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Sascha

Gladbachs neuer Ninja | Das ist Shūto Machino (25)

Der japanische Nationalspieler Shūto Machino wechselt von Holstein Kiel zu Borussia Mönchengladbach und unterschreibt einen Vierjahresvertrag bis 2029. Der 25-jährige Japaner verbrachte zwei Spielzeiten in Norddeutschland und sorgte für Furore. Doch was macht "Ninja" eigentlich so stark? (Bild: IMAGO / RHR-Foto)

In dieser Zeit trug er dazu bei, dass die Störche zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte in die Bundesliga aufstiegen. In der höchsten Spielklasse erzielte er 11 Tore und lieferte vier Vorlagen.

„Shūto ist ein vielseitiger Stürmer, der auf verschiedenen Positionen spielen kann und uns so viele Möglichkeiten im Angriff bietet“, so Gladbachs Sportdirektor Roland Virkus über die Verpflichtung. „Er hat in der letzten Saison bewiesen, dass er in der Bundesliga zweistellig treffen kann, deshalb freuen wir uns, dass er sich für die Borussia entschieden hat.“

Bei der Suche nach Verstärkungen für die Offensive hatte Gladbach bei mehreren Vereinen die Nase vorn. Die Gladbacher erlebten einen der besten Auftritte Machinos in der vergangenen Saison, als er am 31. Spieltag beim 4:3-Sieg der Kieler gegen seinen neuen Verein einen Doppelpack erzielte - darunter den Siegtreffer in der 91. Spielminute.

Mehr als nur ein Kleindienst-Vertreter

"Ich wollte unbedingt zur Borussia wechseln und bin froh, dass der Transfer geklappt hat. Jetzt möchte ich alles tun, um der Mannschaft so schnell wie möglich zu helfen", sagte Machino über seinen Wechsel.

Der japanische A-Nationalspieler, der in acht Länderspielen vier Tore für sein Land erzielt hat, soll die Lücke schließen, die der Abgang von Alassane Pléa und die Verletzung von Torjäger Tim Kleindienst hinterlassen haben, der erst im Herbst wieder einsatzfähig sein wird.

Für den Angriff hat die Borussia bereits Haris Tabaković aus Hoffenheim ausgeliehen. Die Gladbacher starten am Sonntag, 17. August, in der ersten Runde des DFB-Pokals bei Atlas Delmenhorst in die Saison. Sieben Tage später beginnt die Bundesliga-Saison mit dem Heimspiel gegen Aufsteiger Hamburg.

Werdegang

Machinos Weg in die Bundesliga begann in der japanischen Stadt Iga, die auch als „Stadt der Ninjas“ bekannt ist. Er ist seinen Wurzeln immer noch sehr verbunden und bekleidet derzeit das Amt des Tourismusbotschafters der Stadt, eine Rolle, die er 2022 übernahm und auf die er sehr stolz ist:

„Ich habe die Ninja-Pose als Torjubel gemacht, um meiner Heimatstadt etwas zurückzugeben“, erklärt der Stürmer. „Außerdem wurde mir die wichtige Rolle des Tourismus-Botschafters anvertraut, also möchte ich weiterhin Tore schießen und zur Entwicklung und Förderung von Iga beitragen.“

Es war Machinos Vater, der die frühe Leidenschaft seines Sohnes für den Fußball weckte, indem er den Jungen zusammen mit seinem älteren Bruder in der Grundschulmannschaft trainierte. Machinos Liebe zum Fußball wurde immer größer, und sein Talent zeigte sich bei den Vereinen Nakase SS und FC Avenida Sol.

Sein Weg in den Profifußball begann 2018, als er bei Yokohama F. Marinos unterschrieb. Dort spielte er zwei Jahre lang, ohne jedoch in der ersten Liga aufzutreten. Stattdessen sammelte er Erfahrungen auf Leihbasis beim Drittligisten Giravanz Kitakyushu, mit dem er schließlich 2019 den Meistertitel gewann.

Siebzehn Tore und 11 Assists später war Machino bereit für den Sprung zurück in die J1-Liga und schloss sich Shonan Bellmare an, wo sein Stern weiter aufging. In knapp 100 Spielen für den Verein traf er 28 Mal - eine Form, die ihn direkt in die japanische Nationalmannschaft katapultierte.

Über den Ostasienpokal in die Bundesliga

Machino wurde für die Ostasienmeisterschaft 2022 nominiert und holte den Pokal für sein Land, bevor er an der FIFA-Weltmeisterschaft teilnahm und sechs Monate später für schlappe 700 Tausend Euro nach Kiel wechselte. Er absolvierte 67 Spiele in allen Wettbewerben im Holstein-Trikot und trug dazu bei, dass die Mannschaft am Ende der Saison 2023/24 zum ersten Mal in ihrer Geschichte in die höchste deutsche Spielklasse aufstieg.

Leider dauerte der Aufenthalt der Norddeutschen in der 1. Bundesliga nur ein Jahr, denn Machinos 11 Bundesligatore reichten nicht aus, um den Klassenerhalt zu schaffen, aber der Stürmer wird nach seinem Wechsel nach Gladbach dem deutschen Oberhaus erhalten bleiben.

