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Sascha

Der Sandro Tonali des 1. FCN? | Caspar Jander (22) im Porträt

Casper Jander hat eine unglaubliche Saison in der 2. Bundesliga hinter sich gebracht und den 1. FC Nürnberg mit seinen herausragenden Leistungen zum Hauptziel von zahlreichen Scouts gemacht. Wenig überraschend wird er in diesem Sommer von der halben ersten Bundesliga gejagt. Vereine wie Dortmund, Stuttgart, Freiburg und auch Hoffenheim sollen zu den Interessenten gehören. Wir erklären euch was den deutschen U21-Nationalspieler so interessant macht. (Bild: IMAGO / Zink)

„Für mich hat Caspar eine sensationelle Saison gespielt. [..] Er hat auf seiner Position outstandig gespielt. Wir können uns glücklich schätzen, dass wir ihn haben“, so Sportvorstand Joti Chatzialexiou, der die Zukunft von Caspar Jander weiter offen hält, da er von zahlreichen Vereinen aus der Bundesliga und dem Ausland gejagt wird.

Obwohl ich normalerweise ein großer Befürworter davon bin, dass der Verein sich außerhalb Deutschlands nach einem breiteren und vielfältigeren Spektrum an Talenten umschaut, ist Jander ein Spieler, bei dem ich eine Ausnahme mache, vor allem wegen der beispielhaften Saison in der 2. Bundesliga, die er absolviert hat, und des offensichtlichen Interesses der halben Bundesliga.

12 Scorerpunkte als Defensivspieler

Janders Torbilanz in dieser Saison beträgt stolze drei Tore und neun Vorlagen bei 32 Einsätzen in der 2. Bundesliga und das aus dem defensiven Mittelfeld heraus. Für einen defensiven Mittelfeldspieler ist er recht kreativ, was das Chancenkreieren angeht: Der ehemalige Schalker Jugendspieler kreierte in dieser Saison 1,46 Chancen pro 90 Minuten. Auch in Sachen Dribblings (0,69) und Fouls (2,10) war er überragend, was deutlich macht, dass er auch außerhalb der defensiven Aufgaben seiner Position eine wahre Gefahr darstellen kann.

Seine Spielweise passt gut zu Systemen, die auf ein schnelles Umschaltspiel zwischen Defensive und Offensive setzen, wie beispielsweise Eintracht Frankfurt. Zudem zeigt er auch eine gute Ballkontrolle und ein breites Passspiel, was ihn für ballbesitzorientierte Mannschaften gleichermaßen interessant macht.

In der Defensive ist Jander ein leidenschaftlicher Zweikämpfer, der 8,90 Zweikämpfe pro 90 Minuten für sich entscheidet. Außerdem gewinnt er 64,3 % seiner Zweikämpfe am Boden und 66,7 % in der Luft. Damit ist der gebürtige Münsteraner stärker als manch Innenverteidiger und mehr als nur in der Lage, für die Rückeroberung des Ballbesitzes und die Einleitung eines tödlichen Gegenangriffs verantwortlich zu sein, vor allem, wenn wir seine offensiven Statistiken berücksichtigen.

Robust und pressingresistent

Abgesehen von den Zahlen wurde Jander oft für seine Fähigkeiten am Ball, seine bereits erwähnten Dribbelkünste und seine Fähigkeit, mit Druck umzugehen, gelobt. Außerdem ist er ein sehr athletischer Spieler, der im Mittelfeld für eine robuste Präsenz sorgt - etwas, das jeder Bundesligist sehr gut gebrauchen kann.

Seine Fähigkeit, den Ball zu halten, würde mit Sicherheit jedes Mittelfeld erheblich verbessern. Darüber hinaus ist seine Fähigkeit, den Ball nach vorne zu treiben und selbst Chancen zu kreieren, eine seltene Eigenschaft für einen zweikampfstarken Sechser. Meist sind diese nach vorne limitiert und werden auf der Doppelsechs mit einer offensiv stärkeren Mann ergänzt. Jander bietet einem das ultimative Wohlfühlpaket, sowohl am, als auch gegen den Ball.

Der richtige Zeitpunkt für einen Wechsel?

Mit seinen 22 Jahren wäre es für Jander genau der richtige Zeitpunkt, sein Glück in der höchsten deutschen Spielklasse zu versuchen, und ein Verein aus dem Mittelfeld könnte dabei eine entscheidende Rolle spielen, sollten sie in das Rennen um seine Unterschrift einsteigen.

Natürlich müsste man Jander eine gewisse Anpassungsphase in der ersten Liga eingestehen, aber bei einer aktuellen Marktbewertung von 7 Millionen Euro besteht die Chance, dass ein Erstligist ihn für eine niedrige Ablöse verpflichten kann, vielleicht sogar für 10-15 Millionen Euro, was das Budget für diesen Sommer nicht allzu sehr belasten dürfte. Sein aktueller Vertrag läuft noch bis 2028, was in Verbindung mit seinen Leistungen eine gewisse Steigerung der Ablösesumme begründen würde, die ein Verein für seine Dienste zahlen müsste.

Jander wäre zunächst eine solide Verstärkung für das Mittelfeld, der aber auch das Potenzial hat, in Zukunft eine tragende Säule zu werden, und wenn er sich weiter entwickelt auch ein potenzieller deutscher A-Nationalspieler. Vereine aus dem Ausland wie der PSV oder Benfica hätten die Herausforderung, Jander von einem Weg zu überzeugen, der ihn zu dieser Rolle führt, zumal Vereine wie Freiburg, Hoffenheim und vor allem Stuttgart Interesse zeigen, und ihm einen schnelleren Aufstieg in die erste Liga ermöglichen könnten.

Als Achter noch wertvoller?

Marcelo Bielsa meinte einst, dass die Achterposition die größte Herausforderung auf dem Transfermarkt sei, da man einen Spieler finden muss der wie ein Sechser verteidigt und wie ein Zehner angreift.

Da Jander ein gutes Positionsspiel sowie Übersicht zeigt, darüber hinaus viele Bälle abfängt und blockt, könnte dieser von einer offensiveren Rolle profitieren. Eine taktische Anpassung könnte seine Stärken im Gegenpressing und seine Kreativität noch besser zur Geltung bringen. Ein Wechsel zu einem Verein, der seine Stärken beispielsweise als Achter besser in Szene setzt, könnte ihm neue Perspektiven eröffnen.

