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Sascha

Nach der Entlassung in Neapel | Ist Ancelottis Zeit vorbei?

Carlo Ancelotti, ein Mann, welcher schon zahlreiche Trophäen des europäischen Spitzenfußballs gewinnen konnte, von denen andere Trainer nur träumen wagen. Doch bröckelt die glanzvolle Fassade der lebenden Trainerlegende langsam dahin? Eine Frage die sich mir schon nach seiner Entlassung beim FC Bayern stellte.

Klar galt die Truppe des deutschen Rekordmeisters als schwierig, dennoch sollte man doch von einem der erfolgreichsten Welttrainer erwarten können, dass er diese Charaktere zu einer homogenen Mannschaft formt. Gerade Ancelotti, welcher bekannt dafür war, über eine enorm hohe soziale Intelligenz zu verfügen und auch mit egozentrischen Diven ein harmonisches Arbeitsverhältnis schaffen zu können.

Der Anspruch eines Spitzentrainers

Doch beim FCB ging ihm diese Stärke wohl in Teilen verloren, als er sich mit zu vielen Führungsspielern anlegte und falsches „Leadership-Vermögen“ an den Tag legte. Die Ausrede, dass das Team nur unter Jupp Heynckes funktioniere, kann nicht als Omni-Entschuldigung gewertet werden. Es gehören immer zwei Parteien dazu und der 60-jährige Italiener hatte gewiss seinen Anteil am Misserfolg der Bayern.

Nach seiner Zwischenstation in Deutschland zog es ihn ins beschauliche Neapel. Im ersten Jahr änderte er nur wenig an der Taktik des Teams und profitierte sicherlich weiterhin von Sarris implementierten Elementen. Der schnelle „One-Touch-Fußball“ war immer noch allgegenwärtig und die Spieler waren im 4-3-3 eingespielt und besaßen ihre Automatismen. Ancelotti erbte also ein voll funktionierendes und homogenes Team.

Im zweiten Jahr ging es bergab

Dessen Handschrift war daher eher gegen den Ball zu sehen, indem er das Team etwas ausbalancierte. Im zweiten Jahr jedoch, beseitigte er die „Überbleibsel“ Sarris und änderte die Formation auf sein präferiertes 4-4-2 um. Viele Akteure spielten plötzlich nicht mehr auf ihren Idealpositionen und fanden sich mehr schlecht als recht in seiner Taktik wieder.

Abgesehen davon, dass der taktische Ansatz nicht zur Ausrichtung des Kaders passte, geriet Ancelotti in einen Krieg zwischen Präsident, Fans und Spieler. Sicherlich eine mörderische Atmosphäre, doch der ehemalige Napoli-Coach wählte, indem er sich gegen das vom Präsident verordnete Straftrainingslager stellte, einen Weg, welcher unbewusst die Meuterei seiner Spieler rechtfertigte und weiteren Nährboden für deren schlechte Arbeitsmoral bot.

Der Gentleman war nicht mehr gefragt

Zudem gibt es immer noch Akteure die auf dem Platz alles in die Waagschale werfen und Ancelotti hätte mit harter Hand die Spreu vom Weizen trennen und genau auf diese Spieler setzen müssen. Doch der Fußballlehrer blieb der „Gentleman“ und versuchte weiterhin mit allen gut auszukommen, was dem Teamgeist der Mannschaft geschadet hat.

Ancelotti hat mit seiner zu netten Art und den laschen Trainigseinheiten, genau diesen "faulen Äpfeln" im Team den Raum geboten, eben nur 70 oder 80 Prozent auf dem Platz zu geben. Unter Gattuso wird diese Attitüde niemals Platz finden und genau deshalb wird sich Aurelio De Laurentis nun für ihn entschieden haben, denn es muss Ordnung und Disziplin in diese Napoli-Mannschaft.

Das verflixte zweite Jahr

Ancelotti scheint das Fingerspitzengefühl zwischen „harter Hand“ und „Streicheleinheiten“ verloren zu haben, was sich aus seinen letzten beiden Trainerstationen immer mehr heraus kristallisierte. Zudem konnte sich der bekennende Weinliebhaber nach seiner siebenjährigen Amtsperiode beim AC Milan, nie länger als zwei Jahre bei seinen Vereinen halten.

