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Juventus | Die Gefahren einer Verpflichtung von Luis Suarez

Der italienische Rekordmeister baggert weiter fleißig an den Diensten von Barcelonas Luis Suarez (33) rum. Doch ist die Verpflichtung des Routiniers der richtige Schritt um den Henkelpott zu holen?

„El Pistolero“ wie der Uru gerne genannt wird, ist ohne Zweifel immer noch einer der besten Stürmer weltweit, wenn es um das Erzielen von Toren geht. Trotz seiner 33 Jahre erzielte er letzte Saison 21 Tore in 36 Partien für die Katalanen und scheint somit auf den ersten Blick ein günstiger Transfer für die „alte Dame“ zu sein.

Doch schauen wir uns den ehemaligen Liverpool-Stürmer doch mal genauer an. An seinen Torjägerqualitäten gibt es also immer noch keinen Zweifel, doch was zeichnete Suarez die ganzen Jahre aus? Richtig, es war seine Kämpfermentalität vor allem GEGEN den Ball. Er ging weite Wege für sein Team, rieb sich in jeden Zweikampf auf, jagte jedem Verteidiger wie ein Bluthund hinterher bis er die Pille endlich erobern konnte.

Bayern deckt Defizite auf

Doch sind die Jahre des bunten Treibens vorbei. Sein Körper erlaubt es ihm einfach nicht mehr. Die negativen Folgen seiner schwindenden Kraft waren gegen Bayern München in Lissabon voll zu spüren. Der deutsche Rekordmeister konnte sich in den Mittelkreis kombinieren und den vollen Zorn ihrer übermächtigen Offensive ohne Gegenwehr der Katalanen freisetzen. Suarez war unterdessen nicht in der Lage, das sorgfältig konstruierte Aufbauspiel der Bayern-Defensive effektiv zu stören.

Wer sich die Attitüde Suarez‘ bei gegnerischen Ballbesitz genauer anschaut, wird erkennen, dass der Routinier in die Jahre gekommen ist, die Beine immer schwerer und dieser sein Spiel dementsprechend gezwungen war anzupassen. An sich müssen sich viele alternde Profis umstellen.

Nur mit Pressing zum Erfolg

Doch wir reden hier vom italienischen Ligaprimus, welcher unbedingt die CL gewinnen will und somit nach den höchsten Früchten strebt. Der Gewinn des FC Bayern und letztes Jahr des FC Liverpool verdeutlichen nochmals, dass sich kein Team im europäischen Spitzenfußball mehr erlauben kann, nicht mit elf Mann an vorderster Front zu verteidigen. Das tat der FC Bayern und genauso die „Reds“.

Beide Teams spielten extrem hohes Pressing und jeder Akteur ging auch gegen den Ball extrem weite Wege. Zwar sind die taktischen Absichten von Trainer-Neuling Andrea Pirlo noch ein Mysterium, dennoch offenbarte „der Architekt“, dass er auf ein hohes Pressing setzen möchte. Somit müssten ALLE Akteure der „Bianconeri“ enormen physischen Aufwand betreiben.

Pressing mit Ronaldo & Suarez?

Nun hat Pirlo jedoch schon mit Ronaldo einen wenig motivierten Akteur, wenn es gegen den Ball geht. Darüber hinaus ist die Frage, ob der portugiesische Superstar sich der Spielidee Pirlos unterordnet, und überdies überhaupt noch die physischen Ressourcen mit 35 Jahren besitzt die Vorstellungen seines Trainers umzusetzen.

Sollte ein ebenfalls laufmüder Suarez (dasselbe gilt auch für Giroud) hinzukommen, dann würde dieses Vorhaben um einiges schwerer werden. Ich bezweifle stark, dass diese Spielidee mit Ronaldo & Suarez nachhaltig umzusetzen ist, wenngleich die beiden Akteure am Ball absolute Weltklasse versprechen.

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