Max

FC Schalke 04 - Kommt jetzt Larsson?

Mit zwei Punkten aus den ersten drei Spielen blickt der FC Schalke 04 auf einen durchwachsenen Saisonstart zurück. Vor allem die Torjäger vom Dienst, Simon Terodde und Sebastian Polter, warten beide noch auf Ihren ersten Torerfolg. Nun könnte der Königstransfer der noch laufenden Transferphase eingreifen und für Leben im Schalker Angriff sorgen – der Schwede Jordan Larsson. (Foto: IMAGO / RHR-Foto)

Ablösefrei vom russischen Topclub Spartak Moskau gekommen, bringt der Sohn der Stürmerlegende Henrik Larsson alles mit, um das Schalker Offensivspiel zu beleben. Mit seinem Tempo und seiner Technik, aber auch einem starken Abschluss ist er ein Spieler, der im Abstiegskampf der Bundesliga ein entscheidender Faktor werden kann. Doch bisher stehen nur 49 Einsatzminuten zu Buche – warum?

Nach dem Überfall Russlands auf die Ukraine wechselte Larsson für ein halbes Jahr auf Leihbasis zurück in seine schwedische Heimat zum AIK Solna, nach Ende des Leihgeschäfts wurde der Vertrag beim Ex-Verein vom Leipziger Trainer Domenico Tedesco einvernehmlich aufgelöst. Seitdem hat der Angreifer nach eigener Aussage nur mit seinem persönlichen Fitnesstrainer gearbeitet, während der Rest der Mannschaft wichtige Vorbereitungsspiele absolvieren konnte.

„Ich brauche noch etwas Zeit, um meine Topfitness zu erreichen. Aber wenn der Trainer mich braucht, werde ich alles für den Verein geben“ – Jordan Larsson vor dem 2. Spieltag

Jetzt, drei Wochen nach seinem Wechsel in den Ruhrpott, sieht die Lage schon anders aus. Zwar wird Larsson, so sein Trainer Frank Kramer, „90 Minuten in der Intensität noch nicht ganz gehen können“. Trotzdem ist er eine Option für die Startelf, die sich am morgigen Samstag um 15:30 Uhr anschickt, gegen Union Berlin den ersten Dreier der Saison einzufahren.

„Er kann von Anfang an über eine längere Strecke gehen oder reinkommen und Dynamik auslösen“ – Frank Kramer

Abzuwarten ist, wie Larsson im Schalker 4-4-2 eingesetzt wird. In seiner stärksten Saison in Moskau teilte er sich den Angriff meistens mit dem bulligen Aleksandr Sobolev, zusammen erzielten die beiden 29 Ligatreffer. Dieser ähnelt vom Spielertyp eher den Herren Polter und Terodde. Doch für eine solche Kombination müsste der einzige bisher erfolgreiche Schalker Stürmer, Marius Bülter, weichen.

Eine weitere Option wäre, Bülter für den diese Woche krankheitsbedingt kürzertretenden Tobias Mohr auf die linke Außenbahn zu stellen. Beim morgigen Gegner aus Köpenick konnte er auch dort bereits Bundesligatauglichkeit nachweisen. Der ebenfalls auch außen einsetzbare Larsson könnte dann hin und wieder die Position tauschen und so für Verwirrung im sonst so stabilen Berliner Defensivverbund sorgen. Mit dem 1,92 m großen Strafraumstürmer Terodde hätten die Knappen damit immer noch einen dankbaren Abnehmer für die gefährlichen Flanken von Thomas Ouwejan auf dem Feld, während seine Mitspieler die in der Bundesliga so wichtige Dynamik auf den Platz bringen können.

Ob von der Bank oder in der Startelf: mit Jordan Larsson im Team sollte es den Königsblauen bald gelingen, de ersten Sieg der noch jungen Bundesligasaison einzufahren – vielleicht schon diesen Samstag. Betway bietet euch dafür eine Quote von 3,1.

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Max

American Dream - die Deutschen in der MLS

Lange als Rentnerliga verschrien, entwickelt sich die Major League Soccer, die höchste Spielklasse in den USA, im Eiltempo zu einem ernstzunehmenden Player auf dem weltweiten Fußballmarkt. Auch diese Saison stehen wieder einige Deutsche mit den verschiedensten Geschichten auf dem Platz – hier lernt ihr sie kennen. (Foto: IMAGO / ZUMA Wire)

Der aktuell wohl beste Deutsche in der MLS ist der gebürtige Berliner Hany Mukhtar. Bei der Hertha ausgebildet galt er früh als großes Talent, der große Sprung blieb ihm aber verwehrt. Über Stationen bei Benfica Lissabon und RB Salzburg landete er schließlich bei Bröndby, wo ihm endlich der Durchbruch glückte. 2,7 Millionen Euro überwies der frisch gegründete Nashville SC schließlich für Mukhtar. Eine gute Investition, bringt der 27-jährige es doch auf 42 Torbeteiligungen in 61 Spielen in der MLS. Eine Leistung, die ihm in der vergangenen Saison den zweiten Platz bei der Wahl zum MVP einbrachte.

