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Foot Darts - trendiger Freizeitspaß aus Großbritannien

Beim Foot Darts wird mit Softbällen auf eine überdimensionierte Dartscheibe geschossen. Es gelten im Prinzip dieselben Regeln wie beim klassischen Spiel mit den Pfeilen. In Großbritannien ist die neue Sportart mit Kultpotential entstanden.

Über einen Verleih kannst du aufblasbare Dartswände und Bälle mieten und dir und deinen Freunden einen spaßigen Zeitvertreib bieten.

Foot Darts kombiniert Fußball und Darts

Wie der Name schon verrät, ist Foot Darts eine Kombination aus Fußball und Darts. Die Pfeile sind hier Bälle. Anstatt auf ein Tor schießt du auf die Scheibe mit dem Bulls Eye. Diese ist aufblasbar und mit einem Material versehen, an welchem die Bälle haften bleiben.

2016 ist die Sportart in Großbritannien entstanden. Sie hat sich schnell zum Trend entwickelt und ist mittlerweile auch über die Landesgrenzen hinaus beliebt. Mit einer Höhe von sechs Metern sind die Dartscheiben beim Foot Darts eine imposante Erscheinung. Die Angriffsfläche gewährt den Spielern viel Platz, um ihre Treffsicherheit zu testen.

Keine Vorerfahrung vonnöten

Foot Darts kann von Menschen jeder Altersgruppe gespielt werden. Die Softballs sind leicht und lassen sich gut auf die mit Velcro überzogene Scheibe schießen. Gerechnet wird wie beim Darts.

Die vielzähligen, aus dem Pfeilsport bekannten Spielvarianten sorgen für reichlich Abwechslung. Durch die Zusammenführung von Fußball und Darts richtet sich dieser Sport an Liebhaber beider Aktivitäten. Der britische Trend bringt Jung und Alt zusammen und beschert ein unterhaltsames Erlebnis. Foot Darts kannst du ohne Talent im Fußball- oder im Dartspiel genießen.

Wie weit der Ball von der Scheibe entfernt liegt, bestimmen die Spieler selbst. Damit auch Anfänger Spaß bei der Sache haben, ist eine Abschusslinie in der Nähe des Boards ratsam. Ein zu naher Startpunkt kann die Trefferquote allerdings negativ beeinflussen, da der Ball dann höher geschossen werden muss.

Mit Foot Darts die Gesundheit fördern

Foot Darts macht nicht nur Spaß und bringt Menschen zusammen, mit der Freizeitaktivität kannst du auch etwas für deine Gesundheit tun. Aufgrund der erforderlichen Spielfläche findet Foot Darts im Gegensatz zum klassischen Darts im Außenbereich statt, wobei es natürlich auch normale Dartscheiben für draußen gibt (bei Dart21 weiterlesen).

An der frischen Luft setzt du die Schüsse Richtung Zielscheibe. Du bist in Bewegung und verbrennst Energie. Beim Spiel in der Gruppe schüttet dein Körper Glückshormone aus. Zudem bleiben zahlreiche Lacher während einer Partie nicht aus. Das erheitert jedes Gemüt und vertreibt Trübsal.

Fussball Gastbeitrag

Diverse Spielvarianten zum Ausprobieren

Der Mix aus Fußball und Darts bietet vielzählige Spielvarianten. Ein paar Schüsse als Warm-up sollten anfangs immer drin sein. Kurz und einfach ist die Version Highscore. Hier schießen du und deine Mitspieler dreimal auf die Scheibe. Wer insgesamt die meisten Punkte erzielt, hat gewonnen.

Lustig, aber etwas herausfordernder ist die Spielart Round the Board. Dabei geht es um das Treffen der Flächen mit Zahlen in der ansteigenden Reihenfolge. Ziemlich spaßig geht es bei der Variante Höher oder niedriger zu. Die Spieler müssen vor dem Schuss angeben, ob sie auf einer höheren oder niedrigeren Zahl als ihr Vordermann landen. Geht der Schuss daneben, ist eines der drei Leben verloren.

Boards und Bälle mieten

Wenn du Foot Darts mal testen möchtest, kannst du die aufblasbare Scheibe und die Softballs mieten. Es gibt mittlerweile einige Verleihe, welche dir alles Notwendige für das Trendspiel aus dem Vereinigten Königreich zur Verfügung stellen.

