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Henrik

Vorschau 2.Bundesliga: Greuther Fürth gegen 1.FC Nürnberg

Das Kleeblatt gegen den Club. Es ist mal wieder Zeit für das älteste Derby Deutschlands. Am kommenden Sonntag um 13:30 Uhr empfängt die Spielvereinigung Greuther Fürth den 1. FC Nürnberg zum Frankenderby. Die Duelle der beiden Klubs waren in der Vergangenheit stets von einer hohen Intensität sowie großer Emotionalität auf dem Platz und auf den Rängen geprägt.

Der direkte Vergleich spricht jedoch für den 1.FC Nürnberg. In den bisherigen 57 Pflichtspielen gegen die SpVgg Greuther Fürth konnten die Cluberer in 25 Spielen den Platz als Sieger verlassen, das Kleeblatt konnte bisher 17 Spiele für sich entscheiden.

Doch wer kann sich am Wochenende durchsetzen und seinen Fans den Derbysieg schenken? Kann das Kleeblatt mit einem Sieg den Platz in der Spitzengruppe der Liga behaupten und die Träume von der Bundesliga weiter am Leben erhalten? Oder gelingt es dem Club, drei Punkte aus Fürth mitzunehmen und sich ein wenig Luft im Abstiegskampf zu verschaffen?

Die Stärken der SpVgg Greuther Fürth

Die Auswärtsstärke der Fürther dürfte wohl einer der Hauptgründe für den aktuellen Erfolg sein. Die Kleeblätter mussten sich in der Fremde bisher lediglich beim Karlsruher SC geschlagen geben und konnten ansonsten immer Punkte für den Aufstiegskampf ergattern. Des Weiteren dürfte die Mentalität der Fürther zu ihren großen Stärken gehören. Das jüngste Team der 2.Bundesliga bestreitet die meisten seiner Spiele mit voller Leidenschaft und dem nötigen Biss. Cheftrainer Stefan Leitl scheint seine Spieler besonders vor Duellen gegen die Top-Teams der Liga voll zu erreichen und richtig einzustellen.

Das beste Beispiel hierfür dürfte wohl das Heimspiel am 22.Spieltag gegen Holstein Kiel sein. Die Kleeblätter waren fast über die komplette Spielzeit das vermeintlich schwächere Team und konnten trotzdem am Ende der Partie den Sieg feiern, nachdem man sich über 90 Minuten in jeden Zweikampf geworfen und die Störche niedergerungen hatte.

Die Schwächen der SpVgg Greuther Fürth

Bei den Kleeblättern lässt es sich aufgrund der aktuell erfolgreich laufenden Spielzeit nicht von vielen Schwächen reden. Es sind wohl eher Kleinigkeiten, die die Mannschaft von Leitl noch verbessern könnte.

Was jedoch bei der Mannschaft zu erkennen ist, ist, dass sie sich in der Favoritenrolle gegen vermeintlich schwächere Teams eher unwohl zu scheinen fühlt und sich dadurch erheblich schwerer gegen diese Teams tut.

Bwin

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Die Stärken des 1. FC Nürnberg

Die Spielphilosophie der Nürnberger dürfte wohl eine der großen Stärken sein. Trainer Robert Klauß legt Wert auf einen gepflegten und offensiv ausgerichteten Fußball. Die Clubberer versuchen stets, schnell in ihr Umschaltspiel zu gelangen, um sich gefährliche Torchancen herauszuspielen.

Dass der FCN mit seiner Spielweise auch gegen vermeintlich bessere Mannschaften bestehen kann, zeigte das Team in der laufenden Saison bereits das ein oder andere Mal. Das beste Beispiel hierfür dürfte wohl das Auswärtsspiel beim Überraschungsteam der 2.Bundesliga, dem Karlsruher SC sein, als die Clubberer den Gastgebern über 90 Minuten einen offenen Fight auf Augenhöhe lieferten und man sich durch einen Treffer kurz vor Schluss mit 1:0 durchsetzen konnte.

Die Schwächen des 1. FC Nürnberg

Die große Schwäche der Nürnberger dürfte wohl die mangelnde Konstanz sein. Aufgrund dieser gleicht die laufende Spielzeit des Clubs einer Achterbahnfahrt. An guten Tagen kann das Team von Klauß gegen jedes Team in der Liga punkten und zugleich durchaus guten als auch attraktiven Fußball spielen, an schlechten Tagen läuft dagegen gefühlt so gar nichts zusammen.

Das große Problem ist jedoch, dass beim FCN meist auf ein erfolgreich absolviertes Spiel eine Niederlage folgt. Die Clubfans können sich vor einem Ligaspiel nie so richtig sicher sein, welches Gesicht sie von ihrem Team zu sehen bekommen.

Spieler im Fokus

Auf Seiten der Fürther wird wohl speziell auf Außenverteidiger David Raum zu achten sein. Der deutsche U21-Nationalspieler ist eine der wichtigsten Stützen im Team der Kleeblätter und hat erheblichen Anteil am aktuellen Erfolg der Spielvereinigung. Speziell seinen unermüdlichen Einsatz und Offensivdrang zeichnen ihn aus, denn immerhin konnte Raum in der laufendenden Spielzeit bereits stolze zwölf Treffer vorbereiten. Raum, der im kommenden Sommer zum Bundesligist TSG 1899 Hoffenheim wechselt, wird regelrecht darauf brennen, um in seinem vorzeitig letzten Frankenderby den Kleeblatt-Fans einen Sieg zu bescheren.

