Borussia Dortmund unter Druck – Zukunftsweisender Sommer für Sebastian Kehl?
Borussia Dortmund galt viele Jahre als das Aushängeschild des deutschen Fußballs nach dem FC Bayern München. International misst man sich sportlich immer noch mit den größten Klubs der Welt, doch national ist der Glanz vergangener Zeiten eher Geschichte. Statt Meisterschaftskampf heißt es nun vermehrt Kampf um die Champions-League-Qualifikation. Die Gründe dafür sind vielschichtig, einer davon ist allerdings ganz sicher die Transferstrategie der letzen Jahre und damit die Arbeit von Zorc-Nachfolger Sebastian Kehl. Schon jetzt steht der BVB-Sportdirektor unter massivem Druck. (Bild: IMAGO / DeFodi Images)
In Dortmund brodelt es, allerdings derzeit kaum in der Gerüchteküche und aus dem Verein dringt derzeit ebenso wenig nach außen. Stattdessen sind es Fans, Experten und externe Analysten, die einmal mehr Sorge um die sportliche Zukunft des Klubs haben. Der Grund liegt auf der Hand, denn einmal mehr scheinen der zugegebenermaßen starke Saisonendspurt und die Qualifikation für die Champions League über die erneut schwache Saison der Borussen getäuscht zu haben. Man bekommt erneut den Eindruck, dass die sportliche Führung sich davon erneut blenden und einmal mehr elementare Analysefähigkeiten sowie Selbstkritik vermissen lässt.
Bereits kurz nach dem geglückten Saisonfinale in der Bundesliga deuteten Kehl und Ricken mehr als nur an, dass man nicht mit einem weiteren großen Umbruch bei den Borussen rechnen solle. „Fünf oder sechs Top-Transfers" schloss Sebastian Kehl kategorisch aus und auch Ricken merkte an, dass man keine dreistellige Millionensumme in die Hand nehmen könne, dafür würde dem BVB ein milliardenschwerer Geldgeber fehlen. Man wollte den Kader stattdessen punktuell verstärken.
Doch die vergangenen zwei Jahre sollten eigentlich gezeigt haben, dass es dringend weiter Veränderungen benötigt. Eine Vielzahl an Spielern hat mittelfristig nicht das gewünschte Niveau und zeigt nun bereits seit geraumer Zeit inkonstante Leistungen. Das in Dortmund gerne aufgemachte Geldthema erscheint jedoch einmal mehr die gerne getätigt Ausrede zu sein und sendet an die Fans lediglich ein Zeichen der Ambitionslosigkeit, die sich scheinbar sogar bereits auf Niko Kovac übertragen hat.
🗣️| Niko Kovač über den Einzug ins CWC-Viertelfinale: „Dadurch, dass wir die Gruppenphase überstanden haben, haben wir bereits überperformt. Nun gegen den größten Verein der Welt zu spielen, ist ein schöner Bonus.“ #BVB
— BVB Newsflash (@bvbnewsflash) July 2, 2025
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Kader braucht erneut deutliche Veränderungen
Die Aussagen der BVB-Verantwortlichen lassen vermuten, dass der Kader größtenteils unverändert bleiben wird. Das wäre allerdings verheerend, denn große Teil des aktuellen Kaders sind entweder überbezahlt, bringen nicht die geforderten Leistungen oder passen sogar in beide Kategorien. Spieler wie Emre Can, Salih Özcan, Marcel Sabitzer, Julian Brandt, Giovanni Reyna, Sébastian Haller und auch der zuletzt verbesserte Niklas Süle sollten mittelfristig keine Perspektive mehr in Dortmund besitzen.
Ein solcher Umbruch würde dann nicht nur große Einsparungen bei Gehältern bringen, sondern Fans ein Gefühl der Veränderung und des Aufbruchs geben. Zurück zu den Basics mit jungen, entwicklungsfähigen und mitreißenden Spielern wäre genau das, wonach sich viele Fans seit Jahren sehnen. Doch dafür braucht es den Mut zur Veränderung und eine wirkliche Transferstrategie, die in den letzen Jahren selten zu erkennen war. Stattdessen lässt man sich, wie eingangs erwähnt, gerne von ein paar starken Wochen blenden.
Dabei haben selbst TV-Experten wie Mario Basler längst erkannt, dass sich etwas tun müsste beim BVB. Ein Armutszeugnis, dass man das wohl im Verein weiterhin verkennt.
🗣️| Mario Basler: „Der Last-Minute-Sprung in die Königsklasse übertüncht wieder vieles. Natürlich haben sie in der Bundesliga die letzten acht Spiele gewonnen – super, toll. Aber was war davor? Katastrophenfußball!
— BVB Newsflash (@bvbnewsflash) July 10, 2025
Da muss auf vielen Positionen was passieren in Dortmund.“ #BVB pic.twitter.com/tYjRrrR9FF
Mangelnde Analysefähigkeiten
In den letzten Jahren wurde zudem immer deutlicher, dass vor allem kritische Analysen in Dortmund ein Fremdwort geworden sind. Man bekommt das Gefühl, dass der „Stallgeruch" dafür gesorgt hat, dass niemand seinem Vereinskollegen klare, unmissverständliche und vor allem kritische Wort an den Kopf werfen möchte. Und wenn es dann doch mal zu kritischen Analysen gekommen ist, wurde nahezu jedes Mal die falsche Entscheidung getroffen. Ein Wahnsinn, wenn man die Gehälter der BVB-Verantwortlichen bedenkt.
Diese Probleme haben sich natürlich längst auf die Transferaktivitäten ausgeweitet. Seit Jahren mangelt es an einer klaren Linie und Strategie, wie der Verein langfristig erfolgreich sein möchte. Das spiegelt sich in den Trainern und der Mannschaft der letzten Jahre eindrucksvoll wieder. Zudem schaffen es die Verantwortliche nahezu jedes Jahr, den akuten Bedarf im Kader nicht zu erkennen und kritische Meinungen gekonnt zu ignorieren.
Jüngstes Beispiel hierfür ist wohl die Diskussion um einen klaren defensiven Mittelfeldspieler. Der BVB braucht einen Denker und Lenker aus der Zentrale heraus, der das Spiel nach vorne ankurbelt, jedoch insbesondere defensiv auf seinem Posten ist. Der letzte Spieler mit diesen Qualitäten war Axel Witsel und weder Emre Can noch Salih Özcan konnten diese Erwartungen erfüllen. Es ist offenkundig, dass diese Position vakant ist und Felix Nmecha seine Stärken eher eine Position weiter vorn hat, dennoch möchte man solche Diskussionen laut Ricken nicht einmal führen. Trotz des expliziten Wunsches von Kovac nach Verstärkung auf dieser Position.
Borussia Dortmund fehlt ein klassischer Sechser – also ein defensiver Mittelfeldspieler, der absichert. Zwar gibt es Mittelfeldspieler im Kader, aber keiner passt wirklich in diese Rolle. Niko #Kovač drängt intern auf eine Verpflichtung eines Sechsers.
— Lafonate (@LafonateBVB) July 11, 2025
Die Bosse sehen hier… pic.twitter.com/Au26OOxhwH
Unvorbereitet in die Transferperiode
Grundsätzlich wird man bei Borussia Dortmund und insbesondere Sebastian Kehl das Gefühl nicht los, als würde man teilweise fast schon unvorbereitet in die Transferphasen gehen und Schwachstellen nicht richtig analysieren. Die letzten Jahre haben immer wieder aufgezeigt, dass Neuzugänge erst spät zum Team gestoßen sind. Für jeden Trainer ist das natürlich eine Katastrophe, wenn man den Kader nicht frühzeitig beisammen hat und sich einspielen kann. Ebenso wurden oftmals offensichtliche Baustellen erst im Wintertransferfenster geschlossen, was erneut für eine eher schwache Einschätzung des eigenen Kaders spricht.