Zu besonderen Anlässen wie runde Geburtstage, Fußballturniere und Hochzeiten sind die Boards als Spaß für die Gäste perfekt. Vor allem Fans des Fußballs und Dartspieler sind von Foot Darts schnell angetan.

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Ist Hasan Salihamidzic der Anti-Bayer?

Bayern Erfolgstrainer Hans-Dieter Flick hat nun offiziell um seine Vertragsauflösung zum Saisonende gebeten. Sicherlich waren auch die internen und nach außen gedrungenen Streitigkeiten und Kommunikationsprobleme mit Hasan Salihamidzic einer der Gründe dafür. Wahrer Verlierer des Flick-Salihamidzic-Konflikts ist am Ende allerdings der Verein selbst.

Mehrfach wurde in der jüngeren Vergangenheit von unter anderem Hoeneß und Rummenigge der Wunsch nach Beständigkeit auf der Trainerposition beim FC Bayern München geäußert. Allerdings scheinen sich die Funktionäre diesen Wunsch nie zum absoluten Credo ihres Handelns gemacht zu haben.

Gefahr durch größeres Mitspracherecht?

Das stärkere Mitspracherecht von Trainern wie Flick wurde und wird deshalb abgeschmettert, weil der Verein größer als der Trainer sei. Nun scheint es allerdings von außen so, als seien einzelne Personen wie nun auch Hasan Salihamidzic unantastbar und größer als der Klub.

Worin besteht nun die Gefahr, dass auf Flick’s Wunsch hin Spieler verpflichtet werden, die vielleicht nicht „Bayern-like“ sind? Schließlich steht der FC Bayern für attraktiven, ballbesitzorientierten und dominierenden Erfolgsfußball, also genau den Fußball von eben jenem Flick. Seine Spielerwünsche wären somit kongruent zu den Maßstäben des Vereins, die man sich für die Kaderzusammenstellung gesetzt hat.

Wichtige Eigenschaften von Führungspersonen in großen Unternehmen sind auch ein großer Wortschatz und entsprechende rhetorische Skills für eine gute Außendarstellung. Fähigkeiten, die Salihamidzic seit seiner Ankunft vermissen ließ. Kein Wunder, denn über eine ähnliche Berufserfahrung verfügte er nicht. Die Außendarstellung des Vereins erlitt erste Kratzer.

Respektvolles Verhalten intern und extern gefragt

Es folgten allerdings weitere Situationen, die dem deutschen Rekordmeister simpel gesagt nicht würdig sind. So war und ist es für den FC Bayern und für nahezu jeden Top-Klub in Europa unüblich, Spieler anderer Vereine öffentlich zu umwerben. Vor allem dann, wenn wie im Fall von Callum Hudson-Odoi nicht mal konkrete Gespräche stattgefunden. Das hat in diesem Fall etwas mit gegenseitigem Respekt zu tun. Die Verwunderung und der Ärger des FC Chelsea London waren verständlich. Seitdem war zu beobachten, dass die Quantität an Transfergerüchten zum FC Bayern nahezu exponentiell zunahm.

Ganz wichtig ist allerdings ein respektvolles Verhältnis zu anderen Angestellten des Vereines wie Spielern und anderen Verantwortlichen, ebenso zu verdienten Spielern. Die Kommunikation ist auch hier wieder Schlüssel. Genau diese scheint im Verein nicht ausschließlich, aber zu einem gewissen Teil wegen Salihamidzic gestört zu sein. Nicht ohne Grund gab Ex-Stürmer Miroslav Klose neulich zu, dass er seinen FC Bayern nicht mehr wiedererkennen würde und kritisierte die Kommunikation im Klub.

Man darf sich sicher sein, dass das noch lange nicht das Ende der Geschichte ist. Vermutlich gibt es noch viele weitere Sachen, die noch nicht an die Öffentlichkeit gelangt sind. Natürlich hat Salihamidzic logischerweise nicht an allen negativen Entwicklungen Schuld und sicherlich auch Gutes im Verein geleistet. Allerdings haben sich seit seiner ersten richtigen Amtszeit im Jahr 2017 auch gewisse Sachen ins Negative entwickelt. Fakt ist, dass auch die Personalie Salihamidzic den Klub zu spalten scheint, das stets gelobte „Mia-san-mia" scheint in Gefahr zu sein. Im Fanlager ist man sich unterdessen einig. Eher sollte Brazzo den Verein verlassen, nicht Flick. Das bringt auch die Petition zum Ausdruck, die Anhänger des Vereins gestartet und bereits tausende Unterschriften gesammelt haben.

