Michael

FM23: Wir brechen alle Rekorde

FM23: Die Saison 2024/25 könnte alle Rekorde brechen. In Slowenien und der Slowakei befindet sich die Fußballbegeisterung auf dem Höhepunkt. Deutlich mehr Vereine als üblich kämpfen aus diesen beiden Nationen um die Teilnahme am internationalen Wettbewerb – und dieser hat sich mit der UEFA-Reform deutlich verändert. Künftig werden die Teams nicht mehr in mehrere Gruppen unterteilt, sondern spielen das Weiterkommen in einer großen Liga aus.

Streda kämpft um die Champions League

Die neue Saison ist noch gar nicht alt und schon könnte Dunajska Streda alle Vereinsrekorde brechen. Der amtierende Meister aus der Slowakei hat sich für die Playoffs der Champions League qualifiziert. Nach Siegen über Flora Tallinn, FCSB Bukarest und Sheriff Tiraspol ist die Teilnahme an der Europa League sicher – und die Champions League möglich. Doch das Playoff-Hinspiel verlief alles andere als erfolgreich. Gegen die Young Boys Bern verlor die Elf von Phil Philicko das Hinspiel in der Schweiz mit 4:1.

Champions League

Trnava steht mit einem Bein in der Europa League

Ebenfalls durch alle Quali-Runden gekämpft hat sich Spartak Trnava. Allerdings musste der letztjährige Dritte der slowakischen Liga Dank des Pokalsiegs auch erst in der 2. Quali-Runde der Europa League eingreifen. Gegen Korona Kielce und SK Dnipro-1 hatte die Elf von Manager Slevin Slevin keine Mühe. In den Playoffs muss nun der FC Midtjylland aus dem Weg geräumt werden. Und nach dem Hinspiel in Dänemark sieht es gut aus. Trnava gewann durch ein Tor in der 96. Spielminute mit 2:1.

Auch Koper träumt jetzt von der Europa League

In Slowenien wird man jetzt vor allem dem amtierenden Meister die Daumen drücken. Der FC Koper hat nämlich noch immer die Chance, sich für die Europa League zu qualifizieren. Zunächst sah es sogar aus, als könne es in diesem Jahr mit der Champions League klappen, als in der ersten Quali-Runde KF Shkëndija Tetovo eliminiert wurde. Doch dann schied man überraschend gegen den irischen Vertretet Shamrock Rovers aus, obwohl das Hinspiel mit 2:0 gewonnen werden konnte. Schließlich rettete sich der FC Koper durch einen Sieg gegen Ferencvaros Budapest in die Playoffs. Dort erkämpften sich die Männer von Lorak Schmorak auswärts ein 1:1 gegen AE Kition Larnakas. Der Traum von der Europa League lebt also weiter.

Europa League

Bratislava pflügt durch die Quali

Slovan Bratislava – im Vorjahr Vizemeister in der Slowakei – musste in diesem Jahr in der Quali zur Conference League antreten. Das Team von Steffen Krauß konnte sich souverän bis in die Playoffs durchspielen. Der FC Besa Pejë, Honvéd Budapest und der FC Vaduz waren bestenfalls Opfer. In den Entscheidungsspielen trifft der Club jetzt auf APOEL Nikosia. Durch den 4:1-Auswärtssieg im Hinspiel sieht es auch hier sehr gut aus.

Triglav steht vor dem Aus

Ebenfalls in den Playoffs zur Conference League stehen zwei Vertreter aus Slowenien. Das mit Abstand schwierigste Los der Runde erwischte ausgerechnet die Überraschungsmannschaft NK Triglav Kranj. Gegen Aston Villa müssen die Männer von Flippi nach der 1:3-Heimspielpleite im Hinspiel wohl die Segel streichen. Zuvor jedoch konnte Triglav bereits mit dem FC Santa Coloma, dem FC Viktoria Pilsen und St. Mirren drei Vereine ausschalten und damit einmal mehr überraschen. Eine Überraschung verwehrt blieb dem slowakischen Vertreter FC ViOn Zlate Moravce. In der 1. Quali-Runde zur Conference League war bereits gegen Dinamo Tiflis Schluss.