Auch in diesem Jahr bekommt so mancher Fan bereits wieder ein schlechtes Gefühl. Anfang des Jahres war ein Malen-Abgang bereits seit ein paar Wochen absehbar, trotzdem konnte man keinen Ersatz mehr verpflichten und ließ sich von John Textor und Olympique Lyon vorführen. Ein Ersatz für Malen fehlt indes weiterhin. Dann zeichnete sich über Wochen der Abgang von Jamie Gittens ab, Gedanken bezüglich eines Profils für den Nachfolger machte man sich allerdings Berichten nach erst zuletzt. Wirklich konkret soll es derzeit aber wohl nirgends sein, ein Armutszeugnis.
🗣️Der #BVB prüft derzeit verschiedene finanziell realistische Szenarien, wie auf Gittens' Abgang und Duranvilles Verletzung reagiert werden soll. Konkret ist dies derzeit allerdings nirgends.
— Aro10 (@AroooBVB) July 14, 2025
🗞 @FunkeSport #BVB pic.twitter.com/Fu1tGGMOIf
Verpasste Chancen auf dem Transfermarkt
Diese fehlerhaften oder späten Analysen sowie eine offenbar mangelnde Vorbereitung sorgen dann auf dem Transfermarkt dafür, dass sich offene Türen redensartlich schnell schließen oder geschlossen haben. Ja, bei Rayan Cherki lag die Schuld nicht ausschließlich bei Sebastian Kehl und seinem Team, dennoch dürfte die Cherki-Saga nicht gerade für ein verbessertes Image gesorgt haben. Ebenso scheinen die Verantwortlichen auch bei Johan Bakayoko in die Röhre zu schauen, obwohl der Belgier bestens in die öffentlich geäußerte Transferstrategie gepasst hätte, bezahlbar gewesen wäre und ein Spieler gewesen wäre, auf den sich die Fans jeden Spieltag hätten freuen können.
Die Wahrheit ist schlichtweg, dass Borussia Dortmund bereits seit ein paar Jahren durch mangelnde Analyse vollkommen falsche Prioritäten in der Kaderplanung setzt, Trainer regelmäßig im Regen stehen lässt und andere Vereine den Borussen bereits den Rang abgelaufen haben. Klubs wie Bayer 04 Leverkusen oder Eintracht Frankfurt fischen mittlerweile im gleichen Teich und verfügen darüber hinaus über klare Strategien und mutige Entscheidungsträger. Genau das sucht man beim BVB mittlerweile vergebens.
Der Ruf von Borussia Dortmund als die Top-Adresse für junge Spieler mit großem Potenzial hat mindestens einen Kratzer bekommen und Beobachter des Vereins machen sich auch aufgrund der internen Machtkämpfe und weiterer Probleme absolut berechtigte Sorgen um den Verein.
🚨🚨 EXCL | RB Leipzig are pushing hard for Johan #Bakayoko now!
— Florian Plettenberg (@Plettigoal) July 14, 2025
Understand Leipzig are now in pole position. It’s advanced. As reported, there has not been a full verbal agreement between Leverkusen and Bakayoko so far.@SkySportDE 🇧🇪 pic.twitter.com/AoDNlTywFj
Fazit: Borussia Dortmund sollte schnellstens aufwachen

Borussia Dortmund muss meiner Meinung nach schnellstmöglich seine Sinne schärfen und den Kader sinnvoll umgestalten. Passiert das nicht, droht Borussia Dortmund den Anschluss an andere nationale Vereine womöglich zu verlieren. Die Konkurrenz schläft nicht und macht ihre Hausaufgaben bereits jetzt größtenteils sehr gut, gleichzeitig hat der BVB kommende Saison etwas zu beweisen. Sebastian Kehl und andere Entscheidungsträger sind nun dringend gefordert, ansonsten könnte es sehr schnell auch um ihre eigene Zukunft im Verein gehen.
Gleichzeitig möchte ich betonen, dass es in diesem Artikel lediglich um eine Einordnung der Aktivitäten und Entwicklungen gehen soll. Natürlich hätte ich selbst den einen oder anderen genannten Spieler gerne in Dortmund gesehen, allerdings sollten sie zur Veranschaulichung lediglich stellvertretend für die Probleme in den Transferarbeiten stehen. Als BVB-Fan hoffe ich, sehr dass der Verein rechtzeitig die Kurve bekommt.
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Giannis Konstantelias (21) – Kreativkopf für den VfB Stuttgart?
Giannis Konstantelias ist in Griechenland längst kein Geheimtipp mehr. Der offensive Mittelfeldspieler von PAOK Thessaloniki wird in seiner Heimat gerne als „griechischer Messi“ bezeichnet – ein Label, das der Öffentlichkeit schmeichelt, dem Spieler aber kaum gerecht wird. Denn was Konstantelias wirklich auszeichnet, ist nicht sein Dribbling allein, sondern die Verbindung aus Spielfreude, Spielintelligenz und Raumgefühl. Genau deshalb steht er nun im Fokus eines deutschen Bundesligisten, der aktuell vieles richtig macht: dem VfB Stuttgart. (Bild: IMAGO / ZUMA Press Wire)
In den vergangenen Wochen wurde das Interesse des VfB konkret. Mehrere deutsche Medien berichten übereinstimmend, dass Stuttgart ein erstes Angebot über rund 14 Millionen Euro abgegeben hat. PAOK fordert jedoch eine Summe jenseits der 20-Millionen-Marke – kein Pappenstiel für den VfB, aber womöglich eine Investition mit Weitblick. Der Deal ist noch nicht durch, aber die Richtung ist klar: Stuttgart will Konstantelias. Und der Spieler? Der soll laut übereinstimmenden Berichten Lust auf einen Wechsel in die Bundesliga haben.
Ein Junge aus Volos – mit großem Schritt nach vorn
Konstantelias stammt aus der Hafenstadt Volos, rund 300 Kilometer nordwestlich von Athen. Mit zehn Jahren wechselte er in die renommierte Jugendakademie von PAOK und wurde dort systematisch aufgebaut. Sein Profidebüt gab er mit 17, ehe er Anfang 2022 für ein halbes Jahr an den belgischen Klub KAS Eupen ausgeliehen wurde. Die Zeit in der Jupiler Pro League war zwar sportlich überschaubar, doch sie diente dem Zweck, sich außerhalb des griechischen Mikrokosmos zu behaupten – eine wertvolle Erfahrung für einen Spieler, der den Sprung in eine größere Liga sucht.
Seit seiner Rückkehr nach Thessaloniki ist Konstantelias aus der Startelf von PAOK kaum wegzudenken. In der abgelaufenen Saison 2024/25 sammelte er in 29 Ligaspielen zwar „nur" sieben Treffer, hatte eine Saison zuvor aber maßgeblichen Anteil am Gewinn der Meisterschaft von PAOK. In der Europa League lieferte er ebenfalls ab: zwei Tore und eine Vorlage in neun Einsätzen. Der 21-Jährige ist also nicht nur ein Talent, sondern längst ein Leistungsträger auf internationalem Niveau, der auch in der griechischen A-Nationalmannschaft eine immer größere Rolle spielt.

Spielstil: Zwischen Zehner und linker Halbraumlenker
Konstantelias ist schwer auf eine Position festzulegen. Am wohlsten fühlt er sich als klassischer Spielmacher auf der Zehn, agiert aber oft auch aus dem linken Halbraum. Was ihn besonders macht, ist seine Fähigkeit, Drucksituationen aufzulösen. Kaum ein Spieler seiner Altersklasse in Griechenland verfügt über so eine enge Ballführung, so viel Übersicht und Spielwitz auf engstem Raum. Er ist keiner, der das Spiel mit langen Pässen dirigiert – sondern einer, der es durchbricht, aufzieht und beschleunigt.
