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Kickfieber Florian

FC Augsburg: Stabilität durch gezielte Transfers?

Der FC Augsburg kehrt im Scouting sowie in der Transferstrategie zu alten Tugenden zurück. Bringt das wieder Stabilität?
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Geschrieben von Florian Först @flo_foerst
Veröffentlicht: 15 Juli 2026, 9:37

Der FC Augsburg ist einer der aktuellen Erstligavereine in Deutschland, die am längsten ohne Unterbrechung in der Bundesliga gespielt haben. Immerhin halten sich die Fuggerstädter nun bereits seit der Saison 2011/12 hartnäckig in der Liga, auch wenn so mancher Fan dem Verein in den letzten Jahren bereits mehrfach den Abstieg gewünscht hat. Nun gab Benjamin Weber Einsichten in die Scouting-Philosophie des Klubs. Kann diese weiterhin Stabilität garantieren? (Bild: IMAGO / STEINSIEK.CH)

Die Fußball-Bundesliga hat neben dem 1.FSV Mainz 05 aktuell ein zweites Stehaufmännchen, nämlich den FC Augsburg. Egal was während einer Saison alles passiert, diese beiden Vereine halten am Ende auf fast schon magische Art und Weise die Klasse. Wahrscheinlich liegt ein Grund in der Ruhe, die in beiden Vereinen grundsätzlich herrscht. So verfällt man zumindest in der Außendarstellung selten in Panik. Das garantierte den Augsburgern in den letzten Jahren immer den Klassenerhalt, viermal denkbar knapp als Tabellenfünfzehnter.

Ein anderer entscheidender Punkt waren die klare Spielphilosophie und die darauf ausgelegte Transferstrategie. Augsburg steht nun mal, im fußballerischen Sinn, für harte Arbeit gegen den Ball und schnörkelloses Umschaltspiel mit dem Ball. Entsprechend waren zahlreiche Transfers von Spielern mit den Attributen am Ende auch erfolgreich. Musterbeispiele dafür und entsprechend passende Transfers sind wohl in den letzten Jahren Chrislain Matsima, Kristijan Jakic oder auch Rubén Vargas gewesen.

Abweichungen von Transferstrategie funktionieren nicht

Natürlich haben die Augsburger in den letzten Jahren aber auch versucht, hin und wieder spannende Spieler mit Wiederverkaufswert zu bekommen. Das hat auch einige Male geklappt wie unter anderem bei dem prominentesten Spieler und Augsburger Rekordtransfer Ricardo Pepi. Allerdings passte der Angreifer vom Spielertyp her überhaupt nicht nach Augsburg und die Bürde der Millionenablöse war ihm anzumerken. Entsprechend spielt Pepi mittlerweile längst nicht mehr in der Bundesliga.

Auch ein Tomas Koubek war ein katastrophaler Transfer, und zwar mit Ansage. In diesem Fall ist man in Sachen Torhütertransfer nicht so smart geblieben wie in den vorherigen Jahren, sondern wollte eine größere Lösung präsentieren. Es folgte der Wechsel von Koubek aus Rennes, bei dem zahlreiche Scouts sowie Transferexperten nur mit dem Kopf zu schütteln wussten. Das Ende vom Lied ist, dass sich Koubek bekanntermaßen nie in Augsburg etablieren konnte. Trotzdem bleibt der Tscheche in den Büchern als der drittteuerste Transfer der Vereinsgeschichte stehen.

Strategiewechsel unter Wagner ohne Erfolg

Der Spielstil der Augsburger sorgte natürlich selten für Euphorie abseits der eigenen Fans. Entsprechend versuchte man sich im letzten Jahr an einem Strategiewechsel. Mit Sandro Wagner sollte der Spielstil erfrischender, mutiger, offensiver werden. Dafür wurden mit Fabian Rieder, Cédric Zesiger, Han-Noah Massengo, Anton Kade, Elias Saad, Robin Fellhauer und nicht zuletzt Ismaël Gharbi auch durchaus passende Spieler geholt. Trotzdem passte dieses neue Konzept nicht zur kompletten Mannschaft und Trainer Wagner zahlte am Ende eine Menge Lehrgeld.

Unter Manuel Baum wurde der Fußball in der Folge wieder simpler, pragmatischer und vor allem passender zu den Stärken der Mannschaft. Das Resultat dessen war erneut ein souveräner neunter Tabellenplatz und die Verlängerung mit Coach Baum. Das soll an der Stelle nicht bedeuten, dass die Transfers schlecht waren. Einige der Neuzugänge konnten wirklich überzeugen, doch diese Herangehensweise unter Wagner passte nicht zum Verein und auch nicht zum gesamten Kader.

Weber erklärt die Augsburger Scouting-Philosophie

Die Prioritäten des Augsburger Scoutings liegen also auf der Hand. Es ist die Aufgabe der Vereinsverantwortlichen, für diese neue und gleichzeitig altbekannte Spielweise wieder die richtigen Spieler zu finden. Benjamin Weber, Augsburgers Sportdirektor, bestätigte das neuerdings nochmals in einem Interview und sprach davon, dass Charakter immer wichtiger für ihn ist als Talent. Danach wolle der Klub künftig Spieler beobachten, transferieren und eine starke Gruppe bilden. Man wolle starke Charakter auf und neben dem Platz haben, denn Talent hat ab einem gewissen Level laut Weber jeder Spieler.

Diese Aussagen passen auch zu den bislang getätigten Transfers. Mit Michael Gregoritsch wurde ein absoluter Mentalitätsspieler gehalten, der für das Mannschaftsgefüge wichtig ist. Auch Rodrigo Ribeiro bleibt nach seiner letztjährigen Leihe weiterhin in Augsburg. Hinzukommen mit Hennes Behrens (TSG Hoffenheim), Sima Suso (Fortuna Düsseldorf) und Calvin Brackelmann (SC Paderborn) Spieler mit einer gesunden Einstellung, die ebenfalls in diese Strategie passen. Abgerundet wird das Transfergeschehen mit den beiden Jugendspielern Faik Sakar (RB Leipzig U19) und Tom Wisbereit (1.FC Union Berlin U19).

Sollte es der FC Augsburg schaffen, noch mehr Spieler mit passender Mentalität sowie der gleichzeitig vorhandenen Qualität oder zumindest Entwicklungspotenzial zu verpflichten, kehrt der Verein nicht nur zurück zu alten Tugenden. Gleichzeitig schafft sich der Verein so eine stabile Basis für die kommenden Jahre, in denen es gegen die Augsburger weiterhin sehr schwierig werden dürfte zu spielen. Mittelfristig könnte das der Schlüssel für weitere stabile Jahre in der Fußball-Bundesliga werden.

Alle weiteren Aussagen von Benjamin Weber gibt es im Interview bei unserem Kooperationspartner Bulinews.com.

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U21-Liga in Deutschland: Der große Wurf für die Talententwicklung – oder ein weiteres Experiment?

