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Manuel Gräfe gegen DFB – hat die Klage gegen die Altersgrenze Erfolg?

Manuel Gräfe darf in der kommenden Saison nicht mehr als Fußballschiedsrichter im Profifußball auf dem Platz stehen. Der bestbenotete Referee der abgelaufenen Bundesligasaison 2020/2021 (Kicker-Note: 2,09) hat die vom DFB aufgestellte Altersgrenze von 47 Jahren erreicht und muss deshalb, trotz selten gesehenen Lobhudeleien einiger Spieler und Trainer, seine aktive Karriere beenden, wobei er keinen Hehl daraus gemacht hat, dass er gerne weitergepfiffen hätte. (Foto: IMAGO / Martin Hoffmann)

Bei einem Interview vor circa 3 Wochen hat er nun verraten, dass er gegen die aus einer vor langen Zeit erlassenden Richtlinie des Deutschen Fußball Bundes stammende Altersgrenze, wovon auch seine beiden Kollegen Guido Winkmann und Markus Schmidt betroffen sind, eine Klage wegen Altersdiskriminierung einreichen werde, deren Eingang der DFB nun am 09.07.2021 auch bestätigte. Dabei hat er auch betont, dass er keine Wiedereinsetzung in den Spielbetrieb bezwecke und im Falle einer erfolgreichen Klage nicht wieder als Schiedsrichter fungieren werde.

Liegt eine Altersdiskriminierung aus dem Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz (AGG) vor?

Das AGG zielt nämlich nach seinem § 1 darauf ab, Benachteiligungen, genauer gesagt „weniger ungünstige Behandlungen“ (§ 3 Abs. 1 AGG), unter anderem aus Gründen des Alters zu beseitigen. Sanktioniert werden soll grundsätzlich jede direkte Anknüpfung an das Lebensalter. Die Altersgrenze des DFB könnte zum Beispiel gegen das in § 7 Abs. 1 AGG verankerte Benachteiligungsverbot verstoßen. Dann müssten Schiedsrichter „Beschäftigte“ im Sinne des § 6 Abs. 1 AGG sein, um in den Anwendungsbereich des AGG zu fallen.

Schiedsrichter sind keine Arbeitnehmer des DFB im Sinne des § 611a Abs. 1 BGB

Diesbezüglich hat allerdings das LAG Hessen (Urteil vom 15.03.2018, 9 Sa 1399/16) bereits entschieden, dass Schiedsrichter keine Arbeitnehmer wären, da es sich bei den zwischen ihnen und dem DFB geschlossenen Schiedsrichtervereinbarungen um Rahmenvereinbarungen handeln würde, und die Parteien mit der Schiedsrichtervereinbarung kein Arbeitsverhältnis im Sinne des § 611 Abs. 1 BGB begründet hätten. Die Schiedsrichter wären nicht in den Betrieb des DFB eingegliedert und würden ihre Tätigkeiten unabhängig von Weisungen des Verbandes erbringen, da die Rahmenvereinbarung lediglich die die Einzelheiten künftig abzuschließender Einzelverträge für die jeweiligen Spielleitungen regeln, selbst aber noch keine Verpflichtung zur Arbeitsleistung begründen.

In einem anderen Verfahren hatte der I. Senat des Bundesfinanzhofs (Urteil vom 20.12.2017, I R 98/15) ebenfalls die Arbeitnehmereigenschaft von Fußballschiedsrichtern abgelehnt und sie als selbständig Tätige klassifiziert.

Zwar spricht für eine Weisungsgebundenheit, dass Schiedsrichter über seine Einsatzzeit- und -Ort, nicht frei verfügen kann, da sie sich an die Spielansetzung des DFB und den für das Spiel geltenden Vorgaben halten müssen. Auf der anderen Seite steht es ihnen frei, die Spielansetzungen anzunehmen, weshalb eher davon auszugehen ist, dass sie weiterhin nicht als Arbeitnehmer gelten.

Arbeitnehmerähnliche Personen aufgrund einer wirtschaftlichen Abhängigkeit vom DFB

Schiedsrichter könnten jedoch als Beschäftigte nach § 6 Abs. 1 Nr. 3 AGG gelten und so in den Anwendungsbereich des AGG gelangen, indem sie als arbeitnehmerähnliche Personen anzusehen wären. Laut einer PM-Schiedsrichterhonorare vom DFB erhielt ein Bundesligaschiedsrichter in der Saison 2018/2019, unabhängig von den Honoraren, die er pro Einsatz bekommt, ein Grundhonorar in Höhe von 60.000 Euro. Unter Zugrundelegung dieser Werte, hätte Gräfe allein für seine 17 Einsätze in der 1. Bundesliga in der Saison 2020/2021 circa 145.000 Euro verdient.