Technisch ist er auf einem sehr hohen Niveau. Seine Ballmitnahme ist ein Genuss, seine Richtungswechsel sind so abrupt wie elegant. Immer wieder sieht man ihn mit einem kleinen Haken zwei Gegenspieler aussteigen lassen, bevor er den tödlichen Pass spielt. Dabei ist er beidfüßig, wenngleich der rechte Fuß dominant bleibt. Wenn er von links einrückt, kann er mit dem rechten Fuß diagonal in den Strafraum ziehen oder die Schnittstelle bespielen.
Doch Konstantelias ist nicht nur ein Ästhet – er ist effektiv. Seine Expected-Assists-Werte lagen in der Super League deutlich über dem Durchschnitt, ebenso seine Bälle ins letzte Drittel. Er ist kein Lautsprecher auf dem Platz, aber ein Taktgeber – einer, der ein Spiel an sich reißen kann, wenn man ihn lässt.
🇬🇷 Giannis Konstantelias in the #UECL ✨ pic.twitter.com/y4tcVsmk60
— UEFA Conference League (@Conf_League) March 5, 2025
Wo liegen seine Schwächen?
Natürlich ist Konstantelias kein fertiger Spieler. Besonders in puncto Physis und Defensivarbeit gibt es noch Luft nach oben. In direkten Duellen gegen robuste Sechser – wie sie in der Bundesliga häufiger vorkommen – fehlt ihm manchmal die Resilienz. Auch sein Abschluss ist immer noch ausbaufähig: Zwar kommt er regelmäßig in aussichtsreiche Positionen, doch seine Abschlussqualität schwankt. Er sucht oft die perfekte Lösung, statt frühzeitig abzuziehen.
Defensiv ist er willig, aber nicht konstant mitarbeitend. Im Pressing kann er gut anlaufen, doch gegen den Ball wirkt er mitunter zu verspielt. Seine Körpersprache verrät dann, dass seine Gedanken lieber beim nächsten Offensivmoment sind. Das ist nicht untypisch für kreative Zehner – aber in der intensiven Bundesliga ein Aspekt, der verbessert werden muss.
Was würde er dem VfB geben?
Der VfB Stuttgart hat sich unter Sebastian Hoeneß zu einer der spannendsten Mannschaften der Liga entwickelt. Mit einem aktiven Spielstil, viel Ballbesitz und vertikalen Strukturen hat man nicht nur Ergebnisse geliefert, sondern auch Fußball gespielt, der attraktiv ist. Doch mit dem weiterhin drohenden Abgang von Enzo Millot fehlt womöglich bald eine zentrale Figur: ein Spieler zwischen den Linien, der Verbindung herstellt und das Spiel auf engem Raum belebt. Genau da kommt Konstantelias ins Spiel.
Er wäre kein 1:1-Ersatz für Millot, sondern eine kreative Weiterentwicklung. Während Millot unter anderem durch Dynamik und Läufe in die Tiefe glänzte, käme Konstantelias noch mehr über das Spielerische, über den Moment der Überraschung. Er könnte als Zehner in einem 4-2-3-1 agieren, aber auch im linken Halbraum eines 4-3-3, je nachdem, wie Hoeneß seine Mittelfeldstruktur plant.
In Kombination mit ball- und laufstarken Spielern wie Angelo Stiller oder Atakan Karazor könnte Konstantelias als Freigeist agieren, ohne dass er allein die Last der Spielgestaltung tragen muss. Zudem würde er mit seiner Beidfüßigkeit neue Räume für die Außen öffnen – denn wenn er einrückt, wird Platz für die aufrückenden Außenverteidiger.
📰 VfB Stuttgart is reportedly optimistic about signing Giannis Konstantelias from PAOK within the next 1-2 weeks 🇬🇷🔜✍️🇩🇪❓️#Konstantelias #PAOK #SLGR #Stuttgart #VfB
— Hellas Football (@HellasFooty) July 8, 2025
(@Plettigoal) pic.twitter.com/w4MBd68wlE
Welche Risiken bringt der Transfer?
Die Ablösesumme ist happig. PAOK ruft immerhin knapp 20 Millionen Euro auf – für einen Spieler ohne Erfahrung in den Top-5-Ligen ein durchaus beachtlicher Preis. Der VfB wäre damit an der oberen Grenze seines Transferrahmens. Dazu kommt: Der Schritt von der griechischen Super League in die Bundesliga ist ein großer. Das Tempo ist höher, die Räume kleiner, die Gegenspieler robuster.
Es wäre also ein Transfer mit Ansage. Konstantelias müsste sich anpassen – sportlich, sprachlich, kulturell. Doch der VfB hat gezeigt, dass man ein gutes Umfeld für junge, entwicklungsfähige Spieler bieten kann. Siehe Millot, Stiller, Führich, Leweling oder auch Woltemade. Die Frage ist also nicht, ob Konstantelias grundsätzlich passt – sondern ob man bereit ist, ihm die nötige Zeit und Verantwortung zu geben.
Konstantinos Karetsas (17)
— Football Talent Scout - Jacek Kulig (@FTalentScout) March 25, 2025
Charalampos Kostoulas (17)
Stefanos Tzimas (19)
Konstantinos Koulierakis (21)
Christos Mouzakitis (18)
Giannis Konstantelias (22)
Christos Zafeiris (22)
Konstantinos Tzolakis (22)
Christos Tzolis (23)
Georgios Koutsias (21)
The beginning of something… pic.twitter.com/grSfhnV5gx
Fazit: Mut zur Kreativität

Giannis Konstantelias ist kein Spieler, der auf Anhieb jedes Spiel entscheiden kann und wird. Aber er ist einer, der ein Spiel verändern kann. Mit seinem Spielwitz, seiner Technik und seinem Raumgefühl bringt er etwas mit, das seltener geworden ist im modernen Fußball: die Fähigkeit, in engen Räumen Lösungen zu finden. Er ist kein Sprinter, kein Zerstörer, kein Arbeiter – er ist ein Künstler mitsamt Werkzeugkasten.
Wenn der VfB Stuttgart diesen Transfer durchzieht, zeigt das erneut einen gewissen Mut zur Kreativität. Es wäre eine Investition in einen Spieler, der mittelfristig den Unterschied machen kann – und der, bei guter Entwicklung, sportlich wie wirtschaftlich enorme Rendite bringen könnte. Konstantelias hat das Potenzial, ein neuer Fanliebling zu werden. Nicht laut, nicht protzig – aber intelligent, spielstark und voller Ideen.
Die Bundesliga wäre für ihn ein echter Härtetest. Aber vielleicht auch genau der nächste Schritt, den ein Spieler wie er braucht. Stuttgart wäre der richtige Ort dafür.
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Paul Wanner | Zwischen Campus und Küste – führt sein Weg zu Werder Bremen?
Es ist Sommer, und die Transfergerüchte beginnen wie jedes Jahr zu brodeln. Doch während viele Namen durch die Gazetten rauschen, lohnt sich bei einem Spieler ein genauerer Blick: Paul Wanner, das bayerische Toptalent mit österreichischen Wurzeln, steht nach einer durchwachsenen Saison bei Heidenheim erneut im Schaufenster. Dieses Mal nicht nur als Zukunftshoffnung, sondern als ernstzunehmende Verstärkung für ambitionierte Bundesligisten.
Ganz oben auf der Liste: Werder Bremen. Eine Verbindung, die sportlich wie emotional Sinn ergibt. Doch ist der Schritt von der Isar an die Weser für Wanner der richtige? (Bild: IMAGO / DeFodi Images)
Bei Bremen wird sich durchaus mit einer Leihe von Paul Wanner beschäftigt. Das hat vor allem mit Trainer Horst Steffen zu tun, der Wanner noch aus Elversberg kennt. Spieler und Trainer wissen, dass sie zusammen funktionieren können. Man kennt und schätzt sich. [@DeichStube] pic.twitter.com/CvJU4gUrRE
— FC Bayern News (@iMiaSanMia_GER) July 2, 2025
Vom jüngsten Debütanten zum Hoffnungsträger
Wanner wurde am 23. Dezember 2005 im österreichischen Dornbirn geboren, wuchs aber in Bayern auf – mit deutschem Pass und österreichischer Option. Der FC Bayern sicherte sich früh seine Dienste, als er 2018 vom FV Ravensburg an den Campus wechselte. Dort entwickelte sich der schlaksige Linksfuß rasch zu einem der spannendsten Offensivakteure der Akademie.
