Darum will Milan Aleksey Miranchuk

Die Planungen für die neue Saison laufen beim AC Mailand auf Hochtouren. Während Paolo Maldini und dessen Gefolge an den Vertragsverlängerungen von Gigi Donnarumma, Hakan Calhanoglu und Zlatan Ibrahimovic arbeiten, soll Sportdirektor Ricky Massara den nächsten Deal einfädeln. Objekt der Begierde? Lokomotive Moskaus Spielmacher Aleksey Miranchuck (24).

Der 24-jährige Russe machte bereits durch seinen Treffer gegen Juventus Turin auf sich aufmerksam und steuerte diese Saison für seinen Club zwölf Tore und vier Vorlagen in 27 Ligapartien bei. Die Chancen auf die Verpflichtung des Edeltechnikers stehen nicht schlecht, da die „Rossoneri“ mit Diego Laxalt über interessante „Tauschware“ verfügen.

Der Tabellenzweite der Premjer Liga möchte den Uruguayer gerne verpflichten, was die Ablöse für Miranchuk sicherlich erschwinglicher gestalten würde. Vor wenigen Monaten rief Präsident Wassili Kiknadse noch 50 Millionen für seine Nummer 59 auf, doch die Corona-Krise und der 2021 auslaufende Kontrakt würden den russischen Nationalspieler, angesichts seines ungeheuren Potenzials, zu einem echten Schnäppchen avancieren lassen.

Aktuell fordern die Osteuropäer knapp 25 Millionen plus Milans Linksverteidiger, was die Lombarden finanziell vor keine weiteren Herausforderungen stellen sollte. Doch warum sind Maldini & Co eigentlich so scharf auf Aleksey Miranchuk? Schließlich spielt er in keiner europäischen Topliga.

Wer ist Aleksey Miranchuk?

Aleksey Miranchuk wurde am 17. Oktober 1995 im Kuban geboren, jedoch brachte seine Mutter ihn und seinen Zwillingsbruder Anton ins Probetraining von Spartak nach Moskau. „Narodnaya komanda“ jedoch, sah von einer Verpflichtung der beiden ab und so landeten die Brüder bei Lokalrivale Lokomotive.

Miranchuk verbrachte seine Jugend also in der Hauptstadt und debütierte schließlich mit gerade mal 18 Jahren gegen Krasnodar, und erzielte gegen Amkar Perm sein erstes Tor im Profi-Fußball. Ab der Saison 2015/16 begann er sich Stück für Stück im Profikader zu etablieren, seinen Durchbruch feiert er jedoch erst zwei Jahre später. Als er in der Champions League gegen Porto zwei Assists beisteuerte, rückte er in den Fokus zahlreicher Topclubs.

In der Nationalmannschaft startete er in der U-18, doch bereits neun Monate später wurde er in die U-21 berufen und debütierte dort früher als viele seiner 19-jährigen Kollegen. Sein Debüt in der A-Nationalmannschaft gab er im Alter von 19 Jahren, als ihn niemand geringeres als Trainerlegende Fabio Capello in die „Sbornaja“ berief.

Spielerprofil

Miranchuk ist eigentlich ein gelernter Zehner, jedoch wird er manchmal auch im linken und rechten offensiven Mittelfeld eingesetzt. Er verfügt über enorme technische Qualitäten, ist stark im 1-gegen-1, und glänzt vor allem als exzellenter „Spielmacher“. Allein diese Saison spielte der 1,85-Hüne in 27 Partien unglaubliche 69 tödliche Pässe und 73 Schlüsselpässe die anschließend in Großchancen resultierten.

In Stefano Piolis präferierten 4-2-3-1 wäre der Russe der perfekte Akteur, welcher für Ausgewogenheit und taktische Flexibilität sorgen würde. Er kann alle drei offensiven Mittelfeldpositionen bekleiden, wenngleich er aufgrund seiner mangelnden Schnelligkeit im Zentrum wohl am besten aufgehoben wäre.

Da Coach Pioli jedoch sehr flexibel angreifen lässt, würde Milan mit einem vielseitigen Miranchuk die gegnerischen Abwehrreihen umso mehr verwirren, wenn dieser dann als zentraler Spielgestalter plötzlich von der Außenbahn angreift.

Schafft er den Sprung in die Serie A?

Zudem müssten die Lombarden kein zusätzliches Budget für einen reinen Flügelspieler generieren. Denn sollten Samu Castillejo oder der junge Alexis Saelemaekers die Erwartungen nicht kontinuierlich erfüllen, hätte man mit Miranchuk einen qualitativ hochveranlagten Spieler im Kader, welcher jederzeit auch auf dem linken Flügel agieren könnte.

Auch wenn dieser „nur“ aus der Premjer Liga kommt, traue ich ihm den Sprung nach Italien absolut zu, wenngleich man ihm eine kurze Adaptionsphase eingestehen sollte. Daher stellt der Standardspezialist nicht nur sportlich, sondern auch finanziell ein lukratives Gesamtpaket für den siebenfachen Champions-League-Sieger dar.

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