Macht es also Sinn langfristig auf einen Trainer zu setzen, welcher im heutigen sehr taktischen Fußball überlaufen scheint? Denn nach vorne, setzte Ancelotti eher auf Individualität, als auf ein akribisch ausgearbeitetes taktisches Konzept, was im modernen Fußball jedoch immer mehr an Bedeutung gewinnt.

Ancelottis Taktik überlaufen?

Ein Spitzentrainer muss heutzutage nicht nur durch soziale Intelligenz glänzen, sondern auch auf taktischer Ebene auf allerhöchstem Niveau performen. Bei allem Respekt vor Ancelottis Erfolgen in der Vergangenheit, scheint nicht nur an seinen Fähigkeit im Leadership-Bereich eingebüßt zu haben, sondern gehört auch auf taktischer Ebene nicht mehr zur Weltelite.

Sollte sich der Italiener nun für einen Club wie den FC Everton entscheiden, welcher gerade gegen den Abstieg in der Premier League spielt, dann wird er sich wohl innerlich genau das eingestanden haben, ansonsten ist es wohl kaum nachvollziehbar, warum sich der Altmeister auf einen mittelmäßigen englischen Erstligisten einlässt.

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Sascha

Ist Gattuso der richtige Mann für Napoli?

Vor wenigen Tagen war es soweit, was die Gazzetten schon seit Wochen ankündigten. Trotz des Einzuges ins Achtelfinale der Königsklasse entließ der SSC Neapel seinen Trainer Carlo Ancelotti, aufgrund des schwachen Abschneidens in der Liga. Platz sieben und acht Punkte Rückstand auf einen Champions-League-Platz entsprachen nicht annährend den Erwartungen von Napoli-Präsident Aurelio De Laurentis.

Motivation nur in der Königsklasse

Die sportliche Talfahrt soll nun ein Mann stoppen, welcher die sogenannte „Grinta“ (dt. Kampfgeist) verkörpert wie kein anderer in der Geschichte des italienischen Fußballs – Gennaro Gattuso! De Laurentis kennt das Problem genau, denn Ancelottis Team zeigte in den letzten Wochen die manschaftliche Geschlossenheit einer zusammengewürfelten Söldnertruppe.

Lediglich in der Königsklasse demonstrierten die Süditaliener die Werte, welche eine Mannschaft benötigt um Spiele zu gewinnen. Ansonsten fehlte jener Teamspirit gerade gegen die vermeintlich „Kleinen“ der Liga, wie die Resultate gegen Udinese (1:1), Bologna (1:2), Genua (0:0) oder SPAL Ferrara (1:1) unterstreichen.

Der Motivator

Wenn jemand es versteht einen neuen Teamgeist zu beschwören, dann ist Gennaro Gattuso. Bereits beim AC Mailand hauchte er einer toten Mannschaft ohne „Grinta“ und taktischer Ordnung neues Leben ein. Gattuso war in der Lage das neue zusammen gekaufte Team der Lombarden bis unter die Haarspitzen zu motivieren. Jeder Spieler ging in den Zweikampf, als würde dessen Leben davon abhängen.

Selbst Leonardo Bonucci, mittlerweile wieder in Diensten für Juventus Turin, bestätigte damals in einem Interview mit Sky Italia, dass noch kein Trainer in seiner gesamten Laufbahn ihn so motivieren konnte wie „Rino“ es tat. Daher scheint der Weltmeister von 2006 in puncto Mentalität genau der richtige Mann für Neapel zu sein.

Die Spreu vom Weizen trennen

Im Gegensatz zu Ancelotti wird jeder, welcher nicht mitzieht, aussortiert werden. Daher ist es durchaus denkbar, dass Spieler wie Mertens oder Callejon in Zukunft die Partien von der Tribüne aus bewundern dürfen.

Doch Gattuso hat mehr zu bieten, als reine Motivation, Zielstrebigkeit und Disziplin. Neapel offenbarte in dieser Saison gegen den Ball wiederkehrend Defizite, welche der "Hitzkopf" gleichermaßen ausmerzen kann. Denn dessen Spielidee ist vorwiegend defensiv ausgerichtet. Neapel wird unter ihm zu einer ehernen Bastion avancieren, die mit Innenverteidigern wie Manolas und Koulibaly nur schwer einzunehmen sein wird.

4-3-3 oder 4-4-2?

Gattusos taktischer Ansatz mit einem 4-3-3-System wird dem Kader der Neapolitaner ebenso entgegen kommen. Denn dieser wurde eigentlich für dieses System konzipiert, während Ancelotti es stur in seine 4-4-2-Wunschformation pressen wollte, was ein weiterer Grund, neben den Störfeuern ausserhalb des Platzes, für das schwache Abschneiden in der Liga war.