Bei den Clubberern werden die Hoffnungen wohl speziell auf Torjäger Manuel Schäffler liegen. Der bullige Mittelstürmer scheint für den Club zu einer Art Lebensversicherung geworden zu sein. Immerhin ist Schäffler mit bisher neun erzielten Toren der beste Torschütze in den Reihen des FCN. Zusätzlich fungiert der Routinier durch seine Erfahrung und Mentalität als Leader auf und neben dem Platz, um dem noch unerfahrenen Team besonders in schwierigen Situationen zu helfen.

Insgesamt können sich die Fans auf ein sehr intensives Derby freuen. Es wird spannend zu sehen sein, ob die Fürther mit einem Sieg weiterhin im Aufstiegsrennen der 2.Bundesliga bleiben können oder ob die Nürnberger den Abstand zu den Abstiegsplätzen vergrößern und etwas Zählbares aus Fürth mitnehmen können.

Bei Bwin kann man auf dieses brisante Duell Wetten abgeben. Die Quote auf Sieg Greuther Fürth liegt aktuell bei 2,00, während bei einem Sieg Nürnbergs eine Quote von 3,60 winkt.

Eine Wette auf über 1,5 Tore oder höher könnte sich bei diesem Duell durchaus lohnen. Besonders die Offensivreihe der Fürther konnte ihre Torgefährlichkeit in der laufenden Saison bereits öfters unter Beweis stellen. Es könnte die Fans also eine torreiche Begegnung erwarten.

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Henrik

Vorschau 2.Bundesliga: VfL Bochum gegen Hamburger SV

Westfalen gegen Hanseaten. Es kommt zum Aufeinandertreffen zweier Spitzenteams der 2.Bundesliga. Am Freitag um 18:30 Uhr empfängt der VfL Bochum den Hamburger SV. Die Duelle der beiden Klubs waren in der Vergangenheit des Öfteren von vielen Toren geprägt.

Der direkte Vergleich des Duells spricht jedoch für den Hamburger SV. In den bisherigen 80 Pflichtspielen gegen den VfL Bochum konnten die Rothosen in 35 Spielen den Platz als Sieger verlassen, der VfL konnte bisher 24 Spiele für sich entscheiden. In den letzten beiden Aufeinandertreffen der Kontrahenten konnte sich stets das Auswärtsteam durchsetzen.

Doch wer kann sich am Wochenende behaupten und wichtige Punkte im Aufstiegskampf einfahren? Können die Bochumer mit einem Sieg die Tabellenführung behaupten und dem Traum von der Rückkehr in die Bundesliga einen großen Schritt näher kommen? Oder gelingt es dem HSV, drei Punkte aus Bochum mitzunehmen und den Rückstand auf Tabellenführer Bochum zu verkürzen?

Die Stärken des VfL Bochum

Die Teamchemie der Bochumer dürfte wohl zu ihren großen Stärken gehören und zugleich das Erfolgsgeheimnis in der laufenden Saison sein. Cheftrainer Thomas Reis ist es offenbar während der Sommervorbereitung gelungen, ein perfekt funktionierendes Team zu formen. Die Bochumer scheinen mit dem Mix aus jungen, hungrigen Talenten in Kombination mit einzelnen erfahrenen Routiniers ein optimales Gleichgewicht gefunden zu haben.

Besonders in engeren Spielen zeigte sich der große Teamgeist in der Mannschaft. Die Spieler kämpften stets für ihre Mitspieler, motivierten einander gegenseitig und agierten stets als eine funktionierende Einheit auf dem Platz. So auch am vergangenen Spieltag, als man zum Spitzenspiel bei der SpVgg Greuther Fürth zu Gast war und man sich in einer intensiven Partie durch eine geschlossene Mannschaftsleistung knapp, aber dennoch verdient durchsetzen und wichtige Punkte im Aufstiegsrennen holen konnte.

Die Schwächen des VfL Bochum

Aufgrund der momentanen Tabellenführung und den damit verbundenen guten Chancen auf den Aufstieg in die Bundesliga lässt sich beim VfL aktuell nicht großartig von vielen Schwächen reden. Es sind wohl eher gewisse Kleinigkeiten, die die Mannschaft von Reis noch verbessern könnte.

Was jedoch bei der Mannschaft zu erkennen ist, ist, dass sie sich speziell nach Rückständen etwas schwerer tut, wieder zurück ins Spiel zu kommen, um noch etwas Zählbares mitzunehmen. In der laufenden Spielzeit konnten die Bochumer teilweise nach Rückständen das Ruder nicht mehr zu ihren Gunsten herumreißen und mussten so am Ende Punktverluste verschmerzen.

Bwin

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Die Stärken des Hamburger SV

Die Spielphilosophie der Hamburger dürfte wohl eine der ganz großen Stärken der Rothosen sein. Trainer Daniel Thioune legt Wert auf einen stets organisierten und offensiv ausgerichteten Fußball. Diese Philosophie scheint die Mannschaft verinnerlicht zu haben, da der HSV in den bisherigen 24 Spielen stolze 49 Tore erzielen konnte und somit die beste Offensive der 2.Bundesliga stellt.

Zusätzlich positiv zu erwähnen, ist die Ruhe und Bodenständigkeit von Thioune. Der 46-jährige Fußballlehrer, im vergangenen Sommer vom Ligakonkurrenten VfL Osnabrück an die Elbe gewechselt, scheint sich trotz der hohen Ambitionen des Hamburger SV und des dazukommenden Erfolgsdruckes treu zu bleiben. Seine realistische Sichtweise und seine spielerfreundliche Art machen den Fußballlehrer auf und neben dem Platz zu einem Sympathieträger. Dem Cheftrainer gelang es zudem in den letzten Wochen Ruhe in den Verein zu bringen, trotz der nicht zufriedenstellenden Ergebnisse und der daraus resultierenden Kritik an der Mannschaft und seiner Person.