Die U21-Liga kommt zur neuen Saison. Kann damit der deutsche Fußball wieder in die Spur gebracht werden?
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Geschrieben von Florian Först @flo_foerst
Veröffentlicht: 24 April 2026, 13:56

Der deutsche Fußball steht einmal mehr vor einer richtungsweisenden Entscheidung. Mit der geplanten Einführung einer U21-Liga soll ein strukturelles Problem angegangen werden, das seit Jahren bekannt ist – der schwierige Übergang vom Jugend- in den Profibereich. Klingt zunächst logisch, fast überfällig. Doch wie so oft im deutschen Fußball steckt der Teufel im Detail.

Während viele Verantwortliche die neue Liga als notwendigen Schritt feiern, gibt es ebenso berechtigte Zweifel, ob dieses Modell wirklich die erhoffte Wirkung entfalten kann. (Bild: IMAGO / Ulrich Wagner)

Das Grundproblem: Zwischen U19 und Profi klafft eine Lücke

Wer sich intensiver mit Nachwuchsarbeit beschäftigt, kennt das Dilemma längst. Spieler dominieren in der U19, gelten als große Talente – und verschwinden dann plötzlich von der Bildfläche. Der Sprung in den Herrenfußball ist für viele schlicht zu groß.

Genau hier setzt die U21-Liga an. Sie soll eine Art „Pufferzone“ schaffen. Eine Liga, in der Talente weiterhin auf hohem Niveau spielen, aber nicht direkt dem Druck des Profifußballs ausgesetzt sind.

Das Problem dahinter ist keineswegs neu. Vielmehr hat Deutschland im internationalen Vergleich zuletzt an Struktur verloren. Andere Nationen haben längst Lösungen etabliert, während man hierzulande zu lange an bestehenden Systemen festgehalten hat.

Das Konzept: Entwicklung statt Ergebnisdruck

Die geplante U21-Liga wird klar als Ausbildungsplattform positioniert. Teilnahmeberechtigt sind die Nachwuchsteams der Bundesligisten und Zweitligisten, die ihre besten Talente zwischen 16 und 21 Jahren gezielt einsetzen können.

Der Fokus liegt dabei nicht auf Tabellenplätzen oder Zuschauerzahlen, sondern auf individueller Entwicklung. Genau das unterscheidet die Liga von klassischen Wettbewerben. Und dennoch stellt sich die Frage: Reicht das?

Denn Fußball ist und bleibt ein Ergebnissport. Wer langfristig bestehen will, muss lernen, mit Druck umzugehen – und genau dieser Faktor könnte in einer solchen Liga teilweise verloren gehen.

Die Vorteile: Ein längst überfälliger Schritt?

Mehr Spielzeit – der entscheidende Faktor

Einer der größten Kritikpunkte am aktuellen System ist die fehlende Spielpraxis für junge Spieler. Zwischen Bankplatz und Kurzeinsatz entwickeln sich nur die wenigsten Talente wirklich weiter.

Die U21-Liga könnte genau hier ansetzen. Regelmäßige Einsätze auf einem konstant hohen Niveau sind für die Entwicklung nahezu unverzichtbar. Training allein reicht schlicht nicht aus.

Kontrolle statt Leih-Chaos

Ein weiterer Vorteil: Vereine behalten ihre Talente im eigenen System. Statt Spieler wahllos zu verleihen – oft ohne klare Perspektive – können sie gezielt aufgebaut werden.

Gerade in den letzten Jahren hat sich gezeigt, dass Leihgeschäfte nicht immer die gewünschte Entwicklung bringen. Unterschiedliche Spielphilosophien, mangelnde Einsatzzeiten oder schlicht falsche Vereinswahl – die Liste der Probleme ist lang.

Spätentwickler bekommen eine echte Chance

Nicht jeder Spieler ist mit 18 Jahren bereit für den Profifußball. Einige brauchen schlicht mehr Zeit – körperlich, taktisch und mental.

Genau diese Spieler könnten von der neuen Liga profitieren. Statt früh aussortiert zu werden, erhalten sie ein zusätzliches Entwicklungsfenster.

Die Schattenseiten: berechtigte Zweifel am System

So sinnvoll die Idee auf den ersten Blick erscheint, so kritisch muss man sie auch hinterfragen.

Noch mehr Komplexität im System

Bereits jetzt ist die Nachwuchsstruktur in Deutschland alles andere als einfach. U19-Bundesliga, Regionalliga-Teams, Leihen – die Wege sind vielfältig.

Mit der U21-Liga kommt eine weitere Option hinzu. Das klingt zunächst positiv, könnte aber auch für zusätzliche Verwirrung sorgen. Vereine müssen künftig noch genauer entscheiden, welcher Weg für welchen Spieler der richtige ist.

Drucklosigkeit als Problem?

Ein Punkt, der oft unterschätzt wird: Wettbewerbsdruck.

Spiele ohne große Öffentlichkeit, ohne mediale Aufmerksamkeit – kann unter diesen Bedingungen wirklich die Intensität entstehen, die es für die Entwicklung braucht? Gerade im Profifußball entscheiden oft Kleinigkeiten. Wer nie gelernt hat, unter Druck zu performen, wird es später schwer haben.

Philipp Lahm: Klare Worte zur Talententwicklung

Dass die Diskussion um die U21-Liga an Fahrt aufgenommen hat, liegt auch an prominenten Stimmen wie Philipp Lahm. Der Weltmeister von 2014 hat sich in den letzten Jahren immer wieder kritisch zur Talententwicklung in Deutschland geäußert – und dabei vor allem strukturelle Defizite angesprochen.

👉 Hier findest du seine ausführlichen Aussagen zur U21-Liga und Nachwuchsreform

Lahm bringt dabei einen entscheidenden Punkt auf den Tisch: Es geht nicht nur um neue Wettbewerbe, sondern um die grundsätzliche Frage, wie Ausbildung im deutschen Fußball gedacht wird.

Fazit: Viel Potenzial – aber kein Selbstläufer

Die neue U21-Liga ist ein spannendes Projekt mit klarer Zielsetzung. Mehr Spielzeit, bessere Entwicklungsmöglichkeiten, mehr Kontrolle für Vereine – die Vorteile sind offensichtlich. Doch genauso klar ist: Es gibt Risiken.

Fehlender Wettkampfdruck, mögliche Isolation und zusätzliche Komplexität könnten dazu führen, dass die Liga hinter den Erwartungen zurückbleibt. Am Ende wird es – wie so oft – nicht am Konzept scheitern, sondern an der Umsetzung. Die Idee ist gut. Jetzt muss der deutsche Fußball endlich beweisen, dass er sie auch richtig umsetzen kann.

Maghnes Akliouche (23) | Kreativität zum Höchstpreis?

Bayer 04 Leverkusen baggert an Maghnes Akliouche. Würde er zu Bayer passen und wie sind die Leverkusener Chancen?
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Geschrieben von Florian Först @flo_foerst
Veröffentlicht: 6 August 2025, 11:26

Die Bundesliga hat sich in den letzten Jahren zu einem Sprungbrett für kreative Offensivspieler entwickelt. Spieler wie Florian Wirtz, Jamal Musiala oder Dani Olmo verkörpern einen neuen Spielertypus – technisch fein, kombinationsstark, variabel. In diese Kategorie fällt auch Maghnes Akliouche. Der französische U21-Nationalspieler steht aktuell bei der AS Monaco unter Vertrag, doch Bayer 04 Leverkusen soll intensiv um seine Dienste buhlen. (Bild: IMAGO / PsnewZ)

Doch passt Akliouche wirklich in die Bundesliga – und vor allem in das Leverkusener Spielsystem nach dem Wirtz-Abgang? Und ist ein Transfer in dieser Preiskategorie von rund 45 Millionen Euro wirklich gerechtfertigt?

