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2. Liga: Das sind die 10 heissesten Winterneuzugaenge

2. Liga: Das sind die 10 heissesten Winterneuzugaenge

War das Wintertransferfenster 2026 vielleicht das heisseste, was es jemals in der Geschichte der 2. Liga gegeben hat? Champions-League-Finalisten, WM-Halbfinalisten, deutsche U21-Nationalspieler mit Megapotenzial:


All das bot das Wintertransferfenster 2025/26 und zeigte wieder einmal, dass viele Zweitligavereine aktuell sowohl fuer junge Spieler, als auch fuer welche, die ihre Karriere in einem grossen Fanumfeld ausklingen lassen wollen und sich selbst nochmal zeigen wollen, warum sie ueberhaupt mal mit Fussball angefangen haben, weitaus attraktiver sind als der ein oder andere Bundesligist.

Wir blicken daher nun zurueck auf die 10 heissesten Zweitliga-Wintertransfers dieser Saison.

(Bild: IMAGO / HMB-Media)

PLATZ 10: KENNEDY OKPALA (SC Paderborn)

Der SC Paderborn - der Verein, den Stefan Effenberg einst mal als den "most sexy Verein" in Deutschland bezeichnet hat, hat sich zumindest in Sachen Jugendarbeit in den letzten Jahren angeschickt, tatsaechlich genau das zu werden. Ilyas Ansah (Union Berlin), Aaron Zehnter (VFL Wolfsburg), Luca Killian (FC Koeln), wie auch nicht zuletzt Megatalent Luis Engelns, der erst vor wenigen Wochen zur TSG Hoffenheim gewechselt ist: Alles Abgaenge, die darauf hinweisen, dass die Ostwestfalen mittlerweile mehr sind als ein reiner ambitionierter Zweitligist, dessen Ausfluege in die Bundesliga meist darin enden, dass man schneller wieder im Unterhaus ist, als man "Europa" sagen kann.

Nun hat man sich mit Kennedy Okpala von Waldhof Mannheim das naechste Top-Talent heran geschafft, wo einige Scouts schon munkeln, dass es nur noch an der Frage der Zeit ist, bis sich auch er fuers deutsche Oberhaus empfehlen kann.

Dass ihn Trainer Ralf Kettemann bislang eher behutsam und eher als Joker einsetzt, soll den langfristigen Erfolg des 21jaehrigen Fluegelstuermers daher nicht schmaelern: Ganz im Gegenteil.

Denn klar ist, dass Okpala, wenn auch nicht physisch, jetzt schon einige Parallelen zu Ilyas Ansah mitbringt: Denn auch er ist kein klassischer „nur mitlaufender“ Stürmer, sondern ein Spieler, der regelmäßig Tore selbst erzwingt – sei es durch Abschlussstärke, gute Positionierung oder Cleverness im Strafraum.

Dies haben nicht nur seine 7 Tore und 3 Assists in nur 18 Spielen in Mannheim gezeigt. Verstaendlich daher auch, dass es um den Transfer einiges an Theater gab, inklusive Vorwuerfen der Waldhof-Fans, Paderborn haette bei dem Transfer gegen klare Vertragsregeln gebrochen, beziehungsweise haette Kontakt zu dem Spieler aufgenommen, als es noch gar nicht erlaubt war.

Was auch am Ende passiert ist: Nun ist der junge Fluegelspieler auf jeden Fall da und koennte vielleicht schon diese Saison einer der "Gamechanger" werden, wenn es um die entscheidenden Spiele um den erhofften Bundesliga-Aufstieg geht.

PLATZ 09: SATOSHI TANAKA (Fortuna Duesseldorf)

Dass aus der japanischen Liga teilweise nicht nur hochtalentierte, sondern auch technisch extrem stark ausgebildete Spieler kommen, weiss man in der Bundesliga nicht erst seit Dortmund-Legende Shinji Kagawa. Spaetestens bei der WM 2022 merkte man im Eroeffnungsspiel der Deutschen gegen Japan (1 : 2) nach den beiden entscheidenden Toren von Ritsu Doan (damals SC Freiburg, heute Eintracht Frankfurt) und Takuma Asano (damals VFL Bochum, heute RCD Mallorca): Japanische Spieler und deutsche Ligen, das scheint irgendwie ganz gut zu passen - in dem Fall leider zum Leidwesen der deutschen Nationalmannschaft, die aufgrund dieser Niederlage am Ende in der Vorrunde ausschieden.

