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Sascha

Ein neuer Poldi für den 1. FC Köln? | Said El Mala (18) im Porträt

Said El Mala gehört zu den größten Talenten des Jahrgangs 2006 und hat sich trotz seiner jungen Jahre bereits im Profifußball etabliert. Nach einer herausragenden Drittliga-Saison und noch besseren U19-Euro blickt der Kölner Rohdiamant auf eine vielversprechende Zukunft. Wir stellen euch das Talent des Effzeh genauer vor. (Bild: IMAGO / Alexandra Fechete)

Said El Mala gehört zu den größten Talenten des Jahrgangs 2006. Doch im Gegensatz zu vielen anderen Protagonisten dieses Jahres verlief der Weg des 18-Jährigen in den Profifußball alles andere als geradlinig und war von Herausforderungen und Rückschlägen geprägt.

Im Jahr 2021 wurde El Mala aus der Jugendakademie von Borussia Mönchengladbach entlassen, was ihn dazu zwang, seine Entwicklung in kleineren Vereinen wie dem TSV Meerbusch (2021-2024) und später Viktoria Köln (2024-heute) fortzusetzen. Trotz dieses unkonventionellen Weges ist El Mala zu einem sehr vielversprechenden Spieler gereift.

Kurz nachdem er 17 Jahre alt wurde, gab er schon sein Profidebüt in der 3. Liga für Viktoria Köln und hat seitdem über 30 Ligaeinsätze absolviert. In der abgelaufenen Saison hat sich der 18-Jährige in 32 Spielen mit 13 Toren und fünf Assists voll entfaltet. Seine beeindruckende Form hat auch die Aufmerksamkeit der deutschen U19-Nationalmannschaft auf sich gezogen, in der er auf Anhieb Stammspieler wurde.

Topscorer bei der U19-EM

Doch nicht nur das. Bei der U19-Euro in diesem Sommer avancierte der junge Flügelstürmer zum Topscorer des Turniers und steigerte damit seinen Marktwert auf drei Millionen Euro. Am Ende erzielte El Mala vier Tore und drei Vorlagen, wenngleich die deutschen Junioren sich im Halbfinale gegen Spanien mit 5:6 geschlagen geben mussten.

„Meine eigene Performance war sehr gut, wenn man auf die Scorer schaut. Ich habe da weitergemacht, wo ich in der Liga aufgehört habe. Es hat mir extrem Spaß gemacht, es war mein erstes internationales Turnier. Ich habe alles gegeben und mich gut bewiesen“, schwärmte das Offensivtalent. „Ich habe mir vor dem Turnier nichts groß ausgemalt. Ich bin ein lockerer Typ und mache mir keinen Druck. Ich habe einfach Spaß an dem, was ich mache. Das hat man, glaube ich, auch gesehen. Dass es so gelaufen ist, umso besser.“

Eine solche herausragende Saison wird zwangsläufig das Interesse von Vereinen aus ganz Deutschland wecken, aber ein Wechsel ist vom Tisch, da der 1. FC Köln El Mala bereits letzten Sommer für eine lächerliche Ablösesumme von nur 300 Tausend Euro verpflichtet hat. Der Verein hat ihn dann umgehend für die Saison 2024/25 an den Nachbarn Viktoria ausgeliehen, damit er sich im Kölner Umfeld weiter entwickeln kann.

Spielstil & Stärken

Said El Mala ist ein Flügelstürmer mit viel Zug zum Tor. Er ist ein 187 cm großer und physisch starker Athlet, der immer versucht, ins Zentrum zu ziehen und in den Strafraum einzudringen, wann immer es ihm möglich ist, um zu schießen oder schnelle Kombinationen mit seinen Mannschaftskameraden zu spielen - ein unermüdlicher Stürmer mit dem Potenzial für eine hohe Tor- und Vorlagenquote. Wenn man ihn mit einem Spieler vergleichen möchte, dann erinnert er an den jungen Heung-Min Son, nur in einer robusteren Version.

Said El Mala verfügt über eine beeindruckende athletische Grundlage, die ihn für eine frühe Anpassung an den Profifußball prädestiniert. Mit einer Größe von 1,87 m ist er für einen traditionellen Flügelspieler außergewöhnlich groß, und im Gegensatz zu vielen jungen Spielern seiner Statur wirkt El Mala in seinen Bewegungen nicht klobig oder unkoordiniert. Er weiß, wie man seinen Körper einsetzt, um das Runde abzuschirmen und körperliche Gegenwehr gegen ältere Akteure zu leisten.

„Wenn der Junge einmal Fahrt aufnimmt ist er nicht mehr zu halten“, schwärmte Viktoria-Coach und ehemaliger Bundesligaprofi Olaf Janßen von seinem Schützling vor den Kameras von Magenta-TV. Aber auch die Gegner wie Rostocks Trainer Daniel Brinkmann sprach seinen Respekt gegenüber dem deutschen Talent aus.
„Brutaler Spieler der sehr schwer auszurechnen ist und eine Straßenkicker-Mentalität mitbringt und einfach Spaß am Kicken hat. Es macht einfach Spaß ihm zuzuschauen“, während Mitspieler Serhat-Semih Güler seine Reife lobte und konstatierte, dass die Offensive der Viktoria meist über ihn laufe.

Was El Mala trotz seiner Größe und Physis auszeichnet, ist seine bemerkenswerte und bei diesem Körperbau nicht typische Explosivität und Dynamik. Trotz seiner imposanten Statur verfügt der Youngster über eine außergewöhnliche Beweglichkeit und Agilität, mit der er mühelos scharfe Richtungs- und rasante Tempowechsel vollziehen kann. Diese Eigenschaften machen ihn zum Alptraum für jeden Abwehrspieler.

Zielorientiertheit

Ein charakteristisches Merkmal des Spiels von El Mala ist sein Zug zum Tor. Anstatt sich in überflüssigen Dribblings zu verstricken, verfolgt er einen direkten und zielgerichteten Ansatz, indem er alle seine Aktionen auf die zentralen Bereiche des Spielfelds ausrichtet - Fokus auf Effektivität.

Diese Einstellung spiegelt sich auch in seinem Stellungsspiel und seinen Bewegungen abseits des Balls wider. El Mala positioniert sich immer wieder so, dass er den Ball in den Halbräumen annimmt oder hinter die gegnerische Abwehrreihe läuft, wobei er seine Bewegungen intelligent in Richtung Tor lenkt, anstatt in die weniger effektiven Flügel abzudriften.