Beim 1. FC Nürnberg besetzte er meist die Sechs und wurde von zwei Achtern in einer Fünferkette flankiert (3-5-2). Ich könnte mir vorstellen, dass er als Achter in einem 4-3-3-System noch mehr seine offensiven Fähigkeiten ausspielen, und sein starkes Gegenpressing, höher stehend in des Gegners Hälfte, noch effizienter sein könnte.

Fazit:

Caspar Jander ist einer der spannendsten Spieler der zweithöchsten deutschen Spielklasse, der von seinem Spielerprofil stark an Sandro Tonali oder Luca Modric erinnert und daher für die erste Liga jetzt schon reif scheint. Ich traue ihm schon in seiner ersten Saison bei einem Mittelfeldteam der ersten Liga eine tragende Rolle zu, wenngleich es ihm noch an Erfahrung fehlt. Langfristig sehe ich in Jander einen künftigen deutschen Nationalspieler, der zu Weltklasse reifen kann, wenn er von Verletzungen verschont bleibt und auf Trainer trifft die ihn fördern.

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Sascha

Wie wird das neue Napoli unter Conte aussehen?

Napoli ist nach den Zugängen von Kevin De Bruyne, Luca Marianucci, Noa Lang und demnächst auch Lorenzo Lucca eine der aktivsten Mannschaften der Serie A in diesem Transferfenster, doch Berichten zufolge erwarten Antonio Conte und sein Team noch weitere Neuzugänge. Wir werfen ein Blick darauf, wie sich der amtierende italienische Meister in der Saison 2025/26 mit ihren Neuzugängen aufstellen könnte. (Bild: IMAGO / Giuseppe Maffia)

Napolis bisheriger Mercato

Napoli hat schon früh im Sommertransferfenster zugeschlagen und Marianucci und vor allem De Bruyne verpflichtet, nachdem dessen sehr erfolgreiche Dekade bei Manchester City zu Ende gegangen war.

Noa Lang sollte als nächster Neuzugang zum Calcio Napoli folgen. Der 26-jährige Flügelspieler hat am Dienstag die medizinische Untersuchung in Italien absolviert, und auch die Verpflichtung des Udinese-Stürmers Lucca dürfte in Kürze abgeschlossen sein.

Sie ergänzen die Offensivabteilung, die bereits Romelu Lukaku, David Neres, Matteo Politano und Giacomo Raspadori umfasst, die alle in der Saison 2024/25, in der der Scudetto gewonnen wurde, mehr oder weniger Stammspieler waren. Gerade Lorenzo Lucca soll dem alternden Lukaku langfristig beerben und bringt das Gardemaß eines Stürmers mit, welches sich Conte wünscht.

Darüber hinaus wird erwartet, dass Napoli in dieser Saison noch weitere Neuzugänge holt: Sam Beukema soll laut Fabrizio Romano von Bologna kommen, ein möglicher Deal mit Turin für Vanja Milinkovic-Savic steht gleichermaßen im Raum, während Antonio Conte neben Lang auch die Verpflichtung von einem weiteren Flügelspieler in diesem Fenster anstreben soll.

Ist Musah Mister X?

Da Napoli auch in der Saison 2025/26 in die Champions League zurückkehren soll, war die Verstärkung des Kaders eine der Prioritäten des frischgebackenen Scudettosiegers. Mit der Ankunft von Lang verfügt Napoli nun mit Neres über zwei erfahrene Linksaußen. Mit Lukaku und Lucca ist die Situation im Sturmzentrum ähnlich, und mit einem weiteren neuen Flügelspieler wird Matteo Politano endlich auch auf dem rechten Flügel Konkurrenz bekommen.

Wer dieser Flügelspieler sein könnte ist schwer zu erraten, aber es könnte ein Yunus Musah vom AC Mailand sein. Eigentlich ein gelernter zentraler Mittelfeldspieler, der vor allem beim FC Valencia auf dieser Position spielte. Bei den Rossoneri wurde er vor allem unter Ex-Coach Fonseca als rechter Schienenspieler im 3-4-3 eingesetzt, und der US-Boy machte seine stärksten Spiele auf dieser für ihn neuen Position.

Da Politano bei Neapel als Hybridspieler die ganze rechte Seite beackert, könnte Conte den Amerikaner als ideale und günstige Alternative ausgemacht haben. Musah ist schnell, dank einer Pferdelunge unfassbar ausdauerstark, gut im Dribbling und solide gegen den Ball. Eigenschaften die dem Meistertrainer mit Sicherheit gefallen. Daher könnte Musah ein sehr kluger Transfer für Neapel werden, da dieser bei den Rossoneri als zentraler Mittelfeldspieler keinen guten Stand besitzt, es sei denn Allegri bemerkt selbst dessen Qualitäten auf der Außenbahn.

De Bruyne der Transfer der Serie A

Die Verpflichtung von De Bruyne bringt zweifellos Qualität und Erfahrung in das Mittelfeld von Napoli, in dem mit Scott McTominay bereits der MVP der Serie A 2024/25 und mit Stanislav Lobotka der wohl beste Sechser der Liga spielt. Andre-Frank Zambo Anguissa hat vor kurzem seinen Vertrag bis 2027 verlängert, doch ob er bis zum Ende des Sommertransferfensters noch bei den Partenopei bleibt, ist weiterhin ungewiss.

Auch Billy Gilmour wurden gegen Ende der Saison 2024/25 immer mehr Startelfeinsätze zugetraut und dürfte in der neuen Spielzeit aufgrund der internationalen Zusatzbelastung noch mehr gefragt sein. Doch es ist trotz guter Leistungen eher unwahrscheinlich, dass der junge Schotte für Lobotka in die erste Elf rutschen wird.

In der Innenverteidigung könnte die erwartete Verpflichtung von Beukema ein spannendes Innenverteidigerduo mit Alessandro Buongiorno bilden, während Amir Rrahmani noch immer der Platzhirsch ist und Marianucci als Option für die Zukunft gilt. Gerade der Albaner sollte nicht unterschätzt werden, da er schon zum zweiten Mal als Stammspieler den Scudetto gewinnen konnte. Beim ersten Titelgewinn stellte er zusammen mit dem Südkoreaner Kim ein kongeniales Duo, stand jedoch in der Folgesaison genauso in der Kritik wie viele andere seiner Kollegen.

Es könnte sogar einen Wettbewerb um den Platz zwischen den Pfosten geben, wenn Napoli auch Milinkovic-Savic verpflichten sollte. Nun werfen wir einen Blick darauf, wie die Partenopei in der nächsten Saison mit ihren Neuzugängen auflaufen könnten.