Laut Statistischem Bundesamt betrug das Durchschnittseinkommen eines vollzeitbeschäftigten Arbeitnehmers im Jahr 2020 3.975 Euro brutto, also etwas weniger als 48.000 Euro, sodass die Vergütungen des DFB für die Schiedsrichter, auch bei Ausübung eines anderen Berufs, eine hohe Einkommensquelle und damit eine entscheidende Existenzgrundlage darstellen.

Die Altersgrenze ist nicht angemessen

Nach § 8 Abs. 1 AGG kann eine unmittelbare Benachteiligung durch eine unterschiedliche Behandlung aufgrund des Alters zulässig sein, wenn das Alter wegen der Art der auszuübenden Tätigkeit oder der Bedingungen ihrer Ausübung eine wesentliche und entscheidende berufliche Anforderung darstellt, sofern der Zweck rechtmäßig und die Anforderung angemessen ist.

Die Sicherstellung, dass ein Bundesliga-Schiedsrichter die nötige körperliche Fitness mitbringt, um auf dem Niveau zu pfeifen, ist eine wesentliche und entscheidende Anforderung, ohne die es nicht möglich ist, ein Profifußballspiel zu leiten, sodass eine Altersgrenze durchaus einen legitimen Zweck darstellt, da sie für die Teilnahme an Wettkämpfen elementar ist. Zwar gehören Regelkunde und die Persönlichkeit ebenfalls zu den unabdingbaren Eigenschaften eines Fußballschiedsrichters, allerdings müssen auch sie in jedem Spiel mindestens 90 Minuten lang auf Ballhöhe sein und sich daher vor allem konditionell auf einem absoluten Top Level bewegen, was die regelmäßig für die Schiedsrichter verpflichtend stattfindenden Trainingseinheiten und Leistungstests untermauern.

Doch genau hier liegt die Krux. Das Alter hat unstreitig grundsätzlich negative Auswirkungen auf den menschlichen Körper und seine Leistungsfähigkeit und sind daher untrennbar miteinander verknüpft. Allerdings dienen ja gerade die Leistungstests dazu, die körperliche Fitness zu prüfen und eine Bewertung dahingehend vornehmen zu können, ob die Leistungsfähigkeiten nach wie vor den Anforderungen an der Spielleitung eines Bundesligaspiels genügen, um dementsprechend zu performen. Auch das im zunehmenden Alter sich erhöhende Verletzungsrisiko wird in der Praxis durch gezielteres und medizinisch an den jeweiligen Körper angepasstes Training sowie durch regelmäßige Behandlungen (Physiotherapeut) vorgebeugt. Zudem können heutzutage zahlreiche neue Methoden viel aufschlussreichere Daten darüber bieten, als es noch zum Zeitpunkt der Einführung der Altersgrenze der Fall war.

Welche rechtlichen Folgen ergäben sich aus einem ungerechtfertigten Verstoß gegen das Benachteiligungsverbot nach § 7 Abs. 1 AGG?

Aus § 15 Abs. 1 AGG könnte sich ein Schadensersatzanspruch ergeben. Hierfür müsste Manuel Gräfe allerdings darlegen, dass er ohne die Altersgrenze für die kommende Saison als Bundesliga-Schiedsrichter eingesetzt worden wäre und ihm dadurch die Vergütungen nicht erhalten kann. Doch genau an diesem Erfordernis dürfte der Schadensersatzanspruch scheitern, da der DFB die Rahmenvereinbarungen mit den Schiedsrichtern jährlich abschließt und seine Entscheidung abhängig von den Leistungen der bisherigen Saison, dem Bestehen der verschiedenen Tests sowie weiteren Kriterien trifft. Einen durchsetzbaren Anspruch darauf, für die kommende Saison auf die Schiedsrichterliste gesetzt zu werden, hat kein Schiedsrichter, und damit auch Manuel Gräfe nicht, da es letztendlich eine Ermessensentscheidung des DFB ist.

Fazit

Die Altersgrenze des DFB ist in diesem Zusammenhang nicht mehr zeitgemäß und stellt nach der hier vertretenen Ansicht unzulässige Altersdiskriminierung dar. Die UEFA hat sogar für die EM 2020 von Ihrer Altersgrenze von 45 Jahren eine Ausnahme gemacht haben und den 48-jährigen Schiedsrichter Björn Kuipers eingesetzt, ihm überdies die Leitung des Finalspiels übertragen.

Die Klage von Manuel Gräfe dürfte dennoch wenig Aussicht auf Erfolg haben, da die Darlegung etwaiger Ansprüche nicht gelingen werden dürften. Das Verfahren wird dennoch einen erheblichen Druck auf den DFB ausüben, vor allem dann, wenn eine unzulässige Altersdiskriminierung festgestellt wird. Eine Abschaffung der Altersgrenze wird der DFB freilich nicht vornehmen, allerdings erscheint eine Erhöhung der Altersgrenze im Bereich des Möglichen und des Wahrscheinlichen.