Auch bei Fortuna Duesseldorf weiss man das, hatte man mit Ao Tanaka und dem Deutschjapaner Shinta Appelkamp schon in den letzten Jahren zwei absolute Leistungstraeger mit japanischem Background im Kader.

Nun hat Diamantenauge Sven Mislinstat (Ex-Stuttgart / Dortmund), der nicht zu Unrecht lange als einer der groessten Talententdecker Deutschlands galt, sein Amt ebenfalls mit der Verpflichtung eines Japaners begonnen, naemlich mit der von Satoshi Tanaka, uebrigens nicht verwandt oder verschwaegert mit Ao Tanaka.

Aus der ersten japanischen Liga fuer etwa 1 Millionen Euro von Sanfrecce Hiroshima gekommen, gilt Tanaka vor all als klassischer defensiver Mittelfeldspieler, der aber auch als Verbindungsspieler im Zentrum eingesetzt werden kann.

Diese Vielseitigkeit ist für ein Team, das defensiv stabil stehen, aber auch Angriffsbemühungen sauber aufbauen will, enorm wichtig. Nicht zuletzt zeigte hier die zum Teil alarmierend schlechte Hinrunde, wie sehr man gerade auf der Position, die vorher ein gewisser Isak Johanesson (im Sommer zum 1. FC Koeln gewechselt) am Schwimmen war.

Mit Satoshi Tanaki will man hier nun wieder mehr Stabilitaet ins Zentrum bringen und - kleiner Side-Fact - Fortuna Duesseldorf hat uebrigens bereits jetzt eine Ausstiegsklausel von 10 Millionen Euro mit dem Spieler vereinbart: Ein kleiner Fingerzeig in die Richtung, dass man durchaus damit rechnet, dass der japanische Nationalspieler sich in den naechsten Jahren auch noch fuer hoehere Aufgaben, wie z.B. der Bundesliga, empfehlen koennte.

Ob dann aber wirklich als Spieler der Fortuna oder doch fuer einen anderen Verein, das muss man erstmal abwarten. Logisch, dass alle Fortuna-Fans sich natuerlich ersteres wuenschen wuerden, wenn nicht diese Saison, dann zumindest naechste.

PLATZ 08: UMUT TOHUMCU (Holstein Kiel)

Wenn es um absolute Talente-Highlight-Transfers geht, kommt man aber auch ganz klar nicht um seinen Namen drum herum: Umut Tohumcu, ein 21jaehriger Mittelfeldspieler, dessen Marktwert bereits jetzt auf 5 Millionen geschaetzt wird und der bereits mehrere Einsaetze fuer die deutsche U21-Nationalmannschaft hatte.

Nicht zuletzt ist die TSG-Hoffenheim-Leihgabe einer der wenigen Zweitligaspieler, die bereits in europaeischen Wettbewerben getroffen hat, u.a. erzielte er fuer die Kraichgauer den Fuehrungstreffer gegen Olympique Marseille.

Was ihn aber vor allem so stark macht, ist seine taktische Intelligenz, etwas, was man bis zu seinem Abgang auch Armin Gigovic attestierte: Ein ausgezeichnetes Stellungsspiel, ein Gefuehl dafuer, wann er sich zwischen die Linien bewegen muss und wie er im engen Raum Lösungen findet, ohne aber dabei die Kontrolle zu verlieren.

Natuerlich kann man darueber diskutieren, inwiefern die Leihe den Stoerchen wirklich langfristig etwas bringt und ob hier nicht am Ende doch der abgebende Verein (Hoffenheim) oder der Spieler nicht die wahren Sieger sind.

Aus Sicht des DFBs wird man aber sicherlich sehr genau auf den Transfer schauen, beziehungsweise darauf was passiert, wenn ein so grosses Talent bei einem Zweitligisten endlich mal regelmaessige Spielzeit bekommt (Stichwort: Dennis Seimen beim SC Paderborn).

Denn sollte der Transfer einschlagen, koennte Tohumcu vielleicht sogar fuer die DFB-Elf nochmal ein Thema werden. Oder, falls nicht das, dann zumindest mal wieder:

Party fuer Influencer wie Abdu, wenn es heisst Tohumcu goes tuerkische Nationalmannschaft. Fuer diese koennte er naemlich langfristig ebenso auflaufen.