Bevor wir Antworten auf diese Fragen suchen, werfen wir zunächst einen genaueren Blick auf den Spieler selbst.

Wo alles begann: Aus der Pariser Vorstadt zur Bühne Europas

Maghnes Akliouche wurde am 25. Februar 2002 in Tremblay-en-France geboren, einem Vorort im Nordosten von Paris. Seine ersten fußballerischen Schritte machte er bei US Torcy – jenem Jugendverein, der auch Paul Pogba hervorbrachte. Mit 15 Jahren wechselte er zur Akademie der AS Monaco, wo er unter anderem von Niko Kovac gefördert wurde.

Sein Profidebüt feierte Akliouche im Oktober 2021 gegen Olympique Lyon, doch erst ab der Saison 2023/24 wurde er zu einer festen Größe. In der abgelaufenen Saison spielte er sich endgültig in den Fokus: 43 Pflichtspiele, 7 Tore, 12 Assists – darunter zehn Auftritte in der Champions League.

International ist Akliouche sowohl für Frankreich als auch für Algerien spielberechtigt. Aktuell läuft er für die französische U21 auf und gewann 2024 sogar die Silbermedaille bei den Olympischen Spielen in Paris. Das nächste Ziel? Der Sprung in die A-Nationalmannschaft – und vielleicht in eine europäische Topliga.

Wenn der Ball klebt: Der Magier zwischen den Linien

Maghnes Akliouche ist ein Spieler, den man nicht über reine Statistik fassen kann – auch wenn seine Werte alles andere als enttäuschend sind. Er ist kein Lautsprecher auf dem Platz, sondern eher ein Taktgeber, der über Timing, Technik und Eleganz kommt. Ein Instinktspieler, der das Spiel riecht, bevor andere es sehen.

Akliouche ist ein Linksfuß, der bevorzugt von der rechten Seite kommt – als inverser Außen oder als freier Spielmacher im Halbraum. Bei Monaco wurde er in der vergangenen Saison fast ausschließlich als rechter Mittelfeldspieler im 4-2-3-1 oder 4-4-2-System eingesetzt. Doch in Wahrheit ist er ein Hybrid aus Zehner, Spielmacher und kreativer Außenbahn.

Sein Spiel erinnert phasenweise an Riyad Mahrez: feinfüßig, kontrolliert, mit einem Hang zum Überraschungsmoment. Doch er besitzt auch eine zentrale Komponente – ähnlich wie Florian Wirtz, nur mit mehr Zug über den Flügel.

Mit Hirn und Haken: Wie Akliouche Räume erschafft

Was macht Akliouche so besonders? Es sind nicht die Highlight-Clips – obwohl es auch davon einige gibt. Sondern es ist seine Fähigkeit, Situationen zu lesen und mit wenigen Ballkontakten zu lösen. Er ist kein Schnellspieler im klassischen Sinn, aber ein schneller Denker.

Sein Dribbling ist geschmeidig, sein erster Kontakt beinahe lautlos. Er kann mit einem kurzen Haken gleich mehrere Gegenspieler aus dem Spiel nehmen. Doch statt blind ins Eins-gegen-eins zu gehen, sucht er meist das Zusammenspiel. Kleine Doppelpässe, kluge Steckpässe, schnelle Drehungen – Akliouche ist kein Ego-Dribbler, sondern ein Raumöffner.

In der Ligue 1 kam er letzte Saison auf 49 Torschussvorlagen, 85 Prozent Passgenauigkeit und über 1.700 Ballkontakte – bei lediglich rund 2.400 Spielminuten. Zahlen, die seine zentrale Rolle im Offensivspiel von Monaco belegen. Besonders stark: seine Pässe in den Strafraum und sein Spiel in engen Zonen.

Zehn, Flügel, Freigeist – Akliouches taktische Wandelbarkeit

Akliouche ist ein Spieler, der sich nicht in ein Positionskorsett pressen lässt. Er kann rechts außen spielen, als Zehn agieren oder auch im Halbraum auftauchen. Diese Positionsflexibilität macht ihn für Trainer so spannend – und für gegnerische Mannschaften schwer zu greifen.

Bei Monaco rotierte er häufig zwischen rechter Außenbahn und zentralem offensiven Mittelfeld. Besonders gut funktionierte er in einem fluiden 4-4-2, in dem er von den Bewegungen des zweiten Stürmers profitierte. Dabei zeigte er ein ausgeprägtes Raumgefühl, sowohl beim Einrücken zwischen die Linien als auch beim Stehenlassen seines Gegenspielers im Eins-gegen-eins.

Sein Spielstil erfordert jedoch Mitspieler, die seine Ideen antizipieren – denn er spielt Pässe, die andere nicht erwarten. In einem System, das auf Positionsspiel und hohe Kombinationsdichte ausgelegt ist, blüht er auf.

Zwischen Genie und Leerlauf: Wo er noch zulegen muss

So elegant Akliouche mit dem Ball ist – gegen den Ball wirkt er oft wie ein Fremdkörper. Sein Pressingverhalten ist ausbaufähig, seine Intensität im Rückwärtsgang eher durchschnittlich. Er ist kein Spieler, der im Gegenpressing glänzt oder sich in jeden Zweikampf wirft.

Auch seine Physis bleibt ein Thema. Mit 1,83 Metern bei 72 Kilo bringt er eine eher schlanke Statur mit. Im Duell mit robusten Sechsern oder schnellen Außenverteidigern verliert er häufiger den Ball. Gerade im Vergleich mit Spielern wie Musiala oder Wirtz fehlt ihm noch die Durchsetzungskraft in engen Duellen.

Hinzu kommt eine gewisse Inkonstanz: Es gibt Spiele, in denen Akliouche das Spiel dominiert – aber auch Partien, in denen er kaum auffällt. Besonders gegen tiefer stehende Gegner tut er sich gelegentlich noch etwas schwer, Tempo aufzunehmen oder Dynamik zu erzeugen.

Doch diese Schwächen sind keine Seltenheit bei einem jungen Offensivspieler. Und sie sind trainierbar – besonders in einem Umfeld wie Leverkusen.

Die Wirtz-Frage: Ist Akliouche das neue Herz des Spiels?

Nach dem Abgang von Florian Wirtz steht Bayer 04 Leverkusen vor einer Neuausrichtung im offensiven Mittelfeld. Unter dem neuen Trainer Erik ten Hag soll das Spiel strukturierter, aber nicht weniger kreativ werden. Der Niederländer bevorzugt ein klares 4-2-3-1 oder ein ballbesitzorientiertes 4-3-3-System, in denen Akliouche prinzipiell gut aufgehoben wäre.