Sein Profidebüt für die Bayern? Gerade einmal 16 Jahre und 15 Tage alt war er, als Julian Nagelsmann ihm im Januar 2022 das Vertrauen schenkte. Damit avancierte Wanner zum jüngsten Bundesligaspieler der Vereinsgeschichte – ein Rekord, der Erwartungen mit sich bringt. Viele sahen in ihm den nächsten Musiala. Doch der Weg in München ist lang – und gespickt mit Weltklasse-Konkurrenz.
ℹ Paul #Wanner gibt mit 16 Jahren und 15 Tagen sein #Bundesliga-Debüt und löst @JamalMusiala (17 Jahre, 115 Tage) als jüngsten BL-Spieler des #FCBayern ab. #MiaSanMia pic.twitter.com/hY5S4L5EA7
— FC Bayern München (@FCBayern) January 7, 2022
Nach Kurzeinsätzen in der Bundesliga und Champions League war klar: Wanner braucht Spielzeit. Viel mehr Spielzeit. Und die fand er – zunächst beim Zweitligisten SV Elversberg, wo er unter Horst Steffen aufblühte. 6 Tore, 4 Vorlagen in 28 Spielen, dazu ein Stammplatz und taktische Reife. Die logische Folge: ein weiteres Leihjahr, diesmal in der Bundesliga bei Heidenheim. Und auch dort: direkt eingeschlagen, Startelf, Tore, Präsenz. Zwar ließen er und das Team im Saisonverlauf etwas nach, besonders aufgrund der Dreifachbelastung, doch für seine Entwicklung dennoch eine wertvolle Saison.
So jung und so reif – was Wanner schon mitbringt
Paul Wanner ist ein kreativer Zehner alter Schule, aber in modernem Gewand. Ein Spieler, der den Zwischenraum zwischen Mittelfeld und Sturm nicht nur erkennt, sondern belebt. Einer, der sich nicht zu schade ist, den Ball unter Druck anzunehmen, aufzudrehen, und den tödlichen Pass zu suchen.
Was ihn auszeichnet:
Ein feiner linker Fuß, das sowohl flache Schnittstellenpässe als auch gefühlvolle Chip-Bälle beherrscht.
Hohe Spielintelligenz: Er erkennt, wann er das Spiel verlangsamen, wann er beschleunigen muss. Oft sind es kleine Bewegungen, die ausreichen, um Gegner aus dem Spiel zu nehmen.
Torgefahr aus der Tiefe: Seine Abschlussqualitäten sind bemerkenswert – er kommt regelmäßig zu Abschlüssen, besonders wenn er als Halbraumspieler in den Strafraum zieht.
Beispiele gefällig? Sein Premierentor für Heidenheim – ein wuchtiger Distanzschuss nach Ballgewinn im Mittelfeld – war ein Musterbeispiel für Mut, Technik und Übersicht. Generell zeigte Wanner zu Saisonbeginn eindrucksvoll, was in ihm steckt.
Paul Wanner for Heidenheim in this Season so far.😮💨
— 𝘽𝙚𝙣𝙟𝙞𝙁𝘾𝘽 ¹⁷ (@Official_Benji_) September 6, 2024
pic.twitter.com/FTjPnPNUIs
Räume lesen wie ein Buch
Was Wanner besonders macht, ist seine Fähigkeit, Räume zu besetzen, bevor sie entstehen. Er antizipiert Laufwege, stellt sich in Zwischenlinienzonen auf und fordert aktiv den Ball. Dabei erinnert sein Bewegungsspiel in manchen Sequenzen an einen jungen Kai Havertz – nicht in der Körperlichkeit, aber in der Raumdeutung.
Seine Heatmaps zeigen: Er agiert gerne im linken Halbraum, taucht aber auch auf der Zehn auf oder weicht auf den Flügel aus, um Überzahlsituationen zu schaffen. Diese Flexibilität macht ihn wertvoll – besonders in Systemen, die auf Rotation und vertikales Spiel setzen.

Noch ein Rohdiamant – was ihm (noch) fehlt
So vielversprechend Wanners Gesamtpaket ist – er ist noch kein fertiger Spieler. Vor allem im physischen Bereich muss er zulegen. In direkten Zweikämpfen gegen gestandene Bundesliga-Sechser wie beispielsweise einem Andrich oder Stach geht er oft noch unter.
Auch seine Entscheidungsfindung unter hohem Druck lässt manchmal noch zu wünschen übrig. In engen Räumen nimmt er gerne einen Kontakt zu viel, sucht das Dribbling, wo der Pass einfacher wäre. Typisch Jugendfußballer – aber auf diesem Niveau eine Schwäche, die Spiele entscheiden kann.
Dazu kommt: In der Rückrunde bei Heidenheim wirkte er in Phasen müde, weniger spritzig. Das zeigt: Die Belastung über 34 Spiele auf hohem Niveau plus internationales Geschäft ist für ihn noch Neuland.
Hermann Gerland speaks about Paul Wanner: "If I'd had Paul's talent, I would have played about 100 games for Bayern at 19, his age
— Bayern & Germany (@iMiaSanMia) June 11, 2025
Paul was once in the dressing room at a Bayern first team game. I grabbed him and talked to him about a game against Heidenheim's youth team, which… pic.twitter.com/f6OCX8gejh
Werder Bremen – das richtige Sprungbrett?
Warum also Werder? Ganz einfach: Der Trainer. Horst Steffen, Wanners Förderer aus Elversberg, steht seit diesem Sommer an der Seitenlinie der Grün-Weißen. Die beiden kennen sich, verstehen sich – und Steffen hat bewiesen, dass er Wanner nicht nur einsetzen, sondern weiterentwickeln kann.
Taktisch passt Wanner perfekt in das geplante 4-2-3-1 oder das flexible 4-3-3, das Steffen bevorzugt. Auf der Zehn würde er das kreative Zentrum geben, hinter einem Mittelstürmer wie Ducksch oder eventuell einem neuen, physisch starken Neuner. Alternativ könnte Wanner als linker Achter agieren – ein bisschen wie Götze bei der Eintracht: zwischen Spielmacher und Raumdeuter.
Zudem fehlt es Bremen aktuell an kreativem Punch aus dem Zentrum. Während Romano Schmid eher ein Verbindungsspieler ist und Leonardo Bittencourt an Dynamik eingebüßt hat, könnte Wanner genau das fehlende Glied in der Kette sein – mit jugendlichem Elan, Spielwitz und vertikaler Energie.
Hat Steffen auch schon versucht, Wanner & Asllani zu überzeugen?
— worum.org (@worum_org) July 7, 2025
"Ich glaube: die Jungs, die mich kennen, brauchen keine richtige Überzeugungsarbeit mehr (...)
Sind sicherlich Jungs, die ganz interessant sind, die ich gut finde & mit denen ich eine gute Zusammenarbeit hatte."
Die Leihe mit Fallstrick?
Bremen will Wanner – das steht fest. Doch der Knackpunkt ist die Kaufoption. Während Bayern lieber ein Leihmodell ohne Kaufpflicht bevorzugt, pochen die Hanseaten auf eine Option zum Verbleib. Aus Bremer Sicht logisch: Man möchte kein reiner Ausbildungsverein sein beziehungsweise werden.
Doch genau das könnte den Deal platzen lassen. Denn Wanner selbst hat andere Optionen: Stuttgart, als Europa-League-Teilnehmer, ist im Rennen. Jedoch baggern die Schwaben gleichzeitg am Griechen Giannis Konstantelias von PAOK Saloniki. Auch internationale Adressen wie PSV Eindhoven wurden gehandelt. Wanners Ziel ist klar: Er will sich auf europäischer Bühne beweisen. Und das kann Bremen aktuell (noch) nicht bieten.
