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Edmond Kapllani im Interview: Stürmerlegende und Trainer der Freiburger Frauen

Edmond Kapllani im Interview: Stürmerlegende und Trainer der Freiburger Frauen

Als Spieler war Edmond Kapllani unter anderem für den KSC, Augsburg und den FSV Frankfurt aktiv. Er ist mit 73 Toren der erfolgreichste ausländische Torschütze in der Geschichte der 2. Bundesliga und kann auf 41 Länderspiele für Albanien zurückblicken. Heute ist der 43 Jahre alte Kapllani Cheftrainer der Frauen des SC Freiburg in der Bundesliga. Im Kickfieber Interview spricht er über seine bewegte Karriere, den Schritt in den Trainerjob sowie die aktuelle Saison in Freiburg. (Bild: IMAGO / DeFodi Images)

Edmond, du bist 2004 vom KS Besa in Albanien nach Deutschland gekommen und hast seitdem Bundesliga, 2. Bundesliga, Regionalliga, Oberliga, Bezirksliga und Kreisliga A gespielt. Damit hat wohl kaum jemand in Deutschland das Ligasystem so ausgenutzt. Daher die Frage: In welcher Liga spielt es sich am besten in Deutschland?

Am besten spielt es sich in der Bundesliga, das ist klar, aber 2. Liga war schon auch interessant. Da gibt es viel Schlagabtausch, viele Spiele in denen jeder jeden schlagen kann. Vom Niveau her ist die Bundesliga natürlich das höchste Niveau, auch von der Konzentration, von der Intensität, von der Qualität der Spieler, da spielen eben auch die besten Spieler.

Tatsächlich standen wir beide mal zusammen auf dem Bundesligaplatz, am 4. April 2009. Du als Spieler für den KSC, ich als Einkaufkind an der Hand von Sebastian Langkamp.

Echt jetzt?! (Lacht) Das ist cool weil Sebastian ist ein sehr guter Freund von mir, wir haben immer noch sehr engen Austausch miteinander.

Damals beim KSC, auch 2006/2007 mit dem Aufstieg, das war schon eine besondere Zeit oder?

Das war auf jeden Fall eine besondere Zeit, das werde ich auch oft gefragt, das war für mich die beste Zeit. Egal wo ich war gab es gute und schlechte Zeiten, auch in Karlsruhe hatte ich gute und schlechte Zeiten, solche Phasen hast du als Fußballer oder Sportler immer.

Aber 2006/2007 war echt so eine Saison, in der alles gepasst hat. Nicht nur individuell sondern auch als Mannschaft, was wir dann mit dem Aufstieg gekrönt haben. Da wurde ich dann auch als bester Stürmer der Liga gewählt, bei den Toren wurde ich von Giovanni Federico noch überholt aber Giovanni hat auch wirklich eine gute Saison gespielt.

Ein Doppelpack gegen Fürth war das, oder?

Hattrick sogar, ich hatte 17 Tore und er 16 und damit hat er mich dann überholt. Ich konnte nicht spielen, hab mich zwei Wochen davor muskulär verletzt, deswegen habe ich das Spiel von der Tribüne mitverfolgt und die Tore von Federico auch gesehen. Zwei Tore davon waren echt wunderschöne Tore, muss man sagen, eines sogar Tor des Monats.

Danach kamen mit Augsburg und den Leihen nach Koblenz und Paderborn ja eher schwierige Jahre.

Es ist nicht so, dass es mir in Augsburg nicht gefallen hat. Der KSC war meine erste Station in Deutschland, nach Augsburg kommen war dann auch eine ganz neue Welt, eine neue Mannschaft und eine neue Mentalität. Dazu kam dann noch, dass ich nicht viel gespielt habe, immer wieder kleine, muskuläre Verletzungen hatte, weil ich auch das Jahr davor beim KSC wenig gespielt habe.

Ich hätte mir mehr Vertrauen und Unterstützung von dem Trainerteam um Jos Luhukay gewünscht. Die Leihe nach Koblenz war mein Wunsch, das wollte ich unbedingt im Winter um meine Spielzeiten zu bekommen, ich wollte auf dem Platz mehr Minuten. In Koblenz habe ich dann in der Rückrunde alle Spiele mitgemacht und das hat mir auf jeden Fall geholfen, wieder in meine Form zu kommen.