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Mit Hansi Flick gehört Deutschland zu den Titelfavoriten bei der WM 2022 in Katar

Aufgrund der Leistungen der deutschen Nationalmannschaft in den letzten drei Jahren, vor allem das Aus in der Gruppenphase der WM 2018 und den dürftigen Auftritten bei der EM 2020 mit der Niederlage im Achtelfinale gegen England, zählt die DFB-Elf nicht gerade zu den Favoriten für die WM 2022 in Katar. „Die Mannschaft“ hat nicht nur in den beiden großen Turnieren, sondern auch in der Nations-League und den EM-Quali-Spielen alles andere als überzeugt. Hoffnung keimt nun jedoch durch den zukünftigen Bundestrainer, Hansi Flick auf, der ab dem 1. August 2021 offiziell das Ruder beim DFB übernehmen wird.

Normalerweise haben die Nationalmannschaften nach einem großen Turnier zwei Jahre Zeit, um sich auf das nächste Turnier vorzubereiten und die Dinge, die schiefgelaufen sind, wieder gerade zu rücken oder aber nach einem Erfolg die Leistung weiter hochzuhalten. Hansi Flick hat nun aufgrund der Tatsache, dass die EM 2020 ein Jahr später ausgetragen wird, nur etwas mehr als 14 Monate Zeit, um die DFB-Elf wieder zurück in die Erfolgsspur zu bringen.

Jogi Löw hat´s vermasselt

Er hat jedoch bereits beim FC Bayern München bewiesen, dass er in der Lage ist, in sehr kurzer Zeit eine unter ihre Möglichkeiten spielende Mannschaft, mit dem vorhandenen aber nicht Leistung bringenden Spielermaterial, auf das Leistungsniveau zu hieven, das den Fähigkeiten der Spieler entspricht. Denn die deutsche Nationalmannschaft gehört von der Qualität der Spieler immer noch zu den besten der Welt, auch wenn das der eine oder andere Experte und Fan anders sieht. Schaut man sich den EM-Kader an, befinden sich insgesamt 10 Spieler, die zu den letzten beiden Champions-League-Siegern FC Chelsea und FC Bayern, gehören. Der EM-Kader hat einen Marktwert von 896,5 Millionen Euro (Quelle: transfermarkt.de) und liegt damit nach England und Spanien auf dem 3. Platz. Von fehlender Qualität kann daher keine Rede sein, eher von nicht voll ausgeschöpftem Potenzial einer Mannschaft, die weit unter ihren Möglichkeiten gespielt hat.

Über die Gründe lassen sich wie immer streiten; der Schuldige ist wie so oft, wenn eine Fußballmannschaft nicht performt, der Trainer und in der Tat kann man einige Entscheidungen von Jogi Löw kritisch hinterfragen, allen voran das falsche System mit der misslungenen Dreierkette und einen nicht im zentralen Mittelfeld spielenden Joshua Kimmich, der auf dieser Position zu den besten seiner Zunft gehört und als Antreiber bitter nötig gewesen wäre.


Flick wird Freude und Erfolg zurück in die Mannschaft bringen

Hansi Flick kommt für eine erfolgreiche Zukunft als Bundestrainer vor allem das Vertrauen der Spieler zugute, was nicht nur aufgrund der sehr erfolgreichen gemeinsamen Zeit bei der Nationalmannschaft, wo Flick von 2006 bis 2014 als Co-Trainer von Löw einen unglaublich starken Einfluss auf die sehr erfolgreiche Zeit hatte, mit dem WM-Titel 2014 als Höhepunkt. Nicht nur seine beispiellose Empathie zu den Spielern, sondern auch seine spieltaktischen Ideen, wurden vom gesamten Team mitsamt von Löw sehr geschätzt. Durch den Sextuple-Sieg mit den Bayern hat er nun auch unter Beweis gestellt, dass er auch als Cheftrainer zu den Besten seines Fachs gehört und sich den nötigen Respekt von den Spielern, aber auch den Fans verschafft und damit bringt er die besten Voraussetzungen mit, um die DFB-Elf wieder zu einer spielstarken und gefürchteten Mannschaft zu verwandeln.

Schließlich kommt noch hinzu, dass der harmoniebedürftige Heidelberger mit Oliver Bierhoff einen „Vorgesetzten“ hat, mit dem er zuvor schon erfolgreich zusammengearbeitet hat und ihn sehr schätzt. Man munkelt sogar, dass Flick einen Verbleib von Oliver Bierhoff in der Position des Direktors Nationalmannschaften und Akademie, als Bedingung für den Job als Bundestrainer gestellt hat. Es droht daher kein Konflikt, wie er ihn bei den Bayern mit Hasan „Brazzo“ Salihamidžić austragen musste, was schließlich auch zu seinem Abschied geführt hat.