New Werder Bremen coach Horst Steffen has spoken to Paul Wanner, with whom he worked in Elversberg, to convince him to move to Bremen. Wanner, however, currently prefers other options and would like to play in Europe. A move to Werder is currently unlikely [@BILD] pic.twitter.com/x1uThavoXe
— Bayern & Germany (@iMiaSanMia) July 3, 2025
Die Gretchenfrage: Spielzeit oder Prestige?
Stuttgart wäre der größere Name, die größere Bühne. Aber auch die härtere Konkurrenz. Mit Spielern wie Stiller, Führich oder Millot ist der Platz auf der Acht oder Zehn hart umkämpft. Zudem wurde mit Noah Darvich erst ein 18-jähriger Zehner verpflichtet und im Kampf um Konstantelias hat man zuletzt Fortschritte gemacht.
In Bremen dagegen: Planstelle frei. Ein Umfeld, das Talente wieder mehr fördern möchte. Ein Trainer, der Wanner vertraut. Und ein Klub, der durch seine Fans, sein Stadion und seine Geschichte reizvoll bleibt – auch ohne Europa.
Der #VfB verpflichtet Noah #Darvich vom FC Barcelona. Der Offensivspieler erhält einen Vertrag bis 2029.
— VfB Stuttgart | Pokalsieger 2025 (@VfB) July 1, 2025
🗞️ Zur Meldung: https://t.co/uASOgVCwBd#VfB #Darvich2029 | [Anzeige] Egetrans pic.twitter.com/49a0BZDPQU
Fazit: Zwischen Reifeprüfung und Reizüberflutung
Paul Wanner steht am Scheideweg. Mit 19 Jahren hat er Bundesliga-Erfahrung gesammelt, U21-Länderspiele absolviert und gezeigt, dass er mehr ist als ein Jugendspieler mit Vorschusslorbeeren. Doch der nächste Schritt muss nun sitzen und wohl überlegt sein. Keine Leihe ohne Mehrwert. Kein Warten auf Einsatzzeiten. Sondern: Verantwortung übernehmen und Erfahrung sammeln.
Werder Bremen könnte genau das bieten: Minuten, Vertrauen, Systemverständnis. Und trotzdem Raum zum Wachsen. Ein Jahr unter Steffen – mit klarer Rolle – könnte für Wanner der entscheidende Entwicklungsschritt sein. Doch nach der Verletzung von Jamal Musiala könnte plötzlich auch ein Verbleib in München möglich werden, sofern er sich dort der Konkurrenz stellen möchte. Sicherlich wird er hier aber dennoch nicht die Spielzeit erhalten, wie sie bei anderen Klubs wahrscheinlich möglich wäre.
Meine Einschätzung

Wenn Wanner den Fokus auf Spielzeit, Vertrauen und individuelle Entwicklung legt, ist Bremen der ideale Zwischenschritt. Wenn es ihm und dem FC Bayern jedoch primär um internationale Sichtbarkeit und Prestige geht, wird er sich gegen Werder entscheiden – auch wenn das der mutigere Weg wäre.
Denn eines ist sicher: Wanner braucht eine Bühne und nahezu sichere Spielzeit. Ob er sie nun im Weserstadion, Mercedes-Benz Arena oder doch in der Allianz Arena erhält – das wird der Sommer nun zeigen. Man darf auf seine Entscheidung gespannt sein.
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„Nuri Sahin ist lediglich ein weiteres Bauernopfer einer schwachen Führungsriege." – ein Kommentar
Die mittlerweile jährliche sportliche Krise bei Borussia Dortmund hat nun mit der Freistellung von Nuri Şahin als Cheftrainer der Borussen geendet. Rein sportlich betrachtet die folgerichtige Entscheidung, doch letztlich ist Şahin lediglich ein weiteres Bauernopfer der schwachen Führungsriege. Der Verein krankt an allen Ecken und Enden, doch anstatt der angebrachten Wurzelbehandlung versucht man sich lediglich in einer Behandlung der Symptome. (Bild: IMAGO / Ulmer/Teamfoto)
Nuri Şahin wurde im Januar 2024 als Co-Trainer von Edin Terzic installiert und hatte in der Folge direkt maßgeblichen Anteil am Aufwärtstrend in der Rückrunde der letzten Spielzeit. Dank ihm wurde das Spiel mit Ball deutlich verbessert und man konnte am Ende das Finale der Champions League erreichen. Es folgte zur neuen Saison hin die Beförderung zum Cheftrainer, was eine Art Aufbruchstimmung erzeugte. Insbesondere das Aufbauspiel wurde weiter verbessert und um neue Varianten ergänzt, ein deutlicher Fortschritt zu seinem Vorgänger und ein Schritt in Richtung Moderne.
Doch die Ergebnisse blieben auch in phasenweise guten Spielen teils aus, der letzte Punch fehlte. In diesem Kalenderjahr wurden die Mängel im Spiel des BVB schließlich mehr und die Mannschaft verlor endgültig ihre Leichtigkeit. Die Entlassung von Şahin ist daher sportlich betrachtet folgerichtig, allerdings stellt sie lediglich eine Bekämpfung des Symptoms da und die tatsächlichen Ursachen der Problemen liegen tiefer. Eines der Probleme deutete Şahin selbst bereits mehr als an.
🎙️ Nuri #Sahin : „In diesem Verein muss endlich wieder Ruhe einkehren. Wir können hier keine Nebenschauplätze dulden. Ich trage eine sportliche Verantwortung. Mir ist wichtig, dass der BVB erfolgreich ist.“#BVB
— Aro10 (@AroooBVB) January 22, 2025
🗞️ @PrimeVideoDE pic.twitter.com/TMxmo1MQI3
Sportdirektor: Sebastian Kehl
Einen großen Anteil an der sportlichen Talfahrt von Borussia Dortmund hat sicherlich auch Sebastian Kehl. Teils für seine Transfers gelobt, steht der Sportdirektor des BVB bereits seit längerem unter genauer Beobachtung. Bereits in der vergangenen Saison wirkte der Kader unausgeglichen und musste im Winter mit Transfers von Ian Maatsen und Jadon Sancho verstärkt werden, um die großen Ziele des Vereins erreichen zu können.
In der laufenden Spielzeit ergibt sich ein nahezu unverändertes Bild. Bereits im Sommer war vielen Anhängern und Analysten klar, dass der Kader für einen Verein mit solcher Belastung zu klein ist. Dennoch ging man beispielsweise mit lediglich einem erfahrenen Linksverteidiger in die Saison. Nun sollten dringend Verstärkungen im Winter folgen und auf den Abgang von Donyell Malen präsentierte man sich nach außen vorbereitet, doch bis heute passierte auf der Zugangsseite nichts. Die gehandelten Namen sprechen zudem nicht dafür, dass man wirkliche Probleme des Kaders erkannt hat oder nach einem bestimmten Profil bei Neuzugängen sucht.
Stattdessen wurde die eigene Vertragsverlängerung unter Dach und Fach gebracht. Ein verheerendes Zeichen, wirkliche Unterstützung für den Trainer sieht anders aus.
Der Abgang von #Malen stand intern nun ein halbes Jahr quasi fest und man ist nullkommanull vorbereitet. Der Spielplan ist derart dicht, dass da bereits am 01. Januar 2-3 Neuzugänge mit der Mannschaft trainieren müssten. Stattdessen erstmal entspannt ins neue Jahr... (2/2)
— Tuppi (@Tuppi1909) January 13, 2025
Kaderplaner: Sven Mislintat
Im Mai letzten Jahres kehrte mit Sven Mislintat ein alter Bekannter nach Dortmund zurück. Einer mit „Stallgeruch", wie man in Dortmund mittlerweile zu sagen pflegt. Bei einigen Transfers wie unter anderem dem von Serhou Guirassy soll er eine durchaus entscheidende Rolle gespielt haben, doch ist Mislintat die damals erwartete große Hilfe?