Mögliche Napoli-Elf in 2025/26

Napoli (4-3-3): Meret/Milinkovic-Savic; Di Lorenzo, Beukema/Rrahmani, Buongiorno, Olivera/Spinazzola; De Bruyne/Anguissa, Lobotka/Gilmour, McTominay; Mister X/Politano, Lukaku/Lucca, Neres/Lang

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Sascha

Ein neuer Poldi für den 1. FC Köln? | Said El Mala (18) im Porträt

Said El Mala gehört zu den größten Talenten des Jahrgangs 2006 und hat sich trotz seiner jungen Jahre bereits im Profifußball etabliert. Nach einer herausragenden Drittliga-Saison und noch besseren U19-Euro blickt der Kölner Rohdiamant auf eine vielversprechende Zukunft. Wir stellen euch das Talent des Effzeh genauer vor. (Bild: IMAGO / Alexandra Fechete)

Said El Mala gehört zu den größten Talenten des Jahrgangs 2006. Doch im Gegensatz zu vielen anderen Protagonisten dieses Jahres verlief der Weg des 18-Jährigen in den Profifußball alles andere als geradlinig und war von Herausforderungen und Rückschlägen geprägt.

Im Jahr 2021 wurde El Mala aus der Jugendakademie von Borussia Mönchengladbach entlassen, was ihn dazu zwang, seine Entwicklung in kleineren Vereinen wie dem TSV Meerbusch (2021-2024) und später Viktoria Köln (2024-heute) fortzusetzen. Trotz dieses unkonventionellen Weges ist El Mala zu einem sehr vielversprechenden Spieler gereift.

Kurz nachdem er 17 Jahre alt wurde, gab er schon sein Profidebüt in der 3. Liga für Viktoria Köln und hat seitdem über 30 Ligaeinsätze absolviert. In der abgelaufenen Saison hat sich der 18-Jährige in 32 Spielen mit 13 Toren und fünf Assists voll entfaltet. Seine beeindruckende Form hat auch die Aufmerksamkeit der deutschen U19-Nationalmannschaft auf sich gezogen, in der er auf Anhieb Stammspieler wurde.

Topscorer bei der U19-EM

Doch nicht nur das. Bei der U19-Euro in diesem Sommer avancierte der junge Flügelstürmer zum Topscorer des Turniers und steigerte damit seinen Marktwert auf drei Millionen Euro. Am Ende erzielte El Mala vier Tore und drei Vorlagen, wenngleich die deutschen Junioren sich im Halbfinale gegen Spanien mit 5:6 geschlagen geben mussten.

„Meine eigene Performance war sehr gut, wenn man auf die Scorer schaut. Ich habe da weitergemacht, wo ich in der Liga aufgehört habe. Es hat mir extrem Spaß gemacht, es war mein erstes internationales Turnier. Ich habe alles gegeben und mich gut bewiesen“, schwärmte das Offensivtalent. „Ich habe mir vor dem Turnier nichts groß ausgemalt. Ich bin ein lockerer Typ und mache mir keinen Druck. Ich habe einfach Spaß an dem, was ich mache. Das hat man, glaube ich, auch gesehen. Dass es so gelaufen ist, umso besser.“

Eine solche herausragende Saison wird zwangsläufig das Interesse von Vereinen aus ganz Deutschland wecken, aber ein Wechsel ist vom Tisch, da der 1. FC Köln El Mala bereits letzten Sommer für eine lächerliche Ablösesumme von nur 300 Tausend Euro verpflichtet hat. Der Verein hat ihn dann umgehend für die Saison 2024/25 an den Nachbarn Viktoria ausgeliehen, damit er sich im Kölner Umfeld weiter entwickeln kann.

Spielstil & Stärken

Said El Mala ist ein Flügelstürmer mit viel Zug zum Tor. Er ist ein 187 cm großer und physisch starker Athlet, der immer versucht, ins Zentrum zu ziehen und in den Strafraum einzudringen, wann immer es ihm möglich ist, um zu schießen oder schnelle Kombinationen mit seinen Mannschaftskameraden zu spielen - ein unermüdlicher Stürmer mit dem Potenzial für eine hohe Tor- und Vorlagenquote. Wenn man ihn mit einem Spieler vergleichen möchte, dann erinnert er an den jungen Heung-Min Son, nur in einer robusteren Version.

Said El Mala verfügt über eine beeindruckende athletische Grundlage, die ihn für eine frühe Anpassung an den Profifußball prädestiniert. Mit einer Größe von 1,87 m ist er für einen traditionellen Flügelspieler außergewöhnlich groß, und im Gegensatz zu vielen jungen Spielern seiner Statur wirkt El Mala in seinen Bewegungen nicht klobig oder unkoordiniert. Er weiß, wie man seinen Körper einsetzt, um das Runde abzuschirmen und körperliche Gegenwehr gegen ältere Akteure zu leisten.

„Wenn der Junge einmal Fahrt aufnimmt ist er nicht mehr zu halten“, schwärmte Viktoria-Coach und ehemaliger Bundesligaprofi Olaf Janßen von seinem Schützling vor den Kameras von Magenta-TV. Aber auch die Gegner wie Rostocks Trainer Daniel Brinkmann sprach seinen Respekt gegenüber dem deutschen Talent aus.
„Brutaler Spieler der sehr schwer auszurechnen ist und eine Straßenkicker-Mentalität mitbringt und einfach Spaß am Kicken hat. Es macht einfach Spaß ihm zuzuschauen“, während Mitspieler Serhat-Semih Güler seine Reife lobte und konstatierte, dass die Offensive der Viktoria meist über ihn laufe.

Was El Mala trotz seiner Größe und Physis auszeichnet, ist seine bemerkenswerte und bei diesem Körperbau nicht typische Explosivität und Dynamik. Trotz seiner imposanten Statur verfügt der Youngster über eine außergewöhnliche Beweglichkeit und Agilität, mit der er mühelos scharfe Richtungs- und rasante Tempowechsel vollziehen kann. Diese Eigenschaften machen ihn zum Alptraum für jeden Abwehrspieler.

Zielorientiertheit

Ein charakteristisches Merkmal des Spiels von El Mala ist sein Zug zum Tor. Anstatt sich in überflüssigen Dribblings zu verstricken, verfolgt er einen direkten und zielgerichteten Ansatz, indem er alle seine Aktionen auf die zentralen Bereiche des Spielfelds ausrichtet - Fokus auf Effektivität.