Unerbittliche Mentalität

El Mala verfügt über eine und für sein Alter seltene mentale Stärke. Er lässt sich von Fehlern oder verpassten Chancen nicht aus der Ruhe bringen und konzentriert sich mit unerschütterlichem Selbstvertrauen auf die nächste Spielsituation. Er ergreift immer wieder die Initiative, übernimmt Verantwortung und kreiert Torchancen, ohne sich von vergangenen Misserfolgen entmutigen zu lassen. El Malas Wunsch, das Spiel zu verändern, ist in jedem Moment, in dem er auf dem Platz steht, für den Zuschauer zu spüren.

Sein unkonventioneller Weg, fernab von den Annehmlichkeiten, Normen und Privilegien einer Fußballakademie, hat ihm wahrscheinlich auch eine zusätzliche Portion Biss, Integrität und Entschlossenheit eingeflößt. Kein Spieler nach Schablone der Jugendakademien, sondern einer von der Straße, besser gesagt aus dem Fußball-Käfig der mit Leichtigkeit kickt.

El Mala verschwendet keine Zeit und macht sein Spiel selten zu kompliziert, wenn er in Torschussposition kommt. Er agiert entschlossen und setzt die gegnerischen Torhüter mit minimaler Verzögerung zwischen Ballannahme und Schussausführung sofort unter Druck.

Obwohl sich Kölns Rookie vor allem in offenen Räumen wohlfühlt, verfügt der junge Deutsche auch über die technischen Fähigkeiten, um in isolierten 1-gegen-1-Situationen zu glänzen. Er zeigt eine einzigartige Fähigkeit, seine Gegner mit scharfen Finten und explosiven Ballverlagerungen zu überlisten.

Engagement auch in der Defensive

Der Effzeh-Akteur zeigt ein starkes Engagement für seine defensiven Aufgaben. Er übt Druck nach vorne aus, um den Ball zu erobern, geht aber auch immer wieder durch lange Läufe mit nach hinten, um seinen Außenverteidiger zu unterstützen und den Gegner daran zu hindern, gefährliche 2-zu-1-Situationen zu schaffen, was beispielsweise Topstars wie Jadon Sancho oder Rafa Leao in ihr Spiel bis dato nicht integrieren konnten.

Einmal den Ball zurückerobert, ist der Youngster bei Konterangriffen ein hervorragender Spieler, der sich den Raum selbst erschließt und das Spiel gezielt in Richtung Tor treibt. In den richtigen Momenten ist er neben seinen gefürchteten Abschlüssen gleichermaßen in der Lage Schlüsselpässe zu spielen, nachdem er den Ball nach vorne geschleppt hat.

Schwachstellen

Das Timing von El Malas Bewegungen abseits des Balls kann etwas daneben gehen, da er häufig zu früh auf den Gegner stürmt und damit Räume offenbart. Dieser Eifer, macht sich auch in der Offensive bemerkbar, da er wiederkehrend zu früh den Raum hinter der Abwehr anläuft und dann oft in Abseitspositionen landet.

El Mala verlässt sich oft auf seine raumgreifenden Bewegungen, um das Spiel voranzutreiben, was nicht immer zu dem scharfen, präzisen Spiel passt, das in engen Räumen erforderlich ist. Darüber hinaus hat er auch häufig Probleme mit seinem ersten Kontakt, da er den Ball dann nicht schnell genug verarbeiten kann respektive das Runde ihm zu weit vom Fuß wegspringt, und dabei ein wenig an Romelu Lukaku erinnert.

Zudem lässt El Malas Passspiel in einigen entscheidenden Bereichen noch Raum für Verbesserungen. Der junge Stürmer hat oftmals Probleme mit der Präzision und der Kraft, die für komplizierte oder entscheidende kreative Pässe im letzten Drittel erforderlich sind. Seine Herangehensweise wirkt manchmal überhastet, er wendet häufig zu viel Kraft an oder erzwingt zu ehrgeizige One-Touch-Pässe, denen die nötige Genauigkeit fehlt. Diese Tendenz ist vor allem im Konterspiel zu beobachten, in denen es ihm oft an Sorgfalt und Präzision mangelt.

El Mala kommt häufig in Abschlusspositionen, aber ihm fehlt die nötige Cleverness, um daraus noch mehr Kapital zu schlagen. Er wirkt als Abschlussspieler etwas eindimensional und bevorzugt oft einen rechtsfüßigen, kraftvollen Abschluss. Er könnte davon profitieren, sein Repertoire zu erweitern, indem er auch seinen linken Fuß schult und somit unberechenbarer wird. In letzter Zeit hat El Mala jedoch vielversprechende Anzeichen einer Entwicklung in diesem Bereich gezeigt. Seine jüngsten Auftritte machten deutlich, dass er aktiv daran arbeitet, diese Schwäche in seinem Spiel zu beheben.

Fazit

Said El Mala ist ein vielversprechendes Talent, das die Qualität und ein unbegrenztes Potenzial verkörpert, welche außerhalb der großen Fußballakademien im deutschen Fußball selten zu finden sind. Er hat sich nahtlos an den Seniorenfußball angepasst und sich zu einem vielversprechenden Spieler mit einer beeindruckenden Torquote, herausragenden körperlichen Attributen und exzellenter Mentalität entwickelt.

Auch wenn seine Abschlusstechnik und die Feinheiten seines Passspiels noch verbesserungswürdig sind, ist El Mala für sein Alter schon sehr weit entwickelt, sowohl fußballerisch als auch mental. Er könnte also auch für die Geißböcke in der ersten Liga mittelfristig ein ernstzunehmender Kandidat für die Stammelf werden, und so auf den Spuren von Lukas Podolski wandeln.

Es wird nicht lange dauern, bis er in ganz Europa als einer der aufregendsten Talente des deutschen Fußballs bekannt wird. Die Kölner dürfen sich auf die Schulter klopfen solch ein Toptalent für gerade einmal 300 Tausend Euro verpflichtet zu haben.