Domzale quält sich durch die Runden

Besser sieht es für NK Domzale aus, auch wenn sich der Verein in keiner Runde bislang wirklich sicher sein konnte. Der slowenische Vizemeister setzte sich in der 2. Quali-Runde der Europa League um ein Tor gegen Olympiakos Piräus durch. In der Runde darauf scheiterten die Männer von Vale Slovenscina im Elfmeterschießen überraschend am FC Universitatea Craiova. In den Playoffs zur Conference League sieht es nun allerdings wieder gut aus. Das Hinspiel gewann Domzale Zuhause mit 3:2 gegen Maccabi Tel Aviv.

Conference League

Slowenien: Olimpija steht plötzlich ohne Trainer da

Einen weiteren Trainerwechsel gibt es in Slowenien zu vermelden. Björn Kalcum trat nach etwas mehr als zwei Jahren im Amt zurück. Er führte NK Olimpija Ljubljana in der slowenischen Liga zweimal auf Rang drei. International konnte er seine eigenen Erwartungen jedoch nie erfüllen. So scheiterte sein Team in diesem Jahr an FC Sfintul Gheorghe. Und das, obwohl der Vertreter aus Moldau im Hinspiel dominiert und besiegt wurde. Durch das Einsetzen der B-Elf im Rückspiel riskierte der Trainer viel – und verlor. Nur wenige Tage später erklärte er seinen Rücktritt aus dem Profifußball. Weit davon entfernt ist aktuell Jan Brambo. Der ehemalige Coach von NK Celje führt mit NK Maribor nun die Liga in Slowenien an. Punktgleich hinter ihm liegt der FC Koper, gefolgt von NK Domzale. In akute Abstiegsnot geraten ist die letztjährige Überraschungsmannschaft aus Triglav.

Tabelle Slowenien

Slowakei: Zilina kommt langsam in Fahrt

In der Slowakei ist nach fünf Spieltagen beinahe alles beim Alten. Slovan Bratislava führt die Liga mit fünf Siegen souverän vor Dunajska Streda an. Dritter ist – wie immer – Spartak Trnava. Noch etwas schwer tut sich aktuell Coach Lorc Noctowl bei seinem neuen Club MSK Zilina. Mit sieben Punkten aus fünf Spielen ist der ehemalige Trainer aus Ruzomberok nicht ganz zufrieden. Allerdings spricht die Tendenz eine positive Sprache. Nach zwei Niederlagen zum Auftakt und dann einem Unentschieden, konnten zuletzt zwei Siege eingefahren werden.

Tabelle Slowakei
Teile den Post
Michael

Bundesliga Tipps: Die Wetten zum 18. Spieltag

Bundesliga Wetten: Mit 3 richtigen aus 4 Tipps sind wir unter der Woche in unsere Rubrik der Bundesliga Tipps gestartet. So kann es weitergehen, auch wenn wir uns für den 18. Spieltag nur drei Spiele vornehmen. Wir tippen auf Wolfsburg, Leverkusen und – für viele sicher überraschend – auf Schalke. (Bild: IMAGO / Sven Simon)

Bremen – Wolfsburg Prediction

Ole Werner, der Coach von Werder Bremen, hat unter der Woche gegen Union Berlin alles versucht und rotiert. Nach dem 1:7-Debakel gegen den 1. FC Köln war das auch bitter nötig. Das Problem: Eine Rotation sorgt auch immer für fehlende Uneingespieltheit und meistens auch einen qualitativen Verlust. So überraschte es nicht, dass auch die Partie gegen Union Berlin verloren ging, wenn auch nur mit 1:2.

