgte. Ausgerechnet der FC Bayern, der Verein gegen den Ancelotti auf seinen vielen anderen Stationen noch nie verloren hatte, sollte damit der einzige Verein bleiben, wo er als Trainer keinen Erfolg hatte.


Die Frage, die man sich daher durchaus stellen darf: Erleben wir bei Real Madrid vielleicht grade das selbe Phänomen, nur umgekehrt?

Vinicius Jr. vers. Xabi Alonso:

Ich? Wirklich ich? Warum immer ich? Mir reicht's. Ich hau hier ab.

So ähnlich interpretierten Lippenleser den Wutanfall von Vinicius Junior nach seiner Auswechslung im El Classico gegen den FC Barcelona, den man trotz alledem (nicht zuletzt dank einer herausragenden Leistung von Kylian Mbappé) aber schließlich dennoch gewann.

Anders als aber z.B. bei Karim Adeyemis jüngsten Ausrastern nach Auswechslung bei Borussia Dortmund stellte sich der Verein danach jedoch nicht klar hinter den Trainer.

Vielmehr wurde mehr und mehr durchgesteckt, dass zwischen Vinicius Jr. und Xabi Alonso schon länger ein Machtkampf tobte und es auch andere Spieler gab, die vor Alonso nicht den Respekt hatten, wie vor seinem Vorgänger.

Der Grund hierfür: Vinicius Jr. und anderen Kreativspielern war das Positionsspiel von Alonso zu starr, hemmte sie in ihrer Kreativität und sorgte gerade gegen tiefstehende Gegner für Probleme, die man - laut einiger Spieler - so unter Carlo Ancelotti in der Form nicht hatte.

Auch plötzliche Positionswechsel wie die von Federico Valverde auf die Rechtsverteidigerposition wurde von Spielerseite nur äußerst widerwillig aufgenommen.

Andere Spieler wie Jude Bellingham weigerten sich währenddessen wiederholt bei Interviews zu erscheinen, während sich junge Spieler wie Franco Mastantuono oder auch der jüngst an Olympique Lyon verliehene Brasilianische Mittelstürmer Endrick über zu wenig Spielzeit beschwerten.

Kurz gesagt: Aus dem Machtkampf zwischen Vinicius und Alonso wurde ein Dominoeffekt, bei dem mehr und mehr Spieler machten, was sie wollten, ungeachtet, ob das dem Verein und dem Trainer schadet oder hilft.


Machtvakuum in der Kabine:

Nur wie ist man überhaupt in diese Situation gekommen? Denn auch wenn Xabi Alonso trotz seiner Spielererfolge als Trainer in Spanien noch nicht das Standing hat wie ein Ancelotti, müsste es dann doch zumindest in der Mannschaft Spieler geben, die einen Vinicius Jr. in der Kabine mal beiseite nehmen und sagen: Freundchen, so nicht. Auch du stehst hier nicht über dem Verein.

Das Problem ist, dass Real Madrid genau solche erfahrenen Spieler, vor denen jeder junge Spieler Respekt hat, aktuell fehlen. Jahrelange Säulen wie Toni Kroos und Luka Modric spielen nicht mehr für die Königlichen und junge Spieler wie Eduardo Camavinga, Jude Bellingham oder auch Aurelien Tchouameni müssen eben noch in diese Rolle als absolute Führungsspieler hineinwachsen.

Hinzu hat sich dann auch noch Kapitän Dani Carvajal verletzt, der noch am ehesten hätte die Rolle des verlängerten Trainerarms ausfüllen können.

Es fehlen somit aktuell die Spieler, die Ruhe in die Kabine bringen und insbesondere die jungen Spieler wie Vinicius Jr., Rodrygo oder ein Stückweit auch Bellingham, für die Ancelotti eine Art Vatervigur war, mal in einem persönlichen Gespräch beiseite nehmen und ihnen klar machen, was es eigentlich bedeutet für den größten Verein der Welt zu spielen.


Lücken im Kader:

Des Weiteren gibt es auch einige taktische Lücken im Kader, die Alonso bei Leverkusen so nicht hatte und die ihm aktuell das Leben schwer machen.

Auch bedingt durch die Knieverletzung Dani Carvajal fehlt Alonso z.B. aktuell ganz klar ein schneller erfahrener Rechtsverteidiger der Marke Jeremie Frimpong, so wie auch ein klar gesetzter Freistoßschütze wie Alejandro Grimaldo, der sowohl die Außenbahn beackern als auch im Mittelfeld Verantwortung übernehmen kann.