Hattest du dann selbst Gespräche mit Paderborn oder lief das in deiner Abwesenheit zwischen Vereinen und Berater ab?

Auf jeden Fall, ich hatte auch ein Gespräch mit dem Trainer und anderen Verantwortlichen, auch mit meinem Berater. Die Konstellation war so, dass auf jeden Fall Interesse da war aber es war dann eben die Zeit gegen Ende des Transferfensters wo die Abstellungen für die Länderspiele sind. Aber Austausch gab es auf jeden Fall, der Trainer hat mich überzeugt. Die Einigung der Vereine hat dann bis zur letzten Stunde gedauert.

Für mich war das sehr wichtig denn es ist das Wichtigste, auf dem Platz Minuten zu sammeln, mein Können auf den Platz zu bringen und Paderborn hat mir diese Plattform angeboten, deswegen war es für mich klar, dass ich da hin gehe. Nach Paderborn kam ich dann erstmal nach Augsburg zurück, habe nochmal etwas Bundesligaluft geschnuppert obwohl es wenig Minuten waren. Dann kam eben der Schritt nach Frankfurt.

Danach in Frankfurt beim FSV hast du sowas wie deine zweite sportliche Heimat gefunden? Da hast du in drei aufeinanderfolgenden Saisons mit 11 Toren ja richtig geliefert.

Ja das kann man so sagen, in Frankfurt habe ich mich sportlich und privat sehr wohl gefühlt. Ich habe mir im ersten Winter in einem Hallenturnier das Kreuzband angerissen, daran erinnere ich mich noch gut. Wir waren dann fünf Spiele vor Schluss immer zwischen Platz 3 und 4, haben mit Kaiserslautern gekämpft. Wir wurden am Ende 5., Kaiserslautern wurde 3. und hat in der Relegation gegen Hoffenheim verloren. Ansonsten waren das in Frankfurt wirklich tolle Jahre.

Du hast in Frankfurt ja auch mit dem jungen Vincenzo Grifo gespielt, heute Rekordtorschütze bei deinem aktuellen Arbeitgeber SC Freiburg. War damals schon absehbar was für ein Wahnsinnskicker das wird?

Ganz ehrlich, der Junge war auf jeden Fall sehr hungrig in jungen Jahren, er war sehr klar im Kopf, wusste was er haben wollte. Von seiner Qualität war er top, das hat man auch immer wieder im Training gemerkt. Er hat etwas Anlaufzeit gebraucht bei uns in Frankfurt bis er angekommen ist und dann seine Tore und seine Assists gemacht hat, wurde irgendwann auch Stammspieler. Aber man hat schon gesehen, was für ein Spieler er ist und was er erreichen will, deswegen ist das auch keine Überraschung für mich.

Wichtig ist auch, dass er gesund geblieben ist, dass er auch keine große Verletzung hatte. Ich freu mich auf jeden Fall für ihn, wir haben heute auch engen Austausch, wir schreiben uns immer wieder und er ist nicht nur ein guter Spieler sondern auch ein Familienvater mit zwei Kindern. Das passt schon perfekt bei ihm.

Wer war dein stärkster Mitspieler in deiner Karriere?

Ich hatte viele gute Mitspieler, auch dadurch dass ich Nationalmannschaft gespielt habe. Antonio da Silva zum Beispiel, der deutscher Meister geworden ist mit Dortmund und Stuttgart, Tamas Hajnal war auch ein guter Kicker. Dann habe ich mit Erwin Skela oder Lorik Cana bei der Nationalmannschaft gespielt, die auch in der Champions League ihre Karriere gemacht haben. Alexander Iashvilli war auch ein guter Spieler mit seiner Geschwindigkeit, seiner Ballbehandlung und seiner Wendigkeit. Grifo war sicherlich auch einer davon.

Dein nächster Verein war dann der SV Elversberg, ihr habt den Aufstieg in die 3. Liga damals knapp verpasst, heute kämpfen sie erneut um den Aufstieg in die Bundesliga. War eine solche Entwicklung absehbar?

Wenn man es so betrachtet ja, deswegen bin ich den Schritt damals auch bewusst gegangen. Auch wenn es Regionalliga war, war das alles professionell, ich habe keinen Unterschied zwischen Regionalliga und 2. Liga gesehen. Vom Trainerteam und den Trainingsinhalten, wir hatten damals mit Michael Wiesinger einen Trainer der wirklich sehr akribisch gearbeitet hat und uns die Profiinhalte und das Drumherum angeboten hat. Er hat mich damals auch von dem Wechsel überzeugt.

