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Vorschau | Parma vs Inter – Schafft Contes Truppe die Wende?

Seit dem Lockdown ist mächtig Sand im Getriebe der „Nerazzurri“, was das 3:3 gegen das mittelmäßige Sassuolo unterstreicht. Möchten Contes Mannen noch eine Minimalchance auf den Scudetto wahren, so ist ein Auswärtssieg beim EL ambitionierten FC Parma Pflicht.

Inter – Ohne Conte und Skriniar nach Parma

Die Männer von Antonio Conte hatten bereits beim 2:1-Erfolg in der Nachhol-Partie gegen das abstiegsbedrohte Sampdoria ihre liebe Mühe, schieden zudem im Halbfinale der Coppa Italia gegen Napoli aus, doch das 3:3-Remis nach zweimaliger Führung gegen Sassuolo im San Siro, brachte die Stimmung dann wirklich ins Wanken und ließen die Lombarden acht Punkte auf Ligaprimus Juve zurückfallen.

Angesichts der letzten Leistungen des Tabellendritten, kann es gegen das international ambitionierte Parma gerade aufgrund der schwachen Defensive ein schweres Unterfangen werden. Zudem fehlt Abwehrchef Milan Skriniar aufgrund seines Platzverweises drei komplette Spieltage. Obendrein wirkt Schlüsselspieler Lautaro Martinez mental komplett abwesend, was gewiss die Gesamtqualität des Kaders ebenfalls schwächen sollte.

Löchrige Defensive und mangelhafte Torausbeute

Vor allem die mangelhafte Chancenauswertung gegen die „Neroverdi“ wurde sowohl von Trainer Conte, als auch von Co-Trainer Stellini scharf kritisiert. "Wir haben dieses Spiel analysiert und erkannt, dass diese Erfahrung sehr wertvoll für uns sein wird, um gegen Parma nicht dieselben Fehler zu machen. Wir müssen vor dem Tor präzise und nervenstark sein, wenn wir den Sieg erringen wollen“, betonte Stellini gegenüber Inter-TV.

Inters Co wird am Spielfeldrand ohne seinen Mentor Conte das Spiel dirigieren müssen, da Inters Chefcoach die Partie aufgrund einer Sperre von der Tribüne aus beobachten muss. "Wir waren noch nie ohne beide (Skriniar & Conte), aber unser Trainer wird bis zum Ende des Spiels mit uns zusammenarbeiten, und die Motivation wird sich nicht ändern“, versicherte Stellini.

Stefano Sensi und Matias Vecino fehlen weiterhin verletzt, während Marcelo Brozovic und Lautaro Martinez nicht hundertprozentig fit sind. Letzterer wird vermutlich trotzdem für Alexi Sanchez in die Startelf rücken. Die beiden Sechserpositionen werden vermutlich von Borja Valero und Nicolo Barella bekleidet. Diego Godin wird den gesperrten Skriniar in der Innenverteidigung vertreten, während Abwehrchef Stefan de Vrij nach seiner Rotationspause für den schwachen Andrea Ranocchia in die Startelf zurückkehrt.

Parma – Cornelius in Topform

Parma kommt, dank eines Hattricks von Mitteltürmer Andreas Cornelius beim 4:1-Auswärtssieg gegen den FC Genua, mit stolz geschwellter Brust aus der Hafenstadt zurück. Durch den Sieg über die Ligurier rücken die Emilianer gemeinsam mit Milan auf den siebten Platz und zogen an Aufsteiger Hellas Verona vorbei. Vor allem der offensive Dreizack machte gegen die Genuesen Lust auf mehr. Gervinho, Cornelius und der zukünftige Juve-Akteur Kulusevski wirbelten die sonst so sichere Defensive der Nicola-Elf ordentlich auseinander.

Kein Wunder, dass Trainer D’Aversa sich und seine Truppe gegen Inter nicht chancenlos sieht. "Wir werden ihnen Respekt entgegenbringen, aber auch das Selbstvertrauen, unseren eigenen Fussball zu spielen, denn der Wert eines Kaders auf dem Papier sagt nicht unbedingt das Endergebnis voraus“, gab sich der Coach der „Ducali“ kämpferisch.

Auf Inter vorbereitet

Auf die neue Spielphilosophie Contes und dessen Systemumstellung auf ein 3-4-1-2-System hat sich der gebürtige Schwabe ausreichend vorbereitet. "Im Vergleich zur Hinrunde sind die Abläufe von Inter ein wenig anders, und wir müssen darauf vorbereitet sein. Wir wissen, dass sie versuchen werden, besonders über die Flügel zu kommen. Daher müssen wir unsere Fehler auf ein Minimum beschränken“, betonte D’Aversa.

Es ist möglich, dass Yann Karamoh gegen seinen Mutterverein gegenüber Gervinho den Zuschlag erhält und den Dreizack mit Andreas Cornelius und Dejan Kulusevski vervollständigt. Denn aufgrund des engen Spielplans, könnte der alternde ivorische Linksaußen eine Verschnaufpause bekommen. Doch reicht die Kraft schon beim wiedergenesenen Karamoh?

"Ich muss bei meinen Entscheidungen alle Spiele berücksichtigen, auch das Fitnessniveau, wie zum Beispiel die Tatsache, dass Yann nach seiner Verletzung erst seit ein paar Wochen wirklich bei uns trainiert. Die Spieler sind intelligent genug, um zu wissen, dass zwei Spiele pro Woche nicht dasselbe sind wie eines", ließ sich Parmas Cheftrainer nicht in die Karten schauen.

Voraussichtliche Aufstellungen:

Parma (4-3-3): Sepe; Laurini, Dermaku, Alves, Gagliolo; Kucka, Hernani, Barillà; Kulusevski, Cornelius, Gervinho

Inter (3-4-1-2): Handanovic; Godin, De Vrij, Bastoni; Candreva, Barella, Borja Valero, Young; Eriksen; R Lukaku, Lautaro Martinez

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