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Sascha

Auf den Spuren Pirlos? | Sandro Tonali im Porträt

Wir sind im Stadio Mario Rigamonti, der Heimspielstätte des italienischen Traditionsvereins Brescia Calcio. Ein elegant wirkender defensiver Mittelfeldspieler mit langen Haaren verzaubert die Fans im Stadion mit seinem magischen Passspiel. Diese Szene ist jedoch nicht aus den 90ern und handelt ebenso wenig vom jungen Andrea Pirlo. Nein, es geht um dessen legitimen Erben, einem Talent, nach dem sich sämtliche Topclubs in Italien die Finger lecken – es geht um Sandro Tonali!

Der Vergleich mit der ehemaligen Milan-Legende geht jedoch über die Haarfrisur des 19-jährigen Talents hinaus. Ähnlich wie der Weltmeister von 2006 startete Tonali seine Karriere in der Lombardei, wurde wie der Altmeister aus einem Offensivmann in einen tiefliegenden Spielmacher umgeschult. Im August 2017 debütierte der gerade mal 17-jährige Tonali im Serie-B-Spiel gegen Avellino und überzeugte bei seinen anschließenden Profiauftritten dermaßen, dass er auf Anhieb zum Stammspieler avancierte.

Ab dem folgenden Sommer 2018 sorgte der in Lodi geborene Italiener dann richtig für Furore. Im Rahmen der U19-Europameisterschaft führte der langhaarige Mittelfeld-Dirigent mit exzellenten Leistungen die „Azzurrini“ bis ins Endspiel und demonstrierte dabei eine wesentlich reifere Spielanlage als andere Talente seines Alters.

Dieser Hype wurde durch die anschließende Berufung in die „Squadra Azzurra“ durch Italiens Nationaltrainer Roberto Mancini befeuert, welcher sich persönlich von den ungeheuren Fähigkeiten des Ausnahmekickers ein Bild verschaffen wollte. Diese positiven Eindrücke transportierte Tonali mit in die Serie-B-Saison und hatte ganz entscheidenden Anteil daran, dass Brescia Calcio nach Jahrzehnten wieder erstklassig sein konnte. Zehn direkte Torbeteiligungen (3 Tore,7 Vorlagen) sind für einen defensiven Mittelfeldspieler durchaus beeindruckende Werte, vor allem für einen U19-Spieler!

Stärken:

Ein Spieler mit seinem Fähigkeitenprofil wirkt mit seiner lässigen und eleganten Art am Ball immer beruhigend auf seine Teamkollegen. Man könnte ihn als eine Art „Beruhigungstablette“ bezeichnen, die selbst in intensiven Pressing-Phasen des Gegners nie aus der Fassung gerät. Diese Eigenschaft ist sehr untypisch für Talente seines Alters und unterstreicht ungemein die mentale Reife des Youngsters.

Tonalis außergewöhnliche Technik, gepaart mit seiner Übersicht, ermöglichen ihm Schnittstellen-Pässe a la Pirlo auszuführen. Ob es darum geht in Ballbesitz zu bleiben, das Spiel aufzubauen, oder einen langen Diagonalball über den halben Platz zu „dreschen“ - Tonali besitzt alle technischen Attribute diese Aufgaben mit Bravour zu meistern.

Der aggressive Ballkünstler

Doch es wäre zu einfach diesen Rohdiamant nur auf das Passen zu beschränken, denn dessen Dribblingsskills sind gleichermaßen erwähnenswert. In 1-gegen-1-Duellen lässt er dem Gegner dank einer engen Ballführung und seines geschickten Körpereinsatzes kaum eine Chance. Diese Fähigkeiten sorgen dafür, dass Tonali auch unter Druck die Lücken des Gegners ausmachen und sie tödlich bespielen kann.

„Ich möchte eine Mischung aus der Klasse Andrea Pirlos und der „Boßhaftigkeit“ Gattusos sein.“ Diese Aussage beschreibt am besten die Ambivalenz seiner Spielweise. Denn gegen den Ball geht Tonali keinem Zweikampf aus dem Weg und haut gerne mal ordentlich dazwischen.

Schwächen:

Gelegentlich hält der junge Lombarde noch zu lange den Ball und überschätzt dabei seine Fähigkeiten. Doch zusammen mit seinem ausbaufähigen Positionsspiel sind das Mängel, die er im Laufe seiner Karriere durchaus korrigieren kann und als Kritik auf hohem Niveau gewertet werden darf.

Sein Potenzial bleibt immens und die mentale Reife Tonalis beeindruckt gleichermaßen. „Ohne die Opfer, die meine Eltern für mich gebracht haben, wäre ich nicht hier", zeigte sich das italienische Supertalent reflektiert und dankbar. Denn außerhalb des Platzes gilt Brescias Spielmacher als Familienmensch, welcher lieber zu Hause seine Zeit vor der Spielekonsole verbringt, als sich wie viele in seinem Alter im Nachtleben auszutoben.