Spielertyp

Sowohl Machino als auch Wolfsburgs Jonas Wind verfügen über eine starke physische Präsenz und die Bereitschaft, ganz vorne zu pressen, wodurch sie ihre Mitspieler ins Spiel bringen können. Sie haben nicht nur ein Auge für das Tor, sondern wollen sich auch in das Aufbauspiel einschalten und lassen sich bei Bedarf gerne in die Tiefe fallen, um eine weitere Anspielstation zu bilden und dann den entscheidenden Pass hinter die Abwehrreihe zu spielen. In dieser Disziplin gehört er zu den Top 5 Prozent der Liga.

"Shūto ist ein echter Torjäger mit einem tollen Abschluss, sowohl mit dem rechten als auch mit dem linken Fuß und mit dem Kopf. Er hat auch den richtigen Instinkt, um im Strafraum zu treffen. Außerdem ist seine Mentalität die eines absoluten Teamspielers", lobte ihn Kiels Cheftrainer Marcel Rapp.

Ausdauer wie ein japanischer Duracell-Hase

Kiels Sportdirektor attestierte dem japanischen Nationalspieler Dribbel- und Kombinationsstärke, was ihn zu einem sehr vielseitigen Angreifer mache. Doch was alle bisher vergessen haben, ist die Laufstärke und unglaubliche Geschwindigkeit des Asiaten. Er ist mit 185 cm und 81 kg untypisch schwer und groß für einen Japaner, besitzt dennoch mit 35,8 km/h eine herausragende Sprintgeschwindigkeit!

Mit seiner „Duracell-Ausdauer“ penetriert er die Abwehrreihen der Bundesliga ohne zu verschnaufen. Geschwindigkeit, Ausdauer, Physis, Abschluss- und Dribbelstärke – was wünscht sich ein Sportdirektor mehr von einem Neuzugang? Machino verkörpert alles was es braucht um Kleindienst zu ersetzen! Sogar gegen den Ball ist der Japaner sich für keinen Lauf zu schade und darf daher als defensiv diszipliniert bezeichnet werden.

Fazit:

Für gerade einmal acht Millionen Euro bekommen die Fohlen ein absolutes Preis-Leistungs-Monster! Der 25-jährige Machino hat noch Potenzial nach oben und Eigenschaften die die Borussia auf mehreren Positionen gut gebrauchen kann. Der Japaner ist mit 5 Millionen Marktwert total unterbewertet, was sich die Borussia zu Nutzen gemacht hat. Spätestens diese Saison wird sich das sicherlich ändern, so dass der Transfer sowohl sportlich als auch wirtschaftlich gefeiert werden darf.

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Sascha

Frankfurts Stürmerschmiede | Macht Burkardt den Yeboah?

Dass Hugo Ekitiké und Omar Marmoush innerhalb weniger Monate nach Liverpool bzw. Manchester City abgewandert sind, ist eine große Herausforderung für Eintracht Frankfurt. Doch der Abgang hat im Gegensatz zu den 90ern mit ca. 160 Millionen unfassbar viel Geld in die Kassen der Hessen gespült, so dass die SGE mehr als die nötigen Mittel hat, das Geld sinnvoll einzusetzen. (Bild: IMAGO / HMB-Media)

Gerade einmal 23 Minuten waren in Frankfurts erstem Heimspiel der Saison 2024/25 gegen Hoffenheim im vergangenen August gespielt, als Marmoush und Ekitiké zum ersten Mal ihre Offensivkräfte mit verheerender Wirkung kombinierten - in der Saison, in der beide zu internationalen Topstürmern avancieren sollten.

Marmoush nahm einen langen Pass auf der linken Seite an und spielte den Ball mit viel Übersicht durch eine kleine Lücke in der Gästeabwehr, wo Ekitiké Oliver Baumann umkurvte und lässig einschob.

Nur wenige Minuten später folgte ein weiterer Höhepunkt der Offensivbemühungen der beiden, als der Ägypter von der linken Seite nach innen zog und den Ball zu Ekitiké weiterleitete, der sich diesmal zurückhielt und mit einem geschickten Pass Hugo Larsson bediente, der die Hoffenheimer Hintermannschaft aushebelte und Baumann überwand.

Nachdem der Wechsel von Ekitiké nach Liverpool bestätigt wurde, sind die beiden nun die jüngsten Stürmer, die den Frankfurter Fans in guter Erinnerung bleiben. Die stolze Erfolgsbilanz des Klubs bei der Entwicklung von Angreifern lässt vermuten, dass man dort auch in Zukunft große Stürmertalente sehen wird.

Die Neunziger

Werfen wir einen Blick in die Vergangenheit. Die frühen 90er Jahre haben einen besonderen Platz in den Herzen der Frankfurter Fans - und das aus gutem Grund. Die Adler kämpften regelmäßig um den Titel in der Bundesliga, verpassten ihn in der Saison 1991/92 nur um zwei Punkte und standen zur Halbzeit der Saison 1993/94 an der Tabellenspitze, wobei ihr engagierter Angriffsfußball weithin gefeiert wurde.

Zwei quirlige Angreifer standen für diese Ära bei der Eintracht Pate. Jay-Jay Okocha war ein spielfreudiger Offensivmann, der mit seinen Tricks und Kniffen alles übertraf, was der deutsche Fußball bis dahin gesehen hatte. Nicht nur Jürgen Klopp hält sein fabelhaftes, freches Tor gegen Karlsruhe im August 1993 mit Oliver Kahn für das schönste Tor der Bundesliga-Geschichte.

