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Sascha

Wie Villarreal die Bayern mit nur zwei Schüssen in 180 Minuten ausschaltete

Das taktische Wunder von Unai Emery. Trotz der erdrückenden Dominanz des FC Bayern gelang Villareal nach Juventus auch die Sensation gegen die Münchener. Mit nur zwei Torschüssen (und zwei Toren) zwischen dem Hinspiel und dem Rückspiel. (Foto: IMAGO / Lackovic)

Das Unentschieden von Villarreal in der Münchner Allianz-Arena hebt den spanischen Fußball auf eine neue internationale Ebene. Das Gelbe U-Boot hat die Aufgabe, die ihm Unai Emery zur Fortsetzung des Champions-League-Märchens anvertraut hatte, mit Bravour gelöst.

Es funktionierte perfekt, mit einer Mischung aus Taktik, wahnsinniger Aufmerksamkeit beim Neutralisieren von Schlüsselspielern ,und einer defensiven Organisation ohne Makel. Das Ergebnis? Ein Schuss und ein Tor in 90 Minuten im Rückspiel, was dem Hinspiel entspricht. Das reichte, um die Bayern aus dem Turnier zu werfen.

Zahlen sprechen gegen Villareal

Zahlen lügen nie, aber wenn man sich die Statistik des Spiels in München anschaut, scheint es kaum möglich, dass Villarreal das Halbfinale erreicht hat. Emerys Mannschaft litt die ganze Zeit unter dem deutschen Druck und kam nur bei einer Handvoll Gelegenheiten mal aus der eigenen Hälfte heraus, die man an den Fingern einer Hand abzählen hätte können.

Doch bei aller spielerischer Überlegenheit, traf Nagelmanns Truppe immer nur Spieler in gelb, die Rullis Tor gut zustellten. Nur Lewandowski, der seinen 13. Champions-League-Treffer erzielte – diesmal jedoch vergeblich -, schaffte es, den Ball im Tor unterzubringen.

Schon in der ersten Halbzeit wurde die Trägheit des Spiels deutlich: Bayern kämpfte, nicht nur um die Niederlage aus dem Hinspiel wiedergutzumachen, sondern weil das der Anspruch des deutschen Rekordmeisters ist, während Villarreal sich in der eigenen Hälfte einigelte. 45 Minuten Kampf und Leid für die Spanier.

Bayern hatte die Spanier unter Kontrolle

Die Deutschen schlossen neun Mal ab und hatten 60 Prozent Ballbesitz. In der zweiten Halbzeit, als der Druck weiter zunahm, waren es gar 70 Prozent (sie schossen noch weitere 15 Mal aufs Tor). Insgesamt war die Dominanz der Bayern überwältigend: 65 % Ballbesitz, 24 Schüsse in 90 Minuten!!!

Und Villarreal? Wenig bis gar nichts in der Offensivphase, mit nur einem Schuss, dem von Samuel Chukwueze, ein aufstrebender 22 Jahre junger nigerianischer Stürmer und seit diesem Abend auch im internationalen Bereich bekannt. Ein einziger Torschuss, was zusammen mit dem aus dem Hinspiel (als Danjuma nach 8 Minuten traf) zwei Schüsse (und zwei Tore) in 180 Spielminuten ergibt. Verrückt.

Ein wahres sportliches Wunder durch Trainer Unai Emery, dessen Mannschaft Qualitäten wie Nervenstärke, Konstanz und Funktionalität demonstriert hatte. Das gelbe U-Boot zählt aufgrund dieser Eigenschaften nun zu Recht zu den besten Vier Europas und spätestens jetzt sollte dem letzten Kritiker klar sein, dass Mannschaften wie Bayern und Juventus nicht zufällig gegen die Spanier rausgeflogen sind.

Villareal eine Spitzenmannschaft?

Wenn du zweimal über 180 Minuten einen dermaßen großen Druck stand hälst und in zwei Finalrunden trotzdem die Nerven und Konzentration aufrecht halten kannst, den Gegner am Ende mit der Eiseskälte eines Psychopathen killst – dann ist das eine herausragende Qualität die dich zu einer Spitzenmannschaft macht.