Einen Meistertitel kann dafür Julian Gressel (28) vorweisen. In Deutschland gelang ihm der Schritt in den Profibereich nicht, daher entschied er sich, in den USA aufs College zu gehen und dort Fußball zu spielen. Diese Entscheidung hat er vermutlich nicht bereut, denn 2016 wählte ihn Atlanta United in der ersten Runde des Drafts aus. Seitdem hat Gressel über 150 Spiele in der MLS absolviert und konnte 2018 die Meisterschaft gewinnen. Mittlerweile in der Hauptstadt bei D.C. United untergekommen, ist der Bayer als Schienenspieler seit Jahren einer der besten Spieler der Liga.

Kai Wagner könnte der MLS schon bald den Rücken kehren. Der 25 Jahre alte Linksverteidiger liebäugelte schon offen mit einer Rückkehr nach Deutschland, der VfB Stuttgart und Hertha BSC sollen laut Sky interessiert sein. Bis dahin wird Wagner, der bereits im All Stars Team stand, weiter für Philadelphia Union glänzen, die ihn 2019 aus der 3. Liga von den Würzburger Kickers in die Staaten holten.

Gleich zwei Deutsche stehe bei Chicago Fire unter Vertrag, dem Ex Club von Weltmeister Bastian Schweinsteiger. Während Rafael Czichos erst im Winter von Köln aus über den großen Teich ging, ist Fabian Herbers schon seit 2016 in der MLS aktiv. In Deutschland primär als Podcasthörer bekannt, hat der 28-jährige in den USA schon über 120 Erstligaspiele absolviert. Dabei pendelt der variable Offensivmann häufig zwischen Bank und Startelf, ein wichtiger Bestandteil des Kaders ist er jedoch allemal.

Robert Voloder von Sporting Kansas City ist mit seinen 21 Jahren der jüngste Akteur dieser Liste. In Köln ausgebildet, wechselte er im Winter nach einer Leihstation in Maribor nach Missouri. Nachdem er zu Saisonbeginn auf der Bank Platz nehmen musste, hat sich der U20 Nationalspieler mittlerweile einige Einsätze in der Innenverteidigung verdient. Mit seinem unverkennbaren Potenzial dürfte es nur eine Frage der Zeit sein, bis sich Voloder fest als Stammspieler etabliert.

Vom Jüngsten zum Ältesten: mit seinen 33 Jahren hat Florian Jungwirth sowohl in der 2. Bundesliga als auch in der MLS die 100 Spiele Marke geknackt. 2017 aus Darmstadt nach San Jose gewechselt, war er über Jahre hinweg eine Konstante in der Abwehr der Earthquakes . Vergangene Saison verließ er dann das warme Kalifornien und wechselte gen Norden zu den Vancouver Whitecaps, wo er sich auch ohne große Anpassungsschwierigkeiten festspielen konnte.

Jasper Löffelsend absolviert aktuell mit 24 Jahren seine erste Saison im Profifußball. In Deutschland kam er nicht über die Regionalliga hinaus. Nachdem er den schon von Gressel und Herbers bekannten Gang ans College antritt, konnte er sich jedoch für die MLS empfehlen. Im Draft wurde er dann von Real Salt Lake City ausgewählt und zeigte sich etwas überraschend schnell als wertvolle Alternative. Kam er zu Beginn nur von der Bank, startete er jüngst vier Spiele in Folge im zentralen Mittelfeld, seine ersten Profieinsätze von Beginn an.

Einer lässt seine Karriere langsam ausklingen, einer befindet sich auf dem Höhepunkt seiner Karriere und ein anderer steht noch ganz am Anfang. Viel unterschiedlicher könnten die acht Deutschen kaum sein. Trotzdem fällt auf, wie herzlich die Begrüßung ausfällt, wenn sie auf dem Platz auf einen anderen Deutschen treffen – fern ab der Heimat.

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Max

Wer wird der nächste David Raum?

