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Diese Teams überraschten beim U23-Asien Cup

Diese Teams überraschten beim U23-Asien Cup

Der AFC U23 Asian Cup 2026 hat einige der größten Überraschungen der jüngeren Turniergeschichte geliefert. Während Japan seinen Titel zum ersten Mal erfolgreich mit einem dominanten 4:0 im Finale gegen China verteidigte, sorgten neben dem absoluten Titelfavoriten zwei Teams für eine große Überraschung. Diese wollen wir euch jetzt genauer vorstellen. (Bild: IMAGO / Xinhua)

China – Vom Nobody zum Finalisten

Kaum jemand hatte China vor dem Turnier nur annährend auf der Rechnung. In den vergangenen Ausgaben des Wettbewerbs waren die Chinesen meist früh gescheitert und galten international eher als unterklassig, sowohl mit der A-Nationalmannschaft, als auch im asiatischen U23-Bereich. Doch 2026 lief alles komplett anders!

Die Mannschaft erreichte als erste Nation überhaupt das Halbfinale (und später das Finale), obwohl sie in den ersten vier Spielen nur ein einziges Tor erzielte – eine Statistik, die fast schon absurd wirkt. Mit einer extrem kompakten Defensive und einem herausragenden Torhüter Li Hao eliminierte China deutlich höher eingeschätzte Teams.

Besonders beeindruckend war der Halbfinalsieg gegen Vietnam (3:0), das selbst eine starke Turnierphase hingelegt hatte. Im Endspiel gegen Japan war China dann zwar chancenlos (0:4), doch allein die Finalteilnahme gilt als historischer Erfolg. Chinesische Sportbehörden schickten Gratulationsschreiben, und selbst in der Niederlage wurde die Leistung als Grundstein für die nächste Generation der A-Nationalmannschaft gefeiert. China war zweifellos die größte Überraschung des gesamten Turniers.

Die Schlüsselspieler

Li Hao, Keeper des chinesischen Erstligisten Quingdao West Coast, war unbestritten der Spieler des Turniers für China. Der 21-Jährige hielt in mehreren Spielen (insbesondere in der Gruppenphase und im Achtel- bzw. Viertelfinale) den Kasten sauber und parierte teils spektakulär. Er wurde sogar von ehemaligen Profis wie Scott Carson öffentlich gelobt. Seine Ruhe und Reflexe waren der Hauptgrund, warum China trotz nur eines Tores in den ersten vier Spielen so weit kam. Im Halbfinale und Viertelfinale fischte er mehrere Hochkaräter heraus – ohne ihn wäre das Finale niemals möglich gewesen.

Neben Chinas Schlussmann glänzte vor allem Abwehrchef Hu Hetao von CD Rongcheng. Dieser war der unumstrittene Leader auf dem Platz und sorgte mit seinen Kommandos dafür, dass viele Angriffe der Gegner wegverteidigt wurden. Als flexibel einsetzbarer Verteidiger war Hu Hetao das organisatorische Herz der Abwehrkette. Er sprach nach dem Finale selbstkritisch, dass das Team „nicht sein bestes Spiel gezeigt hat“, doch über das gesamte Turnier hinweg war er einer der konstantesten und lautesten Feldspieler. Seine Zweikampfstärke und Führungsqualitäten halfen enorm, die junge Mannschaft zusammenzuhalten.

Vietnam schreibt südostasiatische Geschichte

Als der AFC U23 Asian Cup 2026 in Saudi-Arabien begann, standen die Prognosen klar: Japan als Titelverteidiger und Favorit, Südkorea, Australien, Usbekistan und Saudi-Arabien als Hauptanwärter auf die Medaillenplätze – und Vietnam? Die meisten Experten sahen die „Golden Stars“ irgendwo im erweiterten Mittelfeld, vielleicht als Achtelfinal- oder Viertelfinalkandidat, aber sicher nicht als Team, das bis ins Halbfinale und schließlich den dritten Platz eroberte.