Diese Einstellung spiegelt sich auch in seinem Stellungsspiel und seinen Bewegungen abseits des Balls wider. El Mala positioniert sich immer wieder so, dass er den Ball in den Halbräumen annimmt oder hinter die gegnerische Abwehrreihe läuft, wobei er seine Bewegungen intelligent in Richtung Tor lenkt, anstatt in die weniger effektiven Flügel abzudriften.

Unerbittliche Mentalität

El Mala verfügt über eine und für sein Alter seltene mentale Stärke. Er lässt sich von Fehlern oder verpassten Chancen nicht aus der Ruhe bringen und konzentriert sich mit unerschütterlichem Selbstvertrauen auf die nächste Spielsituation. Er ergreift immer wieder die Initiative, übernimmt Verantwortung und kreiert Torchancen, ohne sich von vergangenen Misserfolgen entmutigen zu lassen. El Malas Wunsch, das Spiel zu verändern, ist in jedem Moment, in dem er auf dem Platz steht, für den Zuschauer zu spüren.

Sein unkonventioneller Weg, fernab von den Annehmlichkeiten, Normen und Privilegien einer Fußballakademie, hat ihm wahrscheinlich auch eine zusätzliche Portion Biss, Integrität und Entschlossenheit eingeflößt. Kein Spieler nach Schablone der Jugendakademien, sondern einer von der Straße, besser gesagt aus dem Fußball-Käfig der mit Leichtigkeit kickt.

El Mala verschwendet keine Zeit und macht sein Spiel selten zu kompliziert, wenn er in Torschussposition kommt. Er agiert entschlossen und setzt die gegnerischen Torhüter mit minimaler Verzögerung zwischen Ballannahme und Schussausführung sofort unter Druck.

Obwohl sich Kölns Rookie vor allem in offenen Räumen wohlfühlt, verfügt der junge Deutsche auch über die technischen Fähigkeiten, um in isolierten 1-gegen-1-Situationen zu glänzen. Er zeigt eine einzigartige Fähigkeit, seine Gegner mit scharfen Finten und explosiven Ballverlagerungen zu überlisten.

Engagement auch in der Defensive

Der Effzeh-Akteur zeigt ein starkes Engagement für seine defensiven Aufgaben. Er übt Druck nach vorne aus, um den Ball zu erobern, geht aber auch immer wieder durch lange Läufe mit nach hinten, um seinen Außenverteidiger zu unterstützen und den Gegner daran zu hindern, gefährliche 2-zu-1-Situationen zu schaffen, was beispielsweise Topstars wie Jadon Sancho oder Rafa Leao in ihr Spiel bis dato nicht integrieren konnten.

Einmal den Ball zurückerobert, ist der Youngster bei Konterangriffen ein hervorragender Spieler, der sich den Raum selbst erschließt und das Spiel gezielt in Richtung Tor treibt. In den richtigen Momenten ist er neben seinen gefürchteten Abschlüssen gleichermaßen in der Lage Schlüsselpässe zu spielen, nachdem er den Ball nach vorne geschleppt hat.

Schwachstellen

Das Timing von El Malas Bewegungen abseits des Balls kann etwas daneben gehen, da er häufig zu früh auf den Gegner stürmt und damit Räume offenbart. Dieser Eifer, macht sich auch in der Offensive bemerkbar, da er wiederkehrend zu früh den Raum hinter der Abwehr anläuft und dann oft in Abseitspositionen landet.

El Mala verlässt sich oft auf seine raumgreifenden Bewegungen, um das Spiel voranzutreiben, was nicht immer zu dem scharfen, präzisen Spiel passt, das in engen Räumen erforderlich ist. Darüber hinaus hat er auch häufig Probleme mit seinem ersten Kontakt, da er den Ball dann nicht schnell genug verarbeiten kann respektive das Runde ihm zu weit vom Fuß wegspringt, und dabei ein wenig an Romelu Lukaku erinnert.

Zudem lässt El Malas Passspiel in einigen entscheidenden Bereichen noch Raum für Verbesserungen. Der junge Stürmer hat oftmals Probleme mit der Präzision und der Kraft, die für komplizierte oder entscheidende kreative Pässe im letzten Drittel erforderlich sind. Seine Herangehensweise wirkt manchmal überhastet, er wendet häufig zu viel Kraft an oder erzwingt zu ehrgeizige One-Touch-Pässe, denen die nötige Genauigkeit fehlt. Diese Tendenz ist vor allem im Konterspiel zu beobachten, in denen es ihm oft an Sorgfalt und Präzision mangelt.

El Mala kommt häufig in Abschlusspositionen, aber ihm fehlt die nötige Cleverness, um daraus noch mehr Kapital zu schlagen. Er wirkt als Abschlussspieler etwas eindimensional und bevorzugt oft einen rechtsfüßigen, kraftvollen Abschluss. Er könnte davon profitieren, sein Repertoire zu erweitern, indem er auch seinen linken Fuß schult und somit unberechenbarer wird. In letzter Zeit hat El Mala jedoch vielversprechende Anzeichen einer Entwicklung in diesem Bereich gezeigt. Seine jüngsten Auftritte machten deutlich, dass er aktiv daran arbeitet, diese Schwäche in seinem Spiel zu beheben.

Fazit

Said El Mala ist ein vielversprechendes Talent, das die Qualität und ein unbegrenztes Potenzial verkörpert, welche außerhalb der großen Fußballakademien im deutschen Fußball selten zu finden sind. Er hat sich nahtlos an den Seniorenfußball angepasst und sich zu einem vielversprechenden Spieler mit einer beeindruckenden Torquote, herausragenden körperlichen Attributen und exzellenter Mentalität entwickelt.

Auch wenn seine Abschlusstechnik und die Feinheiten seines Passspiels noch verbesserungswürdig sind, ist El Mala für sein Alter schon sehr weit entwickelt, sowohl fußballerisch als auch mental. Er könnte also auch für die Geißböcke in der ersten Liga mittelfristig ein ernstzunehmender Kandidat für die Stammelf werden, und so auf den Spuren von Lukas Podolski wandeln.

Es wird nicht lange dauern, bis er in ganz Europa als einer der aufregendsten Talente des deutschen Fußballs bekannt wird. Die Kölner dürfen sich auf die Schulter klopfen solch ein Toptalent für gerade einmal 300 Tausend Euro verpflichtet zu haben.