Daher darf Villareal als das Pendant zum guten alten Atlético unter Diego Simeone betrachtet werden, welches die Gegner mit ähnlichen Qualitäten zur Verzweiflung gebracht hat und am Ende auch den prestigeträchtigen Henkelpott holte. Der nächste Gegner sollte also gewarnt sein und die Spanier nicht wie Nagelsmann und Allegri unterschätzen…

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Sascha

Torinos Bremer | In Italien gefeiert – in Brasilien ignoriert

Der beste Innenverteidiger der Serie A, Gleison Bremer, wird aufgrund seiner Leistungsexplosion von zahlreichen Topklubs in Europa gejagt. Das interessiert in seinem Heimatland anscheinend niemanden, vor allem Brasiliens Nationaltrainer Tite hält lieber an altgedienten Abwehrsäulen fest. (Foto: IMAGO / Independent Photo Agency)

Bremers Leistung am Sonntagabend gegen den AC Mailand war in jeder Hinsicht eine weitere Bestätigung, dass dieser zu den Besten der Besten in Italiens Oberhaus zählt. Der brasilianische Verteidiger zeigte sich einmal mehr von seiner besten Seite und sein Entwicklungssprung war deutlich zu erkennen.

Ohne ihn hätten die Rossoneri wahrscheinlich den Vorsprung an der Tabellenspitze ausgebaut, aber seine körperliche Stärke und seine absolute Wachsamkeit in jedem Zweikampf hielten einen wuseligen Leao und einen alten Fuchs wie Giroud in Schach.

Doch trotz der zahlreichen und kontinuierlichen Demonstrationen von seinen sensationellen Qualitäten, wurde der 1997 geborene Innenverteidiger von Tite, dem Nationaltrainer der Selecao, noch nicht im Geringsten beachtet. Ein Rätsel, das sich mit wenigen und schwachen Argumenten erklären lässt.

Thiago Silva & Marquinhos gesetzt

Einer der Gründe für diese "Ächtung" durch die brasilianische Auswahl liegt in der Konstruktion einer bereits sehr gut etablierten Abwehr von "Unberührbaren", die souverän den ersten Platz in der WM-Qualifikation in der südamerikanischen Maxigruppe erreichte.

Marquinhos und der ewige Thiago Silva sind die unumstrittenen Innenverteidiger, ebenso wie die erste Alternative Militao, der bei einem glanzvollen Verein wie Real Madrid eine fantastische Saison spielt.

Diejenigen, die Bremer seinen Platz in der Nationalmannschaft streitig machen, sind Felipe, der derzeit bei Atletico Madrid von Savic und Gimenez ausgebremst wird, und Gabriel, der bei Arsenal unbestrittener Stammspieler ist.

Bremer konstanter als alle

Der Innenverteidiger der Gunners ist in der Tat geschickter darin, den Ball zu führen und das Spiel aufzuziehen. Keiner von den genannten Kandidaten kann jedoch an die Kontinuität der Leistungen von Bremer anknüpfen, der derzeit der solideste Brasilianer von allen ist.

Marquinhos, der Kapitän von Paris Saint-Germain, hat in der Ligue 1, einer Liga, die weniger renommiert ist als die Serie A, ein durchwachsenes Jahr hinter sich und wurde in der Königsklasse von Benzema abrasiert, während Thiago Silva, der mittlerweile 38 Jahre alt ist, zwar über Erfahrung verfügt, aber sowohl in der Premier League als auch in der Champions League aufgrund seines hohen Alters deutliche körperliche Defizite aufweist.

Eine Frage des Vereins?