Die Schwächen des Hamburger SV

Die ganz große Schwäche der Hamburger dürfte ihre mangelnde Chancenverwertung sein. In der Rückrunde ließen die Rothosen reihenweise beste Chancen ungenutzt und mussten dementsprechend viele im Aufstiegskampf enorm wichtige Punkte liegen lassen.

Das beste Beispiel dürfte wohl das jüngste Remis (1:1) im Spitzenspiel am vergangenen Spieltag gegen Holstein Kiel sein. Der HSV war während der kompletten Spielzeit den Störchen überlegen, spielte sich eine gute Torchance nach der anderen heraus und musste sich am Ende jedoch mit nur einem Punkt zufrieden geben.

Spieler im Fokus

Auf Seiten der Bochumer wird wohl speziell auf Mittelfeldspieler Robert Zulj zu achten sein. Der offensive Mittelfeldspieler, der als der Dreh- und Angelpunkt im System der Bochumer gilt, scheint momentan in der besten Verfassung seiner Karriere zu sein. In der bisherigen Saison konnte Zulj bereits stolze zwölf Tore erzielen und bereitete zudem weitere zehn Treffer vor. Den Österreicher aus dem Spiel der Bochumer zu nehmen, wird für die Verteidiger des Hamburger SV oberste Priorität haben.

Bei den Rothosen werden wohl speziell die Hoffnungen auf Mittelfeldstratege Sonny Kittel liegen. Der offensive Flügelspieler scheint in dieser Saison eine noch wichtigere Rolle im Team des HSV zu übernehmen. Seine Kreativität und Durchschlagskraft können im Spiel gegen den VfL Bochum den Unterschied ausmachen. Des weiteren könnte Kittel aufgrund seiner gefährlichen Freistöße und Eckbällen ein ständiger Unruheherd für die Defensive der Westfalen werden.

Insgesamt können sich die Fans auf ein spannendes und umkämpftes Spiel freuen. Es wird spannend zu sehen sein, ob die Bochumer mit einem Sieg den Traum von der Rückkehr in die Bundesliga einen Schritt näher kommen oder ob der Hamburger SV wieder in die Erfolgsspur findet und den Rückstand auf Tabellenführer Bochum verkürzen kann.

Bei Bwin kann man auf dieses brisante Duell Wetten abgeben. Die Quote auf einen Sieg des VfL Bochum liegt aktuell bei 2,55, während bei einem Sieg Hamburgs eine Quote von 2,65 winkt. Bereits diese Quoten deuten auf ein ausgeglichenes Spitzenspiel hin.

Eine Wette auf über 1,5 Tore oder höher könnte sich bei diesem Duell durchaus lohnen. Die Offensivreihen beider Teams konnten ihre Torgefährlichkeit in der laufenden Saison bereits oft unter Beweis stellen. Es könnte die Fans also eine torreiche Begegnung erwarten.

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Henrik

Der HSV und das Dilemma mit der Rückrunde

Der Titel des Filmes könnte wohl “Ziemlich beste Feinde” lauten, wenn man das Verhältnis zwischen dem Hamburger SV und der jährlichen Rückrunde in der 2.Bundesliga verfilmen würde. Für den Traditionsverein und einstigen Bundesliga-Dino wurde die Rückrunde in den vergangenen Spielzeiten stets zu einem wahren Alptraum, in dem man sich die in der Hinrunde hart erarbeitete Ausgangslage komplett zerstörte und die ersehnte Rückkehr in die Bundesliga verspielte.

In der laufenden Spielzeit sieht es aktuell so aus, als ob der Hamburger SV sich treu bleiben würde und den möglichen Aufstieg am Ende wieder knapp verpassen könnte. Aber woran liegt es, dass der HSV jährlich solche großen Probleme in der heißen Phase der Saison hat? Können die Rothosen ihren Rückrundenfluch in dieser Spielzeit besiegen? Oder heißt es nächstes Jahr erneut nur 2.Bundesliga für den hoch ambitionierten Traditionsverein?

Mentales Problem als größte Baustelle?

Wenn man den Rückrundenverlauf der vergangenen Spielzeiten betrachtet, muss man sich die Frage stellen, ob die Mentalität bei den Spielern des Hamburger SV ausreicht, um den Aufstieg in die Bundesliga zu realisieren. Schließlich kann man die Qualität der Spieler hierbei nicht als möglichen Grund für das Scheitern nennen, da der HSV in den vergangenen Spielzeiten stets eine erfolgreiche Hinrunde spielte und seine Gegner teils sogar deutlich besiegen konnte.

Es scheint also eher eine Kopfsache bei den Spielern und Verantwortlichen des Klubs zu sein, die offensichtlich mit dem fortschreitenden Saisonverlauf und dem regelmäßig unter anderem durch Fans und Medien steigenden Aufstiegsdruck nicht zurechtkommen zu können.

Bwin

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Dass die Spieler mit dem enormen Druck von außen nicht umgehen können, zeigt einzig schon die Tatsache, dass der HSV in der Rückrunde meistens nicht in der Lage ist, ein Spiel über die kompletten 90 Minuten konzentriert und erfolgreich zu gestalten. Die Spieler scheinen ab einem gewissen Zeitpunkt des Spiels vollständig zu verkrampfen und Nervenflattern zu bekommen. Das zeigt sich bereits durch die Anzahl an Gegentoren in der Nachspielzeit der zweiten Halbzeit, die dem HSV in den vergangenen Spielzeiten schon oft in allerletzter Sekunde die Punkte nahmen und schlussendlich auch den Aufstieg in die Bundesliga verhinderten.