Doch gibt es natürlich auch Kritikpunkte am neuen Fußballlehrer des Tabellensiebten. Denn eine attraktive offensive Spielphilosophie werden die „Azzurri“ nicht erwarten können. Denn der Ex-Milan-Coach setzt weder auf ein schnelles Umschaltspiel, noch verleiht er seinem Team bei Ballbesitz eine überragende Spielphilosophie.

Individuelle Qualität gegeben

Damit Gattusos Plan nach vorne aufgeht, brauch dieser individuelle Qualität. Spieler die durch ihre Kreativität oder ein starkes Dribbling Überraschungsmomente bzw. Räume schaffen können. Attribute die der Kader des amtierenden Vizemeisters durchaus hergibt.

Im Mittelfeld sind Namen wie die von Fabian Ruiz, Eljif Elmas oder Piotr Zielinski sehr vielversprechend für Gattusos Ansatz von Fußball und auch auf den Flügeln sind mit Hirving Lozano, Lorenzo Insigne oder Amin Younes durchaus starke Dribbler aufzufinden.

Gerade Insigne könnte unter dem neuen Übungsleiter wieder stärker aufspielen, da dieser von Ancelotti nicht auf dessen Idealposition, dem linken Flügel, eingesetzt wurde. Lozano, von Hause aus ein Rechtsaußen, sollte seine Qualität nun auf der Außenbahn besser abrufen können, als in der Rolle der hängenden Spitze.

Wird Gattuso die Spieler erreichen?

Doch über all diesen angesprochenen Punkten steht die entscheidende Frage, ob der 41-jährige Italiener die Spieler erreichen wird! Denn das Tischtuch zwischen Präsident, Fans und Mannschaft scheint nach den Vorfällen die ich schon in meinen vorigen Blogs angesprochen habe, mehr als zerschnitten.

Viele Akteure beschäftigen sich bereits mit einem Abgang, so dass die Milan-Legende dazu gezwungen sein dürfte, mit harter Hand Spieler auszusortieren. Dann könnte der Calcio Napoli vielleicht sogar schon diese Saison wieder zu den internationalen Rängen aufschließen.

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Sascha

Darum ist Lazio diese Saison ein Titelkandidat

Am Wochenende war die Sensation perfekt. Lazio Rom schlug nach 16 Jahren erstmals wieder den italienischen Rekordmeister im heimischen Stadio Olimpico mit 3:1. Die Euphorie im Lager der Römer könnte nach dieser Machtdemonstration und sieben Liga-Siegen infolge nicht größer sein. Trainer Simone Inzaghi rief in der anschließenden PK sogar dazu auf, ambitioniert in die nächsten Wochen zu gehen.

"Wir befinden uns in einem tollen Lauf, wir sollten ehrgeizig sein", so der Lazio-Coach. Und da hat der frühere Mittelstürmer absolut Recht! Denn „le Aquile“ („Die Adler“) sind nicht nur zu einer eiskalten Punktemaschine avanciert, sondern überzeugen im Gegensatz zu manch anderem Konkurrenten gleichermaßen spielerisch.

Es gibt keine Mannschaft in Italiens Oberhaus, welche ein dermaßen tödliches Umschaltspiel praktiziert, selbst „Offensivbestie“ Atalanta Bergamo kontert nicht so effizient wie Inzaghis Truppe. Auch statistisch weiß dieses Lazio zu überzeugen. Mit 36 erzielten Toren stellen die „Biancocelesti“ die zweitbeste Offensive hinter den „Bergamasci“ (37), während man sich hinten nur 15 Tore einfing. Einzig Inter Mailand kann diesen Spitzenwert mit gerade mal 13 Gegentreffern unterbieten.

Eine homogene und eingespielte Truppe

Gleichermaßen sind in Lazios Spielzügen immer wieder Automatismen zu erkennen. Oftmals wird der Ball per „No-Look-Pass“ direkt weitergeleitet und so das Tempo verschärft. Tatsachen die belegen, dass genau diese Passfolgen in zahlreichen Trainingseinheiten einstudiert worden sind. Dem Ganzen kommt natürlich ebenso entgegen, dass das Team homogen und eingespielt ist. Daher kommen wir direkt zum nächsten Aspekt, welcher für den Erfolg Lazios spricht.