Paradoxerweise scheint also nur ein Militao, der für Carlo Ancelotti von grundlegender Bedeutung geworden ist, mit dem Innenverteidiger der Granata mithalten zu können, der bereits seine Enttäuschung darüber zum Ausdruck gebracht hatte, nicht für die Olympischen Spiele in Tokio berufen worden zu sein:

"Ich habe viel gearbeitet, und die in der Meisterschaft erzielten Ergebnisse haben dies gezeigt. Ich weiß, dass ich bei Torino spiele, einer Mannschaft mit weniger Strahlkraft, und ich weiß, dass die Spieler, die einberufen werden, in wichtigeren Vereinen spielen, aber wenn es um Einberufungen in die Nationalmannschaft geht, muss man den Spieler auf individueller Ebene betrachten.“

„Meine Saison war sehr gut, und ich denke, dass es eine Ungerechtigkeit war, nicht für die Olympischen Spiele berufen worden zu sein, denn ich arbeite sehr hart. Ich habe großen Respekt vor den anderen Athleten und der Meinung des Trainers, aber ich glaube, dass mein Moment früher oder später kommen wird", gab sich Bremer kämpferisch.

Der WM-Traum lebt noch

Starke Aussagen eines jungen Mannes, der seine Leistung in dieser Saison weiter verbessert hat und sich als unüberwindbarer Abwehrhüne profiliert, der auch in der Lage ist, einen ruhigen Ball zu spielen.

Nicht nur körperlich und kraftvoll, sondern auch mit einer Menge Köpfchen. Das Hauptproblem könnte also genau das sein, was er hervorgehoben hat, nämlich seine Zugehörigkeit zu Torino, einer Mannschaft abseits des internationalen Rampenlichts.

Bremer, das Objekt der Begierde vieler großer Mannschaften, hat noch einige Monate Zeit, um Tite davon zu überzeugen, die harte Schale seiner geschlossenen Truppe zu durchbrechen, um einen Platz bei der Weltmeisterschaft in Katar 2022 zu erhalten. Eine mögliche Nominierung, wäre im Alter von 25 Jahren sicherlich der Höhepunkt in der Karriere des Verteidigers.

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Sascha

Torino vs Milan | Preview und Wetttipps

Torino trifft am Sonntagabend auf Tabellenführer Milan und will den ersten Sieg gegen die Rossoneri seit sieben Versuchen einfahren. Die Gäste reisen ins Stadio Grande Torino, um einen Sieg zu holen, nachdem sie zuletzt gegen Bologna zwei wertvolle Punkte verloren haben.

Die Mannschaft von Ivan Juric erlebte einen positiveren 31. Spieltag und beendete damit eine Serie von acht Spielen ohne Sieg. Zwar wurde der Sieg gegen den Tabellenletzten der Serie A vom Elfmeterpunkt aus erzielt, aber das sollte die Moral der Granata trotzdem heben.

Zum Leidwesen der Gastgeber wird der Gegner am Wochenende mehr auf den Platz bringen als es Salernitana getan hat, daher wird Juric eine weitaus schwierigere Aufgabe haben, Milan in Schach zu halten. Dass sie dazu jedoch in der Lage sind, hat die Granata eindrucksvoll gegen Inter demonstriert.

Daher darf sich der Tabellenführer auf einen heißen Tanz einstellen, zumal dieser im Hinspiel ebenfalls mit einem blauen Auge davonkam. Denn nach dem Eckballtor durch Olivier Giroud erspielten sich die Lombarden kaum noch Torchancen und konnten am Ende froh sein, dass ihnen Tatarusanu gegen Sanabria den Sieg rettete.

Piolis Truppe seit 11 Partien ungeschlagen

Die Diavolo reisen mit breiter Brust an, denn sie sind nun seit 11 Spielen ungeschlagen und haben seit dem 20. November kein Auswärtsspiel mehr verloren. Angesichts der jüngsten Schwierigkeiten von Torino dürfte sich eine Wette auf einen Auswärtssieg am Sonntag auszahlen.

Auf dem Papier verspricht das Spiel zwischen Torino und Milan keine besonders torreiche Partie zu werden. In den letzten vier Spielen der Granata fiel im Schnitt nur ein Tor pro Partie, während die Rossoneri mit zwei torlosen Unentschieden und drei 1:0-Siegen in den letzten fünf Partien noch seltener zum Torerfolg kamen. Wenn man sich die Statistiken anschaut, macht eine Wette auf ein torarmes Spiel im Stadio Grande Torino sicher Sinn. Bei einem Buchmacher wie Bet3000 spart man sich obendrein sogar noch die Wettsteuer und kann sich volle Gewinne sichern.