Der VfL Wolfsburg ist aktuell genau das Gegenteil von Werder Bremen. Die letzten acht Pflichtspiele konnten gewonnen werden, darunter waren Gegner wie Dortmund, Hoffenheim und Freiburg. Seit Wiederaufnahme der Bundesliga gewannen die Wölfe 6:0 und 5:0. Während der WM-Pause scheint man in Wolfsburg einiges richtig gemacht zu haben.

Für Bremen kommen die Wolfsburger zum ungünstigsten Zeitpunkt. Während man ihnen selbst schon beim Einlaufen die Unsicherheit ansehen kann, strotzen die Wolfsburger nur so vor Selbstbewusstsein. In den letzten neun spielen haben die Männer von Niko Kovac pro Spiel immer mindestens zwei Tore geschossen. Ich wüsste nicht, warum es nun ausgerechnet gegen diese Bremer anders laufen soll.

Bremen – Wolfsburg Tipp:
Sieg Wolfsburg (@2,20 bei bwin)

Leverkusen – Dortmund Prediction

Mit fünf Siegen aus den letzten fünf Bundesligaspielen befindet sich Bayer Leverkusen ganz deutlich auf dem Vormarsch. Aber nicht nur die Ergebnisse stimmen, auch das Spielerische hat an Qualität zugelegt. Seit Wiederbeginn der Bundesliga konnte die Werkself in Mönchengladbach (3:2) und gegen Bochum (2:0) gewinnen.

Borussia Dortmund hat ebenfalls beide Spiele im Jahr 2023 für sich entscheiden können. Gegen Augsburg (4:3) und Mainz (2:1) war es allerdings äußerst knapp. Zuvor mussten sie gegen Mönchengladbach (2:4) und Wolfsburg (0:2) deutliche Niederlagen einstecken.

Auch wenn Dortmund den Abwärtstrend stoppen konnte und das Comeback von Sebastian Haller für gute Stimmung sorgt, so wird man das Gefühl nicht los, dass diese Saison für die Borussen nicht gut enden wird. Es hagelt viel zu viele Gegentore. Die Abstimmung in der Defensive stimmt nicht. Und der Spielfluss, der Spielspaß scheint irgendwie nicht gegeben zu sein. Bei Leverkusen ist das blanke Gegenteil der Fall. Seit Xabi Alonso Trainer ist, spielen die Leverkusener Woche für Woche besser. Bedenken wir zusätzlich den Heimvorteil, ist Leverkusen hier für mich der Favorit.

Leverkusen – Dortmund Tipp:
Sieg Leverkusen (@2,45 bei bet365)

Schalke – Köln Prediction

Mit einem 0:3 gegen Frankfurt und einem 1:6 gegen Leipzig ist Schalke 04 in das Jahr 2023 gestartet. Eigentlich muss man wahnsinnig sein, um auch nur einen Cent auf die Königsblauen zu setzen. Die Tabelle spricht eine deutliche Sprache: 9 Punkte nach 17 Spielen.

Beim 1. FC Köln läuft es auch 2023 gut. Nach dem 7:1-Kantersieg gegen Werder Bremen konnte man unter der Woche auch fast die Bayern bezwingen. Erst in der Schlussphase kassierten die Geißböcke den 1:1 Ausgleich zum Endstand.

Trotz der klaren Vorzeichen für den 1. FC Köln glaube ich nicht an einen Auswärtssieg. Nur eines von neun Auswärtsspielen konnten die Kölner in dieser Saison für sich entscheiden. Schalke holt fast alle Punkte Zuhause. Und was dem FC überhaupt nicht liegt, ist die Favoritenrolle – und genau die werden sie hier aber haben. Schalke kann abwarten, kontern und die Defensivschwächen der Kölner nutzen. Ballverluste im Spielaufbau sind nämlich vorprogrammiert und werden am Ende den Ausschlag geben. Gut möglich, dass die Schalker hier sogar gewinnen, aber sicherheitshalber empfehle ich das 1x.