Als inverser rechter Flügelspieler könnte er Druck über die Außenbahn machen – allerdings nicht über Tempo und Tiefe, sondern über Spielkontrolle und Kombinationsspiel. In einer Zehnerrolle würde er wiederum mit Malik Tillman konkurrieren, der jüngst aus Eindhoven verpflichtet wurde.

Tillman bringt Körper und Präsenz mit, Akliouche dagegen Kreativität und Raffinesse. Beide zusammen könnten eine hybride Lösung bilden: der eine als Raumöffner, der andere als Raumdeuter.

Der Raumflüsterer: Was Akliouche bei Bayer möglich machen kann

Das Entscheidende bei Akliouche ist seine Fähigkeit, Räume zu sehen, bevor sie entstehen. Im Leverkusener Spielstil – geprägt von diagonalen Läufen, intelligentem Positionsspiel und rotierenden Offensivrollen – könnte er genau diese Qualität einbringen.

Stellt man sich eine offensive Dreierreihe mit Adli links, Akliouche rechts und Tillman zentral vor, wird schnell klar, dass Bayer auf Technik, Dynamik und Spielwitz setzt. Schick und Boniface könnten als Zielspieler davon profitieren, indem sie Bälle in den Fuß wie auch in die Tiefe erhalten.

Gegen tief stehende Gegner könnte Akliouche ein Unterschiedsspieler werden, der Lösungen gegen kompakte Blöcke anbieten kann. Gegen pressingstarke Teams wiederum braucht es eine Absicherung hinter ihm – denn defensiv ist er bislang kein Faktor.

Goldjunge mit Preisschild: Ein Deal an der Schmerzgrenze?

Dass Bayer 04 Leverkusen sich intensiv mit Maghnes Akliouche beschäftigt, ist mittlerweile mehrfach bestätigt worden. Demnach gilt er intern als möglicher „Unterschiedsspieler“, der nach dem Abgang von Florian Wirtz die kreative Lücke schließen könnte. Das Problem? Der Preis.

Die AS Monaco forderte bis zuletzt rund 60 bis 70 Millionen Euro – eine Summe, die Leverkusen bislang nur einmal (bei Wirtz selbst) eingenommen, aber nie ausgegeben hat. Selbst wenn man die Transfers von Jeremie Frimpong (ca. 40 Millionen Euro) und Odilon Kossounou (ca. 30 Millionen Euro) einrechnet, wäre Akliouche ein finanzieller Kraftakt.

Zwar hat der Klub durch Spielerverkäufe in diesem Sommer über 180 Millionen Euro eingenommen – doch mit den Verpflichtungen von Jarell Quansah (Liverpool) und Malik Tillman (PSV) sind alleine für diesen beiden Spieler bereits rund 70 Millionen Euro reinvestiert worden. Ein Transfer von Akliouche würde den Rest des Kaders massiv beeinflussen – nicht nur sportlich, sondern auch wirtschaftlich. Auch wenn die AS Monaco die Forderung mittlerweile auf unter 50 Millionen Euro Ablösesumme gesenkt haben soll.

Premier-League-Millionen oder Bundesliga-Masterplan?

Und als wäre der Preis nicht genug Hindernis, drängt auch die Konkurrenz. Gleich mehrere Klubs aus der Premier League – darunter Tottenham, Manchester United und sogar Manchester City – sollen ein Auge auf Akliouche geworfen haben. Auch Paris Saint-Germain hat Interesse angemeldet.

Die Premier League-Klubs könnten mit höheren Gehältern, größerer medialer Strahlkraft und langfristigen Perspektiven locken. Leverkusen müsste also nicht nur sportlich, sondern auch strategisch überzeugen. Ein Projekt mit Spielzeitgarantie, Champions-League-Fußball und klarer Entwicklungsrolle.

Ob das reicht, um sich gegen Tottenham oder PSG durchzusetzen, ist zumindest fraglich.

Wenn der Coup gelingt: Was Akliouche sofort verändern würde

Sollte Bayer das finanzielle Risiko eingehen – oder Monaco im Preis noch weiter entgegenkommen –, könnte Akliouche in Leverkusen eine zentrale Rolle einnehmen. Besonders im Übergangsspiel würde er durch seine Ballkontrolle und seine Spielintelligenz helfen, das Tempo zu variieren. Er wäre kein Wirtz 2.0, aber ein neuer Spielertyp mit ähnlicher Wirkung: keiner, der das Spiel an sich reißt, sondern einer, der es fließen lässt.

Doch auch innerhalb des Kaders gäbe es Reibungspunkte: Mit Tillman, Maza, Adli, Terrier, Tella, Alfa-Ruprecht und Hofmann sind bereits mehrere Offensivkräfte vorhanden, die Minuten beanspruchen. Akliouche müsste sich – trotz hoher Ablöse – erst seinen Platz erarbeiten. Kein Selbstläufer also.

Fazit: Geiler Spieler, aber Verpflichtung weiter fraglich

Florian
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Aus meiner Sicht wäre ein Transfer sportlich reizvoll – aber wirtschaftlich (zumindest aktuell noch) schwer zu verantworten. Akliouche bringt genau das mit, was Leverkusen nach Wirtz braucht: Kreativität, Übersicht, Variabilität. Doch eine Ablösesumme von zwischen 40 und 50 Millionen Euro ist für Bayer Leverkusen dennoch ein echtes Brett.

Vieles spricht dafür, dass Leverkusen sich am Ende eher für eine günstigere Lösung entscheiden wird.

Trotzdem: Wenn man einen Spieler holen möchte, der ein Spiel lesen kann wie ein erfahrener Zehner, aber mit dem Hunger eines jungen Außenspielers daherkommt, dann ist Maghnes Akliouche die ideale Wahl. Die Frage ist nur: Wo liegt die finanzielle Schmerzgrenze von Bayer 04? Persönlich würde ich einen Spieler wie ihn aber sicherlich gerne in der Bundesliga sehen.

Timo Werner (29) | Borussia M'gladbach als nächster Neustart?

Timo Werner wird mit Borussia M'gladbach in Verbindung gebracht. Würde ein Transfer Sinn machen?
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Geschrieben von Florian Först @flo_foerst
Veröffentlicht: 29 Juli 2025, 10:26

Timo Werner – ein Name, der in deutschen Fußballkreisen stets Emotionen auslöst. Begeisterung über seine unwiderstehlichen Tiefenläufe, Frustration über vergebene Großchancen, und zuletzt auch ein bisschen Wehmut: Was ist bloß aus dem einstigen Leipzig-Helden geworden, der in der Bundesliga jahrelang Verteidiger reihenweise alt aussehen ließ?

Nun könnte für Werner ein neuer Abschnitt beginnen. Wie verschiedene Quellen berichten beschäftigt sich Borussia Mönchengladbach mit dem einstigen Nationalstürmer. Und obwohl ein Transfer aktuell noch an Werners üppigem Gehalt scheitert, scheint die Idee durchaus ernst gemeint. Doch was würde das bedeuten – für Werner, für Gladbach und für die Bundesliga? (Bild: HMB-Media)

Der tiefe Fall eines Hochbegabten

Geboren am 6. März 1996 in Stuttgart, debütierte Werner als Teenager für den VfB – früh, frech, furchtlos. Mit gerade einmal 17 Jahren erzielte er seine ersten Bundesliga-Tore, bevor er 2016 zu RB Leipzig wechselte. Dort wurde er zur Tor-Maschine: 36 Scorerpunkte in der Saison 2019/20 machten ihn zum gefragtesten deutschen Stürmer. Die Konsequenz: der Wechsel zu Chelsea. 53 Millionen Euro Ablösesumme. Premier League. Champions League. Große Bühne.