Verlorenes Stadtderby als Sinnbild

Anhand des am letzten Spieltag verloren gegangenen Stadtderbys gegen den FC St.Pauli ließen sich die Rückrundenprobleme des Hamburger SV gut erkennen. Das Team von Trainer Daniel Thioune ließ nach einer guten und engagierten ersten Halbzeit im zweiten Spielabschnitt so gut wie alles vermissen.

In der ersten Halbzeit agierten die Rothosen mit vollkommener Überzeugung und Durchschlagskraft Richtung gegnerisches Tor und konnten unter anderem durch zwei gefährliche Freistöße von Sonny Kittel (1. und 12. Spielminute) sowie eines Lattenkopfballs von Gideon Jung (21.Spielminute) gefährliche Chancen verzeichnen. In der zweiten Halbzeit war jedoch von der Offensive des HSV fast nichts mehr zu sehen. Entweder spielten die Rothosen im letzten Drittel mit zu wenig Tempo oder die Angriffe scheiterten, da man es am Ende zu kompliziert versuchte zu spielen.

Wer sich gegen Ende jedoch schon mit einem torlosen Remis abgefunden hatte, sah sich getäuscht. Der Hamburger SV zeigte mal wieder sein alt bekanntes Gesicht aus der Vergangenheit und verlor durch eine Unaufmerksamkeit in der Schlussphase noch mit 0:1. Zu allem Überfluss kassierte Kapitän Tim Leibold in der Nachspielzeit die Rote Karte, nachdem er sich zu einer einer komplett überflüssigen Tätlichkeit hinreißen ließ und seinem Team dadurch in den nächsten beiden wichtigen Spielen nicht zur Verfügung stehen wird.

Thioune ist nun gefordert

Dass die insgesamt noch junge Mannschaft des HSV auch gewisse Schwächephasen in der Saison haben wird und es auch mal zu Rückschlägen kommt, dürfte wohl jedem vor der Saison klar gewesen sein. Jedoch dürfte aufgrund der momentanen Ergebnisse und speziell der Leistungen der Mannschaft die Alarmstufe Rot wieder erreicht sein.

Der Hamburger SV sollte in Person von Thioune überlegen, ob nicht gewisse Abläufe angepasst oder grundsätzlich verändert werden sollten, um den möglichen Aufstieg in die Bundesliga nicht aus den Augen zu verlieren. Schließlich dürfte klar zu erkennen sein, dass der Aufstieg unter den aktuellen Umständen wohl kaum zu realisieren sein wird.

Vorschau auf den 24. Spieltag der 2.Bundesliga

Am 24.Spieltag wartet eine äußerst knifflige Aufgabe auf den Hamburger SV. Die Rothosen empfangen mit Holstein Kiel einen direkten Konkurrenten um den Aufstieg im heimischen Volksparkstadion. Nach der Derbyniederlage (1:0) gegen St. Pauli am vergangenen Montag wird der HSV um Wiedergutmachung bemüht sein und zugleich darauf brennen in die Erfolgsspur zurückzufinden.

Jedoch darf man Holstein Kiel in dieser Saison keinesfalls unterschätzen. Die Störche sind eines der formstärksten Teams der laufenden Spielzeit und konnten zudem unterhalb der Woche in das DFB-Pokal-Halbfinale einziehen. Zusätzlich ist zu erwähnen, dass die Kieler bisher noch kein einziges Gastspiel beim HSV verloren haben.

Alles in allem dürfen sich die Fans auf eine ausgeglichene und intensive Partie freuen. Es wird spannend zu sehen sein, ob der HSV wieder in seine Erfolgsspur zurückfindet und mit einem Sieg ein Zeichen setzt im Aufstiegskampf oder ob die Kieler ein weiteres Mal das Volksparkstadion erobern und punktetechnisch mit Tabellenführer Bochum gleichziehen.

Bei Bwin kann man Wetten auf dieses brisante Duell abgeben. Die Quote auf einen Sieg des Hamburger SV liegt aktuell bei 2,10, während bei einem Sieg Kiels eine Quote von 3,60 winkt.

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Henrik

Vorschau 2.Bundesliga: Karlsruher SC gegen FC St. Pauli

Badener gegen Hanseaten. Es kommt zum Aufeinandertreffen zweier großer Traditionsvereine der 2.Bundesliga. Am kommenden Samstag um 13 Uhr empfängt der Karlsruher SC den FC St. Pauli. Die Duelle der beiden Klubs waren in der Vergangenheit stets von ihrer enormen Intensität geprägt.

Der direkte Vergleich des Duells spricht knapp für St. Pauli. In den bisherigen 35 Pflichtspielen gegen den Karlsruher SC konnten die Kiezkicker in zwölf Spielen den Platz als Sieger verlassen, der KSC konnte bisher zehn Spiele für sich entscheiden. Die letzten beiden Aufeinandertreffen der Kontrahenten endeten jeweils mit einem Remis.

Doch wer kann sich am Wochenende durchsetzen und weiterhin in der Erfolgsspur bleiben? Können die Karlsruher mit einem Sieg weiterhin den Anschluss an die Spitzengruppe der 2.Bundesliga halten und von der Bundesliga träumen? Oder gelingt es den Kiezkickern, drei Punkte aus Karlsruher mitzunehmen und sich im Mittelfeld der Tabelle zu etablieren?

