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Sascha

Tauschtransfer | Sensi für Rakitic – Was ist dran?

Der FC Barcelona soll laut den Berichten der „Sport“ daran interessiert sein, Inter Mailands Senkrechtstarter Stefano Sensi mit Routiner Ivan Rakitic zu tauschen. Denn die Lombarden werden schon seit Jahren wiederkehrend mit dem Kroaten in Verbindung gebracht.

Der 24-jährige Italiener kam im Sommer per Leihe mit anschließender Kaufoption von 25 Millionen Euro von US Sassuolo zu den „Nerazzurri“. Unter Antonio Conte hat sich Sensi schnell in die Herzen der Fans gespielt und sich als tief liegender Spielmacher im Mittelfeld von Inter etabliert.

Laut der "Sport" sind die beeindruckenden Leistungen des italienischen Nationalspielers nicht unbemerkt geblieben, da der aktuelle Tabellenzweite aus Spanien bereits zu den Vertretern des Spielers Kontakt aufgenommen haben soll. Laut der Tageszeitung wollen die Katalanen mit dem in die Jahre gekommenen Ivan Rakitic (31) die Verantwortlichen der Lombarden locken.

Shootingstar des Saisonstarts

Sensi konnte in sieben Ligaspielen drei Tore und vier Vorlagen erzielen, obwohl er in den letzten Wochen aufgrund einer Verletzung Inter-Coach Antonio Conte nicht zur Verfügung stand. Daher ist es schwer vorstellbar, dass Inter nur annähernd daran interessiert ist, den Leistungsträger abzugeben.

Denn gerade in den letzten Wochen zeigte sich, wie sehr Sensi dem Mailänder Team mit seinen Spielmacherfähigkeiten und seiner Torgefährlichkeit fehlt. Dass der Tabellenzweite der Serie A jedoch gerne den kroatischen Nationalspieler in den eigenen Reihen zu schätzen wisse, dürfte nach dem „Buhlen“ der letzten Jahre seitens der „Nerazurri“ kein Geheimnis darstellen.

Das Arbeitspapier des ehemaligen Schalkers läuft nur noch zwei Jahre und somit wären die „Blaugrana“ gezwungen, den Edeltechniker spätestens nächsten Sommer zu verkaufen, möchte man noch etwas „Kleingeld“ für den 31-jährigen Kroaten einheimsen.

"Nicht hier, um den Strand zu genießen"

Zudem spielt der zentrale Mittelfeldmann, welcher 2014 vom FC Sevilla geholt wurde, in den Planungen von Trainer Ernesto Valverde nur eine untergeordnete Rolle. Seit der Verpflichtung von Ajax-Juwel Frenkie De Jong (22) kommt Rakitic meist nur von der Bank und konnte daher in der laufenden Spielzeit kaum Akzente setzen.

„Ich bin nicht hier, um den Strand zu genießen“, untermauerte der Vizeweltmeister seine Wechselabsichten Anfang des Monats gegenüber der spanischen Presse. Ein Abgang des Kreativpakets scheint daher durchaus realistisch, ebenso die Richtung (Mailand), jedoch wird Stefano Sensi sicherlich nicht zum Faustpfand avancieren.

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Sascha

Review | Roma vs Milan - Offenbarungseid im Olimpico

Es war wieder einer dieser Tage, an denen Fußballtrainer am Spielfeldrand stehen und fassungslos die Hände über den Kopf zusammenschlagen. Am gestrigen Sonntagabend muss es Milan-Coach Stefano Pioli wohl genau so ergangen sein, als dieser im Spitzenspiel gegen den AS Rom einen individuellen Schnitzer seiner Mannen nach dem anderen bewundern durfte. Aber fangen wir erstmal chronologisch an.


Die Lombarden starteten nach dem unglücklichen 2:2 gegen Lecce zunächst vielversprechend in die Partie, hatten mehr Spielanteile, lösten sich optimal aus dem Pressing der Gastgeber und erspielten sich die eine oder andere nette Möglichkeit, um in Front zu gehen. Vor allem das knappe Abseitstor von Rafael Leao nach wunderschönem Steilpass von Franck Kessié sollte der Höhepunkt einer attraktiven ersten halben Stunde für die Domstädter stellen.