Die Konstanz. Denn auf allen Ebenen innerhalb des Vereins setzt man auf langfristiges Denken. Auf Mannschaftsebene spiegelt sich das vor allem durch die niedrige Fluktuationsrate wieder. Denn der Kader wird seit Jahren größtenteils zusammen gehalten und immer wieder punktuell verstärkt, wie das jüngste Beispiel Manuel Lazzari beweist.

Stars wurden gehalten

Stars wie Sergej Milinkovic-Savic, Ciro Immobile oder den im Sommer heftig umworbenen Joaquin Correa konnten gehalten werden. Zahlreiche Spieler entwickeln sich wunderbar weiter. Betrachtet man nur die Werdegänge von Luis Alberto, Correa oder SMS, dann kommt man gar nicht mehr aus dem Schwärmen raus.

Seit Jahren besitzt auch Trainer Simone Inzaghi ehernes Vertrauen der Club-Verantwortlichen. Denn der 43-jährige Italiener ist seit insgesamt 3 ½ Jahren im Amt, was im heutigen schnelllebigen Fußballgeschäft eine Rarität darstellt. Zu seinen größten Stärken zählt ohne Zweifel, dass er in der Lage ist seine Schützlinge optimal weiterzuentwickeln.

Luis Alberto und Immobile setzen europäische Bestmarken

Eines dieser Beispiele dürften sicherlich die bei Liverpool und Dortmund aussortierten Luis Alberto und Ciro Immobile sein. Während Ersterer unter Inzaghi mit elf Vorlagen zum aktuell besten Assistgeber in Europas Topligen reifte, darf sich Letzterer mit 17 Ligatoren als bester Torjäger des Kontinents bezeichnen.

Kommen wir zu Sportdirektor Igli Tare. Der Albaner wickelt seit elf Jahren mit großer Weitsicht und Akribie gewinnbringende Transfers für den aktuellen Tabellendritten ab. Im Sommer wurde dieser vom AC Milan heiß umworben, entschied sich jedoch gegen das Geld und hielt stattdessen Lazio die Treue.

Geduld, Qualität und Zielstrebigkeit als Erfolgsgaranten

Lazios Erfolg ist das Resultat von Geduld, Qualität und Zielstrebigkeit auf allen Vereinssektoren, an dem sich viele Vereine ein Beispiel nehmen sollten. Denn generell werden Sportdirektoren, Trainer oder Spieler nach nur einer schwächeren Spielzeit verkauft oder entlassen.

Warum kann also Lazio diese Saison den Scudetto holen? Neben all den Aspekten die eben schon erläutert wurden, hat die erste Elf kaum Schwachpunkte zu bieten. Stark gegen und am Ball, eine enorm hohe individuelle und spielerische Qualität prädestinieren die Römer für den Titelkampf. Die einzigen beiden Niederlagen waren eher unglücklicher Natur.

Reicht der Kader für die Doppelbelastung aus?

Gegen Ligaprimus Inter verlor man auswärts knapp mit 0:1, während man sich in Ferrara einzig deswegen gegen SPAL mit 1:2 geschlagen geben musste, da man zu wenig aus den neun Großchancen in Hälfte eins ummünzte.

Einzig die für den Titelkampf fehlende Tiefe auf bestimmten Positionen des Kaders könnte aufgrund der Doppelbelastung durch die Europe League am Ende zum Tragen kommen. Doch ansonsten besitzt Inzaghis Truppe die Konstanz bis zum Ende, wenngleich als Außenseiter, um den Scudetto ein Wörtchen mitreden zu können.

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Sascha

Preview | Lazio vs Juventus – Schlägt die alte Dame zurück?

Am heutigen Abend findet um 21 Uhr der absolute Showdown im Stadio Olimpico statt, wenn Lazio Rom auf Juventus Turin trifft. Die „Bianconeri“ verloren erst letzte Woche die Tabellenführung an Inter Mailand, welche gestern nicht über ein torloses Remis gegen den AS Rom hinauskamen. Erobert der italienische Rekordmeister nach Inters Remis gegen die Roma die Tabellenführung zurück?

Lazio Rom – Immobile im Beast-Mode

"Wir können ein gutes Ergebnis erzielen und auch versuchen die Partie zu gewinnen. Sie (Juve) sind momentan in keiner guten Form, was für uns optimal ist." Sergej Milinkovic-Savic, vor der Saison noch heiß mit dem amtierenden Meister in Verbindung gebracht, bringt es mit seinen Worten auf den Punkt. Lazio wird sich vor dem Tabellenzweiten der höchsten italienischen Spielklasse nicht verstecken.