Vor allem aber fehlt Alonso ein echter Neuner der Marke Patrik Schick, ein Stürmer, der auch mal mit dem Rücken zum Tor Bälle fest macht, kopfballstark ist und sich gegen tiefstehende Abwehrketten durchsetzt.

Und klar, man kann sagen: Wenn man stattdessen mit Kylian Mbappé einen der Top 3 aktuell besten Stürmer der Welt (Grüße an Haaland und Kane) hat, ist das schon Heulen auf sehr hohem Niveau. Das Problem ist jedoch, dass sowohl Mbappé, als auch Vinicius Jr. als auch Rodrygo eigentlich gelernte linke Flügelspieler sind, die klar übers 1 gegen 1 und über Tempo kommen. Es fehlt somit das Gegenstück, ein Neuner, wie es beispielsweise Joselu, Karim Benzema oder in seinen späten Real-Jahren Cristiano Ronaldo war.

Dennoch ist Kylian Mbappé der Spieler, der unter Alonso wohl die bislang größte Entwicklung durchgemacht hat, steht er doch aktuell sowohl in der Champions League (9 Tore in 5 Spielen) wie auch in der Liga (18 Tore in 8 Spielen) mit wettbewerbsübergreifend bereits 28 Toren in dieser Saison europaweit auf Platz eins.



Wie geht es weiter?

Grundsätzlich muss man sich hier seitens der Vereinsführung erstmal fragen: Möchte man mit Xabi Alonso den Umbruch endgültig vollenden und mit ihm gemeinsam damit ein Stück weit auch ein neues Real Madrid aufbauen? Oder hat, wie leider oft bei so großen Vereinen, nur der sofortige Erfolg, im Idealfall das Triple, Priorität?

Auch muss man sich bewusst sein, mit Xabi Alonso nun einen sehr ambitionierten und meinungsstarken Trainer zu haben, der sicherlich auch anpassungsfähig ist, dennoch aber eine klare Philosophie hat und nicht gekommen ist, um allen, inklusive Präsident Florentino Perez, Honig ums Maul zu schmieren.

Alonso hingegen muss sich jedoch aber auch bewusst werden, dass Real Madrid nicht Bayer Leverkusen ist, sondern nun mal auch historisch schon immer ein Verein war, wo nur die besten Spieler der Welt spielen - Spieler mit einem sehr großen Ego, die vielleicht auch mal für die ein oder andere Starallüre gut sind.

Ob es dabei fürs Kabinenkarma so hilfreich ist, den Fast-Ballon-D'or-Sieger von 2024 Vinicius Junior ausgerechnet im El Classico auszuwechseln, während sein größter Kontrahent bei Barcelona Lamine Yamal trotz dürftiger Leistung über 90 Minuten durchspielen darf, darf dabei also auch hinterfragt werden.

Denn so schön der Satz "Die Mannschaft ist der Star" auch ist, trifft dies auf Real Madrid eben nur bedingt zu, da hier natürlich auch klar eine geballte Ansammlung von Superstars die Mannschaft bilden.

Teile den Post
Leon

Wo spielt Nico Schlotterbeck im Herbst 2026?

Nico Schlotterbeck gehört aktuell neben dem Bayern-IV-Duo Jonathan Tah und Dayot Upamecano ganz klar zu den Top 3 Innenverteidigern der Bundesliga. Umso mehr stellen sich Dortmund-Fans allmählich die Frage, wie lange der Weg mit so einem herausragenden Spieler noch gehen kann. Bereits 2027 läuft sein Vertrag bei den Schwarzgelben nämlich aus, der nächste Transfersommer wäre also der letzte Sommer, wo man für den Innenverteidiger, dessen Marktwert aktuell auf rund 55 Millionen Euro geschätzt wird, noch eine Ablöse kassieren könnte. (Bild: IMAGO / Jan Huebner)

Aber macht ein Wechsel von Schlotterbeck zu einem größeren Verein diesen Sommer sportlich überhaupt Sinn? Und falls ja, zu welchem Verein?

Das alles erfahrt ihr im ersten Teil unserer neuen Artikel-Reihe „Wo spielt Spieler X nach dem Sommer 2026?“

Teile den Post
Leon

Was ist los mit Mo Salah? Verlässt er Liverpool schon im Winter?