Zielobjekt für zahlreiche Topclubs

An Angeboten soll es laut zahlreicher Presseberichte schon mal nicht mangeln, denn fast alle großen Klubs aus Italiens höchster Spielklasse haben nach dessen starken Erstligaauftritten (1 Tor und 5 Vorlagen) Interesse an seinen Diensten angemeldet. Nun gilt es für Sandro eine kluge Entscheidung bei der Wahl seines nächsten Arbeitgebers zu treffen.

Dieser wird sich über einen Spieler freuen dürfen, welcher physisch wie mental alles mitbringt, um in den nächsten Jahren Historisches leisten zu können und vielleicht sogar dafür sorgt, dass bald niemand mehr über Andrea Pirlo sprechen wird...

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Sascha

Diese Spieler floppten bei Juventus Turin

Eigentlich ist Juventus Turin auf der ganzen Fußballwelt dafür bekannt, kluge Transfers einzutüten. Ob Paul Pogba, Andrea Pirlo oder Pavel Nedved, das Management der "alten Dame" zeigt seit Jahrzenten absolutes Feingefühl bei der Verpflichtung neuer Kräfte. Doch wo gehobelt wird, fallen auch Spähne und so war auch der eine oder andere Fehlgriff dabei. Fünf dieser Fehlgriffe, möchte ich Euch heute vorstellen:

Milos Krasic und Juventus Turin - dieses Arbeitsverhältnis sollte zu einer der größten Missverständnisse der Vereinsgeschichte werden. Denn die Erwartungshaltung war gegenüber dem frischgekürten „Besten Spieler Serbiens“ ungeheuer groß, da dieser das große Erbe von Pavel Nedved in Turin antreten sollte. Diese Prämisse war sicherlich ein entscheidender Faktor des Scheiterns.

Krasic konnte zwar zu Beginn einige gute Spiele in Delneris' 4-4-2 abliefern, doch fiel anschließend in ein Formtief. Mit der Ankunft von Antonio Conte wurde er spätestens zum Außenseiter der Mannschaft, denn der neue Juve-Coach setzte den 15-Millionen-Euro-Einkauf nur noch sporadisch ein und so verabschiedete sich Krasic nach nur zwei Jahren gen Istanbul.

Der filigrane Spielmacher wechselte im August 2009 für eine stolze Ablöse von 24,5 Millionen Euro zum italienischen Rekordmeister. Diego kam mit einer Empfehlung von 23 Toren und elf Vorlagen aus dem Norden Deutschlands in den Piemont.

Auch er hatte einen guten Start, doch der Brasilianer entwickelte eine träge Attitüde und wurde darüber hinaus zunehmend für sein mangelhaftes Defensivverhalten kritisiert. Trotz sieben Toren und 16 Vorlagen plante Trainer Delneris nach nur einer Spielzeit nicht mehr mit dem kleinen Edeltechniker und so wurde dieser zum VfL Wolfsburg transferiert. Aktuell kickt Diego mit 35 Jahren für Flamengo in seinem Heimatland.

Um den 1,88-Meter großen Sturmtank zu bekommen, zahlte Juventus nach langen und kräftezehrenden Verhandlungen mit Genuas Präsidenten Zamparini 22,5 Millionen Euro plus Antonio Nocerino (7,5 Mio. Ablöse). Dank der Verletzung von David Trezeguet erspielte sich der kopfballstarke Mittelstürmer auch auf Anhieb einen Stammplatz.

Der ehemalige Palermo-Akteur erzielte Debüt-Saison (2007/08) in 34 Ligapartien 15 Tore und vier Vorlagen. Doch nach dieser folgte eine zweite mittelmäßige Spielzeit und spätestens mit der Ankunft von Trainer Antonio Conte spielte Amauri keine Rolle mehr. Nach einer Leihe zum FC Parma wurde der Italiener mit brasilianischen Wurzeln dann für 500 Tausend Euro an den AC Florenz verkauft.

Nach drei guten Spielzeiten für Lazio Rom wechselte Marcelo Salas zur Saison 2000/01 als frischgebackener italienischer Meister für eine stolze Ablöse von 25 Millionen Euro zu Juventus. Doch eine frühe Verletzung zog seine ohnehin schon negative Bilanz weiter nach unten.

19 Einsätze und nur 2 Tore in der Liga mit der Schande eines vergebenen Elfmeters im Derby gegen Torino. Salas Zeit bei der „alten Dame“ war zu sehr von Verletzungen geprägt und so kam es wie es kommen musste . Der ehemalige „Beste Spieler Südamerikas“ wechselte nach fünf Jahren Italien zurück nach Argentinien zu River Plate.

Als er im Sommer 1995 von Juventus verpflichtet wurde, war Attilio Lombardo einer der besten Flügelspieler der Serie A. „Popeye“, wie Lombardo aufgrund seiner Glatze genannt wurde, prägte vor seinem Wechsel zu Juve mit Spielern wie Gianluca Vialli, Roberto Mancini, Pietro Vierchowod oder Gianluca Pagliuca eine sehr erfolgreiche Ära für Sampdoria Genua.