Doch aus dem großen Schritt wurde ein Stolpern. Trotz viel Spielzeit und Arbeitseifer blieb er in England oft unter seinen Möglichkeiten. Die Kritik: zu ineffizient, zu fahrig, nicht „kaltschnäuzig“ genug für die Insel. 2022 kehrte er nach Leipzig zurück – doch selbst in vertrauter Umgebung wurde er nie wieder der Alte. Zuletzt scheiterte auch eine Leihe zu Tottenham an mangelnder Konstanz. Lediglich drei Vorlagen in 18 Premier-League-Spielen sind weit entfernt von dem, was man sich in Nordlondon in der letzten Saison von ihm erhofft hat.

Nun steht er mit 29 Jahren an einem Scheideweg. Und Gladbach? Könnte zur letzten Chance auf eine echte Renaissance werden.

Ein Spieler zwischen Turbo, Trauma und Talent

Timo Werner ist – allen Kritikpunkten zum Trotz – ein außergewöhnlicher Spielertyp. Mit dem Ball am Fuß und freier Wiese vor sich ist er brandgefährlich. Kaum ein deutscher Spieler hat solch einen Antritt, solch eine Dynamik in die Tiefe. Wenn Werner startet, gibt es kaum einen Verteidiger, der mithalten kann.

Seine besten Spiele macht er, wenn er in der Tiefe angespielt wird, mit dem Gesicht zum Tor. Da wird er zum Phantom: taucht auf, schließt ab, jubelt. Doch genau darin liegt das Problem – denn allzu oft bleibt der Jubel aus. Denn Werner vergibt. Und vergibt. Und vergibt. Ein unzuverlässiger Vollstrecker, der seine starke Bewegung häufig selbst entwertet.

Psychologisch scheint das bei ihm Spuren hinterlassen zu haben. In den letzten Jahren wirkte er unsicher, fast gehemmt im Abschluss. Szenen, in denen er einst eiskalt vollendete, verpufften zunehmend. Ob Nerven, Technik oder Kopf – irgendetwas fehlt.

Dazu kommt ein limitiertes Kombinationsspiel. Werner ist kein Wandspieler, keiner für den engen Raum. Seine Ballverarbeitung unter Druck ist ausbaufähig, seine Entscheidungsfindung ebenfalls. Dennoch: seine Bewegungen ohne Ball sind weiterhin Weltklasse. Und das bleibt ein Kapital, das man nicht unterschätzen darf.

Warum ausgerechnet Borussia Mönchengladbach?

Gladbach befindet sich im Umbau – das wissen die Fohlenfans nur zu gut. Nach Jahren des Stillstands, Umbruchs und Mittelmaß hat man sich unter Sportdirektor Roland Virkus und Trainer Gerardo Seoane auf eine neue Linie verständigt: jünger, hungriger, dynamischer.

Und genau hier wird es spannend. Denn obwohl Werner als 29-Jähriger nicht mehr ins klassische „Entwicklungsschema“ passt, bringt er dennoch etwas mit, das Gladbach fehlt: Tempo. Tiefe. Erfahrung. Im Gladbacher Offensivensemble könnte er als Antreiber wirken – oder zumindest als Ergänzung mit besonderem Profil.

Seoane lässt gerne mit einem flexiblen 4-2-3-1 spielen, in dem die Außenspieler viel Raum für Läufe in die Tiefe haben. Werner könnte hier auf dem linken Flügel agieren – in einer Rolle, die zumindest ein wenig an seine Leipziger Glanzzeit erinnert. Alternativ wäre er auch als zweite Spitze in einem 4-4-2 denkbar. Besonders interessant: Die Kombination mit einem physisch starken Stürmer wie Haris Tabaković, der Räume bindet, von denen Werner profitieren könnte.

Aber: All das setzt voraus, dass Werner sich auf das Gladbacher Projekt einlässt. Und das bedeutet vor allem eins: Gehaltsverzicht. Laut Medienberichten verdient der Stürmer aktuell rund zehn Millionen Euro pro Jahr – eine Summe, die bei Borussia komplett illusorisch ist. Selbst mit Boni und Handgeld würde ein realistisches Gladbach-Angebot wohl bei maximal drei Millionen Euro brutto liegen. Es bräuchte also eine klare Einsicht des Spielers: Ich will spielen. Nicht kassieren.

Risiko mit Turbo – Was Gladbach gewinnen (oder verlieren) kann

Ein fitter, fokussierter Timo Werner kann so manchen Bundesliga-Teams noch immer wehtun. Seine Laufwege, seine Tiefenstaffelung, seine Automatismen – all das ist auf Bundesliga-Niveau weiterhin wertvoll. Für eine Mannschaft, die auf Umschaltmomente setzt, ist er fast ideal. Vorausgesetzt, man schafft es, ihn richtig einzusetzen.

Gleichzeitig darf man keine Wunderdinge erwarten. Werner ist kein Spielmacher, kein Dribbler, kein Techniker. Er lebt vom Raum. Vom Timing. Von der Präzision seiner Mitspieler. Wenn das Zusammenspiel nicht funktioniert, läuft er ins Leere. Dann wird er zum Schattenläufer – viel unterwegs, aber ohne Output.

Mental ist er schwer einzuschätzen. Die letzten Jahre haben Spuren hinterlassen. Ein Neuanfang könnte helfen – oder ihn weiter verunsichern. Entscheidend wird sein, wie stark er sich dem neuen Umfeld anpassen kann. Ob er wirklich bereit ist, aus der Komfortzone zu treten. Und ob er den internen Konkurrenzkampf mit jüngeren, hungrigeren Spielern wie Shuto Machino oder Robin Hack nicht nur annimmt, sondern gewinnt.

Fazit: Sinnvoller Coup oder verzweifelter Versuch?

Florian
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Ein ablösefreier Timo Werner zu einem vernünftigen Gehalt – das klingt auf dem Papier verlockend. Für Gladbach wäre es ein Transfer mit überschaubarem Risiko und potenziell hoher Rendite verbunden. Aber nur unter zwei Bedingungen: Werner muss körperlich fit und mental bereit sein. Und er muss sich finanziell massiv strecken. Sonst wird aus dem Comeback-Versuch schnell ein Flop.

Was Werner aktuell braucht, ist kein nächstes Abenteuer – sondern eine echte sportliche Heimat. Einen Trainer, der ihn versteht. Eine Mannschaft, die seine Stärken nutzt. Und ein Umfeld, das ihn nicht an seinen Fehlern aufhängt. Gladbach könnte dieser Ort sein – wenn beide Seiten sich ehrlich machen.

