Francesco Caputo schreibt Geschichte

„Jetzt muss mir Del Piero ein Abendessen spendieren“, sagte Francesco Caputo gegenüber Sky Italia nachdem er beim 5:0-Erfolg über den FC Genua sein 21. Saisontor verbuchen konnte. Denn die Juve-Legende und sein großes Vorbild hatte ihm dieses versprochen, falls er einen neuen Vereinsrekord aufstellen sollte.

„Ich bin sehr glücklich über diesen Erfolg, denn das hat in der Geschichte dieses Vereins noch niemand geschafft, daher widme ich diesen Rekord allen Fans“, betonte „Ciccio“ freudestrahlend. Caputo hat ihn dieser Saison definitiv Grund zur Freude, denn neben seinen 21 Toren bereitete er weitere sechs Tore vor, was ihn auf beeindruckende 27 Scorerpunkte in 35 Partien bringt.

Es war ein langer Weg für den mittlerweile 32-jährigen Italiener, der mit 19 noch in der neunten Liga kickte. Niemand geringeres als Antonio Conte entdeckte ihn damals als Trainer des AS Bari und holte ihn 2006 aus dem Amateurfußball in die Serie B. "Ich werde ihm für sein Leben dankbar sein", sagte der Mittelstürmer später und bewies damals mit zehn Treffern in 27 Partien, wie gut Contes Riecher gewesen war.

Nach einem Jahr bei Salernitana war er im Jahr 2010 plötzlich in der Serie A angekommen. Weil er aber für SSC Bari nur ein mageres Tor erzielte, ging es sofort zu Siena weiter, wieder in die Serie B. Caputo war in der Serie A gescheitert und spielte für Bari (49 Tore in 149 Spielen) und Virtus Entella (35 Tore in 82 Spielen) jahrelang in der zweiten Liga.

Acht Jahre später der Durchbruch

2017 ging es dann zum FC Empoli. Mit 27 Toren in 41 Spielen schoss er sein Team in die Serie A - und war nach acht Jahren wieder zurück in der italienischen Beletage. Die offensive Spielweise tat dem Mittelstürmer sichtlich gut und so erzielte er in seiner zweiten Serie-A-Spielzeit respektable 16 Tore und drei Vorlagen in 38 Partien.

Leider musste Empoli den Gang in die zweite Liga antreten, jedoch konnte sich der Rechtsfuß für höhere Aufgaben empfehlen und wechselte für ein Schnäppchenpreis von 7,5 Millionen Euro zu US Sassuolo. Caputo war das fehlende Mosaiksteinchen in De Zerbis Angriffsfußball, den im Sturmzentrum fehlte es in den Jahren davor an Effizienz.

Reif für die Squadra Azzurra?

Der Offensivspezialist und die US Sassuolo waren in dieser Spielzeit ein genauso schlagfertiges Duo, wie einst Bud Spencer und Terence Hill, denn selbst die großen Clubs kassierten gegen dieses Tandem. Ob Juve, Inter, Lazio, Roma oder Milan, gegen alle Protagonisten wies Caputo seine Torjägerqualitäten nach. Überdies überzeugt er nicht nur durch seinen eiskalten Abschluss, sondern auch als mitspielender Stürmer, welcher wiederholt instinktiv die Bälle tödlich weiterleitet.

Caputo hat sich hinter Ciro Immobile, zum zweitbesten italienischen Stürmer in Italiens Eliteklasse gemausert und wird dementsprechend mit der „Squadra Azzura“ in Verbindung gebracht. Angesprochen ob er eine Nachricht an Nationaltrainer Roberto Mancini habe, antwortete er gelassen „die Antwort liegt auf dem Platz“. In dieser Form, wird es Mancini schwer haben am erfahrenen Emilianer vorbeizukommen.

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