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Wer ist Pierre Kalulu? | Das zeichnet Milans Neuzugang aus

Wer ist Pierre Kalulu? | Das zeichnet Milans Neuzugang aus

Der erste Coup in Milans Mercato sollte Pierre Kalulu (20) von Champions-League-Halbfinalist Olympique Lyon werden. Dabei waren die Lombarden starker Konkurrenz wie beispielsweise dem FC Bayern ausgesetzt. Am Ende war es jedoch Paolo Maldini, welcher den 20-jährigen Franzosen in einem persönlichen Gespräch dazu bewegte, zu den „Rossoneri“ zu wechseln.

Doch wer ist dieser Pierre Kalulu eigentlich? Du wirst ihn wahrscheinlich nicht kennen, da er im Profifußball bisher keine Einsätze vorzuweisen hat. Er spielte lediglich als Kapitän für Lyons U19, dort jedoch dermaßen beeindruckend, dass einige Experten dem französischen U20-Nationalspieler eine große Karriere voraussagten.

Doch schauen wir uns den Jungen mal genauer an. Die Vorzüge des Rechtsverteidigers liegen vor allem in seiner außerordentlichen Physis, die Robustheit und enorme Geschwindigkeit miteinander kombiniert. Attribute, auf die die Mailänder Verantwortlichen seit dem Mega-Transfer von Theo Hernandez auch auf der gegenüberliegenden Außenbahn zu setzen scheinen.

Typ moderner Flügelverteidiger

Ähnlich wie Theo ist Pierre ein offensiv denkender Außenverteidiger, welcher immer wieder Akzente über die Flügel setzt und dabei sehr mutig agiert. Doch auch gegen den Ball überzeugt er durch ein wuchtiges, jedoch sauberes Zweikampfverhalten, kann daher als moderner Außenverteidiger bezeichnet werden.

Häufig durchschaut er die Passwege des Gegners und fängt diese entschlossen ab. Im Umschaltspiel sucht der 1,84 Meter-Hüne gerne 1-gegen-1-Duelle, die er meist aufgrund seines Trickreichtums und seiner Geschwindigkeit für sich entscheiden kann. Technische Versiertheit und Spielwitz gehören gleichermaßen zu seinem Fähigkeitenprofil.

Darüber hinaus besticht der junge Franzose nicht nur durch seine große Persönlichkeit und seinen „Leaderqualitäten“, sondern ist auch noch enorm flexibel einsetzbar. Denn sollte mal jemand mit Rot vom Platz fliegen, dann müsste Coach Stefano Pioli nicht unbedingt auswechseln, sondern könnte Kalulu auch als Innenverteidiger oder Linksverteidiger aufbieten.

Profi durch und durch

Betrachtet man das Instagram-Profil des französischen Juwels, so fällt auf, dass dieser nur sehr wenig von seinem Privatleben offenbart und somit in den sozialen Medien recht professionell und fokussiert rüber kommt.

Klingt alles bisschen zu gut für jemanden der bisher keinen Profieinsatz zu verzeichnen hat, stimmts? Ja, habe ich mir auch gedacht. Doch gibt es einen entscheidenden Aspekt, welcher dafür gesorgt haben könnte, dass Pierre nicht ganz leistungsgerecht behandelt wurde. Der Vertrag des Talents lief nämlich diesen Sommer aus und er war nicht bereit diesen bei „Les Gones“ zu verlängern.

Daher vermute ich, dass die Verantwortlichen eben nicht mehr mit ihm geplant haben und den Youngster daher keine Möglichkeit mehr eingestanden, um Ligue-1-Luft schnuppern zu können. Was nicht ganz fair Kalulu gegenüber war, jedoch absolut legitim und nachvollziehbar aus Sicht Lyons ist.

Landet Moncada einen weiteren Coup?

Allerdings soll Milans Chefscout Geoffrey Moncada den Defensivallrounder schon länger intensiv beobachtet haben. Der 33-jährige Franzose gilt in der Szene als absoluter Experte für den französischen Fußball und sollte somit das Potenzial Kalulus adäquat einschätzen können.

In seiner Zeit beim AS Monaco entdeckte dieser Talente wie beispielweise Tiemoué Bakayoko, Killian Mbappé und soll auch bei den Verpflichtungen von Ante Rebic und Theo Hernandez eine entscheidende Rolle gespielt haben.

Daher erwarte ich mir auf der Rechtsverteidigerposition mittel- bis langfristig eine echte Aufwertung durch Pierre Kalulu, wenngleich man ihn als Rohdiamant betrachten sollte, welcher noch an gewissen Defiziten wie seiner Konzentration und seiner Verspieltheit arbeiten muss.

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