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Wo spielt Danilho Doekhi im Herbst 2026?

Wo spielt Danilho Doekhi im Herbst 2026?

Und los geht es mit dem zweiten Teil unserer Artikelserie“ Wo spielt Spieler X nach dem Sommer 2026?“ Diesmal geht es um Danilo Doekhi vom 1. FC Union Berlin, einen der aktuell besten Verteidiger der Bundesliga.

Denn auch wenn die Union-Fans ihn sicher vermissen werden, führt kein Weg daran vorbei, dass sich der niederländische Innenverteidiger längst für höhere Aufgaben empfohlen hat und den Club im Sommer 2026 höchstwahrscheinlich ablösefrei verlassen wird.

Da der Union-Stil taktisch jedoch sehr speziell ist, sollte sein nächster Schritt gut gewählt sein. Welche Vereine könnten also sinnvoll für ihn sein, auch im Hinblick auf den nächsten Karriereschritt?

(Bild: IMAGO / Matthias Koch)

AKTUELLE LAGE:

Es war das letzte Spiel im Jahr 2025 gegen den 1. FC Köln, wo Union Berlin noch einmal mehr wieder mal der gesamten Bundesliga den Stinkefinger gezeigt hat, im Sinne von: Nein, man muss nicht schön spielen, um erfolgreich zu sein, man kann auch einfach Union Berlin sein.

Auf einem herausragenden Platz 8 stand man vor der Winterpause in der Tabelle, womit wohl vor der Saison niemand gerechnet hätte. Denn dies geschah wieder mal mit Werten wie 39 % durchschnittlicher Ballbesitz (Pl. 18), 74,6 Passquote (Pl. 18), wie auch 2184 Sprints (Pl. 17) – Werte, wo sich so mancher Taktiknerd und Fußballfeinschmecker einfach nur denkt: Wie zum Teufel machen die das?

Zur Wahrheit gehört aber auch, dass zu dem Zeitpunkt zwischen Platz 8 und Platz 15 lediglich nur 7 Punkte lagen, der Klassenerhalt ist also trotzdem noch nicht gesichert. Was die Europaplätze angeht, befand man sich hingegen 4 Punkte hinter Platz 7 und 5 Punkte hinter dem Europa-League-Platz 6.

Ob das den Ansprüchen des Abwehrchefs, der unbedingt langfristig europäisch spielen möchte, reicht, bleibt aber trotzdem fraglich. Immerhin ist er jetzt auch schon 27 Jahre alt, ist also kein Talent mehr, der noch ewig Zeit hat für den nächsten Schritt und sich so z.B. auch mal für die niederländische A-Nationalmannschaft zu empfehlen.

Allerdings gibt es hier ein ABER. Denn – um zum Beispiel dieses Jahr noch WM zu spielen, müsste er gar nicht unbedingt für die Niederländer spielen, da er wie viele andere Niederländer auch noch die Staatsbürgerschaft von Suriname besitzt, einem kleinen Land im Nordosten Südamerikas, was viele Jahrzehnte lang niederländische Kolonie war.

Und – auch wenn die Fans es selbst kaum fassen können – auch das 640.000-Einwohner-Land Suriname befindet sich derzeit noch in den Intercontinental Playoffs und kann sich dort gegen verhältnismäßig leichte Gegner (Bolivien und Irak) im März auch noch für die WM 2026 qualifizieren.

WARUM DOEKHI?

Doch was macht den bulligen Innenverteidiger eigentlich so aus, dass ihn seit seinem Wechsel 2022 zu Union Berlin Jahr für Jahr so viele große Vereine auf dem Zettel haben?

Zum einen wäre da natürlich seine physische Präsenz. Mit seiner Körpergröße (1.91 m) und Kraft ist er extrem zweikampfstark und kaum zu überwinden – sowohl am Boden als auch in der Luft. Hinzu ist er extrem gefährlich nach Standards, insbesondere Ecken. Man könnte sogar so weit gehen: Das selbe mulmige Gefühl, was man als Gegner bei einem Freistoß hat, den der Leverkusener Alejandro Grimaldo schießt, hat man aktuell bei Eckstößen, wo Danilo Doekhi als erster Abnehmer im Strafraum steht, bereit seine Rübe hinzuhalten, das Gefühl "jetzt kann der Ball ja fast nur ins Tor gehen."

Insgesamt 74 gewonnene Kopfballduelle konnte Doekhi diese Saison schon gewinnen und steht dabei auf einem sagenhaften Platz 1 in der gesamten Bundesliga. Seine 4 Tore in 15 Spielen, als Innenverteidiger wohlgemerkt, sprechen dann noch einmal für sich. Gegen niemand geringeren als den FC Bayern versenkte er z.B. gleich zwei Tore nach Standard und sorgte damit beinahe für die erste und einzige Niederlage des Rekordmeisters in der aktuellen Bundesliga-Saison.