Dafür sind die Römer zu stark drauf. Seit dem 25. September sind die Mannen von Trainer Simone Inzaghi in der Liga ungeschlagen. Die letzte 0:1-Niederlage erfuhren die Hauptstädter gegen den aktuellen Klassenprimus Inter. Mit sechs Siegen in Folge ist das Lazio-Ego prall gefüllt, was auch der letzte Spieltag zeigte.

Udinese in 45 Minuten abgefertigt

Denn man fertigte Udinese Calcio mit einer Souveränität ab, die seinesgleichen sucht. Bereits in Hälfte eins sorgten Immobile (2) und Luis Alberto (1) für den 3:0 Endstand. Der Tabellendritte zeigte sich hinten kompakt und vorne brandgefährlich, demonstrierte warum man nach Atalanta Bergamo (34) mit 33 erzielten Toren die zweitstärkste Offensive der Liga stellt.

Seit Monaten besonders treffsicher - Ciro Immobile. 17 Tore und fünf Vorlagen in 14 Ligapartien bestätigen, dass der 29-jährige italienische Nationalspieler sich in der Form seines Lebens befindet. Zusammen mit Joaquin Correa (6 Tore, 1 Vorlage) und Luis Alberto (2 Tore, 9 Vorlagen) bildet der Mittelstürmer ein kongeniales Trio, welches jeder Defensive der Liga gefährlich werden kann.

Mit Ballbesitz zum Erfolg?

"Wir müssen mit sehr viel Achtsamkeit spielen und sicherstellen, dass wir den Ball in den eigenen Reihen halten. Wir werden versuchen, das Spiel zu kontrollieren. Es wird sicherlich eine wesentlich größere Herausforderung sein, als in den letzten Spielen", warnte Inzaghi vor den Gästen.

Um seine Vorstellungen umsetzen zu können, stehen dem römische Fußballlehrer jedenfalls alle Protagonisten zur Verfügung. Mit Jordan Lukaku, Patric, Berisha, Krishna und Marusic fehlen verletzungsbedingt lediglich alternative Kräfte. Die Startelf könnte sich jedoch in der Verteidigung um eine Personalie ändern, denn der Angolaner Bastos scheint gegenüber Luiz Felipe die besseren Karten für einen Platz in der Startelf zu besitzen.

Juventus Turin – Mit Wut im Bauch ins Olimpico?

Das 2:2-Unentschieden am vergangenen Spieltag im heimischen Allianz Stadium hat Spuren hinterlassen. Während man gegen die „Neroverdi“ vorne hochkarätige Chancen teilweise sogar verschwendete, offenbarte man hinten eklatante Konzentrationsaussetzer, wie das 1:2 durch Francesco Caputo demonstrierte.

Eine unfassbare Fehlerkette zwischen Cuadrado, De Ligt und Buffon sorgte für den spektakulären Führungstreffer des Underdogs und sorgte dafür, dass die Sarri-Truppe nach 90 Minuten die Punkte teilen musste.

Ist Juve die Siegermentalität verloren gegangen?

Nicht nur die Tabellenführung ging an Inter verloren, sondern auch der Nimbus der unerschütterlichen Siegermentalität. Zwar verloren die „Bianconeri“ noch kein Spiel in dieser Saison, jedoch patzte der amtierende Meister bereits dreimal gegen die vermeintlich „Kleinen“ der Liga. Sechs Punkte die im Rennen um den Scudetto am Ende das Zünglein an der Waage darstellen könnten.

Die „Stolpersteine“ stellten diese Saison nämlich nur mittelklassige Vereine wie Florenz (0:0), Aufsteiger Lecce (1:1) und eben Sassuolo Calcio (2:2) dar. Alle Topclubs wurden mehr oder weniger souverän besiegt, was Juve auch gegen Lazio zum Favoriten macht.

Lazio gefährlich im letzten Drittel

Doch unterschätzen wird man den Tabellendritten sicher nicht, wie Sarri auf der Spieltags-PK offenbarte. "Sie haben 18 Punkte aus den letzten sechs Spielen gesammelt und sind auf einem sehr guten Weg. Lazio ist ein starkes Team mit einer enorm hohen Qualität.“

Dass die "Biancocelesti" europaweit die erfolgreichste Passquote im entscheidenden letzten Drittel des Spielfeldes besitzen, hat man in Turin sorgfältig recherchiert. "Wir brauchen diese Daten für unsere eigene taktische Ausrichtung, denn sie sind ein ernstzunehmender Gegner. Es wird ein schwieriges Spiel für uns werden“, warnte der bekennende Kettenraucher.