Nach dem bitteren 3:3 gegen Leeds United hat Clublegende Mohamed Salah im anschließenden Interview deutliche Kritik an der Clubführung und Trainer Arne Slot geäußert. Der „Egyptian King“ sagte hier unter anderem, er fühle sich nicht wertgeschätzt, hätte kein (!) Verhältnis mehr zu seinem Trainer und deutet dabei sogar einen Abschied im Winter an. Könnte es jetzt also sogar zu einem vorzeitigen Ende des Superstars bei den Reds kommen? (Bild: IMAGO / Xinhua)

Die Galacticos des Nordens

Der unerklärliche Absturz des amtierenden Premier League Meisters FC Liverpool darf wohl zu Recht als eine der größten Überraschungen dieser Saison im europäischen Fußball gezählt werden. Nicht wenige sahen vor der Saison eher einen FC Liverpool, der wenigstens einmal Top-Favorit auf den erneuten Meistertitel in der Premier League war, wenn nicht sogar einer der Mitfavoriten auf den Henkelpott.

Zu glanzvoll sahen die Neuzugänge aus, bei denen die Reds sämtliche wirtschaftlichen Rekorde brachen und in einem Sommer u.a. Florian Wirtz (125 Millionen), Jeremie Frimpong (40 Millionen), Milos Kerkez (45 MIllionen), Hugo Ekitike (95 Millionen) und Alexander Isak (145 Millionen) an die Mercyside holten.




Des Weiteren hatte man bis auf Luis Diaz und Trent Alexander-Arnold und nicht zuletzt den durch einen Autounfall verstorbenen portugiesischen Flügelstürmer Diogo Jota keinen nennenswerten Abgang zu verschmerzen.

Dennoch stand man nach dem 14. Spieltag sogar lediglich nur auf Platz 11 in der Premier-League-Tabelle, hinzu kamen peinliche Niederlagen gegen Nottingham Forest (0 : 3) in der Liga, wie auch PSV Eindhoven (1 : 4) in der Champions League.

Kurz gesagt: Es machte sich schlussendlich das bemerkbar, was in den ersten Wochen die (meist knappen und glücklichen) Ergebnisse noch kaschieren konnten – diese Mannschaft bestand zwar aus vielen großen Namen, trat aber nicht wie das auf, was der Name suggerieren sollte: Eine Mannschaft. Und hierbei kommt man leider auch an ihm nicht vorbei: Mohamed Salah, Liverpools Rekordschütze und vielleicht der beste und talentierteste Stürmer, der jemals für diesen Verein auflief.

Legende aus dem Pyramidenland

Über das, was Mo Salah in seiner Gesamtlaufbahn für den FC Liverpool geleistet hat, gibt es sicherlich keine zwei Meinungen. Kein Interview der Welt, selbst ein komplettes Zerwürfnis mit dem Verein, könnte diese Legacy zerstören, die Mo Salah sich hier über Jahre hinweg aufgebaut hat: 2 Meisterschaften, 1 Champions-League-Titel, 4 Top-10-Nominierungen für den Ballon D’or, 6 mal Englands wie auch Afrikas Fußballer des Jahres, wie auch vierfacher Torschützenkönig in der wahrscheinlich besten Liga der Welt.

Auch was seine Form angeht, hatte es den Anschein als könne diese Jahr für Jahr nur noch besser und besser werden. Mit 29 Toren und 18 Assists zeigte er zudem grade letzte Saison eine extrem hohe Ausgeglichenheit zwischen Toren und Vorlagen, was immer ein Zeichen dafür ist, dass ein Stürmer nicht nur unglaublich gut und treffsicher ist, sondern auch Spieler um sich herum hat mit denen er gerne und hervorragend harmoniert.

Warum der plötzliche Downfall?

Wie also kann es sein, dass davon auf einmal gefühlt nichts mehr übrig ist? Denn trotz sehr hoher Forderungen schaffte Salah es nämlich auch finanziell diesen Sommer am Ende seinen neuen Vertrag durchzusetzen, der auf etwa 20,8 Millionen Pfund Gehalt im Jahr geschätzt wird.

Trotzdem steht er nach nun 15 Spielen grade mal bei 4 Scorern (2 Tore und 2 Vorlagen) und wird zudem scharf dafür kritisiert, neuen Mitspielern wie Florian Wirtz oder Hugo Ekitiké in torentscheidenden Situationen nicht zuzuspielen, sein Ego in den Vordergrund zu stellen und sich dabei immer mehr von der Mannschaft abzuschotten.