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Sascha

Ein neuer Lukaku für Inter? | Ange-Yoan Bonny (21) im Porträt

Die Zukunft von Ange Yoan Bonny ist nun auch offiziell Inter Mailand. Der Transfer kann zu Gunsten der Nerazzurri als abgeschlossen betrachtet werden. 23 Millionen plus Boni fließen nach Parma, während sich Trainer Christian Chivu auf einen alten Bekannten freuen darf. Inter war schon seit Ende 2024 am Sürmer interessiert, so dass man umso erfreuter über den Deal sein dürfte. (Bild: IMAGO / NurPhoto)

Es brauchte nur 6 Tore und 4 Vorlagen, um die Aufmerksamkeit der großen Teams der Serie A auf sich zu ziehen. Ange-Yoan Bonny, erst 21 Jahre jung, ist nach einer Saison beim Parma bereit für das große Inter, während auch weitere Vereine wie Napoli und Roma Interesse an ihm zeigten. Aufgrund seines Alters, seiner Eigenschaften und seiner Karriere könnte er der richtige Mann für Cristian Chivu und die Nerazzurri sein, die auf der Suche nach einem jungen und vielversprechenden Stürmer sind.

Unter großer Geheimhaltung hatten die Scouts von Piero Ausilio und Dario Baccin einen festen Platz auf der Tribüne im Stadio Tardini, um die Leistung, die Bewegungen und die Tore des Talents aus Aubervilliers vor Ort zu beurteilen, das im Schatten von Paris aufwuchs und auf Anraten von Massimiliano Notari, dem heutigen Chefscout von Parma, für eine handvoll Euro (600-700 Tausend Euro) nach Parma kam.

Wenn man bedenkt, dass dieser Name über der Nummer 13 auch auf den Trikots von Juventus hätte stehen können. Vor Parma hatte sich sogar die Alte Dame mit ‚Angelo‘ beschäftigt. Sie hatten ihn bereits umworben und ihn offenbar davon überzeugt, sich einer medizinischen Untersuchung zu unterziehen. Aber die Ärzte hatten auf eine Herzanomalie hingewiesen und daher kam der Transfer nicht zu stande.

Wer ist dieser Bonny?

Schauen wir uns an, wer der französische Stürmer mit ivorischen Wurzeln überhaupt ist. Ange-Yoan Bonny wurde am 25. Oktober 2003 (er ist 21 Jahre alt) in Aubervilliers (Frankreich) geboren. Er ist gelernter Stürmer und spielte vor seinem Wechsel zu Inter für Parma. Bonny wuchs in der Jugend von Tours auf und debütierte als Profi in Frankreich. Am 31. Oktober 2020 trug er das Trikot von Châteauroux im Ligue-2-Spiel gegen Nancy.

Am Ende der Saison setzte Parma auf ihn und integrierte ihn zunächst in die Primavera-Mannschaft. Sein erstes Tor für die A-Mannschaft der Herzöge erzielte er am 12. Dezember 2022 gegen Brescia. Auf dem Weg in die Serie A wurde er einer der Stammspieler von Ex-Coach Pecchia und beendete die Saison mit 5 Toren in 35 Spielen. In der gerade abgeschlossenen Saison hatte er seinen ersten Auftritt in der Serie A.

Bei seinem Debüt am 17. August 2024 gegen Fiorentina wurde er direkt zum MVP des Spiels gewählt. Sein erstes Tor erzielte er am 31. August: Ein Elfmetertor zur vorübergehenden Führung gegen Napoli, das dann allerdings das Spiel mit 2-1 drehte und am Ende gewann.

Er beendete seine erste Saison in der Serie A mit 6 Toren in 37 Spielen. Außerdem hatte er 2 Assists, 46 Schüsse (davon 22 aufs Tor) und 64 abgefangene Bälle. Er hat nie für die französische A-Nationalmannschaft gespielt, aber durchlief einige Juniorennationalmannschaften der Franzosen. Im Alter von 17 Jahren wurde er in die U19 berufen, für die er 7 Einsätze und 5 Tore absolvierte. Mit der U20 erzielte er in 10 Spielen ein Tor. Mit der U21 hat er in zwei Einsätzen kein Tor erzielt.

Stärken

Bonny ist ein Stürmer mit einer imposanten Physis, 1,89 Meter groß und einem Gewicht von etwa 83 Kilo. Er kann sein Dribbling und seine Geschwindigkeit mit der Fähigkeit kombinieren, seine Physis effektiv einzusetzen. Deshalb wird er mit Lukaku verglichen, aber seine technische Qualität ist wesentlich höher als beim alternden Belgier. Sein bevorzugter Fuß ist der rechte; er kann Tore erzielen, aber auch Vorlagen geben.

„Im Training hat er außergewöhnliche Leistungen gezeigt. Einmal hatten wir ein Freundschaftsspiel gegen die großen Jungs, und er dribbelte auf ganz einfache Art und Weise an vier oder fünf Gegnern vorbei. Damals war ich erstaunt. Er hat einen unglaublich bulligen Körperbau und große Fähigkeiten", sagte Benoit Cauet, Bonnys ehemaliger Trainer in Châteauroux.

Alles Qualitäten, die Ange dann unter den schützenden Fittichen von Pecchia, dem Trainer, bei dem er reifte, entfesselte. Er sprach oft mit ihm und gab ihm in der Privatsphäre seines Büros Ratschläge, wie und wo er sich entwickeln, was er auf dem Spielfeld tun und vor allem, was er außerhalb des Platzes nicht tun sollte.

Zunächst übertrug er ihm Verantwortung, indem er ihn zum Stammstürmer bei Parma ernannte, dann verlangte er von ihm mehr Dynamik und Beteiligung am Spiel. Er war ein Mittelstürmer mit unscharfen Konturen: ein bisschen Mittel-, aber auch ein bisschen Flügelstürmer. Letzte Saison avancierte er dann zu Parmas Stürmer Nummer eins in der Serie A und gleichermaßen zum größten Kapitalgewinn in der US-Ära der Besitzerfamilie Krause.

Parma versteckt Bonny vor Scouts

Inter war bereit, Bonny für eine Summe zwischen 20 und 25 Millionen zu verpflichten. Man sollte jedoch berücksichtigen, dass Sebastiano Esposito als Tauschobjekt in Betracht gezogen wird, der dann in Parma spielen könnte.