Bis jetzt muss man leider konsternieren, dass er das zumindest von außen betrachtet nicht ist. Bereits im vergangenen Sommer soll es Grenzüberschreitungen in seiner klaren Rolle als Kaderplaner gegeben haben, indem er eigenständig Kontakt zu Spielerberatern und Vereinen herstellte sowie Verhandlungen führte. Mislintat scheint interne Machtkämpfe auszutragen, um selbst in die Position von Sebastian Kehl als Sportdirektor rutschen zu können. Beide sollten zugunsten des Vereins eigentlich eng und vertraulich zusammenarbeiten, doch das scheint nicht möglich zu sein.
Im Gegenteil, stattdessen soll sich Mislintat intern bei Mitarbeitern des Vereins sowie extern bei Beratern sogar negativ über Kehl und Şahin ausgelassen haben. Auch Seitenhiebe gegen Lars Ricken als Geschäftsführer Sport soll es gegeben haben. Ein Verhalten, welches ein Verein wie Borussia Dortmund nicht durchgehen lassen darf.
Kaderplaner will Job des Sportdirektors. Der wollte Sport-Geschäftsführer werden. Berater zerlegt Team und mittelbar auch Trainer im TV. Jeder beäugt den anderen misstrauisch. Wer glaubt, dass ein Trainerwechsel alles heilt, klebt auch ein Pflaster auf einen Kreuzbandriss. #BVB
— Sebastian Weßling (@fluestertweets) January 22, 2025
Berater des Managements: Matthias Sammer
Eines der größten Probleme bei Borussia Dortmund ist allerdings recht deutlich Matthias Sammer. Seit April 2018 ist er als Berater im Verein und soll den Entscheidungsträgern in strategischen Fragen beratend zur Seite stehen. Doch was hat sich seitdem durch Sammer tatsächlich zum Positiven entwickelt?
Borussia Dortmund scheint vergessen zu haben, wofür es all die Jahre zuvor stand. Es lässt sich keinerlei Strategie oder Vision mehr im Verein erkennen. Das sieht man bei den Trainer-Verpflichtungen der letzten Jahre, bei den aktuell gehandelten Kandidaten und auch bei den getätigten Transfers oder den aktuell bestehenden Gerüchten. Keinerlei Handschrift, keinerlei Kreativität. Doch sind das nicht die Themen, bei denen Sammer unter anderem analytisch zur Seite stehen und beraten sollte?
Grundsätzlich bestehen ohnehin Zweifel an Sammers Analysefähigkeiten, wenn man sich jene Analysen in Interviews anschaut. Diese sind für einen Berater des Managements eines eigentlich ambitionierten Vereins oftmals unterirdisch und gehen an den tatsächlichen Problemen des Vereins meistens vorbei, wenn man seine teils wirren Aussagen überhaupt nachvollziehen kann. Nicht selten wirken seine Analysen, als würde sich Sammer noch im Fußball von vor 20 Jahren befinden. Auch mit öffentlicher Kritik an anderen Entscheidungsträgern im Verein hält er nicht zurück und bespricht Dinge eben nicht intern, wie man es eigentlich erwarten dürfte.
Je mehr Macht Matthias #Sammer beim BVB erhalten wird, desto gefährlicher ist es für die Entwicklung.
— Fann (@Stefan_1909) January 22, 2025
Wer weiterhin meint, dass dieser Kader in erster Linie ein Mentalitäts- anstatt eines Qualitätsproblem hat, wird die negative Entwicklung nur noch verstärken. #BVB https://t.co/lVb4FZY5ro
Vorsitzender Geschäftsführung: Hans-Joachim Watzke
Das größte Problem von Borussia Dortmund ist die bereits angesprochene strategische Ausrichtung. Was ist die Vision des Vereins? Wie möchte man spielen lassen? Wie möchte man sich personell nachhaltig aufstellen? Nach welchen Kriterien stellt man folglich den Trainer ein und den Kader zusammen? An der Beantwortung all dieser Fragen hatte Hans-Joachim Watzke in der Vergangenheit maßgeblichen Anteil, doch aktuell ist absolut nichts dergleichen in Dortmund zu erkennen.
Die Strategie des „Stallgeruchs", welche ich in einem früheren Artikel bereits als eines der größten Probleme des Vereins angeführt habe, ist krachend gescheitert. Jene geht auf Watzke und dessen Berater Sammer zurück, welche dem Klub damit nachhaltig geschadet haben. Neue Impulse von außen sind dringend notwendig, ebenso eine Neuausrichtung des Vereins. Dafür benötigt es auch Kapital für Transfers, bei welchem sich Watzke als regelrecht kniepig präsentiert.
Natürlich hat er die Geschichte von Borussia Dortmund mit der nur knapp verhinderten Insolvenz im Hinterkopf, doch der Verein muss für seine ambitionierten Ziele auch handlungsfähig bleiben und mit der Zeit gehen. Trotz tendenziell steigender Umsätze verhält man sich auf dem Transfermarkt ähnlich wie vor zehn Jahren und man bekommt das Gefühl, dass der Verein sich regelrecht „kaputtspart".
Fazit: Ein kompletter Neuanfang ist unumgänglich.
In Dortmund brennt Anfang 2025 nicht nur der sprichwörtliche Baum, sondern das gesamte Haus. Ein kompletter Neuanfang auf nahezu allen Positionen des Vereins sowie strategischer Natur ist nötig, um den Verein wieder auf Kurs zu bringen. Vor allem aber sollten Watzke und Sammer bei dieser Neuausrichtung keinerlei Mitspracherecht mehr besitzen und Borussia Dortmund besser alsbald verlassen. Einst finanziell gerettet und aus dem Tabellenmittelfeld in die internationale Spitze geführt, reißt Watzke sein Vermächtnis kurz vor seinem Abtritt wieder ein und hat den Verein wieder zurück ins Mittelmaß geführt. Aktuelle Umfragen sehen ihn und Sammer als Hauptschuldige an der aktuellen Situation.
Das Ergebnis der Abstimmung ist eindeutig:#Watzke und #Sammer haben eurer Meinung nach den größten Anteil an unserer sportlichen Situation. Danke fürs Mitmachen!#BVB https://t.co/qWKbk17MPb pic.twitter.com/koOpwbGE7p
— schwarzundgelb (@schwarzundgelb1) January 16, 2025
Es wäre also an der Zeit, dass Lars Ricken als immer noch recht neuer Geschäftsführer Sport endlich durchgreift, ein Machtwort spricht und personelle Konsequenzen im Verein herbeiführt. Identifikation mit dem Verein ist bei Borussia Dortmund zweifelsfrei wichtig, aber sollte definitiv nicht alles sein. Es bedarf dringend Expertise von außen und eines klaren, rationalen Blickes auf die aktuellen Verhältnisse. Doch wir alle kennen Borussia Dortmund und die „schonungslosen Analysen" und so wird es vermutlich mit neuem Trainer für alle Beteiligten so lange weitergehen, bis der Verein endgültig an die Wand gefahren wurde.
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Borussia Dortmund in der Krise – „Stallgeruch" und schwache Analysen als Hauptprobleme
Borussia Dortmund befindet sich mitten in der fast schon gewohnten Herbstkrise. Doch diesmal wirkt die Situation deutlich bedrohlicher als in den vergangenen Jahren. Die Leistungsschwankungen sind größer und nicht nur Verletzungssorgen bereiten darüber hinaus Bauchschmerzen. Es sind vor allem die tieferliegenden Probleme, die so manche Fans und Analysten rund um den Verein beschäftigen. (Bild: IMAGO / Matthias Koch)
In den vergangenen Jahren war immer wieder von der Wohlfühloase bei Borussia Dortmund zu hören. Kritische Stimmen wie die von einem zugegebenermaßen nicht einfachen Thomas Tuchel oder auch auch einem Marco Rose waren ungern gesehen. Beide Trainer mussten unter anderem deswegen ihre Koffer packen, weil sie eben keine klassischen Ja-Sager sind und nicht zur Wohlfühloase des Vereins passten.