Gastbeitrag von Farsad Saghafi

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Schweinsteiger Memories: Von Anfang bis Legende

Wir von Kickfieber.de sind fußballverrückt und genau deshalb schauen wir immer wieder nach neuen Fußballfilmen, -serien oder -dokumentationen. Wir möchten Euch die sehenswertesten und interessantesten von ihnen vorstellen. Vielleicht ist ja die ein oder andere Empfehlung dabei, die Euren Fußballabend aufpeppt. Heute ist unsere Top-Empfehlung die Dokumentation von Bastian Schweinsteiger: „Schweinsteiger Memories“.

Die Dokumentation über Bastian Schweinsteiger wurde im Jahr 2019 gedreht und ist seit Anfang Juni bei Amazon Prime verfügbar. Erforderlich ist hierfür natürlich ein Abonnement bei Amazon Prime. Sie geht insgesamt 112 Minuten, also nahezu zwei Stunden, und reist nicht nur Fans vom FC Bayern oder Bastian Schweinsteiger mit.

Erzählt wird die Geschichte unseres Weltmeisters Bastian Schweinsteiger und man reist gemeinsam durch die Geschichte von den frühen Anfängen bis hin zu seinem letzten Karrierespiel überhaupt für Chicago Fire. Produziert wurde das Ganze von Bastians gutem Kumpel, Til Schweiger.

„Für mich das Wichtigste sind Erinnerungen.“

Memories, das englische Wort für Erinnerungen, ist das Hauptthema der gesamten Doku und so sagt Schweinsteiger direkt zu Beginn: „Für mich das Wichtigste sind Erinnerungen.“ Während der Anfang viel von der Kindheit Bastians erzählt, erfährt man auch viel über die Freundschaft zwischen ihm und Pistenlegende Felix Neureuther. Auch über Bastians Ehe zur Tennisspielerin Ana Ivanovic erfährt man viel und sieht, dass die beiden sich auch Englisch miteinander unterhalten.

Fußballerisch gibt es tiefe Einblicke auf die ersten Spiele Schweinsteigers beim FC Bayern München, dem „Finale Dahoam“ und der EM 2008 in Österreich und der Schweiz. Auch über seine Zeit bei Manchester United gibt es einiges zu sehen. Doch die mit Abstand mitreißendsten Szenen sind die der WM 2014 in Brasilien mit der Krönung als Weltmeister.

Mit vielen Gesprächspartnern rund um Uli Hoeneß, Jupp Heynckes und vielen mehr wird einem noch klarer, was für eine entscheidende Rolle Bastian in den Mannschaften spielte. Auch der ehemalige Coach Louis van Gaal spricht über seinen damaligen Spieler und erzählt, warum er den Jungen von der Außenbahn in die Zentrale setzte und damit den Karrieregrundstein legte.

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Fußball – Das Spiegelbild der Gesellschaft?

Ist der Fußball bereit für einen schwulen Profifußballer?

Egal wo man hinschaut, in jedem Teil unserer Gesellschaft finden wir Lesben, Schwule und Transpersonen, doch warum finden wir in den Kreisen der Bundesligen keinen schwulen Fußballer? Schließlich soll der Fußball das Spiegelbild der Gesellschaft sein.

Keiner muss ein Coming-out erleben, wen er oder sie es nicht möchte. Trotz alledem muss man sich die Frage stellen, ob wir in den Stadien ein Klima haben, in welchem ein Coming-Out überhaupt problemlos möglich ist beziehungsweise wäre.

Vor gut 6 Jahren feierte Thomas Hitzlsperger sein Coming-out. Der mediale Aufschrei blieb aus, es war zwar eine Zeitlang medial sehr präsent, aber dann war es eben doch das normalste der Welt. Mittlerweile ist Hitzlsperger Vorstandsvorsitzender der VfB Stuttgart 1893 AG, ohne irgendwelche Probleme.

Wenn man den Zeitpunkt des Coming-out betrachtet, war dieser von Hitzlsperger klug gewählt. Schließlich weiß keiner, wie die Fans im Stadion reagieren. Die eigenen Fans werden es wohl zum großen Teil respektieren, wenn nicht sogar akzeptieren und ihn unterstützen. Was tun aber Fans des Gegners, besonders in einem Revier- oder Stadtderby?