Bei Inter erhält er einen Vierjahresvertrag mit 2 Millionen Euro netto plus Boni. In Parma verdiente er 450 Tausend Euro pro Saison. Bonny wird bei Inter auf seinen Mentor Chivu treffen, nachdem sie zusammen den Klassenerhalt in Parma geschafft haben und es der Rumäne war, der den wütenden Bonny wieder motivieren konnte.

Denn im Januar dieses Jahres waren einige Scouts von Newcastle ins Tardini gekommen, um den den Parma-Youngster zu beobachten. Um ihn zu „schützen“, hatte Pecchia ihn „versteckt“, indem er ihn auf der Bank sitzen ließ. Als Bonny von den „Gästen“ erfuhr, die ihn eigentlich sichten wollten, war er wütend. Von da an begann eine traurige Zeit, die durch die Ankunft Chivus gemildert wurde und ihn wieder aufblühen ließ.

Bonny „engagierte“ einen Koch, der nur für ihn kochte: Nino achtete auf seine Ernährung, beriet ihn bei einigen Mahlzeiten und verhinderte vor allem, dass er sich mit dem Junkfood vollstopfte, das Jungs mögen, vor allem wenn sie ihre Abende zwischen Call of Duty und Fifa vor der Play Station verbringen.

Nachdem er seine Ernährung in Ordnung gebracht hatte, auch dank der Ratschläge von Costanza Gavioli, der Ernährungsberaterin von Parma, konzentrierte sich Angelo und beendete die Saison auf einem Leistungshoch.

Neue Motivation unter Chivu

Unter Chivus Leitung begann er in 11 der 12 Spiele als Stammspieler, ohne jemals ein gesamtes Spiel auf der Bank zu sitzen. Seine persönliche Bilanz betrug 2 Tore und 2 Vorlagen. Da er ein junger, aber bereits vielversprechender Spieler ist, könnte er den Platz im Kader einnehmen, den Arnautovic oder Correa inne hatten, ohne allzu hohe Ansprüche auf einen Stammplatz zu stellen und sich ohne Druck im Schatten von Thuram und Lautaro in Ruhe weiterzuentwickeln.

Eine Mannschaft zusammen mit den beiden Weltklasse-Stürmern, würde ihm die Möglichkeit geben, viel von seinen künftigen Teamkollegen zu lernen, die bereits auf internationalem Niveau gespielt haben. Man darf nicht vergessen, dass auch Thuram, bevor er nach Mailand kam, in sieben Saisons nur zweimal zweistellig in der Liga als Torschütze vertreten war.

Bei den Nerazzurri hat es der Franzose geschafft, die Kritiken und das Etikett eines wenig effektiven Stürmers wegzuwischen und in zwei Jahren 27 Tore in der Serie A zu erzielen. Außerdem, da die nächste Saison der Nerazzurri ebenfalls voller Verpflichtungen ist, braucht man frische, junge und motivierte Spieler, auf die man im Moment der Rotation setzen kann. Bonny wird einer davon sein, der Inter mehr als nur Rotation geben wird.

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Sascha

City-Debakel offenbart Juves Baustellen

Igor Tudor ist der Meinung, dass Juventus drei Verstärkungen braucht, um in der nächsten Saison ein ernstzunehmender Titelanwärter zu werden, doch die 2:5-Niederlage gegen Manchester City hat gezeigt, dass die Bianconeri mehr als nur drei neue Gesichter benötigen. Wir erklären euch, welche Baustellen die alte Dame noch zu beheben hat. (Bild: IMAGO / Nicolo Campo)

Juventus Turin wurde letzte Woche mit einer 2:5-Niederlage gegen Pep Guardiolas Manchester City auf eine harte Probe gestellt. Die Bianconeri hatten sich nach Siegen gegen Al Ain und Wydad bereits für das Achtelfinale der Klub-Weltmeisterschaft qualifiziert und benötigten nur noch ein Unentschieden, um die Gruppe G zu gewinnen.

Auch wenn Juventus im November unter Thiago Motta Manchester City in der Champions League noch besiegt hatte, war der jüngste Sieg des Premier-League-Riesen keine wirkliche Überraschung, abgesehen von der Höhe des Triumphs.

Das Ergebnis sagt alles über das Spiel aus, mehr noch als die 24 Schüsse von Man City gegen fünf von Juventus und die sieben Paraden von Michele Di Gregorio gegen keine von Ederson. Zwar hatte Igor Tudor die Mannschaft kräftig durchrotiert und einige Schlüsselspieler auf die Bank gesetzt, darunter Kenan Yildiz, Randal Kolo Muani und Andrea Cambiaso, und den angeschlagenen Teun Koopmeiners, Nico Gonzalez und Dusan Vlahovic vielleicht eine letzte Chance gegeben.

Tudor bekräftigte zu Beginn der Klub-Weltmeisterschaft und sogar noch davor, nach dem letzten Serie-A-Spiel der Saison gegen Venezia, dass die Bianconeri drei Neuverpflichtungen brauchen, um in der nächsten Saison ein echter Titelanwärter zu sein. Das Ergebnis und die Leistung gegen Manchester City sprechen jedoch dagegen.

Rückkehr von Bremer macht Hoffnung

In der Abwehr wird Gleison Bremer wie eine Neuverpflichtung wirken, der nach einer komplizierten Bänderverletzung im Oktober wieder ins Geschehen eingreifen kann. Wenn jedoch Pierre Kalulu in einer 3-4-2-1-Formation als rechter Innenverteidiger aufläuft, brauchen die Bianconeri ein neues Gesicht in der Abwehr, es sei denn, Federico Gatti wird auf der linken Seite der Abwehrreihe eingesetzt oder der unbeständige Lloyd Kelly übernimmt diese Aufgabe.

Im Mittelfeld braucht Juventus sicherlich einen rechten oder linken Außenverteidiger, da Andrea Cambiaso auf beiden Seiten spielen kann. Auf der rechten Seite hat Alberto Costa bei der Klub-WM vor allem im letzten Drittel des Spielfelds gute Ansätze gezeigt, aber seine Leistung gegen Manchester City zeigt, dass er in der Defensive noch einige Defizite besitzt.

Nico Gonzalez war einer der Flügelspieler, die zusammen mit Thiago Motta im letzten Sommer verpflichtet wurden, aber der Argentinier hat Schwierigkeiten, sich an die Position des rechten Schienenspielers anzupassen, der mehr defensive Aufgaben hat als ein gewöhnlicher offensiver Flügelspieler, und er hat es im Gegensatz zu Francisco Conceiçao auch nicht geschafft, sich als offensiver Mittelfeldspieler durchzusetzen.