PLATZ 07: IMAD RONDIC (Preussen Muenster)

Eigentlich sollte der Transfer von Imad Rondic zum 1. FC Koeln im Winter 2025 ein Grund sein, puenktlich zu Beginn der Karnevalssaison die Koelsch-Korken mal richtig knallen zu lassen: Zum einen, weil man nach der einjaehrigen Transfersperre, die schliesslich auch zum Abstieg fuehrte, endlich ueberhaupt mal wieder einen Spieler verpflichten durfte, zum anderen, weil man seitens des Sportvorstands rund um Christian Keller endlich mal wieder davon ueberzeugt war, mit dem Bosnier einen wahren Rohdiamanten gefunden zu haben.

Doch wie das blutruenstige, gemeine und gnadenlose Fussballgeschaeft eben so ist: Wie schon der Rapper Eko Fresh in seinem Song Koeln, Kalk, Ehrenmord so schoen betonte "Erstens kommt es anders, und zweitens als man denkt". (Originalphrase uebrigens von Max-und-Moritz-Autor Wilhelm Busch).

Das galt auch fuer Imad Rondic, denn bevor ich jetzt anfange, hier mittels Statistiken und Spielzeiten auf dem Spieler herumtrampeln zu wollen: Er floppte halt. Und Koeln stieg wieder auf, allerdings - so ehrlich muss man sein - nicht wegen ihm, sondern trotz ihm.

Aber nicht jedes Ende muss ja unbedingt heissen: "Kein neuer Anfang", besonders wenn im Ex-Verein mal ein gewisser Markus Anfang trainiert hat und der neue Trainer Alexander Ende heisst, kleiner Radiowitz am Rande.

Unter ihm soll Rondic naemlich nun seine zweite Chance bekommen und passt mit seinem Arbeitsethos und seiner Statue von 1.90 m auf dem Papier erstmal perfekt zu dem, was Alexander Ende von seinen Spielern verlangt: Immer alles geben, egal wie schwer es ist.

Die grosse Frage ist nun: Kann Rondic vielleicht diesen Weg gehen, den in der Hinrunde bereits ein gewisser Ivan Prtjain vom 1. FC Union beim 1. FC Kaiserslautern gegangen ist? Die Physis und die Mentalitaet dafuer hat er, hinzu hat Ende bislang zu 100 Prozent auf ihn gesetzt. Das entscheidende Argument, warum dieser Transfer aber vielleicht sogar der Entscheidende sein koennte, der Preussen Muenster am Ende den Klassenerhalt beschert:

Mit Oliver Battista-Meier hat er naemlich diesmal genau den Spieler neben sich, der ihn perfekt ergaenzt, nicht physisch robust, aber dafuer spielintelligent und technisch stark. Insbesondere dieses Duo koennte sich daher zu einer echten Ueberraschung der Rueckrunde entwickeln.

Und selbst wenn nicht, hat Muenstler hier, angesichts der Tatsache, dass es sich um einen reinen Leihtransfer handelt, quasi nichts zu verlieren.

PLATZ 06: ELIAS SAAD (Hannover 69)

Wenn man einem Zweitligisten diese Saison klar das Praedikat Der Verein, der den Aufstieg am meisten will geben muss, dann ist das zu 100 Prozent Hannover 69. Denn weder haette Schalke mit einer solchen Hinrunde gerechnet, noch sind Darmstadt, Paderborn oder Elversberg Vereine, die per se aufsteigen muessen.

Bei Hannover 69 hingegen war sowohl mit der Verpflichtung von Christian Titz als auch mit einem der spannendsten und ambitioniertesten Kaderumbrueche waehrend des Sommertransferfensters 2025 schon klar: Dieses Jahr will man es wissen.

Und immer noch ist Hannover 69 ganz klar das spielstaerkste Team der Liga, ganz entscheidend werden aber weiterhin die Ergebnisse, wie das 3 : 2 gegen Hertha BSC sein, Ergebnisse, wo man sich gegen direkte Konkurrenten behauptet und verlorene Punkte in der Hinrunde wieder gut macht.