Während Okocha die Verteidiger auf dem Flügel in die Enge trieb, war Tony Yeboah damit beschäftigt, hier, dort und überall zu treffen. Fragt man jemanden, der in den frühen 90er Jahren die Bundesliga verfolgte, wird er wahrscheinlich von einigen der Fernschüsse oder akrobatischen Einlagen des Ghanaers schwärmen, als wären sie erst gestern erzielt worden.

Auch die Häufigkeit von Yeboahs Toren war beängstigend: Mit 38 Treffern in nur 49 Bundesligaeinsätzen in den Spielzeiten 1992/93 und 1993/94 wurde er am Ende beider Spielzeiten zum besten Torschützen der Liga gewählt und der erste ausländische Torschützenkönig der Bundesliga.

Die Büffelherde

Angreifer mit derartigen Talenten findet man nicht allzu oft in einer Mannschaft, doch Frankfurt hat eine Generation später noch mehr Glück in der Offensive. Die Adler hatten in der Saison 2018/2019 eine Dreierkette, die es in sich hatte: Luka Jović, Ante Rebić und Sebastién Haller erzielten zusammen 41 Bundesligatore - und die sogenannte „Büffelherde“ legte in der UEFA Europa League 16 Treffer nach, als die Eintracht das Halbfinale erreichte.

Das Trio verfügte über eine hervorragende Mischung an Offensivwaffen: Rebić war ein Flügelspieler mit Zug zum Tor und gefährlich harten Schüssen, Jović ein geschickter und eiskalter Abschlussspieler und Haller ein gewiefter, physisch imposanter Strafraumstürmer.

André Silva mit Vereinsrekord

Obwohl die Büffelherde im Sommer 2019 zu neuen Ufern aufbrach, dauerte es nicht lange, bis Frankfurt seinen nächsten Torhelden hatte: André Silva stellte in der Saison 2020/21 mit 28 Toren in 32 Ligaspielen einen Vereinsrekord auf, während Rafael Borré mit vier Treffern in 12 Einsätzen auf dem Weg zum unglaublichen Triumph in der Europa League 2022 die Torjägerliste anführte.

Frankfurts Vorliebe für Offensivphänomene wurde in der folgenden Saison mit der Verpflichtung von Randal Kolo Muani zur Saison 2022/23 erneut bestätigt. Der explosive Franzose sorgte mit 26 Torbeteiligungen (15 Tore und 11 Assists) für Furore in der Bundesliga und brachte die Adler bis ins Achtelfinale der UEFA Champions League.

Marmoush & Ekitike

In der Saison 2024/25 gab es einen weiteren Frankfurter Stürmer, der etwas ganz Besonderes war. Ekitiké, der im Sommer 2024 nach seiner Leihe von Paris Saint-Germain - dem Verein, zu dem Kolo Muani 2023 wechselte - fest verpflichtet wurde, blühte richtig auf.

Seinem Führungstreffer gegen Hoffenheim folgten im Laufe der Saison 14 weitere - darunter ein denkwürdiges Tor beim 3:3-Unentschieden gegen Bayern München am sechsten Spieltag, das ebenfalls von Marmoush vorbereitet worden war.

Marmoush beeindruckte in der Saison 2023/24 nach seinem Wechsel aus Wolfsburg mit 12 Toren - seiner besten Bundesliga-Bilanz überhaupt. In der Saison 2024/25 übertraf er alle Erwartungen, indem er eine Abwehr nach der anderen aushebelte und in 17 Spielen erstaunliche 15 Tore erzielte. Besonders hervorzuheben sind sein brillanter Doppelpack gegen die Bayern und sein fulminanter Freistoß aus 30 Metern beim 3:2-Sieg in Stuttgart am 10. Spieltag.

Zusammen mit neun Assists hatte er zum Zeitpunkt der Bekanntgabe seines Wechsels nach Manchester die zweitmeisten Torvorlagen in den fünf größten europäischen Ligen hinter seinem ägyptischen Landsmann Mo Salah vom FC Liverpool. Nach dem Abpfiff des Heimspiels gegen Borussia Dortmund am 18. Spieltag wurde Marmoush von den Frankfurter Fans und Teamkollegen als Held verabschiedet. Sechs Monate später folgte ihm Ekitiké nach England.

Burkardt der deutsche Yeboah?

Bei so vielen Stürmern, die sich in der Mainmetropole einen Namen gemacht haben, können sich die Frankfurter Fans zu Recht die Frage stellen, wer der nächste in der Reihe ist. Jonathan Burkardt könnte die unmittelbare Antwort sein. Der Sommer-Neuzugang aus Mainz soll die Frankfurter Offensive um ein neues Element bereichern, das mit seiner Treffsicherheit und seinem Hang zu spektakulären Toren an die Ära von Yeboah erinnert.

„Ich bin definitiv nicht hier, um den Verein wieder schnell zu verlassen. Mir ist wichtig, dass ich mich hier mit dem Verein und der Stadt identifizieren kann. Ich sehe das nicht als Zwischenstopp oder Sprungbrett“, so der SGE_Neuzugang.