Fazit

Hansi Flick wird höchstwahrscheinlich auf einen offensiven Ansatz setzen in seinem bewährten 4-2-3-1 System mit hochstehenden Verteidigern und dabei eine unter Löw in den letzten Jahren und vor allem bei der EM 2020 fehlende Achse, z.B. mit Leon Goretzka und Joshua Kimmich als Doppelsechs bauen sowie Respekt und Harmonie ins Team impfen. Zudem wird er auch die in der DFB-Elf noch nicht funktionierenden Spieler wie Leroy Sané aber auch Timo Werner und Kai Havertz (die er übrigens zum FCB bringen wollte, aber am Veto von Brazzo scheiterte) erfolgreich in sein System einbauen und jungen Talenten, wie z.B. Jamal Musiala, Ridle Baku und Florian Wirtz, die Chance geben, den Neustart der Nationalmannschaft vorantreiben. Sollte Flick ähnlich erfolgreich sein, wie in seiner Amtszeit bei den Bayern und die in ihn gesetzten Erwartungen erfüllen, was sehr wahrscheinlich ist, wird die DFB-Elf zum absoluten Favoritenkreis bei der WM 2022 in Katar gehören und könnte sich ambitionierte Ziele setzen.

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Vertragspoker: Kingsley Coman möchte zum Top-Verdiener aufsteigen

Die Vertragsverhandlungen um eine Verlängerung des, bis zum 30.06.2023 gültigen Arbeitspapiers von Kingsley Coman beim FC Bayern München, sind ins Stocken geraten. Wieder einmal geht es ums Finanzielle, und erneut spielt der von Uli Hoeneß als „Piranha“ bezeichnete Spielerberater, Pini Zahavi, eine nicht unter zu bewertende Rolle. (Foto: IMAGO / PanoramiC)

Nicht nur als Bayern-Fan kommt es einem, nach dem jüngsten Vertragspoker um David Alaba mit bekanntem Ende, wie ein Déjà-vu-Erlebnis vor. Doch bereits vor dem Alaba-Poker gestalteten sich die letzten wichtigen Vertragsverhandlungen z.B. mit Robert Lewandowski (den ebenfalls Zahavi berät) und Manuel Neuer als äußerst schwierig, und dabei ging es ebenfalls hauptsächlich um das Gehalt und um die „Wertschätzung“, die allerdings stark von den finanziellen Wünschen abhängt und daher nicht selten als Ausrede verwendet wird, um nicht als „geldgeil“ abgestempelt zu werden.

Es fehlt ihm an Konstanz und Glanz

Mit kolportierten 8 Millionen Euro Jahresgehalt brutto befindet sich Coman in der Gehaltsliste der Bayern lediglich im Mittelfeld und verdient nicht einmal halb so viel wie Leroy Sané, der sich mit den kolportierten 18 Millionen Euro zusammen mit Neuer hinter Lewandowski (22 Mio.) auf Platz 2 befindet. Wenn man bedenkt, dass Coman bereits 200 Pflichtspiele für den deutschen Rekordmeister absolviert hat und mit insgesamt 41 Toren und 50 Assists statistisch gesehen in knapp jedem zweiten Spiel einen Scorerpunkt erzielt und 12 bedeutende Titel gewonnen hat (deutscher Superpokal nicht berücksichtigt), mag man seinen grundsätzlichen Wunsch nach einer Gehaltserhöhung gut nachvollziehen können. Zumal er das goldene Tor im Champions-League-Finale der Saison 2019/2020 geschossen und in dieser Saison mit 29 Bundesligaeinsätzen seinen persönlichen Rekord gebrochen hat, was ob seiner langen Verletzungshistorie schon eine weitere Trophäe zur Folge haben müsste.

Auf der anderen Seite hat Coman noch nie mehr als 6 Bundesliga-Tore in einer Saison erzielt (18/19), was gerade für einen Offensivspieler mit großen Ambitionen schlicht zu wenig ist, vor allem für einen Spieler mit solch herausragenden Qualitäten allen voran seine unnachahmlichen Antritte, mit denen er aus dem Stand an seinen Gegenspielern vorbeiziehen und so aus dem Nichts gefährliche Situationen kreieren kann. Bislang hat es Coman nicht geschafft, eine ganze Saison lang konstant auf hohem Niveau zu performen, denn auch in der abgelaufenen und für ihn persönlich bisher besten Saison bei den Bayern, hat er zwischen dem 21. und dem 31. Spieltag lediglich einen einzigen Scorerpunkt erzielen können (1 Assist). Und auch sein 1:0 Siegtreffer gegen Paris St. Germain im CL-Finale 2020 kann nicht mit Arjen Robben´s Tor im Champions League Finale 2013 im Wembley gleichgestuft werden, der in der 89. Spielminute durch sein überragendes Dribbling und seinem unnachahmlichen Abschluss jedem Bayern Fan einen Fußballorgasmus bescherte, wohingegen Coman eine Weltklasse-Flanke von Joshua Kimmich mit geschlossenen Augen ins Tor köpfte. Möchte man ganz gemein sein, könnte man behaupten, dass den jeder reingemacht hätte, wohingegen das Tor vom „Mr. Wembley“ gegen den BVB eine ganz besondere Leistung gewesen ist. Auch bei der französischen Nationalmannschaft, der Equipe Tricolore, hat Coman keinen Stammplatz. Im EM-Spiel gegen Deutschland saß er nur auf der Bank und wurde nicht einmal eingewechselt.