Innerhalb einer Saison vom Zweitligaspieler zum Nationalspieler und Leistungsträger in der Bundesliga. Der Transfer von David Raum aus der 2. Liga zur TSG Hoffenheim avancierte zu einer Erfolgsgeschichte. Auch in diesem Transferfenster wagten bisher neun Spieler den Schritt in die deutsche Eliteklasse – mit unterschiedlichen Vorzeichen und Erwartungshaltungen aber einem Ziel: sich in der Bundesliga zu etablieren. (Foto: IMAGO / Nico Herbertz)

Zugegeben, der erste Spieler auf dieser Liste wird wohl eine etwas andere Erwartungshaltung haben und auch die Nationalelf wird er voraussichtlich nicht erreichen. Torhüter Alexander Meyer (31) wechselt aus dem beschaulichen Jahnstadion in Regensburg nach Dortmund und wird dort zukünftig als Ersatztorhüter Gregor Kobel den Rücken freihalten und zusammen mit Marcel Lotka und Luca Unbehaun das Torwartteam beim Vizemeister komplettieren. Meyer, der nach eigener Aussage „kein zweites Mal überlegen“ musste, wird damit für drei starke Jahre im Tor der Regensburger belohnt.

Auch Philipp Hofmann (29) hat das Talentalter hinter sich, doch kommt er mit dem Anspruch auf einen Stammplatz nach Bochum. In den letzten drei Jahren konnte der Stürmer im Dress des KSC überzeugen und wurde schnell zur Lebensversicherung der Badener. Mit seinen Qualitäten im Abschluss sowie der hervorragenden Arbeit mit dem Rücken zum Tor sollte er eine starke Ergänzung für das Team von Thomas Reis darstellen und mit den schnellen Außen bestens harmonieren. Wir Karlsruher werden ihn schmerzlich vermissen.

Mit Tobias Mohr (26) komme ich zum ersten von zwei Neu-Schalkern in dieser Liste. Nach 15 Scorern in 33 Ligaspielen verlässt der Flügelspieler den FC Heidenheim und will in der Bundesliga für Furore sorgen. Sportdirektor Rouven Schröder attestiert ihm „einen richtigen guten linken Fuß, mit dem er jederzeit Gefahr kreieren kann“, sowie „das passende Tempo, um sich die nötigen Freiräume zu schaffen“. Auf dem Flügel, einer der Schwachstellen der Schalker nach der Umstellung auf die Viererkette, dürfte er zu ausreichend Einsätzen kommen, um zu beweisen, dass er die Qualität für die Bundesliga hat.

Überrascht hat mich der ablösefreie Wechsel von Tim Skarke (25) von Darmstadt zu Union Berlin. Der blitzschnelle Flügelspieler kam vergangene Saison verletzungsbedingt nur auf 19 Einsätze für die Lilien, dabei konnte er 5 Tore erzielen. „Mit ihm bekommen wir eine weitere spannende und variable Option für den Flügel dazu“, kommentiert Oliver Ruhnert seinen neuesten Transfer und lässt dabei durchblicken, dass Skarke vor allem zur Verbreiterung des Kaders für die erneut anstehende Doppelbelastung beitrage soll. Doch wenn uns die Eisernen in den vergangenen zwei Jahren eines gelehrt haben ist es, dass man nie einen ablösefreien Transfer von Ruhnert unterschätzen sollte.

Nach den eher gestandenen Akteuren kommen wir nun zu den Talenten, die dem beschriebenen Werdegang von Raum nacheifern werden. Etwas Bundesligaerfahrung kann Linton Maina (22) schon zurückblicken. Der flinke Dribbler kam für Hannover in der Abstiegssaison 18/19 auf 20 Spiele, damals war es eine Überraschung, dass er den Gang in Liga 2 mit antritt. Der erwartete Durchbruch gelang ihm, auch verletzungsbedingt, jedoch nicht. Trotzdem schlug in diesem Sommer der 1. FC Köln zu und holt Maina zum Nulltarif in seine Reihen. Sollte er verletzungsfrei bleiben, traue ich ihm den nächsten Karriereschritt zu. Sein enormes Tempo und das auffällig gute Dribbling verleihen der Kölner Offensive ohne Zweifel ein neues, spannendes Element.