Burkardt hat den zusätzlichen Vorteil, dass er ein 25-jähriger deutscher Nationalspieler ist, der bereits 41 Bundesligatore erzielt hat, so dass ein Zusammenspiel zwischen ihm und Frankfurts hervorragender Offensivtradition naheliegend ist.

Mit Elye Wahi hat Frankfurt einen weiteren Angreifer verpflichtet, der im Januar aus Marseille kam und trotz einer Knieverletzung im Frühjahr acht erste Einsätze für seinen neuen Verein absolvierte. Der 22-Jährige verfügt über die nötige Schnelligkeit, um die Rolle von Marmoush direkt zu übernehmen.

Kommt noch ein Stürmer?

Michy Batshuayi kam ebenfalls im Januar und steuerte in der Rückrunde 2024/25 drei Tore bei. Die Erfahrung des 31-jährigen belgischen Nationalspielers und seine verlässliche Torgefahr dürften ihm eine Back-Up-Rolle bei der Gestaltung von Frankfurts nächstem Angriff geben. Es besteht weiterhin die Möglichkeit, dass die Adler im Sommer auf dem Transfermarkt zuschlagen und einen oder zwei neue Angreifer verpflichten.

Denn mit der Qualifikation für die Königsklasse muss auch ein Sturm gebildet werden der den höchsten europäischen Ansprüchen genügt. Daher ist es mehr als wahrscheinlich, dass der ehemalige Mainzer nicht der letzte Topstürmer bleibt, denn Markus Krösche an den Main lotsen wird.

Mit einem mutigen, jungen Kader, der sich mit dem dritten Platz in der Bundesliga für die UEFA Champions League 2025/26 qualifiziert hat, bietet die Eintracht zweifellos eine vielversprechende Plattform für die nächsten Stürmerstars, die das Publikum im Deutsche Bank Park weiterhin begeistern werden.

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Sascha

Das sind die 5 neuen Regeln für die Saison 2025/26

Eine neue Saison bringt wieder einmal ein neues Regelwerk für die Bundesliga mit sich. Von Elfmetern, über Zeitstrafen für Torhüter, bis hin zu Hochbällen – wir erklären euch die neuesten Änderungen der Spielregeln für die Saison 2025/26 damit ihr nicht überrascht werden. (Bild: IMAGO / Revierfoto)

Die Spielregeln werden vom International Football Association Board (IFAB) gepflegt und angepasst. Die jüngsten Änderungen der Fußballregeln wurden am 1. Juli 2025 eingeführt und betreffen die folgenden Bereiche:

Regel 3: Die Spieler

Nach einer erfolgreichen Erprobung bei der UEFA Euro 2024 und der anschließenden Anwendung in der Bundesliga in der vergangenen Saison wurde die sogenannte „Nur der Kapitän“-Regel nun vollständig umgesetzt und bedeutet, dass nur der Kapitän auf dem Spielfeld (oder ein bestimmter Spieler, wenn der Kapitän ein Torwart ist) mit dem Schiedsrichter sprechen darf. Dieser Spieler trägt auch eine gewisse Verantwortung für das Verhalten der Mannschaft. Da dieser Ansatz in der vergangenen Saison auf allen Ebenen des deutschen Fußballs eingeführt wurde, ändert sich durch die endgültige Aufnahme in die Spielregeln nichts mehr.

Regel 8: Spielbeginn und Wiederaufnahme des Spiels

Es wurden neue Regeln für den Hochball eingeführt, der an der Stelle zu erfolgen hat, an der sich der Ball bei der Spielunterbrechung befand. Der Ball muss für einen Spieler der Mannschaft fallen gelassen werden, die in Ballbesitz gekommen ist oder gekommen wäre, wenn dies für den Schiedsrichter klar ist; andernfalls wird er für einen Spieler der Mannschaft fallen gelassen, die ihn zuletzt berührt hat. Befand sich der Ball jedoch innerhalb des Strafraums, wird er für den verteidigenden Torhüter in seinem Kasten fallen gelassen.

Regel 9: Der Ball im Spiel und aus dem Spiel

Wenn ein Mannschaftsoffizieller, ein Auswechselspieler, ein ausgewechselter oder des Feldes verwiesener Spieler oder ein Spieler, der sich vorübergehend außerhalb des Spielfeldes befindet (Verletzung, Anpassung der Ausrüstung usw.), den Ball berührt, während er noch im Spiel ist, aber eindeutig das Spielfeld verlässt, wird dies mit einem indirekten Freistoss geahndet, ohne dass die Absicht besteht, das Spiel unfair zu stören. Es gibt keine Karte.

Wenn zum Beispiel ein Spieler, der sich hinter dem Tor aufwärmt, einen weit rollenden Ball gerade noch innerhalb des Spielfelds stoppt, vielleicht um seinem Torwart zu helfen, einen schnellen Torschuss auszuführen - nach den früheren Regeln hätte dies einen Elfmeter und eine gelbe Karte zur Folge gehabt. Jetzt wird es nur noch ein indirekter Freistoß sein.

Regel 12: Fouls und Fehlverhalten

Die vielleicht größte und am häufigsten geforderte Änderung betrifft die Torhüter, die den Ball nur noch acht Sekunden lang in ihren Händen/Armen halten dürfen. Der Schiedsrichter zählt die letzten fünf verfügbaren Sekunden sichtbar mit der Hand ab.