Da ist es nur verstaendlich, dass man sich Spieler holt, die es schon einmal geschafft haben - diesen Kampf, wenn es am Ende nur noch heisst: Zittern und um jeden Punkt kaempfen.

Elias Saad war fuer den FC St. Pauli in der Aufstiegssaison 2023/24 mit insgesamt 9 Scorern ein genau solcher Spieler, schaffte es aber auch in der Bundesliga mit 5 Scorern einer der entscheidenden Bausteine fuer die Kiezkicker zu sein und mehrfach im "Team Of The Day" zu landen:

Dass es beim FC Augsburg diese Hinrunde nicht funktionierte: Geschenkt. Denn jetzt soll das zweite grosse Kapitel des tunesischen Nationalspielers folgen: Nach St. Pauli mit Hannover 69 den zweiten Nordclub zum Aufstieg schiessen. Die Tatsache, dass der ballbesitzorientierte Spielstil von Christian Titz zudem nach allem Scouting-Statistiken viel besser zu dem inversen Fluegelspieler passt, als der Gegen-Den-Ball-Stil von Alexander Blessin, koennte daher Grosses hoffen lassen.

PLATZ 05: DAVID MOKWA (SV Elversberg)

Wenn man in der zweiten Liga aktuell das Praedikat "Diamantenauge der Liga" verteilen muesste, kommt man allerdings auch an ihm nicht vorbei: Nils-Ole Book. Ob als Nachwuchscout oder Geschaeftsfuehrer: Er ist der Architekt dieser riesigen Erfolgsgeschichte im Saarland, einem Club, der - obwohl er nach dem Scheitern in der Relegation nicht nur Trainer, sondern auch gefuehlt alle wichtigen Spieler verlor - jetzt schon wieder auf Platz 3 der zweiten Liga und damit mitten im Aufstiegsrennen steht.

Die grosse Frage war allerdings, ob man nach dem Abgang von Fisnik Asllani, Muhammed Damar und Elias Baum den Winterabgang von seinem neuen Starstuermer Younes Ebnoutalib (13 Tore in 16 Spielen) jetzt auch noch mal kompensieren kann oder ob spaetestens das den Verein ins Schleudern und raus aus dem Aufstiegskampf bringen koennte.

Die Antwort war: Nope. Elversbeg macht weiter Elversberg-Dinge. Denn nach zu Anfangs etwas unsicheren Niederlagen gegen Nuernberg (2 : 3) und Hertha (0 : 3) ist das Team von der Kaiserlinde mittlerweile wieder voll im Soll. Sieg gegen Lautern, Sieg gegen Dresden, Sieg gegen Braunschweig.

Das Motto beim Mokwa-Transfer dabei: Never change a winning team. Denn aehnlich wie schon bei Damar und Asllani setzte man hier auch wieder voll und ganz auf die Hoffenheim-Akademie und holte David Mokwa fuer 2 Millionen Euro ins beschauliche Saarland, der bereits jetzt bei 2 Toren in 5 Spielen steht.

Anders als Ebnoutalib ist David Mokwa dabei aber nicht nur ein reiner Knisper, sondern auch ein Spieler, der mitgestalten kann. Torinstinkt, aber auch Gefuehl fuer die Mitspieler, Siegeswillen, aber auch Bewegung zwischen den Linien, Koerperlichkeit, aber auch Dynamik in den Raeumen hinter der Abwehr: Dieses Gesamtpaket macht den jungen Franzosen so stark und schon aufgrund des Umfelds zu einem der spannendsten Wintertransfers dieser Saison.


PLATZ 04: DJENAN LJUBICIC (Schalke 04)

Wenn man einen Transfer ganz klar mit dem Praedikat "Soforthilfe-Transfer" belegen kann, dann ist das ganz klar der von Dzenan Ljubicic zum FC Schalke 04. Denn klar, Fans haben sich ueber die Hinrundenmeisterschaft gefreut, weil es eben so weit von dem eigentlich Erwarteten war - dennoch gab es auch viele Experten, denen klar war: Um wirklich bis zum Ende durchzuhalten und am Ende tatsaechlich aufzusteigen, kann Schalke 04 so eigentlich nicht weiter spielen.

Es braucht definitiv noch zwei Schluesselspieler, naemlich einen Kreativspieler im Mittelfeld und einen Stuermer. Hier hat sich dann am Ende bezahlt gemacht, sich mit Frank Baumann einen Sportvorstand geholt zu haben, der die Dinge nicht mit "Schalke-Fanbrille" betrachtet, sondern mit Erfahrung und analytischem Verstand.