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Sascha

Ein neuer Lukaku für Inter? | Ange-Yoan Bonny (21) im Porträt

Die Zukunft von Ange Yoan Bonny ist nun auch offiziell Inter Mailand. Der Transfer kann zu Gunsten der Nerazzurri als abgeschlossen betrachtet werden. 23 Millionen plus Boni fließen nach Parma, während sich Trainer Christian Chivu auf einen alten Bekannten freuen darf. Inter war schon seit Ende 2024 am Sürmer interessiert, so dass man umso erfreuter über den Deal sein dürfte. (Bild: IMAGO / NurPhoto)

Es brauchte nur 6 Tore und 4 Vorlagen, um die Aufmerksamkeit der großen Teams der Serie A auf sich zu ziehen. Ange-Yoan Bonny, erst 21 Jahre jung, ist nach einer Saison beim Parma bereit für das große Inter, während auch weitere Vereine wie Napoli und Roma Interesse an ihm zeigten. Aufgrund seines Alters, seiner Eigenschaften und seiner Karriere könnte er der richtige Mann für Cristian Chivu und die Nerazzurri sein, die auf der Suche nach einem jungen und vielversprechenden Stürmer sind.

Unter großer Geheimhaltung hatten die Scouts von Piero Ausilio und Dario Baccin einen festen Platz auf der Tribüne im Stadio Tardini, um die Leistung, die Bewegungen und die Tore des Talents aus Aubervilliers vor Ort zu beurteilen, das im Schatten von Paris aufwuchs und auf Anraten von Massimiliano Notari, dem heutigen Chefscout von Parma, für eine handvoll Euro (600-700 Tausend Euro) nach Parma kam.

Wenn man bedenkt, dass dieser Name über der Nummer 13 auch auf den Trikots von Juventus hätte stehen können. Vor Parma hatte sich sogar die Alte Dame mit ‚Angelo‘ beschäftigt. Sie hatten ihn bereits umworben und ihn offenbar davon überzeugt, sich einer medizinischen Untersuchung zu unterziehen. Aber die Ärzte hatten auf eine Herzanomalie hingewiesen und daher kam der Transfer nicht zu stande.

Wer ist dieser Bonny?

Schauen wir uns an, wer der französische Stürmer mit ivorischen Wurzeln überhaupt ist. Ange-Yoan Bonny wurde am 25. Oktober 2003 (er ist 21 Jahre alt) in Aubervilliers (Frankreich) geboren. Er ist gelernter Stürmer und spielte vor seinem Wechsel zu Inter für Parma. Bonny wuchs in der Jugend von Tours auf und debütierte als Profi in Frankreich. Am 31. Oktober 2020 trug er das Trikot von Châteauroux im Ligue-2-Spiel gegen Nancy.

Am Ende der Saison setzte Parma auf ihn und integrierte ihn zunächst in die Primavera-Mannschaft. Sein erstes Tor für die A-Mannschaft der Herzöge erzielte er am 12. Dezember 2022 gegen Brescia. Auf dem Weg in die Serie A wurde er einer der Stammspieler von Ex-Coach Pecchia und beendete die Saison mit 5 Toren in 35 Spielen. In der gerade abgeschlossenen Saison hatte er seinen ersten Auftritt in der Serie A.

Bei seinem Debüt am 17. August 2024 gegen Fiorentina wurde er direkt zum MVP des Spiels gewählt. Sein erstes Tor erzielte er am 31. August: Ein Elfmetertor zur vorübergehenden Führung gegen Napoli, das dann allerdings das Spiel mit 2-1 drehte und am Ende gewann.

Er beendete seine erste Saison in der Serie A mit 6 Toren in 37 Spielen. Außerdem hatte er 2 Assists, 46 Schüsse (davon 22 aufs Tor) und 64 abgefangene Bälle. Er hat nie für die französische A-Nationalmannschaft gespielt, aber durchlief einige Juniorennationalmannschaften der Franzosen. Im Alter von 17 Jahren wurde er in die U19 berufen, für die er 7 Einsätze und 5 Tore absolvierte. Mit der U20 erzielte er in 10 Spielen ein Tor. Mit der U21 hat er in zwei Einsätzen kein Tor erzielt.

Stärken

Bonny ist ein Stürmer mit einer imposanten Physis, 1,89 Meter groß und einem Gewicht von etwa 83 Kilo. Er kann sein Dribbling und seine Geschwindigkeit mit der Fähigkeit kombinieren, seine Physis effektiv einzusetzen. Deshalb wird er mit Lukaku verglichen, aber seine technische Qualität ist wesentlich höher als beim alternden Belgier. Sein bevorzugter Fuß ist der rechte; er kann Tore erzielen, aber auch Vorlagen geben.

„Im Training hat er außergewöhnliche Leistungen gezeigt. Einmal hatten wir ein Freundschaftsspiel gegen die großen Jungs, und er dribbelte auf ganz einfache Art und Weise an vier oder fünf Gegnern vorbei. Damals war ich erstaunt. Er hat einen unglaublich bulligen Körperbau und große Fähigkeiten", sagte Benoit Cauet, Bonnys ehemaliger Trainer in Châteauroux.

Alles Qualitäten, die Ange dann unter den schützenden Fittichen von Pecchia, dem Trainer, bei dem er reifte, entfesselte. Er sprach oft mit ihm und gab ihm in der Privatsphäre seines Büros Ratschläge, wie und wo er sich entwickeln, was er auf dem Spielfeld tun und vor allem, was er außerhalb des Platzes nicht tun sollte.

Zunächst übertrug er ihm Verantwortung, indem er ihn zum Stammstürmer bei Parma ernannte, dann verlangte er von ihm mehr Dynamik und Beteiligung am Spiel. Er war ein Mittelstürmer mit unscharfen Konturen: ein bisschen Mittel-, aber auch ein bisschen Flügelstürmer. Letzte Saison avancierte er dann zu Parmas Stürmer Nummer eins in der Serie A und gleichermaßen zum größten Kapitalgewinn in der US-Ära der Besitzerfamilie Krause.

Parma versteckt Bonny vor Scouts

Inter war bereit, Bonny für eine Summe zwischen 20 und 25 Millionen zu verpflichten. Man sollte jedoch berücksichtigen, dass Sebastiano Esposito als Tauschobjekt in Betracht gezogen wird, der dann in Parma spielen könnte.

Bei Inter erhält er einen Vierjahresvertrag mit 2 Millionen Euro netto plus Boni. In Parma verdiente er 450 Tausend Euro pro Saison. Bonny wird bei Inter auf seinen Mentor Chivu treffen, nachdem sie zusammen den Klassenerhalt in Parma geschafft haben und es der Rumäne war, der den wütenden Bonny wieder motivieren konnte.