Stattdessen wurden vermeintlich angenehme Personalentscheidungen getroffen, meist unter dem Vorwand des „Stallgeruchs". Man wollte vor allem verdiente ehemalige Borussen in den Verein integrieren und dem Klub so eine Identität geben. Doch ist das wirklich ein erfolgsversprechendes Konzept und hat es in der Praxis funktioniert?
Personalie Sammer ist Fans ein Rätsel
Diese Frage muss man nach aktuellem Stand verneinen. Klar, unter Terzic erreichte Borussia Dortmund die Vizemeisterschaft und gewann beinahe die Champions League. Doch zeitgleich verlor man eben auch seine spielerische Identität und spielte letztendlich seit der Entlassung von Lucien Favre jedes Jahr einen schlechteren Fußball. Immer mehr wurde das Spiel auf die pure individuelle Klasse ausgelegt und weniger auf ein ausgewogenes Konstrukt geachtet, in welchem sich auch Jugendspieler leichter hätten einfinden können. Man hat schlichtweg vergessen, wofür man so erfolgreich stand.
Diesen Wandel hat auch die Führungsebene mit zu verantworten. Hier wurden ebenfalls überwiegend ehemalige Borussen installiert und man darf durchaus in Frage stellen, ob diese über die notwendigen Kompetenzen verfügen und dies somit die richtigen Entscheidungen waren. Besonders die Personalie Matthias Sammer bereitet Fans und neutralen Beobachtern vermehrt Kopfschmerzen. Zweifelhafte TV-Auftritte, zum Teil widersprüchliche Aussagen und das stetige Beharren auf der Mentalität sind definitiv nicht die Ansätze, die dem Klub weitergeholfen haben oder auch werden. Seit 2018 ist Sammer bereits als Berater an Watzkes Seite, deswegen würde man gut daran tun, auch seine Rolle so langsam einmal in Frage zu stellen. Schon Jürgen Klopp hatte Sammer in einer legendären PK zu seiner BVB-Zeit mächtig kritisiert und mit seinen Aussagen womöglich Recht gehabt.
Matthias Sammer soll also eine noch größere Rolle bei Borussia Dortmund spielen? Das ist ein falsches Zeichen!
— Ali (@AIiBVB) April 1, 2024
Ich erinnere gerne an diese PK-Aussage aus der Zeit von Jürgen Klopp: https://t.co/gUXZstVc81 pic.twitter.com/slau9dRBBT
„Stallgeruch" hat zu Betriebsblindheit geführt
Letztendlich könnte man an dieser Stelle bereits etliche weitere Personalien genauer beleuchten und wahrscheinlich sollte man das auch, denn die Konsequenzen dessen sind verheerend. Bei Borussia Dortmund scheint sich in den letzten Jahren nämlich, unter anderem durch den so oft zitierten „Stallgeruch", eine Art Betriebsblindheit eingeschlichen zu haben. Man kennt das aus seinem alltäglichen Leben, sowohl privat als auch eben im Job, dass man teilweise den allseits bekannten „Wald vor lauter Bäumen nicht sieht". Genau dieses Phänomen ist in Dortmund ebenfalls mit Bedauern zu erkennen.
Nach jedem Misserfolg der letzten Jahre war von schonungslosen Analysen die Rede und man wollte ab sofort alles besser machen. Aussagen wie diese können die Dortmund-Fans mittlerweile nicht mehr hören. Kein Wunder, denn seit geraumer Zeit gehen die Analysen vonseiten des Vereins oftmals in die vollkommen falsche Richtung. So wurde unter Terzic beispielhaft immer wieder die Mentalität in Frage stellt, dabei war es oftmals die fehlende spielerische Klasse sowie ein fehlender Plan, was das Team auch selbst in Interviews zugab.
Mats Hummels stellte sich nach der Klatsch gegen Stuttgart und fand klare Worte! "Wir spielen leider Risiko in Räumen, in denen der Ertrag, wenn's klappt, klein ist, aber die defensive Konsequenz daraus sehr groß."#skybuli #bvbvfb pic.twitter.com/T5a8OENgar
— Sky Sport (@SkySportDE) December 12, 2020
Keinerlei Analysefähigkeiten im Klub erkennbar
Leider bleibt es allerdings nicht nur bei diesen vollkommen falschen Analysen nach Niederlagen. Generell müssen die Analysefähigkeiten der BVB-Verantwortlichen mittlerweile dringend hinterfragt werden, wenn der Verein den Turnaround schaffen möchte. Schon seit einigen Jahren scheinen nämlich die Analysen mancher BVB-Fans tatsächlich zutreffender zu sein als die der Verantwortlichen, was jedem Menschen rund um den Klub langsam in Sorgen versetzen sollte.
In dieser Hinsicht kann man nun eine Menge möglicher Beispiele bringen und sicherlich nicht alle Themen in der Tiefe abarbeiten, wie es nötig wäre. Ein paar Beispiele kann und sollte man jedoch aufzählen, um es deutlich zu machen. Beginnen sollten wir mit der Personalie Emre Can. Wir wollen uns nicht an Can abarbeiten und ebenfalls nicht an dem teilweise stattfindenden Bashing beteiligen, denn immerhin hat Can auch eine Menge gute Spiele für den Verein absolviert. Trotzdem sollte sachliche Kritik stets erlaubt sein und man muss die Ernennung von Can zum Kapitän sowie seine Vertragsverlängerung an dieser Stelle nennen. Sein Stellenwert im Team soll gut sein, keine Frage.
Trotzdem haben eine Menge Fans bereits diese Schritte deutlich kritisiert und auch die aktuellen Probleme Cans im Spielsystem von Nuri Sahin vorhergesehen. Es war absehbar, dass Can sich hier schwer tun dürfte, schließlich war er bereits vorher für seine spielerischen Defizite im Aufbauspiel bekannt. Wieso also hat Sahin das nicht sehen wollen, obwohl er bereits über ein halbes Jahr täglich mit Can gearbeitet hat? Wieso hat er nicht reagiert und einen neuen Kapitän ernannt, um sich selbst und Can Druck wegzunehmen?
Emre #Can steht beim #BVB im Zentrum des Spiels - und oft auch der Kritik.
— Jochen Tittmar (@teiteteemaer) September 5, 2024
Weil dem 30-Jährigen herausragende spielerische Fähigkeiten abgehen und er bei Ballbesitz zu häufig falsche Entscheidungen trifft.
Mein Text:https://t.co/AvxaZa0WyD
Fans sehen Probleme der Kaderzusammenstellung, Verantwortliche dagegen nicht
Ein weiterer Kritikpunkt und Zeichen der offensichtlich fehlenden oder mangelhaften Analysefähigkeiten ist die Kaderzusammenstellung. Seit vielen Jahren fehlt es dem Kader an der notwendigen Ausgewogenheit. Stattdessen redet man sich jedes Jahr aufs neue den Kader schön und muss im Winter nachjustieren. Das war vergangene Saison zu beobachten, als von Beginn an die eher mittelmäßige Besetzung auf den Außenverteidiger-Positionen zu sehen war und ist auch dieses Jahr wieder zu beobachten.
Die Saison 2024/25 wird eine überaus kräftezehrende Spielzeit werden, insbesondere aufgrund des vergrößerten Spielplans in der Champions League als auch der Klub-WM nach der Saison. Doch was macht Borussia Dortmund? Man verschlankt den Kader, was grundsätzlich aufgrund mangelnder Qualität mancher Spieler angebracht war. Doch die Verstärkungen in der Breite blieben aus und Sahin setzt bislang kaum auf die Jugendspieler, die er gleichzeitig aber nicht müde wird zu loben. Generell könnte man hier noch ansetzen und die Frage in den Raum werfen, warum nicht weiter konsequent auf junge Spieler gesetzt wird, welche überwiegend für attraktiven Fußball und ein erfolgreiches Borussia Dortmund standen und man anstelle dessen vermehrt auf Bundesliga-Erfahrung setzt.