Schalke – Köln Tipp:
Sieg Schalke oder Unentschieden (@1,85 bei Interwetten)

Teile den Post
Michael

Bundesliga Tipps: Die besten Wetten zum 17. Spieltag

Bundesliga Wetten: Endlich … seit dem Wochenende gibt es wieder vernünftigen Fußball zu sehen. Der Ball in der Bundesliga rollt. Und direkt gab es einige Überraschungen. Welche Bundesliga Tipps sind am 17. Spieltag zu empfehlen? Wir machen den Check. (Bild: IMAGO / Manfred Segerer)

Schalke – Leipzig Prediction

Beim FC Schalke 04 gehen so langsam die Lichter aus. Wir haben zwar erst 16 Spieltage hinter uns gebracht, aber davon konnten die Königsblauen lediglich zwei für sich entscheiden. Die Partie am Wochenende gegen Eintracht Frankfurt offenbarte alle Schwächen der Schalker. Offensiv zu harmlos, defensiv zu anfällig. Mit bereits sechs Punkten Rückstand zum rettenden Ufer schwindet so langsam auch der Glaube. Ganz anders sieht es in Leipzig aus. Mit dem 1:1 gegen die Bayern meldet RB weiter Titel-Ambitionen an. Aktuell nur Fünfter, beträgt der Rückstand aber nur sechs Punkte – und die Bayern sind unter anderem durch den Ausfall von Manuel Neuer und die WM in den Beinen geschwächt.

Die Schalker haben die WM-Pause genutzt und fleißig trainiert. Doch die Ergebnisse der Testspiele verheißen nichts gutes. Keine einzige Partie – auch nicht gegen klar unterklassige Gegner – konnte gewonnen werden. Auch wenn Freundschaftsspiele mit Vorsicht zu genießen sind, offenbart dies doch die großen Defizite der Mannschaft. Unter Trainer Reis soll nun alles besser werden, aber das müssen die Spieler erst noch unter Beweis stellen.

Leipzig muss gegen Schalke zwar immer noch ohne Keeper Gulacsi ran und mit Nkunku fehlt der vermutlich beste Spieler im Kader, aber die Schalker wiederum müssen weiterhin auf Polter und Zalazar verzichten. Ich sehe kaum einen Spielverlauf, der den Königsblauen hier in die Karten spielen könnte, außer die Leipziger verlieren früh durch eine Undiszipliniertheit einen ihrer Spieler. Daher: Eine klare Sache für die Gäste!

Schalke – Leipzig Tipp:
Sieg Leipzig AH -1,5 (@2,50 bei Interwetten)

Bayern – Köln Prediction

Der 1. FC Köln is on fire. Mit 7:1 schossen die Geißböcke Werder Bremen am vergangenen Wochenende aus dem Stadion. Sicher war der Sieg verdient, doch das Ergebnis täuscht. Die Kölner profitierten vorwiegend von individuellen Fehlern ihrer Gegner. Diese wird es gegen den FC Bayern in dieser Form natürlich nicht geben. Nachdem die Münchener in Leipzig nicht über ein Unentschieden hinaus kamen, wollen sie nun mit einem Sieg nachlegen. Da kommen die Kölner gerade recht.

Der 1. FC Köln ist eine der Überraschungsmannschaften der Saison. Mit 20 Punkten nach 16 Spielen steht man auf einem überragenden elften Rang. Vor der Saison hätten wohl nicht wenige Experten den FC auf einen Abstiegsplatz getippt. Vor allem Coach Baumgart überzeugt mit seine Art und Weise die Spieler und Fans gleichermaßen mitzunehmen.

Gegen die Bayern wird das aber nicht reichen. Vor allem die Defensive ist viel zu anfällig. Sehen wir vom Spiel gegen Werder Bremen ab, hat Köln in den vergangenen acht Bundesligaspielen siebenmal mindestens zwei Gegentore kassiert. Gegen die Bayern wird es drei, vielleicht sogar mehr Gegentore geben. Das reicht, um den Favoriten hier mit einem deutlichen Handicap anzuspielen.