Coman polarisiert nicht und ist kein Aushängeschild

„King“ möchte nicht nur zu den Top-Verdienern im Verein aufsteigen, sondern scheint es auch nicht verkraftet zu haben, dass die legendäre und so beliebte Trikotnummer 10, nach Arjen Robben´s Abschied, zunächst an Phillipe Coutinho und im letzten Sommer an Sané vergeben wurde, obwohl Coman diese besondere Trikotnummer nach seinem Empfinden eher verdient hätte. Die legendäre Zehn auf dem Rücken zu tragen, vor allem bei einer Topmannschaft, ist eine Art Statussymbol, wofür man entweder bereits als Star zu einem Verein stoßen muss, wie es z.B. bei Robben und Coutinho der Fall war, oder man muss es sich schlicht und ergreifend verdienen, da auch aus Marketinggründen ein Trikot mit der „10“ ein bedeutendes Produkt darstellt, da es für Fußballfans aus aller Welt bis ins Kindesalter heißbegehrt ist (Maradona, Zidane, Pele, Ronaldinho, Messi…). Daher dient sie bei Transfers auch nicht selten als Köder, um einen Wechsel noch schmackhafter zu machen, was man besonders beim Transfer von Coutinho, aber auch im Falle Sané, beobachten konnte.

Fazit

Kingsley Coman hat sich aufgrund seiner Leistungen eine Vertragsverlängerung zu höheren Bezügen absolut verdient und ein Verbleib, des kürzlich erst 25 Jahre alt gewordenen Leistungsträgers, wäre auch für den FC Bayern München ein Gewinn. Zwar gibt es bereits Interessenten aus der Premier League, allen voran Manchester United, allerdings haben die Bayern angeblich eine Ablösesumme im dreistelligen Millionenbereich aufgerufen und haben bis zum Sommer 2022 keinen akuten Handlungsbedarf, was die Ausdehnung des Vertrags von Kingsley Coman angeht.

Coman ist aber (noch) kein Star und kann daher keine Ansprüche stellen, die ihn im internen Ranking ganz weit nach oben hieven würden, da er Gerüchten zufolge 20 Millionen Euro fordert. Gerade nach der Alaba-Causa sollte die Coman-Seite bei solchen Forderungen auch stets an das Image des Franzosen denken, da selbst die Bayern wegen der Pandemie erhebliche finanzielle Bußen erlitten haben.

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Darum ist Edin Terzic der perfekte BVB-Trainer

Mit der gesicherten Qualifikation für die Champions League Gruppenphase und dem DFB-Pokalsieg kann der BVB unterm Strich mit dem Saisonergebnis durchaus zufrieden sein. Edin Terzic hat die Mannschaft zum Saisonendspurt in die richtige Bahn gelenkt und seinem Herzensverein den ersten Titelgewinn seit 2017 beschert.

Nach der 1:2 Niederlage gegen Eintracht Frankfurt am 27. Spieltag war die Champions League angesichts von sieben Punkten Rückstand mehr oder weniger abgeschrieben und es drohte der Super-GAU. Man setzte daher den Fokus voll auf den Gewinn des DFB-Pokals, nachdem die Bayern als Rekordpokalsieger und stets haushoher Favorit bereits in der zweiten Runde gegen Holstein Kiel die Segel streichen mussten. Bei einem solch seltenen Szenario reiben sich die übrig gebliebenen Mannschaften die Hände und machen sich berechtigte Hoffnungen auf den Pokal, allen voran der BVB, da die Meisterschaft oder ein internationaler Triumph ob der Macht der Bayern nach wie vor reine Utopie zu sein scheint.

Edin Terzic – der perfekte BVB-Trainer?

Einen nicht unerheblichen Anteil am erfolgreichen Saisonabschluss hat wie immer auch der Cheftrainer. Edin Terzic hat dieser verunsicherten, glücklos agierenden und mitunter in manchen Spielsituationen lethargisch wirkenden Mannschaft zum Saisonendspurt eine kriegsentscheidende, brutale Siegermentalität eingeimpft und den BVB wieder „BVB-like“ gemacht. Und genau letzteres hat seit Kloppo keiner seiner Nachfolger geschafft und auch genau deshalb wird der BVB nicht mit dem perfekten BVB-Trainer in die Saison gehen, sondern „nur“ mit Marco Rose.

