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David Herold - Gladbachs neuer Linksverteidiger?

David Herold - Gladbachs neuer Linksverteidiger?

Nach dem Winterabgang von Luca Netz ist die linke Abwehrseite der Borussia aus Mönchengladbach auf Kante genäht. Lukas Ulrich geht auf der Schiene in der 5er-Kette von Eugen Polanski bisher unter, kann kaum offensiven Output generieren. Ersatzmann Jens Castrop, eigentlich zentraler Mittelfeldmann, glänzte zwar im Derby gegen Köln mit zwei Toren, spätestens nach dem Sommerabgang von Mittelfeldmotor Rocco Reitz wird er wohl wieder auf seiner Stammposition benötigt werden. Ein Neuzugang bahnt sich an und Gerüchten zufolge soll es sich dabei um David Herold (23) vom Karlsruher SC handeln. (Bild: IMAGO / DeFodi Images)

Nach drei Jahren in blau-weiß deutet aktuell alles darauf hin, dass der beim FC Bayern ausgebildete Herold bereit für den nächsten Schritt ins deutsche Oberhaus ist. Dabei helfen wird ihm auch eine vertraglich festgelegte Klausel, die im Bereich von 3,5 bis 4,5 Millionen Euro liegen soll. Für die klammen Gladbacher eine saftige Summe, die nur ausgegeben werden sollte, wenn der gebürtige Mindelheimer auf Dauer die Problematik auf der linken Schiene lösen kann. Und wenn man sich seine bisherige Entwicklung anschaut, könnte genau das der Fall sein.

Nach einer starken Halbserie beim FC Bayern II zog es den der Regionalliga entwachsenen Herold im Winter 2023 leihweise nach Österreich zum SCR Altach. Nach einer überzeugenden Rückrunde sicherte sich der KSC den damals 20 Jahre alten Linksverteidiger inklusive Kaufoption als Backup für Philipp Heise. Den Premier League erfahrenen Heise, einen Zweitliga Veteran mit über 200 Spielen auf dem Buckel, verdrängte Herold in der Rückrunde auf die Bank. Vor allem sein physisch intensiver Spielstil und seine rigorose Zweikampfführung zeichneten ihn gegenüber dem eher offensiv ausgerichteten Heise aus.

Nachdem Coach Christian Eichner in der vergangenen Saison auf eine 5er-Kette umstellte, erhöhte sich auch Herolds offensiver Output. Vor allem im Kombinationsspiel mit Marvin Wanitzek, mit dem er ein kongeniales Duo auf Karlsruhes linker Seite bildet, kann der Modellathlet glänzen. Auch seine anfangs noch unpräzisen Flanken verbessern sich stetig, in der laufenden Saison stehen immerhin fünf Vorlagen zu Buche, wobei es hier auch Karlsruhes schwache Strafraumbesetzung zu erwähnen gilt. Ein Sturm bestehend aus Tim Kleindienst und Haris Tabakovic dürfte hier ein deutlich dankbarerer Abnehmer für seine Hereingaben darstellen.

Herausstechen kann Herold in der laufenden Saison auch durch seine Laufstärke. Nur drei Akteure in der 2. Bundesliga haben in dieser Spielzeit mehr Meter gemacht, ganze 12,3 Kilometer spult Herold pro 90 Minuten ab. Trotz dieser auf der Schiene wichtigen Laufstärke lässt er zuweilen die Balance zwischen Defensive und Offensive vermissen, zu oft zeigt er sich noch anfällig für schnelle Gegenstöße. Auch im eins gegen eins auf der Außenbahn muss er sich noch verbessern, um in der Bundesliga vermehrt offensive Akzente setzen zu können.

Für die Fohlen wäre Herold eine starke Ergänzung, um das intensive Spiel von Trainer Polanski zu ergänzen. Anfängliche Anlaufschwierigkeiten dürften nicht ausbleiben, doch in seiner bisherigen Karriere zeigte Herold, dass er in der Lage ist, sich schnell an ein höheres Niveau anzupassen und sich stetig weiter zu entwickeln. Mit seinem Paket aus Physis, Mentalität und einer sichtbar guten fußballerischen Ausbildung ist er als 23 Jahre alter, deutscher Linksverteidiger für unter 5 Millionen ein No Brainer für die Elf vom Niederrhein.

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