Am Ende des Turniers hatte Vietnam jedoch mit dem dritten Platz Geschichte geschrieben – und das auf eine Weise, die selbst die optimistischsten Fans kaum für möglich gehalten hatten. Die Mannschaft vom südkoreanischen Trainer Kim Sang-sik spielte diszipliniert, schnell umschaltend und mit hoher Laufbereitschaft. Seine Truppe dominierte nicht immer spielerisch, aber es war effizient und ließ defensiv wenig zu.

Im Achtelfinale oder Viertelfinale kam dann der erste Paukenschlag: Vietnam bezwang die Vereinigten Arabischen Emirate (UAE) mit 3:2 nach Verlängerung – ein dramatisches Spiel, das landesweit für Euphorie sorgte und das Team ins Halbfinale katapultierte.

Das Halbfinale gegen das sensationell aufspielende China endete zwar mit einer klaren 0:3-Niederlage, doch selbst diese Partie zeigte Vietnams Qualitäten: Die "Golden Stars" kämpften bis zum Schluss, hatten Chancen und mussten sich nur einer chinesischen Mannschaft beugen, die in diesem Turnier über sich hinauswuchs. Der Sieg über Südkorea dagegen, wurde in Medien als „historischer Triumph“ und „Weckruf für asiatischen Fußball“ gefeiert und zeigte, dass Südostasien (Thailand inbegriffen) in Sachen Talentförderung ordentlich aufgeholt hat.

Die Schlüsselspieler

Zwei der entscheidendsten Schlüsselspieler der vietnamesischen U23-Nationalmannschaft beim AFC U23 Asian Cup 2026 waren Nguyễn Đình Bắc und Nguyễn Quốc Việt. Beide trugen maßgeblich zum historischen Bronzemedaillenerfolg bei.

Als Kapitän und absoluter Star des Turniers wurde Đình Bắc zum alleinigen Top-Scorer des gesamten Wettbewerbs gekürt – der erste Vietnamese, der diese Auszeichnung je holte und sogar der erste Südostasiat überhaupt. Mit 4 Toren und 2 Assists (in nur 361 Einsatzminuten, oft als Joker) entschied er Spiele wie den 1:0-Sieg gegen Saudi-Arabien oder traf entscheidend im Spiel um Platz 3. Seine Effizienz, Dribblings, Tempo und seine Nervenstärke im Elfmeterschießen gegen Südkorea machten ihn zum Symbol des vietnamesischen Erfolgs. Viele Fans bezeichnen ihn als den vietnamesischen Mbappé.

Quốc Việt war der kongeniale Partner von Đình Bắc in der Offensive und einer der konstantesten Leistungsträger. Er erzielte wichtige Treffer, darunter im Gruppenspiel und im dramatischen kleinen Finale gegen Südkorea (2:2 nach Verlängerung). Seine Vielseitigkeit – mal als hängende Spitze, mal weiter auf dem Flügel – gab dem Team mehr Flexibilität und half, die kompakte Defensive der Gegner zu knacken. Im Elfmeterschießen um den dritten Platz zeigte er ebenfalls Nerven aus Stahl.

Zusammen bildeten die beiden eine gefährliche Doppelspitze, die Vietnam zu 10 Turniertoren verhalf und den Unterschied ausmachte – vor allem in entscheidenden Momenten. Ihr Zusammenspiel war ein Hauptgrund, warum die „Golden Stars“ 2026 weit über Erwartungen performten.

Fazit

Während Japan sportlich überlegen blieb und seinen Status als Asiens U23-Nummer-eins zementierte, schrieb China die mit Abstand emotionalste und unerwarteste Geschichte des Turniers. Von „nur ein Tor in vier Spielen“ bis ins Finale – diese Mannschaft hat vielen Fans gezeigt, dass im asiatischen Jugendfußball die Kräfteverhältnisse schneller in Bewegung geraten können, als viele dachten.

Vietnam und einige Underdogs aus Zentral- und Südostasien rundeten das Bild eines Turniers ab, das einmal mehr bewies: Im U23-Bereich ist fast alles möglich. Der Weg nach 2028 (dann wieder olympische Qualifikation) ist für China und Vietnam nun klar gezeichnet: Der Schwung von 2026 muss in die A-Nationalteams transferiert werden. Asiens Fußball-Zukunft könnte bunter und ausgeglichener sein, als noch vor wenigen Wochen erwartet.

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