Von vornherein war Fans und Hobbyanalysten klar, dass man womöglich einen weiteren Innenverteidiger, einen weiteren Linksverteidiger, einen nominell qualitativ hochwertigen Sechser sowie einen wirklichen Konkurrenten für Julian Brandt benötigt. All diese offensichtlichen Baustellen wurden nicht behoben. Nmecha spielt den Part auf der Sechs zwar aktuell gut, wäre aufgrund seiner Defensivfähigkeiten weiter vorn womöglich besser aufgehoben. Stattdessen verpflichtet man für viel Geld Maximilian Beier und begeht mit ihm denselben Fehler, den man auch bereits mit Adeyemi und Malen begangen hat. Man holt einen Spieler, der prädestiniert für eine Doppelspitze ist, setzt ihn aber auf Außen oder hängende Spitze ein und wundert sich über ausbleibende Top-Leistungen und Inkonstanz.
Stattdessen redet man sich den Kader schön und wundert sich jetzt über die personellen Probleme und die schwierige Wettbewerbsfähigkeit.
⚫🟡 #BVB-Sportdirektor Sebastian #Kehl widerspricht den Zweifeln am Kader deutlich.
— 90PLUS (@neunzig_plus) September 1, 2024
Unterstützung erhält er von Trainer Nuri #Sahin, der jedoch eine Einschränkung macht ⬇️https://t.co/bYFtgNsJMB
Mein Fazit zur aktuellen Situation bei Borussia Dortmund
„Der Fisch fängt immer vom Kopf an zu stinken." Ein Zitat, welches nahezu perfekt den Zustand von Borussia Dortmund beschreibt. Watzke, sein Berater Sammer und weitere Entscheidungsträger haben in der Vergangenheit maßgebliche Fehlentscheidungen getroffen, sowohl in strategischer als auch personeller Hinsicht. Man hat es damit eindrucksvoll geschafft und ist weiterhin dabei, den Verein wieder zurück zu entwickeln. Auch die sportlichen Teil-Erfolge der letzten zwei Jahre unter Terzic können über die Gesamtentwicklung des Vereins nicht hinwegtäuschen.
Borussia Dortmund hat mit seiner „Stallgeruch"-Strategie einen im Fußball besonderen Weg gewählt, doch dieser ist gescheitert. Andere erfolgreiche Vereine verzichten auf Modelle in einem solchen Ausmaß, aus guten Gründen. Entsprechend gilt es endlich wieder Qualität und Kompetenz vor eben jenen „Stallgeruch" zu setzen, wenn Borussia Dortmund den Turnaround demnächst schaffen will. Es bedarf Verstärkung von Außen, wirklich schonungslose Analysen und Kritikfähigkeit, ansonsten müssen eben weitere personelle Konsequenzen folgen. Die Wohlfühloase Borussia Dortmund muss endlich ein Ende haben und dafür muss der Druck scheinbar erst weiter ansteigen, bevor wirkliche Konsequenzen gezogen werden.
Die BVB-Fans in Wolfsburg haben hier nach dem Spiel ein Zeichen gesetzt und die Mannschaft in die Kabine geschickt. Das sollte den Verantwortlichen zu denken geben, denn der Rückhalt der Fans ist das vielleicht größte Faustpfand des Vereins. Aber auch Medien und insbesondere Medienvertreter rund um den BVB sollten sich in der Pflicht sehen, kritische Fragen nicht nur der Online-Community oder in Artikeln zu stellen, sondern eben auch mal da, wo es nunmal gilt. Das war in den vergangenen Jahren leider oftmals nicht der Fall.
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EURO 2024: Hier wird die EM übertragen
Am 14. Juni 2024 beginnt die Fußball-Europameisterschaft 2024. Es ist nach der sagenhaften WM 2006 das erste große Turnier, dass im Fußball wieder auf deutschem Boden stattfinden wird. Doch wie können Fußballfans das Turnier verfolgen? Wer übertragt die EURO 2024?
Die gute Nachricht gibt es wie üblich vorweg: Alle Spiele können in Deutschland bei ausgewählten Anbietern live verfolgt werden. Die Situation gestaltet sich derzeit so, dass von insgesamt 51 EM-Spielen voraussichtlich 34 Partien bei ARD und ZDF übertragen werden. Entsprechend kann ein Großteil der Spiele ohne irgendeine Art Abonnement verfolgt werden. Erworben hatte die Lizenzen zur Spielübertragung MagenaTV und diese dann über Sublizenzen weitergegeben.
Die übrigen Spiele werden dann zum Großteil bei RTL und im Livestream TVNow zu sehen sein. Hierfür ist ein Abonnement zwingend notwendig. Grundsätzlich ist es allerdings auch möglich, einfach ein Abonnement für MagentaTV für die EURO 2024 abzuschließen. Hier laufen alle Spiele und können somit ohne Probleme geschaut werden.
Zudem gilt es zu beachten, dass ausgewählte Spiele exklusiv und somit ausschließlich bei MagentaTV laufen werden. Das sind nach aktuellem Stand die Partien Ungarn gegen die Schweiz, Slowenien gegen Serbien, Schottland gegen Ungarn sowie zwei weitere Spiele, die bis jetzt noch nicht bekannt gegeben worden sind. Die deutschen Spiele werden jedoch bei ARD und ZDF gezeigt werden.
In rund 180 Tagen startet die UEFA #EURO2024 und mit uns seid ihr #volldabei. ⚽ Alle 51 Spiele live und in UHD gibt es nur bei @MagentaTV. Freut euch u.a. auf unbegrenztes Datenvolumen für Mobilfunk-Kundinnen und Kunden während des Turniers. Alle Infos ➡️https://t.co/vh4WBZBgka pic.twitter.com/KXQGe0pthl
— Deutsche Telekom (@deutschetelekom) December 1, 2023
Wo wird die EURO 2024 noch übertragen?
Die Übertragung im TV-Programm oder über Streams bei MagentaTV bleibt allerdings nicht die einzige Möglichkeit, die EURO 2024 verfolgen zu können. Rechteinhaber Telekom kooperiert hier während der EURO 2024 mit dem Pay-TV-Sender Sky Deutschland. Das sorgt dafür, dass alle 51 Spiele des Turniers Teil des Gastronomie-Angebots von Sky-Kunden werden und auch Public Viewings möglich sein werden.
So können Restaurants, Kneipen, Hotels und Co. die EM 2024 ohne Probleme übertragen, vorausgesetzt wird lediglich die entsprechende Sky-Hardware und ein folgerichtiges Abonnement. Ist das der Fall, kann die komplette EURO 2024 auch hier übertragen und von Fußballfans verfolgt werden. Denn auch die exklusiven Spiele von MagentaTV sind hier inbegriffen. Entsprechend ist es kein Muss, sich extra für das Turnier ein Abonnement zu holen. Ein weiterer Grund, warum die Vorfreude in Deutschland langsam aber sicher größer wird.

Florian
@flo_foerstUnser Experte in Sachen Talentscouting, Borussia Dortmund & Football Leaks
Wenn Ihr über die nächsten potenziellen Superstars im Vorfeld informiert sein wollt, ist Florian mit Sicherheit der richtige Ansprechpartner für Euch. In Bezug auf U23-Fußball macht ihm so schnell keiner etwas vor und auch über seinen Klub Borussia Dortmund ist er stets dank der neusten Informationen auf dem aktuellen Stand. Des Weiteren verfolgt er seit Jahren ganz genau die Lage bezüglich den brisanten Football Leaks.