Wohin mit Koopmeiners?

Im zentralen Mittelfeld scheinen Manuel Locatelli und Khephren Thuram die designierten Stammspieler zu sein, aber Juventus braucht mehr Qualität im Zentrum des Spielfelds, und eine Verstärkung für Locatelli sollte nicht außer Frage stehen. Könnte Teun Koopmeiners der Mann sein, der Locatelli als Spielmacher der Mannschaft ersetzt? Fraglich, vor allem weil der Niederländer fünf seiner sechs Spiele unter Tudor als offensiver Mittelfeldspieler bestritten hat und eher da seine Stärken besitzt.

Kenan Yildiz wird in der nächsten Saison sicherlich der Mann sein, auf den man in Turin achten muss. Im Spiel gegen Manchester City bereitete er Dusan Vlahovic zweimal vor, wobei der Serbe die erste Chance vergab und mit seinem zweiten Versuch das Tor traf. Aber wer könnte Yildiz hinter einem einzelnen Stürmer unterstützen?

Auch hier ist Koopmeiners eine Option, aber er muss dringend sein Selbstvertrauen zurückgewinnen und besitzt zu wenig Geschwindigkeit, während Conceiçao bei der Klub-Weltmeisterschaft gute Leistungen gezeigt hat.

Der Portugiese ist jedoch an Juventus ausgeliehen, das 30 Millionen Euro
zahlen muss, um ihn dauerhaft aus Porto zu verpflichten. Laut der
Gazzetta ist die erste Alternative zu „Chico“ der von Manchester United, zuletzt an Chelsea verliehene Jadon Sancho.

Kolo Muani der Schlüssel in der Transferstrategie

Zu guter Letzt ist da noch der Angriff. Kolo Muani ist noch bis zum Ende der Klub-WM von PSG ausgeliehen, und Juventus muss mit dem Ligue-1-Klub über einen langfristigen Vertrag verhandeln, da der französische Nationalspieler gerne im Allianz-Stadion bleiben würde. Auf der anderen Seite soll Vlahovic den Verein verlassen, da sein Vertrag 2026 ausläuft und er keine Lust hat, bei der Alten Dame zu bleiben.

Doch der Abgang des Serben scheint kompliziert zu sein. Denn die Teams wie beispielsweise Milan, die Interesse bekundet haben, sind nicht bereit die hohen Gehaltsforderungen des Stürmers zu erfüllen. Unter dieser Prämisse scheint Vlahovic seinen Vertrag bei Juventus lieber aussitzen zu wollen, wenn man den Medien glauben mag.

Das bedeutet, dass Juventus einen neuen Mittelstürmer braucht, falls Kolo Muani bleibt, und der Serbe geht. Sollte dieser jedoch seinen Vertrag aussitzen, könnte das den Transfer des Franzosen verkomplizieren und dem italienischen Rekordmeister am Ende einiges an Gehaltsbudget kosten. Darüber hinaus würde man Vlahovic nächstes Jahr ablösefrei verlieren, während man jetzt noch knapp 25-30 Millionen an Ablöse einnehmen könnte.

Viele Spieler nicht Juve-würdig

Der wichtigste Name, der derzeit mit einem Wechsel zu Juventus Turin in Verbindung gebracht wird, ist Jonathan David. Dieser soll laut Transferguru Fabrizio Romano bereits eine Einigung mit dem Serie-A-Riesen erzielt haben, und wird ab nächster Saison Tudor ablösefrei zur Verfügung stehen, was den Druck auf Vlahovic weiter erhöhen wird.

Da die Bianconeri in der nächsten Saison wieder in drei Wettbewerben antreten werden, darunter auch in der Champions League, ist es absehbar, dass sie mindestens vier oder fünf Neuzugänge brauchen, um nach dieser langen und körperlich zehrenden Saison 2025/26 wieder konkurrenzfähig zu sein.

Die jüngste Niederlage gegen Manchester City hat deutlich gezeigt, dass viele der Spieler, die in der Startelf standen, in der nächsten Saison keine Garantie für einen Platz in der Elf der Bianconeri mehr haben und einfach nicht Juventus-würdig sind.

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Sascha

Die fünf geheimen Leistungsträger der Serie A

In diesem Artikel wollen wir euch fünf Spieler vorstellen, über die nur wenig berichtet wurde, obwohl sie eine herausragende Saison für ihre Teams absolviert haben. Fünf Akteure, über die die Gazetten spätestens nächste Saison viel mehr berichten werden. Das sind unsere geheimen Schlüsselspieler der abgelaufenen Serie A-Saison. (Bild: IMAGO / ABACAPRESS)

Nun, da die nationale Saison vorbei ist und sich der Staub gelegt hat, ist es an der Zeit, Bilanz zu ziehen. Während es in vielen Top-Ligen an Dramatik mangelte, war die Saison 2024/25 in der Serie A extrem spannend. An beiden Enden der Tabelle ging es hart zur Sache: Napoli sicherte sich in letzter Sekunde den Titel und brach damit die Herzen der Inter-Fans, die glaubten, ihr Team hätte wenige Spiele vor Schluss genug getan, um den Titel zu holen.

Auf der anderen Seite rettete Lecce die Saison spät, indem es in den letzten drei Spielen keine Niederlage mehr kassierte und Empoli in die Serie B beförderte. Im Laufe der Saison haben wir einige beeindruckende Einzelleistungen gesehen, und zwar nicht nur von den großen Teams.

In diesem Artikel werden fünf etwas weniger bekannte Spieler vorgestellt, die im Laufe der letzten Serie A-Kampagne zu absoluten Schlüsselspielern avancierten - Spieler, die ein wenig mehr Aufmerksamkeit verdienen, Spieler, die bewiesen haben, dass sie auch bei größeren Vereinen erfolgreich sein könnten, aber der Mainstream kaum über sie berichtet. Das machen wir jetzt für die fünf Jungs.

Assane Diao (Como)

Anfang des Jahres galt der 19-jährige Assane Diao bei Real Betis als überflüssig, weshalb er im Januar nach Como wechselte - was für ein Transfer für das Team von Cesc Fabregas. Diao, der in LaLiga nur wenig Spielzeit bekommen hatte, war in der Serie A ein echter Volltreffer: Gleich in seinem zweiten Spiel gegen den AC Mailand erzielte er einen Treffer, und gleich im nächsten Spiel gegen Udinese legte er einen weiteren nach.