Kessié verliert Dzeko aus den Augen


Doch es kam anders. Mal wieder. Nach circa 30 Minuten fanden die „Giallorossi“ wieder ins Spiel und die Partie gestaltete sich ausgeglichener, sodass sich in der 38. Spielminute eine Ecke für die „Lupi“ ergab. Zack stand es schon wieder 1:0 für den Gegner. Edin Dzeko durfte, nachdem der Ball durch Teamkollege Mancini abgefälscht wurde, freistehend einköpfen. Der ihm zugeteilte Kessié verbrachte seine Zeit wohl in der Pommes Bude des Stadio Olimpicos. So einfach hatte es der Bosnier diese Saison noch nicht.

Doch anstatt aus diesen Fehlern zu lernen, durften die leidgeprüften Fans der Gäste auch bei den folgenden Standards bewundern, wie die Roma immer wieder, sei es durch Mancini oder Smalling, nach Standards total unbedrängt zum Abschluss kam. Das hatte nichts mehr mit Taktik, sondern mit der Konzentrationsfähigkeit des Einzelnen zu tun.

Calabria macht da weiter, wo Conti aufhört


Mit einem 0:1 ging es dann in die Kabine. Piolis Truppe war nach dem überraschenden Rückstand sichtlich verunsichert. Der ehemalige Lazio-Coach reagierte und brachte Anfang der zweiten Halbzeit Davide Calabria für den überforderten Andrea Conti in die Partie. Zunächst zahlte sich die Einwechslung aus. Denn es war der 22-jährige Italiener, welcher mit seiner Flanke perfekt für Theo Hernandez auflegte. Dieser nahm den Ball gekonnt an und zog volley zum zwischenzeitlichen Ausgleich ab.

Doch war es auch eben jener Calabria, welcher nur wenige Minuten später völlig unbedrängt in der eigenen Hälfte einen kapitalen Fehlpass direkt in die Füße von Edin Dzeko spielte, welcher die Pille zu Roma-Youngster Nicolo Zaniolo weiterleitete, der abgezockt zum 2:1 für die Gastgeber verwandelte. Wieder ein Geschenk, obwohl es bis Weihnachten noch zwei Monate sind. Selbst Leistungsträger und Routiniers wie Biglia und Kessié bekamen im eigenen Sechzehner durch ihre Fahrlässigkeit den Ball abgejagt und verursachten fast weitere Gegentore.

Desolate Zweikampfwerte


Weiterer Diskussionspunkt die Zweikampfführung der Mailänder. Im defensiven Mittelfeld gewann Biglia gerade mal 25 Prozent seiner Zweikämpfe, was für einen Sechser definitiv zu wenig ist. Doch genauso zeigten sich das Innenverteidiger-Duo Mussacchio (20 Prozent) und Romagnoli (25 Prozent) gegen die Roma verunsichert. Gerade in der Luft scheint es Milan noch an Dominaz zu fehlen, denn niemand bekam die Kopfballverlängerung Dzekos gebändigt.

Stefano Pioli, Paolo Maldini und alle anderen bestehen weiterhin darauf, dass es keine Sonderbehandlung mehr gibt und jeder Spieler seinen Platz in der Mannschaft verdienen müsse. Dennoch ist Suso immer der erste Name auf der Liste, welcher seit Monaten seine Form alter Tage vermissen lässt und doch immer wieder in der Startelf steht. Das eindimensionale Spiel des Spaniers scheint entschlüsselt und macht gerade die rechte Flanke der Mailänder berechenbar. Überraschungsmoment 0,0.