Finn Ole Becker (22) hat für den FC St. Pauli bereits 84 Zweitligaspiele absolviert, nun wagt er, wie vor einem Jahr David Raum, den Schritt nach Hoffenheim. Dort trifft der variabel einsetzbare Mittelfeldmann auf starke Konkurrenz, trotzdem sollte er auf ausreichend Einsatzzeiten kommen. Fraglich ist, ob der in den letzten Jahren etwas stagnierende Becker mit dem Wechsel seine Entwicklung vorantreiben kann. Sollte ihm das nicht gelingen, dürfte er sich trotz des unbestrittenen Talents früher in der 2. Liga wieder finden als ihm lieb ist.

Rund 2 Millionen Euro ließ sich der VfL Wolfsburg Rechtsverteidiger Kilian Fischer (21) kosten. Vor einem Jahr erst von Türkgücü München nach Nürnberg gekommen, entwickelte dieser sich schnell zum Stammspieler und U21 Nationalspieler. In Wolfsburg konkurriert er nun mit Kevin Mbabu und dem oft offensiv eingesetzten Ridle Baku um Spielzeit. Der Transfer kommt meiner Meinung nach zwar ein Jahr zu früh, doch da widerspricht mir Sportdirektor Marcel Schäfer, der meint: „Er ist bereit, in der Bundesliga den nächsten Schritt in seiner Karriere zu machen.“ Man darf gespannt sein. Bei einer starken Entwicklung kann ich mir hier eine Blitzkarriere wie die von Raum vorstellen, die rechte Defensivseite ist eine Schwachstelle in der DFB-Elf.

Vergangene Saison noch in der Regionalliga eingesetzt, schaffte Faride Alidou (20) in der Hinrunde den Durchbruch beim HSV. Insgesamt 2 Tore und 7 Vorlagen in 23 Ligaspielen stehen für den U21 Nationalspieler zu Buche, was Eintracht Frankfurt veranlasste, früh zuzuschlagen und ihn ablösefrei an den Main zu holen. Alidous Tempo und Dribbelstärke sollten der Eintracht helfen, noch unberechenbarer zu werden. Zu der Wahrheit gehört auch, dass er nach einer famosen Hinrunde in der Rückserie nur selten seine PS auf die Straße bringen konnte. Doch wie auch Eintrachts Sportvorstand Krösche versichert, wird der Sprinter in Frankfurt die nötige Zeit und Unterstützung erhalten, um sich in der neuen Liga zu etablieren. Von den reinen Anlagen her ist ihm ein weiterhin steiler Aufstieg durchaus zuzutrauen.

Zumindest langfristig traue ich vor allem unserem letzten Spieler den Schritt in die Nationalelf zu. Tom Krauß (20) wird nach zwei herausragenden Zweitligajahren beim Club aus Nürnberg von seinem Stammclub Leipzig an den FC Schalke verliehen – mit anschließender Kaufpflicht im Fall des Klassenerhalts. Auch Krauß ist in der U21 aktiv und überzeugt in der Mittelfeldzentrale mit einer beeindruckenden Athletik. Wenn er nicht gerade dem Gegenspieler den Ball abjagt, ist Krauß auch mit Ball am Fuß sowie im Passspiel nicht zu unterschätzen. So bringt er alles mit, um auch in der Bundesliga eine starke Rolle zu spielen. Daher kommt auch überraschend, dass die Leipziger ihn bereitwillig abgeben. Auch dort hätte ich ihm eine gute Rolle zugetraut doch scheint man eher auf Produkte der Salzburger Jugendarbeit zu vertrauen.

Abschließend lässt sich festhalten, dass die Bundesliga einige neue und spannende Spieler gewinnt, deren Entwicklung wir gespannt beobachten können. Und auch einer der besten Zweitligaspieler der letzten beiden Jahre, Daniel-Kofi Kyereh, steht Berichten zufolge kurz vor einem Wechsel zu Werder Bremen. Berichten wird darüber selbstverständlich Kickfieber.de!

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Max

Im Fokus: Senkrechtstarter Wilfried Gnonto

Fünf Minuten stand Wilfried Gnonto auf dem Platz, da vergoldete der Italiener sein Länderspieldebüt für die Azzurri mit einem mustergültigen Assist. Nicht erst seit dieser beeindruckenden Vorstellung stehen die Interessenten für den 18-jährigen beim FC Zürich Schlange. Wer ist dieser Senkrechtstarter, der auch in Hoffenheim und Freiburg sowie bei Union Berlin auf der Liste stehen soll? (Foto: IMAGO / Action Plus)

Degnand Wilfried Gnonto wurde als Sohn ivorischer Einwanderer am Lago Maggiore geboren. Früh war sein fußballerisches Talent zu erkennen und so schloss er sich noch vor seinem zehnten Geburtstag der Akademie von Inter Mailand an. Der in Italien berüchtigt schwere Übergang in den Profibereich veranlasste ihn, mit gerade mal 16 Jahren den Weltverein in Richtung Zürich zu verlassen.