Denn eines ist sicher: Die Uhr tickt. Für Werner. Für seinen Ruf. Für seine Karriere. Noch einmal Neustart – oder endgültig die Rolle des ehemaligen Supertalents, das sein Potenzial nicht vollkommen ausgeschöpft hat. Die Entscheidung liegt bei ihm.

Samuel Mbangula im Anflug | Werder Bremen vor einem Transfercoup?

Samuel Mbangula steht unmittelbar vor einem Transfer nach Bremen. Worauf können sich Werder-Fans jetzt freuen?
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Geschrieben von Florian Först @flo_foerst
Veröffentlicht: 22 Juli 2025, 11:59

Werder Bremen schlägt zu – und greift diesmal tief in die Tasche. Mit dem mutigen Transfer von Samuel Mbangula aus Turin setzen die Grün-Weißen auf ein junges Talent, das längst nicht jeder auf dem Schirm hat, aber das Potenzial mitbringt, die Bundesliga zu elektrisieren. Doch wer ist dieser 21-jährige Flügelflitzer aus Belgien, dessen Geschichte ebenso unkonventionell wie spannend ist? (Bild: IMAGO / NurPhoto)

Vom Brüsseler Talent zur Juve-Entdeckung: Wer ist Samuel Mbangula?

Manchmal entstehen die größten Talente dort, wo man sie am wenigsten erwartet. Samuel Mbangula begann seine fußballerische Reise in den Straßen von Brüssel, einer Stadt, die für ihre kulturelle Vielfalt und ihren fußballerischen Ehrgeiz bekannt ist. Bei Club Brugge und Anderlecht erhielt er seine Grundausbildung, doch der Durchbruch kam erst mit dem Wechsel nach Italien. Juventus Turin, ein Klub mit Tradition und traditionell hoher Erwartungshaltung, verpflichtete ihn 2020 – und setzte damit auf einen jungen Spieler, der unter anderem mit schnellen Füßen und einem unbändigen Drang zum Tor glänzt.

In der Serie C bei Juventus Next Gen hinterließ Mbangula seine erste Fußabdrücke. Doch erst in der Saison 2024/25 gelang ihm der Sprung in die Serie A. Sein Debüt bei Juventus war mehr als nur ein Strohfeuer: In seinem ersten Spiel netzte er direkt und gab eine Vorlage – ein Auftakt, der die Fans aufhorchen ließ. Insgesamt 23 Einsätze, drei Tore – das sind Zahlen, die von einem Spieler sprechen, der zwar Talent besitzt, aber noch auf seinen endgültigen Durchbruch wartet.

Spielmacher auf dem Flügel: So tickt Mbangula auf dem Platz

Sein Spielstil ist eine Ode an die Geschwindigkeit und Kreativität. Samuel Mbangula ist kein klassischer Außenstürmer, der sich nur auf Flanken konzentriert – er versteht es, seine Gegenspieler im Eins-gegen-Eins mit einer explosiven Kombination aus Tempo, Dribbling und Zielstrebigkeit zu überwinden. Seine Bewegungen am Flügel erinnern an eine Mischung aus Sadio Mané und Riyad Mahrez: mal kraftvoll und direkt, mal verspielt und trickreich.

Mbangulas athletische Statur (1,79 Meter) verleiht ihm die nötige Robustheit, um sich auch in der Bundesliga behaupten zu können. Seine Flankenqualität und das Gespür für den richtigen Moment machen ihn zu einem echten Waffe für jeden Strafraum. Doch was ihn besonders auszeichnet, ist sein Instinkt, sich selbst Chancen zu erarbeiten, anstatt nur auf Vorlagen zu warten. Ebenso ist er gemessen an den Toren und Vorlagen pro 90 Minuten in der vergangenen Saison einer der effektivsten Spieler in ganz Europa auf seiner Position gewesen.

Wo liegt noch Luft nach oben? Mbangulas Baustellen und Entwicklungschancen

Wie bei vielen jungen Talenten bleibt auch bei Mbangula die Frage nach der Konstanz und der taktischen Reife. Bei Juventus hatte er mit der Umstellung auf Igor Tudors 3-4-2-1-System Schwierigkeiten, da seine Stärken eher im klassischen Flügelspiel liegen. Seine Defensivarbeit lässt teilweise zu wünschen übrig, gerade in der Umschaltbewegung auf den Rückwärtsgang, was in der Bundesliga schnell bestraft werden kann.

Die größte Herausforderung für Mbangula liegt darin, diese Schwächen zu minimieren und sein Spiel auf ein höheres Niveau zu heben – vor allem taktisch. Die Bundesliga fordert von Flügelspielern nicht nur offensive Qualitäten, sondern auch die Bereitschaft, als erste Verteidigungslinie zu agieren. Hier kann Werder Bremen ihm mit klaren taktischen Vorgaben und einem geduldigen Coaching den nötigen Feinschliff geben.

Der Deal des Sommers? Warum Bremen für Mbangula tief in die Tasche greift

Mit einer Ablösesumme von rund rund 10 Millionen Euro – eine für Werder nicht alltägliche Investition – setzt der Verein ein deutliches Zeichen: Der Blick geht nach vorne, weg von vorsichtigen Verpflichtungen, hin zu mutigen Transfers mit Perspektive. Mbangula ist mit seiner jungen Karriere längst noch kein fertiger Star, sondern ein Spieler, der die grün-weiße Offensive neu beleben und langfristig prägen kann.

Die Verpflichtung fällt zeitlich genau in eine Phase, in der Werder seine Verletzungsprobleme auch in der Offensive in nächster Zeit noch spüren wird. Der Klub setzt mit seiner Verpflichtung nun auf Schnelligkeit, Kreativität und frischen Wind. Mit einem Vertrag bis 2030 bindet Bremen Mbangula langfristig, was zeigt, dass man in ihn nicht nur als kurzfristige Lösung, sondern als zentrale Säule des Neuaufbaus sieht.

Durch Horst Steffen wird man voraussichtlich von der Dreierkette mit Schienenspielern zu einer Viererkette zurückkehren und mit mehr Offensivkräften agieren, Mbangula könnte in dieser Hinsicht der Königstransfer für die Außen werden. Mit Njinmah, Grüll, Opitz und dem belgischen Neuzugang wären die Bremer dann qualitativ und quantitativ gut auf den Flügeln aufgestellt.

Werders Neuausrichtung unter Steffen: Junge Talente als Schlüssel

Mit Horst Steffen hat Werder Bremen einen Trainer verpflichtet, der für sein klares Bekenntnis zu einer entwicklungsorientierten Spielweise bekannt ist. Nach der zuletzt turbulenten Phase unter Ole Werner steht Steffen für eine nachhaltige, zukunftsgerichtete Strategie, die junge Talente fördert und ihnen gleichzeitig in einem systematisch geprägten Umfeld eine Bühne bietet. Werder setzt unter ihm nicht mehr nur auf kurzfristige Erfolge, sondern auf den langfristigen Aufbau einer wettbewerbsfähigen Mannschaft.