Der rechte Mittelfeldspieler gewann 1990 den Scudetto und erreichte mit den Liguriern das Finale im Europapokal der Landesmeister, welches jedoch mit 0:1 gegen den FC Barcelona in der Verlängerung verloren ging.

Leider fiel der schnelle Rechtsaußen aufgrund einer schweren Verletzung in einem Freundschaftsspiel gegen Borussia Dortmund den größten Teil der ersten Saison aus. Im folgenden Jahr blieb der 18-fache italienische Nationalspieler weit hinter den Erwartungen zurück. 22 Spiele und nur eine Vorlage veranlassten „la vecchia Signora“ dazu, den ehemaligen Samp-Akteur nach einem kurzen Intermezzo in die Premier League zu Crystal Palace abzugeben. Nach einer weiteren Station bei Lazio Rom beendete Lombardo schließlich seine Karriere bei Sampdoria Genua.

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Sascha

Vom Spielverschieber zum Nationalhelden | Paolo Rossi im Porträt

Paolo Rossi war kein typischer Stürmer wie du ihn dir vorstellen würdest. Er hatte weder das Fähigkeitenprofil einer modernen Nummer neun, noch hätten die meisten ihm eine große Karriere zugetraut. Denn er war klein, schmächtig und verfügte über keine großartigen technischen Fähigkeiten.

Rossi begann seine Karriere in der Jugend von Juventus Turin. Sein erstes Match für die "Bianconeri" würde der Stürmer jedoch erst acht Jahre später absolvieren. Nach drei schwerwiegenden Knieverletzungen, lieh der italienische Rekordmeister den in Prato geborenen Jüngling erstmal in die Serie B an Como aus.

Dort durfte das 1,76 Meter kleine Leichtgewicht 191 Minuten Zweitliga-Luft atmen und sich im rauen Profifußball akklimatisieren. Nur eine Spielzeit später schoss er seinen neuen Club Vicenza mit 21 Toren zum Aufstieg in die Serie A. Rossi wurde mit nur 21 Jahren Torschützenkönig und spielte sich in den erweiterten Kreis der Nationalmannschaft.

24 Tore in Liga eins

In seiner ersten Serie-A-Saison traf der flinke Rechtsfuß gar 24 mal für den Aufsteiger aus Vicenza und schaffte es als erster und bis heute einziger Stürmer in zwei aufeinanderfolgenden Spielzeiten in beiden Ligen „Capocannoniere“ zu werden.

Sein Killerinstinkt und Kaltschnäuzigkeit vor dem Tor veranlassten den damaligen Nationaltrainer Enzo Bearzot dazu, den Aufstiegshelden für die WM 1978 zu nominieren. Rossi durfte also auf ganz großer internationaler Ebene Erfahrung sammeln und dankte es seinem Coach mit drei Toren im Wettbewerb und trug dazu bei, dass die „Squadra Azzurra“ am Ende immerhin Vierter werden konnte.

Es war die perfekte Vorbereitung auf das, was vier Jahre später folgen und zu den größten Triumphen seiner Karriere zählen würde. Doch vorher sollte es erst mal steil bergab gehen, denn der Italiener wurde 1980, während er für Perugia kickte, in einen Manipulationsskandal, dem sogenannten „Totonero“, hineingezogen.

3 Jahre Sperre, reicht es noch zur WM?

Perugias Offensivspezialist wurde für drei Jahre gesperrt, dieser beteuerte dabei jedoch stets seine Unschuld und wies alle Vorwürfe von sich. Glücklicherweise wurde diese auf zwei Spielzeiten verkürzt.

Kurz nachdem Rossi wieder zum italienischen Rekordmeister aus Turin wechselte, wurde er für die WM-Endrunde 1982 nominiert entgegen der Proteste und der vehementen Kritik der italienischen Gazzetten. Sie monierten, der Goalgetter sei unfit und völlig außer Form und die "Azzurri" nicht nur wegen ihm kein ernstzunehmender Favorit auf den Titel.

In der Vorrunde sollte die Presse recht behalten, denn Rossi stolperte ziellos über das Spielfeld und war mehr als nur ein Fremdkörper. Trotz der katastrophalen Performance schafften es die Italiener mit drei mageren Unentschieden glücklich in die 2. Runde.

Platzt gegen Brasilien der Knoten?

Nach einem knappen 2:1 Erfolg über Weltmeister Argentinien musste die „Squadra Azzurra“ gegen ein absolut übermächtiges Brasilien mit Legenden wie Zico, Sokrates oder Serginho ran. Italien gewann diese historische Partie mit 3:2. Rossi? Der erzielte einfach mal einen Hattrick und stieg wie Phönix aus der Asche empor.

Halbfinale. Nun gegen ein überragendes Polen mit Ausnahmekickern wie Lato, Boniek oder Zmuda. Rossi? Dieser war nach 90 brasilianischen Minuten in absoluter Topform und schoss beim 2:0-Sieg über die "Biało-czerwoni" beide Tore und sorgte quasi im Alleingang dafür, dass das Finale gegen Deutschland verbucht werden konnte.

