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Rayane Bounida - Ajax-Juwel in die Bundesliga?

Rayane Bounida - Ajax-Juwel in die Bundesliga?

Den spanischen Giganten Real Madrid und FC Barcelona wurde bereits Interesse an ihm nachgesagt, schon mit 16 Jahren buhlten Manchester City, PSG und Ajax Amsterdam um ihn. Nun soll Rayane Bounida (20) bei einigen Bundesligisten wie Borussia Mönchengladbach auf dem Wunschzettel stehen. Wir stellen den Techniker vor, der schon bald in der Bundesliga für Aufsehen sorgen könnte. (Bild: IMAGO / Orange Pictures)

Schon als Kind in der Jugend von RSC Anderlecht war Bounidas Weg vorbestimmt, mit seiner überragenden Technik trat er früh in viralen Videos auf. Zu seinem 15. Geburtstag wollte ihn Anderlecht schon mit einem Profivertrag belohnen und sein Juwel fest an sich binden. Doch Bounida und seine Familie zögerten, stellten eine exorbitante Gehaltsforderung von 700.000 € jährlich in den Raum. Zu viel für Anderlecht, das selbst gestandenen Profis teilweise weniger zahlt. So buhlten schon damals die europäischen Topclubs um das Talent. Damals nur knapp über 1,60 m groß und Überlieferungen zufolge nur 48 kg leicht zog es den Offensivmann nach Amsterdam, wo er seinen ersten Profivertrag erhielt. „In sechszehn Jahren Jugendakademie habe ich ein solches Phänomen noch nicht gesehen,“ sagte damals Jean Kindermans, der immerhin Anderlechts renommierte Nachwuchsabteilung leitet.

Für ein so besungenes Talent brauchte Bouani in einer Zeit, in der immer mehr Spieler bereits mit 16 Jahren hochklassig debütieren, danach vergleichsweise lange. Zuerst in der U17 eingesetzt entwickelte er sich jedoch stetig weiter, vor allem auch körperlich, und feierte in der vergangenen Saison nach guten Leistungen für die Zweitvertretung Jong Ajax sein Debüt in der Eredivisie. Zu Beginn der laufenden Saison gehörte er wieder primär zum Kader des Zweitligisten, etablierte sich aber immer mehr in Kader der Amsterdamer. In Abwesenheit des verletzten Veteranen Steven Berghuijs bekleidete er dabei die rechte Flügelposition im klassischen 4-3-3 von Ajax. Nach dessen Genesung rückte Bounida allerdings wieder ins zweite Glied. Durchaus auffällig ist, dass auf der Gegenseite sein Altersgenosse Mika Godts seit nun zwei Jahren gesetzt ist, während "Phänomen" Bounida immer noch dabei ist, sich zu etablieren.

Grund dafür dürfte durchaus sein, dass der technisch überragende Bounida körperlich eher ein Spätentwickler ist und sich noch an den körperlich anspruchsvolleren Profibereich gewöhnen musste und muss. Das gelingt ihm mit mittlerweile fast 1,80 Metern immer besser und so weiß er auch in der niederländischen Beletage immer mehr zu überzeugen. Der gebürtige Belgier, der sich erst kürzlich für die marokkanische Nationalmannschaft entschied, glänzt dabei als ausgewiesener Zocker. Seine Ballführung ist überragend, im Dribbling ist der trickreiche Offensivspieler kaum vom Ball zu trennen. Zusätzlich beweist er eine starke Übersicht, setzt seine Mitspieler auch mit überlegten Seitenwechseln und Steckpässen oft in Szene. Dazu kommt eine eindrucksvolle Beidfüßigkeit, die jeden Verteidiger vor Räsel stellt. Dadurch ist er in der Lage, beide Flügel zu besetzen, wobei seine Stärken als zentraler Spielmacher noch besser zur Geltung kommen könnten. Dafür müsste er allerdings in der Defensivarbeit noch etwas zulegen, auch was den Fleiß angeht.

Über der Zukunft Bounidas schweben aktuell einige Fragezeichen. Bei Ajax steht er noch bis 2028 unter Vertrag, durch den wahrscheinlichen Abgang des mit mehreren internationalen Topclubs in Verbindung gebrachten Godts dürfte eine Planstelle in der Offensive im Sommer frei werden. Ein Verbleib wäre ein logischer Schritt. Doch im Umfeld des Jungstars scheint mal wieder Ungeduld zu herrschen, was jetzt die Bundesligisten auf den Plan rufen soll. Bei der Gladbacher Borussia steht Franck Honorat vor dem Absprung, ein Nachfolger soll gesucht werden. Auf einer der beiden Halbpositionen wäre Bounida definitiv eine Verstärkung, da besteht kein Zweifel. Zentraler als in Amsterdam und mit mehr Freiheiten ausgestattet könnte er auch seine Abschlussstärke und Spielmacherqualitäten zur Geltung bringen. Zusammen mit Hugo Bolin und dem ebenfalls hochveranlagten Wahid Mohya wäre man auf diesen Positionen qualitativ stark besetzt. Für einen festen Transfer dürften den Borussen jedoch die Mittel fehlen, bei einem Abgang von Mika Godts halte ich eine Leihe ebenfalls für unwahrscheinlich. Daher dürfte Bounida eher für finanziell und sportlich andere Kaliber interessant werden.

Gut zu Gesicht stehen würde Bounida auch dem VfB Stuttgart. Dort wird man erneut international spielen, benötigt daher einen relativ breiten Kader. Mit seiner Polyvalenz könnte er im offensiven Mittelfeld der Schwaben sämtliche Positionen bekleiden und den eventuell scheidenden Jamie Leweling ersetzen. Auch in Dortmund wird durch den Abgang von Julian Brandt ein Kaderplatz frei, den ein Spieler wie Rayane Bounida kostengünstiger und mit viel Potenzial ausfüllen kann. Zusammen mit Samuele Inacio könnte er die kreative Zukunft der Borussen prägen.

Aktuell ist zwar von einem Verbleib in Amsterdam auszugehen. Sollte sich der Marokkaner trotzdem für einen Wechsel in die Bundesliga entscheiden, können wir uns auf einen spektakulären Spielmacher freuen, der uns Fans Woche für Woche von den Sitzen reißt.

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