Steffens Spielphilosophie ist geprägt von einem balancierten Ballbesitzspiel, gepaart mit schnellem Umschaltverhalten – ein Stil, der perfekt zu Mbangulas Spielweise passt. Die Integration von jungen, dynamischen Flügelspielern wie Mbangula entspricht genau dem Konzept, offensive Impulse über die Außenbahnen zu erzeugen und dabei gleichzeitig strukturelle Defizite in der Defensive zu minimieren. Steffen versteht es, Talente gezielt zu fördern, individuelle Stärken taktisch einzubinden und so eine homogene Einheit zu formen.

Der Transfer von Mbangula fügt sich somit nahtlos in Steffens Gesamtstrategie ein: Ein junger, entwicklungsfähiger Spieler, der mit seiner Schnelligkeit und Technik Werder nicht nur sofort verstärkt, sondern auch langfristig prägen kann. Dies signalisiert eine klare Handschrift des neuen Trainers – den Mut, Verantwortung an die nächste Generation zu geben und den Klub mit frischen, vielversprechenden Spielern in die Zukunft zu führen.

Kann Mbangula Bremens nächster Bundesliga-Star werden?

Florian
Florian

Der Transfer von Samuel Mbangula zu Werder Bremen ist ein mutiger Schritt, der sich langfristig auszahlen könnte. Der Belgier bringt vielversprechende Anlagen mit und hat das Potenzial, sich in der Bundesliga zu etablieren. Unter der Anleitung von Horst Steffen und im Zusammenspiel mit erfahrenen Spielern kann Mbangula seine Stärken weiterentwickeln und durchaus zu einem Schlüsselspieler für Werder werden.

Für Werder Bremen bedeutet der Transfer gleichzeitig nicht nur eine neue Offensivoption, sondern ist ebenso ein Signal an den Markt: Man will mutig sein, auf junge Talente setzen und sich langfristig etablieren. Mbangula hat das Potenzial, ein Spielmacher auf den Flügeln zu werden, der die Bremer Offensive spürbar belebt. Sollte er sein volles Potenzial ausschöpfen, könnte dieser Transfer in den nächsten Jahren als eines der klügsten Deals der Vereinsgeschichte in Erinnerung bleiben.

Mikey Moore | Englands nächste Flügelhoffnung auf dem Sprung zum BVB?

Mikey Moore wird erneut mit Borussia Dortmund in Verbindung gebracht. Doch was bringt Moore mit und würde er zum BVB passen?
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Geschrieben von Florian Först @flo_foerst
Veröffentlicht: 18 Juli 2025, 10:26

Der Name Mikey Moore dürfte in den nächsten Jahren häufiger auf den Zetteln großer europäischer Klubs auftauchen – sofern er nicht ohnehin schon dort steht. Aktuell deutet vieles darauf hin, dass Borussia Dortmund seine Fühler nach dem jungen Flügelspieler ausstreckt. Moore gilt als eines der größten Talente im englischen Nachwuchsfußball, und mit gerade einmal 17 Jahren hat er bereits Debüts in Premier League und Europa League gefeiert. (Bild: IMAGO / Gonzales Photo)

Grund genug also, sich den Offensivmann genauer anzuschauen: Wer ist Mikey Moore, was macht ihn besonders – und wäre der BVB wirklich die richtige Adresse?

So früh, so reif: Moores bisheriger Weg

Mikey Moore wurde am 11. August 2007 in Southwark, einem Stadtteil von London, geboren. Im Alter von nur sieben Jahren trat er der Akademie von Tottenham Hotspur bei – und wurde dort zu einem Spieler geformt, der in jeder Jugendmannschaft früh als Unterschiedsspieler galt. Seine Entwicklung verlief nahezu bilderbuchhaft: Bereits mit 16 Jahren gab er sein Debüt in der Premier League – als jüngster Spieler in der Vereinsgeschichte der Spurs.

Seit Sommer 2024 besitzt er einen Profivertrag bis 2027, die maximale Laufzeit, die für Minderjährige laut FIFA-Regularien zulässig ist. Dass Tottenham ihn langfristig binden will, überrascht nicht – schließlich hat Moore in seiner Altersklasse regelmäßig Maßstäbe gesetzt. Besonders auffällig: sein Debüt in der Europa League, bei dem er nicht nur Spielzeit sammelte, sondern auch zum jüngsten englischen Europapokal-Torschützen avancierte. Ein früher Ritterschlag.

Zwischen Elfsborg und Elitärem: Erste Duftmarken im Profibereich

Ein Spiel blieb besonders hängen: In der Europa League gegen IF Elfsborg gewann Moore den Ball fast 35 Meter vor dem gegnerischen Tor, zog an zwei Verteidigern vorbei und schob eiskalt ein – ein Tor wie aus dem Lehrbuch für moderne Flügelspieler. Tempo, Technik, Entscheidungsfreude. Und all das mit 17 Jahren.

In der Premier League wurde er zwar noch behutsam eingesetzt (366 Minuten, 1 Assist), aber in den Jugendmannschaften glänzte er: In der U18 Premier League erzielte Moore bereits vorletzte Saison 14 Tore und bereitete 8 weitere vor – bei gerade einmal 22 Einsätzen. Und auch letzte Saison wusste er im U21-Team der Spurs mit 2 Toren und 2 Vorlagen in 3 Partien zu glänzen. Ein Output, der sich nicht verstecken muss.

Technik trifft Mut: Was macht Mikey Moore besonders?

Moore ist ein Spieler, der mit Ball am Fuß sofort auffällt. Seine Art zu dribbeln erinnert an einen jungen Eden Hazard: tiefer Körperschwerpunkt, blitzschnelle Richtungswechsel, dabei aber nie ohne Plan. Auf engem Raum wirkt er schwer zu greifen – als würde er über das Feld schweben, ohne an Tempo zu verlieren.

Auf mich wirkt er wie ein Spieler, der genau weiß, was er kann – und sich davon nicht abbringen lässt. Ob Außenlinie oder Halbraum, er nimmt Gegner auf, sucht Eins-gegen-eins-Situationen, ohne sie zu erzwingen. Dabei kombiniert er Leichtigkeit mit Zielstrebigkeit. Kein Spieler für sinnloses Spektakel – sondern für den präzisen Nadelstich.

Raumdeuter im Dribbling, aber mit Luft nach oben

So viel Moore auch am Ball glänzt – sein Spiel ist noch nicht vollständig ausgereift. Vor allem in puncto Entscheidungsfindung gibt es Entwicklungspotenzial. In einigen Szenen wirkt es, als hielte er den Ball einen Moment zu lange, als wolle er das Dribbling um jeden Preis durchziehen. Gerade im Erwachsenenfußball kann das gefährlich werden.

Auch beim Passspiel zeigt er gelegentlich noch Schwankungen. Seine flachen Verlagerungen und Schnittstellenbälle sind technisch hochwertig, keine Frage – doch manchmal fehlt es an Timing. Noch. Denn mit seiner Spielintelligenz wird er diese Aspekte wohl schnell dazulernen, vorausgesetzt, er erhält das richtige Coaching.

Robust, aber elegant: Was Moore körperlich mitbringt

Moore ist körperlich weiter als viele Gleichaltrige. Mit rund 1,80 m bringt er eine solide Grundstatur mit, ohne an Beweglichkeit einzubüßen. Seine Körpersprache auf dem Platz wirkt ruhig, aber entschlossen – man hat nicht das Gefühl, einen Jugendspieler zu sehen, sondern eher einen jungen Profi, der bereits verstanden hat, wie das Spiel auf hohem Niveau funktioniert.