Denn im Januar dieses Jahres waren einige Scouts von Newcastle ins Tardini gekommen, um den den Parma-Youngster zu beobachten. Um ihn zu „schützen“, hatte Pecchia ihn „versteckt“, indem er ihn auf der Bank sitzen ließ. Als Bonny von den „Gästen“ erfuhr, die ihn eigentlich sichten wollten, war er wütend. Von da an begann eine traurige Zeit, die durch die Ankunft Chivus gemildert wurde und ihn wieder aufblühen ließ.

Bonny „engagierte“ einen Koch, der nur für ihn kochte: Nino achtete auf seine Ernährung, beriet ihn bei einigen Mahlzeiten und verhinderte vor allem, dass er sich mit dem Junkfood vollstopfte, das Jungs mögen, vor allem wenn sie ihre Abende zwischen Call of Duty und Fifa vor der Play Station verbringen.

Nachdem er seine Ernährung in Ordnung gebracht hatte, auch dank der Ratschläge von Costanza Gavioli, der Ernährungsberaterin von Parma, konzentrierte sich Angelo und beendete die Saison auf einem Leistungshoch.

Neue Motivation unter Chivu

Unter Chivus Leitung begann er in 11 der 12 Spiele als Stammspieler, ohne jemals ein gesamtes Spiel auf der Bank zu sitzen. Seine persönliche Bilanz betrug 2 Tore und 2 Vorlagen. Da er ein junger, aber bereits vielversprechender Spieler ist, könnte er den Platz im Kader einnehmen, den Arnautovic oder Correa inne hatten, ohne allzu hohe Ansprüche auf einen Stammplatz zu stellen und sich ohne Druck im Schatten von Thuram und Lautaro in Ruhe weiterzuentwickeln.

Eine Mannschaft zusammen mit den beiden Weltklasse-Stürmern, würde ihm die Möglichkeit geben, viel von seinen künftigen Teamkollegen zu lernen, die bereits auf internationalem Niveau gespielt haben. Man darf nicht vergessen, dass auch Thuram, bevor er nach Mailand kam, in sieben Saisons nur zweimal zweistellig in der Liga als Torschütze vertreten war.

Bei den Nerazzurri hat es der Franzose geschafft, die Kritiken und das Etikett eines wenig effektiven Stürmers wegzuwischen und in zwei Jahren 27 Tore in der Serie A zu erzielen. Außerdem, da die nächste Saison der Nerazzurri ebenfalls voller Verpflichtungen ist, braucht man frische, junge und motivierte Spieler, auf die man im Moment der Rotation setzen kann. Bonny wird einer davon sein, der Inter mehr als nur Rotation geben wird.

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Sascha

City-Debakel offenbart Juves Baustellen

Igor Tudor ist der Meinung, dass Juventus drei Verstärkungen braucht, um in der nächsten Saison ein ernstzunehmender Titelanwärter zu werden, doch die 2:5-Niederlage gegen Manchester City hat gezeigt, dass die Bianconeri mehr als nur drei neue Gesichter benötigen. Wir erklären euch, welche Baustellen die alte Dame noch zu beheben hat. (Bild: IMAGO / Nicolo Campo)

Juventus Turin wurde letzte Woche mit einer 2:5-Niederlage gegen Pep Guardiolas Manchester City auf eine harte Probe gestellt. Die Bianconeri hatten sich nach Siegen gegen Al Ain und Wydad bereits für das Achtelfinale der Klub-Weltmeisterschaft qualifiziert und benötigten nur noch ein Unentschieden, um die Gruppe G zu gewinnen.

Auch wenn Juventus im November unter Thiago Motta Manchester City in der Champions League noch besiegt hatte, war der jüngste Sieg des Premier-League-Riesen keine wirkliche Überraschung, abgesehen von der Höhe des Triumphs.

Das Ergebnis sagt alles über das Spiel aus, mehr noch als die 24 Schüsse von Man City gegen fünf von Juventus und die sieben Paraden von Michele Di Gregorio gegen keine von Ederson. Zwar hatte Igor Tudor die Mannschaft kräftig durchrotiert und einige Schlüsselspieler auf die Bank gesetzt, darunter Kenan Yildiz, Randal Kolo Muani und Andrea Cambiaso, und den angeschlagenen Teun Koopmeiners, Nico Gonzalez und Dusan Vlahovic vielleicht eine letzte Chance gegeben.

Tudor bekräftigte zu Beginn der Klub-Weltmeisterschaft und sogar noch davor, nach dem letzten Serie-A-Spiel der Saison gegen Venezia, dass die Bianconeri drei Neuverpflichtungen brauchen, um in der nächsten Saison ein echter Titelanwärter zu sein. Das Ergebnis und die Leistung gegen Manchester City sprechen jedoch dagegen.

Rückkehr von Bremer macht Hoffnung

In der Abwehr wird Gleison Bremer wie eine Neuverpflichtung wirken, der nach einer komplizierten Bänderverletzung im Oktober wieder ins Geschehen eingreifen kann. Wenn jedoch Pierre Kalulu in einer 3-4-2-1-Formation als rechter Innenverteidiger aufläuft, brauchen die Bianconeri ein neues Gesicht in der Abwehr, es sei denn, Federico Gatti wird auf der linken Seite der Abwehrreihe eingesetzt oder der unbeständige Lloyd Kelly übernimmt diese Aufgabe.

Im Mittelfeld braucht Juventus sicherlich einen rechten oder linken Außenverteidiger, da Andrea Cambiaso auf beiden Seiten spielen kann. Auf der rechten Seite hat Alberto Costa bei der Klub-WM vor allem im letzten Drittel des Spielfelds gute Ansätze gezeigt, aber seine Leistung gegen Manchester City zeigt, dass er in der Defensive noch einige Defizite besitzt.

Nico Gonzalez war einer der Flügelspieler, die zusammen mit Thiago Motta im letzten Sommer verpflichtet wurden, aber der Argentinier hat Schwierigkeiten, sich an die Position des rechten Schienenspielers anzupassen, der mehr defensive Aufgaben hat als ein gewöhnlicher offensiver Flügelspieler, und er hat es im Gegensatz zu Francisco Conceiçao auch nicht geschafft, sich als offensiver Mittelfeldspieler durchzusetzen.

Wohin mit Koopmeiners?