Milan seit fünf Spielen ohne Gegentor

Im Gegensatz zu Torino hat sich die mangelnde Torausbeute bei Milan kaum nachteilig ausgewirkt, da die Pioli-Elf jedes dieser fünf Spiele mit einer weißen Weste beendet hat. Die Innenverteidigung mit Fikayo Tomori und Pierre Kalulu entwickelte sich schnell zu einer der besten der Liga und das Duo macht eine Wette auf eine weitere Nullnummer für Milan zu einer soliden Option.

Andrea Belotti hat am vergangenen Wochenende erneut ein Tor geschossen, um die Abwehr zu überwinden. Der Kapitän von Torino ist seit seiner Rückkehr von der Verletzung ein beständiger Torjäger, der in jedem zweiten Spiel ein Tor erzielt hat.

Belotti hat am vergangenen Wochenende erst seinen ersten Elfmeter der Saison verschossen, so dass sich eine Wette auf ein weiteres Tor von "Il Gallo" oder ein weiteres Tor vom Elfmeterpunkt gegen Milan auszahlen könnte.

Kaderinfos Torino:

Ivan Juric muss weiterhin auf einige wichtige Spieler verzichten: Koffi Djidji, Antonio Sanabria, Mohammed Fares und Dennis Praet fallen verletzt aus. Tommaso Pobega steht wieder zur Verfügung, nachdem er den Sieg gegen Salernitana am vergangenen Wochenende wegen einer Sperre verpasst hat. Er wird gegen seinen Stammverein wahrscheinlich in der Startelf stehen.

Kaderinfos Milan:

Bei den Rossoneri machen sich wieder einmal muskuläre Probleme breit, so dass Stefano Pioli neben dem langzeitverletzten Florenzi nun auch noch auf Ibrahimovic, Bennacer, Rebic, Romagnoli und Castillejo verzichten muss. Für den Schweden wurde der junge Neuzugang Marko Lazetic in den Kader nachberufen.

Voraussichtliche Aufstellungen:

Torino (3-4-2-1): Berisha; Izzo, Bremer, Buongiorno; Singo, Ricci, Mandragora, Vojvoda; Pobega, Lukic; Belotti.

Mailand (4-2-3-1): Maignan; Calabria, Kalulu, Tomori, Hernandez; Tonali, Kessie; Messias, Dias, Leao; Giroud.

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Sascha

Darum wird Dybala nicht zu Milan wechseln

Der italienische Journalist Enzo Bucchioni behauptet, dass der AC Mailand Paulo Dybala verpflichten möchte, da dessen Vertrag bei Juventus Turin im Sommer ausläuft, und eine Ausnahme bei seinen Gehaltsforderungen machen könnte. (Foto: IMAGO / ZUMA Press)

In seinem Leitartikel, der heute Morgen auf TMW veröffentlicht wurde, sprach Bucchioni über die Zukunft von Paulo Dybala und warf den Namen der Rossoneri in den Hut. Er behauptete, dass der offensive Mittelfeldspieler "im Blickfeld von Mailand" sei, da das Management die Qualität des Angriffs erhöhen wolle.

Der Name des Argentiniers passe aus taktischer Sicht, denn er wäre ideal als Spielmacher hinter dem Mittelstürmer im 4-2-3-1, im Wesentlichen um "Brahim Diaz abzulösen", wie der Journalist schreibt. Bis hierhin ist dem Ganzen auch nicht zu widersprechen. In der Tat würde Dybala die Zehn, als eine Art hängende Spitze ausfüllen können.

Ausnahme in der Gehaltsfrage?