Khedira und Ramsey bleiben zu Hause

Sami Khedira und Aaron Ramsey werden verletzungsbedingt die Reise nach Rom nicht antreten können. "Khedira hat eine großartige Persönlichkeit, jedoch wurde der Zustand seines Knies in den letzten zehn Tagen immer schlechter und wir konnten nichts anderes tun, als es zu operieren“, informierte der Juve-Coach die Journalisten.

Die Causa um den optimalen Einsatz von Superstar Cristiano Ronaldo scheint intern heiß diskutiert zu werden. Sarri sucht händeringend nach einem System, in welchem er Dybala, Ronaldo und Higuain unterbringen kann, was jedoch kaum möglich scheint.

Offensives „Tridente“ kein Thema

Aufgrund dessen wird Letzterer wohl zum berühmten "Bauernopfer" und muss erstmal, trotz besserer Leistungen als der Portugiese, auf der Bank Platz nehmen. Eine offensive Dreierkette macht für Sarri nur mit einem gesunden Douglas Costa Sinn.

"Wir werden mit Bernardeschi spielen, während wir auf die Genesung von Douglas Costa zählen. Ohne Douglas ist es schwierig, mit einem Trio vorne zu spielen.“ Der Brasilianer laboriert noch an einer Oberschenkelverletzung und wird genauso wie Adrien Rabiot, Giorgio Chiellini, Marko Pjaca und Matia Perin gegen Lazio nicht zur Verfügung stehen.

Prognose:

Wie schon erwähnt, scheint die „alte Dame“ erfahrungsgemäß gegen Topclubs sehr fokussiert zu sein, das Remis von Inter wird dies unterstützen und weitere Kräfte frei setzen. Daher ist von einem engen Sieg des italienischen Rekordmeisters auszugehen, wenngleich die Partie offen und abwechslungsreich sein wird.

Aufstellungen:

Lazio: Strakosha; Felipe, Acerbi, Radu; Lazzari, Milinkovic-Savic, Lucas, Lulic; Luis Alberto; Immobile, Correa

Juventus: Szczesny; Cuadrado, Bonucci, De Ligt, Sandro; Bentancur, Pjanic, Matuidi, Bernardeschi; Dybala, Ronaldo

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Sascha

Preview | Inter vs Roma – Sind die "Nerazzurri" dem Druck gewachsen?

Der neue Tabellenführer der Serie A Inter Mailand bekommt heute Abend um 21 Uhr eine mehr als harte Prüfung im Kampf um den Scudetto. Denn mit dem AS Rom und Edin Dzeko kommt ein Gegner der alles mitbringt um dem Team von Trainer Antonio Conte Probleme bereiten zu können.

Inter Mailand – In der Rolle des Gejagten

Vier Pflichtspielsiege in Folge und Platz eins untermauern, dass Inter Mailand unter Antonio Conte dieses Jahr die „alte Dame“ zum Titeltanz bittet. Denn niemand versteht es so gut dafür zu sorgen, dass sein Team das Bestmögliche abruft, egal wie langweilig der Name des Gegners klingt.

So auch beim letzten Arbeitssieg gegen SPAL Ferrara, als die „Nerazurri“ trotz Doppelbelastung durch die Königsklasse genau dann zur Stelle waren, als es aufgrund des überraschenden Remis Juventus‘ gegen Sassuolo darauf ankam.

Martinez sorgt für Tabellenführung

Lautaro Martinez sorgte mit einem Doppelpack beim 2:1 Erfolg über den Tabellenvorletzten dafür, dass Inter nicht nur historisch stark in diese Spielzeit startete, sondern auch den amtierenden Meister aus Turin von der Tabellenspitze stoßen konnte.

Weiteres Selbstvertrauen dürfte am Mittwoch der 3:1-Sieg gegen Slavia Prag gegeben haben, jedoch forderten die Tschechen in einem abwechslungsreichen Spiel alles von den Lombarden ab, wenngleich das Ergebnis anderes vermuten lässt. Doch wieder einmal bewies das kongeniale Duo um Lukaku und Martinez, dass sie in schwierigen Momenten den Gegner tödlich verwunden können.