Hat der Torhüter den Ball innerhalb dieser acht Sekunden nicht losgelassen, gibt der Schiedsrichter einen Eckball (statt eines indirekten Freistoßes) auf der Seite des Spielfelds, die der Position des bestraften Torhüters am nächsten liegt.

Es gibt keine disziplinarischen Maßnahmen, es sei denn, der Torhüter begeht das Vergehen wiederholt. Ein Torhüter kann nicht von einem Gegner angegriffen werden, wenn er den Ball mit der Hand/dem Arm unter Kontrolle hat.

Regel 14: Der Strafstoß

Sollte der Schütze bei der Ausführung eines Elfmeters den Ball versehentlich zweimal berühren - z. B. gegen sein Standbein - und ein Tor erzielen, wird der Elfmeter wiederholt. Bei einer doppelten Berührung, bei der der Ball nicht ins Tor geht, wird - wie zuvor - ein indirekter Freistoß gegen den Schützen verhängt.

VAR-Ankündigungen

Nach erfolgreichen Tests hat das IFAB bestätigt, dass Wettbewerbe nun die Möglichkeit haben, dass der Schiedsrichter nach einer VAR-Überprüfung Entscheidungen im Stadion bekannt gibt und erläutert. Dieses System wurde in der vergangenen Saison in einigen Spielen der Bundesliga und der 2. Liga getestet.

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Sascha

RB Leipzig | Mit Toptalenten zurück in die Königsklasse?

Ole Werners RB Leipzig hat in diesem Sommer mit einigen spannenden Neuverpflichtungen sein junges Selbstverständnis untermauert. Mit Johan Bakayoko (22), Yan Diomande (18) und Andrija Maksimović (18) stehen drei vielversprechende Nachwuchsspieler bereit, um der Bundesliga ihren Stempel aufzudrücken, während der Verein 2025/26 die Rückkehr in die Königsklasse anstrebt. (Bild: IMAGO / Picture Point LE)

Leipzig ist seit langem ein Synonym für eine engagierte Jugendpolitik. Der ehemalige Sportdirektor Ralf Rangnick verfolgte seit 2012 eine Transferstrategie, die ausschließlich auf die Entwicklung junger Talente ausgerichtet war.

Dieser Schritt führte dazu, dass der Verein nach dem Aufstieg 2016 die Bundesliga im Sturm eroberte und Spieler wie Dayot Upamecano von Bayern München, Dominik Szoboszlai vom FC Liverpool und Dani Olmo vom FC Barcelona hervorgebracht hat. Jetzt, in einem Sommer des Wandels, bleibt der Verein seinem Konzept treu und will sich 2025/26 weiter verjüngen, indem er einige aufregende neue junge Rohdiamanten verpflichtet.

Jüngstes Team der Buli

Der frühere Werder-Coach Ole Werner will Leipzig zurück in den europäischen Fußball führen, nachdem der Klub in der vergangenen Saison als Siebter erstmals seit 2016/17 den kontinentalen Wettbewerb verpasst hatte. In der Saison 2024/25 stellte Leipzig bereits die jüngste Mannschaft aller Bundesligisten auf, als Interimstrainer Zsolt Lőw am 31. Spieltag bei Eintracht Frankfurt eine Elf mit einem Durchschnittsalter von nur 23,6 Jahren ins Rennen schickte.

Ein Trio von schlagzeilenträchtigen Neuverpflichtungen, die am 16. Juli an einem einzigen Tag bekannt gegeben wurden, machte deutlich, wie entschlossen die Sachsen sind, auf diesem jungen Fundament aufzubauen und gleichzeitig sein Offensivkonzept zu verändern.

Die Neuzugänge

Yan Diomande wurde als erster der drei Spieler vorgestellt. Der 18-jährige ivorische Dribbelkünstler, der in der vergangenen Saison beim spanischen Klub Leganés den Durchbruch schaffte, ist ein vielversprechendes Talent. Bei seinem ersten Einsatz für seinen neuen Verein in einem Freundschaftsspiel beim ZFC Meuselwitz erzielte er bereits nach 25 Minuten ein Tor.

Andrija Maksimović ist zwar genauso alt wie Diomande, verfügt aber mit acht Länderspielen für Serbien und einigen Auftritten in der Königsklasse über einen bemerkenswerten Erfahrungsschatz, so dass dieser in seinem Heimatland schon lange als der nächste große Star gehandelt wird.

Mit Johan Bakayoko kommt ein Spieler nach Leipzig, der mit seinen herausragenden Leistungen für den PSV und die belgische Nationalmannschaft in ganz Europa Interesse geweckt hat. Mit seinen 22 Jahren ist er bereits mit dem Spitzenfußball vertraut, hat aufgrund seines jungen Alters aber noch genug Zeit, sich in der Bundesliga zu einem noch besseren Spieler zu entwickeln.

Flügelspieler wieder im Fokus

Der Verein scheint sich nicht nur mit Offensivtalenten einzudecken, in der Hoffnung, dass sie sich gut entwickeln. Bakayoko und Diaomande sind klassische Flügelspieler, auf die Leipzig in den drei Spielzeiten unter Ex-Coach Marco Rose kaum Wert gelegt hat.