Spannend ist auch sein Hintergrund: Moore trainierte neben dem Fußball in der Vergangenheit regelmäßig im Boxen – was man seinem Spiel durchaus ansieht. Er geht in Zweikämpfe mit einer gewissen Körperbeherrschung, weiß, wann er den Kontakt sucht, und ist selten aus dem Gleichgewicht zu bringen. Nicht wuchtig wie ein Bellingham, aber balanciert wie ein Top-Winger à la Martinelli.

In die Tiefe gedacht: Moores Rolle auf dem Feld

Sein bevorzugtes Terrain ist der linke Flügel. Dort fühlt er sich frei, dort kann er mit dem Ball nach innen ziehen und mit rechts abschließen oder Räume für überlappende Außenverteidiger öffnen. Seine Läufe ohne Ball sind dabei ebenso auffällig wie seine Aktionen mit Ball: gut getimt, selten zufällig, stets mit dem Ziel, Tiefe zu erzeugen.

Doch Moore ist kein reiner Außenbahnspieler. Er fühlt sich auch im Halbraum wohl, kann als inverser Zehner agieren oder in eine Dreierreihe hinter dem Stürmer rücken. Besonders in einem 4‑2‑3‑1 oder 4‑3‑3-System ist das Gold wert. Seine Anlagen erlauben es Trainern, ihn flexibel einzusetzen – sowohl in Umschaltmomenten als auch in Ballbesitzphasen.

Schwächen: Wo Mikey Moore noch zulegen muss

So vielversprechend Moore ist, gibt es Punkte, an denen er noch arbeiten muss. Neben der bereits angesprochenen Entscheidungsfindung im letzten Drittel fällt auf, dass sein linker Fuß ausbaufähig ist. Gerade in 1‑gegen‑1-Duellen, bei denen er nach außen ziehen müsste, fehlt manchmal der Punch.

Auch seine Flanken aus dem Lauf sind nicht immer punktgenau. Er tendiert dazu, eher auf die technisch anspruchsvolle Variante zu setzen – halbhoch, mit Schnitt –, was gut aussieht, aber nicht immer effektiv ist.

Sein Defensivverhalten ist solide, aber nicht spektakulär. Er arbeitet mit nach hinten, aber ohne die Intensität eines pressinglastigen Außenspielers. Gegen den Ball kann er noch lernen, sich besser zu positionieren und Zweikämpfe früher zu antizipieren.

Was würde Moore beim BVB erwarten?

Dass der BVB jetzt ein Auge auf Moore geworfen haben soll, kommt nicht überraschend. Mit dem Abgang von Jamie Gittens und der Verletzung von Julien Duranville fehlt es auf den Flügeln an Tempo, Kreativität und jugendlichem Esprit. Moore würde in ein offensives Vakuum stoßen, das geradezu nach einem dynamischen Flügelspezialisten schreit.

Zudem passt der Transfer ins klassische Dortmunder Beuteschema: Ein Spieler, der jung und entwicklungsfähig ist sowie Star-Potenzial besitzt – vergleichbar mit früheren Deals wie bei Jadon Sancho, Ousmane Dembélé oder Jude Bellingham.

Die Systemfrage: Wo genau würde Moore spielen?

Wenn Dortmund in einem 3-4-3 mit breiten Flügeln agiert, wäre Moore der prädestinierte linke Angreifer – invers, mit Zielrichtung Strafraum. In einem 3-4-2-1 könnte er allerdings auch zentral hinter dem Stürmer agieren und gelegentlich auf die Flügel ausweichen, um so Breite ins Spiel zu bringen.

Auf mich wirkt Moore in dieser Konstellation wie eine Kreuzung aus Jamie Gittens und Karim Adeyemi – technisch stärker als der eine, noch ruhiger im Abschluss als der andere, mit mehr Übersicht im letzten Drittel. Natürlich ist das noch ein weiter Weg, aber die Anlage ist da. Und gerade das macht ihn für Dortmund so spannend.

Wie realistisch ist ein Wechsel?

Ein fester Transfer erscheint aktuell schwer vorstellbar. Tottenham hat Moore noch bis 2027 an sich gebunden und dürfte kaum gewillt sein, eines seiner wertvollsten Eigengewächse ziehen zu lassen – zumindest nicht ohne Rückkaufoption. Die aktuell diskutierte Leihe mit Kaufoption mitsamt Rückkaufoption wäre also das realistischere Szenario. Doch selbst hier gilt es abzuwarten, ob Thomas Frank sein Top-Talent ziehen lassen würde. Der neue Spurs-Coach will zunächst allen Spielern eine Chance geben, sich zu zeigen.

Für Moore wäre Dortmund dennoch ein logischer nächster Schritt. Ein Klub, der in der Zukunft wieder mehr auf junge Spieler setzen will, in der Bundesliga verlässliche Minuten bietet und gleichzeitig europäisch konkurrenzfähig ist. Für Tottenham hätte das Modell den Charme, ihren Youngster im gehobenen Wettbewerbsumfeld reifen zu lassen und gegebenenfalls zurückholen zu können.

Fazit: Mikey Moore – ein Talent am Scheideweg

Mikey Moore ist eines dieser Talente, bei dem man sich wünscht, die Entwicklung auf Zeitraffer zu stellen. Alles wirkt vorbereitet: das technische Niveau, die körperliche Reife, die taktische Grundintelligenz. Gleichzeitig zeigt sein Spiel aber auch, dass er noch Zeit braucht. Zeit, um Konstanz zu entwickeln. Um Timing und Entscheidungsfindung zu verfeinern. Und um seinen Spielstil auf höherem Niveau zu stabilisieren.

Auf mich wirkt Moore wie ein junger Künstler, der seine Farbpalette bereits kennt – aber noch lernt, wann und wie er sie einsetzt. Der sich nicht zu schade ist, das Spiel mit Geduld zu lesen, aber manchmal noch zu viel will. Und genau das macht ihn so spannend.

Würde Moore zum BVB passen?

Florian
Florian

Kurz gesagt: Ja.

Ein Spieler wie Moore ist für Dortmund fast schon ein Muss. Jung, technisch versiert, entwicklungsfähig, aber mit genügend Skills, um auch in der Bundesliga direkt Impulse zu setzen. Im Spielsystem von Niko Kovač könnte Moore definitiv funktionieren, entweder auf Linksaußen im 3-4-3 oder als zweiter Zehner mit inverser Rolle im 3-4-2-1. Mit seiner Dynamik und Unbekümmertheit könnte er sogar bereits mittelfristig Spiele entscheiden, wenn man ihm die Chance gibt.

Natürlich bräuchte er aber zunächst Zeit, vielleicht auch Rotationen, Rückschläge, Geduld. Aber Dortmund ist einer der wenigen Klubs in Europa, der normalerweise bereit ist, genau das zu bieten. Und Mikey Moore ist einer dieser Spieler, bei denen sich das absolut lohnen dürfte.