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Nach nur 232 Tagen | Das sind die Gründe für Alonsos Aus bei Real

Nach nur 232 Tagen | Das sind die Gründe für Alonsos Aus bei Real

Am 12. Januar 2026 gab Real Madrid die Trennung von Trainer Xabi Alonso bekannt – offiziell „in gegenseitigem Einvernehmen“, doch in Wahrheit eine Entlassung, die durch den unerbittlichen Druck von Präsident Florentino Pérez beschleunigt wurde. Doch was waren die Gründe die zur Entlassung des 44-jährigen Spaniers geführt haben? (Bild: IMAGO / NurPhoto)

Der unmittelbare Trigger war sicherlich die 3:2-Niederlage im Supercopa-Finale gegen den FC Barcelona am 11. Januar in Saudi-Arabien – die fünfte Pleite in den letzten sechs Clásicos und der Verlust des ersten Saisontitels. Diese Demütigung, gepaart mit sichtbarer Frustration bei Stars wie Vinícius Júnior, besiegelte das Ende des ehemaligen Leverkusener Meistertrainers.

Die tieferen Ursachen sind vielfältig und reichen von einer massiven Verletzungswelle (Éder Militão, Dani Carvajal, David Alaba, Eduardo Camavinga) über taktische Umsetzungsprobleme bis hin zu einer Kabinenkrise. Alonsos Philosophie – hohes Pressing, Positionsflexibilität und aggressive Balleroberung – scheiterte vor allem an der Laune einiger Spieler.

Hat Alonso die Kabine verloren?

In La Liga liegt Real vier Punkte hinter Barcelona, in der Champions League gab es Rückschläge gegen Manchester City. Besonders belastend: Alonsos Distanz zu Schlüsselspielern. Vinícius Júnior fühlte sich in seiner Rolle eingeschränkt, und Berichte sprechen von Unmut bei Federico Valverde sowie Positionskonflikten um Jude Bellingham und Arda Güler. Alonso verlor immer mehr an Autorität – fatal in einem Klub, in dem der Präsident keine anhaltende Inkonstanz toleriert.

Xabi Alonso selbst versuchte, die Situation zu beruhigen. Nach früheren Spekulationen betonte er: „Als Trainer von Real Madrid musst du bereit sein, solchen Situationen mit Ruhe zu begegnen.“ Nach der Supercopa-Niederlage sagte er:

„Wir müssen so schnell wie möglich weitermachen. Es ist der unwichtigste aller Wettbewerbe, die wir spielen. Wir müssen nach vorne schauen, versuchen, Spieler [nach Verletzungen] zurückzuholen, unsere Moral wieder aufzubauen und weiterzumachen.“ Trotz gemischter Emotionen zeigte er Stolz: „Es ist eine Mischung aus Emotionen, einerseits die Enttäuschung, den Titel nicht gewonnen zu haben. Aber auch der Stolz, dass die Mannschaft sich behauptet hat. Wir haben bis zum Ende gekämpft.“

Auch Vinícius Júnior geriet ins Rampenlicht – Alonso verteidigte ihn: „Vini ist emotional. Man muss wissen, wie man für ihn da ist. Seine Teamkollegen und die Trainer sorgen dafür, dass er das versteht. Vini ist extrem wichtig für uns.“ Doch die Spannungen blieben: Berichte deuteten auf Frustration hin, da der Brasilianer mehr Freiheiten im Angriff forderte.

Taktische Probleme die nicht gelöst wurden

Xabi Alonso kam im Sommer 2025 zu Real Madrid mit dem klaren Auftrag, den Stil der Königlichen zu modernisieren – weg vom reaktiven Konterfußball hin zu einem proaktiven, intensiven Spiel mit hohem Pressing, kontrolliertem Ballbesitz und kollektiver Struktur, wie er es bei Bayer Leverkusen erfolgreich umgesetzt hatte. Doch bereits nach wenigen Monaten zeigten sich massive Umsetzungsprobleme, die letztlich zu seiner Entlassung am 12. Januar 2026 führten.

Ein zentrales Problem war das inkonsistente und oft halbherzige Pressing. Alonso forderte ein aggressives, synchrones Pressing der gesamten Mannschaft, um den Ball hoch zu erobern – doch die Umsetzung scheiterte häufig an mangelnder Intensität (vielleicht auch Unlust) und Koordination. Die wiederkehrenden Fehler, bei denen Spieler nicht als Einheit pressten, offenbarte Gegnern wie Barcelona oder Manchester City Räume. Besonders in der Supercopa-Niederlage gegen Barça wurde dies deutlich:

Die Angreifer (inklusive Stars wie Vinícius Júnior und Kylian Mbappé) agierten zu passiv und verweigerten das harte Nachsetzen, was das Mittelfeld anschließend entblößte. Alonsos System duldet jedoch keine “ blinden Passagiere” respektive faule Stars – doch genau das war der Fall, da viele Superstars nicht bereit waren, defensiv die „Drecksarbeit“ zu leisten.

Taktisch überfordert und verletzt

Weitere taktische Schwächen lagen in der fehlenden Effektivität in Ballbesitz und der Defensivorganisation. Trotz hoher Ballbesitzquoten (um die 58-60 %) fehlte es an klarer Angriffsstruktur, besonders in engen Räumen. Das Team offenbarte “taktische Verwirrung” mit zunehmender Unordnung, mangelnder Klarheit bei Überladungen und Positionswechseln sowie Schwächen bei Standardsituationen (z. B. Ecken).

Die massive Verletzungswelle (Militão, Carvajal, Alaba, Camavinga u. a.) zwang Alonso zu einigen nicht gewohnten Formationen wie einem 3-4-1-2 gegen Elche, was die Umsetzung seiner Ideen weiter erschwerte. Frühe Erfolge mit Alonsos fluiden Strukturen und den Mittelfeld-überladungen (z. B. Valverde und Bellingham als dynamische Achter/Zehner) verblassten schnell, als die Spieler die taktischen Anforderungen – endlose Videositzungen, hohes Pressing, begrenzte Ruhetage – ablehnten und zu alten Gewohnheiten zurückkehrten.

Fazit:

Xabis System erfordert, dass alle 11 Spieler als Einheit pressen. Es darf keine „halbherzigen Mitläufer“ geben. Im Supercup haben die Stürmer von Real Madrid nicht gepresst, wodurch das Mittelfeld völlig ungeschützt war. Die Niederlage besiegelte anschließend das Schicksal des Trainers bei den Königlichen.

Das offizielle Statement des Klubs unterstrich den Respekt: „Xabi Alonso wird immer die Zuneigung und Bewunderung aller Madrid-Fans genießen, denn er ist eine Legende von Real Madrid und hat stets die Werte unseres Vereins vertreten. Real Madrid wird immer sein Zuhause sein.“

Dennoch fiel die Entscheidung rasend schnell – typisch für Pérez’ Historie. Álvaro Arbeloa, Ex-Rechtsverteidiger und Vereinsikone, übernimmt interimsmäßig vielleicht auch dauerhaft. Die Schuld nur auf Alonso zu schieben wäre zu einfach. Allen Beteiligten trifft eine Teilschuld, vor allem die Spieler die keine Lust auf Alonsos Spielidee hatten und sich damit als höchst unprofessionell offenbarten.

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