200.000€ Ausbildungsentschädigung für ein Talent, das bereits mit den Profis von Inter Mailand trainiert und außerdem bei der U17-WM als jüngster Torschütze brillierte? Das war schon aus damaliger Sicht ein Schnäppchen. Heute ist der Tempodribbler eines der gefragtesten Talente Europas – und 10 Millionen Euro wert. Doch was macht ihn so besonders?

Zuerst das Offensichtliche: Gnonto ist schnell, blitzschnell sogar – fragt mal bei Thilo Kehrer nach. Außerdem erkennt man an seiner starken Ballbehandlung die Ausbildung in einer renommierten Akademie. Mit wettbewerbsübergreifend 15 Toren wies er vergangene Saison außerdem eine für sein Alter beindruckende Torgefahr nach. Dabei agierte er zumeist als zweiter Stürmer, auch auf der Außenbahn fühlt er sich heimisch.

Nun das weniger Offensichtliche: für einen 18-jährigen Tempodribbler, der nur 1,70m misst, verfügt er über eine enorme Physis. Mit seinem kompakten Körperbau und seinem niedrigen Schwerpunkt ist er extrem schwer zu Fall zu bringen. So kann er sich auch gegen deutlich größere Gegenspieler durchsetzen. Bei der Sichtung von Videomaterial kam mir gleich dieser Beitrag von Yaya Touré in den Sinn: auch Gnonto weiß sein Hinterteil exzellent einzusetzen!

Natürlich ist auch der Neu-Nationalspieler nicht ohne Fehler. Hin und wieder will er zu viel, sucht das Dribbling anstatt den einfacheren Pass zu wählen. Die so beeindruckende Power, die gegen Deutschland das Stadion mehrfach zum Raunen brachte, kann er noch zu selten über 90 Minuten generieren. Außerdem sollte man Flanken auf ihn tunlichst vermeiden. Doch mit seinen gerade mal 18 Jahren steht Gnonto noch ganz am Anfang seiner Entwicklung, die ich mit Spannung beobachten werde.

Sein neuer Verein darf sich also auf einen Spieler freuen, der den Fans Spaß macht und gegnerische Verteidiger das Fürchten lehrt. Sowohl in einer Doppelspitze, auf den Halbpositionen oder klassisch auf dem Flügel einsetzbar, verleiht er einer Mannschaft sowohl Durchschlagskraft als auch Tempo. Attribute, nach denen man vor allem in Freiburg aktuell explizit sucht. In Berlin würde er im Angriff mit Jamie Leweling und Sheraldo Becker auf zwei vergleichbare Spielertypen treffen. Für die TSG aus Hoffenheim spricht hingegen, dass Gnontos Mentor André Breitenreiter ab nächster Saison dort als Übungsleiter antritt.

Trotzdem bin ich persönlich der Meinung, dass Gnonto perfekt nach Freiburg passen würde. Im schon berühmten ruhigen Umfeld könnte er sich optimal an die neue Herausforderung gewöhnen und aufgrund der Dreifachbelastung viel Spielzeit sammeln. Doch eines muss ich noch festhalten: Gnonto mag zwar Nationalspieler Italiens sein, doch man darf keinen Spieler vom Format eines Lorenzo Insignes erwarten. Roberto Mancini ist bekannt dafür, auch unbekannteren Talenten die Chance zu geben, sich zu beweisen.

Ein solches war Wilfried Gnonto – bis zur 70. Minute am vergangenen Samstag.

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Max

Bayer Leverkusen: Endlich reif für den Titel?

Seit 1979 ohne Unterbrechung erstklassig, in diesem Jahrhundert nur zwei Mal die Saison auf einem zweistelligen Tabellenplatz beendet: Bayer 04 Leverkusen gehört seit Jahren zu den erfolgreichsten Vereinen Deutschlands, doch trotz fünf Vize-Meisterschaften sucht man im Trophäenschrank der BayArena vergeblich nach einer Meisterschale. Könnte sich das in der kommenden Saison ändern? (Foto: IMAGO / Michael Weber)

Die Saison 21/22 schloss das Team von Gerardo Seoane als Dritter ab, fünf Punkte hinter dem BVB und ganze 13 vom Meister auf München entfernt. Doch während Toptorschütze Haaland (22 Tore in 24 Spielen) die Dortmunder bereits gen Manchester verlassen hat, und Robert Lewandowski (35 Tore in 34 Spielen) offen mit einem Wechsel liebäugelt, kam es in Leverkusen zu einem Paukenschlag. Bayer konnte seinen eigenen Torjäger Patrik Schick (24 Tore in 27 Spielen) trotz einer Vielzahl an Gerüchten langfristig bis 2027 an den Verein binden.

