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Vom Estadio Wanda Metropolitano zur EM | Jonas Wind (25) im Porträt

Vom Estadio Wanda Metropolitano zur EM | Jonas Wind (25) im Porträt

Mit seinem Hacketrick bereitete er Eriksens Tor gegen Slowenien vor. Am Ende reichte es zwar nur zu einem 1:1 Unentschieden gegen Underdog Slowenien, jedoch wusste Jonas Wind als zweite Spitze neben Rasmus Hojlund vollends zu überzeugen. (Bild: IMAGO / Newscom World)

Ein Einwurf von der Seite, der Ball gelangt in die Mitte zu Wind, dieser legt technisch überragend mit der Hacke auf den hereinstürmenden Eriksen ab, dieser nimmt den Ball mit der Brust mit und schließt per Volleyschuss ab - ein perfekter Ball für den ehemaligen Inter-Spieler, der Dänemarks Führungstreffer gegen Slowenien erzielte. Auch Jonas Wind, der nach einer tollen Saison mit elf Toren und sieben Assists in Wolfsburg sein Debüt bei der Euro 2024 gab, hat das Vertrauen von Trainer Hjulmand mit Bravour bestätigt.

Aber wer ist dieser Jonas Wind? Der Spieler des Jahrgangs 1999 wuchs in Dänemark in zwei Jugendclubs auf. Schon bald wechselte er nach Kopenhagen und zog mit seinen Toren (36 in 88 Spielen) die Blicke mehrerer europäischer Vereine auf sich.

Ein avantgardistischer Neuner

Viel Technik, bemerkenswerte körperliche Stärke und absolute Aufopferungsbereitschaft. Ein avantgardistischer Neuner, nicht der klassische Typ "Mittelstürmer", sondern eher ein Spielkatalysator, was auch auf seine frühere Rolle als Außenverteidiger in der Jugend zurückzuführen ist. Jonas verkörpert mehrere Spieltypen gleichzeitig in sich, was ihn zu einem sehr spannenden und taktisch flexiblen Profil macht.

Darüber hinaus auch zum perfekten Sturmpartner für seinen Sturmkollegen Rasmus Hojlund: "Wir kennen uns aus Kopenhagen. Wir haben ein Jahr zusammen gespielt und er ist ein wirklich guter Kerl", sagte Wind auf die Frage nach seinem dänischen Stürmerkollegen. "Ich denke, die Art und Weise, wie ich spiele, und die Art und Weise, wie er spielt, ist eine gute Mischung, und wann immer wir spielen, und wenn wir zusammen für die Nationalmannschaft spielen, machen wir einen guten Job.“

Dänemark, wer ist Jonas Wind?

Die dänische Hauptstadt Kopenhagen ist die Heimat der größten Talente des Landes, die in der Regel vor allem von zwei Vereinen beangelt werden: dem Avedør Sportverein und dem Rosenhøj Boldklub. Zwei Vereine, die sich darauf spezialisiert haben, vielversprechende junge Spieler auf den Übergang zu den Profis vorzubereiten. Jonas Wind, der beim zweiten der beiden genannten Vereine unter Vertrag steht, wird einen Rekord aufstellen: Denn er wurde bereits mit 12 zum jüngsten „Spieler des Jahres“ ausgezeichnet!

Es wird nicht nur bei diesem Meilenstein bleiben, sondern ein Transfer, der ihn ins Rampenlicht rücken wird. Und wer, wenn nicht Kopenhagen, hätte den jungen Stürmer zuerst verpflichten können. Doch bis dahin hatte Jonas seine Metamorphose zum Stürmer noch nicht abgeschlossen.

Als Jugendlicher wurde er aufgrund seiner Statur und seinen technischen Fähigkeiten zunächst im Mittelfeld eingesetzt. Zwei Eigenschaften, die ihn, gepaart mit seinem Torriecher, in späteren Jahren zu Gute kommen sollten.

Das erste Mal in der Königsklasse

Sein offizielles Debüt bei den Großen gab er im Alter von 19 Jahren im Estadio Wanda Metropolitano in einem Europa-League-Spiel gegen Atletico Madrid. Nur wenige Minuten, aber mit viel Emotion und Einsatzbereitschaft. Ein paar Monate später traf Kopenhagen in der Champions-League-Vorrunde in Belgrad auf Roter Stern. Wind hat mehr Spielzeit gewonnen und ist mittlerweile der aufsteigende Stern in dieser Mannschaft.

Im Stadion Rajko Mitic ist wie immer die Hölle los und es gleicht einem Hexenkessel: In der 84. Minute gibt es einen Elfmeter für die Dänen, die Chance, das 1:1 zu erzielen, und vom Elfmeterpunkt tritt Wind natürlich selbst an. Scheinbar taub für die Schreie der 50.000 Serben, nahm er Anlauf und ... netzte wie ein alter Hase eiskalt ein.

Jonas' Aufstieg hatte begonnen, doch leider wurde er durch eine Knieverletzung gebremst, die ihn sechs Monate lang außer Gefecht setzen würde. Eine Pause, die jedoch das Interesse ausländischer Klubs nicht abkühlen ließ. Am Ende war es der VfL Wolfsburg welcher sich gegen alle durchsetzen sollte.

Darum holte ihn Wolfsburg

Das ist Jonas Wind: körperlich grundsolide und stark, technisch versiert und klar in seinen Entscheidungen, taktisch vielseitig und funktional. Er ist vielleicht keine reinrassige Nummer neun, in Dänemark vergleicht man ihn mit Dzeko oder Sørloth, aber in seinem letzten Jahr in der Bundesliga hat Jonas seine Qualitäten gleichermaßen durch Torkontinuität ergänzt.

Was hat sich also für den 24-Jährigen in dieser Saison im Vergleich zur letzten verändert? "Diese Frage wird mir oft gestellt, aber es ist eine Mischung aus vielen Dingen. Manchmal klappt es einfach ein bisschen besser", sagte Wind exklusiv gegenüber WhoScored.com.

"Manchmal bist du in einer Phase, in der du das Gefühl hast, dass die Bälle zu dir in den Strafraum kommen werden. Dann muss man sie einfach im Netz unterbringen." Genau das ist der Instinkt des Stürmers. Wind hat sich in der Wolfsburger Mannschaft zu einem echten Strafraumfuchs entwickelt.

Wind: "Habe Vertrauen in mich selbst!"

Seine gute Form wurde durch sein hervorragendes Debüt bei der Europameisterschaft bestätigt, bei dem er sich mit einem Assist in die Scorerliste eintrug, wie es sich für einen großen Spieler gehört. "Ich habe das Vertrauen in mich selbst, dass ich, wenn ich bereit und fit bin, die Qualitäten habe, einen guten Job zu machen und ein paar Tore zu schießen, und das habe ich in dieser Saison auch schon getan. Als Stürmer ist das Selbstvertrauen in der Tat der Schlüssel.“

Wind denkt sogar schnörkellos und geradlinig, wirkt sehr fokussiert und selbstbewusst. Also auch mental scheint der Däne gerüstet zu sein um ein tolles Turnier zu spielen. Wir sind gespannt wie er sich auf internationaler Bühne weiterhin präsentieren wird, mit dem Gefühl, dass der VfL sich nach dem Turnier einige unwiderstehliche Angebote anhören darf…

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