Daher war das zu erwarten, auch durch die Präsidenten, die haben das Stadion gebaut und alles aufgebaut. Natürlich braucht man auch eine Schippe Glück dazu aber sie haben gut gearbeitet und deswegen sind sie jetzt da wo sie sind und ich denke sie werden da auch lange Zeit bleiben. Wir haben auch eine tolle Saison gespielt, waren eigentlich von Anfang bis Ende Erster und haben dann in der Relegation verloren. Das war damals etwas blöd, wir hatten das Pokalfinale zwei Tage vor dem Spiel gegen Unterhaching und haben im Hinspiel dann 3:0 verloren und sind als Meister dann nicht aufgestiegen.

Nach Elversberg ging es für dich nach Spielberg, wo du auch das erste Mal in den Trainerberuf rein geschnuppert hast. War das schon immer der Plan?

Die Zeit in Elversberg habe ich ausgenutzt, auch weil ich da viel verletzt war in der zweiten Saison. Sie wollten den Kader verkleinern, weniger auf erfahrene Spieler setzen und in der Zeit habe ich die B-Lizenz gemacht und dachte mit der aktiven Karriere ist es jetzt auch vorbei. Mein Wunsch war es, zurück nach Karlsruhe zu kommen, dort als Trainer im Nachwuchsleistungszentrum rein zu schnuppern und vielleicht für die zweite Mannschaft zu kicken. Ich habe mich auch fit genug gefühlt für die Oberliga, aber genau in dem Jahr hat der KSC die 2. Mannschaft abgemeldet.

Durch die Kooperation von Karlsruhe mit Spielberg und Gesprächen mit Trainer und Vorstand wurde ich dann überzeugt, dort noch zu kicken und gleichzeitig als Co-Trainer zu arbeiten. Das hat mir gut getan, dann auch zu sehen ob das der richtige Weg ist und meine ersten Einheiten als Trainer selbst zu führen. Nach den zwei Jahren in Spielberg, in der Coronazeit, kam der Punkt an dem ich gesagt habe „Jetzt kann ich nicht mehr spielen“, es war mir dann einfach zu viel. Danach kam das Angebot, als Co-Trainer von Sirus Motekallemi bei der U17 vom KSC einzusteigen, das habe ich natürlich gemacht und es war für mich eine sehr sehr sehr spezielle Zeit. Ich habe dort sehr viel mitgenommen und gemerkt, das ist genau mein Weg, genau wo ich hin will. Die tägliche Arbeit mit Jungs oder jetzt Mädels, ihnen etwas mitzugeben, ihre Entwicklung zu verfolgen und ihnen diese Möglichkeiten zu geben.

Seit Sommer bist du jetzt Cheftrainer beim SC Freiburg, die erste Station als Chef gleich in der Bundesliga. Wie kam es dazu?

Ein guter Freund und Berater von mir, der viel mit dem Frauenfußball zu tun hat, hat mich kontaktiert und gefragt ob ich es mir vorstellen kann. Ich habe gesagt ich muss mal eine Nacht darüber schlafen und wir telefonieren morgen. Morgens früh schickt er mir eine SMS, ich habe zwei Karten fürs Wochenende. So fing die Entwicklung an, wir haben uns das Spiel angeschaut und ich kam mit Bereichsleiterin Birgit Bauer-Schick in Kontakt. In der Zeit habe ich meine Fußballlehrer Lizenz gemacht, war dazu als Experte im albanischen Fernsehen vor Ort.

Freiburg wollte dann noch ein Gespräch mit mir, das mussten wir dann über Teams machen da ich zu der Zeit in meiner Expertenfunktion in Albanien war. Da hieß es dann „Lass uns nochmal treffen“, ich habe mir das ganze Gelände, das Stadion und die Strukturen angeschaut und wir haben uns über unsere Philosophien ausgetauscht. Für mich war dann klar, es ist ein toller Verein, die Strukturen sind da, also würde ich das auch gerne machen. Klar, der Verein hat auch mit anderen Trainern Gespräche geführt und sich dann für mich entschieden was mich sehr freut. Ich freue mich über die Aufgabe und freue mich jeden Tag, da zu sein und den Spielerinnen etwas mitzugeben.