Ist der schwule Spieler dann wie bereits oft gehört „die schwule Sau“, „die Schwuchtel, die wie ein „Mädchen“ spielt“ oder ist es letztendlich doch alles nicht so drastisch, wie man sich ein Coming-out in einer teils homophoben, von Männern dominierten, heteronormativen Fußballwelt vorstellt.

Immer wieder kommt es zu homophoben Beleidigungen im Stadion, mal wird „Schwuchtel“ oder „schwule Sau“ gerufen, mal sind es aber auch Banner, welche die gegnerischen Fans als „schwach“ dastehen lassen sollen. So las man im Revierderby in der „Süd“: “Rock´n Roll Schalke? Ihr Schwuchteln singt zu Kay One.“ Im Stadtderby zwischen Union Berlin und Hertha BSC las man auf der „Waldseite“: “16 Autos – 12 Herthaner - Der Schwanz im Arsch wird nie zu Rückgrat“. Diese Banner gibt es aber nicht nur von den genannten Vereinen, sie wiederholen sich und betreffen so ziemlich alle Vereine. Auch wenn diese „Sprüche“ nicht zwangsläufig an homosexuelle Personen gerichtet und ebenso gemeint sind, so bleiben sie immer noch homophob.

Die Angst vor dem Einbruch der Karriere oder des Wegbrechens von Sponsorenverträgen versetzen aktive homosexuelle Fußballer deswegen immer noch in Angst. War das Coming-out von Hitzlsperger nun ein Fortschritt oder stehen wir immer noch am selben Fleck wie vor eben jenem?

Fast alle Vereine der 1. und 2. Bundesliga machen sich für Vielfalt und gegen Diskriminierung stark, feiern regelmäßig Vielfaltsspieltage, engagieren sich bei CSD`s und hissen die Regenbogenflaggen. Doch sind diese Vereine stark genug, sich im Falle eines Coming-out auch hinter „weniger“ populäre Spieler zu stellen?

Das Coming-out eines allseits bekannten Fußballprofis würde eben womöglich reibungsloser und mit weniger Problemen vonstattengehen. Darüber hinaus hätte dies eine größere Signalwirkung für den Fußball im Allgemeinen sowie für jeden anderen homosexuellen Fußballer. Doch bislang trauen sich eben jene nicht aus ihrer Deckung.

Die queeren Fanclubs der Fußballclubs sind seit 2001 mit den Hertha-Junxx in den Stadien präsent, es folgten bis heute etliche neu gegründete queere Fanclubs bei Vereinen bis hin zur 3. Liga. Ihr Ziel ist es, eine offene Atmosphäre zu schaffen und auf gesellschaftliche Themen aufmerksam zu machen. Bemerkenswert ist hier, dass sich diese Fanclubs vor oder nach den Spielen freundschaftlich treffen und sich austauschen. Vereinshass ist, bei aller Rivalität, nie ein Thema. Schließlich ist man nur zusammen stark.

Fußball - Das Spiegelbild der Gesellschaft!

Fußball ist alles – auch schwul!

Autor: Phil

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Fußball – oftmals die erste Begegnung mit Sport

Gerade für Jungen ist der Fußballsport oft der erste Berührungspunkt, wenn es um sportliche Aktivitäten geht. In letzter Zeit trifft dies aber auch immer mehr auf die Mädchen zu. Fußball bietet Identifikationsfiguren, fördert die Kameradschaft und ist sportlich deutlich anspruchsvoller, als oftmals gedacht wird.

Gerade im Kinder-, und Jugendbereich kann hier mit Motivation und Förderung der Weg in die Ligen der Nation gelegt werden.

Wie wird gefördert?

Die Sichtung und Förderung von Jungspielern und Spielerinnen ist in erster Linie bei den Landesverbänden des Deutschen-Fußball-Bundes (DFB) angesiedelt.

Die Aufgabe der Landesverbände besteht hier nicht nur in der Zuführung der Spieler in die U-Nationalmannschaften des DFB, sondern zuallererst einmal in der Begleitung und der Entwicklung des Leistungsoptimums der jeweiligen Spieler.