Die Mailänder sind auch sehr sensibel, was ihre Gehaltsliste und die Idee betrifft, diese mit Hochverdienern aufzustocken, aber es "könne einige Ausnahmen geben", da Dybala kostenlos transferiert werden würde und ein Spieler sein könnte, der den Unterschied ausmachen kann. Also quasi Ibra-Status mitbringen würde.

Jedoch muss man ganz klar betonen, dass Zlatan mit 7 Millionen Euro netto der Topverdiener bei den Lombarden ist. Spieler wie Donnarumma, Kessie und Calhanoglu die allesamt Ausnahmespieler waren, den Unterschied ausmachen konnten und bessere Leistungen als Dybala in den letzten zwei Spielzeiten erbracht haben, sind an dem Versuch gescheitert mehr als fünf Millionen Euro netto zu fordern.

Passt Dybala taktisch wirklich so gut?

Zudem setzt Pioli in seinem taktischen Ansatz viel auf Positionsübergabe und benötigt daher positionsflexible Offensivkräfte. Wenn der Gaucho eins in seinen Jahren bei Juventus demonstriert hat, gerade unter Allegri, dass er ausschließlich im Zentrum funktioniert, und das hängend, nicht unbedingt spielmachend.

Ob Milan wirklich bereit ist unter diesen Umständen so viel Gehalt zu investieren, für jemanden, der obendrein aufgrund seiner Verletzungsanfälligkeit 36 Spieltage in den letzten zwei Spielzeiten ausgefallen ist, darf stark bezweifelt werden.

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Sascha

Nach Herz-OP | Bernabé avanciert in Rekordzeit zum Shooting-Star

Adrian Bernabé (20) verzaubert momentan die Serie B und geht aufgrund seiner spektakulären Tore in den sozialen Netzwerken viral. Das spanische La Masia Produkt, könnte dafür sorgen, dass der FC Parma es nach einer enorm enttäuschenden Saison doch noch in die Playoffs für die erste Liga schafft. (Foto: IMAGO / LaPresse)

"Berna Vabbé, mach wie du es willst, los..." schreibt Parma auf dessen sozialen Account und zeigt ein Bild von Adrian Bernabés Jubel. Die „Crociati“ gewannen in einem spektakulären Spiel mit 4:3 gegen Como und können sich damit noch Hoffnungen auf die Teilnahme an den Playoffs machen.

Dank des Doppeltreffers des Spaniers des Jahrgangs 2001, dürfen Gianluigi Buffon und seine Mannschaftskameraden diese Hoffnung wenige Spieltage vor Schluss noch aufrecht erhalten. Zwei sensationelle direkte Freistoßtore brachten die Fans der Tardini zum Träumen von einer Rückkehr ins Oberhaus.

Eine außergewöhnliche Kombination von Technik, Intelligenz und Talent, die durch die Tatsache gerechtfertigt ist, dass Bernabé in der „la Masia“, der berühmten Jugendakademie des FC Barcelona, ausgebildet wurde.

Hier lernte er Pep Guardiola aus der Ferne kennen, nachdem Barcelona ihn 2014 vom direkten Konkurrenten Espanyol übernommen hatte, um ihn in ihrer Jugendakademie zu fördern. Der katalanische Trainer war vom Talent dieses Spielers begeistert, der als linker Verteidiger begann, sich jedoch gleichermaßen gut in die Rolle des Mittelfeldspielers und des Trequartista weiterentwickelte.

Pendant zu João Cancelo

Quasi das Pendant zu João Cancelo, der in der taktischen Aufstellung der Citizens praktisch als zusätzlicher Stürmer fungiert. Bernabé sowie viele weitere junge Talente aus Barcelona und Mitglieder des technischen Personals folgten Guardiola damals zu Manchester City.

Bernabé schloss sich sofort der U23-Mannschaft der Citizens an und landete unter der trainerischen Leitung von Enzo Maresca, der von Guardiola in Manchester stark unterstützt wurde. Der ehemalige Mittelfeldspieler von Juve, Turin und Sevilla wurde sofort auf ihn aufmerksam und war von seinem Talent beeindruckt. Nach seiner Ankunft im Jahr 2018 ermöglichte ihm Guardiola sein Debüt im League Cup gegen Oxford United.