Bei deinem Antritt hast du im Interview gesagt „Fußball ist bei allen immer das Gleiche. Der Unterschied ist, dass die Spielerinnen weiblich sind und die anderen Männer.“ Ein tolles Statement, mich würde nach einem Jahr jetzt interessieren: Hat sich an deiner Perspektive etwas geändert, gibt es Unterschiede die auffallen oder bleibst du dabei?

Ich bleibe dabei, wir trainieren auch nicht anders als bei den Herren, nur die Dosierung ist etwas anders. Bei den Mädels ist die Dosierung etwas weniger, aber was wir auch unter der Woche machen ist nichts anderes als bei den Herren. Wir müssen darauf achten, dass die Mädels immer fit sind unter der Woche und am Wochenende und wegen Verletzungen aufpassen. Die Belastungssteuerung müssen wir etwas mehr im Blick behalten als bei den Herren, vor allem da wir viele junge Spielerinnen haben müssen wir darauf achten, dass wir ihnen die nötigen Trainingseinheiten geben aber sie nicht zu stark belasten.

Nach einem personellen Umbruch und mit einem sehr jungen Team, in Abwesenheit von Laura Benkrath habt ihr keine Spielerin über 30 im Kader, steht ihr aktuell in der Liga auf Platz 7. Seid ihr zufrieden?

Es ist auf jeden Fall ein Ziel des Vereins, die jungen Spielerinnen hier zu entwickeln und mit ihnen den nächsten Schritt zu gehen, aber auch einen Weg zu finden, dass wir tabellarisch gut abschneiden. Als Trainer bin ich da natürlich etwas anspruchsvoller, um das Beste mit den Mädels rauszuholen. Wir sind alle zufrieden aber uns fehlen auch 3-4 Punkte weil wir Spiele, die wir auf unsere Seite hätten ziehen können, nicht gewonnen haben. Dann wurden wir eben in der Bundesliga sofort bestraft.

Aber mit dem Kader den wir haben, mit der Konstellation die du angesprochen hast, sind wir auf jeden Fall zufrieden. Wichtig ist, dass eine Entwicklung zu erkennen ist und das sehe ich. Den Umbruch kennt Freiburg schon seit Jahren, dass Spielerinnen immer wieder zu höheren Vereinen wechseln und wir versuchen entsprechend talentierte Spielerinnen zu verpflichten und sie auf ein anderes Level zu bringen. Deswegen wird es auch über den Sommer hinaus in der gleichen Konstellation weiter gehen, es wird sich nicht viel ändern. Wir müssen schauen, dass wir ein gewisses Gerüst in der Mannschaft aufbauen und weiter entwickeln.

Wir haben ja schon über die jungen Spielerinnen geredet, im Sommer hast du gesagt du musst den Markt und die Branche, also den Frauenfußball, noch näher kennenlernen. Das geht zugegebenermaßen mir und sicher vielen Leserinnen und Lesern ähnlich. Kannst du uns deswegen einige Namen nennen, auf die wir in den nächsten Jahren achten müssen?

Wir haben im Kader wirklich, wenn ich jetzt Namen nennen muss, mit Luca Birkholz (22) eine Spielerin, die jetzt Nationalspielerin wurde in der U23, die enorme Schritte gemacht hat. Wir haben eine Maj Schneider (18), die jetzt zu vielen Einsätzen gekommen ist und die den Durchbruch, aber auch den nächsten Step schaffen kann, nicht nur in die Bundesliga sondern eben auch zu den Topmannschaften. Nicole Ojukwu (20), die sich diese Saison wirklich stark entwickelt hat, sie ist Nationalspielerin von Österreich geworden. Dann gibt es eine Mia-Lena Maas (18) die auch schon Einsätze von Anfang an bekommen hat.

Auch Selina Vobian (23), ihre Qualitäten kennen wir, und Sophie Nachtigall (22), die noch aus Frankfurt eine Verletzung hatte und operiert werden musste. Das sind alles Spielerinnen, die ein großes Talent haben, sie brauchen aber auch Konstanz in ihren Leistungen, um hoch hinaus zu kommen. Diese Konstanz haben sie teilweise noch nicht geschafft, Woche für Woche auf den Platz zu bringen. Wie gesagt, dafür sind wir da, jetzt auch geduldig zu sein mit den Mädels, damit sie diese Konstanz jetzt in die Wochen bringen. Bringen sie das noch rein, wird der nächste Step auf jeden Fall kommen.