Denn Dzenan Ljubicic ist eben auch genau das: Ein kreativer MIttelfeldspieler mit Erfahrung. Ueber 100 Spiele bestritt er fuer den 1. FC Koeln in der Bundesliga, hinzu kommen Auftritte in der Conference-League, wie auch in der oesterreichischen Nationalmannschaft. Dabei kann er als Achter, Zehner, Fluegelspieler, teilweise sogar als zweiter Stuermer spielen.

Damit kann er genau die Luecke fuellen, den ein zuletzt etwas wackliger Kenan Karaman hinterlaesst, was nicht heisst, dass er ihn ersetzt: Er macht es Karaman nur leichter, weil nicht mehr alles auf ihn gesetzt ist und damit die gesamte Schalke-Offensive dadurch unberechenbarer bleibt.

Und 2,5 Millionen Euro fuer einen Verein, der insgeheim doch eigentlich wieder dahin will, wo ein Grossteil der Fans ihn noch immer sieht, naemlich in die Bundesliga? Das ist dann auch kein so grosses Risiko fuer einen Spieler, dessen Marktwert zwischenzeitlich sogar mal auf bis zu 10 Millionen Euro geschaetzt wurde:

Ein klarer Fall fuer unsere Top 4, auch weil es keine Leihe ist, sondern ein Spieler, der den Koenigsblauen am Ende, im Falle eines Aufstiegs, auch in der Bundesliga sehr helfen koennte.

PLATZ 03: IMMANUEL PHERRAI (SV Elversberg)

Leihen kann man hingegen nachwievor beim SV Elversberg gut, sehr gut sogar. Nick Woltemade, Paul Wanner, Fisnik Asllani, Muhammed Damar - alles Leihen, fuer die das saarlaendische Umfeld (Damar aktuell noch etwas ausgeklammert, der aktuell angesichts der extrem hohen Konkurrenz bei der TSG Hoffenheim ein wenig um Spielzeit kaempfen muss) das Sprungbrett zu einer grossen internationalen Karriere wurde.

Nun kommt die naechste Leihe und die hat es in sich: Eines der groessten Zweitliga-Talente der Saison 2023/24, vielleicht das groesste Talent, was Eintracht Braunschweig jemals im Kader hatte. Dennoch aber ein Spieler, der nun beim HSV auch seinen ersten Ruechschlag erleben musste: Immanuel Pherrai, Nationalspieler fuer Suriname und vielleicht, sollten die interkontinentalen Playoffs im Maerz gewonnen werden, sogar noch WM-Teilnehmer 2026.

Der 24-Jaehrige war bei Eintracht Braunschweig weit mehr als nur ein kreativer Mittelfeldspieler – er war das Herzstück, der Rhythmusgeber und gleichzeitig der Unterschiedsspieler. 10 Tore und 5 Assists, und das noch nicht mal als klarer Offensivspieler, das hatte alles schon beinahe ein bisschen Mini-De-Bruyne-Vibes, wenn man auf dessen Zeit beim Nachbarclub VFL Wolfsburg blickt.


Das Problem war nur: Diese Positionsflexiblitaet war nicht nur Pherrais groesste Staerke, sondern auch seine groesste Schwaeche. Sobald er sich in ein Offensivpuzzle aus festen Rollen (beim HSV Dompe, Glatzel, Reis etc.) einordnen musste, fuehlte er sich unsicher und das, was ihn einst so ausgezeichnet hat, wurde zu seinem groessten inneren Gegner: Zu viel Freiheitsdrang und zu wenig Moeglichkeiten in Top-Teams, diesen auszuleben - im Kleinen vielleicht auch ein bisschen das, was mit Florian Wirtz nach seinem Wechsel zum FC Liverpool passiert ist.