Sein letzter Auftritt in der ersten Mannschaft, auch wieder im Pokal, aber als Stammspieler auf der linken Abwehrseite beim 2:1-Sieg gegen Bournemouth, bei dem er sich auch noch eine schwere Verletzung zuzog. In der U23-Mannschaft war er mit 54 Spielen, 11 Toren und 16 Assists der am häufigsten eingesetzte Spieler. Maresca beschloss, ihn mitzunehmen, als Parma zu Beginn der Saison auf ihn als Cheftrainer setzte - ablösefrei! Doch nicht alles lief so, wie Parma, Maresca und Bernabé es sich vorgestellt hatten.

Herz-OP setzte ihn ausser Gefecht

Trotz der Verpflichtung von Spielern des Kalibers von Buffon, Vazquez, Tutino und Pandev kam der emilianische Klub nur schwer in die Gänge, so dass Maresca entlassen und durch Beppe Iachini ersetzt wurde. Obendrein wurde Bernabé kurz vor Saisonbeginn durch eine Herzoperation gestoppt, die ihn die gesamte erste Saisonhälfte ausfallen ließ. Die Operation belastete das junge Talent so sehr, dass es erst 2022 wieder ein Spielfeld betreten konnte.

Sein Debüt für Parma in der Serie B gab er endlich am 5. Februar gegen Benevento. Iachini war sicherlich sprachlos, als er seine unglaublichen Dribbelkünste und seine Anpassungsfähigkeit auf dem Spielfeld beobachtete. Er ist ein geborener Linksfuß, der Technik und räumliches Vorstellungsvermögen zu seiner besten Waffe macht.

Diese Qualitäten überzeugten Iachini, ihn sogar als Regisseur einzusetzen, da ihm nach der Verletzung von Schiattarella ein Mittelfeldspieler fehlte. Diese Entscheidung des ehemaligen Viola-Trainers brachte Parma wieder zum Fliegen.

Sein Name wurde bekannt, als er am 26. Februar ein Tor beim 4:0-Sieg von Parma gegen SPAL Ferrara erzielte. Doch der eigentliche Erfolg kam am 2. April, als er im Marulla-Stadion von Cosenza zwei Tore schoss und damit die Menschen in Parma von ihren Sitzen riss.

Ein Hauch von Messi

Bei einem der beiden Tore hat er praktisch die halbe Abwehr ausgetanzt und dabei ein Hauch von Messi versprüht: "Es war ein schönes Tor, aber wir sollten es nicht mit dem vergleichen, was Messi macht", betonte er demütig nach dem Spiel. Auf die Hoffnung, dass jemand in Manchester ihn noch aus der Ferne beobachtet: "Guardiola? Ich glaube, er hat mein Tor nicht gesehen. Ich hatte das Glück, ihn zwei Jahre lang als Trainer zu haben.“

Bernabé ist in dieser Rolle außergewöhnlich und begnügt sich nicht mit diesem Doppelpack. Denn vier Tage später, am Dienstag, den 6. April, erzielte der gebürtige Katalane beim 4:3-Sieg von Parma gegen Como einen weiteren Doppelpack, der ihn endgültig zum Shootingstar der Serie B macht. In den sozialen Netzwerken wurden alle verrückt, als sie die Heldentaten dieses Jungen sahen.

Klub-Präsident Krause schrieb auf seinem Account: "Oh mein..." und lobte die Leistung des Spielers, welcher im Sommer eine echte Auktion auslösen könnte. Wenn Parma seinen Goldjungen denn ziehen lässt… Das Bieten kann beginnen!

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Sascha

Lukaku erneut unterirdisch | Was stimmt nicht mit dem Belgier?