Was aber grade in diesen Zeiten, wo viele Vereine mehr und mehr Spiele bestreiten und mit mehr und mehr Verletzungen zu kämpfen haben, auch noch mal ein riesiger Faktor ist: Danilo Doekhi ist so gut wie nie verletzt. In allen Spielen startend hat er bei Union Berlin z.B. bereits ganze 1350 Spielminuten (insgesamt 98 Spiele, 12 Tore) gesammelt, was beweist, dass er nicht nur körperlich immer in Top Form war, sondern – auch trainerübergreifend – von den Leistungen immer für die Startelf gesetzt war.

SITUATION IM VEREIN:

Nun war Union Berlin schon unter Urs Fischer immer ein Verein, der für seine starke Defensive bekannt war. So wechselte bereits 2022 der Innenverteidiger Marvin Friedrich zum damaligen Champions-Ligisten Borussia Mönchengladbach. Es folgten der Rechtsverteidiger Julian Ryersson (heute Borussia Dortmund), so wie auch die beiden Sechser Grischa Prömel (heute TSG Hoffenheim) und Robert Andrich (heute Bayer Leverkusen und deutscher Nationalspieler).

Allerdings ist dies nun auch schon eine Weile her und der Blick von Union Berlin auf den Transfermarkt ist deutlich globaler geworden als noch in den Jahren nach dem Aufstieg 2019. Während man sich da noch vor allem in der zweiten Liga bediente, kommen die Spieler heute von Vereinen wie dem OSC Lille (Andrej Ilic), Genua CFC (Morten Thorsby) oder eben auch mal aus ganz abgefahrenen Ligen, wie der Linksaußen Keita Endo, den man vor einigen Jahren aus der japanischen Liga geholt hat.

Das Union-Berlin-Netzwerk ist also mittlerweile deutlich größer. Des Weiteren hat man nicht nur das eine Jahr Champions League hinter sich, wo man sich mit so illustren Namen wie Weltmeister Leonardo Bonucci, Kevin Volland und Robin Gosens bereichert hat, sondern ganze zwei weitere Jahre Europa-League.

Der Blick auf Spieler von Union Berlin ist also mittlerweile auch ein ganz anderer geworden, trotz der schwierigen letzten zwei Jahre. Kein Wunder, dass auch größere Vereine mit der Zeit ein ganz besonderes Auge insbesondere auf die Defensivspieler von Union Berlin bekommen haben.

Doch welche Vereine haben Doekhi aktuell besonders im Visier und wo würde ein Wechsel auch für den Spieler am meisten Sinn machen?

LEEDS UNITED:

Der Sprung in die Premier League zum Aufsteiger Leeds United wäre für Danilo Doekhi natürlich grade monitär ein echter Upgrade. Denn nur zum Vergleich – bei Leeds verdienen Spieler aktuell um die 2,5 bis 3 Millionen Euro im Jahr, wohingegen die Jahresgehälter bei Union Berlin eher im niedrigen sechsstelligen Bereich liegen.

Des Weiteren gibt es auch seit längerem klares Interesse seitens der Whites rund um Ex-Gladbach-Trainer Daniel Farke. Denn Stamminnenverteidiger Joe Rodon gilt leider als sehr verletzungsanfällig, wohingegen der Ex-Wolfsburger Sebastian Bornauw der Sprung in die beste Liga der Welt bislang noch nicht so richtig gelungen ist. Wirklich gesetzt sind daher bei Leeds aktuell nur der Tscheche Jaka Bijol, so wie auch Doekhis Landsmann Pascal Strujik, den er bereits aus den Jugend-Nationalmannschaften der Niederlande gut kennt.

Ein weiterer Vorteil ist, dass Daniel Farke oft und gerne mit einer Dreierkette spielt, wodurch ein weiterer Platz für Doekhi frei wäre.

Auch in puncto Klassenerhalt sieht es bei Leeds United aktuell sehr gut aus, da die voraussichtlichen Absteiger West Ham, Burnley und insbesondere Wolverhampton bereits weit abgeschlagen sind und aktuell wenn überhaupt Nottingham Forest sich anschickt, dort noch mit reinzurutschen. Ganze 8 Punkte trennen die Whites bereits von einem Abstiegsplatz.

FC VALENCIA:

Gerüchte gibt es allerdings auch rund um den spanischen Erstligisten FC Valencia bei denen es aktuell aber leider sportlich nicht ganz so gut aussieht. Mit grade mal 16 Punkten steht man dort nämlich aktuell auf Platz 18 und würde nach aktuellem Tabellenstand sogar absteigen.