Jeder im und um den Verein erinnert sich gerne an die Ära unter Jürgen Klopp, der es geschafft hat, aus einer noch in der Saison 2008/2009 abstiegsbedrohten Mannschaft einen Doublesieger und CL-Finalisten zu formen sowie mit seinem begeisternden Gegenpressing den europäischen Fußball zu revolutionieren. Auf dem Borsigplatz wurden endlich wieder Titel bejubelt. Mit Thomas Tuchel holte man erneut einen Trainer vom FSV Mainz 05 und erhoffte sich, einen „zweiten Klopp“ an die Seitenlinie zu holen, allerdings wohlwissend, dass Tuchel ein ganz anderer Trainertyp ist. Trotzdem hat man für die Bewertung der jeweiligen Cheftrainer stets Klopp´s Erfolge als Maßstab genommen und war deshalb nie rundum glücklich, was die Trainerbesetzung angeht. Sie suchten vergebens nach dem perfekten BVB-Trainer, doch wie sieht dieser aus? Wenn man ehrlich ist, wären sie nur mit einem Klopp-Klon vollends zufrieden gewesen, wenn überhaupt, und haben deshalb ganz drastisch ausgedrückt, jeden Trainer, der „anders“ war, letzten Endes geschasst.

Leidenschaft, Sieger-Mentalität und die Fans als 12. Mann

Wir alle kennen die Bilder des ehemaligen BVB-Trainers, wie er jeden Millimeter seiner Coaching-Zone beackert, seine Spieler zur maximalen Leistungsvermögensabschöpfung gepeitscht, die Dortmund-Fans ganz Diego-Simeone-like zu mehr Stimmung gepusht und Tore gegen Mannschaften wie Augsburg oder Freiburg so gefeiert hat, als ob es der entscheidende Finaltreffer eines WM- oder CL-Finales wäre. Diese Emotionalität hat er sowohl auf die Fans als auch auf seine Spieler übertragen, die sich fortan als unschlagbar fühlten und genauso auch bis zum Abpfiff auf dem Spielfeld aufgetreten sind, bis der Schlusspfiff ertönte. Genau diese Gefühlsausbrüche und Motivationsschübe vermisste man bei allen darauffolgenden Trainern. Tuchel war vielleicht sogar der lauteste, allerdings hörte man ihn entweder Kommandos gebend oder seine Spieler lautstark kritisierend, während man die anderen Coaches so gut wie gar nicht hörte.

Edin Terzic ist jedoch der erste Trainer, der die Mannschaft von der Seitenlinie nicht nur coacht, sondern sie auch pusht und die in Dortmund erwünschte Mentalität auslebt. Er hat Leidenschaft, Siegeswillen und den Glauben an die eigenen Stärken ins Team gebracht. Die Seitenlinie rennt er zwar nicht rauf und runter und regt sich auch nicht über eine falsche Einwurf-Entscheidung so auf, als ob davon die Meisterschaft abhängen würde. Wenn man jedoch sieht, wie er Tore und Siege frenetisch jubelt und sich kaum zurückhalten kann, wie er seine Spieler mit geballter Faust nach vorne peitscht und nach dem Abpfiff seine Spieler herzlich abklatscht und umarmt, erinnert das schon stark an Klopp und unterscheidet ihn doch erheblich von seinen Vorgängern. Als waschechter Dortmunder Junge und durch seine Vereinsliebe sind auch die Fans wieder voll hinter dem Team und können sich endlich wieder mit der Mannschaft identifizieren, was wir sicherlich mit Zuschauern und Fans im Stadion am deutlichsten erkennbar gewesen wäre. Man könnte sogar sagen, er bringt den etwas anderen „Stallgeruch“ mit. Mit seiner ruhigen, ehrlichen und seiner direkten aber sehr respektvollen Art, erfreut er sich auch großer Beliebtheit bei der breiten Öffentlichkeit, was vor allem bei Lucien Favre eines der größten Kritikpunkte gewesen sind.

Taktisch auf Augenhöhe mit Toptrainern

Den Vorgängern von Terzic wurden höchste taktische Raffinesse nachgesagt, was sie größtenteils auch eindrucksvoll unter Beweis gestellt haben. Doch Terzic hat gezeigt, dass auch er den Fußball versteht und in der Lage ist, eine erfolgsbringende Taktik zu entwickeln und diese seiner Mannschaft so zu vermitteln, dass auf dem Platz die berühmtberüchtigte Handschrift des Trainers erkennbar wird. Dabei hat er sowohl mit einer Dreier- als auch mit einer Viererkette spielen lassen, was zeigt, dass er nicht nur taktisch variabel ist, sondern im Vorfeld des Spiels den Gegner perfekt analysiert.