„Unser Geheimrezept? Unsere Selbstlosigkeit!"

Während der Argentinier wieder einen Doppelpack schnürte, konnte Lukaku seinen Treffer noch um zwei weitere Assists aufwerten und die starke Bindung zu seinem Sturmpartner untermauern. Der Erfolg der beiden kommentierte der Gaucho gegenüber Sky Sport folgendermaßen: „Unser Geheimrezept? Unsere Selbstlosigkeit! Wir spielen nicht nur für uns selbst, sondern für Inter Mailand!“

Worte die den Teamgeist der Norditaliener unterstreichen und weitere Schaffenskraft und Willen bezeugen. Doch wie lange dieses Duo angesichts der Doppelbelastung noch in der Lage ist zu treffen, bleibt abzuwarten.

Im Mittelfeld drückt der Schuh

Denn die Rotationsmöglichkeiten sind eher als begrenzt einzustufen. Das Lazarett ist mit Stefano Sensi, Nicolò Barella, Alexis Sanchez und jetzt auch Roberto Gagliardini stolz gefüllt und setzt Conte und sein Team auch im Mittelfeld gehörig unter Druck.

Altmeister Borja Valero wird gegen die Hauptstädter vermutlich zusammen mit Matias Vecino und Marcelo Brozovic im Zentrum die Fäden ziehen. Daher ist davon auszugehen, dass sich die Aufstellung gegenüber der Partie gegen Slavia Prag nicht ändern wird.

AS Rom – Keine Angst vor Inter

Die Roma darf angesichts der enormen Verletzungsmisere als die Überraschung der Saison bezeichnet werden. Denn gefühlt brach innerhalb von nur wenigen Wochen die halbe Stammelf verletzungsbedingt weg. Doch die „Lupi“ ließen sich davon nicht entmutigen, sondern wuchsen als Team noch näher zusammen.

Dass die Römer nun von Platz fünf, punktgleich mit dem Vierten aus Cagliari grüßen, bezeugt die beeindruckende Arbeit von Trainer Paulo Fonseca. Gerade beim jüngsten 3:1-Auswärtssieg gegen den unangenehmen Aufsteiger Hellas Verona, trat dessen Team wie eine richtige Spitzenmannschaft auf.

Rom im Stile einer Topmannschaft

Nach einer schwachen ersten Hälfte fanden die „Giallorossi“ in der zweiten Halbzeit die richtigen Mittel Hellas "Schachmatt" zu setzen und dies mit der kaltblütigen Effizienz eines Topteams. Besonders Diego Perotti stach mit einer beeindruckenden Performance und zwei Torvorlagen bei den Hauptstädtern heraus.

Dementsprechend reisen die Römer dank der drei Siege in Folge mit einer ordentlichen Portion Selbstvertrauen an. "Wir müssen mutig sein. Wir haben uns auf dieses Spiel mit großer Aufmerksamkeit auf die beiden Inter-Stürmer vorbereitet, die zusammen sehr stark sind“, so Fonseca.

„Wenn wir in der Defensive sicher stehen und nach vorne mit Mut agieren, dann haben wir einige Spielzüge auf Lager, die Inter Probleme bereiten werden“, so der portugiesische Taktikfuchs in der gestrigen Spieltags-PK.

Kluivert schafft es nicht rechtzeitg

Doch personell gesehen muss der römische Übungsleiter auf den zuletzt formstarken Justin Kluivert verzichten, während es bei Diego Perotti und Henrikh Mkhitaryan vielversprechend aussieht.

"Beide[Perotti und Mkhitaryan] sind in einem gutem Zustand. Sie sind bereit, gegen Inter zu spielen. Kluivert hat einige Tests absolviert, aber leider gingen diese negativ aus. Er ärgert sich darüber, dass er nicht spielen kann“, ließ der Roma-Coach durchblicken. Doch angesichts eines formstarken Perottis, sollte der Ausfall des Niederländers adäquat aufgefangen sein.

Kapitän und absoluter Kopf der Mannschaft Edin Dzeko wird nach seiner Erkältung ebenso auflaufen können. "Dzeko hat mit uns trainiert und ist bereit zu spielen", bestätigte Fonseca, wobei er sich nicht seine erste Elf nicht durchblicken lassen wollte. Sicher ist zumindest, dass Federico Fazio, Javier Pastore, Davide Zappacosta und Bryan Cristante gegen Inter nicht zur Verfügung stehen.