Die Stärken des Karlsruher SC

Die Bodenständigkeit der Karlsruher dürfte wohl zu ihren großen Stärken gehören und zugleich ein wichtiger Teil des Erfolges sein. Immerhin könnte man aufgrund der aktuellen Erfolge und des durchaus möglichen Sprungs auf die Aufstiegsplätze denken, dass die Karlsruher leicht den Sinn für die Wirklichkeit verlieren und bereits von der Bundesliga zu träumen. Aber genau dieses Szenario ist beim KSC nicht der Fall. Trainer Christian Eichner gilt als Realist und peilt als Hauptziel nach wie vor den Klassenerhalt an, bevor man über ambitioniertere Ziele zu sprechen vermag. Denn immerhin darf man trotz der momentanen Erfolge nicht vergessen, dass der KSC in der vergangenen Saison nur knapp den Klassenerhalt in der 2.Bundesliga geschafft hat.

Eine weitere Stärke der Mannschaft von Eichner ist ihr Kampfgeist. Die Badener scheinen selbst nach Rückständen das Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten nicht zu verlieren und konnten so schon das ein oder andere verloren geglaubte Spiel zu einem Remis oder sogar noch zu einem Sieg drehen. Das zeigte der KSC unter anderem beim Auswärtsspiel beim SV Sandhausen, als man mit einem 0:2 Rückstand in die Halbzeit ging und aufgrund einer fulminanten Aufholjagd in der zweiten Halbzeit am Ende noch einen 3:2 Auswärtssieg einfahren konnte.

Die Schwächen des Karlsruher SC

Aufgrund der Platzierung kann man beim KSC aktuell nicht großartig von vielen Schwächen reden. Es ist sozusagen wohl eher das berühmte Haar in der Suppe, nachdem man bei den Badenern suchen muss.

Was jedoch bei der Mannschaft zu erkennen ist, ist, dass sie sich in der Favoritenrolle gegen vermeintlich schwächere Teams eher unwohl zu fühlen scheint und sich dementsprechend schwer tut dieser Rolle gerecht zu werden. Schließlich gab der KSC in dieser Saison schon vermeintlich sicher geglaubte Punkte aus der Hand, was einen noch besseren Tabellenplatz verhinderte.

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Die Stärken des FC. St. Pauli

Die Art und Weise, wie Trainer Timo Schultz spielen lassen will, dürfte wohl eine der ganz großen Stärken der Kiezkicker sein. Im Lager der Hamburger legt man Wert auf einen gepflegten Offensivfußball. Diese Philosophie scheint die Mannschaft verinnerlicht und angenommen zu haben, da die Kiezkicker zu den offensivstärksten Teams der 2.Bundesliga gehören.

Zusätzlich positiv zu erwähnen ist die neu gewonnene Mentalität der Hamburger. Die Mannschaft von Schultz scheint sich nach anfänglichen Problemen nun offenbar gefunden zu haben und tritt als ein Einheit auf, in der sich jeder Spieler für den anderen einsetzt. Das beste Beispiel dürfte hier wohl das gewonnene Hamburger Stadtderby gegen den Hamburger SV sein, als die Kiezkicker dem Stadtrivalen über 90 Minuten einen großen Kampf boten und sich am Ende knapp durchsetzen konnten.

Die Schwächen des FC. St. Pauli

Die ganz große Schwachstelle der Hamburger dürfte ihre Defensive sein. Nach den bisherigen 23 Spieltagen mussten die Kiezkicker bereits satte 40 Gegentore hinnehmen und stellen somit eine der schlechtesten Abwehrreihen der 2.Bundesliga.

Aufgrund ihres offensiv ausgerichteten Fußballs scheint oftmals die Defensive in Vergessenheit zu geraten. Das beste Beispiel dürfte wohl der Heimsieg (3:2) gegen den SV Darmstadt 98 sein. Die Offensive der Hausherren machte zwar ihren Job und entschied das Spiel zugunsten der Kiezkicker, aber in der Defensive wirkte man gegen die Südhessen oftmals vogelwild.

Spieler im Fokus

Auf Seiten der Karlsruher wird wohl speziell auf Mittelfeldspieler Kyoung-Rok Choi zu achten sein. Der flinke Mittelfeldspieler hat sich in den vergangenen Wochen durch gute Leistungen in den Vordergrund gespielt und hatte großen Anteil am Erfolg der Badener. Choi, der von 2012 bis 2018 bei den Kiezkickern unter Vertrag stand, wird wohl regelrecht darauf brennen, an seine zuletzt guten Leistungen anzuknüpfen und dem Spiel erneut seinen Stempel aufdrücken zu können.

Bei den Kiezkickern werden wohl speziell die Hoffnungen auf Torjäger Guido Burgstaller liegen. Der Angreifer scheint seinen Torinstinkt im Dress der Hamburger wiedergefunden zu haben und ist auch durch seine Mentalität eine wichtige Stütze des Teams. In der bisherigen Saison konnte Burgstaller bereits acht Tore erzielen und bereitete weitere zwei Treffer vor.

Insgesamt können sich die Fans auf ein sehr intensives Spiel freuen. Es wird spannend zu sehen sein, ob die Karlsruher mit einem Sieg weiterhin Anschluss an die Spitzengruppe der Liga halten können oder ob St. Pauli weiter in ihrer Erfolgsspur bleiben und in der Tabelle weiter nach oben klettern kann.

Bei Bwin kann man auf dieses brisante Duell Wetten abgeben. Die Quote auf einen Sieg des Karlsruher SC liegt aktuell bei 2,20, während bei einem Sieg Paulis eine Quote von 3,00 winkt.

Eine Wette auf über 1,5 Tore oder höher könnte sich bei diesem Duell durchaus lohnen. Die Offensivreihen beider Teams konnten ihre Torgefährlichkeit in der laufenden Saison bereits oft unter Beweis stellen. Es könnte die Fans also eine torreiche Begegnung erwarten.