Gegen die Deutschen sorgte dieser im Vorfeld stark kritisierte und scheinbar völlig außer Form befindliche Juve-Stürmer mit seinem „Dosenöffner“ zum 1:0 dafür, dass Italien erstmals nach 50 Jahren wieder einen WM-Titel nach Hause holte.

Heldentransformation 1.0

Mit sechs Toren in nur drei Spielen, gelang es Paolo Rossi zum Nationalhelden und Torschützenkönig des Turniers zu werden, was ihm den „Goldenen Schuh“ einbrachte. Die Titel zum Ballon d’Or, Europas Fußballer-, Weltsportler- (L‘ Eqiupe) und Weltfußballer des Jahres 1982 sollten alle noch folgen. Rossi ist einer der wenigen Spieler, welche überwiegend aufgrund ihrer außerordentlichen Leistungen bei einer WM-Endrunde in Erinnerung bleiben werden.

Der damals 26-jährige Italiener schaffte es seinen Status vom Wettbetrüger in nur wenigen Spielen zum WM-Helden zu transformieren. Kein anderer Spieler in der Geschichte des Fußballs schaffte es aus solch ungünstigen Umständen eine „Heldentransformation“ wie jener Paolo Rossi.

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Sascha

Die größten Transferflops der Serie A

Prinzipiell kann bei einem Transfer im Voraus lediglich spekuliert und gehofft werden, dass der erworbene Spieler letztendlich beim neuen Verein ebenso seine beste Leistung abrufen kann. Eine Garantie kann dabei niemand geben, ein gewisses Risiko ist so immer vorhanden und muss einkalkuliert sein. Natürlich gab es auch in der Serie A deswegen nicht ausschließlich Glücksgriffe, sondern auch zahlreiche Transferflops. Hier findet Ihr die wohl größten Transferflops in der Geschichte der Serie A.

Platz 10 - Thierry Henry (JUVENTUS):

Der französische Mittelstürmer stieß im zarten Alter von 22 Jahren zur „alten Dame“. Ein schwieriges Verhältnis zum damaligen Juve-Coach Carlo Ancelotti und dessen Fehleinschätzung, dass Henry auf dem Flügel am wertvollsten sei, sorgten dafür, dass dieser von den „Bianconeri“nach nur wenigen Monaten an den FC Arsenal abgegeben wurde. Dort schrieb Herny dann mit 175 Toren in 259 Spielen Vereinsgeschichte.

Platz 9 - Juan Iturbe (ROMA):

Nach einer überragenden Spielzeit bei Hellas Verona verpflichtete Ex-Roma-SD Sabatini den schnellen Flügelstürmer für insgesamt 25 Millionen Euro. Doch bei den Hauptstädtern schien er nur ein Schatten seiner selbst zu sein. In 68 Einsätzen gelangen dem Paraguayer lediglich neun Scorerpunkte. Nach einem glücklosen Leihgeschäft zum FC Bournemouth wurde Iturbe nach Mexiko verkauft. Mittlerweile im Alter von 26 Jahren besitzt dieser nach zahlreichen schwachen Auftritten nur noch einen Marktwert von zwei Millionen Euro und spielt für Pachuca.

Platz 8 - Vampeta (INTER):

Der brasilianische Mittelfeldspieler kam damals auf Empfehlung von Ronaldo zu den Mailändern. Doch nach nur acht unbefriedigenden Auftritten und einem Tor musste dieser nach nur einem Jahr wieder seine Sachen packen. Moratti & Co verkauften Vampeta an PSG, wo er genau dieselbe Statistik ablieferte und auch von den Franzosen nach wenigen Monaten zurück nach Brasilien abgeschoben wurde.

Platz 7 - Dominic Adiyah (MILAN):

Galliani verpflichtete den ghanaischen Stürmer, beeindruckt von dessen Wahl zum besten Spieler der U20-Weltmeisterschaft 2009. Doch wurde Adiyah nicht ein einziges Mal für die „Rossoneri“ eingesetzt und nach mehreren Leihgeschäften zu kleineren Teams wechselte dieser ablösefrei in die Ukraine. Doch auch dort sorgten seine schwachen Leistungen dafür, dass dieser in der Vereinslosigkeit endete. Aktuell spielt der mittlerweile 30-jährige Rechtsaußen in Thailand für Chiangmai United.

Platz 6 - Eduardo Vargas (NAPOLI):

    Um die von Lavezzi hinterlassene Lücke zu füllen, kauften die Neapolitaner 2009 das so genannte neue „Versprechen des südamerikanischen Fussballs.“ Aber nach 19 unerheblichen Auftritten wurde Vargas an mehrere Mannschaften ausgeliehen. Bei den Süditalienern sollte es jedenfalls nicht mehr klappen. Nach seinem Wechsel zur TSG Hoffenheim spielt der mittlerweile 30-jährige Chilene in Mexiko für die Tigres. Seine stärksten Leistungen zeigte der Stürmer immer in der Nationalmannschaft, was 38 Tore in 91 Auftritten untermauern.