Eine Frage der Mentaliät


Zudem scheint es angesichts der Krise in Mailand immer mehr eine Frage der Mentalität zu werden. Routinierte Führungsspieler, die das fragile mentale Rückgrat des Teams stabilisieren, müssen gesucht werden. Denn an den individuellen Aussetzern des Teams wäre wohl jeder Trainer machtlos. Die fünfte Niederlage Mailands in nur neun Runden macht deutlich, mit welchen Problemen der siebenfache Champions-League-Sieger aktuell zu kämpfen hat. An sich ist ein verlorenes Spiel im Olimpico kein Drama, aber nicht, wenn man zwei Tore an eine vom Verletzungspech geplagte und erschöpfte Roma-Mannschaft verschenkt.

Diese trat lediglich mit der Hälfte ihres Stammpersonals an. Überdies spielte Edin Dzeko aufgrund eines gebrochenen Wangenknochens mit einer Spezial-Maske. Die „Giallorossi“ hatten mit Jordan Veretout nur einen gelernten defensiven Mittelfeldspieler im Team, sodass Trainer Paulo Fonseca nur drei Tage nach dem kräftezehrenden Spiel in der Europa League gegen Borussia Mönchengladbach Innenverteidiger Gianluca Mancini zum Sechser umfunktionieren musste.

Roma macht Lust auf mehr


Was die Roma betrifft, so wird Fonseca von der Performance seiner Truppe begeistert sein. Sie waren organisiert, kompakt und arbeiteten sich die Sohlen ab, obwohl fast die Hälfte des Teams fehlte. Die Tatsache, dass sie inmitten einer unglaublichen Verletzungskrise nur einen Punkt vom Viertplatzierten aus Neapel entfernt sind, ist bemerkenswert und gibt Hoffnung für den weiteren Verlauf der Saison. Denn sollte der portugiesische Übungsleiter wieder aus dem Vollen schöpfen können, sollten die Hauptstädter im Kampf um die begehrten Königsplätze noch ein entscheidendes Wörtchen mitreden können.

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Sascha

Vorschau | Roma vs Milan - Verlieren verboten!

AS Roma – Verletzungsmisere Deluxe


Der Tabellensechste liegt aktuell nur drei Punkte hinter einem Champions-League-Rang und sollte eigentlich frohen Mutes in die Partie gegen den AC Mailand gehen. Jedoch versprühten die letzten beiden Auftritte der Roma nicht gerade Enthusiasmus. Zwar verkauften sich die „Giallorossi“, im Gegensatz zum schwachen 0:0 bei Schlusslicht Sampdoria, gegen den Bundesligaprimus Borussia Mönchengladbach im Rahmen der Europe League trotz einensunglücklichen 1:1 Remis stark verbessert, doch drücken Trainer Paulo Fonseca erhebliche Personalsorgen.

Mit Amadou Diawara, Bryan Cristante, Cengiz Ünder, Davide Zappacosta, Henrikh Mkhitaryan, Lorenzo Pellegrini, Nikola Kalinic und dem rot-gesperrten Justin Kluivert fehlen dem portugiesischen Fußballlehrer gleich über ein halbes dutzend potenzieller Stammkräfte! Gerade im Mittelfeld ist diePersonaldecke dermaßen dünn, dass sich die Vereinsverantwortlichen auf dem Markt nach vereinslosen Spielern umschauen.

Rodwell oder Büchel?

Daher wurden diese Woche Jack Rodwell und Marcel Büchel in der Hauptstadt zu medizinischen Untersuchungen vorstellig. Während Letzterer seine ganze Karriere in Italien bei Vereinen wie Empoli, Hellas Verona, Bologna oder Juventus Turin verbracht hat, würde mit Rodwell jemand kommen, welcher zuletzt nach Stationen wie Manchester City und dem AFC Sunderland nur noch in der zweiten englischen Liga für die Blackburn Rovers kickte. Laut italienischer Medienberichte soll der Bessere der beiden verpflichtet werden. Dass beide Akteure ein Arbeitspapier erhalten, wird dabei ebenfalls nicht ausgeschlossen.