Da Maksimović neben dem offensiven Mittelfeld auch auf den Flügeln spielen kann, werden die gegnerischen Außenverteidiger in der Saison 2025/26 mehr denn je auf die Probe gestellt. Das könnte Leipzigs anderen Ausnahme-Talenten wie Xavi, Benjamin Šeško (die beide erst 22 Jahre alt sind) und Loïs Openda zusätzlichen Raum bieten, um sich zu entfalten, sollten diese den Verein nicht verlassen.

Ein schlagkräftiger, neu gestalteter Angriff ist nicht das einzige Element von Leipzigs neuem jugendlichen Elan. Die Sachsen haben in diesem Sommer weitere Talente unter 21 Jahren verpflichtet: Rechtsverteidiger Kosta Nedeljkovic (19), dessen Leihe von Aston Villa verlängert wurde, Linksverteidiger Max Finkgräfe (21) aus Köln und den zentralen Mittelfeldspieler Ezechiel Banzuzi (20) von den Löwen.

Jugend forscht auch auf der Trainerposition

Der 37-jährige Ole Werner ist zudem der drittjüngste Trainer der Bundesliga hinter Merlin Polzin (Hamburg) und Sandro Wagner (Augsburg), so dass die Nachwuchsarbeit in Leipzig in der Saison 2025/26 so groß geschrieben wird wie nie zuvor.

Das erste Mal werden die RB-Jungs am 16. August in der ersten Runde des DFB-Pokals gegen den Viertligisten Sandhausen in Aktion zu sehen sein. Eine Woche später treffen die Roten Bullen zum Auftakt der Bundesliga-Saison 2025/26 auf Titelverteidiger Bayern München - ein Spiel, in dem sich die unbekümmerten Talente direkt beweisen können.

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Sascha

Wer ist Augsburgs neuer Mittelfeldmotor? | Han-Noah Massengo (24) im Porträt

Han-Noah Massengo wechselt zur Saison 2025/26 vom englischen Erstligisten FC Burnley nach Augsburg. Energie, Hartnäckigkeit und Passspiel – Attribute die den neuen Mittelfeldmotor der Fuggerstädter ausmachen sollen. Wir erzählen euch mehr über den französischen Neuzugang. (Bild: IMAGO / Nordphoto)

„Mit Han-Noah konnten wir einen hochinteressanten und sehr dynamischen Mittelfeldspieler für unseren FCA gewinnen. Dadurch sind wir im Zentrum noch breiter und vielseitiger aufgestellt. Trotz seiner erst 24 Jahre bringt er bereits viel Erfahrung mit und verfügt zudem über großes Entwicklungspotenzial. Wir freuen uns auf die gemeinsame Zukunft und wünschen Han-Noah einen guten Start bei uns in Augsburg“, erklärte FCA-Geschäftsführer Michael Ströll.

Wichtige Statistiken

Obwohl er erst 24 Jahre alt ist, bringt der neue Mann für das Mittelfeld der Augsburger viel Erfahrung mit, denn er hat bereits 162 Einsätze in der englischen Premier League und Championship sowie in der französischen Ligue 1 sammeln können und darf daher bereits als alter Hase deklariert werden.

Massengo verbrachte die erste Hälfte der vergangenen Saison bei Burnley in der Championship, wo er acht Mal zum Einsatz kam, bevor er nach Auxerre ausgeliehen wurde. In Frankreich avancierte Massengo zum Stammspieler bei dem Verein, bei welchem er in seiner Karriere schon einmal erfolgreich war und 17 Mal zum Einsatz kam, als Auxerre einen guten Platz im Tabellenmittelfeld erreichte.

Debüt unter Thierry Henry

Seine Karriere begann Massengo allerdings in Frankreich beim AS Monaco, wo er im Alter von nur 17 Jahren unter Fußballlegende Thierry Henry in einem UEFA-Champions-League-Spiel debütierte, bevor er in der folgenden Saison zu Bristol City in die zweite englische Liga wechselte. Der 1,90 m große Mittelfeldspieler, der Frankreich in verschiedenen Jugendmannschaften bis hin zur U21 vertrat, absolvierte mit 110 Spielen für Bristol die meisten Einsätze seiner Karriere.

Da Frank Onyeka nach seiner erfolgreichen Leihe nach Augsburg in der vergangenen Saison nach Brentford zurückkehrt, könnte Massengo die Lücke füllen, die der Nigerianer hinterlässt, denn er wird neben Alexis Claude-Maurice, Chrislain Matsima und Neuzugang Kyliane Dong der vierte Franzose im Kader sein, so dass es ihm die Eingewöhnungsphase dank seiner Landsleute deutlich verkürzen sollte.

Erinnert an den jungen Leon Goretzka

Obwohl Leon Goretzka jetzt in einem System spielt, in dem Bayern München den Großteil des Balls besitzt, hatte der deutsche Nationalspieler zu seiner Zeit auf Schalke mehr Möglichkeiten, mit dem Ball zu laufen. Das ist etwas, das Massengos Spiel gut repräsentiert. Der Franzose ist hartnäckig, dynamisch und energisch und liebt es, sich mit Tempo durch das Mittelfeld zu tanken, wenn vor ihm Platz ist, wobei er oft auf die Außenbahnen ausweicht, wenn die Flanken frei sind. Er neigt auch dazu, sich tiefer fallen zu lassen, um lange Bälle zu spielen, wenn seine Mannschaft in Ballbesitz ist.