Die Folge: Arne Slot setzte ihn ab einem bestimmten Punkt auf die Bank, ihn die Vereinslegende - etwas, was einst Erik ten Hag bei Manchester United schon mit einem alternden Cristiano Ronaldo tat - mit ähnlichen Folgen (siehe Ronaldos Interview vor seinem United-Abgang):



Nun sprechen wir über Mo Salah's Interview nach jenem 3 : 3 gegen Leeds United gegenüber Sky.Sports. Parallelen zu Cristiano Ronaldos Manchester-United-Abrechnungs-Interview mit Piers Morgan im Jahr 2022 gibt es hier nämlich definitiv, was die Schärfe im Tonfall angeht und auch die Tatsache, dass hier ein Spieler klar aufzeigt, größer als der Verein und insbesondere der Trainer zu sein.

Hier einige originale Zitate aus seinem Interview und unsere Einschätzung dieser Aussagen nach dem 3 : 3 gegen Leeds:

Ich verstehe nicht, warum ich auf der Bank sitze. Ich habe viel für den Club getan. Es fühlt sich so an, als würde der Club mich unter den Bus werfen.“

Hier ist schon klar der erste Fehler in der Selbsteinschätzung von Mo Salah. Denn im Gegensatz zu Robert Lewandowski oder auch Cristiano Ronaldo gibt es im Fall Salah keinen anderen wirklich großen europäischen Verein, wo er ähnlich viel Ruhm und Aufmerksamkeit erhielt. Der Erfolg des FC Liverpools ist daher natürlich klar mit Namen wie Trent Alexander-Arnold, Virgil van Dijk und natürlich auch Mo Salah verbunden, umso mehr aber ist der Erfolg von Salah völlig klar und nahezu einzig und allein mit dem FC Liverpool verbunden.

Die Dankbarkeit sollte daher auf beiden Seiten gegeben sein. Hinzu ist jeder Spieler über 30 auch irgendwann mal an dem Punkt, wo auch die körperliche Verfassung nachlässt.

Ich sehe nicht mich als das Problem. Ich hätte es verdient zu spielen.“

Hier könnte man noch am ehesten mit Salah mitgehen. Denn ganz sicher ist er nicht der einzige Schuldige an der Liverpool-Krise.

Auch Spieler wie Isak und Wirtz spielten lange komplett unter ihren Erwartungen und neben dem Trainer und den Spielern sollte man hier auch klar die Vereinsführung in Frage stellen, deren Transferausgaben sich bislang in keiner Weise rentiert haben, sondern u.a. durch die Verpflichtung von zwei Starspielern auf der selben Position wie Ekitiké und Isak das Team eher verschlechterten. Dennoch muss ein Trainer natürlich auch immer nach der aktuellen Form der Spieler gehen.

Die Beziehung zu Slot ist quasi nicht vorhanden, wir haben keinen Kontakt.“

Diese Aussage ist die von allen Kontroverseste und macht auch nicht wirklich Sinn. Denn an wem liegt fehlende Kommunikation am Ende? Natürlich auch an Arne Slot, aber doch vor allem erst mal an Mo Salah. Oder schreibt er, überspitzt gesagt, Slot drei mal täglich irgendwelche WhatsApps a la „Können wir mal unter vier Augen reden?“ und der arrogante Holländer mit der Glatze antwortet ihm einfach nicht?

Das dies so nicht geschehen ist, hat Slot selbst bereits bestätigt. Viel mehr war es, laut Slot, Mo Salah, der vor seinem Interview in keiner Weise das Gespräch mit ihm gesucht oder versucht hat, eine gemeinsame Lösung zu finden.

Was ebenso für Stirnrunzeln sorgte, ist dass das Interview von Salah sehr ruhig und abgeklärt wirkt, nicht so, als wäre er grade in Rage, sondern eher so, als hätte er sich das, was er dort sagte, gut überlegt, auch mit dem Wissen, dass er nach dem nächsten Spiel sowieso weg wäre, um im diesjährigen Afrika-Cup für sein Heimatland Ägypten aufzulaufen.

In diese Richtung gingen zuletzt auch Aussagen von englischen TV-Experten wie Jamie Carragher, die ihm indirekt vorwarfen, seine Position im Verein zu nutzen, um einen schnellen Rauswurf von Trainer Arne Slot zu forcieren.