Umso gesuender fuehlt sich nun der Wechsel zum SV Elversberg an, ein Verein mit fast gar keinem Druck, ein Verein, der (siehe der 8 Millionen-Abgang vom Hinrunden-Liga-Torschuetzenkoenig Ebnoutalib) auch unter Vincent Wagner weiterhin als vielleicht die (!) Talentschmiede der zweiten Liga bekannt ist. Dazu noch ein Verein, der zuzueglich auch dafuer bekannt ist, Spielern wieder aus einem Loch zu helfen, siehe Nick Woltemade, der zu diesem Zeitpunkt bei seinem Stammverein Werder Bremen auch kein Land sah:

Fuer uns daher ein Transfer mit einem extrem hohen Potenzial und darum Platz 3 in unserem Ranking.

PLATZ 02: JOSIP BREKALO (Hertha BSC)

Und nun zu einem Transfer, der eigentlich in jedem normalen Winter-Transfer-Zweitliga-Ranking auf Platz eins stehen muesste: Denn - um es kurz zu machen - wir reden hier von einem WM-Halbfinalisten, einem Spieler, der bei der WM 2022, wenn auch als Einwechselspieler, mit Kroatien den dritten Platz belegte.

Ausgebildet wurde Brekalo beim VFL Wolfsburg, fuer die er ganze 122 Spiele, u.a. auch in der Champions League, spielte. Dass er Aufstiegskampf kann, bewies er zuzueglich 2017 als Spieler des VFB Stuttgart. Wie der Weg von vielen kroatischen Nationalspielern fuehrte dann auch sein Weg nach Italien, zunaechst zum FC Turin, spaeter dann zum AC Florenz. Zuletzt spielte er beim aktuellen Tabellenletzten der ersten spanischen Liga Real Oviedo, der klassische Fall einer Karriere, die sich so ein bisschen im Nirgendwo verloren hat.

Doch genau fuer diese Transfers war Hertha BSC in der Vergangenheit schon so manches Mal gut, wenn man mal die "Big City Club" Zeiten unter Lars Windhorst und Juergen Klinsmann ausklammert.

Da macht der Transfer von Brekalo schon deutlich mehr Sinn, da er auch genau das ausfuellt, woran es der alten Dame in der Hinrunde so mangelte und was der Grund ist, warum man eben nachwievor nicht ganz oben im Aufstiegsrennen mitmischt: Fehlende Durchschlagskraft im Mittelfeld, zu wenig individuelle Klasse, was Spieleroeffnung aus dem Mittelfeld ausmacht und zu wenig Spieler, die aus dem Nichts etwas Kreiern.

Und wenn man dann noch satte 0 Euro dafuer an Abloese zahlt, wer soll diesen Transfer eigentlich noch toppen?

PLATZ 01: EDIN DZEKO (Schalke 04)

Wenn da eben nicht er noch waere: Der Transfer dieses Transferwinters, vielleicht sogar beide deutschen Ligen zusammen genommen: Edin Dzeko zum FC Schalke 04.

Raul laesst gruessen. Wieder einmal holen die Schalker hier einen Spieler, der vielleicht sogar in noch ganz andere Sphaeren (Stichwort: Ballon d'or) aufgestiegen waere, wenn er nicht an dem beruehmten George-Best, beziehungsweise Erling-Haaland-Syndrom leiden wuerde: Er ist nicht Franzose, Spanier oder Argentinier, sondern Bosnier. Und da sind WM und EM-Titel eben schwierig.

Denn nur um seine Karriere nochmal kurz abzureissen: 120 Scorer, inklusive Torjägerkanone und Meistertitel für den VFL Wolfsburg, 100 Scorer für Manchester City, 173 Scorer für die AS Rom, wie auch nicht zuletzt 64 Scorer für Fenerbahce Istanbul: Das sind Zahlen, die nicht weit weg von den Zahlen eines Cristiano Ronaldos oder eines Lionel Messis sind.

Und klar ist natuerlich auch: Dzeko ist im Spaetherbst seiner Karriere, er ist 39 Jahre alt und damit nochmal deutlich aelter als Schalkes wohl legendaerster Koenigstransfer Raul, aber - Schalke ist aktuell eben auch (noch) Zweitligist. Und fuer diese Liga ist so ein Transfer nicht nur eine Bereicherung, sondern ein Geschenk.

Und ein Privileg fuer jeden Zweitliga-Fan einfach nur zu beobachten, wie dieser Mann immer noch Bock am Fussball spielen hat und das bei einem so emotionalsgeladenen Verein wie Schalke 04 auslebt: Ein Geschenk fuer den deutschen Fussball, der doch am Ende genau solche Geschichten liebt.

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