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Alexander Isak – Ein langer Weg bis zum Durchbruch

Alexander Isak – Ein langer Weg bis zum Durchbruch

Im Januar 2017 holte Borussia Dortmund ein großes Talent aus Schweden, dessen enormes Potenzial damals nicht nur die Borussen erkannten. Man setzte sich am Ende gegen Klubs wie Real Madrid durch und konnte stolz die Verpflichtung von Alexander Isak vermelden. Knapp zwei Jahre später befand sich Isak in einer Zwickmühle, seine sportliche Situation hatte sich nicht besonders positiv entwickelt. Sollte er weiter beim BVB bleiben oder den Verein temporär verlassen? Er entschied sich für Letzteres, mit vollem Erfolg. Doch wie kam es zu alldem und wie sieht seine Zukunft aus?

Anfänge in Dortmund

Zu Beginn des Jahres 2017 suchten die Scouts aus Dortmund nach einem neuen Angreifer, den Thomas Tuchel unlängst gefordert hatte. Schnell war man sich einig, es sollte der damals erst 17-jährige Alexander Isak werden, der für rund 8,6 Millionen Euro ins Ruhrgebiet wechselte. Gewiss ein großer Schritt für den Angreifer, der als „Mini-Ibrahimovic“ betitelt wurde und als größte Hoffnung Schwedens galt. Doch schnell wurde klar, Tuchel wollte Isak nicht, hatte auf einen gestandenen Profi gehofft und einen solchen ebenso erwartet. Dementsprechend war Isak während Tuchels Amtszeit außen vor. Lediglich im DFB-Pokal beim Auswärtsspiel bei den Sportfreunden Lotte durfte der Schwede spielen und so sein Debüt unter Tuchel geben.

Im Sommer 2017 dann der Trainerwechsel, Tuchel verließ den BVB nach diversen internen Problemen, die ihn letztendlich wohl den Job kosteten, und Peter Bosz übernahm. Der Niederländer galt als Trainer, der junge Spieler ungemein fördern und weiterentwickeln kann, doch Isak blieb weiterhin auf der Strecke. Angesichts eines starken Saisonstarts des Teams kam er lediglich zu seinem Debüt in der Bundesliga gegen den 1.FC Köln, doch es folgte in der Hinrunde nur ein weiterer Kurzeinsatz im Dezember gegen den SV Werder Bremen, als man nach vielen schwachen Spielen ebenfalls verlor und Bosz seinen Hut nehmen musste.

Neuer Trainer, neue Chance?

Auf Bosz folgte nun der ehemalige Trainer des 1.FC Köln, Peter Stöger. Unter ihm stabilisierte sich die Mannschaft zunächst und rettete sich in die Winterpause. Aufgrund des nun anstehenden Transfertheaters um Pierre-Emerick Aubameyang und dessen Abgang in Richtung London zum FC Arsenal bekam Stöger direkt große Probleme. Einzige Lösung im Kader war eben jener Isak, der vorher keine Rolle spielte.

Drei Partien infolge kam der Rechtsfuß zum Einsatz, allerdings blieb ihm ein Treffer verwehrt und so blieb es bei ordentlichen Ansätzen. Dafür konnte er sich jedoch nichts kaufen und wenige Tage später lieh der BVB Michy Batshuayi vom FC Chelsea London aus. Isak war fortan die restliche Saison in der Bundesliga nicht mehr auf dem Platz anzutreffen, eine frustrierende Situation für einen so jungen Akteur.

Unzufriedenheit wird größer

Im Sommer 2018 dann der nächste Trainerwechsel, denn Lucien Favre übernahm den Bundesligisten, der sich mit Mühe und Not noch irgendwie für die Champions League qualifizieren konnte. Doch im Sommertrainingslager merkte man Isaks Unzufriedenheit deutlich, seine Körpersprache ließ nichts Gutes vermuten. So kam es auch, dass Favre ihn in die U23 beorderte, ein weiterer herber Rückschlag für das einst so hochgelobte Talent. Ein Leihgeschäft war zwar im Gespräch, kam am Ende aber nicht zustande.

So kam es wie es kommen musste, der 1,90 Meter große Mittelstürmer spielte die komplette Hinrunde bei der U23-Mannschaft in der Regionalliga West, erzielte in elf Partien fünf Treffer und gab zwei Vorlagen. Immer wieder hatte Favre sein enormes Potenzial hervorgehoben, eine Chance bekam Isak unter ihm allerdings nicht, was auch an der starken Form von Alcacer und Götze im Profiteam lag.

Leihe in die Niederlande

Im BVB-Wintertrainingslager zeichnete sich dann eine Tendenz ab, erneut war eine Leihe im Gespräch. Diesmal kam es auch so weit und kurz nachdem Isak in einem Testspiel gegen Willem II Tilburg eine gute Figur machte, wurde er an eben diesen Klub verliehen. Alle Beteiligten hielten es für das Beste, wenn er in der Rückrunde in der niederländischen Eredivisie Spielpraxis sammelt und sich dort wieder für höhere Aufgaben empfehlen kann, mit Erfolg.

Im Team von Trainer Adrie Koster spielt der Schwede wieder groß auf, brauchte lediglich drei Partien Anlaufzeit, um seinen ersten Treffer zu erzielen. Seitdem trifft er wie am Fließband, erzielt einen Treffer nach dem anderen. Höhepunkt dessen waren ohne Zweifel seine drei Treffer per Elfmeter gegen Fortuna Sittard, als er einen Rekord in der Eredivisie aufstellte, sowie seine vier Torbeteiligungen beim 4:3 Auswärtssieg bei Heracles Almelo. Insgesamt kommt er in zwölf Pflichtspielen in der Niederlande auf zwölf Tore und drei Vorlagen, überragende Werte für einen Spieler seines Alters.

Zukunft beim BVB?

Doch im Sommer endet das Leihgeschäft, eine Chance auf Weiterbeschäftigung hat Willem II Tilburg dem Vernehmen nach nicht, denn eine mögliche Ablösesumme dürfte Isak, der mittlerweile auch wieder für die A-Nationalmannschaft der Schweden berufen worden ist, in die Höhe getrieben haben. In Dortmund beschäftigt man sich anscheinend sowieso nicht mit einem Abgangs Isaks, sondern plant mit ihm als Backup für Alcacer in der kommenden Spielzeit. Demnach verwerfen die Verantwortlichen ihre Pläne und verzichten auf einen teuren Neuzugang im Sommer, hoffen zeitgleich auf einen selbstbewussten Rückkehrer. Die Anlagen hat er definitiv, doch in Tilburg scheint er nun den nächsten Schritt und damit den Durchbruch geschafft zu haben.

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