Am Donnerstag musste mit Mancini gar ein gelernter Innenverteidiger im defensiven Mittelfeld neben Veretout ran. Obwohl dieser seine Sache gegen die starken „Fohlen nicht schlecht machte, erwartet die „Gazzetadello Sport“ an dessen Stelle Javier Pastore auf dem Sechser-Spot. Auch Rechtsverteidiger Santon kehrt nach seiner Verletzung wieder zurück und könnte neben dem Argentinier eine weitere Option für die Sechs darstellen. Da Kluivert aufgrund seiner roten Karte gegen Sampdoria Genua nicht spielberechtigt ist, wird Florenzi diesen wohl auf dem Flügel vertreten.

AC Mailand – Eine richtungsweisende Partie

Bei seinem Debüt für die „Rossoneri“musste Coach Stefano Pioli trotz einer ansprechenden Leistung mit Aufsteiger US Lecce die Punkte teilen. Zwar erzielten seine Mannen zwei ansehnliche Tore, jedoch musste man sich aufgrund eines unglücklichen Handspiels Andrea Contis und einem Sonntagschuss aus 25 Metern von Marco Calderoni am Ende mit einem 2:2 Remis begnügen. Doch die Partie machte Lust auf mehr. Die Lombarden zeigten sich im Gegensatz zu Giampaolos Amtszeit gerade offensiv stark verbessert.

Die Pioli-Truppe erspielte sich zahlreiche Torchancen, ließ gegen den Ball nicht viel anbrennen. Einzig die Effektivität ließ zu wünschen übrig. Vor allem Youngster Rafael Leao ließ zwei äußerst aussichtsreiche Torchancen liegen, während sein Sturmkontrahent Krzysztof Piatek nach seiner Einwechslung sofort treffen konnte. Doch trotz seines Tores scheint Milans Übungsleiter auch gegen die Roma auf den jungen Portugiesen zu setzen.

Suso, Kessié und Conti raus?

Im Laufe der Woche spekulierten die Medien darüber, ob zum einen Ex-Frankfurter Ante Rebic den spanischen Linksaußen Suso ersetzen wird, zum anderen der Algerier Ismael Bennacer für Franck Kessié auf der Sechs startet. Doch einen Tag vor dem Showdown in Italiens Hauptstadt scheinen sich die Gazetten einig, dass Pioli fast auf dasselbe Team setzen wird.

Einzig Rechtsverteidiger Andrea Conti könnte nach seiner unglücklichen Partie gegen die Apulier Davide Calabria weichen. Denn der ehemalige Bergamo-Akteur zeigte bei seinen bisherigen Auftritten deutliche Fitnessprobleme, welche gerade nach der 60. Spielminute wiederholt spielentscheidend wurden.

Prognose:

Es wird ein Duell auf Augenhöhe geben, in welchem die Roma zwar den Heimvorteil genießt, aber gegen eine ausgeruhte, enthusiastische Milantruppe ran muss. Die Verletzungssorgen und die Doppelbelastung der Gastgeber unter der Woche spielen den Mailändern natürlich in die Karten, machen sie daher in dieser Begegnung zum leichten Favoriten.

Aufstellungen:

Roma: Pau Lopez; Spinazzola, Mancini, Smalling, Kolarov; Veretout, Pastore; Florenzi, Zaniolo, Perotti; Dzeko

Milan: Donnarumma; Calabria, Musacchio, Romagnoli, Hernandez; Paqueta, Biglia, Kessie; Suso, Leao, Calhanoglu

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Sascha

Ibrahimovic zu Neapel | Was ist dran am Gerücht?

Der SSC Neapel will im Titelkampf noch einmal nachrüsten und soll laut italienischen Medienberichten Zlatan Ibrahimovic ein Angebot unterbreitet haben. Dass dieses Gerücht durchaus Substanz besitzt, untermauern die gestrigen Worte von Napoli-Präsident Aurelio De Laurentis.

"Er ist ein Wunschspieler von mir, aber es hängt von ihm ab....", antwortete der Filmmogul angesprochen auf die Frage, ob der Schwede im Januar den Weg zur "Partenopei" finden wird. Dass man sich privat schätzt und auch schon das ein oder andere Dinner miteinander verbracht hat, offenbarte De Laurentis gegenüber TV Luna ebenso.

