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Darum will ihn Max Allegri | Andrej Kostic (19) im Porträt

Darum will ihn Max Allegri | Andrej Kostic (19) im Porträt

Andrej Kostić ist einer der spannendsten Talente, die der Balkan-Fußball in den letzten Jahren hervorgebracht hat – und das in einem Alter, in dem die meisten Gleichaltrigen noch in der U19 oder an der Playstation spielen und feiern gehen. Doch dieses Talent ist anders. Wir erzählen euch in diesem Artikel, warum Top-Teams wie der AC Mailand den montenegrinischen Rohdiamanten jagen. (Bild: IMAGO / Aleksandar Djorovic)

Geboren am 16. Januar 2007 in Podgorica, Montenegro, wuchs der 1,88 m große Mittelstürmer in der Jugendakademie von FK Budućnost Podgorica heran, dem dominanten Verein seines Heimatlandes. Schon als Kind zeigte Kostic einen besonderen Ehrgeiz. Ein Video von vor etwa zehn Jahren – heute viral – zeigt sein Talent auf einem Fußballplatz: Dribblings, Distanzschüsse und Schüsse aus dem Stand. Sein erster Trainer war der Vater von Milan Roganovic, seinem besten Freund und aktuellen Teamkollegen.

Bereits mit 16 Jahren unterschrieb er dort seinen ersten Profivertrag (März 2024), debütierte wenig später in der ersten montenegrinischen Liga und zeigte schnell, warum Scouts ihn auf dem Zettel hatten: stark im Kopfball, intelligent in seiner Positionierung, torgefährlich im Strafraum und mit einem guten Gespür für den richtigen Moment.

In der Saison 2024/25 gelangen ihm in nur etwa 500 Ligaminuten vier Tore und drei Assists – beeindruckende Werte für einen Teenager. Dazu kamen noch weitere 4 Tore in der UEFA Youth League und das in nur 325 Spielminuten, was seine Überlegenheit im Jugendbereich demonstriert.

Alle 66 Minuten ein Tor

Am 24. Juni 2025 vollzog sich dann der nächste logische Schritt: Kostić wechselte für rund 900 Tausend Euro zu FK Partizan Belgrad und unterschrieb einen Fünfjahresvertrag bis 2030. Partizan stattete ihn mit der legendären Nummer 9 aus – ein klares Vertrauensbekenntnis! Der Transfer beinhaltete zudem eine Weiterverkaufsbeteiligung für Budućnost (ca. 20 %), was die gute Zusammenarbeit zwischen den Klubs unterstreicht.

Sein Einstand hätte kaum besser laufen können: Am 20. Juli 2025 kam er in der Super Liga beim Auswärtsspiel gegen Železničar Pančevo in der 63. Minute für Jovan Milošević ins Spiel – und traf in der Nachspielzeit zum vielumjubelten 1:0-Siegtreffer. Es war der Startschuss für eine furiose erste Hinrunde 2025/26.

In der serbischen SuperLiga stand er bis Mitte Januar 2026 in etwa 20 Spielen auf dem Platz (meist als Joker), erzielte 8 Tore – also alle 66 Minuten ein Treffer für Partizan! Eine beeindruckende Quote für einen 19-Jährigen, der sich in einer physisch harten Liga erst zurechtfinden musste. Auch in den Conference-League-Qualifikationsspielen kam er regelmäßig zum Zug und zeigte, dass er auf internationaler Bühne gleichermaßen nicht überfordert wirkt.

Kostic drängt auf einen Wechsel in die Serie A

Sein Marktwert schnellte binnen eines halben Jahres von unter einer Million auf 3 Millionen € (Stand Dezember 2025, Transfermarkt). Internationale Scouts wurden aufmerksam – besonders auffällig: Der AC Milan. Berichten zufolge (u. a. Calciomercato, Gazzetta dello Sport) drängte Kostić selbst auf einen Wechsel zu den Rossoneri, einig war man sich bereits über persönliche Konditionen mit den Lombarden.

Partizan fordert jedoch deutlich mehr an Ablöse (ca. 12 Mio. € plus Boni), während Milan maximal 5-7 Mio. € plus Boni zahlen will. Ob und wann der Transfer zustande kommt, bleibt Stand jetzt, offen – doch der Druck auf eine baldige Entscheidung wächst, denn Kostic „will nur zu Milan“. Für die montenegrinische Nationalmannschaft ist unser Protagonist bereits A-Nationalspieler (Debüt 2025) und gilt als der Neuner der Zukunft, was seinen Marktwert ebenfalls nach oben schraubte.

Was macht Kostić so besonders?

Er verbindet die klassischen Stürmer-Tugenden eines modernen Neuners: Größe und Luftstärke, gepaart mit überraschender Beweglichkeit, gutem Abschluss mit beiden Beinen (bevorzugt jedoch rechts) und hoher Spielintelligenz. Trainer loben seine Professionalität trotz jungem Alter – er wirkt selten überhastet, sondern kalkuliert.

Kostic kann den Ball mit seinem physisch starken Körper gut abschirmen, und besitzt die Technik diesen gut an- und mitzunehmen. Er hat wie bereits erwähnt nicht nur eine gute Trefferquote, sondern ist auch als Joker sofort im Spiel, während andere Spieler länger brauchen um erst einmal in die Partie zu finden.

Der junge Mittelstürmer bewegt sich klug, lässt sich gerne zurückfallen, um das Spiel zu verbinden, und sucht ständig nach Schusspositionen. Ein geborener Torjäger mit echtem Torinstinkt, der im Strafraum, aus der Distanz und nach Flanken trifft.
Für seine Größe ist er technisch solide. Gute Ballannahme, kann gegen Verteidiger dribbeln und ist effektiv im Umschalten. Nicht explosiv auf kurzen Strecken, aber mit einer ausreichenden Endgeschwindigkeit.

Dennoch muss er noch an seiner Konstanz arbeiten, vor allem was seine Entscheidungsfindung angeht. Er besitzt zwar eine hohe Spielintelligenz, jedoch hat er immer wieder mal kognitive Aussetzer im Spiel. Zudem bereitet er keine Tore vor, sondern ist ein reiner Abschlussstürmer. Für den modernen Fußball darf er allerdings auch diese Qualität entwickeln.

Fazit

Für Partizan-Fans ist er aktuell die große Hoffnung auf Tore und auf einen hohen Verkaufserlös, der in die Mannschaft reinvestiert werden kann. Für den Balkan-Fußball ist er der Beweis, dass Top-Talente aus Montenegro und Serbien inzwischen nicht mehr erst mit 22–24 Jahren den Sprung in die Top-5-Ligen schaffen – Kostić könnte einen Transfer deutlich früher absolvieren.

Allegri will das Ausnahmetalent sicherlich als Back Up für den verletzungsanfälligen Niclas Füllkrug holen, zumal der deutsche Neuzugang an einem Zehbruch laboriert und daher nur dosiert eingesetzt werden kann. Darüber hinaus hat die Verpflichtung gezeigt wie sehr Milan einen klassischen Mittelstürmer im System benötigt, der physisch stark ist, gut mit dem Rücken zum Tor und auch in der Luft etwas zu bieten hat – alles Qualitäten die Kostic mitbringen würde.

Egal ob er am Ende in Mailand landet oder doch noch länger in Belgrad verweilt, weil sich beide Parteien nicht auf eine Ablöse einigen können - seine Entwicklungsgeschwindigkeit spricht dafür, dass wir in den nächsten 2–3 Jahren noch sehr viel von Andrej Kostić hören werden.

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