Auch die Erziehung und die Vermittlung von allgemein gültigen Normen und Werten zählen zu den essentiellen Anforderungen an die Landesverbände.

Die Talentförderung ist eingebettet und verzahnt mit den Abläufen des DFB, als da wären:

  • der Schulfußballzentren
  • der Regionalauswahlen
  • der Verbandsauswahlen
  • der DFB-Stützpunkte

Über 300 Leistungszentren und über 1300 Stützpunkttrainer garantieren dafür, dass jedes Talent sicher sein kann, von einem „Sichter“ bemerkt zu werden.

Egal, in welcher Region der Verein des Kindes angesiedelt ist, entgeht, aufgrund des engmaschigen Stützpunktnetzes, kein einziger Verein den suchenden Blicken der Talentscouts.

Ist ein Talent ausgemacht, wird dieses dann in die Förderung des DFB integriert, und erhält so die Möglichkeiten, sich in immer höheren Ligen (entsprechend seiner Qualifikationen und des Alters) permanent weiterzuentwickeln.

Ist die Sichtung in allen Bundesländern gleich?

Generell kann man das mit „Ja“ beantworten. Die Stützpunkttrainer des jeweiligen Landesverbandes schauen sich zunächst in den E-Juniorenklassen um, und sichten dann die Talente der D-Jugend.

Unterschiedlich sind lediglich die Austragungsorte der veranstalteten Turniere. Es finden monatliche Trainings statt, sowie jeweils ein Hallen-, und ein Rasenturnier. Zusätzlich finden dann Turniere statt, bei denen auch die Nachwuchsleistungszentren teilnehmen. In Niedersachen beispielsweise gibt es vier Nachwuchsleistungszentren. Diese sind der VfL Wolfsburg, Hannover 96, Eintracht Braunschweig, sowie VfL Osnabrück.

Ziel dieser Turniere ist, neben der Einordnung des Leistungsstandes, das Heranführen an Wettkampfsituationen, und der Umgang mit den entsprechenden Abläufen bei diesen.

Die Bildung von Auswahlteams beginnt beim Niedersächsischen Fußballverband im männlichen Bereich mit dem D-Junioren-Jahrgang. Auf DFB-Ebene nehmen die Mannschaften des Niedersächsischen Fußballverbandes pro Jahr an vier Turnieren teil. Dies sind:

  • U 14-Feriencamp
  • U 15-Schülerlager
  • B-Juniorenlager (U 16)
  • A-Juniorenlager (U 18)

Als Ausnahme bei den Mädchen, werden (zumindest derzeit noch) jeweils zwei Jahrgänge zu einer Altersklasse zusammengefügt. Dies ist zurückzuführen auf das, immer noch geringere, Interesse der Mädchen.

Nach der U18 steht dem Weg in die Bundesliga nichts mehr im Weg.

Was man nicht vergessen darf

Es gibt den geflügelten Satz „Es gibt nur einen Rudi Völler“. Das darf nicht vergessen werden. Auch wenn ein Kind im Vorschulalter einem Talententdecker aufgefallen ist, wenn dieses Kind sich dann sogar bis in die B-Juniorenklasse vorgearbeitet hat, kann es immer passieren, dass es für den nächsten Schritt „einfach nicht mehr reicht“. Nicht jedes Fußball-Talent spielt irgendwann in der Nationalmannschaft. Dies ist mit Fleiß, Ausdauer, aber auch Glück verbunden.

Jedem Elternteil muss bewusst sein, dass ein Aussteigen aus dem Sport oder Fußball, bevor der große Schritt getan werden konnte, kein Versagen darstellt. Auch, wenn die Interessen des Sportlers wechseln, und andere Dinge in den Vordergrund treten, ist dies kein Grund, zu hadern. In erster Linie ist Fußball eine Sportart von Vielen, und welche Sportart für das Kind gut geeignet ist, entscheidet noch immer das Kind. Sport sollte Spaß bereiten, und möglichst gesund und fit halten. Kann man dieses Hobby letztlich zum Beruf machen, ist dies schön. Passiert dies nicht, ist es kein Weltuntergang.

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"Ihr wart am Wochenende saufen? Ich war in Stadt X und Stadt Y in Land Z zum Fußball schauen"

In unserer neuen Serie "Das Kickfieber Fan Interview" stellen wir euch ab jetzt regelmäßig interessante Fußballfans vor. Heute mit Torsten, der unter anderem die Webseiten Hannover-Groundhopping.de und https://www.lahmannhuegel.de betreibt.