"Vor allem ist er ein Freund. Ich traf ihn nicht nur als Fußballspieler, sondern als normalen Menschen in Los Angeles, weil wir im selben Hotel wohnten und wir ein paar außergewöhnliche Tage zusammen verbrachten. Ich habe ihn zum Abendessen mit seiner Frau und seinen sehr höflichen Kindern eingeladen, und wir hatten einen tollen Abend zusammen."

5 Millionen Euro für Ibra?

Auch Ibrahimovic, dessen Vertrag bei Los Angeles Galaxy in zwei Monaten ausläuft und somit ablösefrei zu haben wäre, äußerte vor kurzem den Wunsch seine Karriere beim "Calcio Napoli" beenden zu wollen. Doch wie so oft enden etwaige Flirts zwischen Vereinen und Spielern am lieben Geld und beide gelten in der Szene als schwierige Verhandlungspartner.

Denn den Berichten der "Gazzetta dello Sport" entsprechend fordert Ibra ganze 5 Millionen Euro für einen Kontrakt bis 2021. Die Mailänder Tageszeitung fügt hinzu, dass die "Partenopei" die Situation abwäge und nur bereit sei, ihm bis zum Ende der Saison 1,5 Millionen Euro anzubieten, mit der Option, auf ein weiteres Jahr mit einem Salär von 3 Millionen Euro.

Scheitert es am Ende wieder an den Bildrechten?

So weit liegen also beide Parteien nicht auseinander, daher könnte De Laurentis' Traum im Januar wahr werden, sollte das ganze Treiben am Ende nicht wieder an Boni und Bildrechten scheitern, wie es diesen Sommer bereits bei Nicolas Pepé der Fall war. ADL gilt in der Szene als extrem schwieriger Verhandlungspartner, welcher bei Abgängen teils utopische Ablösesummen fordert, jedoch bei Zugängen oftmals nicht bereit scheint marktwertgerechte Ablösesummen zu zahlen.

So zerschlug sich im Sommer gleichermaßen der Transfer von James Rodriguez, welcher offensichtlich bereit war unter seinem alten Förderer Carlo Ancelotti aufzulaufen. Zwei potenzielle Weltklassetransfers die am Geiz des 70-jährigen am Ende scheiterten und die "Azzurri" nicht zum Scudettoanwärter verwandelten.

Ibra bringt Gewinnermentalität

Sollte der Coup mit dem Schweden gelingen, dann wäre die Lücke zu Juventus im wenigstens sechs Monate später auf ein Minimum reduziert. Denn mit Ibrahimovic bekäme der italienische Vizemeister nicht nur einen Weltklassestürmer, sondern auch einen wahren Führungsspieler, der bei den Gegnern Angst und Schrecken verbreitet.

Darüber hinaus besitzt der mittlerweile 38-jährige Mittelstürmer die berüchtigte Gewinnermentalität, die es braucht um Titel zu holen, der auch in schwierigen Situationen die Nerven behält und genau dieser Spielertyp fehlt den Süditalienern noch um den Scudetto zu holen. Es bleit also abzuwarten, ob Aurelio De Laurentis sein Ego für diesen Transfer überwinden wird und der Titelkampf dieses Jahr noch einmal an Brisanz und Spannung gewinnt. Die Chancen stehen schonmal nicht schlecht. Jetzt liegt es an ADL.

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Sascha

Thiago Motta | Ist er die Lösung für den FC Genua?

Gestern war es mal wieder soweit beim FC Genua und ein weiterer Trainer in der lebhaften Historie des Clubs musste seine Koffer packen. Dieses Mal traf es Aurelio Andreazzoli, welcher nach nur acht Spieltagen von seinem Amt als Übungsleiter entbunden wurde. Ob die Entlassung angesichts des schweren Startprogramm der Ligurier gerechtfertigt scheint, darf durchaus in Frage gestellt werden.