Doch nicht nur die Schwächung der Konkurrenz macht Hoffnung auf die erste Meisterschaft unterm Bayerkreuz.

Trainer Seoane hat es geschafft, die hochveranlagte Truppe zu stabilisieren. Das Spiel ist risikoärmer, kontrollierter als noch unter Peter Bosz, die Durchschlagskraft ging derweil nicht verloren. Da liegt vor allem am Prunkstück des Kaders:

Die Offensive:

In der Sturmspitze hat wie bereits erwähnt Patrik Schick mindestens internationale Klasse nachgewiesen. Neben seiner körperlichen Präsenz und Abschlussstärke zeichnet den Tschechen auch aus, dass er problemlos in das Kombinationsspiel eingebunden werden kann.

Mit Moussa Diaby (22) auf dem Flügel und Florian Wirtz (19) hinter der Spitze brillierten zwei Hochveranlagte in der vergangenen Saison. Mit den schnellen Amine Adli und Paulinho, dem torgefährlichen Sardar Azmoun sowie dem erfahrenen und immer wieder gefährlichen Karim Bellarabi bietet der Kader bereits zahlreiche Optionen.

Außerdem wurde mit dem 19-jährigen Adam Hlozek bereits ein weiteres variabel einsetzbares Talent für die Offensive verpflichtet. Ein weiterer Flügelspieler steht wohl noch auf dem Wunschzettel von Simon Rolfes, der Ukrainer Mykhaylo Mudryk soll hier in der Pole Position sein.

Die Defensive

Soll man einen Kerem Demirbay wirklich zur Defensive zählen? Da er in dieser Saison auf der Doppel-Sechs beheimatet war, lasse ich mich dazu hinreißen. Spielstark und stark bei ruhenden Bällen war er aus der Tiefe oft Taktgeber im Mittelfeld.

Den Rücken hielt ihm dabei der stille Held der Leverkusener frei: Robert Andrich. Im Sommer von Union Berlin verpflichtet, sollte er vor allem für Mentalität und Körperlichkeit sorgen. Doch neben seinen Kernaufgaben, die er mit Bravour erfüllte, stehen vier Tore und drei Vorlagen zu Buche. Nicht umsonst sieht ihn der kicker als den besten defensiven Mittelfeldspieler der Saison.

Da Routinier Charles Aranguiz den Verein verlässt, läuft auch hier noch die Suche nach einer Ergänzung, die mit Exequiel Palacios die Zentrale komplettieren soll.

In der Abwehrkette regiert derweil die Jugend! Die beiden Niederländer Jeremie Frimpong und Mitchell Bakker sind beide erst 21 Jahre alt und beackern die Außenbahnen mit enormem Tempo und Laufbereitschaft. Die Innenverteidiger Piero Hincapie (20), Odilon Kossounou (21) und Edmond Tapsoba (23) sind ebenfalls noch blutjung, ihr Leistungsvermögen konnten sie dennoch schon oft genug nachweisen. Leitwolf der Defensive ist derweil Jonathan Tah, der mit seinen 26 Jahren und über 200 Bundesligaspielen schon als Routinier gelten kann.

Neben Zweikampfstärke zeichnen sich die Defensivakteure Leverkusens auch durch einen erstklassigen Spielaufbau auf. Der meist souveräne Torhüter Lukas Hradecky muss daher auffallend selten den langen Schlag wählen.

Die Probleme

Der Ausfall von Florian Wirtz, der erst zur Rückrunde wieder ins Geschehen eingreifen kann, wiegt trotz der genannten Alternativen schwer. Außerdem ist das Team noch sehr jung und unerfahren. Im Vergleich zum Abomeister Bayern kann man hier einen noch nicht gestillten Erfolgshunger attestieren, jedoch fehlt die Kaltschnäuzigkeit, die Spieler wie Thomas Müler in einen Titelkampf bringen können. Wichtig ist zudem der Verbleib vom umworbenen Moussa Diaby, sein Abgang würde ein kaum zu stopfendes Loch reißen.