Prognose:

Die Gäste kommen mit Selbstvertrauen und einem taktischen Plan ins Giuseppe-Meazza-Stadion und werden Contes Truppe mehr als fordern. Wie die „Nerazurri“ mit dem Druck des Gejagten klar kommt, wird dabei eine weitere spannende Frage sein. Aufgrund der neu implementierten Gewinnermentaliät, ist es schwer vorstellbar, dass Contes Truppe das Spiel verliert, daher scheint ein knapper Sieg der wahrscheinlichste Ausgang, wenngleich ein Remis für die Roma durchaus drin zu sein scheint.

Aufstellungen:

Inter: Handanovic; Godin, De Vrij, Skriniar; Candreva, Vecino, Borja Valero, Brozovic, Biraghi; R Lukaku, Lautaro Martinez

Roma: Pau Lopez; Spinazzola, Mancini, Smalling, Kolarov; Veretout, Diawara; Zaniolo, Pellegrini, Mkhitaryan; Dzeko

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Sascha

Fiorentina | Darum ist Montella der falsche Trainer

Montellas Teams ohne Konstanz

Das Gesicht von Fiorentina-Besitzer Rocco Commisso sprach nach der 0:1-Heimniederlage an diesem Wochenende gegen Aufsteiger US Lecce Bände. Ungläubiges Kopfschütteln, pure Enttäuschung und Entsetzen waren dem italienisch-amerikanischen Milliardär wie ins Gesicht geschrieben. Tatsächlich durfte der Eigentümer angesichts seiner Investitionen und 13 neuen Spielern, welche im Sommer zum Verein stießen, mehr als Platz 13 zum jetzigen Zeitpunkt erwarten.

Doch die „Viola“ kommt seit dem Amtsantritt von Trainer Vincenzo Montella als absolut unbeständiges Team daher. Zuerst zeichneten sich die Toskaner durch eine lange Durstrecke von 18 Spielen ohne Sieg aus, um dann sechs Partien gegen sämltiche Topclubs ohne Niederlage zu bleiben und vielversprechende Leistungen zu zeigen.

Konterfußball das einzige Mittel?

Doch es scheint nun wieder von vorne loszugehen, denn seit vier Spieltagen ist der AC Florenz ohne Sieg und macht anhand der wenig inspirierenden Auftritte nur wenig Hoffnung auf eine Wende. Zudem gilt zu berücksichtigen, dass nur drei der sechs ungeschlagenen Spiele gewonnen werden konnten. Zu den Opfern zählte dabei ein katastrophales Milan unter Giampaolo und das damalige Tabellenschlusslicht Sampdoria unter Di Francesco, die offensichtlich genau zum richtigen Zeitpunkt kamen.

Ebenso erwähnenswert, dass das 3-5-2-System des 45-jährigen Italieners nur dazu entwickelt wurde, gegen dominante Mannschaften effektiv kontern zu können. Die Offensive mit zwei falschen Neunern wie Ribery und Chiesa zu besetzen, war dabei gewiss ein kluger Schachzug Montellas.

Keine Spielidee gegen "kleine" Teams

Doch schafft es der ehemalige Milan-Coach einfach nicht gegen die kleinenen Teams der Liga das Spiel zu machen und Partien zu dominieren. Gegen keinen einzigen Aufsteiger konnte der Tabellendreizehnte gewinnen. Gegen Schlusslicht Brescia setzte es ein torloses Remis, während man gegen Hellas Verona und Lecce je mit 0:1 verlor.

Eine Spielidee bei Ballbesitz ist einfach nicht zu erkennen. Montellas Erfolg steht und fällt mit der individuellen Qualität seiner Akteure, was die zwischenzeitlichen Ausfälle von Ribery und Chiesa diese Saison untermauerten.

Entlassung nur eine Frage der Zeit

Besitzer Rocco Commisso besitzt große Pläne mit dem Traditionsverein und will wieder unter die Top vier. Doch „Aeroplanino“, wie Montella früher genannt wurde, scheint aufgrund seiner Unfähigkeit ein Team eine spielerische Handschrift zu verpassen, nicht in der Lage die legitimen Wünsche seines Präsidenten umsetzen zu können.

Daher wird die Entlassung des früheren Roma-Stürmers wohl nicht mehr lange auf sich warten lassen. Desto früher Commisso die Unfähigkeit Montellas erkennt, desto besser ist es für den Verein.

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