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Henrik

Guido Burgstaller - Die Rückkehr des Torjägers

Er gilt wohl aktuell als eine der größten Überraschungen in der 2.Bundesliga. Viele sahen seine Karriere schon als beendet an und schrieben ihn bereits ab. Doch er hat stets an sich geglaubt und nun wieder zu alter Stärke zurückgefunden. Die Rede ist von Guido Burgstaller.

Im vergangenen Sommer entschied sich der Angreifer für einen Wechsel zum FC St. Pauli in die 2.Bundesliga. Doch wie hat er sich bisher beim Kiezklub geschlagen?

Verpflichtung sorgt für Schmunzeln

Die Verpflichtung von Burgstaller dürfte wohl im Lager der Pauli-Fans von vielen kritisch gesehen worden sein. Immerhin holten die Paulianer einen Mittelstürmer, der zuvor beim Bundesligisten FC Schalke 04 in seiner letzten Spielzeit im Dress der Königsblauen kein einziges Tor erzielen konnte und auch kaum noch Torgefahr ausstrahlte.

Dass Guido Burgstaller einst jedoch in der 2.Bundesliga beim 1.FC Nürnberg starke Leistungen zeigte und zurecht als einer der besten Stürmer der kompletten 2.Bundesliga galt, hatten jedoch bei der Verpflichtung nur noch die Wenigsten im Hinterkopf.

Burgstaller findet Torriecher wieder

Seine Zeit am Millerntor hätte für den Routinier jedoch nicht unglücklicher beginnen können. Er war gerade in Hamburg angekommen und versuchte sich an das neue Umfeld zu gewöhnen, da fiel der Österreicher aufgrund anhaltender Nierenprobleme für eine lange Zeit aus und stand Trainer Timo Schultz an acht Spieltagen nicht zur Verfügung, sodass die meisten Kritiker ihn schon als Fehleinkauf abgestempelt haben.

Doch gerade das nahm der 31-Jährige offenbar als Motivation auf und kämpfte sich eindrucksvoll zurück. Nach überstandener Verletzung lief der Österreicher zur Höchstform auf. In neun Spielen konnte der Angreifer stolze acht Tore erzielen und bereitete zudem zwei weitere Treffer vor.

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Besonders positiv ist bei Burgstaller zu beobachten, dass das Selbstvertrauen beim Torabschluss nun wieder zurückgekehrt ist, was er zuletzt während seiner Zeit auf Schalke oftmals nicht besaß. Sogar das nötige Spielglück scheint der Österreicher aktuell zu haben, welches man sich ja bekanntlich auch erst einmal hart erarbeiten muss.

Vor allem durch die Tore Burgstallers konnte St. Pauli in den letzten Wochen eine Erfolgsserie starten und sich so allmählich aus dem Tabellenkeller der 2.Bundesliga rauskämpfen. So auch am vergangenen Spieltag, als die Kiezkicker den SV Darmstadt 98 im heimischen Millerntor zu Gast hatten und man sich in einer äußerst turbulenten Partie dank des Siegtreffers von eben Burgstaller mit 3:2 durchsetzen und wichtige Punkte im Kampf um den Klassenerhalt einfahren konnte.

Burgstaller agiert als Führungsspieler

Im heutigen Fußball wird oft über fehlende Mentalität und Emotionalität von Fußballern gesprochen. Zu diesen Fußballern dürfte ein Guido Burgstaller jedoch keinesfalls gehören. Denn es ist besonders die Mentalität des Angreifers, die ihn für die Mannschaft so unersetzlich und gleichzeitig bei den Fans so beliebt macht. Der Routinier ist als fleißiger Arbeiter und Motivator auf dem Platz bekannt, der dem Team durch seinen unermüdlichen Willen und Kampfgeist stets neues Leben einhauchen kann.

Zudem ist der Österreicher durch seine enorme Erfahrung eine wichtige Stütze im ansonsten noch relativ jungen Team der Hamburger und versucht stets, den Talenten der Kiezkicker mit Rat und Tat zur Seite zu stehen.

Vorschau auf den 23.Spieltag der 2.Bundesliga

Am 23. Spieltag ist es mal wieder Derbyzeit in Hamburg. Die Kiezkicker empfangen den Hamburger SV im heimischen Millerntor-Stadion. Nach dem umjubelten Sieg (3:2) gegen Darmstadt 98 werden Burgstaller und Co. darauf brennen, ihre Erfolgsserie fortzusetzen und den heiß ersehnten Derbysieg einzufahren.

Jedoch darf man den Hamburger SV trotz der aktuellen Ergebniskrise keinesfalls unterschätzen. Denn immerhin werden die Rothosen alles dafür geben wollen, um ihren Fans den Derbysieg schenken zu können und gleichzeitig wieder in eben jene Erfolgsspur zurückzufinden.

Alles in allem dürfen sich die Fans auf ein sehr umkämpftes und emotionales Derby am Montagabend unter Flutlicht freuen. Es wird spannend zu sehen sein, ob die Kiezkicker ihre Erfolgsserie auch gegen den großen Stadtrivalen fortsetzen können oder ob der Hamburger SV zurück in die Erfolgsspur findet und wichtige Punkte im Aufstiegsrennen einfahren kann.

Bei Bwin kann man natürlich auf das Hamburger Stadtderby Wetten abgeben. Die Quote auf einen Sieg St. Paulis liegt aktuell bei 3,75, während bei einem Sieg des Hamburger SV eine Quote von 1,91 winkt.

Eine Wette auf über 1,5 Tore oder höher könnte sich bei diesem Duell durchaus lohnen. Immerhin stellte beide Teams in der laufenden Spielzeit ihre Torgefährlichkeit des Öfteren unter Beweis. Es könnte die Fans ein offener Schlagabtausch erwarten.