Im zentralen Mittelfeld scheinen Manuel Locatelli und Khephren Thuram die designierten Stammspieler zu sein, aber Juventus braucht mehr Qualität im Zentrum des Spielfelds, und eine Verstärkung für Locatelli sollte nicht außer Frage stehen. Könnte Teun Koopmeiners der Mann sein, der Locatelli als Spielmacher der Mannschaft ersetzt? Fraglich, vor allem weil der Niederländer fünf seiner sechs Spiele unter Tudor als offensiver Mittelfeldspieler bestritten hat und eher da seine Stärken besitzt.

Kenan Yildiz wird in der nächsten Saison sicherlich der Mann sein, auf den man in Turin achten muss. Im Spiel gegen Manchester City bereitete er Dusan Vlahovic zweimal vor, wobei der Serbe die erste Chance vergab und mit seinem zweiten Versuch das Tor traf. Aber wer könnte Yildiz hinter einem einzelnen Stürmer unterstützen?

Auch hier ist Koopmeiners eine Option, aber er muss dringend sein Selbstvertrauen zurückgewinnen und besitzt zu wenig Geschwindigkeit, während Conceiçao bei der Klub-Weltmeisterschaft gute Leistungen gezeigt hat.

Der Portugiese ist jedoch an Juventus ausgeliehen, das 30 Millionen Euro
zahlen muss, um ihn dauerhaft aus Porto zu verpflichten. Laut der
Gazzetta ist die erste Alternative zu „Chico“ der von Manchester United, zuletzt an Chelsea verliehene Jadon Sancho.

Kolo Muani der Schlüssel in der Transferstrategie

Zu guter Letzt ist da noch der Angriff. Kolo Muani ist noch bis zum Ende der Klub-WM von PSG ausgeliehen, und Juventus muss mit dem Ligue-1-Klub über einen langfristigen Vertrag verhandeln, da der französische Nationalspieler gerne im Allianz-Stadion bleiben würde. Auf der anderen Seite soll Vlahovic den Verein verlassen, da sein Vertrag 2026 ausläuft und er keine Lust hat, bei der Alten Dame zu bleiben.

Doch der Abgang des Serben scheint kompliziert zu sein. Denn die Teams wie beispielsweise Milan, die Interesse bekundet haben, sind nicht bereit die hohen Gehaltsforderungen des Stürmers zu erfüllen. Unter dieser Prämisse scheint Vlahovic seinen Vertrag bei Juventus lieber aussitzen zu wollen, wenn man den Medien glauben mag.

Das bedeutet, dass Juventus einen neuen Mittelstürmer braucht, falls Kolo Muani bleibt, und der Serbe geht. Sollte dieser jedoch seinen Vertrag aussitzen, könnte das den Transfer des Franzosen verkomplizieren und dem italienischen Rekordmeister am Ende einiges an Gehaltsbudget kosten. Darüber hinaus würde man Vlahovic nächstes Jahr ablösefrei verlieren, während man jetzt noch knapp 25-30 Millionen an Ablöse einnehmen könnte.

Viele Spieler nicht Juve-würdig

Der wichtigste Name, der derzeit mit einem Wechsel zu Juventus Turin in Verbindung gebracht wird, ist Jonathan David. Dieser soll laut Transferguru Fabrizio Romano bereits eine Einigung mit dem Serie-A-Riesen erzielt haben, und wird ab nächster Saison Tudor ablösefrei zur Verfügung stehen, was den Druck auf Vlahovic weiter erhöhen wird.

Da die Bianconeri in der nächsten Saison wieder in drei Wettbewerben antreten werden, darunter auch in der Champions League, ist es absehbar, dass sie mindestens vier oder fünf Neuzugänge brauchen, um nach dieser langen und körperlich zehrenden Saison 2025/26 wieder konkurrenzfähig zu sein.

Die jüngste Niederlage gegen Manchester City hat deutlich gezeigt, dass viele der Spieler, die in der Startelf standen, in der nächsten Saison keine Garantie für einen Platz in der Elf der Bianconeri mehr haben und einfach nicht Juventus-würdig sind.

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Sascha

Die fünf geheimen Leistungsträger der Serie A

In diesem Artikel wollen wir euch fünf Spieler vorstellen, über die nur wenig berichtet wurde, obwohl sie eine herausragende Saison für ihre Teams absolviert haben. Fünf Akteure, über die die Gazetten spätestens nächste Saison viel mehr berichten werden. Das sind unsere geheimen Schlüsselspieler der abgelaufenen Serie A-Saison. (Bild: IMAGO / ABACAPRESS)

Nun, da die nationale Saison vorbei ist und sich der Staub gelegt hat, ist es an der Zeit, Bilanz zu ziehen. Während es in vielen Top-Ligen an Dramatik mangelte, war die Saison 2024/25 in der Serie A extrem spannend. An beiden Enden der Tabelle ging es hart zur Sache: Napoli sicherte sich in letzter Sekunde den Titel und brach damit die Herzen der Inter-Fans, die glaubten, ihr Team hätte wenige Spiele vor Schluss genug getan, um den Titel zu holen.

Auf der anderen Seite rettete Lecce die Saison spät, indem es in den letzten drei Spielen keine Niederlage mehr kassierte und Empoli in die Serie B beförderte. Im Laufe der Saison haben wir einige beeindruckende Einzelleistungen gesehen, und zwar nicht nur von den großen Teams.

In diesem Artikel werden fünf etwas weniger bekannte Spieler vorgestellt, die im Laufe der letzten Serie A-Kampagne zu absoluten Schlüsselspielern avancierten - Spieler, die ein wenig mehr Aufmerksamkeit verdienen, Spieler, die bewiesen haben, dass sie auch bei größeren Vereinen erfolgreich sein könnten, aber der Mainstream kaum über sie berichtet. Das machen wir jetzt für die fünf Jungs.

Assane Diao (Como)

Anfang des Jahres galt der 19-jährige Assane Diao bei Real Betis als überflüssig, weshalb er im Januar nach Como wechselte - was für ein Transfer für das Team von Cesc Fabregas. Diao, der in LaLiga nur wenig Spielzeit bekommen hatte, war in der Serie A ein echter Volltreffer: Gleich in seinem zweiten Spiel gegen den AC Mailand erzielte er einen Treffer, und gleich im nächsten Spiel gegen Udinese legte er einen weiteren nach.