Bayern – Köln Tipp:
Sieg Bayern AH -2,5 (@2,25 bei Interwetten)

Leverkusen - Bochum Prediction

Eigentlich waren sich alle Experten vor Saisonbeginn einig: Bayer Leverkusen wird eine gute Saison spielen und könnte sogar eine Rolle im Kampf um die Meisterschaft einnehmen. Gekommen ist es bislang anders, doch Trainer Xabi Alonso tut der Mannschaft gut. Er selbst hat unter Top-Trainern gespielt und stets gute Mitspieler gehabt. Dass er eine große Trainerkarriere vor sich haben wird, scheint unausweichlich zu sein.

Doch seine Mannschaft muss ihn erst verstehen. Trotzdem scheint sein System so langsam Früchte zu tragen. Bayer ist auf dem Vormarsch. Seit November verlor das Team kein einziges Pflichtspiel mehr. In der Bundesliga gewann man vier Spiele in Folge, teils gegen sehr gute Gegner. Auch die Testspiele liefen während der WM-Pause sehr gut. In Bochum hingegen weiß man, dass der Abstiegskampf bis zum letzten Spieltag andauern wird. Die Punkte müssen Zuhause geholt werden, nicht in Leverkusen. Das 3:1 gegen Hertha war stark, die Testspiele zuvor nicht. Der Sieg gegen den Hauptstadtclub sollte daher nicht überbewertet werden.

Leverkusen hat die Qualität, um die internationalen Wettbewerbe noch zu erreichen. Bis auf Aranguiz und Schick ist der Kader komplett. Seit Alonso da ist, hat Leverkusen nur gegen die guten Teams gepatzt. Dazu zählt Bochum nicht. Leverkusen wird das Spiel deutlich gewinnen.

Leverkusen – Bochum Tipp:
Sieg Leverkusen AH -1,5 (@2,20 bei Interwetten)

Bremen – Union Berlin Prediciton

Der letzte Tipp auf den 17. Bundesliga-Spieltag geht auf Union Berlin. Das Überraschungsteam liegt nach 16 Spieltagen auf einem beeindruckenden dritten Tabellenplatz. Doch noch immer wird die Truppe von Urs Fischer unterschätzt. Am Wochenende schlug man Hoffenheim souverän. Alle sechs Testspiele während der WM in Katar konnten siegreich gestaltet werden. Die Mannschaft ist topfit und taktisch perfekt eingestellt. Wer daran zweifelt, hat noch kein Spiel von Union gesehen.

Bei Werder Bremen ist die Situation eine ganz andere. Mit 7:1 ging Werder Bremen zuletzt gegen den 1. FC Köln unter. Individuelle Fehler, Abstimmungsschwierigkeiten und der fehlende Spielfluss waren deutlich sichtbar. Das sind genau die Dinge, die eine Mannschaft wie Union Berlin eiskalt ausnutzen wird.

Bremen – Union Berlin Tipp:
Sieg Union Berlin (@2,63 bei bet365)

Teile den Post
Michael

Bundesliga History 2000/01: Als Schalke Deutscher Meister war

Vielen Bundesliga-Fans ist die Saison 2000/01 als größtes und spannendstes Finale aller Zeiten im Gedächtnis. Es war der 19. Mai 2001, als Schalke 04 für vier Minuten Deutscher Meister war. Und am Ende jubelten doch wieder die Bayern. (Bild: IMAGO / Team 2)