Kickfieber: Welchen Stellenwert hat der Fußball in deinem Leben?

Torsten: Fußball gab es so wohl eigentlich schon immer in meinem Leben, auch wenn ich selbst nie in einem Verein gespielt habe. Also schon einen recht großen wenn auch keinen übermäßigen.

Kickfieber: An welchem Verein hängt dein Herz?

Torsten: An den blauen Jungs mit den grün-weiß-grünen Vereinsfarben: Dem SV Arminia Hannover (aktuell in der Oberliga Niedersachsen beheimatet).

Kickfieber: Wie oft gehst du pro Jahr ins Stadion?

Torsten: Das müsste ich ehrlich gesagt mal durchrechnen. Das hängt aber auch so ein wenig vom Job und der Zeit ab.

Ich versuche zumindest alle Pflichtspiele des SV Arminia Hannover mitzunehmen. Das sind dann inkl. Landespokal mindestens 31 Spiele/Saison. Aber das klappt meist allein schon aus arbeitstechnischen Gründen nicht. Dazu nach Möglichkeit der Besuch bei Freunden und deren Vereinen (wie Altona 93, dem VfB Oldenburg oder Göttingen 05) sowie der Versuch mindestens einmal im Jahr in Belgrad zu sein.

Alles in allem werden es derzeit grob überschlagen so um die 50 bis 80 Spiele im Jahr sein.

Gibt aber eben auch so Monate wie den September 2018, wo es dann alleine 30 Spiele in einem Monat waren. Aber auch da gibt es wesentlich „extremere“ Zeitgenossen :)

Zusammengefasst gesagt: So oft wie möglich.

Kickfieber: Seit wann betreibst du deine Webseiten?

Torsten: Da muss man ein wenig unterscheiden. Für die beiden oben genannten Seiten: Hannover-Groundhopping.de gibt es seit 1996 und lahmannhuegel.de seit Ende 2011. Dazu noch einige weitere Projekte/Seiten zu diversen anderen Projekten bzw. für den eigenen Verein.

Kickfieber: Welche Beweggründe und welche Motivation hattest du, die Seite zu starten?

Torsten: Auch hier muss man unterscheiden.

Bei Hannover-Groundhopping.de waren es Mitte der 1990er Jahre zum einen sicherlich die technischen Aspekte und Möglichkeiten des ausprobierens und auch ein Hang zur Selbstdarstellung (warum macht man solche Sachen sonst? Ihr wart am Wochenende saufen? Ich? Ich war in Stadt X und Stadt Y in Land Z zum Fußball schauen. Bilder mussten erst entwickelt und dann irgendwie digitalisiert, hochgeladen und in die Seiten eingebunden werden, etc. Dazu wurden Foren und ähnliches auf solchen Internetseiten „damals“ unter anderem auch zum Austausch unter Gleichgesinnten genutzt. Da hat man dann auf anderen Seiten selbst Fotos von Stadien gesehen und hat dass dann eben auch umgesetzt.

Und es macht nach wie vor Spaß die Bilder zu sichten, auszuwählen und zu veröffentlichen.

Zu Anfang gab es hier auch immer Spielberichte dazu, das habe ich aber vor allem aus zeitlichen Gründen eingestellt. Diese Berichte landen dann in unserem zweimal jährlich erscheinenden Fanzine, womit wir bei....

lahmannhuegel.de wären. Dabei handelt es sich um eine Webseite die im Rahmen der Entstehung unseres Fanzines „Blick über den Lahmannhügel“ entstanden ist. Hier erschien die erste Printausgabe im Januar 2012 (aktuell sind wir bei Ausgabe 14, die im Juli 2018 rausgekommen ist). Hier ging und geht es in erster Linie darum auf das eigene Heft hinzuweisen in dem wir über die von uns besuchten Fußballspiele berichten und vor allem auch Rezensionen zu anderen Produkten aus dem Fußballbereich (Fanzines, Bücher, DVDs, etc.) gesammelt an einem Punkt zu veröffentlichen. Das ist online einfacher und meistens aktueller als in einem zweimal im Jahr erscheinenden Heft. Denn wir machen nicht nur gerne, sondern lesen eben auch sehr gerne was andere so tun! Scheint auch so einigermaßen anzukommen, so dass sich zwischendurch auch mal der ein oder andere kleinere Verlag meldet und fragt ob er nicht ein kostenloses Rezensionsexemplar vorbeischicken dürfe.