Folgen und Zukunft:

Ob es nun Kalkül oder tatsächlicher Frust um seine Situation war: Eines hat Salah damit auf jeden Fall geschafft, nämlich das Chaos rund um den FC Liverpool noch mehr zu verstärken. Dieses Interview hatte nun sogar zur Folge, dass man ihn aus dem Kader der Champions League ganz raus warf.

Dennoch darf man nie vergessen, dass die Identifikation mit seinem Job und seinem Verein immer auch eine gewisse Emotionalität hinterlässt. Wenn man nach einer 48-Scorer-Saison nur aufgrund von wenigen Spielen vom Trainer ausgemustert wird, hinterlässt das bei jedem Star auf diesem Level Spuren und nur die Wenigsten haben die Größe, ihren Unmut über die plötzliche Ausmusterung nicht auch in der Öffentlichkeit kund zu tun (man erinnere an die ersten Thomas-Müller-Aussagen nach seiner plötzlichen Nicht-Vertragsverlängerung bei den Bayern.)


Allerdings hat sich Salah mit seinen Aussagen nun vor allem selbst das Leben schwer gemacht. Denn so widersprüchlich das klingen mag: Ab dem Moment, wo er zum Afrika-Cub reist, gilt nun zuallererst: Je erfolgreicher die Phase ohne ihn für den FC Liverpool läuft, desto mehr ist Salah der Verlierer, je weniger erfolgreich es hingegen läuft, desto mehr ist Salah der Gewinner.

Ob das eine Grundlage für eine erneute Zusammenarbeit in der Rückrunde ist, selbst unabhängig vom Trainer, darf also sehr in Frage gestellt werden.

Winterwechsel nachvollziehbar?

Des Weiteren hat nun das Thema Saudi Arabien in den letzten Wochen mehr denn je die Runde gemacht, wo sowohl Al-Nassr, Al-Ahli als auch Al-Hilal bereit wären, für die Dienste des Superstars noch einmal mehr Summen in astronomischer Höhe zu bezahlen.

Hier muss man allerdings bedenken, dass Saudi Arabien für Salah auch noch mal eine andere Bedeutung haben könnte als für Spieler, denen man nachsagt, wirklich nur aufgrund des Geldes in die Saudi Pro League zu wechseln.

Als indirektes Nachbarland seines Heimatlands Ägypten (nur eine kleine Meerenge trennen die beiden Länder) würde er in ein Land wechseln, über welches man in Sachen Menschenrechte natürlich durchaus streiten kann, welches aber auch aufgrund der Religion viele Parallelen zu seinem Heimatland aufweist, in dem er mittlerweile ein Volksheld ist und vielleicht der größte Fußballer, den das Land Ägypten je hervorgebracht hat.

Daher scheint es auch nicht verwunderlich, dass eine Rückkehr von Salah in den nahen Osten gerade in seiner Heimat gefeiert wird und man in Ägypten nur wenig Verständnis für das Verhalten des FC Liverpool und insbesondere des Trainers hat.

Dieser Aspekt - dass hier quasi ein verlorener Sohn aus der Heimat in den nahen Osten zurückkehrt, würde diesem Saudi-Arabien-Transfer daher, was den arabischen Raum angeht, nochmal eine andere Dimension geben, als der von Karim Benzema, Ronaldo oder Neymar.

Die absolute Traumvorstellung für jeden Ägypter wäre natürlich eine Rückkehr von Salah zu seinem Heimat- und Ausbildungsclub Al-Mokawloon al-Arab in Nasr City, Kairo.

Hier hat sich das Fußballgeschäft nur leider in eben diese Richtung entwickelt, dass das wohl ebenso unrealistisch ist wie eine Rückkehr Cristiano Ronaldos als Spieler zu seinem Heimatclub Sporting Lissabon.

Es bleibt also spannend zu beobachten, wie Salahs Karriere weiter geht. Schön wäre es, wenn sich (wie im Falle Thomas Müller) Spieler und Verein am Ende doch so einigen können, dass man harmonisch auseinander geht.

Dies plus ein würdiges Abschiedsspiel, inklusive entsprechender Choreo, wäre sowohl Salah, als auch dem Verein, am allermeisten aber den Liverpool-Fans zu wünschen.


Teile den Post