Fazit:

Wie eingangs erwähnt, könnten die Leverkusener durchaus von einem Straucheln der Konkurrenz profitieren. Doch dazu muss das noch junge Team vom ersten Spieltag an über sich hinauswachsen und darf sich nur wenige Ausrutscher erlauben. Das Potenzial ist vorhanden, doch auch die Konkurrenz schläft nicht.

Trotzdem: Es darf wieder geträumt werden unterm Bayerkreuz.

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Max

Champions League Vorschau, Teil 2: Die besten Quoten

Nach der Champions League ist vor der Champions League. Nachdem wir zwei Monate lang auf die Königsklasse verzichten mussten, beschert uns der Spielplan nun zwei Wochen in Folge hochklassigen, internationalen Fußball. Grund genug, eine neue, aber schon lieb gewonnene Tradition fortzuführen und euch hier auf den bevorstehenden Spieltag vorzubereiten.

Chelsea – Lille

Gleich am Dienstag greift der Titelverteidiger FC Chelsea in die KO-Phase ein und trifft auf den französischen Meister Lille OSC. Zugegebenermaßen ist die Partie bei weitem nicht so prestigeträchtig, wie der Satz glauben lässt. Schließlich findet sich der Club aus dem Norden Frankreichs in dieser Saison im Mittelfeld der Ligue 1 wieder und musste unter anderem Niederlagen gegen Brest, Clermont und Lorient einstecken. Star der Mannschaft ist der junge Kanadier Jonathan David, der, zusammen mit Sven Botman, als einer der wenigen die Form der Meistersaison bestätigen konnte und in der Liga schon 12 Tore erzielte.

Auch der FC Chelsea spielt diese Saison nicht wie ein amtierender Champions League Sieger, von 24 Ligaspielen konnten die Blues nur 13 für sich entscheiden. Trotzdem rangiert man hinter Manchester City und Liverpool auf dem dritten Platz und kann sich seit vergangenem Samstag als Club-Weltmeister bezeichnen.

Klarer Favorit in dieser Begegnung ist der FC Chelsea, da bin ich mit den Buchmachern auf einer Wellenlänge. Bei einer Quote von 1,32 ist eine Wette auf einen Sieg der Gastgeber wenig lohnenswert, die Mutigen unter euch bekommen bei Bwin auf einen Sieg von Chelsea mit Handicap eine Quote von 1,87. Mein persönlicher Tipp ist, dass sich die Minimalisten aus London treu bleiben und unter 2,5 Tore fallen. Bwin gibt euch darauf eine Quote von 2,10.

🔎 Quotenvergleich
bet365TipicoBwin

FC Chelsea London

1.33

1.301.32

Remis

5.25

5.405.25

LOSC Lille

9.50

10.00

9.50

Achtung: Alle Angaben ohne Gewähr. Schließlich ändern sich Wettquoten regelmäßig, weshalb wir nicht für die Richtigkeit garantieren können.

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Villareal – Juventus

Der Dienstag scheint der Tag der schwächelnden Teams zu sein. Die addierten Tabellenpositionen aller vier aktiver Teams ergibt immerhin 24 – am vergangenen Mittwoch lag dieser Wert gerade mal bei 5. Bei Villareal hängt vieles an der Genesung des Stürmerstars Gerard Moreno, dessen Einsatz noch auf der Kippe steht. Die Turiner hingegen verfügen über genügend individuelle Klasse, doch Trainer Allegri schafft es noch nicht, die PS auch konstant auf die Straße zu bringen.

Diese Begegnung ist eine der wenigen, bei der auf beide Teams ziemlich hohe Quoten angeboten werden. Ich persönlich würde in diesem Fall die Gäste bevorzugen, der Mix aus individueller Klasse und internationaler Erfahrung sollten Juventus die drei Punkte und euch bei Tipico eine Quote von 3,00 sichern. Noch risikoreicher, jedoch auch lohnenswerter, ist der Tipp auf den Sieger der statistisch torärmeren ersten Halbzeit. Hier gibt es bei Tipico eine Quote von 3,70.

🔎 Quotenvergleich
bet365TipicoBwin

FC Villarreal

2.45

2.502.45

Remis

3.25

3.203.30

Juventus Turin

3.00

3.00

2.85

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Atletico Madrid – Manchester United

Der Spieltag bleibt sich treu, auch diese beiden Giganten haben in dieser Saison ihre Probleme. Während sich die Red Devils bereits von Trainer Ole Gunnar Solskjaer trennten, für den nun Ralf Rangnick auf dem Chefsessel Platz nimmt, sitzt Diego Simeone weiterhin fest im Sattel. Doch das Aushängeschild der Madrilenen, die einst so bombensichere Defensive, schwächelt mit 34 Gegentoren in 24 Ligaspielen – nur sechs Teams ließen mehr zu.