Schließlich bekamen es die Hafenstädter in den ersten acht Runden mit Teams wie der Roma, Florenz, Atalanta, Milan, Lazio und Mihajlovics Bologna zu tun. Mannschaften, welche qualitativ allesamt besser ausgestattet sind, wie der Kader der Genuesen. Darüber hinaus musste Andreazzoli im Rahmen dieses schweren Startprogramms zahlreiche Neuzugänge integrieren, sie zu einer Einheit zusammenfügen und ihnen seine offensiv ausgerichtete Spielphilosophie vermitteln.

Der Fisch stinkt vom Kopf

Daher scheint folgende Frage durchaus berechtigt: Lag das Problem wirklich nur beim Trainer? Angesichts dessen, dass der FC Genua seit Jahren das Team ist, welches am meisten Trainer verschleißt, scheint das Problem wohl eher am "Kopf des Fisches" zu liegen. Denn kein Vereinspräsident in Italien entlässt mehr Trainer als Genuas Enrico Preziosi. Allein letzte Saison durften sich drei verschiedene Fußballlehrer innerhalb einer Spielzeit beweisen, um dann am Ende wieder ihre Koffer packen zu dürfen.

Das deutsche Sprichwort "Gut Ding will Weile haben" kommt nicht von ungefähr und trifft auch häufig im Profifußball zu. Gerade taktische Trainer benötigen Zeit um ihre Ideen einzustudieren. Doch Preziosi interessiert das relativ wenig. Mit Charaktereigenschaften wie Impulsivität, fehlender Weitsicht und Ungeduld ist es offensichtlich unmöglich einen Verein erfolgreich zu führen.

Nur wenige Monate Berufserfahrung

Nun gut, jetzt soll es also Thiago Motta, ehemaliger Spieler des FC Genau, Inter Mailand und zuletzt Paris Saint Germain für den Tabellenvorletzten richten. Als Trainer mit einer klaren Spielphilosophie konnte sich der ehemalige italienische Nationalspieler lediglich eine Spielzeit mit der U19 von PSG beweisen. Der gebürtige Brasilianer implementierte der Jugendmannschaft der Pariser dabei sein besonderes Spielsystem. Ein Mann der den Fußball mit seinem 2-7-2-System revolutionieren möchte.

Preziosi: "Motta hat 13 Eier!"

"Für mich ist das Team auch von der rechten Seite nach links lesbar: Wie wäre es, wenn wir mit 2-7-2 spielen? Wir sind keine 12, denn ich zähle den Torhüter zu den 7 Spielern in der Mitte des Feldes. Für mich ist der Angreifer der erste Verteidiger und der Torhüter der erste Angreifer", so der neue Genua-Coach.

Von diesen Worten scheint Preziosi ziemlich angetan und konstatiert seinem neuen Coach tolle Ideen und eine ungemeine Fachkompetenz. "Ich bin mir sicher, dass er alle überraschen wird. Er hat immer noch dieselbe Leidenschaft, welche er schon als Spieler besaß. Er ist jemand, der 13 Eier besitzt! Zudem kennt er den Verein in und auswendig, hat alle Spiele gesehen und weiß wo er den Hebel anzusetzen hat", lobte der 71-jährige Italiener seinen neuen und alten Schützling.

Beerdigt Motta seine Karriere?

Ob Thiago Motta einen Bonus aufgrund seiner aktiven Zeit bei den "Rossoblu" besitzt, bleibt abzuwarten. Denn auch der 36-jährige neue Genua-Coach wird Zeit benötigen, dass Team an sein neues 2-7-2 (oder modifiziertes 4-3-3) zu gewöhnen. Ob der junge Fußballlehrer eine großartige Chance ergreift nach nur wenigen Monaten in Italiens erster Liga trainieren zu dürfen, oder aber gerade dabei ist seine noch junge Trainer-Karriere zu beerdigen, scheint hier ein weiterer Diskussionspunkt.