Dies liegt aber unter anderem auch daran, dass die Valencia-Defensive, abgesehen von dem erst 23jährigen Spanier Cesar Tarrega, als überaltert gilt und insbesondere gegen die Top-Vereine in Spanien so ihre Probleme hat. So kassierte man gegen die beiden Meisterschafts-Platzhirsche Real Madrid und FC Barcelona diese Saison zum Beispiel ganze 10 Gegentore und stellt mit 30 Gegentoren auch sonst hinter Girona die zweitschlechteste Defensive der Liga.

Ein Wechsel zum FC Valencia würde also, abgesehen vom Namen und der Historie, eher einen weiteren Zwischenschritt für Doekhi bedeuten: Als Abwehrchef einen alten Traditionsverein wieder nach oben bringen und sich dann nochmal für höhere Aufgaben empfehlen.

EINTRACHT FRANKFURT:

Anders sieht es dann schon bei Eintracht Frankfurt aus, die aktuell sogar Champions League spielen. Andererseits stehen sie in der Liga auch nur 4 Punkte vor Union Berlin und hatten mit wettbewerbsübergreifend ganzen 49 Gegentoren grade defensiv in dieser Hinrunde arge Probleme

Ein zuverlässiger und erfahrener Innenverteidiger ist daher aktuell, auch aufgrund der Formschwäche von Robin Koch, für die Eintracht aktuell das, was der Verein am meisten braucht. Die Frage wäre allerdings, ob die Eintracht es sich aktuell leisten kann, hier überhaupt noch bis Sommer warten zu können und damit vielleicht sogar die Europa-/Conference-League-Qualifikation aufs Spiel zu setzen.

Sollte das Thema Eintracht Frankfurt/Danilo Doekhi diesen Winter nochmal heiß werden, könnte es nochmal zu einem ordentlichen Tauziehen zwischen den Adlern und den Eisernen kommen. Sollte Frankfurt diesen Winter allerdings nochmal anderswo zuschlagen, könnte die Tür für Doekhi, im Sommer ablösefrei nach Frankfurt zu wechseln, schon wieder zu sein, und damit die Aussicht, nächstes Jahr europäisch zu spielen.

FEYENOORD ROTTERDAM:

Wenn es ums europäische Geschäft geht, sollte allerdings ein ganz anderer Verein Doekhis Top-Favorit sein, nämlich Feyenoord Rotterdam. Denn nicht nur, dass Doekhi selbst in Rotterdam geboren ist und seine Ausbildung u.a. bei Excelsior Rotterdam und Jong Ajax absolviert hat, der Verein spielt gefühlt schon seit der Vorkriegszeit jedes Jahr europäisch und befindet sich noch dazu seit Jahren im Aufschwung, was nicht zuletzt das freche, wie sensationelle 3 : 0 gegen den FC Bayern in der letzten CL-Saison nochmal eindrucksvoll unter Beweis stellte.


Allerdings wackelte auch bei den Niederländern die Defensive jüngst ein bisschen, weswegen man aktuell auch schon 11 Punkte abgehängt von der PSV Eindhoven nur auf Platz 2 der holländischen Liga steht.

Mit Thomas Beelen, Gernot Trauner und Malcolm Jeng sind hinzu grade drei Innenverteidiger verletzt, weswegen der Bedarf grade auf dieser Position grade in diesem Wintertransferfenster größer denn je ist, auch was das Weiterkommen in der Europa League (aktuell nur Platz 30) angeht.

Könnte das daher der Verein sein, wo Union doch nochmal eine Ablöse kassieren könnte?

Doekhi-Wechsel doch noch diesen Winter?
Leon Buche

Leon Buche

Alles hängt aktuell von den Ambitionen der Vereinsverantwortlichen ab. Möchte man wirklich noch das europäische Geschäft erreichen, darf man Doekhi natürlich auf keinen Fall schon diesen Winter abgeben. Sollte allerdings der Klassenerhalt das oberste Ziel sein, sollte man sich aus Union-Sicht die Angebote von so zahlungskräftigen Vereinen wie Leeds und Frankfurt zumindest mal anhören.

Für den Spieler würden hingegen sicherlich sportlich vor allem die europäisch spielenden Vereine Sinn machen, ganz vorne Feyenoord und Frankfurt, mit der Aussicht, vielleicht hin und wieder auch mal in der Champions League zu überraschen: Ein sicher guter und auch absolut hochverdienter nächster Schritt für einen Innenverteidiger von der Qualität, so schmerzvoll der Abschied für mich als Union-Fan auch wäre.

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