Platz 5 - Sokratis Papastathopoulos (MILAN):

    Die Mailänder verpflichteten den damals 21-jährigen Sokratis vom FC Genua per Tauschdeal. Doch nach nur sieben Auftritten, in denen sich der Jungspund sehr unsicher präsentierte, verkauften ihn die „Rossoneri“ an den SV Werder Bremen. Dort und im Anschluss bei Borussia Dortmund reifte der Innenverteidiger zu einem der besten Bundesligaspielern und zog später weiter zum FC Arsenal.

Platz 4 - Edwin Van der Sar (JUVENTUS):

    Die Italiener kennen ihn seit dem berühmten Halbfinale der Europameisterschaft 2000 gegen Holland. Van der Sar wurde 2001 von Ajax verpflichtet und entpuppte sich für Juventus als kolossaler Flop: Seine Patzer kosteten die „Bianconeri“ zwei Meisterschaften, weshalb dieser an Fulham abgegeben wurde. Bei Manchester United konnte er schließlich wieder an seine alte Ajax-Form anknüpfen und avancierte zu einem der besten Torhüter der Premier League.

Platz 3 - Adriano (ROMA):

    Nach seiner glorreichen Zeit für den FC Parma und Inter Mailand verpflichteten die Römer den Brasilianer zu einer Zeit, als dieser über den Tod seines Vaters hinwegkommen versuchte. Doch Adriano ertränkte seinen Kummer in Alkohol und Drogen und schaffte es aufgrund einer fragwürdigen physischen sowie psychischen Verfassung zu lediglich acht torlosen Einsätzen für die „Giallorossi“. 2016 beendete der Brasilianer seine Karriere bei Miami United. Ein trauriger Abgang eines der weltbesten Stürmer…

Platz 2 - Ricardo Quaresma (INTER):

    ...von Mourinho unbedingt gewollt, gewinnt der Portugiese zwei Scudetti und einmal die Champions League. Doch in dieser legendären Inter-Mannschaft war Quaresma nur ein Statist. Trotz seines überragenden Talents hinderte ihn seine fehlende Professionalität daran, sein enormes Potenzial für die Lombarden auszuschöpfen. Mittlerweile spielt der Flügelstürmer in der Türkei und gehört bei Besiktas und im Nationalteam zu den Leistungsträgern.

Platz 1 - Gaizka Mendieta (LAZIO):

    Der damals amtierende Meister Lazio Rom verpflichtete den Spanier für die Rekordablöse von 90 Milliarden Lire (48 Mio. Euro), welcher die Lücke des zu Juventus abgewanderten Pavel Nedved schließen sollte. In Valencia reifte Mendieta dank seiner überragenden Technik und seinem grandiosen Abschluss zu einem der weltbesten Spielmacher.

    Doch im System der „Laziali“ fand der langhaarige Edeltechniker nicht die richtige Position: Als Flügelstürmer war er zu langsam für das Tempo der Serie A, und als Regista“ verteidigte er zu schwach. Nach knapp 20 Einsätzen und 0 Toren für die „Biancocelesti“ wurde der Spanier an Barcelona ausgeliehen. Bei den Katalanen lieferte der Stratege auch sofort wieder ab, jedoch verlängerte Lazio die Leihe nicht, um ihn stattdessen für 3,5 Millionen Euro an das ambitionierte FC Middlesbrough zu verleihen.

    Bei den Engländern blühte Mendieta ebenfalls wieder auf, so dass der mittlerweile 29-Jährige ablösefrei zu den Engländern wechselte. Doch aufgrund zahlreicher schwerer Verletzungen erreichte der ehemalige spanische Nationalspieler nie wieder seine alte Form. Heute lebt er in England und ist ein DJ,einer der gefragtesten in Nord-Yorkshire.

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Sascha

Das sind die Dribbelkönige der Serie A

Platz 5 - Josip Ilicic

Josip Ilicic ist trotz der Liga-Pause in aller Munde. Jüngst kommentierte Antonio Cassano im TV dessen 4er-Pack gegen den FC Valencia wie folgt. „Hätte er Gasperini schon vor 10 Jahren als Trainer gehabt, dann würde er heute zu den weltbesten Fußballern gehören.“

Dass es für den mittlerweile 32-jährigen Slowenen richtig rundläuft, hat sicherlich mit dessen Übungsleiter zu tun, denn dieser gönnt dem Nationalspieler alle Freiheiten im Spiel nach vorne. Dies führt dazu, dass Ilicic ähnlich wie sein Pendant Papu Gomez oftmals 1-gegen-1-Situationen suchen darf und diese durchschnittlich pro Partie 2,6 Mal für sich entscheidet.

Bergamos Angreifer, welcher stolze 1,90 Meter misst, gewinnt ganze 58,5 Prozent seiner Duelle! Seine Dribbelstärke sorgte immer wieder dafür, dass die hängende Spitze von „La Dea“ in, für den Gegner tödliche Abschlusssituationen, kommt. 15 Tore und 5 Vorlagen in 21 Einsätzen zeugen darüber hinaus von einer enorm effektiven Ausbeute des Angreifers.