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Henrik

Das Kickfieber-Interview – Heute mit Hanno Balitsch

In unserer neuen Serie "Das Kickfieber-Interview – Heute mit ..." wollen wir Euch in jeder Ausgabe ein spannendes Interview mit einem Protagonisten aus der Fußballszene präsentieren. Dabei erwarten Euch interessante Einblicke hinter die Kulissen der Welt des Fußballs, die mit Sicherheit den einen oder anderen von Euch zum Nachdenken bringen werden.

In der heutigen Ausgabe ist dieser Protagonist Hanno Balitsch, ehemaliger Bundesligaprofi und aktueller Co-Trainer der deutschen U20-Nationalmannschaft.

Herr Balitsch, Sie haben im Sommer 2016 Ihre aktive Karriere als Spieler beendet und direkt als Co-Trainer in der deutschen U19-Nationalmannschaft angefangen. Mittlerweile sind Sie als Co-Trainer in der U20-Nationalmannschaft tätig. Hatten Sie schon immer vor, nach Ihrer aktiven Spielerkarriere als Trainer tätig zu werden? Aus welchen Gründen haben Sie sich für eine Karriere als Trainer entschieden?

Das habe ich ehrlich gesagt noch gar nicht abschließend. Mein Wunsch ist und war es, mich im Bereich Fußball möglichst breit aufzustellen und Erfahrungen zu sammeln. Ich habe während der aktiven Zeit ein Studium zum Sportmanager erfolgreich abgeschlossen und Stück für Stück meine Trainerlizenzen gemacht. Mit dem Abschluss des aktuellen Fußballlehrerlehrgangs hätte ich dann die UEFA-Pro-Lizenz und den letzten Schritt der Trainerausbildung absolviert. Mir macht das Arbeiten als Trainer auf dem Platz zur Zeit sehr viel Spaß. Ich möchte aber nicht ausschließen, dass ich vielleicht auch mal in einer übergeordneten Position arbeiten werde.

Natürlich stellt sich dann auch die Frage nach der Zukunft des Trainers Hanno Balitsch. Was haben Sie für Ziele bezüglich ihrer Trainerkarriere?

Aktuell steht das Ende der UEFA-Pro-Lizenz im Mittelpunkt und mit dieser geht es dann darum weiter Erfahrungen als Trainer zu sammeln. Ziel ist es, sich als Trainer weiterzuentwickeln und dann spätestens mittelfristig hauptverantwortlich als Cheftrainer zu arbeiten und Erfahrungen zu sammeln.

Sie wurden als Spieler in der Jugend von Waldhof Mannheim ausgebildet und beendeten auch Ihre lange Profikarriere im Sommer 2016 in Mannheim. Könnten Sie sich in der Zukunft vorstellen, als Trainer oder in einer anderen Position erneut zu Waldhof Mannheim zurückzukehren?

Natürlich. Es ist ja kein Geheimnis, dass ich emotional mit dem Verein verbunden bin und nach meiner Karriere auch im Austausch mit Herrn Beetz bezüglich einer Position im Verein war. Ich glaube es geht dann zu einem bestimmten Zeitpunkt immer um die Aufgabe und die Leute, mit denen man tagtäglich zusammenarbeiten würde. Passt die Konstellation, könnte ich mir ein Engagement beim Waldhof natürlich vorstellen.

Wenn wir gerade schon beim Thema Waldhof Mannheim sind. Wie beurteilen Sie die Entwicklung von Waldhof in den letzten Jahren? Und was für Potenzial besitzt der Traditionsverein? Trauen Sie Ihrem Jugendklub in den nächsten Jahren den Sprung in die 2.Bundesliga zu?

Für den Waldhof war es unglaublich wichtig, im schlussendlich vierten Versuch in den Profifußball zurückzukehren. Man sieht aber diese Saison auch, dass die 3. Liga eine schwierige Liga ist und Corona mit seinen Folgen die Vereine in der Existenz bedroht. So wie ich das beurteilen kann, ist der Waldhof komplett abhängig von seinem Investor Bernd Beetz, dem es aufgrund seines (finanziellen) Engagements überhaupt zu verdanken ist, dass es den Drittliga-Fußball in Mannheim in dieser Saison gibt.

Ohne eine breitere Unterstützung von Seiten der Wirtschaft, was in der jetzigen Zeit extrem schwierig ist, oder zusätzlichem Investorengeld schätze ich einen Aufstieg in die zweite Liga nicht als realistisch ein. Außerdem ist der Verein im infrastrukturellen Bereich (Stadion, Trainingsbedingungen und Jugend am Alsenweg) nicht professionell genug aufgestellt.

Waldhof ist mit Sicherheit einer der Traditionsvereine, die das Potenzial haben über eine längerfristige, auf mehrere Schultern verteilte Entwicklung auch mal wieder ans Tor zur 2.Liga zu klopfen. Kurzfristig halte ich das aber für eher unrealistisch.

Lassen Sie uns jetzt mal einen Blick auf Ihre lange Spielerkarriere zurückwerfen. Sie waren gerade erst einmal 20 Jahre alt, als Sie sich dazu entschlossen, Waldhof Mannheim in Richtung Köln zu verlassen. Nach einer Saison beim 1. FC Köln zog es Sie aber bereits weiter Richtung Leverkusen. Haben Sie sich damals schon für die hohen sportlichen Erwartungen beim Champions League-Klub aus Leverkusen bereit gefühlt?

