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Preview | Florenz vs Roma – Rettet Montella seinen Job?

Preview | Florenz vs Roma – Rettet Montella seinen Job?

Am heutigen Abend trifft der AC Florenz im heimischen Stadio Artemio Franchi auf den Viertplatzierten AS Rom. Vinzenco Montellas Truppe steht dabei gehörig unter Druck, da seit Oktober kein Sieg mehr eingefahren werden konnte.

AC Florenz – Der Druck steigt

Seit dem 2:1-Auswärtssieg am 30. Oktober ist der „Viola“ kein einziger Dreier mehr gelungen. Lediglich in der „Coppa Italia“ schlug man Zweitligist Cittadella mit 2:0. Doch in Italiens höchster Spielklasse zeigte sich die Fiorentina gerade gegen die vermeintlich „Kleinen“ der Liga sehr uninspiriert.

Nach vier Niederlagen infolge gegen Mannschaften wie Hellas Verona, Lecce oder den „Toro“, wächst die Kritik an Vincenzo Montella weiter an. "Ich weiß, dass ich einer der Verantwortlichen oder der eigentliche Verantwortliche für die Ergebnisse bin, ich bin der Sündenbock und das treibt mich an und vielleicht bringt es mich dazu, noch mehr zu tun“, gab sich der Viola-Coach kämpferisch.

Vlahovic rettete Montellas Job

Grund zur Hoffnung dürfte dem ehemaligen Roma-Stürmer sicherlich das 1:1-Remis gegen Inter Mailand am vergangenen Spieltag gegeben haben. "Gegen Inter gaben die Jungs eine wichtige Antwort. Es gab viele positive Ansätze.“ Vor allem die Arbeitsmoral seiner Truppe war gegen die „Nerazzurri“ zu erkennen.

Der erlösende Ausgleich fiel durch den 19-jährigen Dusan Vlahovic, welcher in der 92. Spielminute ein spektakuläres Tor nach einem tollen Lauf erzielte. Dass der nächste Gegner wieder auf Ballbesitzfußball setzt, kommt dem uninspirierten Team Montellas nun ebenfalls entgegen.

„Fonseca hat tolle Ideen und hat sich sofort auf den italienischen Fussball eingestellt. Er zieht es vor, Ballbesitz zu generieren, auch wenn er dabei etwas anderes riskiert. Sie sind eine Mannschaft mit der zweitbesten Abwehr der Liga, aber wir spielten bisher immer auf Augenhöhe gegen die besten Teams, das haben wir bereits gezeigt", gab sich Montella enthusiastisch.

Chiesa-Einsatz fraglich

Doch personell gesehen, wird Montella gerade in vorderster Front nicht die Qual der Wahl haben. Franck Ribery ist nach einer Knöcheloperation für mindestens 10 Wochen außer Gefecht gesetzt, während Federico Chiesa schon seit einiger Zeit nicht mehr annähernd rund läuft.

"Chiesa bekam in den ersten Minuten gegen Inter einen Schlag auf den Knöchel. Er hatte ein Loch im Fuß, ein Hämatom. Gestern hatte er einen Scan und heute werden wir ihn auswerten. Gestern hat er nicht trainiert. Mal sehen, ob er rechtzeitig fit wird.“

Eine weitere Änderung könnte es im Sturmzentrum geben, denn Vlahovics Siegtreffer wird ihn wohl für den schwachen Kevin-Prince Boateng in die Startaufstellung befördern. Ansonten dürfte es gegenüber dem Inter-Spiel keine Veränderungen bei den Toskanern geben.

AS Rom – Platz 4 und die Königsklasse im Visier

Nach drei Siegen aus den letzten vier Ligapartien konnten die Römer den so begehrten vierten Platz erobern, denn die Konkurrenz um Cagliari und Atalanta mussten am vergangenen Spieltag bittere Pleiten hinnehmen. Gegen SPAL bewiesen die „Giallorossi“, dass sie sich auch durch einen frühen Rückstand nicht aus der Ruhe bringen lassen.

Denn nachdem Petagna die Gäste aus Ferrara in Front brachte, schenkten die Fonseca-Mannen dem Tabellenletzten, unter anderem durch die Treffer von Perotti und Mkhitaryan, gleich drei Tore ein. Dementsprechend groß ist das Selbstvertrauen auf Seiten der „Lupi“.

„Florenz immer eine Herausforderung“

Doch auch in Rom hat man registriert, dass die Fiorentina vor allem gegen die großen Clubs eine schwierige Aufgabe darstellt. "Die Fiorentina ist immer eine harte Herausforderung für die Roma. Sie sind eine starke Mannschaft, mit sehr guten Einzelspielern und haben ein tolles Spiel gegen Inter abgeliefert“, betonte der Roma-Coach. „Wir werden eine sehr schwierige Partie erwarten und müssen konzentriert sein."

Dabei kann der portugiesische Fußballlehrer wieder voll auf seinen Abwehrchef Chris Smalling zählen, welcher die letzten beiden Partien verletzungsbedingt ausfiel. "Er hat gestern und heute trainiert. Er macht sich gut", sagte der Trainer auf einer Pressekonferenz. "Er ist eine Option für morgen.“

Kluivert fehlt weiterhin

Anders sieht es allerdings beim Holländer Justin Kluivert aus, dieser laboriert immer noch an seiner Verletzung. "Er ist nicht bereit, es ist besser nichts zu riskieren. Wir müssen noch ein wenig warten, damit er sich vollständig erholen kann“, bestätigte der ehemalige Donezk-Coach. Weiter fehlen werden der Roma Bryan Cristante, Davide Zappacosta und Javier Pastore, jedoch kann man konstatieren, dass sich das Roma-Lazarett immer weiter lichtet.

Ob Leonardo Spinazzola nach seiner Degradierung wieder von Beginn an ran darf, ließ Fonseca offen. Jedoch offenbarte der 46-jährige Übungsleiter, dass er sich gegen Ferrara lediglich aus taktischen Gründen für Florenzi entschieden habe.

Prognose:

Es wird gewiss ein Duell auf Augenhöhe geben, welches gut und gerne in einem Remis enden kann. Doch die Roma ist in Topform und wird keine Gnade mit Montellas Schicksal haben und voll auf Sieg gehen. Daher ist ein Triumph der Roma die größere Wahrscheinlichkeit, vor allem falls Federico Chiesa nicht rechtzeitig fit werden sollte.

Vorraussichtliche Aufstellungen:

Fiorentina: Dragowski; Milenkovic, Pezzella, Caceres; Lirola, Pulgar, Badelj, Dalbert; Castrovilli; Chiesa, Vlahovic

Roma: Pau Lopez; Florenzi, Smalling, Mancini, Kolarov; Veretout, Diawara; Zaniolo, Pellegrini, Perotti; Dzeko

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