Kickfieber: Wie viel Arbeit macht dir der Betrieb deiner Seiten eigentlich?

Torsten: Wenn es nur um Hannover-Groundhopping.de geht ist das wahrscheinlich im unteren zweistelligen Stundenbereich im Monat angesiedelt. Aber auch da hängt es wieder ein wenig von den Umständen und den besuchten Spielen ab.

Ich kam jetzt gerade von einer dreiwöchigen Tour aus Slowenien, Kroatien und Serbien zurück.

Und da haben sich insgesamt und nicht nur Fußball bezogen über 1.600 Fotos angesammelt die auch irgendwie alle gesichtet werden wollen. Das kostet natürlich einiges mehr an Zeit. Dazu dann die Spielberichte, die später in unserem Fanzine erscheinen werden. Da die Sachen außerdem auf einem eigenen Server laufen kommt da dann auch noch mal ein wenig Administrationsaufwand dazu (Updates, etc.).

Kickfieber: Wie gehst du normalerweise vor?

Torsten: Meistens ist es so, dass man mehr oder weniger ein (oder auch mehrere) Ziele vor Augen hat. Dort wird dann erst einmal geschaut, wie das passt (Wochentag, Uhrzeit, evtl. mögliche Spielverlegungen wenn ein Spiel bspw. nicht nicht genau terminiert ist, etc.). Der nächste Schritt ist dann häufig schon entweder/oder. Geht es zu einem weiteren Ziel wird bzgl. Anreise geschaut und durchaus auch abgewogen was es vielleicht noch an anderen erreichbaren Spielen gäbe. Dann reist man vielleicht auch schon mal einen Tag eher an oder später ab. Wenn es mit dem Auto auf die Reise geht wird natürlich auch noch geschaut, was man unterwegs so mitnehmen könnte und wie es mit der zeitlichen Planung allgemein so aussieht. Also dass die 90 Minuten plus Nachspielzeit (oder auch Verlängerung und Elfmeterschießen) ebenso rein passen wie Verkehrsaufkommen oder so. Und das alles dann entweder alleine oder mit Freunden/Bekannten die zu der Zeit vielleicht auch Zeit und Lust dazu haben.

Bei Spielen in der näheren Umgebung oder bei einem Wochenendausflug ist dann natürlich nicht ganz so viel Planung notwendig wie bei einer längeren Tour.

Und da ich meist auch nicht im Bereich des Bundesliga-Klatschpappenpublikums unterwegs bin, stellt sich die Frage nach Eintrittskarten eben meistens auch nicht. Die kauft man einfach vor Anpfiff direkt an der Kasse!

Kickfieber: Bekommst du Unterstützung oder gehst du allein vor?

Torsten: Das hängt so ein bisschen von Lust, Laune und Anfragen ab. Da gibt es sowohl die Situation, dass mich ein Kumpel fragt ob ich nicht Lust hätte mit ihm zusammen mal wieder zum Fußball zu fahren und dann schaut man mal wo es hingehen könnte bzw. schließt sich der Planung vielleicht einfach an.

Dann gibt es Situationen wo ich von Bekannten oder Freunden angesprochen werde, ob ich sie nicht mal irgendwo mit hinnehmen könnte und die vielleicht auch den ein oder anderen Vorschlag machen. Da kommen dann so Sachen raus wie Ende Oktober/Anfang November ein kleiner Ausflug nach Mazedonien und (natürlich) Serbien.

Und eben die Ausflüge und Touren die so zustande kommen. Entweder um ein Auswärtsspiel des SV Arminia Hannover herum. So mal geschaut wo es hingehen kann oder aber wie zuletzt ein Urlaub um einfach mal raus zu kommen. Da werden dann meist einige Fixpunkte an Spielen rausgesucht und entsprechend drumherum geplant. Dazu natürlich noch das ein oder andere „Ersatzspiel“ da man ja nie weiß, was unterwegs so passiert oder einem Verband einfällt das Spiel vielleicht ein paar Tage vorher noch zu verlegen ...

Die Internetseiten zu Hannover-Groundhopping.de mache ich in den meisten Fällen alleine, da ist vielleicht noch das ein oder andere Foto von Mitreisenden dabei.