Platz 4 – Alex Berenguer

Die wenigsten hatten wohl mit einem Spieler vom abstiegsbedrohten Torino Football Club gerechnet, welcher sich seit Monaten in einer Talfahrt Richtung Serie B befindet. Einer der wenigen Lichtblicke in der Offensive bleibt neben Kapitän Andrea Belotti dessen Zuarbeiter Alex Berenguer.

2017 verpflichtete die „Granata“ den damals 21-jährigen Spanier vom spanischen Erstligisten Osasuna. Die Umstellung auf den italienischen Calcio scheint ihm nach einigen Spielzeiten immer leichter zu fallen.

Wenngleich Berenguer noch an seiner Konstanz feilen muss, so darf er sich schon jetzt zu den fünf besten Dribblern der Serie A zählen. Denn mit 2,8 gewonnen Duellen pro Spiel und einer Erfolgsquote von 61 Prozent, brauch sich der 24-jährige „Toro“ vor niemanden zu verstecken. Seine Statistik kann sich ebenfalls sehen lassen, denn mit 6 Scorerpunkten in nur 17 Einsätzen steuert der quirlige Angreifer in einer desolaten Torino-Mannschaft alle 182 Minuten ein Tor bei.

Platz 3 – Ismael Bennacer

Der beste Spieler des Afrika-Cups 2019 konnte nicht nur durch seine Dribbelstärke bei den Mailändern überzeugen, wenngleich diese mit 3,0 gewonnen Duellen und einer Erfolgsquote von überragenden 81,9 Prozent mehr als sehen lassen kann.

Denn der junge Algerier zeigt auf dem Platz mit seinen zarten 22 Jahren absolute Leaderqualitäten. Als Sechser gewinnt dieser Dank seiner Bissigkeit und Lauffreude wichtige Bälle für seine Teamkollegen, sichert mit seiner brillanten Technik das runde Leder und behält selbst auf engstem Raum oftmals einen kühlen Kopf.

Kurz gesagt, Bennacer ist der absolute Mittelfeldmotor der „Rossoneri“ und aus der ersten Elf kaum noch wegzudenken. Denn mit seiner Passstärke und Spielintelligenz lenkt er das Aufbauspiel der Lombarden bereits jetzt schon wie ein alter Hase. Sollte er seine wenigen Konzentrationsaussetzer in den Griff bekommen, dann kann das Ausnahmetalent zu einer der besten Sechser der Welt reifen.

Platz 2 – Gaetano Castrovilli

3,2 erfolgreiche Dribblings pro Spiel bei einer Erfolgsquote von 73,8 Prozent. Werte, die letzten Sommer wohl die wenigsten von Fiorentinas Mittelfeldmann erwartet hätten. Denn eigentlich war dieser nach seiner Leihe zu Zweitligist Cremonese nicht wirklich für die Serie A eingeplant, doch der 23-jährige drehte in der Vorbereitung dermaßen auf, dass Ex-Trainer Vincenzo Montella ihn sogar in der Startelf aufbot.

Auch der neue starke Mann Beppe Iachini an der Seitenlinie der „Viola“ setzt auf die Qualitäten des frischgebackenen italienischen Nationalspielers. Denn dieser ist ungemein ballsicher und schleppt die Bälle Meter für Meter nach vorne, vor allem da bei den Toskaner spielerisch ziemlich wenig zusammen läuft.

Zwar könnte die Statistik mit nur 3 Toren und 2 Vorlagen üppiger ausfallen, jedoch würde sich das in einem funktionierenden Kollektiv sicherlich ändern. Interessenten stehen beim Süditaliener bereits zu genüge Schlange. So sollen Inter Mailand, der BVB, Napoli und auch der italienische Rekordmeister aus Turin ihre Fühler nach dem Senkrechtstarter ausgestreckt haben.

Platz 1 – Jeremie Boga

Wer sich die Partien des US Sassuolo angeschaut hat, dem muss einfach die wahrhaftige und wuchtige Dribbelmaschinerie des Jeremy Boga aufgefallen sein. Denn mit unfassbaren 4,4 gewonnen Dribblings pro Partie! Ist der Ivorer eine personifizierte nicht aufzuhaltende Lawine.

Der afrikanische Linksaußen ist ein wahres Kraftpaket, welches dank seiner Größe von nur 1,73 Meter mit einen niedrigen Körperschwerpunkt ausgestattet ist. Das macht es besonders für großgewachsene Kontrahenten schwer Boga aufzuhalten.

Während man dem bulligen Flügelstürmer in den letzten Jahren fehlende Effizienz vorwerfen konnte, so antwortet der 23-jährige Jungspund mit 8 Toren und 2 Vorlagen in 24 Einsätzen und führt seine aufsteigende Form der letzten Spielzeit fort.