Es dauerte nicht lange, bis der senegalesische Stürmer sowohl gegen Juventus Turin als auch gegen Napoli traf, bevor er die Saison mit acht Toren und einer Vorlage in 15 Ligapartien beendete und dabei einen beeindruckenden Durchschnitt von 0,58 Toren pro 90 Minuten erreichte.

Vor allem seine Schnelligkeit, Athletik und seine Dribbelstärke stachen in seinen Auftritten heraus. Trotz seiner starken Torausbeute, vergab er noch zu viele Großchancen. Kaum auszumalen, wie viele Tore der Youngster erzielen wird, wenn er seine Nervosität vor dem Tor weiter ablegt. Er ist definitiv ein Spieler, den man in der nächsten Saison im Auge behalten sollte und der beim ambitionierten lombardischen Verein zu einem Topstürmer reifen kann.

Aarón Martín (Genua)

Der 28-jährige Aarón Martín ist wahrscheinlich nicht der erste Name, der einem einfällt, wenn man über die besten Spieler der Serie A spricht, aber der Außenverteidiger von Genua hat eine hervorragende Saison gespielt. Interessanterweise hat nur Christian Pulisic vom AC Mailand in dieser Saison mehr Schlüsselpässe (= Pässe, die direkt zu einer Torchance führen) gespielt als Martin, wobei der Spanier regelmäßig zeigt, wie kreativ er sein kann.

Martins acht Assists trugen sicherlich dazu bei, dass Genua nicht ernsthaft in den Abstiegskampf verwickelt wurde, und da er wahrscheinlich im Luigi-Ferraris-Stadion bleiben wird, wird der Außenverteidiger einer der Schlüsselspieler sein, den die Mannschaft von Patrick Viera in der nächsten Saison wieder benötigen wird.

Doch herausragende Leistungen ziehen natürlich auch Interessenten an. Gerüchten zufolge sollen einige arabische Vereine an den Diensten des Spaniers sehr interessiert sein. Der FIFA Klub WM-Teilnehmer Al Ain aus den vereinigten arabischen Emiraten soll dabei der größte Bewerber um den Ex-Mainzer sein. Es bleibt also spannend ob der aktuelle Ligurier dem Ruf des Geldes folgen wird.

Mario Gila (Lazio)

Für Lazio Rom war es eine solide Saison, in der die Römer mit dem siebten Platz nur knapp die Teilnahme am internationalen Geschäft verpassten. Einer der herausragenden Spieler bei den Männern aus dem Stadio Olimpico in Rom war Innenverteidiger Mario Gila.

Über weite Strecken der Saison waren die „Aquile“ kaum zu schlagen, wobei Gilas Defensivleistung nicht unbemerkt blieb. Der Spanier, der früher bei Real Madrid unter Vertrag stand und sich mit dem Ball am Fuß sehr wohl fühlt, trug wesentlich dazu bei, dass Lazio seine Angriffe über ihn erfolgreich aufbauen konnte.

Er gehörte zu den besten Spielern der Liga, was Passgenauigkeit, Ballberührungen und Vorwärtsdrang anbelangt, und zeigte oft seine Fähigkeit, den Ball intelligent aus der Abwehr heraus zu spielen. Gila ist zwar erst 24 Jahre alt, aber nach einer sehr soliden Saison wäre es nicht verwunderlich, wenn er auch von finanzkräftigeren Klubs als Lazio beobachtet wird.

Wenn er in der Hauptstadt bleibt, wird seine Anwesenheit den Mannen von Maurizio Sarri zweifelsohne helfen, unter die ersten sechs zu kommen. Doch die Hauptstädter haben finanzielle Sorgen und daher könnte der Verkauf des Abwehrchefs die klammen Kassen der Römer füllen. Premier League Klub Brighton gilt dabei als einer der stärksten Interessenten für den Spanier.

Nikola Krstovic (Lecce)

Dank einer vielversprechenden Erfolgsserie konnte Lecce den Abstieg knapp verhindern und sich für eine weitere Saison in der höchsten italienischen Spielklasse halten. Dies ist nicht zuletzt das Verdienst von Stürmer Nikola Krstovic, dessen Einsatz im letzten Drittel der Saison die Mannschaft aus Apulien gerade noch über die Ziellinie brachte.

Der fleißige Stürmer war den gegnerischen Verteidigern ein ständiger Dorn im Auge. Mit 11 Toren und fünf Vorlagen erzielte er im Durchschnitt 0,47 Tore und Vorlagen pro 90 Minuten und beendete die Saison als achtbester Scorer der Serie A, was die Anzahl der Tore und Vorlagen angeht. Nicht schlecht für einen Stürmer, der bei einem Abstiegskandidaten spielt und aus der ersten slowakischen Liga kam.

Nach einer herausragenden Debüt-Saison könnte der montenegrinische Stürmer zu einem ambitionierteren Klub wechseln, denn Interessenten gibt es genug. Neben dem Interesse aus der Premier League sind es vor allem die italienischen Vereine die den schussstarken Mittelstürmer jagen. Die Roma, Juventus und der CFC Genua sollen am dringlichsten um die Dienste des Montenegriner buhlen, dessen Ablösesumme von den Gazetten auf 20-25 Millionen Euro geschätzt wird.

Nicolás Paz (Como)

Wie bereits erwähnt, erlebte Como unter der klugen Führung von Cesc Fabregas eine fantastische Saison in Italiens höchster Spielklasse. Der im Januar verpflichtete Diao stach in der zweiten Saisonhälfte ins Auge, doch die ganze Saison über war es Nicolás Paz der als Spielmacher der Lombarden auf sich aufmerksam machte.

Der junge Argentinier, der zu Beginn der Saison von Real Madrid kam, wo es nie wirklich danach aussah, dass er in der ersten Mannschaft spielen würde, wurde auf Anhieb zu einem wichtigen Bestandteil von Fabregas' gut geölter Pressing-Maschine. Paz avancierte zu Comos wichtigstem Spieler und beendete die Saison als viertbester Akteur der Serie A, was die Anzahl der Assists angeht.

Am Ende konnte der 20-jährige Gaucho sechs Tore und neun Vorlagen verbuchen. Paz, der in der vergangenen Saison im Schnitt 0,47 Tore und Assists pro 90 Minuten erzielte, hat eine große Zukunft vor sich, und wenn Como ihn halten kann, haben sie alle Chancen, in der nächsten Saison sich in der oberen Tabellenhälfte zu etablieren.