Ein episches Finale zwischen Bayern und Schalke

Es gibt viele knappe Entscheidungen im Fußball. Doch was in der Bundesliga-Saison 2000/01 geschah, ging in die Geschichte ein. Sechs verschiedene Tabellenführer gab es im Laufe des Jahres. Als es in die entscheidende Phase ging, war jedoch klar, dass es auf ein Duell zwischen Schalke und Bayern hinauslaufen wird. Am 29. Spieltag übernahm Gelsenkirchen die Tabellenführung. Doch dann lief alles gegen sie. In den letzten Spielminuten des 33. Spieltags erzielte Krassimir Balakov für den VfB Stuttgart das 1:0-Siegtor gegen Schalke. Fast zeitgleich gelingt den Bayern durch Alexander Zickler der 2:1-Siegtreffer gegen Kaiserslautern. Plötzlich ist man in München wieder Tabellenführer. Mit drei Punkten Vorsprung geht der FC Bayern in den letzten Spieltag. Ein Unentschieden gegen den Hamburger SV würde also für die dritte Meisterschaft in Folge reichen.

Andersson trifft Schalke mitten ins Herz

Als am Samstag, den 19. Mai 2001 um 15:30 der letzte Spieltag angepfiffen wurde, glaubte wohl kaum noch jemand an die Meisterschaft des FC Schalke 04. Als die SpVgg Unterhaching im letzten Spiel im Parkstadion Gelsenkirchen dann auch noch mit 2:0 in Führung ging, waren die Meisterträume ausgeträumt. Doch die Königsblauen kamen zurück und sollten die Partie doch noch mit 5:3 gewinnen. Schützenhilfe des Hamburger SV gab es keine – bis zur 90. Spielminute. Sergej Barbarez schraubt sich im Strafraum in die Luft und köpft den 1:0-Führungstreffer. Schalke ist Deutscher Meister. Während die Spieler, Funktionäre und Fans im Parkstadion bereits die erste Meisterschaft der Vereinsgeschichte feiern, wird in Hamburg aber noch gespielt. Mathias Schober – ausgerechnet eine Leihgabe von Schalke – nimmt einen Rückpass unerlaubterweise mit der Hand auf. Es gibt indirekten Freistoß für die Bayern. Oliver Kahn will schießen, doch Kapitän Stefan Effenberg bestimmt Patrick Andersson als Schützen. Der Schwede läuft an – und trifft mitten ins Schalker Herz. Mit seinem ersten und einzigen Tor für den FC Bayern sorgt er für die Ekstase in Hamburg und für große Trauer in Gelsenkirchen. Manager Rudi Assauer hat den Glauben an den Fußballgott verloren.

„Ab heute glaube ich nicht mehr an den Fußballgott.“

Bayern gewinnt auch die Champions League

Fragt man Bayern-Fans, welche Saison für sie die schönste war, antworten viele mit 2000/01. Nicht nur, weil die spannendste Meisterschaft erfolgreich eingefahren wurde und zum dritten Mal in Folge die Schale gen Himmel gestreckt werden konnte. Vor allem, weil nur wenige Tage später auch der lang ersehnte Henkeltopf an München ging. Im Finale der Champions League konnten sich die Bayern im Elfmeterschießen gegen Valencia durchsetzen. Man of the Match war diesmal aber nicht Patrick Andersson. Der Schwede verschoss seinen Elfmeter und wäre fast zur tragischen Figur geworden. Doch Oliver Kahn rettet seine Bayern mit drei teils sensationell gehaltenen Elfmetern. Nach 25 Jahren geht damit der wichtigste Pokal im Vereinsfußball wieder an den FC Bayern.

Schalke tröstet sich mit dem DFB-Pokal

Und auch in Gelsenkirchen gab es in der Saison 2000/01 dann doch noch Grund zur Freude. Der FC Schalke 04 gewann das DFB-Pokalfinale gegen Union Berlin dank zweier Tore von Jörg Böhme souverän mit 2:0. Der FC Bayern schied bereits in der 2. Runde im Elfmeterschießen gegen den 1. FC Magdeburg aus. Schalke marschierte gegen den TSV 1896 Rain, den FC St. Pauli, Borussia Dortmund, den 1. FC Magdeburg und den VfB Stuttgart ins Finale. Dort ließen sie dem Regionalligisten aus der Hauptstadt schließlich keine Chance. Aus der Bundesliga abgestiegen sind in dieser Saison der VfL Bochum, Eintracht Frankfurt und die SpVgg Unterhaching.