Es dauerte nicht lange, bis der senegalesische Stürmer sowohl gegen Juventus Turin als auch gegen Napoli traf, bevor er die Saison mit acht Toren und einer Vorlage in 15 Ligapartien beendete und dabei einen beeindruckenden Durchschnitt von 0,58 Toren pro 90 Minuten erreichte.

Vor allem seine Schnelligkeit, Athletik und seine Dribbelstärke stachen in seinen Auftritten heraus. Trotz seiner starken Torausbeute, vergab er noch zu viele Großchancen. Kaum auszumalen, wie viele Tore der Youngster erzielen wird, wenn er seine Nervosität vor dem Tor weiter ablegt. Er ist definitiv ein Spieler, den man in der nächsten Saison im Auge behalten sollte und der beim ambitionierten lombardischen Verein zu einem Topstürmer reifen kann.

Aarón Martín (Genua)

Der 28-jährige Aarón Martín ist wahrscheinlich nicht der erste Name, der einem einfällt, wenn man über die besten Spieler der Serie A spricht, aber der Außenverteidiger von Genua hat eine hervorragende Saison gespielt. Interessanterweise hat nur Christian Pulisic vom AC Mailand in dieser Saison mehr Schlüsselpässe (= Pässe, die direkt zu einer Torchance führen) gespielt als Martin, wobei der Spanier regelmäßig zeigt, wie kreativ er sein kann.

Martins acht Assists trugen sicherlich dazu bei, dass Genua nicht ernsthaft in den Abstiegskampf verwickelt wurde, und da er wahrscheinlich im Luigi-Ferraris-Stadion bleiben wird, wird der Außenverteidiger einer der Schlüsselspieler sein, den die Mannschaft von Patrick Viera in der nächsten Saison wieder benötigen wird.

Doch herausragende Leistungen ziehen natürlich auch Interessenten an. Gerüchten zufolge sollen einige arabische Vereine an den Diensten des Spaniers sehr interessiert sein. Der FIFA Klub WM-Teilnehmer Al Ain aus den vereinigten arabischen Emiraten soll dabei der größte Bewerber um den Ex-Mainzer sein. Es bleibt also spannend ob der aktuelle Ligurier dem Ruf des Geldes folgen wird.

Mario Gila (Lazio)

Für Lazio Rom war es eine solide Saison, in der die Römer mit dem siebten Platz nur knapp die Teilnahme am internationalen Geschäft verpassten. Einer der herausragenden Spieler bei den Männern aus dem Stadio Olimpico in Rom war Innenverteidiger Mario Gila.

Über weite Strecken der Saison waren die „Aquile“ kaum zu schlagen, wobei Gilas Defensivleistung nicht unbemerkt blieb. Der Spanier, der früher bei Real Madrid unter Vertrag stand und sich mit dem Ball am Fuß sehr wohl fühlt, trug wesentlich dazu bei, dass Lazio seine Angriffe über ihn erfolgreich aufbauen konnte.

Er gehörte zu den besten Spielern der Liga, was Passgenauigkeit, Ballberührungen und Vorwärtsdrang anbelangt, und zeigte oft seine Fähigkeit, den Ball intelligent aus der Abwehr heraus zu spielen. Gila ist zwar erst 24 Jahre alt, aber nach einer sehr soliden Saison wäre es nicht verwunderlich, wenn er auch von finanzkräftigeren Klubs als Lazio beobachtet wird.

Wenn er in der Hauptstadt bleibt, wird seine Anwesenheit den Mannen von Maurizio Sarri zweifelsohne helfen, unter die ersten sechs zu kommen. Doch die Hauptstädter haben finanzielle Sorgen und daher könnte der Verkauf des Abwehrchefs die klammen Kassen der Römer füllen. Premier League Klub Brighton gilt dabei als einer der stärksten Interessenten für den Spanier.

Nikola Krstovic (Lecce)

Dank einer vielversprechenden Erfolgsserie konnte Lecce den Abstieg knapp verhindern und sich für eine weitere Saison in der höchsten italienischen Spielklasse halten. Dies ist nicht zuletzt das Verdienst von Stürmer Nikola Krstovic, dessen Einsatz im letzten Drittel der Saison die Mannschaft aus Apulien gerade noch über die Ziellinie brachte.

Der fleißige Stürmer war den gegnerischen Verteidigern ein ständiger Dorn im Auge. Mit 11 Toren und fünf Vorlagen erzielte er im Durchschnitt 0,47 Tore und Vorlagen pro 90 Minuten und beendete die Saison als achtbester Scorer der Serie A, was die Anzahl der Tore und Vorlagen angeht. Nicht schlecht für einen Stürmer, der bei einem Abstiegskandidaten spielt und aus der ersten slowakischen Liga kam.

Nach einer herausragenden Debüt-Saison könnte der montenegrinische Stürmer zu einem ambitionierteren Klub wechseln, denn Interessenten gibt es genug. Neben dem Interesse aus der Premier League sind es vor allem die italienischen Vereine die den schussstarken Mittelstürmer jagen. Die Roma, Juventus und der CFC Genua sollen am dringlichsten um die Dienste des Montenegriner buhlen, dessen Ablösesumme von den Gazetten auf 20-25 Millionen Euro geschätzt wird.

Nicolás Paz (Como)

Wie bereits erwähnt, erlebte Como unter der klugen Führung von Cesc Fabregas eine fantastische Saison in Italiens höchster Spielklasse. Der im Januar verpflichtete Diao stach in der zweiten Saisonhälfte ins Auge, doch die ganze Saison über war es Nicolás Paz der als Spielmacher der Lombarden auf sich aufmerksam machte.

Der junge Argentinier, der zu Beginn der Saison von Real Madrid kam, wo es nie wirklich danach aussah, dass er in der ersten Mannschaft spielen würde, wurde auf Anhieb zu einem wichtigen Bestandteil von Fabregas' gut geölter Pressing-Maschine. Paz avancierte zu Comos wichtigstem Spieler und beendete die Saison als viertbester Akteur der Serie A, was die Anzahl der Assists angeht.

Am Ende konnte der 20-jährige Gaucho sechs Tore und neun Vorlagen verbuchen. Paz, der in der vergangenen Saison im Schnitt 0,47 Tore und Assists pro 90 Minuten erzielte, hat eine große Zukunft vor sich, und wenn Como ihn halten kann, haben sie alle Chancen, in der nächsten Saison sich in der oberen Tabellenhälfte zu etablieren.

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