Man darf nicht vergessen, sondern muss es sogar hervorheben, dass Terzic alle drei Duelle gegen den zukünftigen FCB-Trainer, Julian Nagelsmann, für sich entscheiden konnte, Marco Rose´s Gladbacher im DFB-Pokalhalbfinale besiegte, und gegen die Bayern vor allem in der ersten Halbzeit eindrucksvoll gezeigt, wie perfekt er sein Team auf das Spiel eingestellt hat. Die frühe 2-0 Führung war absolut verdient, indem sie den Plan des Trainers, die Bayern schon früh beim Spielaufbau zu stören, die Anspielstationen zu decken und gleichzeitig Pressing auf den ballführenden Spieler auszuüben, perfekt umgesetzt haben und ihre Chancen eiskalt genutzt haben. Dass sie am Ende des Spiels trotzdem mit leeren Händen dastanden, lag nicht an Terzic, sondern vielmehr an der individuellen Qualität der Bayern und ihrer in dieser Saison auszeichnenden Comeback-Fähigkeiten durch ihre überragende Mentalität. Auch gegen ManCity mit Pep Guardiola haben die Dortmunder sehr gut dagegengehalten und waren phasenweise sogar überlegen, und hätte Bellinghams irreguläres Tor korrekterweise gezählt, hätte der BVB womöglich das Halbfinale erreicht. Terzic hat in beiden Partien erneut unter Beweis gestellt, dass er gegen Toptrainer mehr als nur mithalten kann und auch in internationalen Spielen in der Lage ist, seiner Mannschaft einen erfolgsversprechenden guten Plan mit auf den Weg zu geben.

Terzic der Bessermacher und Krisenbewältiger

Für den Erfolg der Mannschaft scheut er auch nicht davor zurück, auch mal den Kapitän des Teams, Marco Reus, auf die Bank zu setzen und damit das Zeichen zu setzen, dass unter ihm das Leistungsprinzip vorherrscht. Im Gegensatz zu vielen anderen Trainern hat er bezüglich Reus allerdings nicht eine Bestrafung des Spielers im Sinn gehabt und anstatt fortan nicht mehr auf ihn zu setzen, hat er Reus aus seiner Formkrise herausgeholt und zu alter Stärke verholfen hat. Auch den fast schon auf dem Abstellgleis gestellten und seit seiner Ankunft in Dortmund nie wirklich angekommenen Mo Dahoud hat er sein Vertrauen geschenkt und ihn zum Stammspieler gemacht, das dieser durch teilweise Weltklasse-Leistungen mehr als nur zurückgezahlt hat. Dahoud war einer der Garanten für den erfolgreichen Saisonendspurt.

Zwischen dem Bayern-Spiel am 24. Spieltag und dem Viertelfinalrückspiel gegen City konnte er aus acht Pflichtspielen nur zwei Spiele gewinnen und kassierte in dieser Phase vier Niederlagen, unter anderem die bittere Pleite gegen die Eintracht, wonach das Erreichen der CL-Gruppenphase ob der sieben Punkte Rückstand schier unmöglich schien. Doch Terzic bewahrte die Ruhe, stärkte die Spieler und bereitete sie jedes Mal auf neue perfekt auf die Spiele vor und startete in der Folge eine Serie mit sieben Siegen in Folge. Er kann also auch eine Krisensituation meistern und seine Mannschaft wieder in die Erfolgsspur bringen. Bezeichnend dafür, ist die Aussage von Mats Hummels nach der 1:2 Pleite gegen Freiburg am 20. Spieltag, er nach dem Spiel ein kleines Loblied auf Terzic gesungen und ihn in Schutz genommen hat ("Seit Edin da ist, machen wir sehr viele Dinge sehr viel besser. Wir kriegen nur nicht die Ergebnisse, um das zu unterstreichen", sagte der Innenverteidiger bei Sky.).

Kann es in der nächsten Saison mit Terzic als Co-Trainer von Rose überhaupt funktionieren?

Das Wunschszenario des Vereins ist es, dass Terzic auch in der nächsten Saison bei seinem Herzensverein bleibt und im Trainerteam vom zukünftigen Cheftrainer arbeitet. Damit tut man Rose womöglich keinen Gefallen, denn der erfolgreiche und beliebte aktuelle Cheftrainer würde wie ein Damoklesschwert über Rose schweben und sobald die Ergebnisse ausbleiben, wird es Trainerdiskussionen mit lauten Rufen nach Terzic geben. Zudem wäre ein Behalten von Terzic auch kein Vertrauensbeweis gegenüber Rose, wenn der BVB seinen „Plan B“ behält, anstatt Rose vollständig den Rücken zu stärken und mit einer Trennung von Terzic zu zeigen, dass man voll und ganz auf den neuen Trainer setzt und absolut davon überzeugt ist, dass er der richtige Trainer für den BVB ist und man keinen Plan B bräuchte.

Terzic hat jedoch oft genug betont, dass er den Verein im Herzen trägt und genau wie die Führungsriege der Dortmunder auch in der nächsten Saison bleiben möchte. Er befindet sich jedoch in einer komfortablen Situation, da er aufgrund seiner Leistungen das Interesse anderer Vereine auf sich gezogen hat und aufgrund eines „Gentlemen-agreements“ den Verein verlassen darf, sollte es ein für ihn interessantes Angebot als Cheftrainer geben. Und an Interessenten mangelt es nicht, zwar hat er angeblich Eintracht Frankfurt bereits abgesagt, allerdings gibt es auch eine Premier League Clubs, die ein Auge auf ihn geworfen haben. Erfahrungen in England konnte er an der Seite von Slaven Billic als Co-Trainer bei West Ham United zwischen der Saison 15/16 - 17/18 sammeln.