"Er ist hart im Nehmen. Er ist sehr durchsetzungsstark im Zweikampf. Er erinnert mich ein bisschen an Edgar Davids“, so der ehemalige Auxerre-Mittelfeldspieler Édouard Cissé. Tatsächlich ist der Franzose ein wahres Kraftpaket, welches gerade im Pressing eine richtige Waffe ist und oft in Zusammenarbeit mit den Stürmern den Gegnern den Ball abjagt.

Darüber hinaus ist er flexibel einsetzbar und kann gleichermaßen als defensiver und zentraler Mittelfeldspieler, oder Außenverteidiger auflaufen, so dass es für Augsburgs neuen Trainer Sandro Wagner während des Spiels einige taktische Variationsmöglichkeiten gibt.

„Wenn er sich bewegt, ist er so schnell und zielstrebig, einfach klar in seinen Aktionen. Darüber hinaus ist seine Technik beängstigend. Man kann ihm in jeder Situation den Ball anvertrauen“, lobte Ex-Bristol-City-Kapitän Dan Bentley. Doch bei all den Lobpreisungen gibt es auch noch Defizite beim Neuzugang.

Defizite

Allen voran das Tackling. Sein Timing und die Technik des Grätschens sind verbesserungswürdig, denn selbst wenn unser Protagonist den Ball erobert, ist dieser ganz schnell wieder weg, respektive ist Massengo wenn er grätscht meist aus dem Zweikampf und der Gegner enteilt ihm.

So zweikampfstark er am Boden ist (64,7% in der Ligue 1), so schwach ist er sicherlich auch wegen seiner 178 cm in der Luft. Nur 38,9 % seiner Kopfbälle gewinnt Massengo, was für einen zentralen defensiven Mittelfeldspieler eindeutig zu wenig ist. Zudem ist er einfach zu torungefährlich. Trotz seiner langen Zeit im Profifußball, konnte er kein einziges Tor erzielen und lediglich 4 Assists beisteuern, so dass man im Lexikon unter Effektivität sicherlich nicht Massengos Name finden wird.

Leidenschaft für Mode und Fotografie

Massengo ist nicht nur ein talentierter Fußballer, sondern auch Model und Fotograf. Er hat an zahlreichen Sportmode-Kampagnen teilgenommen, unter anderem für PUMAs Super Team Velvet Trainer. Abseits des Spielfelds ist Augsburgs neuer Mann ein leidenschaftlicher Modefan und verbringt seine Freizeit am liebsten mit dem Fotografieren der Natur und der Städte, die ihn umgeben.

Darüber hinaus postet er auch viel über seine Familie, was einen bodenständigen Eindruck erweckt und man klar negieren kann, dass Massengo nicht das klassische Partybiest darstellt. Ein junger Profi mit der richtigen Einstellung zum Sport und Leben.

Fazit:

Zusammenfassend ist Han-Noah Massengo ein talentierter und vielseitiger Mittelfeldspieler, der dem FC Augsburg eine zusätzliche Option im Mittelfeld bietet und durchaus das Zeug zum Stammspieler mitbringt. Seine Dynamik und sein Pressing sind seine großen Stärken, während er an seiner Effektivität im Tackling und Ballbesitz nach Tacklings noch arbeiten muss. Mit einer Ablöse von gerade einmal drei Millionen Euro ist das Preis-Leistungs-Verhältnis für Massengo überragend.

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Sascha

Diese italienischen Nationalspieler stehen nach dem Sommer im Fokus

Die italienische Nationalmannschaft trainiert von Gennaro Gattuso wird im September ihre Qualifikation für die Weltmeisterschaft 2026 fortsetzen. Daher wollen wir einen Blick auf Spieler werfen, die nach ihren jüngsten Transfers besonders im Fokus der Milan-Legende stehen werden. Können sie sich in der Squadra Azzurra etablieren? (Bild: IMAGO / LaPresse)

Der Mercato läuft auch in Italien auf Hochtouren, so dass es für einige Spieler im Blickfeld der A-Nationalmannschaft zu großen Veränderungen kommen kann. Veränderungen, die ihre Karriere, vor allem in der Nationalelf, entweder pushen oder gar behindern könnten.

Es gab Wechsel innerhalb der Serie A, Rückkehrer oder Abgänge aus Italiens höchster Spielklasse. Hier sind sechs italienische Spieler, die bereits einen neuen Verein für die Saison 2025/26 gefunden haben, und die Frage, ob sie ab September von Gattuso nominiert werden, oder nur zuschauen dürfen.

Diego Coppola von Verona nach Brighton

Es war einer der ersten Transfers, die in diesem Sommer abgeschlossen wurden, und es geschah wohl auf dem Höhepunkt von Coppolas bisheriger Karriere. Der 21-Jährige hatte gerade seine erste volle Saison in der Serie A absolviert und kam zu seinen ersten beiden Einsätzen in der Squadra Azzurra, bei denen er einer der wenigen waren, die beeindruckt haben.