Teile den Post
Michael

FM23: Meistertitel, Pokalsiege & Entlassungen

FM23: Das Ende der Saison 2023/24 hatte es in sich. Während der FC Koper in Slowenien und Dunajska Streda in der Slowakei den Gewinn der Meisterschaft feiern, freuen sich der NK Domzale und Spartak Trnava über den Pokalsieg. Die Vereine NK Maribor, NK Triglav Kranj und MSK Zilina stellen zur kommenden Saison neue Manager vor.

Slowakei: Streda entthront Bratislava

Mission Titelverteidigung fehlgeschlagen: Slovan Bratislava konnte seinen Erfolg aus dem Vorjahr nicht wiederholen. Der Hauptstadtclub aus der Slowakei unterlag im Saisonfinale dann doch Dunajska Streda. Mit zwei Punkten Rückstand musste sich Steffen Krauß seinem Kontrahenten Phil Philicko geschlagen geben. Ein tragisches Ende nahm die Saison für Spartak Trnava. War man über 20 Spieltage lang Tabellenführer, beenden die Männer von Slevin Slevin letztendlich doch wieder nur den dritten Rang. Immerhin darf sich Trnava über den Pokalsieg freuen. Im Finale konnte die Konkurrenz vom MSK Zilina dank zweier Tore von Roman Prochazka und einem Treffer von Bartol Barisic mit 3:1 bezwungen werden. Slevin Slevin zeigt sich dementsprechend versöhnlich.

„Es war abzusehen, dass die beiden Topteams am Ende dann doch den längeren Atem haben werden. Wir können trotzdem stolz auf unsere Leistung sein. In allen drei Wettbewerben haben wir das Maximum herausgeholt.“
Tabelle Slowakei

Slowenien: Koper verteidigt den Titel

Mission Titelverteidigung erfolgreich: Der FC Koper hat auch in diesem Jahr den Meistertitel perfekt gemacht. In einem äußerst spannenden Meisterkampf konnte sich Manager Lorak Schmorak erneut gegen seine Kontrahenten durchsetzen. Mit vier Punkten vor dem NK Domzale und neun Punkten vor Olimpija Ljubljana sorgt er bei Vale Slovenscina und Björn Kalcum für lange Gesichter. In Domzale kann man sich immerhin mit dem Pokalsieg trösten. Olimpija hingegen wird das Saisonende so schnell wie möglich vergessen wollen. Lange an der Tabellenspitze stehend, war man Ende April/Anfang Mai über fünf Spiele hinweg ohne Sieg.

Tabelle Slowenien

Das Trainerkarussell dreht sich

Während Freud und Leid an der Tabellenspitze nah beieinander liegen, machen sich dahinter einige Manager sorgen um ihre Zukunft. Philip Römer wurde nach seiner Entlassung bei NS Mura vor eineinhalb Jahren nun auch von NK Maribor vor die Tür gesetzt. Er übernimmt in der kommenden Saison die Geschicke des Überraschungsteams NK Triglav Kranj. Maribor sichert sich dafür die Dienste von Jan Brambo, der bei NK Celje selbst den Job hinschmiss. Und auch in der Slowakei gibt es einen Wechsel zu vermelden. Lord Noctowl steigt vom MFK Ruzomberok zum MSK Zilina auf. Auch dort wird er zwar in der kommenden Saison nicht international spielen. Dafür stehen ihm hier aber deutlich attraktivere Möglichkeiten zur Verfügung.