Denn Preziosi ist metaphorisch beschrieben der Treibsand, in welchem ein Gärtner (in diesem Fall Thiago Motta) beabsichtigt seinen Samen zu pflanzen. Der Samen wird keine Zeit haben sich zu entwickeln und verschwinden. Daher scheint auch ein Thiago Motta zum Scheitern verurteilt. Denn Genua findet sich auch diese Saison mitten im Abstiegskampf wieder, wo die Zeit für Experimente relativ begrenzt ist.

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Sascha

Erick Pulgar | Im Schatten Riberys

Seit dem 1. September dieses Jahres istder AC Florenz ungeschlagen. Zwar belegt die Truppe von Trainer Vincenzo Montella „nur“ den neunten Rang, hat jedoch mit dem SSCNeapel, Juventus Turin, AC Mailand, Atalanta Bergamo vier der letztjährigen Top-5-Teams der höchsten italienischen Spielklasse herausfordern müssen. Gerade gegen den italienischen Rekordmeister zeigte sich die „Viola“ mehr als ebenbürtig und machte Lust auf mehr.

Die Lobpreisungen bekamen jedoch hauptsächlich Spieler wie Ribery, Chiesa oder aber Youngster Castrovilli ab, obwohl ein Mann vor der Abwehr unauffällig sämtliche erfolgreiche Spielzüge initiierte. Die Rede ist von Erick Pulgar! Der 25-jährige Chilene gilt als einer der unterschätzesten tiefliegenden Spielmacher der Serie A, da er trotz seiner exzellenten Entwicklung immer noch nicht unter dem Radar der Topclubs weilt.

Diawara in der Pole

Geboren und aufgewachsen im nordchilenischen Antofagasta, debütierte der defensive Mittelfeldmann 2011 bei ortsansäßigen Club Deportes, als sich der Verein noch in der zweiten Liga befand. Dort spielte der Jungspund bis Juni 2014, ehe er sich in den Diensten des Erstligisten Universidad Católica stellte. Nur eine Saison später registrierten Scouts des FC Bologna die herausragenden Leistungen des Talents und nahmen ihn im Sommer 2015 unter Vertrag.

Der damalige Trainer der „Bolognesi“ Delio Rossi, setzte auf Anhieb auf den Neuankömmling und trieb mit einem Platz in der Startelf dessen Entwicklung weiter voran. Doch dann verlor der Coach nach nur zehn Spieltagen aufgrund ausbleibenden Erfolgs seinen Job an Roberto Donadoni. Der ehemalige Milan-Akteur setzte sein Vertrauen auf das damalige Ausnahmetalent Amadou Diawara (heute: AS Rom) und sorgte dafür, dass Pulgar nur noch auf 13 Einsätze in der ganzen Saison kam.

Mihajlovic pusht Pulgar zum Durchbruch

Doch der junge Chilene ließ sich mental nicht verunsichern und arbeitete weiter hart an sich. Nachdem Diawara im Sommer 2016 nach Neapel wechselte, entstand im Mittelfeld natürlich eine Vakanz, welche sich Pulgar natürlich nicht entgehen ließ, wenngleich er wegen Adam Nagy zunächst einmal im linken Mittelfeld des Trios auflaufen musste. Das Wichtigste war jedoch, dass Pulgar seine Spielzeit bekam um zu wachsen.


Bis zur Saison 2018 gehörte der Schlaks meist zur Startelf und verbesserte sich dabei kontinuierlich. Doch sein Club stürzte unter Trainer Filippo Inzaghi mitten in den Abstiegskampf. Das ganze Team performte mehr schlecht als recht. Es war ein starker Mann mit Erfahrung und einer Menge Sozialkompetenz gefragt und die Wahl fiel nach der Entlassung Inzaghis auf Sinisa Mihajlovic. Im Nachhinein betrachtet ein absoluter Glücksfall für Verein, Fans und Spieler, darunter natürlich auch Pulgar.