Ich habe nachgelesen, Ziel war es auf jeden Fall mehr Tore zu schießen als letztes Jahr. Nach 22 Spielen steht ihr aktuell bei einem Tor mehr als letzte Saison.

Ja?! Das war auf jeden Fall das Ziel, wir hatten auch die Möglichkeiten. Wir hatten jetzt auch jedes Spiel 2-3 große Chancen, auch gegen Wolfsburg und Bayern. Wir hatten auch gegen Bayern die Möglichkeit etwas mitzunehmen aber kleine Fehler werden sofort bestraft. Wir sind aber auf einem guten Weg, haben uns in der Rückrunde auch stabilisiert und den Gegnern nicht so viele Chancen geboten. Dafür sind wir im letzten Drittel nicht effektiv genug, haben auch zu viele Chance liegen gelassen.

Für was für einen Fußball steht der Trainer Kapllani?

Es heißt immer, als Stürmer will man offensiv spielen aber man braucht so oder so ein ausgewogenes Spiel. Dann kommt es auch einfach darauf an, gegen wen du spielst. Meine Philosophie ist es auf jeden Fall, das Spiel so oft es geht in das letzte Drittel zu bringen, auf Chancen zu kommen und dort muss man dann einfach mal eiskalt sein und die Tore auch machen. So kommst du als Einzelspieler, aber auch als Team weiter. Das ist auf jeden Fall meine Idee, sich selbst so immer die Möglichkeit zu geben, an Chancen zu kommen um die Box und dort dann zielstrebig zu sein.

Das haben wir jetzt auch Woche für Woche geschafft und es ist auch ein Verdienst der Mädels, dass sie das umsetzen. Wir sind auf jeden Fall zumindest auf dem Weg, das richtig umzusetzen. Im Grundsatz ist Fußball auf jeden Fall ein Sport, der auch eine gewisse Attraktivität bieten soll und das bieten wir jetzt auch in vielen Spielen. Jetzt gilt es noch, einige Fehler, mit denen wir den Gegnern Chancen geben abzuschalten, noch mehr in die Torraumszenen zu kommen, dann sind wir auf jeden Fall noch stabiler.

Welcher Trainer hat dich in deinem Stil am meisten inspiriert?

Von allen ein bisschen. Du kannst dich als Trainer heutzutage nicht auf eine Sache festlegen. Es ist auch abhängig davon, welche Mannschaft du hast und du versuchst deine Philosophie mit der Mannschaft voran zu bringen. Wie gesagt, ich schaue mir sehr gerne sehr viel von anderen Trainern an, ich nehme das an, was für mich in dem Moment hilfreich erscheint für mich und die Mannschaft. Ich versuche auf jeden Fall, das auf den Platz zu bringen, was für die Mädels auch umsetzbar ist. Ich brauche kein Spielsystem reinbringen, das zu den Mädels nicht passt. Diese Balance muss ich immer finden.

Abschließend natürlich noch die Frage: Welche Ziele hast du noch für deine Trainerkarriere? In Karlsruhe wäre ja zum Beispiel ab Sommer eine Stelle frei.

(Lacht) Da kommen erstmal andere Trainer in Frage, die auch mehr Erfahrung haben als ich, auch im Herrenbereich. Für mich ist das hier und jetzt wichtig, bei meiner ersten Station hier in Freiburg. Der Verein weiß was er an mir hat, ich weiß genau was ich am Verein habe. Deswegen versuche ich, hier mein Bestes zu geben, mein Herzblut reinzustecken und einfach von Woche zu Woche, von Tag zu Tag die Mannschaft und mich persönlich zu entwickeln und zu verbessern. Mein Ziel ist es, als Trainer dieselbe Leidenschaft für den Fußball zu haben wie ich sie schon als Spieler hatte. Wie weit ich es schaffe weiß niemand, aber ich versuche mein Wissen Woche für Woche auf den Platz zu bringen und es der Mannschaft an die Hand zu geben.

Vielen Dank an Edmond Kapllani und den SC Freiburg für dieses Interview!

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