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Sascha

Der nächste Doan für Freiburg? | Yuito Suzuki (23) im Porträt

Freiburg hat sich die Dienste des vielseitigen Spielmachers Yuito Suzuki vom dänischen Traditionsklub Brøndby gesichert. Doch wer genau ist der jüngste japanische Nationalspieler, der in der deutschen Bundesliga spielt? Wir stellen euch den Freiburger Neuzugang genauer vor und ob er das Zeug hat, in die Fußstapfen von Ritsu Doan zu treten.

Die Bundesliga ist seit langem eine Hochburg für japanische Fußballtalente, daher wird der SC Freiburg mit der Verpflichtung von Yuito Suzuki diesen Trend fortsetzen. Er wird der 49. japanische Akteur sein, der in der höchsten deutschen Spielklasse spielt, und der achte aktive japanische Fußballprofi in der Liga (nach dem Abstieg von Shūto Machino mit Holstein Kiel).

Insgesamt überweisen die Breisgauer zehn Millionen Euro an Brøndby IF für die Dienste des offensiven Mittelfeldspielers der bei den Freiburgern auf Landsmann und Nationalmannschaftskollege Ritsu Doan treffen wird, insofern dieser seine Zelte aufgrund einiger Transfergerüchte nicht abbricht. Denn der Verbleib wäre für die Integration Suzukis enorm vorteilhaft.

Werdegang

Suzuki, der ebenfalls ein Produkt des renommierten japanischen Highschool-Fußballsystems ist, begann seine Profikarriere nach seinem Abschluss 2019 und vor der Saison 2020 beim J1-Ligisten Shimizu S-Pulse. Bei Shimizu erzielte er in drei Spielzeiten fünf Tore und vier Assists und kam insgesamt auf 83 Ligaeinsätze.

Aufgrund seiner beeindruckenden Leistungen für Shimizu wurde der Mittelfeldspieler im Januar 2023 an den Ligue-1-Verein Straßburg ausgeliehen. In Frankreich kam Suzuki jedoch nur selten zum Einsatz. In der Saison 2022/23 kämpfte Straßburg um das Überleben und kam in der Liga nur zu drei Einsätzen und einem im Pokal.

Nachdem er in 78 Minuten Pflichtspielzeit für Straßburg ein Tor erzielt hatte, kehrte Suzuki zu seinem Stammverein zurück, der in seiner Abwesenheit in die J2-Liga abgestiegen war. Nach nur drei Einsätzen in Japans zweithöchster Spielklasse ging der Mittelfeldspieler im Sommer 2023 nach Dänemark und schloss sich Brøndby dauerhaft an.

Endgültiger Durchbruch in Dänemark

Suzukis Leistungen in Dänemark waren es, die Freiburg im Mai 2025 auf den Plan riefen. In wettbewerbsübergreifenden 70 Einsätzen für Brøndby brachte Suzuki die dänischen Abwehrreihen immer wieder in Verlegenheit und erzielte 24 Tore und 16 Assists, während er als zentraler Spielmacher agierte.

Dies führte auch zu seiner ersten Berufung in die japanische A-Nationalmannschaft im Juni 2024, als er anstelle seines zukünftigen Teamkollegen Dōan eingewechselt wurde und beim 5:0-Sieg gegen Myanmar sein Debüt gab.

Ähnlicher Spielertyp wie Michael Olise

Ein wendiger, 1,80 m großer Linksaußen, der scheinbar über das Spielfeld gleitet und fast gelangweilt an seinen Gegenspielern vorbeizieht - nein, wir sprechen nicht von Bayern Münchens französischen Außen, sondern von Freiburgs Neuzugang. Er ist in der Lage jederzeit seinen Gegenspieler auszudribbeln, den entscheidenden Pass zu spielen oder Spielzüge im Strafraum erfolgreich abzuschließen.

Darüber hinaus ist Suzuki am Ball ein wahrer Ruhepol und behält selbst wenn er von zwei Spielern auf einmal angepresst wird die Nerven. Zudem besitzt er auch das technische Können sich aus engen Situationen gekonnt zu befreien und vor allem seinen Körper immer wieder effektiv einzusetzen. Trotz der körperlichen Unterlegenheit gegenüber den robusten Dänen, schaffte er dies mit spielerischer Leichtigkeit.

Wenn Freiburgs Neuzugang seine Fähigkeiten in 2025/26 konsequent ausspielen kann, könnte er einen ähnlich beeindruckenden Einfluss wie Ritsu Doan beim Sportklub haben. Dennoch wird er eine gewisse Adaptionszeit benötigen, denn die dänische Superliga ist qualitativ der Bundesliga deutlich unterlegen.

Vergleich mit Landsmann Doan

Bekommen die Freiburger also einen neuen Doan, oder unterscheiden sich beide Spieler, wenngleich sie vorzugsweise in der Offensive zum Einsatz kommen. Obwohl beide Akteure viel Kreativität besitzen fühlt sich Suzuki im Gegensatz zu Doan zentral hinter der Spitze am wohlsten, obwohl unser Protagonist mehr Geschwindigkeit und Dynamik mitbringt als sein Landsmann.

Im Gegensatz zu Doan sucht Suzuki selbst öfters den Abschluss, wobei das auch positionsbedingt sein kann. Anhand der Scorerpunkte sieht man, dass Doan fast genauso viele Tore vorbereitet (8) wie geschossen (10) hat, während Suzuki ganz klar mit 9 erzielten Toren gegenüber nur vier Vorlagen sich mehr aufs Tore schießen fokussiert.

Am deutlichsten unterscheiden sich jedoch beide Akteure in der Arbeit gegen den Ball, wo Suzuki eindeutig noch Luft nach oben hat. Bis auf das defensive Kopfballspiel ist Doan dem Freiburger Neuzugang in allen Disziplinen gegen den Ball überlegen. Doch das kann der 23-jährige Bundesliga-Debütant noch lernen.

Fazit:

Der Transfer des SC Freiburg wird von mir mit einer 9/10 bewertet, da das Preis-Leistungsverhältnis für einen Spieler solcher Qualität hervorragend ist. Yuito Suzuki wird mittel- bzw. langfristig die Breisgauer enorm bereichern und seinen Marktwert mindestens verdoppeln. Daher absolutes Lob an Klemens Hartenbach und allen Beteiligten die diesen Transfer möglich gemacht haben.