Im CL-Hinspiel des FC Chelsea gegen Real Madrid machte Romelu Lukaku, der von der Bank kam, eines der schlechtesten Spiele seiner Karriere. Gegenüber seinen Mannschaftskameraden wirkte der belgische Nationalspieler wie ein Fremdkörper. (Foto: IMAGO / PA Images)

Romelu Lukaku scheint bei Chelsea in ein schwarzes Loch gefallen zu sein. Der Belgier hat eine sehr enttäuschende Saison hinter sich, während der traurige Höhepunkt seiner Spielzeit gestern Abend im Champions-League-Spiel gegen Real Madrid zu bestaunen war.

An Benzemas Gala-Abend wurde der ehemalige Inter-Akteur in der zweiten Halbzeit eingewechselt. Tuchel warf ihn in die Partie, um nochmal zum Angriff zu blasen, jedoch zeigte der robuste Sturmtank keine Wirkung, vergab eine Großchance und berührte nur viermal den Ball in etwas mehr als einer halben Stunde.

Kein Tor in 2022

Dass der Belgier von der Bank kam, war für die meisten sicherlich keine Überraschung. Denn Lukaku hat im Jahr 2022 weder in der Premier League noch in der Champions League ein einziges Tor erzielt. Tuchel vertraute lieber auf die agile Dreierkette aus Havertz, Mount und Pulisic in der Startelf.

Von der Bank aus durfte Lukaku einen außergewöhnlichen Benzema bewundern, der die Blues fast im Alleingang zerlegte. Der Franzose dominierte die Partie nach Belieben, erzielte in der ersten Halbzeit zwei wunderschöne, technisch anspruchsvolle Kopfballtore und legte nach einem kapitalen Fehler von Torhüter Mendy noch ein drittes Tor nach.

Beim Stand von 3:1 für Real schickte Tuchel auch Lukaku auf den Platz und ersetzte Pulisic. Chelsea stellte auf eine noch offensivere Aufstellung um. Das war der Beginn des Spiels des Belgiers, und nur fünf Minuten nach seiner Einwechslung hatte er seine Riesenchance, die er kläglich per Kopf vergab.

Capello: „Lukaku ist ein Konterstürmer“

Eine Torchance die ein Stürmer seiner Klasse, wenngleich der Ball leicht abgefälscht war einfach machen muss. Er war kein Leader für Chelsea, wie Benzema, der seine Mitspieler mitriss - Lukaku war in der Tat fast eher eine Belastung für Chelsea. Selbst als neutraler Beobachter kam er wie ein Fremdkörper in dieser Mannschaft rüber.

Fabio Capellos Urteil nach dem Spiel auf Sky: "Tuchel wollte ihn in seine Idee von Chelsea einbeziehen, aber es ist ihm nicht gelungen. Lukaku ist ein Konterspieler, ein großartiger Spieler, aber die Mitspieler, die er dort hat, machen es ihm schwer. Vielleicht dachten wir in Italien, er sei stärker als er wirklich ist.“

Lukakus Anpassungsschwierigkeiten sind bei den Blues chronisch geworden, und sie waren in der Schlussphase des Spiels deutlich zu sehen. Der amtierende Champions-League-Sieger hätte versuchen müssen, mindestens ein weiteres Tor zu erzielen, er hätte Flanken schlagen müssen, aber das war nicht der Fall.

Über 100 Mio. Euro vergeudet?

Stattdessen wurde Lukaku völlig ignoriert, und Chelsea suchte bis zum Schluss nach einem Tor (das die Niederlage weniger schwer gemacht hätte) und verwaltete den Ball wie immer, als hätten sie keinen echten Mittelstürmer in ihrem Team. Absicht ist den Spielern sicherlich nicht zu unterstellen. Das Team hat nun mal eigene Automatismen, vor allem ohne der Hünen und tut sich dann schwer diese wieder abzulegen.

Daher erhielt der Mittelstürmer in 32 Minuten auch nur zwei Pässe seiner Mitspieler. Daraus kann man konstatieren, dass Romelu Lukaku mit seinem Spielerprofil nicht in die Spielphilosophie von Thomas Tuchel passt und das Experiment in London für eine Menge Geld gescheitert ist. Zumindest so lange der Deutsche Trainer bleibt und nicht von seiner Spielidee abweicht.

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