Ja. Das Gefühl, die eigenen sportlichen Grenzen austesten zu wollen, war beim Wechsel nach Köln, wie dann auch nach Leverkusen, damals begründet auf der Leistung der Vorsaison. Ich hatte trotz des Abstiegs mit dem 1.FC Köln sofort in der Liga als Stammspieler Fuß gefasst. Die erste Saison bei Bayer hat mich in dem Gefühl dann ja auch bestätigt.

Nach drei Spielzeiten im Dress von Bayer 04 Leverkusen und einer kurzen Zwischenstation bei Mainz 05 wechselten Sie im Sommer 2005 zu Hannover 96. Dort blieben Sie für fünf Jahre, hatten in dieser Zeit stets Ihren Stammplatz im zentralen Mittelfeld sicher und traten als Mittelfeldmotor sowie Antreiber auf. Wenn Sie nun einmal auf Ihre Zeit bei Hannover zurückblicken, was war das einprägsamste Erlebnis in Hannover, was Ihnen noch lange in Erinnerung bleiben wird?

Die fünf Jahre in Hannover waren mal mehr und mal weniger permanent geprägt durch den Abstiegskampf aber als einprägsamstes Erlebnis wird leider der Suizid meines Mitspielers und Freundes Robert Enke in meinen Erinnerungen bleiben. Der Verlust und die daraus resultierende Saison waren auch der Grund dafür, meinen Vertrag nach fünf Jahren nicht zu verlängern und etwas anderes zu machen.

Im Sommer 2010 entschieden Sie sich für eine Rückkehr zu Bayer 04 Leverkusen. Sie spielten zwei weitere Spielzeiten bei Bayer und entschlossen sich dann in der Winterpause zu einem Vereinswechsel zum 1.FC Nürnberg. Beim Club trafen Sie auf einen alten Bekannten. Sie spielten erneut unter Dieter Hecking, den Sie aus Ihrer Zeit bei Hannover 96 bereits kannten. Hatte der Wechsel nach Nürnberg auch primär etwas mit Hecking zu tun?

Zum einen hatte der damalige Trainer in Leverkusen Robin Dutt nicht mehr mit mir geplant und zum anderen war in Nürnberg mit Dieter Hecking ein Trainer, der mich kannte und den ich kannte. Das passte und deshalb war die Entscheidung pro Nürnberg auch eine Entscheidung pro Hecking.

Nach Ihrer Zeit beim 1.FC Nürnberg und der Zwischenstation beim FSV Frankfurt führte Sie Ihr Weg im Sommer 2016 zurück zu Ihrem Jugendclub Waldhof Mannheim, wo Sie schließlich nach einer weiteren Spielzeit Ihre Fußballschuhe an den Nagel hängten. Hatten Sie schon länger mit dem Gedanken gespielt, Ihre Karriere in Mannheim ausklingen zu lassen, wo schließlich auch Ihre Karriere begann?

Planen ist im Fußball sehr schwierig, weil es am Ende doch alles anders kommt. Ich hatte beim FSV Frankfurt trotz interessanter Angebote aus der 2.Liga aufgehört und einen Vertrag als TV-Experte im ZDF unterschrieben und nach einer Möglichkeit gesucht, neben meinem Job noch ein Jahr auf möglichst professionellem Niveau Fußball zu spielen. Da kam der Kontakt zu meinem ehemaligen Mitspieler Kenan Kocak genau richtig und ich hatte die Möglichkeit, den Kreis zu schließen und meine Karriere dort zu beenden, wo sie angefangen hat. Das Jahr war trotz der verlorenen Relegation am Ende als Meister der Regionalliga erfolgreich und emotional ein toller Abschluss.

Während Ihrer langen Karriere haben Sie viel erlebt. Sie haben jahrelang gegen die besten Spieler auf nationaler sowie auf internationaler Ebene gespielt. Wer war Ihr vermeintlich schwerster Gegenspieler, mit dem Sie es je zu tun hatten? Und was genau machte es so schwierig, gegen ihn zu spielen?

Die Spiele in der Champions League gegen Real Madrid, Barcelona, Manchester United oder Inter Mailand bleiben im Gedächtnis und die Duelle gegen Spieler wie Rivaldo oder Ryan Giggs waren fantastisch. Aber als unglaublich schwer zu bespielen, habe ich Tomas Rosicky während seiner Topzeit bei Borussia Dortmund in Erinnerung. Er war schnell, wendig, technisch brillant und hatte ein tolles Gespür für den freien Raum und die Situation. Selbst mit Härte konnte man ihm nicht beikommen. Er hat sich kurz geschüttelt, ist aufgestanden und hat dich wieder gefordert. Wirklich beeindruckend.

In letzter Zeit gab es immer wieder Kritik an der Jugendarbeit in Deutschland, an der Durchlässigkeit bei den Topklubs und der generellen Entwicklung. Wie beurteilen Sie als aktueller Co-Trainer der U20-Nationalmannschaft die momentane Nachwuchsarbeit in Deutschland und können Sie uns einen Spieler nennen, den man zukünftig besonders auf dem Schirm haben sollte?

Wir dürfen nicht alles so schwarz sehen. Die deutschen NLZs haben immer noch gute Strukturen und einen großen Talentepool. Richtig und auffällig ist aber auch, dass die Ausnahmetalente und Unterschiedsspieler in der Spitze in den kommenden Jahrgängen weniger werden und uns andere Nationen in diesem Bereich überholt haben. Kai Havertz, Florian Wirtz und Youssoufa Moukoko haben aber gezeigt, dass immer mal wieder ein Toptalent durchstößt und das sollte allen Jungen Mut machen weiter an sich zu arbeiten.

Vielen Dank für Ihre Zeit für das Interview!

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