5 Jahreswertung24
Teile den Post
Michael

Bundesliga History 1999/2000: Unterhaching rettet München

Im Jahr 2000 stand Bayer Leverkusen kurz vor der ersten Deutschen Meisterschaft. Einen Spieltag vor Schluss war die Sachlage klar: Ein Unentschieden gegen die Spielvereinigung Unterhaching reicht – und man feiert den ersten Meistertitel. Doch am Ende jubeln wieder die Bayern ... (Bild: IMAGO / Sven Simon)

Unterhaching schenkt Bayern den Titel

Es ist nichts ungewöhnliches, dass die DFB-Vertreter am Ende einer Bundesligasaison mit der Meisterschale Richtung München aufbrechen. Diesmal jedoch sollten sie in Unterhaching Halt machen. Denn die Spielvereinigung empfing am 34. Spieltag Bayer Leverkusen. Mit drei Punkten Vorsprung lag die Werkself an der Tabellenspitze und galt auf Grund des recht einfachen Gegners als Deutscher Meister schon fast fest. Doch es sollte anders kommen. Denn Unterhaching ließ seinen Worten Taten folgen, sie wollen die Münchener doch noch zum Deutschen Meister machen. Während die Bayern im Olympiastadion mit Werder Bremen keine Mühe hatten und souverän 3:1 gewannen, stolperten die Leverkusener tatsächlich in Unterhaching. Ein Unentschieden hätte gereicht, doch ein Eigentor von Michael Ballack und das 2:0 von Markus Oberleitner sollten das Leverkusener Schicksal besiegeln. Am Ende jubeln doch wieder die Bayern.

1860 München mit einer letzten guten Saison

Grund zu Jubeln hatten aber nicht nur die Bayern wegen des Titelgewinns und Unterhaching wegen des Klassenerhalts. Auch der Rivale 1860 bot seinen Fans letztmals in der bisherigen Vereinsgeschichte einen Grund zu feiern. Die Löwen beendeten die Saison nach einem großen Umbruch sensationell auf Rang vier. Damit qualifizierte sich 1860 München für die Qualifikation zur Champions League. Es sollte der letzte große Erfolg des Vereins sein. In den Folgejahren sollte es stark bergab gehen, bis hin zum Abstieg in die vierte Liga.

Dortmund & Schalke im Abstiegskampf

Während die Löwen aus München wohl alle überraschen konnten, enttäuschten zwei Vereine aus dem Westen umso mehr. Borussia Dortmund und Schalke 04 durften im Kampf um die internationalen Wettbewerbe kein Wörtchen mitreden. Im Gegenteil: Bis zum Schluss mussten die beiden zuletzt erfolgsverwöhnten Teams um den Klassenerhalt bangen. Letztendlich laufen Dortmund auf der elf und Schalke auf der 13 ein. Vor erst zwei Jahren gewannen beide noch die internationalen Titel – Champions League und Uefa Cup. Im kommenden Jahr jedoch dürfen die beiden nicht einmal mehr mitspielen. Immerhin konnte der Supergau – der Abstieg – verhindert werden. Erwischt hat es den MSV Duisburg, Arminia Bielefeld und den SSV Ulm.

Vier Platzverweise und der Abstieg für den SSV Ulm

Die Freude war groß, als der SSV Ulm im Vorjahr völlig überraschend den Aufstieg in die Bundesliga klarmachen konnte. Doch nach nur einem Jahr sollte Schluss sein. Die Spatzen stiegen als Tabellen-16. ab. Aber nicht deshalb sollten sie in Erinnerung bleiben. Vielmehr, weil sie in einer Partie – nämlich gegen Hansa Rostock – gleich vier Platzverweise kassieren sollten. Im Übrigen war der SSV Ulm zuvor direkt von Liga drei in Liga eins durchmarschiert. Unter Regie von Ralf Rangnick spielten die Spatzen einen äußerst attraktiven Fußball. Der Fußballlehrer selbst jedoch verabschiedete sich nach dem Aufstieg Richtung Stuttgart.

Teile den Post