Auch in Manchester ist man, trotz eines schmeichelhaften vierten Platzes, nicht zufrieden. Neben sportlichen Misserfolgen sorgen dafür immer neue Gerüchte über Konflikte innerhalb der Mannschaft bei. Auch der jüngste Skandal um Mason Greenwood trägt dazu bei, dass im Old Trafford keine Ruhe einkehrt. Doch nachdem Cristiano Ronaldo gegen Brighton seine (für Ronaldos Verhältnisse) lange Torflaute beenden konnte, weht wieder etwas Aufbruchsstimmung durch die Katakomben.

Ich erwarte ein ereignisarmes Spiel zweier verunsicherter Teams. Eine Prognose für das Hinspiel zu treffen fällt mir schwer, jedoch lockt die Quote von 3,10, die bet365 für einen Sieg von United anbietet. Außerdem würde es mich nicht überraschen, wenn wir eine torlose erste Halbzeit erleben, die Quote dafür beträgt bei bet365 2,62.

🔎 Quotenvergleich
bet365TipicoBwin

Atletico Madrid

2.37

2.402.35

Remis

3.25

3.203.20

Manchester United

3.10

3.10

3.20

Achtung: Alle Angaben ohne Gewähr. Schließlich ändern sich Wettquoten regelmäßig, weshalb wir nicht für die Richtigkeit garantieren können.

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Benfica – Ajax

Die letzte Partie ist zugleich mein heimlicher Favorit an diesem Spieltag. Zwei Teams, die man nicht jede Woche spielen sieht, gespickt mit Talenten und alten Bekannten aus der Bundesliga sowie der internationalen Elite.

Die Portugiesen rangieren aktuell in der Liga auf einem enttäuschenden dritten Platz, zehn Punkte hinter Spitzenreiter Porto. Aus Deutschland kennt man den ehemaligen Dortmunder Julian Weigl, Stammspieler im Mittelfeld, sowie Valentino Lazaro und den gebürtigen Stuttgarter Odysseas Vlachodimos. In der Innenverteidigung stehen die erfahrenen Haudegen Otamendi und Vertonghen ihren Mann, für Torgefahr sorgen vor allem Rafa Silva über außen und der umworbene Darwin Nunez in der Spitze.

Ajax hingegen führt die Eredivisie derweil mit fünf Punkten Vorsprung auf PSV Eindhoven an. Sebastien Haller, ein Teil der Frankfurter Büffelherde, führt die Torjägerliste der Champions League mit zehn Treffern an, auch in der Liga liegt er mit 16 Toren an der Spitze. Davy Klaassen, mit Bremen vor einem Jahr abgestiegen, dürfte für die Niederländer starten, genau wie Vorlagenkönig Dusan Tadic. Ajax produziert seit Jahrzehnten Talente für ganz Europa und auch die dürfen in diesem Artikel nicht fehlen: der Brasilianer Anthony steht bereits bei den Topclubs auf der Liste, auch der erst 20 Jahre alte Defensivmann Jurrien Timber hat eine große Zukunft vor sich.

Die Niederländer sind mit einer Quote von 1,80 bei Tipico der klare Favorit und da gehe ich auch mit. Doch die Quote von 2,00, die Tipico für 1X anbietet gilt es trotzdem nicht zu ignorieren, schließlich kann ein Champions League Spiel im heimischen Estadio da Luz den Adlern einen besonderen Push verleihen.

🔎 Quotenvergleich
bet365TipicoBwin

Benfica Lissabon

4.20

4.304.20

Remis

3.80

3.803.60

Ajax Amsterdam

1.80

1.80

1.83

Achtung: Alle Angaben ohne Gewähr. Schließlich ändern sich Wettquoten regelmäßig, weshalb wir nicht für die Richtigkeit garantieren können.

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Trotz meiner Prognosen besitze ich keine Kristallkugel und freue mich deswegen auch darauf, vier heiß umkämpfte Partien zu sehen.

Weiterhin bieten die Wettanbieter verschiedene Boni für für neue Spieler. Tipico verdoppelt die erste Einzahlung bis zu einem Betrag von 100€, bei Bet365 erhaltet ihr bis zu 100€ in Wett-Credits und bei Bwin erhaltet ihr eine Gratiswette bis zu 100€.

Wir wünschen viel Spaß und viel Erfolg bei euren Wetten!

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