Für die Internetseiten und auch das Printprodukt vom Lahmannhügel selbst bekomme ich dann von den Mitwirkenden meist vorgefertigte Texte, Bildergalerien, usw. was dann eigentlich nur noch mal durchgesehen und eventuell in die passende Form gebracht werden muss.

Kickfieber: Wie sieht dein typischer Leser aus?

Torsten: Puh, wenn ich das wüsste. Da müsste ich mal Fotos anfordern :P

In erster Linie sind es fußballinteressierte Menschen die dem gleichen Hobby frönen oder das was dort getan wird einfach nur interessant finden. Einige trifft man dann unterwegs immer mal wieder, diejenigen die seit Jahren (oder mittlerweile auch Jahrzehnten) dabei sind mal öfter, mal seltener. Aber dann gibt es natürlich auch durchaus die Leute die an den Reisen an sich interessiert und gar nicht so fußball-affin sind. Insgesamt also recht gemischt, auch wenn der Teil der am rollenden Leder interessierten Menschen sicherlich entsprechend hoch ist.

Kickfieber: Was ist das beeindruckendste und unvergesslichste Spiel das du je gesehen hast?

Torsten: Das kann und will ich so gar nicht sagen, auch weil es im Rückblick immer schwierig ist. Das erste Spiel im Ausland überhaupt? Das erste Belgrad-Derby? Der Punkt, wenn Du zum Asiencup in Katar landest und quasi zusammen mit 120 anderen deutschsprechenden Leuten aus dem Flieger steigst und im Land selbst nochmal locker die gleiche Anzahl an Engländern triffst und alle das gleiche Ziel haben? Der erste (Spiel-) Besuch in Afrika oder Asien?

Dazu sind die Eindrücke wirklich zu verschieden und schön um da irgendetwas herauszuheben.

Kickfieber: Was willst du unbedingt noch sehen oder machen?

Torsten: Was wahrscheinlich jede und jeder sagt der noch nicht da war: Buenos Aires bzw. Argentinien. Das hat mit einigen Freunden damals arbeitstechnisch leider nicht hingehauen und ärgert mich nach wie vor ein wenig. Wobei man da sicherlich auch abwarten muss, wie sich das in Argentinien (bzw. Mittel- und Südamerika allgemein) alles so entwickelt und es in einigen Jahren noch so interessant wäre.

In Afrika und Asien würde ich sicherlich auch gerne noch das ein oder andere Land besuchen. Aber auch vor der eigene Haustür gibt es sicherlich noch das ein oder andere zu entdecken und zu besuchen. Es muss nicht immer weit weg gehen.

Und wie im Vorgespräch erwähnt: Bundesliga & Co. interessieren mich nicht mehr wirklich, so dass ich da auch nicht unterwegs bin oder sein muss um irgendetwas zu komplettieren. Sollen die ihre Premiumveranstaltungen mit Klatschpappenpublikum und GmbH & Co. KGs aA mal lieber ohne mich machen, zumindest in Deutschland trifft man mich wesentlich eher unterklassig an.

Kickfieber: Welche Person deiner Wahl würdest du gern mal einen Abend lang ausfragen?

Torsten: Da fällt mir so spontan wirklich niemand ein. In der Vergangenheit hätte es da sicherlich die ein oder andere Person (Autoren, Groundhopper, usw.) gegeben. Aber die habe ich dann über die Jahre im Fußball mehr oder weniger alle so kennengelernt.

Kickfieber: Welchen Geheimtipp kannst du uns ans Herz legen?

Torsten: Leider keinen, denn dann wäre es ja kein Geheimtipp mehr!

Ansonsten: Schaut einfach mal über den eigenen Verein und Tellerrand hinaus. Es lohnt sich!

Aber benehmt euch dabei bzw. überlegt ob Ihr Euch beim eigenen Verein auch so aufführen und benehmen würdet. Und: Lest mehr Fanzines.

VIELEN DANK FÜR DAS INTERESSANTE INTERVIEW TORSTEN UND WEITERHIN VIEL ERFOLG MIT DEINEN WEBSITES!

Die neue Serie "Das Kickfieber Fan-Interview" stellt regelmäßig interessante Fußballfans vor, die besonders in unseren Fokus gerückt sind. Wenn auch du was besonderes zu berichten hast, schicke uns dein Profil zu!

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