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1860 München - die 2. Bundesliga muss das Ziel sein

1860 München - die 2. Bundesliga muss das Ziel sein

Am Ende der vergangenen Spielzeit der 3. Liga sollte es der vierte Platz für die Löwen werden, mit dem man sich immerhin noch für die Hauptrunde des DFB-Pokals qualifizieren konnte. Doch das Saisonziel, den Aufstieg in die 2. Bundesliga konnte der TSV 1860 München nicht erreichen. (Foto: IMAGO / Ulrich Wagner)

Die Spielzeit 2021/22 der Löwen war geprägt von massiver Unruhe und fehlender Konstanz, durch die man den Aufstieg am Ende nicht realisieren konnte. Lediglich in der Schlussphase der Saison konnten sich die Löwen gegen die Konkurrenten durchsetzen und den vierten Tabellenplatz sichern.

Nach der Saison war es den Verantwortlichen der Löwen durchaus bewusst, dass es Veränderungen im Kader geben müsse, um den Aufstieg anpeilen zu können. Im aktuellen Sommer haben die Löwen bereits neun Spieler verpflichtet. Doch können die Löwen in der kommenden Saison den Aufstieg in die 2. Bundesliga schaffen?

Zahlreiche Stammspieler verlassen den Verein

Es dürfte wohl jedem klar gewesen sein, dass auch Spieler den Verein verlassen werden. Jedoch dürften die Fans der Münchner ein Stück weit überrascht und enttäuscht zugleich sein, dass sich unter anderem gleich vier Stammspieler verabschiedet haben.

Einer dieser prominenteren Abgänge ist Mittelfeldspieler Richard Neudecker, der sich dem Ligakonkurrenten 1. FC Saarbrücken anschließt. Dies dürfte den Münchnern deshalb weh tun, da Neudecker im zentralen Mittelfeld stets die Strippen gezogen und für reichlich Kreativität im Offensivbereich gesorgt hat. Jedoch brauchte der Mittelfeldspieler laut eigener Aussage einen Tapetenwechsel und wollte den nächsten Schritt in seiner Karriere machen.

Ein weiterer schmerzhafter Abgang für die Löwen dürfte der von Abwehrchef Stephan Salger sein. Der 32-jährige Routinier verlässt den TSV 1860 München aus privaten Gründen und wechselt zur Reserve des 1. FC Köln, um wieder in seiner Heimat zu sein. Dieser Wechsel dürfte neben den sportlichen Aspekten auch von den menschlichen Aspekten ein herber Verlust für 1860 sein, da Salger mit seiner Erfahrung und seiner Bodenständigkeit ein Vorbild für die jüngeren Spielern war und ihnen stets mit seiner Erfahrung helfen und Tipps geben konnte.

Auch die Abgänge der beiden Mittelfeldspieler Dennis Dressel und Merveille Biankadi dürften Lücken hinterlassen. Dressel, der aus der Jugend der Löwen stammt, liebäugelte schon seit längerem mit einem Wechsel in die 2. Bundesliga und schloss sich nun dem FC Hansa Rostock an.

Bei Merveille Biankadi sieht es aktuell nach einem Abschied aus. Die Löwen würden die Zusammenarbeit mit dem flinken Flügelstürmer zwar gerne fortsetzen, jedoch dürfte der Deal aus finanziellen Gründen scheitern. Eine weiteres Leihgeschäft ist aufgrund seiner Vertragslaufzeit in Heidenheim (bis 2023) nicht möglich, wodurch die Löwen eine Ablöse zahlen müssten, welche jedoch nicht stemmbar wäre.

Vielversprechende Neuzugänge

Bei diesen Abgängen dürfte es wohl den ein oder anderen Löwen-Fan gegeben haben, der relativ pessimistisch auf die neue Spielzeit geschaut hat. Doch der Pessimismus dürfte wohl nicht lange angehalten haben. Denn schließlich machte sich Geschäftsführer Sport Günther Gorenzel-Simonitsch zusammen mit seinem Team direkt an die Arbeit und konnte eine Vielzahl an vielversprechenden Neuzugängen verpflichten.

Auch Trainer Michael Köllner zeigt sich sichtlich begeistert von den Neuzugängen der Löwen und dürfte wohl bereits jetzt den Saisonauftakt herbeisehnen

Duo kommt aus Mannheim

Mit diesem Doppelschlag auf dem Transfermarkt dürften die Löwen wohl ein Ausrufezeichen an die Konkurrenz gesendet haben. Schließlich holte man mit Innenverteidiger Jesper Verlaat und dem Flügelspieler Joseph Boyamba zwei Stammspieler vom direkten Konkurrenten SV Waldhof Mannheim.