Das ist auch Ausbildungsverein Chelsea nicht entgangen, welcher eine Rückkaufoption in Höhe von 20 Millionen Euro auf das vereinseigene Jugendprodukt besitzen soll. Der aktuelle ivorische Nationalspieler scheint einem Wechsel zurück auf die Insel jedenfalls nicht abgeneigt zu sein wie dessen Berater gegenüber den Medien offenbarte.

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Sascha

Diese 5 Serie-B-Talente sorgen diese Saison für Furore

Die Serie B ist diese Spielzeit so ausgeglichen wie nie. Während Benevento mit Trainer Pippo Inzaghi mit 20 Punkten Vorsprung von der Tabellenspitze grüßt, trennen das zweitplatzierte Crotone gerade mal neun Punkte zum Tabellenneunten FC Empoli. Daher dürfen noch zahlreiche Teams vom Aufstieg in die italienische Beletage träumen, zudem auch zahlreiche Talente.

Wir haben uns entschlossen euch fünf der besten jungen Spieler der Serie B vorzustellen, welche in naher Zukunft auch in Italiens höchster Spielklasse für Furore sorgen könnten, zumal die meisten von ihnen bereits im Besitz der großen Vereine sind, oder aber von ihnen intensiv beobachtet werden.

ANDREAW GRAVILLON

Der körperlich robuste Innenverteidiger stammt genau wie Lilian Thuram aus Pointe-à-Pitre in/ Guadeloupe und bewahrte mit seiner unfassbaren Zweikampfstärke dessen Leihclub Ascoli vor den Abstiegsplätzen.

157 Zweikämpfe in 22 Spielen beweisen, dass die Leihgabe von Inter Mailand keinem einzigen Duell aus dem Wege geht. Trotz dieser enorm hohen Zahl gewinnt das Inter-Juwel 60 Prozent aller Zweikämpfe, sowohl in der Luft, als auch am Boden.

Physisch scheint der imposante Verteidiger alles mitzubringen, sollte dieser noch seine ungestüme Attitüde (10 gelbe Karten in 22 Einsätzen) und sein taktisches Verständnis optimieren, dann sollte einer großen Karriere wie einst die seines Landmanns Thurams nichts mehr im Wege stehen.

GIACOMO CALÒ

Der 1997 in Triest geborene Italiener zieht beim Tabellendreizehnten Juve Stabia die Fäden als tiefliegender Spielmacher, oder „Regista“ wie die Italiener die Positionen des kreativen Sechers gerne umschreiben.

Bevor der 23-jährige Jungspund in Stabia landete, wurde dieser von Sampdoria Genua für vier Millionen Euro an den Lokalrivalen FC Genua verkauft. Die Ligurier wiederum verliehen den Mittelfeldmann an „Castellammare di Stabia“.

In der Saison 2017/18 war Caló bereits wichtiger Bestandteil der Kampanier, um sie nur eine Saison später mit neun Scorerpunkten in 34 Einsätzen von der Serie C in Italiens zweite Liga zu befördern. Diese Saison scheint bei Genuas Leihgabe der Knoten endgültig geplatzt zu sein.

42 Prozent direkte Torbeteiligungen

Ob direkt verwandelte Eckbälle oder Freistöße, Tore aus über 30 Metern Distanz, alles was der ehemalige italienische Juniorennationalspieler anfasst, wird zu Gold. Obwohl die Hafenstadt Stabia eher für ihre rohen militärischen Einrichtungen bekannt ist, demonstriert dieser Zauberfußballer pure Kreativität und Genialität im Stadio Romeo Menti.

Giacomo Calós Statistik untermauert, dass er endgültig reif für Italiens Oberhaus scheint. Denn der schussgewaltige Edeltechniker war mit zwölf Vorlagen und drei Toren in 24 Einsätzen an insgesamt 42 Prozent aller Tore des Zweitligisten beteiligt. Eine phänomenale Ausbeute für einen kreativen Sechser. Der FC Genau wird die Rückkehr des Ausnahmetalents im Sommer sehnsüchtig erwarten.

ALESSANDRO PLIZZARI

Noch vor zwei Jahren, als der potenzielle Abgang von Gianluigi Donnarumma durch die Medien ging, wurden die Rufe der Fans nach dessem legitimen Nachfolger Alessandro Plizzari laut. Denn dieser bewies bei der U20-Weltmeisterschaft 2017 in Südkorea, welch großes Talent er besitzt. Doch Donnarumma blieb und Plizzari musste andere Wege finden um spielpraxis zu erhalten.

Also ab in Italiens zweite Liga, wo er aktuell für den Tabellenletzten Livorno das Tor hütet. Eigentlich war Milans Leihgabe als Alternative für Stammtorhüter Lukas Zima eingeplant, doch der Tscheche konnte nicht überzeugen und musste seinen Stammplatz für den italienischen Juniorennationalspieler frei machen.

In Guardians Liste der 50 größten Talente

Zwar scheint der Abstieg der Toskaner so gut wie besiegelt, doch Plizzari bewahrt mit 3,4 Glanzparaden seine Teamkameraden vor Schlimmeren. Für den 20-jährigen Italiener ist die desolate Defensive Livornos das beste Übungsfeld um in Profifußball weiterhin zu reifen.