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Sascha

Darum jagt Milan Ardon Jashari

Milan ist auf der Suche nach einem neuen Mittelfeldspieler als Ersatz für Tijjani Reijnders, der nun offiziell zu Manchester City gewechselt ist. Zu den Namen, die auf dem Notizbuch von Igli Tare stehen, gehört Ardon Jashari der 22-jährige Schweizer Mittelfeldspieler, der derzeit für Club Brügge spielt und den wir euch jetzt genauer vorstellen wollen.

Doch sein Profil hat die Aufmerksamkeit mehrerer europäischer Vereine auf sich gezogen, die ihn für die nächste Saison verpflichten wollen. Denn laut den aktuellsten Medienberichten buhlen neben den Lombarden auch die alte Dame und zwei Teams aus der Bundesliga um den Edeltechniker- und zwar der BVB und Bayer Leverkusen.

Jasharis Karriere und Markteinschätzung

Der in der Luzerner Jugend aufgewachsene Jashari gab 2020 sein Profidebüt und wurde schnell zu einem der vielversprechendsten Nachwuchsspieler im Schweizer Fußball. Seine Leistungen brachten ihm eine Berufung in die A-Nationalmannschaft ein, mit der er an der Weltmeisterschaft in Katar teilnahm, und einen Wechsel zu Club Brügge im Jahr 2023, wo er zum besten Spieler der abgelaufenen Jupiler Pro League gewählt wurde.

Kurz gesagt, Jashari ist bereit, einen Quantensprung zu machen, aber es sind mindestens 35 Millionen Euro nötig, um ihn zu verpflichten. Viel Geld für ein Talent aus der belgischen Liga, zumal die meisten Importe aus Belgien und Holland in die Serie A eine längere Anlaufzeit brauchten um richtig durchzustarten.

Eigenschaften und Spielweise

Ardon Jashari ist ein moderner zentraler Mittelfeldspieler, der sowohl im Spielaufbau als auch in der Ballan- und Mitnahme sehr geschickt ist und am meisten an das Profil von Champions League-Sieger Vietinha erinnert. Er bevorzugt die Rolle des aufbauenden Sechsers in einem Dreier-Mittelfeld, kann aber aufgrund seiner Flexibilität auch auf der Doppelsechs und als Achter agieren.

Der Schweizer mit nordmazedonischen Wurzeln besticht vor allem durch seine herausragende Übersicht die er in enorm progressive Pässe ummünzt. Diese durchbrechen die Linien der Gegner wie Mike Tyson die Kiefer seiner Kontrahenten. Es ist ein wahrer Genuss in dabei zuzuschauen, wie er, manchmal sogar ohne seinen Mitspieler großartig anzuschauen, die komplette Abwehrreihe mit einem einzigen Pass aus dem Spiel nimmt. Von allen U23-Spielern in Europa konnte ihn nur Barcas Petri übertreffen.

Diese Eigenschaften gehen ihm auch unter Druck des Gegners nicht verloren, was ihn zu einem pressing-resistenten Mittelfeldspieler macht, der seinen Körper sowohl am, als auch gegen den Ball sehr aggressiv einsetzt um den Ball zu sichern. Auch sein körperlich robustes, aber extrem fintenreiches Dribbling, macht ihn zu einem extrem ballsicheren Spieler.

Darüber hinaus ist Jashari sich für keinen Lauf zu schade und galt in der belgischen Liga zu den laufstärksten Akteuren die die meisten Kilometer abgespult haben. Vor allem im Pressing konnte er regelmäßig Bälle erobern und konnte in dieser Disziplin mit einem dreifach besseren Wert als Reijnders überzeugen.

Persönlichkeit eines Leaders

Trotz seines jungen Alters hat er bei Luzern bereits die Kapitänsbinde getragen und zeigte auf dem Spielfeld große Führungsqualitäten. Gefühlt lief fast jeder Angriff bei Brügge über Jashari, was zeigt, dass er nicht nur ein großartiger Fußballer ist, sondern dass er bereit ist Verantwortung zu übernehmen.

Im Vergleich mit den restlichen Mittelfeldspielern der höchsten belgischen Spielklasse gehörte er zum 93. Perzentil in Bezug auf Ballkontakte. Für einen zentralen Mittelfeldspieler bringt der Schweizer darüber hinaus einen hervorragenden Antritt und eine gute Endgeschwindigkeit mit, welche im modernen Fußball immer mehr an Bedeutung gewonnen haben.

Schwächen

Zu den Schwächen gehört eine gewisse Tendenz, dass das Mittelfeldtalent zum Ende der Partien hin immer mehr die Konzentration und damit einhergehend auch seine großartige Übersicht verliert. Wir können daraus schließen, dass es ihm noch an konstanter mentaler Leistung fehlt, was für junge Talente nicht ungewöhnlich ist und mit den Jahren behoben werden kann.

Dadurch dass Jashari extrem viel mit dem Körper arbeitet, besitzt er gewisse Schwierigkeiten in individuellen Defensivduellen gegen körperlich stärker strukturierte Gegner. Er muss also noch lernen wie er mit dieser Art von Gegenspieler in Zukunft klar kommt. Der direkte Körperkontakt ist da nicht das probate Mittel und vielleicht sollte er da einen etwas passiveren Ansatz wählen und genau im richtigen Moment angreifen.

Fazit:

Die Spieler sollen heute am besten alles können, egal ob Torhüter oder Abwehrspieler. Ardon Jashari besitzt ein nahezu komplettes Spielerprofil mit wenigen und absolut behebbaren Defiziten. Dennoch ist das Preis-Leistungs-Verhältnis mit ca. 40 Millionen inklusiver Boni als risikoreich zu betrachten.

Die Jupiler Pro League gehört nicht zu den Top 5 Ligen Europas und daher ist die Bewertung dieser Spieleraktie recht hoch, wenngleich Jashari zum besten Akteur der Liga gekürt wurde und dessen Marktwert den Rekord im belgischen Oberhaus mit 32 Millionen Euro gebrochen hat.

Dass Vereine wie Milan, Juventus, Manchester City, Dortmund und Leverkusen trotzdem konkretes Interesse bekunden, zeigt was ein besonderer Spieler dieser Ardon Jashari ist. Ihm ist der Sprung in eine Top 5-Liga absolut zuzutrauen und gleichermaßen, dass er direkt funktioniert und zum absoluten Leistungsträger avanciert.

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