Mit Verlaat dürften die Löwen ihren neuen Abwehrchef gefunden haben, der zugleich auch die Lücke von Salger schließen wird. Der 26-jährige Niederländer verfügt über reichlich Erfahrung und gehörte in der vergangenen Spielzeit zu den besten Verteidigern der 3. Liga. Besonders durch seine Zweikampfstärke und sein Kopfballstärke dürfte er eine Bereicherung für das Spiel der Münchner werden. Zudem werden auch seine spielerischen Fähigkeiten im Aufbauspiel der Löwen gefragt sein, da mit Stephan Salger ein wichtiger Aufbauspieler den Verein verlassen hat.

Der zweite Neuzugang aus Mannheim dürfte wohl für jede Menge frische Impulse in der Offensive sorgen. Mit Joseph Boyamba holen sich die Löwen einen der gefragtesten Spieler der 3. Liga, dem durchaus auch Angebote aus der 2. Bundesliga vorgelegen haben dürften.

Der 25-jährige Flügelspieler gilt als technisch versierter Spieler, der sich besonders durch seinen Spielwitz auszeichnet und stets den Weg zum Tor sucht. Auch seine Flexibilität dürfte ein Pluspunkt sein, da Boyamba im Offensivbereich auf allen Positionen eingesetzt werden kann. Er dürfte der ohnehin schon flexiblen Offensive der Löwen einen weiteren Schub geben, damit man noch unberechenbarer für die Gegner wird.

Der neue Kreativspieler kommt aus Braunschweig

Bei der Verpflichtung von Martin Kobylanski können sich die Verantwortlichen der Löwen wohl selbst auf die Schultern klopfen. Denn schließlich holte man mit dem 28-jährigen einen offensiven Mittelfeldspieler, der in der Vergangenheit schon des Öfteren sein ganzes Können zeigen und die gegnerischen Abwehrreihen zur Verzweiflung bringen konnte.

Kobylanski zeichnet sich besonders durch seine Technik und Intelligenz am Ball aus, wodurch er oftmals seine Mitspieler perfekt einsetzen kann, um für Torgefahr zu sorgen. Ein weitere Stärke sind seine immens gefährlichen Standards. Schließlich sammelte Kobylanski bereits zahlreiche Scorerpunkte bei Eckbällen und konnte zudem auch schon den ein oder anderen Freistoß direkt verwandeln.

Auch das Trainerteam wird verstärkt

Diese Verpflichtung dürfte wohl den ein oder anderen überrascht haben. Denn schließlich verpflichte 1860 München mit dem ehemaligen Bundesligaprofi Stefan Reisinger kein unbekanntes Gesicht als neuen Co-Trainer.

Der 40-Jährige spielte einst selbst bei den Löwen und wird sich nun sicherlich auch in das neue bzw. alte Umfeld schnell integrieren können. Schließlich ist Reisinger für seine Bodenständigkeit bekannt, welche durch seinen Ehrgeiz verstärkt wird. Die Personalie Reisinger dürfte sehr gut in die Reihen der Löwen passen.

Fazit

Insgesamt lässt sich von der Transferpolitik der Löwen nur der Hut ziehen. Die Verantwortlichen um Sportvorstand Sport Günther Gorenzel-Simonitsch und Trainer Michael Köllner scheinen in den Gesprächen sehr überzeugend gewesen zu sein, sodass man vielversprechende Neuzugänge präsentieren konnte.

Jedoch darf man sich von den Transfers nicht blenden lassen. Die Löwen müssen nun erst einmal die Neuzugänge in die Mannschaft integriert bekommen und als Einheit zusammenwachsen. Es gilt jedoch zu erwähnen, dass der Aufstieg in die 2. Bundesliga das einzige Ziel für die Löwen sein kann. Denn sicherlich gehen die Löwen mit ihrem aktuellen Kader auch finanziell an die absolute Schmerzgrenze. Zudem kann auch sportlich gesehen mit diesem ambitionierten Kader nur der Aufstieg das Ziel sein.

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Alles in allem dürfte es spannend zu sehen sein, wie sich die Löwen in der kommenden Saison präsentieren werden. Schließlich sind die Ziele der Münchner sehr ambitioniert, was ihnen jedoch in der abgelaufenen Spielzeit schon einmal zum Verhängnis wurde.

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