Dass dieser eine große Zukunft vor sich hat, verkündete bereits der „Guardian“, welcher Milans Rohdiamant 2017 mit Spielern wie Jadon Sancho oder Moise Kean zu den 50 wertvollsten Talenten des Jahrgangs 2000 zählte.

Sollte Donnarumma angesichts des Vorstandschaos die „Rossoneri“ im Sommer verlassen, dann dürfen sich die Lombarden auf einen exzellenten Torhüter freuen, welcher eine unfassbare Sprungkraft, tolle Reflexe und Explosivität besitzt. Milan darf also dank Plizzari einem möglichen Donnarumma-Abgang ganz entspannt entgegen sehen.

TOMMASO POBEGA

Dass Serie-B-Aufsteiger Pordenone Calcio aktuell auf Platz vier rangiert und vom direkten Durchmarsch träumen darf, ist gewiss auch Tommaso Pobega zu verdanken. Die 20-jährige Leihgabe vom AC Mailand könnte als den Mittelfeldmotor der „Pordenonesi“ bezeichnet werden. Denn der junge Italiener erfüllt seine Aufgaben als sogenannter „Box-to-Box-Player“, und erinnert in seinem Spielstil an Inters Mattia Vecino.

"Er ist ein harter Arbeiter, er ist ein hart arbeitender Junge, er ist ein Talent, der es erreichen will. Er ist engagiert, jedes Training ist für ihn wie ein Spiel. Er hat die richtige Mentalität von jemandem, der seine Ziele erreichen will, und er tut es in Bescheidenheit“, lobte Pordenone-Coach Attilio Tesser.

„Spieler mit Perspektive“

Der aktuelle U20-Nationalspieler ist mit einem Gardemaß von 1,88 Meter groß gewachsen und weiß seine imposante Physis adäquat einzusetzen. Seine Zweikämpfe bestreitet er daher mit einer Leidenschaft die an dessen Kindheitsidol Rino Gattuso erinnert. Doch auch am Ball weiß Pobega technisch zu überzeugen und auch immer wieder Akzente nach vorne zu setzen, was fünf Tore und drei Assists in 22 Spielen untermauern.

Tesser traut seinem Schützling eine große Karriere zu und schließt nicht aus, dass Milan seine Leihgabe im Sommer in den eigenen Reihen halten könnte. „Pobega ist definitiv ein Spieler mit Perspektive. Er wird ein aufstrebender junger Mann in unserem Fussball sein.“

GIANLUCA SCAMACCA

Diejenigen, die den Fussball aufmerksam verfolgen, könnten jedoch überrascht sein, dass Gianluca Scamacca am 1. Januar gerade 21 Jahre alt geworden ist. Über diesen kraftvollen Stürmer, der schon in jungen Jahren von vielen mit so illustren Namen wie Zlatan Ibrahimovic und Christian Vieri verglichen wurde, spricht man seit 2015, dem Jahr, in dem er die Jugendmannschaft der Roma verließ, um dem PSV Eindhoven beizutreten.

In Holland glaubte Scamacca, er hätte mehr Chancen, sich durchzusetzen, aber nach nur drei Auftritten in zwei Jahren in der Jugendmannschaft kehrte der verlorene Sohn nach Italien zum US Sassuolo zurück. Die Hoffnung letzte Saison bei Zweitligist Cremonese durchzustarten, verpuffte mit nur einem Tor in 6 Monaten ziemlich schnell. Doch im laufenden Wettbewerb hat es der bullige Stürmer bei Leihclub Ascoli endlich ins Rampenlicht geschafft.

Groß, wuchtig und technisch stark

Wettbewerbsübergreifend konnte der aktuelle U21-Nationalspieler Italiens elf Tore und eine Vorlage in 25 Einsätzen beisteuern, gleichermaßen gut lief es für den gebürtigen Römer mit vier Treffern in acht Begegnungen für die „Azzurini“.

Dass der Scamacca mit Namen wie Ibrahimovic und Vieri verglichen wird, liegt zweifellos an seiner imposanten Körpergröße von 1,95 Meter und seiner exzellenten Ballbehandlung. Der 21-Jährige glänzt nicht nur mit seiner körperlichen Wucht, sondern auch durch eine beidfüßige und brillante Technik, gepaart mit einem satten Pfund in den Füßen. Ascolis Mittelstürmer trifft sowohl mit roher Gewalt aus der Distanz, als auch kunstvoll per Fallrückzieher.

Sollte Sassuolos Leihgabe sein schlampiges Abspiel und seine Effizienz weiter erhöhen, dann dürfen sich die „Neroverdi“ im Sommer auf einen kompletten Angreifer freuen, welcher dem etablierten Routinier Francesco Caputo ordentlich einheizen könnte. Doch Vorsicht, Juve, Milan und auch Napoli beobachten das Sturmjuwel mit Argusaugen.

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