Coppola wechselte Anfang Juni für rund 12 Millionen Euro nach Brighton und wird sicherlich einer der Spieler sein, die Gattuso während seiner Amtszeit genauer im Auge behalten wird, auch wenn der vielversprechende Verteidiger in der sportlich anspruchsvolleren Premier League sich erst einmal behaupten muss.

Matteo Ruggeri von Atalanta zu Atletico Madrid

Die Colchoneros hatten den Mailänder Theo Hernandez und den Liverpooler Andy Robertson gejagt, bevor sie sich für den italienischen Linksverteidiger entschieden, der sein Debüt in der Nazionale noch vor sich hat.

Atletico sicherte sich die Dienste von Ruggeri für rund 17 Millionen Euro, und der Weg des Abwehrspielers in Spanien wird in der Saison 2025/26 zweifelsohne ein spannender sein. Ruggeri wurde bereits im März 2025 von Gattusos Vorgänger Luciano Spalletti in den Kader berufen, hat aber noch nicht sein Debüt in der Azzurri-Mannschaft gegeben. Die große Frage ist: Wird er sich gegen die Konkurrenz von Destiny Udogie und Federico Di Marco auf der linken Seite durchsetzen können?

Mateo Retegui von Atalanta zu Al-Qadsiah

Der jüngste Torschützenkönig in der Geschichte der Serie A wechselte diesen Sommer für 65 Millionen Euro in die Wüste. Natürlich gibt es Zweifel, ob der in Argentinien geborene Stürmer einen Stammplatz im Kader der Azzurri behalten kann, aber laut der Gazzetta denkt Gattuso nicht daran, den 26-Jährigen, der in 20 Azzurri-Einsätzen sechs Länderspieltore erzielt hat, aufzugeben.

Zu schwach ist auch die Konkurrenz im italienischen Sturm. Doch es bleibt ein fader Beigeschmack bei Reteguis Entscheidung das italienische Oberhaus zu verlassen und in die qualitativ schwächere Saudi Pro League zu wechseln. Viele Tifosi waren schockiert und zugleich enttäuscht, dass die größte Sturmhoffnung Italiens aufs Geld und nicht auf das Sportliche setzt. Ob Retegui sein Niveau in der Wüste halten kann wird sich zeigen.

Ciro Immobile von Besiktas nach Bologna

Diesmal ist es kein Spieler, der die Serie A verlässt, sondern einer, der ablösefrei in Italiens höchste Spielklasse zurückkehrt. Immobile, der beste Torschütze in der Geschichte von Lazio, hat Besiktas nach nur einer Saison wieder verlassen und sich Bologna angeschlossen.

Der 35-Jährige, der 2020 mit den Azzurri Europameister wurde, hat zugegeben, dass er noch nicht mit Gattuso gesprochen hat, was darauf hindeutet, dass er nicht Teil der Pläne des Trainers ist, aber es gibt nur eine Möglichkeit, Ringhio umzustimmen: so viele Tore wie möglich im Dall'Ara zu schießen. Ciro weiß, wie das geht, denn er hat in 353 Spielen in Italiens höchster Spielklasse 201 Mal getroffen und auch in der Türkei zeigte er sich mit 19 Toren und vier Vorlagen immer noch treffsicher.

Samuele Ricci von Torino zu Milan

Kaum 120 km trennen Turin und Mailand, aber die Reise, die Ricci angetreten hat, geht über diese Entfernung hinaus. Sein 25-Millionen-Euro-Wechsel zu den Rossoneri ist sicherlich der bedeutendste Schritt in seiner Karriere, vor allem, wenn man bedenkt, dass er unter Spalletti nach der deprimierenden Europameisterschaft im vergangenen Sommer, an der er nicht teilgenommen hatte, zu einem halbwegs regelmäßigen Stammspieler in Italien avancierte.

Im Gegensatz zu Immobile hat Gattuso Ricci nach seiner Ernennung zum italienischen Nationaltrainer umgehend einberufen, so dass der Ex-Torino-Star voraussichtlich im September im Kader der Azzurri stehen wird, wenn die Nazionale in den entscheidenden WM-Qualifikationsspielen auf Estland und Israel trifft. Doch kann der junge Regista endlich den nächsten Step nehmen? Mit Allegri wird er auf jeden Fall einer der besten Trainer der Serie A an seiner Seite haben, der ihn hoffentlich auf die nächste Stufe hebt.

Bernardeschi von Toronto zu Bologna

Der ehemalige Juve-Akteur ist nach vier Jahren in der MLS im Dienste von Toronto FC wieder in der Serie A beim amtierenden italienischen Pokalsieger angekommen. Relativ überaschend kam der Wechsel damals im Alter von nur 27 Jahren in die fußballerische Bedeutungslosigkeit, was ihn gleichermaßen den Platz in der Nationalelf kostete.

Nun mit 31 Jahren ist Fede gereift und will es nochmal im italienischen Oberhaus wissen. In der MLS lieferte der Flügelstürmer konstant ab und konnte in 88 Ligapartien 38 Scorerpunkte sammeln - nicht das oberste Regal für einen ehemaligen italienischen Nationalspieler, jedoch mehr als solide. Doch hat Bernardeschi noch den Hunger auf einen erfolgreichen Herbst seiner Karriere? Diese Frage wird er uns nach dem Sommer beantworten.

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