Der serbische Trainer sorgte nicht nurdafür, dass die „Rossoblu“ dem Abstieg entkamen, sondern auch das der Südamerikaner einen immensen Entwicklungsschub vollzog. Pulgar implementierte seinem Spiel mehr Gelassenheit und Feingefühl und demonstrierte in Mihas' 4-2-3-1-System als tiefliegender Spielmacher neben Kapitän Blerim Dzemaili, dass er als „Regista“ ein Spiel lenken und leiten kann.

Nur 10 Millionen Ablöse

Vor allem seine sechs Standard-Tore im letzten Saisondrittel, wenngleich sie aus elf Metern erzielt wurden, sicherten Mihajlovics Truppe den verdienten Klassenerhalt. Dass Pulgar zum absoluten Ausnahmespieler avancierte, blieb dem AC Florenz im Gegensatz zu den Topclubs nicht verborgen. Die „Viola“ sicherte sich diesen Sommer die Dienste des Sechsers für gerade mal zehn Millionen Euro. Angesichts des Fähigkeitenprofil Pulgars ein wahres Schnäppchen, was sich gleichermaßen an dessen Leistungen im ersten Saisondrittel widerspiegelt.

Wie eben schon angedeutet, steht Pulgar sinnbildlich als das Gehirn der Mannschaft. Zahlreiche Angriffe der Fiorentina werden über ihn aufgebaut, jedoch besitzt er trotz seiner häufigen Aktionen eine geringe Fehlerquote. Ganz im Gegenteil. Mit 30 tödlichen Pässen verweist er Topspieler wie Pjanic (9) oder Brozovic (10) mehr als deutlich in die Schranken.

Ein brachialer Pirlo?

Besonders auffällig sind seine zahlreiche hohen Pässe, egal ob dieser das Spiel nur verlagern möchte, oder einen vertikalen Ball in die Spitze schlägt, seine Pässe kommen ungewöhnlich oft an den Mann. Durch seine Spielintelligenz, schnelle Auffassungsgabe und Übersicht, würde man ihn am liebsten in die Schublade des klassischen Kreativspielers a lá Pirlo stecken, jedoch täuscht man sich da gewaltig.

Denn der chilenische Nationalspieler wurde in der Jugend als Innenverteidiger ausgebildet und besitzt heute noch diesen brachialen Aspekt in seinem Spiel. Vor allem, wenn der 1,87-Meter-Hüne mit einem aggressiven Tackling ordentlich dazwischen langt, ist meist Feierabend für den Gegenspieler, was 65 Prozent gewonnene Tacklings untermauern. Durch seine Ausbildung als Innenverteidiger ist er nicht nur flexibel einsetzbar, sondern antizipiert die Spielzüge des Gegners gleichermaßen beeindruckend.

Zudem zeichnet ihn seine vorbildliche Mentalität aus. Denn der Viola-Akteur geht nicht nur mit einer immensen Leidenschaft in den Zweikampf, sondern verfügt darüber hinaus eine Nervenstärke die seinesgleichen sucht. Mit neun verwandelten Strafstößen in Folge, demonstrierte dieser nicht nur, dass er keine Nerven besitzt, sondern dass er absolute Leaderqualitäten in sich vereint.

Signifikante Schwächen? - Fehlanzeige!

Defizite wird man bei ihm nur bei genauerem Beobachten erkennen. Denn der großgewachsene Spielmacher fehlt auf den ersten Metern das Tempo und findet gerade gegen quirlige Spieler nur schwer in den Zweikampf. Bei schnellen Passstaffetten wie beispielweise diese Saison gegen den SSC Neapel, kam er oft den einen berühmten Schritt zu spät, auch wenn er den Pass schon vorahnte.

Darüber hinaus gewann er diese saison lediglich 33 Prozent seiner Luftduelle, was angesichts seiner ordentlichen Größe ausbaufähig scheint. Doch dies sind Kritikpunkte auf hohem Niveau und sollte daher nicht als signifikant bewertet werden. Alles in allem scheint Pulgar nur noch einen Schritt von einem Topclub entfernt zu sein. Sollte er seine Leistungen diese Saison konstant bestätigen, dann wird im Sommer die Elite Europas Schlange stehen.

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