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Wie geht es mit Niklas Süle weiter?

Der Vertrag des 25-Jährigen läuft bekanntlich zum 30.06.2022 aus und die einzig vernünftigen und verkehrsüblichen Optionen sind entweder ein Abgang im Sommer oder eine Vertragsverlängerung. Das dritte und für alle Vereine unerwünschte Szenario wäre ein ablösefreier Wechsel im Sommer 2022, so wie bereits bei Alaba, Boateng und Martinez in diesem Sommer. Ein solches Szenario ist , vor allem aufgrund der pandemiebedingten erheblichen Umsatzeinbußen, die auch der FC Bayern München zu spüren bekommt, nahezu ausgeschlossen, denn immerhin haben sie im Sommer 2017 kolportierte 20 Millionen Euro nach Hoffenheim überwiesen. Und mit seiner Spielweise passt er sehr gut in die körperbetonte Premier League, dort gibt es auch nicht wenig interessierte Top-Klubs, die einen Niklas Süle in Topform nicht von der Bettkante stoßen würden.

In der neuen Saison wird Lucas Hernandez die linke Innenverteidiger-Position einnehmen, für den rechten Platz in der Innenverteidigung muss er sich gegen den vom RB Leipzig kommenden und sich in bestechender Form befindenden Dayot Upamecano duellieren. Als Favorit geht er jedoch nicht unbedingt in dieses Duell hinein.

Bleibt Nagelsmann seinen Systemwechseln treu?

Dies würde voraussetzen, dass die Bayern auch unter dem zukünftigen Cheftrainer Julian Nagelsmann mit einer Viererkette spielen. Denn Nagelsmann hat bereits in Hoffenheim gleich zu Beginn auf eine Grundformation mit einer Dreierkette hinten gesetzt, auch wenn das Spiel unter ihm immer noch sehr variabel ist. Bei RB Leipzig hat er sowohl mit einer Dreier- als auch mit einer Viererkette spielen lassen, wobei er nicht selten zwischen beiden Systeme im Spiel hin und her geswitched hat. Fraglich ist nun, ob er auch bei den Bayern „sein Spiel“ durchdrückt oder er, wie zum Beispiel Kovac, die „Bayern-Formation“ beibehält.

Mit hoher Wahrscheinlichkeit wird Nagelsmann seine Ideen implementieren und die Mannschaft variabler aufstellen, denn unter anderem genau das verspricht man sich von einem solch jungen und hochbegabten Trainer und auch genau deshalb hat man ihn geholt. Denn für den FC Bayern München ist es äußerst unüblich, einem solch jungen Trainer, der bislang noch keine Titel errungen konnte, das Zepter der Mannschaft in die Hand zu drücken. Die Bayern vertrauen Nagelsmann und wollen diesen neuen Weg mitgehen und genau deshalb, um zurück zum Thema zu kommen, bietet sich für Süle die Chance auf einen Stammplatz.

Lucas Hernandez - Niklas Süle - Dayot Upamecano

Eine Dreierkette wäre sehr gut vorstellbar mit Hernandez auf der linken Seite und Upamecano auf der rechten Seite, der sich mit seinen Lucio-haftigen Solos gerne und auch äußerst erfolgreich in die Offensive einschaltet, für Niki wäre dann das Zentrum reserviert. Seine körperliche Physis gepaart mit seiner Schnelligkeit bieten dafür die optimalen Voraussetzungen, allerdings muss er gesund bleiben und an seine alte Form anknüpfen. Mit Nagelsmann kommt sein Förderer aus Hoffenheim und könnte Süle wieder zu früherer Stärke hinführen, was sicherlich auch im Sinne des deutschen Nationalspielers schwebt. Man darf nicht vergessen, dass er im Herbst erst 26 Jahre alt wird.

Die Bayern werden mit der Süle-Seite versuchen konstruktive und in eine Vertragsverlängerung mündende Gespräche führen. Allerdings müsste sich Süle sogar möglicherweise auf finanzielle Einbußen einlassen, wie Rummenigge bereits neulich angedeutet hat. Nicht außer acht lassen darf man die Tatsache, dass Süle bereits zwei Kreuzbandrisse erlitten hat und seine Verletzungsanfälligkeit sicherlich bei den Vertragsverhandlungen berechtigterweise berücksichtigt wird.

Fazit

Am Ende spricht sehr vieles für eine Vertragsverlängerung bei den Bayern. Niklas Süle kann die letzten beiden Bundesligaspiele nutzen, um sich für einen Stammplatz in der Nationalelf bei der EM 2021 zu bewerben, und dort könnte er gehörig Eigenwerbung betreiben und sich so letztendlich in eine gute Ausgangsposition spielen.

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